Geschmack

Hallo!

Gibt es Untersuchungen darüber, wie der „Geschmack“ eines Menschen entsteht, konkret auf Essen bezogen?

Ist das

  • angeboren
  • geprägt (Was meine Geschwister essen, mag ich auch.)
  • konditioniert
  • kulturell bedingt?

Sind die Klischees (z. B. Kinder mögen Süßes) tatsächlich gerechtfertigt?

Gibt es Gründe dafür, dass bestimmte Lebensmittel (Spinat, Rote Bete, Sellerie, Anis, Kümmel, Fenchel, Leber…) von sehr vielen Menschen abgelehnt werden, während andere (Tomaten, Erdbeeren, Hähnchen, Mandeln, …) von praktisch allen Menschen gerne gegessen werden? (Oder täuscht mich da mein Eindruck?)

Warum mögen manche Erwachsene Dinge, die keinem Kind schmecken würden (blutige Steaks, Austern, trockener Rotwein, Blauschimmelkäse …)?

Ich bin gespannt auf Eure Antworten! (… aber bitte keine privaten Meinungen, sondern fundierte Gedanken. Ich wäre nachher gerne schlauer als vorher).

Michael

Hallo Michael
Spannendes Thema!

Ist das

  • angeboren
  • geprägt (Was meine Geschwister essen, mag ich auch.)

Nee, meine 4 Kinder mögen ganz unterschiedliches Essen.

  • konditioniert
  • kulturell bedingt?

Es spielen ganz offenbar verschiedene Ursachen mit hinein in die Entwicklung des Geschmacks.

Sind die Klischees (z. B. Kinder mögen Süßes) tatsächlich
gerechtfertigt?

Zum Teil schon. Fast alle Kinder mögen Süßes.
Die Freude an Bitterem setzt hingegen erst recht spät ein. Sowas wie Bier hat mir erst sio etwa mit 30 geschmeckt. Als Teenager hatte ich einen faible für Saures.
Was vielleicht noch interessant ist: Meiner Frau (ebenfalls Ärztin) fiel auf, dass unser Jüngster, der meinen angeboren hohen Cholesterinspiegel geerbt hat, keine fetten Sachen mag. Er hat von Anfang an kein fettes Fleisch gegessen usw.
Wir haben den Eindruck, dass der (noch unverdorbene Kinderkörper) von sich aus sensibel aussucht, was ihm gut tut und was nicht.
Gruß,
Branden

Ich bin gespannt auf Eure Antworten! (… aber bitte keine
privaten Meinungen, sondern fundierte Gedanken. Ich wäre
nachher gerne schlauer als vorher).

Hallo

Es gibt in der Tat ein körpereigenes Bewußtsein, welches mit ziemlicher Sicherheit weiß, was und wieviel es benötigt.

In der Jugend ist das natürlich noch offensichtlich, es wird aber mit der Zeit von mentalen Suggestionen und Vorlieben übertönt.

gruß
rolf

Ist das

  • angeboren
  • geprägt (Was meine Geschwister essen, mag ich auch.)
  • konditioniert
  • kulturell bedingt?

Von allem etwas schätz ich!
Vieles ist natürlich kulturell bedingt und geprägt.
Die Idee, dass der Körper sich holt, was er braucht, finde ich sehr interresant (Ist ja beim Trinken auch nicht anders, wenn man richtig Durst hat, will man ja auch keine Limo.

Bye, ruddy

Halli hallo,

Sind die Klischees (z. B. Kinder mögen Süßes) tatsächlich
gerechtfertigt?

Zum Teil schon. Fast alle Kinder mögen Süßes.
Die Freude an Bitterem setzt hingegen erst recht spät ein.
Sowas wie Bier hat mir erst sio etwa mit 30 geschmeckt. Als
Teenager hatte ich einen faible für Saures.

Das hat doch sicher auch etwas mit der Entwicklung der Geschmackrezeptoren auf der Zunge zu tun! Die sind doch in einem bestimmten Muster auf der Zunge angeordnet usw… Und ist es nicht auch so, dass bei älteren Leuten der Geschmackssinn oft nachlässt oder sich verändert?

Was vielleicht noch interessant ist: Meiner Frau (ebenfalls
Ärztin) fiel auf, dass unser Jüngster, der meinen angeboren
hohen Cholesterinspiegel geerbt hat, keine fetten Sachen mag.
Er hat von Anfang an kein fettes Fleisch gegessen usw.
Wir haben den Eindruck, dass der (noch unverdorbene
Kinderkörper) von sich aus sensibel aussucht, was ihm gut tut
und was nicht.

Das hat meines Erachtens aber doch nichts mit dem Geschmack (-sinn) zu tun, oder?

Viele Grüße,
die Anna

Hallo!

Also zunächst mal frage ich mich, ob dieser Artikel hier überhaupt im richtigen Brett steht!
Aber egal!

Soweit ich weiß, kann die menschliche Zunge nur vier verschiedene Geschmacksrichtungen erkennen, nämlich süß, sauer, bitter und salzig.
Zweck der ganzen, ziemlich unkomplizierten Sache ist es, einerseits nichts schädliches (sauer), giftiges (bitter), andererseits möglichst energiereiches (süß) und für die Funktion der Zellen wichtiges (salzig) aufzunehmen.
Also sind gewisse Geschmacksvorlieben sicherlich angeboren!
Durch harmlose Versuche an Babys und Kleinkindern auch nachgewiesen!
Babys verziehen angewidert das Gesicht, wenn man ihnen etwas Bitteres oder Saures auf die Lippen streicht, das für Erwachsene durchaus angenehm schmeckt.
In diesem Sinne ist es auch denkbar, daß der Körper sich holt, was er braucht, kein Mensch kann ohne Salz leben, während zuviel Salz wiederum giftig ist!
Hier empfehle ich einen Selbstversuch, den wir als Kinder oft gemacht haben!
Steck mal den feuchten Finger in Salz und leck dran! Die ersten zwei, drei mal, wird dir das angenehm salzig schmecken, danach wird es plötzlich in ekelhaft bitter umschlagen.

Gibt es Untersuchungen darüber, wie der „Geschmack“ eines
Menschen entsteht, konkret auf Essen bezogen?

Ja! Gibt es.

Ist das

  • angeboren

Wie oben gesagt, nur in einem ganz engen Rahmen!

  • geprägt (Was meine Geschwister essen, mag ich auch.)

Geprägt ist das schon, aber nicht so! Die Prägung setzt mit einem viel früheren Zeitpunkt ein, wahrscheinlich schon in dem Moment, wo die Muttermilch als ausschließliche Nahrung weg fällt!

  • konditioniert

Ist hier fast das gleiche wie Prägung! Nach der Prägung kommt die Konditionierung.

  • kulturell bedingt?

Sicherlich, weil Mutter ja nur das füttert, was sie aus ihrem Kulturkreis kennt!
Alles ist richtig! Nirgends schmeckt es so gut wie bei Muttern!
Kennst Du nicht den Witz, von der armen Ehefrau, die ihrem Mann, trotz aller Mühe keine guten Bratkartoffeln machen konnte?
Erst als sie sie aus Versehen mal anbrennen ließ, waren sie plötzlich köstlich, (genau wie bei Mutter)!

Sind die Klischees (z. B. Kinder mögen Süßes) tatsächlich
gerechtfertigt?

Kommt auf das Alter der Kinder an, die Prägung (Konditinierung) setzt schon sehr früh ein!

Gibt es Gründe dafür, dass bestimmte Lebensmittel (Spinat,
Rote Bete, Sellerie, Anis, Kümmel, Fenchel, Leber…) von sehr
vielen Menschen abgelehnt werden, während andere (Tomaten,
Erdbeeren, Hähnchen, Mandeln, …) von praktisch allen
Menschen gerne gegessen werden? (Oder täuscht mich da mein
Eindruck?)

Da täuscht Dich Dein Eindruck! Es gibt nichts, was praktisch jeder mag.

Warum mögen manche Erwachsene Dinge, die keinem Kind schmecken
würden (blutige Steaks, Austern, trockener Rotwein,
Blauschimmelkäse …)?

Weil Erwachsene zum Teil andere Bedürfnisse als Kinder haben, zum anderen geschmacklich den Kick suchen und vielfach auch durch das, was sie fressen (steht hier absichtlich), ihren Status hervorheben wollen! Auch beim Essen gibt es sowas wie Mode!

Ich bin gespannt auf Eure Antworten! (… aber bitte keine
privaten Meinungen, sondern fundierte Gedanken. Ich wäre
nachher gerne schlauer als vorher).

Zumindest hab ich mir Mühe gegeben.

mfg Nemo

Und
ist es nicht auch so, dass bei älteren Leuten der
Geschmackssinn oft nachlässt oder sich verändert?

bevor ich mich darueber lustig mache, wollte ich lieber genauer nachfragen, wie du das meinst…

das,was du vielleicht meinst, ist, dass alte leute nach urin oder 1711 stinken und es nicht merken.

Soweit ich weiß, kann die menschliche Zunge nur vier
verschiedene Geschmacksrichtungen erkennen, nämlich süß,
sauer, bitter und salzig.
Zweck der ganzen, ziemlich unkomplizierten Sache ist es,
einerseits nichts schädliches (sauer), giftiges (bitter),
andererseits möglichst energiereiches (süß) und für die
Funktion der Zellen wichtiges (salzig) aufzunehmen.
Also sind gewisse Geschmacksvorlieben sicherlich angeboren!

Michael meint sicherlich den Geschmack nicht in diesen engen Grenzen von süß, sauer, salzig oder bitter. Das meine ich der Fragestellung zu entnehmen.

Von allem etwas schätz ich!

Ja, und - was schätzt du denn nun, Ruddy?
Neugierig:
Branden

Das hat doch sicher auch etwas mit der Entwicklung der
Geschmackrezeptoren auf der Zunge zu tun! Die sind doch in
einem bestimmten Muster auf der Zunge angeordnet usw… Und
ist es nicht auch so, dass bei älteren Leuten der
Geschmackssinn oft nachlässt oder sich verändert?

Alles richtig, Anna, aber die Frage und auch der Begriff des GESCHMACKES sind hier sicherlich in einem weiteren Sinne zu verstehen (siehe oben).

Das hat meines Erachtens aber doch nichts mit dem Geschmack
(-sinn) zu tun, oder?

Doch. Da wirds dann langsam richtig interessant.
Wie bei vielen deutschen Worten (z.B. Gefühl) ist auch die GESCHMACKSfrage ein weites Feld.
Gruß,
Branden

Soweit ich weiß, kann die menschliche Zunge nur vier
verschiedene Geschmacksrichtungen erkennen, nämlich süß,
sauer, bitter und salzig.

Hi, Nemo,
als fünfte Gechmacksrichtung kommt noch umami hinzu. http://de.wikipedia.org/wiki/Umami
Grüße
Eckard

So, jetzad aber, lest mal das hier (und guad aufpasse!):

Unter dem Geschmackssinn (auch Gustatorik, Schmecken oder gustatorische Wahrnehmung) versteht man die chemischen Sinnesreize, durch die ein großer Teil des Sinneseindrucks Geschmack vermittelt wird.

Die Rezeptoren für die Geschmacksqualitäten sind beim Menschen auf den so genannten Geschmackspapillen angesiedelt, welche annähernd gleichmäßig über die Oberseite der Zunge verteilt sind. Nach ihrer Form unterscheidet man zwischen Wallpapillen, Blätterpapillen, Faden- und Pilzpapillen, wobei Fadenpapillen keine Geschmacksknospen enthalten. Sie dienen der Beurteilung mechanischer Eigenschaften der aufgenommenen Lebensmittel. Der Mensch verfügt über etwa 2.000 Papillen, die jeweils fünf bis zehn Geschmacksknospen tragen. Diese wiederum enthalten 40-60 Sinneszellen. Auch der weiche Gaumen, Bereiche der hinteren Gaumenwand sowie Teile des Kehlkopfs besitzen bei ihm eine gewisse Geschmacksempfindlichkeit. Säuglinge und Kleinkinder haben außerdem noch Sinneszellen auf dem harten Gaumen, in der Zungenmitte sowie in der Lippen- und Wangenschleimhaut. Im Alter sinkt die Zahl der Geschmacksknospen auf bis zu 700.

Der Mensch unterscheidet die sechs Grundqualitäten:

süß, ausgelöst durch Kohlenhydrate oder Süßstoffe
salzig, ausgelöst durch mineralische Verbindungen, wie Speisesalz
sauer, ausgelöst durch niedrige pH-Werte, wie Säuren
bitter ausgelöst durch Bitterstoffe
umami (fleischig, herzhaft) ausgelöst durch Glutaminsäure
fett (siehe unten)

Okay okay… Aus Zeitgründen und der Einfachheit halber habe ich das mal von http://de.wikipedia.org/wiki/Geschmackssinn übernommen, da ich leider meinen Pschychrembel zur Zeit verlegt habe… :wink: (worin man das wohl eh ned finden würde).

Lieber Spaßvogel chatairleiner,

„Im Alter sinkt die Zahl der Geschmacksknospen auf bis zu 700.“
:smile: SO meinte ich das.
Ist mir schon klar, dass das zweideutig geschrieben war, sollte es ja auch. Und sicherlich gibt es auch Leute (nicht nur alte), die keinen Sinn für Geschmack haben… :smile:

Viele Grüße,
Anna

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Also sind gewisse Geschmacksvorlieben sicherlich angeboren!

Michael meint sicherlich den Geschmack nicht in diesen engen
Grenzen von süß, sauer, salzig oder bitter. Das meine ich der
Fragestellung zu entnehmen.

Das ist ja auch nur der Anfang meiner Antwort und zwar in Bezug auf angeboren.
Lies halt weiter!

Hallo Branden,

Was vielleicht noch interessant ist: Meiner Frau (ebenfalls
Ärztin) fiel auf, dass unser Jüngster, der meinen angeboren
hohen Cholesterinspiegel geerbt hat, keine fetten Sachen mag.
Er hat von Anfang an kein fettes Fleisch gegessen usw.
Wir haben den Eindruck, dass der (noch unverdorbene
Kinderkörper) von sich aus sensibel aussucht, was ihm gut tut
und was nicht.

Wäre schon klasse, wenn es wirklich so „simpel“ funktionieren würde, aber meistens ist das, was einem gut schmeckt, doch ehr schädlich für den Organismus!?

Und wie ist das eigentlich mit dem Geschmack bei Tieren? Die haben ja auch unterschiedliche Vorlieben. Mein Nymphensittich z.B. fährt total auf Pfefferminzbonbons ab.

Greetings,
Marla

Ich bin der Ansicht dass es Großteils durch kulturelle Bedingungen geprägt ist.

Und was ich auch noch glaube ist, dass das was man nicht oder nur sehr selten hat, am besten schmeckt.

Z.B hatte man früher sehr wenig Fleisch oder Süsses, da wurde so etwas ja schon fast zu nem zeremoniellen Akt.
Mein Vater hat mir erzählt, sie hätten zu Kindeszeiten immer zu Weihnachten Himbeerlimo gekriegt, sonst nie. ich kann dass nicht mal mehr sehen (weil ichs oft hatte), mein Vater trinkt dass heute noch gern.

Oder hab ich z.B im TV ein Kind gesehen, das krankheitsbedingt kein Obst essen darf, und das wurde vor die Wahl gestellt, ob es lieber einen Burger oder einen Apfel essen würde. Dieses Kind hatt sich entschlossen für den Apfel entschieden.

So also meine Einschätzung, ruddy

Hallo zusammen!

Erstmal vielen Dank bis hierher. Meine Fragen sind noch nicht vollständig beantwortet, aber vielleich kommt ja noch was, mal sehen!

Zur Klarstellung: Ich meinte *nicht* Geschmack im Sinne von Geschmackssinn, sondern Geschmack im Sinne von Vorlieben und Abneigungen in Bezug aufs Essen. Wenn mich der Geschmackssinn interessiert hätte, wäre ich mit der Frage tatsächlich im Bio-Brett besser aufgehoben. (Interessanterweise hat noch gar niemand gepostet, dass der Geschmackssinn eigentlich ein ziemlich stumpfes Werkzeug ist. Wir beurteilen Lebensmittel nicht danach, wie sie schmecken, sondern wie sie riechen und sich anfühlen! Mit zugeklemmter Nase und verbundenen Augen ist es schwierig, kalten Kaffee von Orangensaft zu unterscheiden. Das aber nur am Rande…)

Also, meine Frage nochmal auf den Punkt gebracht:
Wie entwickelt sich das Spektrum dessen, was wir gerne bzw. ungerne essen?

Michael - der sich nun ein Knäckebrot mit Honig-Senf-Frischkäse schmieren wird.

Hallo Nemo,

Soweit ich weiß, kann die menschliche Zunge nur vier
verschiedene Geschmacksrichtungen erkennen, nämlich süß,
sauer, bitter und salzig.

zudem gibt es ziemlich sichere Indizien auf einen Geschmacksinn für Fett.
Irgendwie war es mir schon lange komisch erschienen, daß es für Zucker einen Rezeptor geben soll, für Protein und Fett nicht.
Aber so wie es sich darstllt gibt es diese Rezeptoren wohl.

Gandalf

Hallo Michael,

Ist das

  • angeboren

sicher

  • geprägt (Was meine Geschwister essen, mag ich auch.)

bedingt, meine Jungs haben auch sehr unterschiedliche Vorlieben

  • konditioniert

Auch. Wenn ich von Kind an etwas esse, gewöhne ich mich daran.
Mittlerweile bin ich etwas in der Welt herumgekommen und bin von den dortigen Menschen in die dortigen Essgewohnheiten eingeführt worden.
Viele Sachen waren ein Erlebniss; positiv wie negativ.

  • kulturell bedingt?

Auch.
Ich hatte einen Studienkollegen, der als Muslime eine tiefe Abneigung gegen Schweinefleisch hatte. Er gabzu, daß diese Abneigung nicht sehr rational sei, aber er hatte einen solchen Ekel davor, daß er sogar Probleme hatte, schweinefleischfreie Speisen zu essen, die in Töpfen/Pfannen bereitet waren, in denen vorher Schweinefleisch war, auch wenn die Gefäße vorher gründlich gereinigt war.

Sind die Klischees (z. B. Kinder mögen Süßes) tatsächlich
gerechtfertigt?

Ich kenne zumindestens kein Kind, daß eine Abneigung gegen Süßes hat, weltweit.

Gibt es Gründe dafür, dass bestimmte Lebensmittel (Spinat,
Rote Bete, Sellerie, Anis, Kümmel, Fenchel, Leber…) von sehr
vielen Menschen abgelehnt werden, während andere (Tomaten,
Erdbeeren, Hähnchen, Mandeln, …) von praktisch allen
Menschen gerne gegessen werden? (Oder täuscht mich da mein
Eindruck?)

Ev. sind sehr aromatische Dinge eher gewöhnungsbedürftig, als eher fade.
Obst ist weltweit hoch akzeptiert und auch ‚neue‘ Obstsorten werden recht schnell akzeptiert; liegt wohl an der Süße, die uns viel Energie anzeigt.

Warum mögen manche Erwachsene Dinge, die keinem Kind schmecken
würden (blutige Steaks, Austern, trockener Rotwein,
Blauschimmelkäse …)?

Hm, so strikt gilt das wohl nicht.
Meine Jungs essen gerne scharfe und herzhafte Sachen wie schwarze Oliven, Schimmelkäse, Chilis, Knoblauch (auch roh), rohe Zwiebeln etc.
Das taten sie schon mit zwei Jahren.
In Korea z.B. essen Kinder auch Sachen, die in Europa auch Erwachsene kaum essen würden.

Gandalf

Ja und jetzt kommt noch eine sechste, nämlich für Fett dazu!
Man lernt doch nie aus!
Der Link von „Re4: Geschmack“ Monaco_Anna ist sicherlich empfehlenswert!
Ich schreib ihn hier nochmal hin:
http://de.wikipedia.org/wiki/Geschmackssinn
Alles zusammen also wirklich ein Indiz dafür, daß dem Menschen
ein gewisser Grund-Geschmacks-Sinn angeboren ist!
Und der alte Satz, daß der Körper sich holt, was er braucht, wird dadurch auch viel leichter erklärlich!
Siehe Beitrag Branden: Kind mit hohem Cholesterin-Spiegel mag kein Fett!
Interessanterweise vielleicht auch ein Indiz dafür, dass der Mensch eben doch kein Vegetarier, sondern ein Raubtier ist.
Man müsste jetzt wissen, wie das etwa bei einer Kuh ist!
Reine Pflanzenfresser haben ja bekanntlich weit mehr Geschmacksrezeptoren als Fleischfresser, weil die Gefahr der Aufnahme von Giftpflanzen weit größer ist!

Wir brauchen ein neues Brett: „Verhaltensforschung beim Menschen“ oder so! Vielleicht eine der interessantesten Wissenschaften überhaupt. Weil wir uns und unser Handeln dadurch besser verstehen lernen!
Möglichst weit weg von „Gender-Studies“!

Grüße an beide,
Nemo.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Michael

Zur Klarstellung: Ich meinte *nicht* Geschmack im Sinne von
Geschmackssinn, sondern Geschmack im Sinne von Vorlieben und
Abneigungen in Bezug aufs Essen. Wenn mich der Geschmackssinn
interessiert hätte, wäre ich mit der Frage tatsächlich im
Bio-Brett besser aufgehoben.

Wieder mal interessant für mich dabei ist, dass ich Dich von Anang an auch so verstanden habe. Du hast es ja recht deutlich durchblicken lassen. Aber viele Andere sind auf diesen engen biolog. Geschm.Grenzen da herumgeritten. Manchmal frage ich mich, ob die Leutchen nicht verstehen WOLLEN oder ob ihre Wahrnehmung so eingegrenzt ist.
Gruß,
Branden