Hallo!
Ich greife den „Abzocke“-Artikel auf und stelle folgende Frage in den Raum:
Warum sind den Deutschen eigentlich ihre schönsten Tage im Jahr so wenig wert?
Da wird nach den billigsten Hotels, den miesesten Flügen, dem schlechtesten Essen ausschau gehalten, nur um ein paar Euro zu sparen. Ich verstehe es nicht. Sollte Urlaub nicht etwas besonderes sein, wo „man sich mal etwas gönnt“…?
Ich bin selbst seit kurzem in der Reisebranche und habe bei unseren kulturellen Bildungs- und Studienreisen ein weniger preissensibles Publikum. Allerdings komme ich natürlich auch mit anderen leuten aus der Branche zusammen und wundere mich sehr stark z.B. darüber, dass zehntausende Nord- und Mitteleuopäer jedes Jahr für 200-300 Euro in die Türkei fliegen, sich nicht dafür interessieren, wie dieser Spottpreis zustande kommt (Basarpflichtbesuche, daher Subventionszahlungen der Basarbetreiber an die Veranstalter. Die Basarbetreiber leben wiederum größtenteils von Kinderarbeit und Drogenhandel, zu locker 90% schwerstkriminelle Kurdenbanden), aber daheim dann brav ihren Müll trennen und Leute anmeckern, die eine Kippe aus dem Fenster werfen…
Warum kauft Ihr für zehntausende Euros pro Jahr Autos, Handies, DVDs u.s.w., aber verzichtet beim Urlaub auf so vieles?
Warum regt man sich in Deutschland über jeden Furz auf, den die USA im irak lassen, schert sich aber nciht um die massiven Menschenrechtsverletzungen direkt vor der Tür des Urlaubshotels?
Das ist, gelinde gesagt, schon ein äußerst hybrides Kaufverhalten…
Grüße,
Mathias


