'Germanische Neue Medizin'

Verstoß gegen die Menschenrechte
Hi alien,

ähhh, du bist aber schon von dieser Welt, oder?
Und hast auch schon mal was von den Menschenrechten gehört?
Recht auf Würde, körperliche Unversehrtheit und solche schöne Sachen?
Vom elterlichen Bestimmungsrecht über Sein oder Nichtsein ihrer Kinder steht da zum Glück nix. Sie sind keineswegs(mehr)das Eigentum der Eltern(wie frieeda ja schon betonte)

Du hast die PFLICHT deine Kinder gut zu versorgen, das ist richtig.
Dabei darfst du dir auch richtig viel Mühe geben.
Und wenn du das nachweislich nicht tust, weil du es aus irgendwelchen Gründen nicht willst oder kannst, ist die Gesellschaft, bzw. der Staat als ihr Vertreter, VERPFLICHTET diese Aufgabe für dich zu erfüllen.

Klar kann man darüber diskuttieren, was gut oder schlecht für die Kinder ist. Das ist ja auch oft nicht so eindeutig festzustellen.
Auch Mediziner haben unterschiedliche Ansichten/Fähigkeiten Wissensstände.
Und manchmal ist auch erst im Nachhinein(wie z.b. bei der Contagangabe) festzustellen, wie fatal bestimmte „therapeutische Maßnahmen“ waren.
Eine kritische, wache Haltung ist immer gut.
Aber deswegen gleich so bescheuerte Heilslehren gutzuheißen!!!
Und dann auch noch die braune menschenverachtende Soße, die damit rüberschwappt verniedlichen…Neeee!!!

Bei unmittelbarer! Gefahr für Leib und Leben gibt es hoffentlich nie einen Diskussionsspielraum.

Anna

2 „Gefällt mir“

Ist eigentlichschon arg off topic
Hi!

Ich würde, wenn man mich ließe, die Grenzen anders setzen als Du. Wo ich sie für mich konkret setzen würde, kann ich in der Theorie nicht entscheiden, nicht einmal für mich persönlich, schon gar nicht für andre (sprich: meine Kinder). Ich möchte aber ALLE Möglichkeiten haben, auch die, zu einem Zeitpunkt, zu dem viele/alle Ärzte noch behandeln wollen/müssen zu sagen: „Nein, das ist es nicht wert.“

alien

P.S.: Welchen Wert das Seelenheil tatsächlich hat, werden wir alle erst nach dem Tod wissen. Ich halte es daher für überheblich, allen Menschen vorzuschreiben, daß es ihnen nicht wichtig zu sein hat.

Vorsicht, Provokation!
Hi!

Das Recht auf Würde ist mit den Möglichkeiten der modernen Medizin nicht uneingeschränkt vereinbar.
IMHO.

alien

Hi,

weiß ich nicht, ob das mit der Medizin zu tun hat oder mit der Inkompetenz der Ärzte.
Einem Sterbenskranken mit Krebsschmerzen Morphium zu verabreichen(und damit auch u. U. das Leben zu verkürzen)ist durchaus im Rahmen der modernen Medizin möglich.
Wird auch gemacht(leider nicht immer, stimmt)und ist meines Erachtens sehr menschenwürdig.

Wenn aber nicht klar ist, ob alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind(nach menschlichem Ermessen!)ein Leben einfach unter Qualen zu Ende gehen zu lassen mit der unbewiesenen Annahme, dass dafür als Lohn ein tolles „Leben nach dem Tod“ winkt, erscheint mir ziemlich pervers.

Meinen Kindern würde ich das nicht zumuten.
Und ich gehe auch davon aus, dass sie nur ein Leben haben und gehe damit entsprechend behutsam um.

Will dich eigentlich nicht provozieren(na ja, vielleicht doch), aber ich habe die ganze Zeit die Geschichte von der kleinen Jessica im Kopf, wo die Eltern „entschieden“ haben, dass sie böse ist und sie jahrelang eingesperrt und dann verhungern haben lassen.

Ich bin der Meinung dass Eltern sich die EntscheidungsGEWALT über ihre Kinder immer wieder „verdienen“ müssen und dass sie jederzeit zum Wohle der Kinder entzogen werden darf.

Anna

…aber spannend!

Hi!

Ich würde, wenn man mich ließe, die Grenzen anders setzen als
Du. Wo ich sie für mich konkret setzen würde, kann ich in der
Theorie nicht entscheiden, nicht einmal für mich persönlich,
schon gar nicht für andre (sprich: meine Kinder). Ich möchte
aber ALLE Möglichkeiten haben, auch die, zu einem Zeitpunkt,
zu dem viele/alle Ärzte noch behandeln wollen/müssen zu sagen:
„Nein, das ist es nicht wert.“

Hast Du ja. DU musst Dich nicht behandlen lassen. Niemand zwingt Dich. Du kannst auch an einer simplen Appendizitis eingehen, wenn Du willst. Aber: Für Deine Kinder kannst Du das nicht entscheiden.

Ein fiktives Beispiel: Stell Dir vor, Du wärst Atheist und hättest in der Kindheit einen schweren Autounfall nur überlebt, weil Du Blut bekommen hast. Wenn Deine Eltern jetzt Zeugen gewesen wären, wärst Du tot. Du hättest Dich nicht entscheiden können, irgendwann nicht an Gott zu glauben. Und das nur deshalb, weil Deine Eltern an ein Konzept glauben, dass Du heute für ausgemachten Quatsch hälst. Ganz pragmatisch: Die Verweigerung der Transfusion nimmt Dir das Recht und die Chance, später selber zu entscheiden was für Dich gut ist. Es ist deswegen unerheblich, ob „Seelenheil“ oder irgendetwas anderes „richtig“ oder „falsch“ ist. Allein die Konsequenzen der Entscheidung recihen aus um sie zu bewerten.

P.S.: Welchen Wert das Seelenheil tatsächlich hat, werden wir
alle erst nach dem Tod wissen.

Oder auch nicht. Wenn das Bewusstsein dann nicht mehr existiert…

Ich halte es daher für
überheblich, allen Menschen vorzuschreiben, daß es ihnen nicht
wichtig zu sein hat.

Und das gilt auch umgekehrt: Ich halte es für überheblich, allen Menschen vorzuschreiben, daß es ihnen wichtig zu sein hat. Jeder kann nur für sich selber entscheiden, ob er an dieses Konzept glaubt oder nicht.

Gruß, Dennis

Abgründe tun sich auf

Hi!

Es ist eine nicht abzustreitende Tatsache, daß Kinder vieles
nicht alleine entscheiden können. Das für sie zu tun, ist
Aufgabe der Eltern. Nicht nur im medizinischen Bereich.

Wenn Eltern sich entscheiden, ihre Kindern wegen ihres Seelenheiles nichts mehr zu essen zu geben, macht dies dann ein Eingreifen der Behörden notwendig?
Wenn Eltern sich entscheiden, ihren Kindern wegen ihres Seelenheils nichts mehr zu trinken zu geben, macht dies dann ein Eingreifen der Behörden notwendig?
Wenn Eltern sich entscheiden, ein Kind Monatelang ohne hinreichende Versorgung in einem Zimmer verwahrlosen zu lassen, macht dies dann ein Eingreifen der Behörden notwendig?
In allen diesen Fällen wird die Antwort „JA“ lauten, nicht wahr, und die Presse wird im Falle eines Falles auch wuchtig auf die versagenden behörden etc pp. einschlagen.

Blos wenn es um Medizin geht, ja dann gehts plötzlich los… Aber die Eltern usw usfort. Ich rede hier nicht von relativem Kleckerleskram wie Impfverweigerung u.ä., sondern um die Nichttherapie tödlicher Krankheiten und die Verweigerung adäquater medizinischer Versorgung.

wer sein kind aus irgendwelchen kruden ideologischen Gründen jämmerlich verrecken lässt, weil die mögliche medizinische behandlung verweigert wird, handelt genauso verwerflich wie diejenigen, die ihr Kind bewusst durch Vernachlässigung töten.

Wenn ich dieses Recht für mich in Anspruch nehme, muß ich es
auch anderen zugestehen.

vor allem dem Kind. das kann sich vieleicht mal mit 14 Entscheiden, ob man ihm damals vor X jahren besser doch keine Bluttransfusion oder ein Throbozytenpräparat gegeben haben sollte…

Selbst wenn sie Zeugen Jehovas sind,
für die das Seelenheil ihres Kindes, das sie höher bewerten
als das Leben, vom Nichterhalt von Transfusionen abhängt.
Jede andre Haltung wäre inkonsequent, und das bin ich nicht.

Kinder sind für dich also das geistige Volleigentum ihrer Eltern?
und was, wenn die Eltern entscheiden, dass ihr Kind besser tot wäre, und ihm wegen dem Seelenheil den Kopf abschlagen…

was dann?

nach deiner Logik dürfte man die Eltern dafür nicht belangen.

Diu gestattest, dass ich so eine Logik als Wahnsinn bezeichne, einen menschenfressenden Moloch.

Mike

3 „Gefällt mir“

Hi!

Damit sind wir aber wieder am Ausgangspunkt. Wer entscheidet für die Kinder?
Ich möchte dieses Recht grundsätzlich den Eltern zugestehen, auch wenn ich dabei in Kauf nehmen muß, daß andre Eltern mir unverständliche Entscheidungen treffen. Wie weit ich dabei gehen würde, hängt natürlich mit meiner Einstelllung zum Tod zusammen.

Wobei ich nicht ganz verstehe, warum Menschen, die an kein Weiterleben glauben, meinen, ein Leben müsse eine gewissen Mindestdauer gehabt haben. Ein selbstbestimmtes Leben zu führen ist doch nur dann wichtig, wenn ich dadurch die Weichen für eine weitere Existenz stelle?
Glaubeich an kein Weiterleben bzw. keinen Übergang in eine andre Existenzform, dann ist für mich mit dem Tod so und so alles vorbei, womit alles, was vorher war oder nicht war, FÜR MICH (nicht für die Menschen, die mich überleben!) völlig bedeutungslos ist.

alien

1 „Gefällt mir“

Aber nur darum geht es und aussen vor lassen geht in diesem
Fall nicht.
Gutes Gelingen frieeda

Nein, es geht (MIR) eben nicht darum, wie oft Hamer wegen
politischer Belange ins Gefängnis geht.

Falsch: Hamer ist nicht wegen Politischer Belange im Knast (gewesen) sondern wegen Verstosses gegen bestehende Gesetze zur Heilbehandlung. Er hat in Frankreich ein paar Patienten zu Tode nichttherapiert. Als politischer Gefangener wird er nur von seinen gehirngewaschenen Anhängern hochstilisiert. wegen seiner Antisymmetrischen Äusserunmgen wurde er bislang nicht belangt.

Und wenn derselbe Forscher eine Frau vergewaltigt, gehört er
ins Gefängnis! Aber das bedeutet dann doch nicht, daß man über
seine Entwicklung nicht mehr diskutieren kann!

Mach einen neuen Thread auf und wir „diskutieren“ über seine „Entwicklung“

Gruß
Mike

1 „Gefällt mir“

Qualen
sind ein ganz andres Thema.
Obwohl: welche „Qualen“ sind vertretbar, um ein Leben _vielleicht_ zu retten? Wann darf man sagen „Das ist es nicht mehr wert“?
Wer soll das im Zweifelsfall entscheiden? Der Arzt? Oder doch der Patient und seine Angehörigen?
Wenn aber letzteres (wofür ich GRUNDSÄTZLICH bin)- warum dann ein Wechsel des Entscheidungsträgers bei Kindern, sobald den Ärtzen die Entscheidung nicht paßt?

alien

P.S.: Provokation ist nur dann ein Problem, wenn sie mit Beschimpfungen und dergleichen einhergeht. Oder?

Hi alien!

Ich habe die Diskussion hier verfolgt und langsam glaube ich, du verstehst nicht ganz, worum es bei Hamer geht :wink:

Ich möchte daher einen Punkt aufgreifen:

"Die „Sache“ sind die THEORIEN Hamers. So wie die Sache die
AUTOBAHNEN sind und nicht die Zwangsarbeiter, die beim Bau
verreckt sind. Wenn ich morgen Krebs belkomme (korrekt
natürlich: wenn bei mir Krebs diagnostiziert wird), dann
möchte ich auch über die Konflikte, die Hamer vermutet,
nachdenken können. Das bedeutet nicht automatisch eine
Ablehnung schulmedizinischer Mittel, denn es nützt mir nichts,
wenn ich im Wissen um den Konflikt sterbe, bevor ich ihn lösen
kann. Ich ließe mir aber sicher nicht vorschreiben, nur in
eine Richtung zu denken!

Es spricht nichts dagegen - auch aus Sicht der Schulmedizin - auch in andere Richtungen zu schauen. So ist durchaus auch in der Schulmedizin bekannt, daß zwar viele alternative Heilverfahren zwar die Krankheiten nicht unbedingt heilen, aber doch zumindest lindern können und sei es auch nur, daß die Leute sich besser fühlen, weil sie selbst etwas beitragen zur Gesundung. Insofern wird ein gleichzeitiges sich-umschauen nach alternativen Möglichkeiten sogar von der Schulmedizin unterstützt.

Das Problem bei Hamer ist aber, daß er jegliche „schulmedizinische“ Behandlung ablehnt - und damit schreibt er dir durchaus vor, nur in einer Richtung zu denken!
Grundsätzlich ist die Grundidee Hamers, daß psychische Konflikte einer Erkrankung zugrunde liegen KÖNNEN, kein völlig abstruser Gedanke - sieh dir nur die Entwicklung der psychosomatischen Medizin der letzten Jahre an :wink:
Aber diese Grundidee zu verfolgen macht nur dann Sinn, wenn gleichzeitig scihergestellt wird, daß der Mensch nicht in der Zwischenzeit an seiner Erkrankung stirbt.

Doch genau dies verhindert Hamer, indem er jede Behandlung ablehnt.
Und genau in dieser dogmatischen, verbohrten, sturen oder wie man es auch immer nennen mag - Haltung liegt das Problem.

Gruß,
Sharon

2 „Gefällt mir“

Hi!

Das Grundsatzproblem ist die Frage, ob man tödliche Krankheiten therapieren muß oder ob man (und wann man) den Tod als zum Leben gehörend annehmen darf. Das schließt Schmerztherapie ja nicht aus, die zu verweigern Quälerei wäre.

Den Unterschied zwischen dem Zulassen des Todes und der bewußten Herbeiführung (durch Mord) muß ich aber nicht wirklich erklären?

Lies bitte auch meine Antwort unten an Dennis!

Übrigens: wenn das Kind dank ärztlicher Kunst überlebt und eines Tages fragt, warum die Eltern diese Behandlung zugelassen haben - was dann? Dann ist es ein Fall für den Psychiater, denn man hat immer froh zu sein, daß man noch lebt? Egal, welchen Preis man dafür gezahlt hat? Macht es da einen Unterschied, ob man körperliche Folgen zu tragen hat oder das Seelenheil verloren zu haben meint?

Jede Entscheidung, die ich für mein Kind treffe, kann falsch sein. Nicht nur im medizinischen Bereich.

alien

1 „Gefällt mir“

Hi alien!

Obwohl: welche „Qualen“ sind vertretbar, um ein Leben
_vielleicht_ zu retten? Wann darf man sagen „Das ist es nicht
mehr wert“?

Das kann man manchmal - wenn auch nicht immer - abschätzen, sofern man ausreichend Hintergrundinformationen hat.

Wer soll das im Zweifelsfall entscheiden? Der Arzt? Oder doch
der Patient und seine Angehörigen?

Der Arzt kann nur beraten. Die Entscheidung trifft der Patient selbst. Ist der Patient dazu nicht in der Lage, so entscheidet der Arzt - ev. zusammen mit Angehörigen - was das beste wäre und was auch der Patient wünschen würde.

Wenn aber letzteres (wofür ich GRUNDSÄTZLICH bin)- warum dann
ein Wechsel des Entscheidungsträgers bei Kindern, sobald den
Ärtzen die Entscheidung nicht paßt?

Eben weil die Angehörigen meist nicht über das Hintergrund - bzw. Fachwissen verfügen, um eine Entscheidung überhaupt fällen zu können.

Wärst du beispielsweise Automechaniker und jemand (eine Blondine *g*) käme mit einem kaputten Reifen an und will - weil das Auto nciht fahren kann damit - gleich das Auto verschrotten lassen, würdest du auch protestieren :wink:

Gruß,
Sharon

Hi!

Daß Hamer jede andre Behandlung verbietet, hat aber wieder gar nichts mit seinen braunen Denkansätzen zu tun.

Der Exklusivitätsanspruch ist natürlich indiskutabel. Egal, von wem er kommt.

alien

Hi!

Das kann man manchmal - wenn auch nicht immer - abschätzen,
sofern man ausreichend Hintergrundinformationen hat.

WER kann es abschätzen? Der Arzt? Der Arzt weiß, was es MIR wert ist?
Ich verließe mich lieber auf meine Kinder.

Eben weil die Angehörigen meist nicht über das Hintergrund -
bzw. Fachwissen verfügen, um eine Entscheidung überhaupt
fällen zu können.

Das Fachwissen über die medizinischen Möglichkeiten allein kann aber nicht entscheidend sein.

alien

Hi!

Das Grundsatzproblem ist die Frage, ob man tödliche
Krankheiten therapieren muß oder ob man (und wann man) den Tod
als zum Leben gehörend annehmen darf. Das schließt
Schmerztherapie ja nicht aus, die zu verweigern Quälerei wäre.

Darum geht es hier übrigens auch.
Des weitern stellt sich die Frage nicht, ob man TÖDLICHE Krankheiten Therapiert (auch palliative Therapie stellt übrigens eine Therapie dar, sondern ob man NICHTTÖDLICHE Krankheiten therapiert, die bei NICHTTHERAPIE tödlich wären.

Den Unterschied zwischen dem Zulassen des Todes und der
bewußten Herbeiführung (durch Mord) muß ich aber nicht
wirklich erklären?

Wenn ich jemandem die Nahrung verweigere, ist dies Mord, wenn ich jemandem die rettende Therapie verweigere ist das ???

Übrigens: wenn das Kind dank ärztlicher Kunst überlebt und
eines Tages fragt, warum die Eltern diese Behandlung
zugelassen haben - was dann? Dann ist es ein Fall für den
Psychiater, denn man hat immer froh zu sein, daß man noch
lebt? Egal, welchen Preis man dafür gezahlt hat? Macht es da
einen Unterschied, ob man körperliche Folgen zu tragen hat
oder das Seelenheil verloren zu haben meint?

zynisch gesagt: man kann dann immer noch aus dem Fenster springen.

etwas weniger zynisch: es geht hier nicht um das Tragen körperlicher Fiolgen, sondern ob man sich das überhaupt noch fragen kann. Für eine (recht unwahrscheinliche) Eventualität einer psychischen Störung aber den Tod eines nicht nach seinem Willen zu befragenden Menschen einzugehen, halte ich für ausgesprochen kess.
Es zeugt von einer sehr Hohen Meinung über die Richtigkeit seiner Überzeugungen, wenn man im Vertrauen darauf den tod anderer Menschen billigend in Kauf nimmt.

Jede Entscheidung, die ich für mein Kind treffe, kann falsch
sein. Nicht nur im medizinischen Bereich.

Natürlich… aber die bewusste Ignoranz elemntarer Bedürfnisse aus ideologischen Gründen hat nichts mit „Fehlentscheidung“ zu tun.

Mike

1 „Gefällt mir“

Hi!

Das kann man manchmal - wenn auch nicht immer - abschätzen,
sofern man ausreichend Hintergrundinformationen hat.

WER kann es abschätzen? Der Arzt? Der Arzt weiß, was es MIR
wert ist?

ich zitiere dich selbst:

Obwohl: welche „Qualen“ sind vertretbar, um ein Leben
_vielleicht_ zu retten? Wann darf man sagen „Das ist es nicht
mehr wert“?

Wo ist da bitte von DEINEN WERTEN die Rede?
Ich bezog mich auf den letzten Diskussionpunkt: Qualen -> Wert des Lebenrettens.
Springe bitte nicht, wie im restlichen Thread, von einem Punkt zum nächsten, wie es dir gerade paßt. Denn auf diese Weise ist keine Diskussion möglich :wink:
Ist nicht böse gemeint, nur so kann keine Diskussion funktionieren.

Eben weil die Angehörigen meist nicht über das Hintergrund -
bzw. Fachwissen verfügen, um eine Entscheidung überhaupt
fällen zu können.

Das Fachwissen über die medizinischen Möglichkeiten allein
kann aber nicht entscheidend sein.

Nein, alleine sicher nicht. Aber ohne das Fachwissen geht es wohl kaum.

Gruß,
Sharon

Hi!

Damit sind wir aber wieder am Ausgangspunkt. Wer entscheidet
für die Kinder?
Ich möchte dieses Recht grundsätzlich den Eltern zugestehen,
auch wenn ich dabei in Kauf nehmen muß, daß andre Eltern mir
unverständliche Entscheidungen treffen. Wie weit ich dabei
gehen würde, hängt natürlich mit meiner Einstelllung zum Tod
zusammen.

ganz ehrlich: Zu weit!
Wenn ich dich richtig verstanden habe, würdest Du den Eltern das ausschliesliche Recht einräumen, über das Schicksal ihrer Kinder zu entscheiden.
Selbst wenn es erkennbarer Wahnsinn ist.

Wobei ich nicht ganz verstehe, warum Menschen, die an kein
Weiterleben glauben, meinen, ein Leben müsse eine gewissen
Mindestdauer gehabt haben. Ein selbstbestimmtes Leben zu
führen ist doch nur dann wichtig, wenn ich dadurch die Weichen
für eine weitere Existenz stelle?

diese Fragen sollten wir im Brett „Religion und Ethik“ weiterdiskutieren,

Glaubeich an kein Weiterleben bzw. keinen Übergang in eine
andre Existenzform, dann ist für mich mit dem Tod so und so
alles vorbei, womit alles, was vorher war oder nicht war, FÜR
MICH (nicht für die Menschen, die mich überleben!) völlig
bedeutungslos ist.

Es zeugt von einer sehr hohen Einschätzung seiner meinung, wenn man dadurch den Tod bzw die Tötung von menschen billigend im Kauf nimmt.

Was ist mit denen, die NICHT deiner Meinung sind?

Mike

1 „Gefällt mir“

Hi!

Das Grundsatzproblem ist die Frage, ob man tödliche
Krankheiten therapieren muß oder ob man (und wann man) den Tod
als zum Leben gehörend annehmen darf. Das schließt
Schmerztherapie ja nicht aus, die zu verweigern Quälerei wäre.

Wann ist eine Krankheit tödlich?? Nur was hat Schmerztherapie jetzt damit zu tun. Wenn jemand verblutet, kann ich zusehen, wie das Leben in den Tod übergeht. Jetzt ist es hier ein leichtes zu helfen, die „Krankheit“ wäre ziemlich sicher tödlich. Da hab ich keinerlei Zweifel! In diesem Fall würde ich auf das Seelenheil einer verantwortungslosen Mutter schei…

Den Unterschied zwischen dem Zulassen des Todes und der
bewußten Herbeiführung (durch Mord) muß ich aber nicht
wirklich erklären?

Hat hier jemand davon gesprochen?? Bewusstes Unterlassen (Verweigerte Bluttransfusion) ist sicher Mord.

Lies bitte auch meine Antwort unten an Dennis!

Übrigens: wenn das Kind dank ärztlicher Kunst überlebt und
eines Tages fragt, warum die Eltern diese Behandlung
zugelassen haben - was dann? Dann ist es ein Fall für den
Psychiater, denn man hat immer froh zu sein, daß man noch
lebt? Egal, welchen Preis man dafür gezahlt hat? Macht es da
einen Unterschied, ob man körperliche Folgen zu tragen hat
oder das Seelenheil verloren zu haben meint?

Morgen lass ich ein 5-jähriges Kind tatenlos zusehend vor den Bus rennen aus Angst vor den später zu erwartenden Fragen, warum es zum Psychiater gehen muss?
Meinst Du das wirklich im Ernst? Also ist jegliche medizinische Hilfe obsolet, sie könnte ja zur Erhaltung des Lebens führen.
Ich weiß nicht, ob ich jetzt laut loslachen soll.

Jede Entscheidung, die ich für mein Kind treffe, kann falsch
sein. Nicht nur im medizinischen Bereich.

Richtig und manchmal weiß man auch daß sie falsch ist:
Verrecken lassen, Verhungern lassen, Verdursten lassen, Verbluten lassen… Da kanns dann schon mal sein, daß andere für Dich entscheiden müssen. Deine Kinder sind nicht Dein Eigentum!!!
frieeda

Hi Ausserirdischer,

Du hast mich ein bisschen missverstanden. Die Frage ist eben nicht, wer entscheidet, sondern was entschieden wird. Und wenn die Person, die eigentlich in der Position ist, mit ihrer Entscheidung Menschen gefährdet, dann wird ihr eben diese Entscheidung abgenommen. Dabei muss man nicht mal die Bewegründe, die zu dieser Entscheidung führen, verstehen. EIn Kind sterben zu lassen obwohl man es retten könnte, ist falsch, egal ob dafür die Eltern oder irgendwelche Ärzte verantwortlich sind.

Natürlich können wir jetzt hier Deine philosophischen Überlegungen nicht im Detail diskutieren. Aber soviel sei erlaubt: Unabhängig was nach dem Tod kommt, jeder Mensch möchte glücklich sein. Und dann ist alles, was vor dem Tod ist, bedeutungsvoll.

Gruss, Dennis

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi!

Wenn ich dich richtig verstanden habe, würdest Du den Eltern
das ausschliesliche Recht einräumen, über das Schicksal ihrer
Kinder zu entscheiden.
Selbst wenn es erkennbarer Wahnsinn ist.

Selbst wenn manche es für Wahnsinn halten. Auf jeden Fall würde ich nicht davon ausgehen, daß der Wahnsinn dort beginnt, wo ich anders handeln würde.

Es zeugt von einer sehr hohen Einschätzung seiner meinung, wenn man :dadurch den Tod bzw die Tötung von menschen billigend im Kauf nimmt.

Was ist mit denen, die NICHT deiner Meinung sind?

Ich nehme nicht „billigend in Kauf“, mir ist wichtig, daß jeder Mensch seine eigene Entscheidung treffen kann. Kann er das umständehalber nicht, sollten die Menschen entscheiden, die wissen, was er gewollt hätte. Nicht Ärzte, die ihre eigenen Maßstäbe, was noch sinnvoll, was noch wünschenswert ist, anlegen.

Natürlich gehört diese Diskussion nicht mehr ins Medizinbrett.

alien