Geschwindigkeitslimit auf deutschen Autobahnen?

*grins*

Ich denke da mehr an die Indoktrination durch die politisch
festgelegten Lehrer.
Ist für Schüler dann schon schwierig, sich eine korrekte
Meinung zu bilden, schließlich sind Lehrer ja
Vertrauenspersonen.

da, wo ich wohne und zur Schule gegangen bin, da wirst du höchstens stromlinienförmig auf CSU-Kurs gebracht :wink:
in Bayern wirst nicht so leicht was, wenn du allzu grüne oder rote Flausen im Kopf hast…ich hab den Radikalenerlass da noch gut in Erinnerung…und eins darfst du mir glauben, die Schulleiter haben fast durchweg das schwarze Parteibuch in der Tasche…
warum sonst wäre es möglich, dass in der Schule meines Sohnes eine Podiumsdikussion für die Oberstufe abgehalten wird, die von der JU organisiert wurde…obwohl parteipolitische Betätigung an der Schule laut Schulgesetz untersagt ist…tja, und was parteipolitisch ist, das bestimmt immer noch die CSU in Bayern…

allerdings hielt sich das Interesse der Schüler, wie man gehört hat, auch in sehr engen Grenzen :wink:

Gruß
Uschi

Hi Matthias,

Grüsse aus dem Land, wo Tempolimitüberschreitungen auf
Autobahnen rigoros geahndet werden…

und in dem es trotzdem relativ wenige gibt die das zu interessieren scheint. Ich fahre die Strecke Bregenz-Zürich ca. 10 Mal im Jahr mit einer maximalgeschwindigkeit von 140 km/h. Es ist unglaublich mit welchen Geschwindigkeiten ich regelmässig überholt werde. Habt Ihr soviel Kohle dass Euch das nicht juckt oder wird gerade auf diesem Abschnitt so selten kontrolliert???

Im übrigen sehe ich jedes zweite Mal einen Unfall auf dieser Strecke - überdurchschnittlich viel im Gegensatz zu meiner täglichen Autobahnfahrt zur Arbeit.

Rauditum ist übrigens in der Schweiz genauso oft anzutreffen wie bei uns. Genauso wie in Deutschland wird geschnitten, aufgefahren und ausgebremst, nur halt etwas langsamer.

Am allerschönsten wird es aber dann wenn die Herrschaften auf deutsche Autobahnen kommen und mal so richtig die Sau rauslassen. „ZH“ ist bei uns im weitergehenden Grenzgebiet mittlerweile schon fast ein Warnzeichen…

In diesem Sinne ein vernünftiges Miteinander wünscht sich

Rolf

Hi!

In 3 Staaten ist das Limit meines Wissens komplett gefallen.
Ich kenn leider aus dem Stegreif nur einen: Montana.

Hi,

teilweise ist das Tempolimit nur im Prinzip gefallen. Nun ist es in das Ermessen der Sheriffs gestellt, ob das Fahrzeug noch beherscht werden kann. Ich kann mich an einen Artikel in einer Autozeitschrift erinnern. Die Tester fuhren mit größeren europäischen Limousinen auf freier Strecke friedliche 150-160.
Die dicke Geldstrafe begründete der Sheriff damit, niemand könne diese Geschwindigkeiten beherschen.

Max

Vernünftiges Miteinander…
…ist wohl die beste Lösung.
Hi Rolf,

und in dem es trotzdem relativ wenige gibt die das zu
interessieren scheint.

Das beobachte ich leider auch allzu häufig auf der Autobahn Luzern-Basel…

Habt Ihr soviel Kohle dass Euch
das nicht juckt oder wird gerade auf diesem Abschnitt so
selten kontrolliert???

*g* Also, ich habe diese Kohle nicht… :smile: Und ich möchte ja noch eine Weile in der Schweiz bleiben…
Und die meisten Schweizer wissen, wo die Radargeräte sind :smile:) da siehst du dann häufig die Bremslichter aufleuchten oder sie fahren von Anfang 120 km/h

Am allerschönsten wird es aber dann wenn die Herrschaften auf
deutsche Autobahnen kommen und mal so richtig die Sau
rauslassen. „ZH“ ist bei uns im weitergehenden Grenzgebiet
mittlerweile schon fast ein Warnzeichen…

*gg* Wem sagst du das… Übrigens: bei den Schweizern ist „ZH“ auch nicht beliebt… die nennen „ZH“ „Zuvorkommend Höflich“ - natürlich ironisch gemeint…

Wenn ein Grossteil der Autofahrer auf den anderen Rücksicht nimmt, nicht seinen Vorteil (in PS oder sonst was) sieht, sondern defensiv fährt (das lernt man doch so in der Fahrschule), dann gibt es weniger Unfälle und man brauch sich auch nicht mehr über Tempolimits zu streiten.

Grüsse aus Helvetien

Matthias

Hi Lars!

  • (vermeintlich) weniger Benzinverbrauch und
    Schadstoffausstoß, wobei dieses Argument mitte der 90er Jahre
    bei einem Feldversuch bei Heilbronn teilweise widerlegt wurde.
    Hier wurde bei „Smogalarm“ an heißen Sommertagen auf Tempo 60
    limitiert und es ergaben sich keine meßbaren Verbesserungen
    des Ozongehaltes in der Luft.

Dass mehr Benzin verbraucht wird, wenn man 200 fährt als wenn
man 100 fährt, ist doch eignetlich logisch oder nicht? Zu den
Abgasen kann ich nichts sagen, aber das mit dem Benzin ergibt
sich doch schon aus dem Energieerhaltungssatz (und viel mehr
hab ich nie verstanden in Physik)

Das stimmt nur bei Betrachtung eines einzelnen Falles.
Insgesamt ist der Schnitt aller Autos an einem Tag auf einem Teilstück vielleicht bei 130. Und hier macht es null Unterschied, ob die Masse 130 oder 80 fährt.
Sieh es so: vielleicht fahren einige die 80 dann im 4. Gang und verbrauchen somit ungleich mehr Benzin.

Die Lösung ist wohl der goldene Mittelweg, nämlich wetter- und
verkehrsaufkommensabhängige Limitierungen durch automatische
Leitsysteme, wie man sie vielerorts, z.B. auf der A8 und der
A9 bereits erfolgreich nutzt.

Da stimme ich Dir zu, aber kosten die nicht unglaublich viel
Geld in Anschaffung und vor allem Unterhalt? Gibts hier auhc
streckenweise auf der A57 - ich fände eine
Geschwindigkeitsbegenzung auf 140 eigentlich sehr gut. Das ist
immer noch schnell genug, um zügig zu fahren- aber diese fast
schon psychopathischen Drängler und Raser, die auf einer
ziemlich vollen Autobahn mit 220 rumheizen müssen, würden ihr
Hobby dann mit Fahrverbot bezahlen…

Ein generelles Limit ist m.E. inakzeptabel.
Dieses langweilige Argument der Raser und Heizer wird im Alltag widerlegt durch hunderte „normaler“ Fahrer, die bei wenig Verkehr gemütlich um die 180 fahren.
Und wie ist das nachts?

Zu den Kosten von Verkehrsleitsystemen: Du weißt ja, wo ich das Geld dafür einsparen würde…

Grüße,

Mathias

Hi!

Mal auf einer JU-Veranstaltung gewesen?
Klar, daß ein auch nur ansatzweise mitdenkender Schüler da nicht hingeht.
Daher ist das parteipolitische Engagement in diesem Fall auch nicht gefährlich…

Ansonsten schließe ich mich aber im Prinzip Rainers Meinung an, denn die Aufgabenstellung soll ganz klar in eine bestimmte Richtung lenken.
Wenn in der Schule schon Verkehrspolitik betrieben werden soll, dann lieber nach dem Motto „Mopeds für Jugendliche - pro und contra“ oder ähnliches.

Grüße,

Mathias

Hi!

das mit dem „oberlehrerhaften“ übersehe ich mal wohlwollend…

naja, irgendwo muß dieser Begriff wohl seinen Ursprung haben…

Einschränkung der Freiheit? Auf Kosten der Gesundheit und
Sicherheit anderer? Das kann es wohl echt nicht sein… es
geht im Grunde genommen darum, dass den Leuten auf deutschen
Autobahnen bewusst ist, dass ihr Fahrverhalten angepasst sein
soll und zwar mit Rücksicht auf andere… defensives
Fahrverhalten nennt man das doch, oder irre ich mich?

Klar ist defensives Fahren wichtig. Nur kann man eben auch bei 200 Km/h defensiv fahren. Des weiteren kann man als langsamerer Fahrer auch defensiv oder offensiv auf die linke Spur ausscheren…

Die „Raser“ verursachen häufig Unfälle, bei denen einige von
ihnen aber nicht zu Schaden kommen, sondern die anderen, die
plötzlich ausweichen mussten, weil ein „Irrer“ mit 200 Sachen
und mehr den linken Fahrstreifen für sich in Anspruch genommen
hat…

Ich denke z.B., daß viele Unfälle dadurch verursacht werden, daß ein „rücksichtsloser Penner“ (um auch mal ein paar Klischees anzubringen…:smile:) einfach nach links fährt, ohne in den Rückspiegel zu schauen, oder sogar noch mit Fleiß.

Dann kann man doch in diesen Fällen in Bezug auf Tempolimit
nicht von Einschränkung der Freiheit reden?!

Doch, das kann man.
Nur ob dieses Argument prinzipiell interessant ist, lasse selbst ich mal dahingestellt.
Vielmehr halte ich die Ürämisse der Möglichkeit des „schnellen Reisens“ für die oberste Priorität.

Grüße,

Mathias