Hallo!
Also zunächst mal frage ich mich, ob dieser Artikel hier überhaupt im richtigen Brett steht!
Aber egal!
Soweit ich weiß, kann die menschliche Zunge nur vier verschiedene Geschmacksrichtungen erkennen, nämlich süß, sauer, bitter und salzig.
Zweck der ganzen, ziemlich unkomplizierten Sache ist es, einerseits nichts schädliches (sauer), giftiges (bitter), andererseits möglichst energiereiches (süß) und für die Funktion der Zellen wichtiges (salzig) aufzunehmen.
Also sind gewisse Geschmacksvorlieben sicherlich angeboren!
Durch harmlose Versuche an Babys und Kleinkindern auch nachgewiesen!
Babys verziehen angewidert das Gesicht, wenn man ihnen etwas Bitteres oder Saures auf die Lippen streicht, das für Erwachsene durchaus angenehm schmeckt.
In diesem Sinne ist es auch denkbar, daß der Körper sich holt, was er braucht, kein Mensch kann ohne Salz leben, während zuviel Salz wiederum giftig ist!
Hier empfehle ich einen Selbstversuch, den wir als Kinder oft gemacht haben!
Steck mal den feuchten Finger in Salz und leck dran! Die ersten zwei, drei mal, wird dir das angenehm salzig schmecken, danach wird es plötzlich in ekelhaft bitter umschlagen.
Gibt es Untersuchungen darüber, wie der „Geschmack“ eines
Menschen entsteht, konkret auf Essen bezogen?
Ja! Gibt es.
Ist das
Wie oben gesagt, nur in einem ganz engen Rahmen!
- geprägt (Was meine Geschwister essen, mag ich auch.)
Geprägt ist das schon, aber nicht so! Die Prägung setzt mit einem viel früheren Zeitpunkt ein, wahrscheinlich schon in dem Moment, wo die Muttermilch als ausschließliche Nahrung weg fällt!
Ist hier fast das gleiche wie Prägung! Nach der Prägung kommt die Konditionierung.
Sicherlich, weil Mutter ja nur das füttert, was sie aus ihrem Kulturkreis kennt!
Alles ist richtig! Nirgends schmeckt es so gut wie bei Muttern!
Kennst Du nicht den Witz, von der armen Ehefrau, die ihrem Mann, trotz aller Mühe keine guten Bratkartoffeln machen konnte?
Erst als sie sie aus Versehen mal anbrennen ließ, waren sie plötzlich köstlich, (genau wie bei Mutter)!
Sind die Klischees (z. B. Kinder mögen Süßes) tatsächlich
gerechtfertigt?
Kommt auf das Alter der Kinder an, die Prägung (Konditinierung) setzt schon sehr früh ein!
Gibt es Gründe dafür, dass bestimmte Lebensmittel (Spinat,
Rote Bete, Sellerie, Anis, Kümmel, Fenchel, Leber…) von sehr
vielen Menschen abgelehnt werden, während andere (Tomaten,
Erdbeeren, Hähnchen, Mandeln, …) von praktisch allen
Menschen gerne gegessen werden? (Oder täuscht mich da mein
Eindruck?)
Da täuscht Dich Dein Eindruck! Es gibt nichts, was praktisch jeder mag.
Warum mögen manche Erwachsene Dinge, die keinem Kind schmecken
würden (blutige Steaks, Austern, trockener Rotwein,
Blauschimmelkäse …)?
Weil Erwachsene zum Teil andere Bedürfnisse als Kinder haben, zum anderen geschmacklich den Kick suchen und vielfach auch durch das, was sie fressen (steht hier absichtlich), ihren Status hervorheben wollen! Auch beim Essen gibt es sowas wie Mode!
Ich bin gespannt auf Eure Antworten! (… aber bitte keine
privaten Meinungen, sondern fundierte Gedanken. Ich wäre
nachher gerne schlauer als vorher).
Zumindest hab ich mir Mühe gegeben.
mfg Nemo