Hallo Renate!
Knorpel besteht aus Knorpelzellen, Kollagenfasern und einer Grundsubstanz, die unter anderem auf langkettigen Zuckern beruht. Diese Grundsubstanz kann Wasser einlagern und sorgt somit für die Elastizität des Knorpels. Kollagenfasern sind lange Eiweißketten, also aneinandergereihte Aminosäuren. Insgesamt ist der Knorpel, der in Gelenken sitzt, ein Gewebe mit schlechter Regenerationsfähigkeit.
Auf gut Deutsch besteht das Gelitapräparat aus zerlegten Kollagenfasern, also Aminosäuren oder kleineren Ketten von Aminosäuren. Die Einnahme soll wohl die Bildung von neuem Kollagen im Knorpelbereich dienen.
Was die Wirkung angeht wäre ich eher spetisch, im Prinzip könntest Du auch beim Metzger knorpeliges und sehniges Fleisch kaufen und Deinen Verdauungsapparat die Zerlegarbeit durchführen lassen
Noch dazu besteht eigentlich bei unserer Ernährung kein Mangel an Aminosäuren.
Andererseits habe ich mal bei einem Orthopäden gearbeitet, der wahnsinnig stolz auf seinen eigenen Knieschaden war und jedem Patienten das Geknirsche in seinem maroden Knie demonstrierte. Dieser hat auf Trinkgelatine geschworen (ist glaube ich billiger als Gelita). Ihm hat’s wohl geholfen. Er hat es auch seinen Patienten empfohlen. Hierzu ist zu sagen, daß Gelatine auch aus durch Kochen denaturierten Kollagenfasern besteht.
Fazit: rein physiologisch betrachtet, sollte das Präparat eigentlich bei ansonsten ausgewogener Ernährung keine wesentliche Wirkung haben, allerdings kann ich Dir ein Fallbeispiel geben, bei dem was ähnliches wohl gewirkt hat. Vielleicht kann ja ein Orthopäde mal von seinen Erfahrungen berichten.
Gruß
Peter