Hallo ihr Lieben!
Für diejenigen, die nicht gern erst lange Texte lesen, um zu erfahren, worum es geht, hier mein Problem in Kurzfassung:
Eine Kollegin von mir (in einer pädagogischen Einrichtung), die auch eine Bekannte ist und der ich den Job vermittelt habe, riecht in letzter Zeit unangenehm. Nun habe ich das Problem, dass mir das gegenüber den Eltern der Kinder peinlich ist und ich nicht weiß, was ich unternehmen soll.
Nun die Einzelheiten:
Ich (20) arbeite schon seit längerem nebenher (also nicht täglich) in einer pädagogischen Einrichtung. Vor kurzem habe ich einer Bekannten von mir, nennen wir sie mal Katrin (Mitte 20) einen Job in der Einrichtung vermittelt. Wir arbeiten direkt zusammen und sie ist mir im formalen Sinne unterstellt, wobei die Hierarchie bei uns nicht so eng gesehen wird.
Seit einiger Zeit riecht Katrin unangenehm im Sinne von ungewaschen. Das ist mir natürlich peinlich, zumal ich sie ja vermittelt habe. Dementsprechend muss definitiv etwas passieren.
Katrin und ich waren sehr lange sehr gut befreundet, ich habe mich jedoch aus verschiedenen Gründen von ihr distanziert. Wir reden noch miteinander, sie erzählt mir oft auch persönliche Dinge und es ist nicht so, dass ich sie nicht mag, aber als Freundin würde ich sie nicht mehr bezeichnen, das heißt ich erzähle ihr meinerseits keine persönlichen Dinge. Soviel dazu.
Ich denke, dass ich definitiv nicht dazu geeignet bin, sie auf das Geruchsproblem anzusprechen. Einerseits bin ich, das mag jetzt überheblich klingen, in vielerlei Hinsicht erfolgreicher als sie, nicht dass mir das wichtig wäre, aber ich habe den Eindruck, sie hat ein Problem damit und ist vielleicht sogar neidisch (kann natürlich sein, dass ich das überinterpretiere). Ich denke also, dass sie mir eventuell eine böse Absicht unterstellen könnte, wenn ich es ihr sagen würde. Andererseits könnte ich mir vorstellen, dass es für sie in Anbetracht unserer ich würde sagen schwierigen Beziehung sehr verletzend wäre, so etwas gerade von mir zu hören.
Ich habe eine gemeinsame „mütterliche Freundin“ darauf angesprochen. Ihr ist es aber noch nicht aufgefallen und es hat sie auch nicht weiter interessiert.
Die einzige Möglichkeit, die ich jetzt noch sehe, ist mit meiner Chefin zu reden. Dazu muss ich sagen, dass ich ein wirklich sehr, sehr gutes Verhältnis zu meiner Chefin, nennen wir sie mal Christa, habe. Ich kann eigentlich über alles mit ihr reden und sie redet auch immer sehr offen mit mir und bespricht alle Probleme und Entscheidungen, die mit unserer Gruppe zu tun haben, immer vorher mit mir. Christa ist ein wunderbarer, geduldiger und sensibler Mensch und wäre geradezu perfekt geeignet, um Katrin einfühlsam und vorsichtig auf das Problem anzusprechen.
Allerdings würde ich mich schon sehr schlecht fühlen, zur Chefin zu gehen und sozusagen zu „petzen“, dass Katrin stinkt. Obwohl ich davon ausgehe, dass das Christa auch schon aufgefallen ist. Außerdem hätte ich ein komisches Gefühl dabei, jemanden in die Einrichtung vermittelt zu haben und dann anzukommen und zu sagen „Hör mal, die stinkt.“
Selbst wenn ich mich entscheiden würde, das ganze mit Christa zu besprechen, wüsste ich gar nicht, wie ich das formulieren soll…
Habt ihr vielleicht einen Vorschlag? Vielen Dank!
Liebe Grüße
Nadine
