Geistig Behinderte ins Gymnasium?

In Österreich strebt eine Gruppe Aktivisten an, für das Recht von Behinderten (Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf) auf Ausbildung in mittleren und höheren Schulen zu kämpfen.

Ich denke, dass jemand, der dem Regelunterricht nicht folgen kann und deshalb eine Sonderschule (wird in Ö 2003 in „Förderschule“ umbenannt) besucht, in einem Gymnasium nichts verloren hat.

Ein durchschnittlich guter Volksschüler (Grundschüler) wird in die Hauptschule „abgeschoben“, aber ein Kind, das so eingeschränkt in seinen geistigen Möglichkeiten ist, dass es die Volksschule nicht besuchen kann, soll aufs Gymnasium geschickt werden (wegen Chancengleichheit)???

Spinne ich oder spinnen die Initiatoren?

Hanna

(wegen Chancengleichheit)???

Hi
Chancengleichheit im Schulsystem ist was ganz tolles. Ein Gymnasium das so etwas macht ended meistens dann als die Hauptschule der Stadt, an der man Abitur machen kann. Chancengleichheit?? War das nicht auch das Prinzip der Gesamtschule?? Hab da was im Zusammenhang mit der Pisastudie drüber gelsen. Da kamm die aber gar nicht gut weg… .
So, das waren nur mal ein paar Gedanken von mir dazu…

freak

Moin Hannah,

Dies:

von Behinderten (Schülern mit sonderpädagogischem
Förderbedarf)

heisst nicht automatisch geistige Behinderung. Auch Kinder mit ausschließlich körperlichen Behinderungen landen häufig auf Sonderschulen.

Ich denke, dass jemand, der dem Regelunterricht nicht folgen
kann und deshalb eine Sonderschule (wird in Ö 2003 in
„Förderschule“ umbenannt) besucht, in einem Gymnasium nichts
verloren hat.

Und wenn derjenige dem Regelunterricht nicht folgen kann, weil er z.B. stark Sehbehindert oder Rollstuhlfahrer ist und die Schulen für solche Schüler einfach nicht ausgestattet sind, weil entsprechende Rampen für Rollstühle, breite Türen, Vergrößerungshilfsmittel oder Sehhilfen nicht vorhanden sind, dann ab damit in die Sonderschule, auch wenn die Kinder von den geistigen Fähigkeiten her dem Unterricht eines Gymnasiums durchaus folgen könnten ?

Du glaubst nicht, dass intelligente körperbehiderte Kinder in Sonderschulen „abgeschoben“ werden ? Dann frag doch mal, wieviele deiner Kinder körperbehinderte Mitschüler haben.

Ein durchschnittlich guter Volksschüler (Grundschüler) wird in
die Hauptschule „abgeschoben“,

ein durchschnittlich guter Volksschüler ist in der Hauptschule auch gut aufgehoben, wenn er geistig dem Unterricht einer weiterführenden Schule nicht folgen kann, genau wie ein durchschnittlich guter körperlich behinderter Volksschüler.

aber ein Kind, das so

eingeschränkt in seinen geistigen Möglichkeiten ist, dass es
die Volksschule nicht besuchen kann, soll aufs Gymnasium
geschickt werden (wegen Chancengleichheit)???

Spinne ich oder spinnen die Initiatoren?

Weder noch. Du setzt nur Sonderschule mit geistiger Behinderung gleich. Das ist ein Denkfehler, mehr nicht.

Gruss
Marion

ich provoziere mal wieder …

Hi

Hallo auch,

Chancengleichheit im Schulsystem ist was ganz tolles. Ein
Gymnasium das so etwas macht ended meistens dann als die
Hauptschule der Stadt, an der man Abitur machen kann.

Ich kenne das eher von den teuren Privatschulen ohne Chancengleichheit.

Chancengleichheit?? War das nicht auch das Prinzip der
Gesamtschule?? Hab da was im Zusammenhang mit der Pisastudie
drüber gelsen. Da kamm die aber gar nicht gut weg… .

Im Gegenteil. Die Länder mit konsequenten Gesamtschulkonzepten und möglichst wenig Selektion sind am besten bei PISA weggekommen. Aber da Du vermutlich an einer nicht chancengleichen Schule bist, sei Dir verziehen. Du kannst nichts dafür, dass Du Zusammenhänge nicht erkennen kannst.

So, das waren nur mal ein paar Gedanken von mir dazu…

Echt lieb von Dir, dass Du Deine Gedanken mit uns teilen magst.

Gruß

Fritze

Hallo Marion!

Körperbehindert oder geistig behindert: Genau das ist der Punkt!

Ich habe auf das Mail, das zur Abstimmung über das Gesetz auffordert, geantwortet:

„Leider geht nicht hervor, ob es sich um körperlich Behinderte oder geistig Behinderte handelt.
Ich bin für Körperbehinderte an höheren Schulen aber gegen geistig Behinderte dort.
Wenn klar wird, dass es hier nur um Körperbehinderte geht, stimme ich gerne mit!“

Mir ist immer noch das Beispiel dieser Helen *weißnichtmehrwiesienochgeheißenhat* in lebhafter Erinnerung, die taubblind und ein äußerst „schlimmes“ Kind war, bis sie ein Kindermädchen bekam, das sich die Mühe gemacht hat, eine Kommunikation mit ihr aufzubauen und das Mädchen zu fördern.
Diese Helen schaffte dann sogar einen Hochschulabschluss!

Intelligente Körperbehinderte sollten gefördert und ermutigt werden, und ihnen sollte jeder Bildungsweg offen stehen.

Geistig Behinderte sollten bestmöglich gefördert werden, um ihren eigenen Lebensunterhalt zu verdienen - mit ihren Begabungen und Fähigkeiten.

Aber ich bin dagegen, alle in einen Topf zu schmeißen und aufs Gymnasium zu schicken.

Hanna

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Hallo Hanna!

Seit einigen Jahren gibt es bei uns ein Gesetz, das es ermöglichen soll, dass geistig Behinderte an den sog. Regelschulen unterrichtet werden müssen, wenn die Eltern es verlangen. Die Kinder müssen dann an den Volks- und Hauptschulen, aber auch an den Gymnasien nach dem Lehrplan der Sonderschule unterrichtet werden. Das Ganze ist natürlich - und das ist meine ganz persönliche Meinung - ein grober Unfug. Nicht nur, dass HS- und Gymnasiallehrer keinerlei Ausbildung im Umgang mit behinderten Schülern haben, es ist auch ein beträchtlicher Mehraufwand an Organisation, Lehrmaterial usw. notwendig. Es kommt wohl für einige Stunden pro Woche ein „Begleitlehrer“ aus einer Sonderschule in die entsprechendE Klasse, aber was ist in den restlichen (25) Stunden?
Nach anfänglichem Run in die „Integrationsklassen“ ist es nun aber wieder ziemlich ruhig geworden, die Eltern haben gesehen, dass sie (mit ihrer Eitelkeit) den Kindern nichts Gutes tun.
Den Kindern kommen ihre geistigen Grenzen in der Regelschule sehr wohl zu Bewusstsein und sie leiden darunter.

In unserem Schulhaus ist auch eine Sonderschule untergebracht.Wir erfahren selbst, wie die Kinder aufblühen, wenn sie ihrem Leistungsvermögen entsprechend unterrichtet werden, der Lehrplan der Sonderschule ist sehr auf Praxis abgestimmt, und es ist erstaunlich, was die Kinder handwerklich zu leisten im Stande sind.

Die Kinder in unsere Gesellschaft zu integrieren, bedarf es anderer Initiativen, als sie eine eine Schule stecken zu wollen, deren Abschluss sie nicht erreichen können.
Für die äußerst seltenen Fälle, in denen eine extrem einseitige (geist.) Behinderung vorliegt, bietet sich natürlich die Möglichkeit der Integration an.

In Österreich strebt eine Gruppe Aktivisten an, für das Recht
von Behinderten (Schülern mit sonderpädagogischem
Förderbedarf) auf Ausbildung in mittleren und höheren Schulen
zu kämpfen.

Dieses „Recht“ besteht schon lange, nur wie gesagt, es hat sich in der Durchführung nicht bewährt.(Ich erinnere mich an einen Fall in Innsbruck, in dem ein Vater seinen Sohn mit Downsyndrom unbedingt durchs Gymnasium bringen wollte.Nach einem Jahr hat der Vater den Irrtum einsehen müssen.)

Ich denke, dass jemand, der dem Regelunterricht nicht folgen
kann und deshalb eine Sonderschule
(wird in Ö 2003 in „Förderschule“ umbenannt -

–als ob das was ändern würde! Typisch…

besucht, in einem Gymnasium nichts verloren hat.

So ist es!

Noch eine Ergänzung zu den untenstehenden Postings zur Körperbehinderung:
Ausschließlich körperbehinderte Kinder werden in Österreich NICHT in Sonderschulen abgeschoben.
Schulneu- oder umbauten werden neuerdings behindertengerecht durchgeführt.
Wenn es erforderlich ist, werden heutzutage den Schülern auch Computer mit speziellen Programmen zur Verfügung gestellt.

Scöne Grüße!
Helene

Hi Hanna,

Mir ist immer noch das Beispiel dieser Helen
*weißnichtmehrwiesienochgeheißenhat* in lebhafter Erinnerung,
die taubblind und ein äußerst „schlimmes“ Kind war,

das war Helen Keller.

Gandalf

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Ich kenne das eher von den teuren Privatschulen ohne
Chancengleichheit.

schon möglich. Aber ich kenne das nun mal von diesen Schulen und das ist so und das kannst du auch nicht bestreiten. Unsere beider Wissen bringt aber nix, da es nicht wirklich repräsentativ ist.

Im Gegenteil. Die Länder mit konsequenten Gesamtschulkonzepten
und möglichst wenig Selektion sind am besten bei PISA
weggekommen. Aber da Du vermutlich an einer nicht
chancengleichen Schule bist, sei Dir verziehen.

Aja. Da muss ich dann wohl was missverstanden haben. NRW hat jede Mengen Gesamtschulen (wie die meisten SPD geführten Länder), hat aber grottenschlecht bei PISA abgeschnitten.

So und jetzt noch mal zum Ursprungsthema. Ich denke das Menschen, die nicht auf dem Niveau einer Schule sind dort auch nicht aufgenommen werden sollten. Dafür gibts doch die anderen Schultypen. Das ist vielleicht traurig, dass nicht alle Menschen gleich klug sind. Aber das ist nun mal so und dann sollte man nicht sagen, dass es zu wenige Menschen der einen oder der anderen Gruppe auf deutschen Gymnasien gibt und dann dafür sorgen, dass es mehr davon auf der Schule gibt, obwohl sie nicht dafür qualifiziert sind. Da hat keiner was von. Weder der betroffene Schüler oder (wo wir gerade bei Gleichberechtigung sind) die betroffene Schülerin, denn die werden es dort nicht schaffen, Notendruck haben und irgendwann müssen sie die Schule wechseln. Aber auch die anderen Schüler haben da nix von, da solche Schüler die Klasse aufhalten.
Das bezieht sich übrigens jetzt nicht nur auf Behinderte.
Du kannst

nichts dafür, dass Du Zusammenhänge nicht erkennen kannst.

Du tust gerade so, als wenn deine Meinung die einzig Richtige wäre und versuchst mich zu trösten, dass ich so doof bin und eine andere Meinung habe. Seh doch bitte irgendwann mal ein, dass es mehr als eine Meinung gibt.
freak

Aja. Da muss ich dann wohl was missverstanden haben. NRW hat
jede Mengen Gesamtschulen (wie die meisten SPD geführten
Länder), hat aber grottenschlecht bei PISA abgeschnitten.

Das kann man aber nicht vergleichen!. In den Ländern, welche bei PISA gut abgeschnitten haben, gibt es eben NUR Gesamtschulen. IN NRW gibt es Gesamtschulen UND Gymnasien, was zur Folge hat, dass die besten Schüler wohl auf das Gymansium gehen werden, und die Gesamtschüler normalerweise eine Real oder Hauptschule besuchen würden. Infolgedessen ist es logisch, dass die NRW Schüler schlechter abschneiden als die Finnischen Schüler, weil in deren Gesamtschulen auch Leute sind die bei uns aufs Gymansium gehen würden :smile: Zumal bei uns die Gesamtschule einen derart miseraten Ruf hat, dass diese wohl als Zukunftsmodell ausgesorgt hat.

Grüße

Bernd

Hallo,

Aja. Da muss ich dann wohl was missverstanden haben.

In der Tat.

NRW hat
jede Mengen Gesamtschulen (wie die meisten SPD geführten
Länder), hat aber grottenschlecht bei PISA abgeschnitten.

Ja, Gesammtschulen in Deutschland sind keine.

So und jetzt noch mal zum Ursprungsthema. Ich denke das
Menschen, die nicht auf dem Niveau einer Schule sind dort
auch nicht aufgenommen werden sollten.

Diese frühe Selektion der Schüler (nach der vierten Klasse) in die drei klassischen Schulformen ist genau die Methode, welche uns diese tollen PISA-Ergebnisse beschert hat. In anderen Ländern, in denen die Schüler bis zur 9. Klasse zusammen unterrichtet werden, ist das Leistungsniveau nicht – wie von dir fälschlich aus der PISA-Studie entnommen – insgesamt schlechter, sondern ganz im Gegenteil, insgesamt besser. Es zeigt sich also, dass nicht die schlechten Schüler die guten runterziehen, sondern umgekehrt, die schlechten von den guten Lernen.

Allerdings könnte man bei der Gelegenheit auch gleich mal mit dem Unfig aufhören, die Klassen nach Jahrgängen zu organisieren. Eine Einteilung nach Leistungsstand und (in Grenzen) Neigungen wäre viel effizienter.

[…]

Du tust gerade so, als wenn deine Meinung die einzig Richtige
wäre und versuchst mich zu trösten, dass ich so doof bin und
eine andere Meinung habe. Seh doch bitte irgendwann mal ein,
dass es mehr als eine Meinung gibt.

Hier geht es aber nicht um Meinungen, sondern um eine krasse Fehlinterpretation der Ergebnisse einer Studie.

Gruß

Fritze

Hier geht es aber nicht um Meinungen, sondern um eine krasse
Fehlinterpretation der Ergebnisse einer Studie.

Hi
na dann bin ich ja beruhigt das du so denkst. Dann kann ich ja ganz beruhigt sagen, das ich diese Meinung (die da oben steht) scheiße finde.

freak

Hallo Bernd!

Das kann man aber nicht vergleichen!. In den Ländern, welche
bei PISA gut abgeschnitten haben, gibt es eben NUR
Gesamtschulen.

Da irrst du dich leider: Österreich hat bei der PISA gut, teilweise sogar sehr gut abgeschnitten , OHNE Gesamtschulen…

:wink: Helene

HI!

Chancengleichheit im Schulsystem ist was ganz tolles. Ein
Gymnasium das so etwas macht ended meistens dann als die
Hauptschule der Stadt, an der man Abitur machen kann.

Ich kenne das eher von den teuren Privatschulen ohne
Chancengleichheit.

Eine Privatschule verhindert in keinster Weise die Chancengleichheit bzgl. der Erlangung eines Abiturs.
Ich selbst habe damals eine Privatschule bewusst gewählt, um eine bessere und menschlichere Ausbildung zu erhalten.
Das Abi war dann doch für alle gleich (Bayern).

Chancengleichheit?? War das nicht auch das Prinzip der
Gesamtschule?? Hab da was im Zusammenhang mit der Pisastudie
drüber gelsen. Da kamm die aber gar nicht gut weg… .

Im Gegenteil. Die Länder mit konsequenten Gesamtschulkonzepten
und möglichst wenig Selektion sind am besten bei PISA
weggekommen. Aber da Du vermutlich an einer nicht
chancengleichen Schule bist, sei Dir verziehen. Du kannst
nichts dafür, dass Du Zusammenhänge nicht erkennen kannst.

Ich habe da Gegenteiliges in Erinnerung.
Naja, aus dem Lében gegriffen lässt sich das Scheitern des Gesamtschulkonzeptes allein schon am Scheitern von Gesamtschülern an den Hochschulen ablesen. Da nützt dann auch das sozialste Abitur aus der Gesamtschule in Hessen oder Rheinland-Pfalz nichts mehr.

Dies ist übrigens nicht repräsentativ, nur meine eigene, unmassgebliche Erfahrung.

Des weiteren ist die Gleichmacherei in allen Lebensbereichen, wofür die Gesamtschule nur ein Einzelbeispiel ist, sowieso abzulehnen.
Die zeitweise Negierung des Leistungsprinzips wird nichts daran ändern, dass unsere auf wirtschaftlichem Wachstum aufbauende Gesellschaft keinen Platz für Altsozialisten und sonstige Träumer hat.

So, das waren nur mal ein paar Gedanken von mir dazu…

Echt lieb von Dir, dass Du Deine Gedanken mit uns teilen
magst.

Das finde ich auch.

Grüße,

Mathias

Hallo Helene,

Da irrst du dich leider: Österreich hat bei der PISA gut,
teilweise sogar sehr gut abgeschnitten , OHNE
Gesamtschulen…

Ich habe ja nicht gesagt, dass nur Länder gut abgeschnitten haben die eine Gesamtschule haben, sondern lediglich dass in den Gesamtschulländern die gut waren im Gegensatz zu NRW z.B. es eben nur die Gesamtschule gibt und keine andere!. Das auch Länder im PISA Test gut abgeschnitten haben die kein Gesamtschulsystem haben haben ich nicht bestritten!

Grüße

Bernd

Hallo Ihr beiden,

ich möchte Euch bitten, bei der Sache zu bleiben und nicht persönlich zu werden. Wenn Ihr weiteren Diskussionsbedarf auf diesem Niveau habt, könnt Ihr ihn gern per Mail abdecken.

Gruß

José
Moderator

Hallo,

siehe meine Antwort an freak unten. Bleibt bitte sachlich.

Gruß

José
Moderator

Hallo!

Ich bin auch für Integration, wo es möglich ist (z.B. Kind mit leichter geistiger Behinderung an einer regulären Hauptschule aufnehmen statt das Kind an einer Förderschule zu unterrichten), aber die Idee mit dem Gymnasium finde ich gar nicht gut.
Erstens sind, wie schon gesagt, die Lehrer nicht in diese Richtung („Sonderpädagogik“) ausgebildet.
Zweitens, der Lernstoff. Was bringt es einem 14-Kind, dass - sagen wir mal - Mühe hat sich auszudrücken, zu sprechen oder zu rechnen, in seinen besten Bereichen auf dem Niveau eines Siebenjährigen ist, und dann vielleicht im Chemieunterricht sitzt wo die anderen etwas über Polymere lernen? Nicht nur, dass das Kind das aufgrund seiner Behinderung nicht verstehen kann (auf jeden Fall noch nicht im gleichen Alter wie die anderen) - es wird sich auch schrecklich langweilen, weil eben nichts auf seinem Niveau zu tun da ist (Vergleich: eben ein „normalbegabter“ Siebenjähriger säße in dem Unterricht - der würde auch schnell „abschalten“, weil ihm das einfach zu hoch ist).
Der Unterricht würde dem Kind einfach „davonlaufen“ - die Dinge, die es verstehen kann, werden ihm nicht mehr angeboten, wenn es so weit ist.
Dem Kind ist langweilig - das bringt auch nichts.
In einer Förderschule könnte das Kind etwas lernen, was es weiterbringt. Könnte vielleicht lernen, ein bisschen besser zu rechnen. Könnte Fortschritte in der Sprachentwicklung machen. Könnte vor allem ein positives Gefühl bei seinen Fortschritten haben - und auch das ist sehr wichtig.
Das Kind hätte auch kaum eine Chance, die Bereiche zu finden, in denen es gut ist. Geistig Behinderte können durchaus super in handwerklichen oder künstlerischen Dingen sein und da sehr viel Spaß daran haben - nur, diese Bereiche wird diese Person am Gymnasium kaum entdecken können…

Geistig Behinderte aufgrund „Gleichberechtigung“ ans Gymni oder ähnliches zu schicken, ist meiner Meinung eine Verbauung von Chancen.

Gruß,
Nina

Hi!

Ab und an ist es ganz günstig, den Realitäten einmal ins Auge zu sehen.
Das ist manchmal hart, aber es ist Zeitverschwendung, sich im 21. Jahrhundert immer noch gegen das Leistungsprinzip zu wehren.
Es hatte Gültigkeit von ca. 150.000 v.Chr. bis 1968 n. Chr. und wird nun nach 35-jähriger Pause langsam wieder spannend.
Wen wird in 20 Jahren noch die pseudosozialistische Gleichmacherei einiger versprengter Lehrer interessieren?
Daher sollten wir unseren Kindern nicht von vorneherein Chancen verbauen bzw. Dinge versprechen, die sich später nicht halten lassen.

Grüße,

Mathias

Hallo Mathias!

Ab und an ist es ganz günstig, den Realitäten einmal ins Auge
zu sehen.
Das ist manchmal hart, aber es ist Zeitverschwendung, sich im
21. Jahrhundert immer noch gegen das Leistungsprinzip zu
wehren.
Es hatte Gültigkeit von ca. 150.000 v.Chr. bis 1968 n. Chr.
und wird nun nach 35-jähriger Pause langsam wieder spannend.

Interessant - was willst Du mir damit sagen?
*völligaufderleitungstehe*

Wen wird in 20 Jahren noch die pseudosozialistische
Gleichmacherei einiger versprengter Lehrer interessieren?

Keine Ahnung. Warum willst Du das wissen?

Daher sollten wir unseren Kindern nicht von vorneherein
Chancen verbauen

Genau. Wir sollten unseren Kindern nicht die Chancen verbauen. Dafür bin ich auch.
Ein Kind, das in der Grundschule nur mittelmäßig ist, bekommt NICHT die Chance, aufs Gymnasium zu gehen; ein anderes Kind, das in der Grundschule so grottenschlecht ist, dass es in die Sonderschule kommt, bekommt die Chance???

Warum werden den Grundschülern nicht die gleichen Chancen eingeräumt wie den Sonderschülern???
Warum wird ihnen der Bildungsweg verbaut???

bzw. Dinge versprechen, die sich später nicht
halten lassen.

Ich verspreche nichts.
Du etwa?

Hanna

Hi
verstehe ich zwar nicht. Aber wenn du das so siehst, dann werde akzeptier ich das selbstverständlich.

freak