Hi,
wie sagte Abraham Lincoln seinerzeit so schön, „It is better to remain silent and be thought a fool than to speak out and remove all doubt.“
Sorry wenn ich jetzt mal etwas persönlich werde, und das obwohl ich Dich hier als Mitglied kenne, was oft sehr sinnvolle Antworten postet. Aber das hier ist ein Armutszeugnis.
Was denken sich eigentlich Leute dabei, mit einem (offenbar
mit der eigenen Familie) voll besetzten Opel Zafira bei 120
Km/h auf die linke Spur zu wechseln, auf welcher ich mit 210
und eingeschalteten Scheinwerfer von hinten mit einem Abstand
von 200m ankomme und dann, als ich aufblende, noch eine
Vollbremsung hinzulegen?
Ich weiß nicht was sich die Leute denken, aber ich weiß auch nicht was Du dir denkst. Kennst Du §1, Absatz 1 und 2 der STVO?
"§1 Grundregeln
(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht
(2) Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, daß kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen vermeidbar, behindert oder belästigt wird."
Es ist müßig zu hinterfragen warum andere Fehler machen, Du mußt für Dich sehen was Du tust und läßt und Deine Fehler werden nicht dadurch gerechtfertigt daß andere ebenso fehlerhaft fahren.
Du hast Dich so zu verhalten daß Du niemanden gefährdest, und wenn nicht in der Lage bist auf unvorhergesehene Verkehrssituationen zu reagieren - außer durch rechts überholen - dann bist Du schlicht und einfach zu schnell unterwegs.
Das Verhalten des anderen Fahrers war nicht OK, aber da Du dich hier zu Wort meldest steht jetzt Dein Manöver in der Diskussion, nicht seins.
Der einzige Vorteil ist, dass man dann ganz gut rechts vorbei
kommt, so man denn rechtzeitig reagiert. Normalerweise kracht
es in solchen Situationen allerdings eher.
Und dann hast Du eine ganze Familie auf dem Gewissen, selbst wenn Du vor Gericht frei gesprochen würdest. Kannst Du die moralische Verantwortung tragen Menschenleben zu gefährden? Wenn es geknallt hätte hätte das letztlich an Deinem Tempo gelegen, und ich weiß nicht ob Du damit leben kannst einen Unfall mit mehreren Toten verursacht zu haben. Die juristische Schuld spielt da nur am Rande eine Rolle, obwohl Du selbst in der Hinsicht nicht schadlos aus der Sache herausgekommen wärst, denn sobald es zum Unfall kommt und Du bist aufgefahren hast Du schlechte Karten. Und wenn es dann auch noch auf der rechten Spur passiert, weil Du auf der rechten Seite vorbei wolltest, zieht Dir der Richter die Ohren so lang daß Du jeden Elefanten übertriffst.
Ist auch so einer hier bei Euch dabei?
Dann lasst Euch im Physikbrett einmal ausrechnen was passiert,
wenn 2.000 Kg in 1.600 Kg mit einer deltaV von 90 Km/
einschlagen…
Ich verstehe es nicht. Warum machen Leute so etwas?
Weil sie abgelenkt sind, weil sie Deine Annäherung nicht rechtzeitig gesehen haben, weil sie sich erschrecken, meinetwegen weil sie Oberlehrer sind. Es kann viele Gründe geben, die aber letztlich nur am Rande interessieren, weil mein Fokus des Interesses liegt auf Deinem Verhalten. Wenn Du in derartige Gefahrensituationen kommst liegt das immer auch an Dir. Ich habe 13 Jahre Rettungsdienst-Erfahrung und weiß wie es an solchen Unfallstellen aussieht, und auch welche kleinen Würstchen die Unfallverursacher sind, wenn sie flennend dasitzen und hören daß sie Leute auf dem Gewissen haben.
MecFleih