Gestern auf der A 96

Hi!

Was denken sich eigentlich Leute dabei, mit einem (offenbar mit der eigenen Familie) voll besetzten Opel Zafira bei 120 Km/h auf die linke Spur zu wechseln, auf welcher ich mit 210 und eingeschalteten Scheinwerfer von hinten mit einem Abstand von 200m ankomme und dann, als ich aufblende, noch eine Vollbremsung hinzulegen?
Der einzige Vorteil ist, dass man dann ganz gut rechts vorbei kommt, so man denn rechtzeitig reagiert. Normalerweise kracht es in solchen Situationen allerdings eher.

Ist auch so einer hier bei Euch dabei?
Dann lasst Euch im Physikbrett einmal ausrechnen was passiert, wenn 2.000 Kg in 1.600 Kg mit einer deltaV von 90 Km/ einschlagen…

Ich verstehe es nicht. Warum machen Leute so etwas?

Grüße,

Mathias

Hallo
fazu fällt mri nur eins ein
Opelfahrer
aber an dich möchte ich auch sagen Richtigeschwindigkeit liegt bei 130 und wenn du dem reinknalltst mit 210 kriegst auch ne teilschuld
also vielleicht doch mal drüber nachdenken etwas weniger gas zu geben
mfg
The Holy S

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Wahnsinn…
Auch hi,

was Du erlebt hast, kenne ich auch. Mein Gedanke dabei ist/war: Wahnsinn, man guckt ja eh schon viel, fährt zügig, aber vorausschauend, rechnet mit einem VW Käfer, der rausfährt ebenso wie mit einer Kuh, die über die Leitplanke springt… Aber das einer unmotiviert in die Eisen latscht, wo eigentlich eher das Gegenteil angebracht wäre, DAS war in dieser Situation einfach nicht mit einkalkuliert.

Ist auch so einer hier bei Euch dabei?

Nö, ich zumindest nicht.

Ich verstehe es nicht. Warum machen Leute so etwas?

Die selben Menschen fahren mit dem Fahrrad bei rechts-vor-links ungebremst in den LKW, der hätte halten müssen. Hauptsache, Recht gehabt.

Danke einem Gott Deiner Wahl, dass das nochmal glimpflich ausging.

Grüße
Bonsai

Danke einem Gott Deiner Wahl, dass das nochmal glimpflich
ausging.

kann man da auch den Skatergott nehm?
oder den Pologott?

kann man da auch den Skatergott nehm? oder den Pologott?

Sogar einen Fagott, wenn Du willst. Ich wollte damit aber keinesfalls einen Nebenthread, der eigentlich ins Reli-Brett gehört, eröffnen :wink:

Hi Mathias,

was denken sich eigentlich Leute dabei,

Nichts, gar nichts. Die denken fast nie.

mit einem (offenbar
mit der eigenen Familie) voll besetzten Opel Zafira bei 120
km/h auf die linke Spur zu wechseln, auf welcher ich mit 210
und eingeschalteten Scheinwerfer von hinten mit einem Abstand
von 200m ankomme und dann, als ich aufblende, noch eine
Vollbremsung hinzulegen?

Auch das war kein denken sondern der Pawlow´sche Reflex eines typischen deutschen Autofahrers: Wer langsamer ist als ich, ist ein dämlicher Schleicher. Wer schneller ist, muß ein hirnloser Raser sein.
Und alles was mir in die Quere kommt oder gar versucht mich zu überholen dringt in mein merkiertes Revier ein und macht impotent, den muß ich verbeißen, erziehen, ärgern, abdrängen, beleidigen, ausbremsen (zutreffendes ankreuzen, Mehrfachauswahl möglich).
Man sollte sich mal den verkehr in Frankreich ansehen. OK, vieles ist etwas chaotisch, insbesondere haben Blinker keinerlei Bedeutung, aber man ist allgemein gelassener. Vor allem wird nichts persönlich genommen.
Aber nachdem ich hier bereits mehrfach versucht habe einigen Anfängern (und ein paar lebenslang Beschränkten) klarzumachen, daß > 120 km/h kein Irrsinn sind habe ich es aufgegeben.
Gruß
BeLa

Hi,

Was denken sich eigentlich Leute dabei, mit einem (offenbar
mit der eigenen Familie) voll besetzten Opel Zafira bei 120
Km/h auf die linke Spur zu wechseln, auf welcher ich mit 210
und eingeschalteten Scheinwerfer von hinten mit einem Abstand
von 200m ankomme und dann, als ich aufblende, noch eine
Vollbremsung hinzulegen?

Moeglicherweise hat die Fahrerin zu keiner Zeit etwas von dir mitbekommen und hat nur deshalb gebremst, weil sie schneller als 120 geworden ist. Das meine ich ernst.
Man muss aber auch zugeben, dass 200 m als Entfernung fuer die Erkennung einer so hohen Geschwindigkeit viele ueberfordert.

Ich wuerde dir raten, in potentiell „verdaechtigen“ Verkehrskonstellationen keine derart grosse Differenzgeschwindigkeit entstehen zu lassen.
Wuerdest du mit 160 an einer LKW-Kolonne vorbeifahren (2-spurig)?

Gruss,

Man sollte sich mal den verkehr in Frankreich ansehen. OK,
vieles ist etwas chaotisch, insbesondere haben Blinker
keinerlei Bedeutung, aber man ist allgemein gelassener. Vor
allem wird nichts persönlich genommen.

Das ist wohl war das merk ich schon wenn ich als „Dorfkind“ in Hamburg rumfahre da gibts zwar auch ideoten aber weiß gott nich so viele

Hi Mathias,

ich wusste gar nicht, dass du soviel Selbstironie hast :wink:
Sicher hast du das alles gar nicht so gemeint… Ich hab sehr gelacht :smile:

Grüße,
J~

PS: halte dich doch einfach an die staatliche Richtgeschwindigkeit und den vorgeschriebenen Abstand, dann passiert nix. Und: wenn der Vordermann das Tempo drosselt ENTSCHÄRFT er die Situation da ein Unfall bei geringer Geschwindigkeit tendenziell weniger schwer ist. Mache ich auch so. Übrigens NICHT um den anderen zu provozieren, sondern um MEIN Leben zu schützen

PS2: wirklich _coole_ Leute nehmen sich Zeit für wichtiges wie z.B. das menschliche Leben. Die Hektiker sind die armen Schlucker, die nicht mal das wertvollste haben: Zeit nämlich

Hallo,

PS: halte dich doch einfach an die staatliche
Richtgeschwindigkeit und den vorgeschriebenen Abstand,

wie soll man den Abstand halten, wenn ein anderes Fahrzeug kurz einem ausschert?

passiert nix. Und: wenn der Vordermann das Tempo drosselt
ENTSCHÄRFT er die Situation da ein Unfall bei geringer
Geschwindigkeit tendenziell weniger schwer ist.

Das war hoffentlich ein Scherz.

PS2: wirklich _coole_ Leute nehmen sich Zeit für wichtiges wie
z.B. das menschliche Leben. Die Hektiker sind die armen
Schlucker, die nicht mal das wertvollste haben: Zeit nämlich

Warum gehst Du davon aus, daß man mit 210 hektisch ist? Für mich ist das eine ausgesprochen angenehme Reisegeschwindigkeit.

Gruß,
Christian

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Hallo.

Was denken sich eigentlich Leute dabei, mit einem (offenbar
mit der eigenen Familie) voll besetzten Opel Zafira bei 120
Km/h auf die linke Spur zu wechseln, auf welcher ich mit 210
und eingeschalteten Scheinwerfer von hinten mit einem Abstand
von 200m ankomme

Gelegenheits-, vulgo auch Sonntagsfahrer, kennen Geschwindigkeiten jenseits der 160 nicht und haben auch keinen Sinn dafür, diese einzuschätzen.

und dann, als ich aufblende, noch eine Vollbremsung hinzulegen?

Nix weiter als restlose Überforderung mit der entsprechenden Schreckreaktion. Andere verreißen da auch gern mal das Lenkrad und verabscheuen sich endgültig aus der Zirkulation - remember?

Mir fällt immer wieder der Spruch aus den 70ern ein : „bleib fair - nicht jeder fährt so gut wie du“.

Gruß Eillicht zu Vensre

Hi,

Auch Hi,

Ich wuerde dir raten, in potentiell „verdaechtigen“
Verkehrskonstellationen keine derart grosse
Differenzgeschwindigkeit entstehen zu lassen.

Also fahr ich dann bis an mein Lebensende nur noch max. 130 weil alle anderen nur 100 fahren??? Seh ich ja überhaupt nicht ein… ;o)

Wuerdest du mit 160 an einer LKW-Kolonne vorbeifahren
(2-spurig)?

Ja natürlich, ich schon, auch mit mehr als 160, warum auch nicht?? Ich versteh ehrlich gesagt die Frage nicht…

Gruß Timon

Ich kläre mir immer dies so:

Fahrer übersieht dich auf der linken Spur ganz einfach --> Wechselt zum Überholen die Spur --> Sieht dich dann wegen dem Aufblenden --> Erschrickt und bremst automatisch

Der andere Fall sind die Fahrer die denken „Was? der hat ein schnelleres Auto als ich? Dem werd ichs zeigen!“

Noch Hi-er,

Ich wuerde dir raten, in potentiell „verdaechtigen“
Verkehrskonstellationen keine derart grosse
Differenzgeschwindigkeit entstehen zu lassen.

Also fahr ich dann bis an mein Lebensende nur noch max. 130
weil alle anderen nur 100 fahren??? Seh ich ja überhaupt nicht
ein… ;o)

ich auch nicht

Wuerdest du mit 160 an einer LKW-Kolonne vorbeifahren
(2-spurig)?

Ja natürlich, ich schon, auch mit mehr als 160, warum auch
nicht?? Ich versteh ehrlich gesagt die Frage nicht…

Weil nicht jeder die Truckerzeichen lesen kann (oder will) - wenn ich an einer Kolonne vorbeiziehe, dann habe ich stets ein Auge auf die Abstände und Geschwindigkeitsdifferenzen innerhalb der Kolonne und auch die Blinker. Dazu halte ich mich weitestgehend links innerhalb der linken Spur - das kenne ich noch vom Moppedfahren, daß der Wirbel knapp hinterm Führerhaus dich etwas nach rechts zieht.
Und noch was: Wenn es etwas gibt, was Trucker hassen, dann sind es zögerliche und unentschlossene Fahrer. Damit will ich nicht den harakiripiloten das Wort reden, ich meine
Auf Platz 4: die armen Verschreckten, die mit 100 neben dem Truck (der 85-95 fährt) herumeiern, die Hände ums Lenkrad gekrallt, das kalkweiße Gesicht starr auf die Fahrbahn vor sich (2m Spur in Baustelle) oder die ach so riesigen Räder neben sich gerichtet
Auf Platz 3: Leute, die der Trucker mit Spurwechsel auf die Bahn gelassen hat, und die sich nicht entscheiden können: Soll ich schneller fahren oder langsamer? Ersteres wäre ja fast wie rechts überholen (und in jedem Busch lauert ein Bulle,der nur DARAUF wartet), letzteres wäre ehrenrührig. Machen sie letzteres, dann sind sie unfähig den Truck per Lichthupe rüberzublinken…
Auf Platz 2: der „Vor-oder-in-der-Auffahrt-Bremser“. Klassischer fall von Unfähigkeit. Bremst bereits am 500m Schild von rasenden 110km/h in die Lücke zwischen zwei Trucks und hat am 300m Schild gerade noch 75 drauf. Vor dem 100m Schild wird nochmal abgebremst.
Ganz lebensmüde variante: Bremst IN der Beschleunigungsspur um sich dann am Ende derselben mit stattlichen 60km/h vor den LKW zu setzen. Dabei wird wild auf die irren LKW-Fahrer geflucht.
Auf Platz 1 und unangefochtener Spitzenreiter: Untermotorisierte Kisten, insbesondere rollende Wohnklos, die an der Steigung auf 50 abfallen. Hinter sich bremser sie 10 LKW aus um dann, endlich oben, auf 100 zu beschleunigen und den überholenden LKW neben sich verhungern zu lassen.

Gruß
BeLa

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Hi,

wie sagte Abraham Lincoln seinerzeit so schön, „It is better to remain silent and be thought a fool than to speak out and remove all doubt.“

Sorry wenn ich jetzt mal etwas persönlich werde, und das obwohl ich Dich hier als Mitglied kenne, was oft sehr sinnvolle Antworten postet. Aber das hier ist ein Armutszeugnis.

Was denken sich eigentlich Leute dabei, mit einem (offenbar
mit der eigenen Familie) voll besetzten Opel Zafira bei 120
Km/h auf die linke Spur zu wechseln, auf welcher ich mit 210
und eingeschalteten Scheinwerfer von hinten mit einem Abstand
von 200m ankomme und dann, als ich aufblende, noch eine
Vollbremsung hinzulegen?

Ich weiß nicht was sich die Leute denken, aber ich weiß auch nicht was Du dir denkst. Kennst Du §1, Absatz 1 und 2 der STVO?

"§1 Grundregeln

(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht

(2) Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, daß kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen vermeidbar, behindert oder belästigt wird."

Es ist müßig zu hinterfragen warum andere Fehler machen, Du mußt für Dich sehen was Du tust und läßt und Deine Fehler werden nicht dadurch gerechtfertigt daß andere ebenso fehlerhaft fahren.
Du hast Dich so zu verhalten daß Du niemanden gefährdest, und wenn nicht in der Lage bist auf unvorhergesehene Verkehrssituationen zu reagieren - außer durch rechts überholen - dann bist Du schlicht und einfach zu schnell unterwegs.

Das Verhalten des anderen Fahrers war nicht OK, aber da Du dich hier zu Wort meldest steht jetzt Dein Manöver in der Diskussion, nicht seins.

Der einzige Vorteil ist, dass man dann ganz gut rechts vorbei
kommt, so man denn rechtzeitig reagiert. Normalerweise kracht
es in solchen Situationen allerdings eher.

Und dann hast Du eine ganze Familie auf dem Gewissen, selbst wenn Du vor Gericht frei gesprochen würdest. Kannst Du die moralische Verantwortung tragen Menschenleben zu gefährden? Wenn es geknallt hätte hätte das letztlich an Deinem Tempo gelegen, und ich weiß nicht ob Du damit leben kannst einen Unfall mit mehreren Toten verursacht zu haben. Die juristische Schuld spielt da nur am Rande eine Rolle, obwohl Du selbst in der Hinsicht nicht schadlos aus der Sache herausgekommen wärst, denn sobald es zum Unfall kommt und Du bist aufgefahren hast Du schlechte Karten. Und wenn es dann auch noch auf der rechten Spur passiert, weil Du auf der rechten Seite vorbei wolltest, zieht Dir der Richter die Ohren so lang daß Du jeden Elefanten übertriffst.

Ist auch so einer hier bei Euch dabei?
Dann lasst Euch im Physikbrett einmal ausrechnen was passiert,
wenn 2.000 Kg in 1.600 Kg mit einer deltaV von 90 Km/
einschlagen…

Ich verstehe es nicht. Warum machen Leute so etwas?

Weil sie abgelenkt sind, weil sie Deine Annäherung nicht rechtzeitig gesehen haben, weil sie sich erschrecken, meinetwegen weil sie Oberlehrer sind. Es kann viele Gründe geben, die aber letztlich nur am Rande interessieren, weil mein Fokus des Interesses liegt auf Deinem Verhalten. Wenn Du in derartige Gefahrensituationen kommst liegt das immer auch an Dir. Ich habe 13 Jahre Rettungsdienst-Erfahrung und weiß wie es an solchen Unfallstellen aussieht, und auch welche kleinen Würstchen die Unfallverursacher sind, wenn sie flennend dasitzen und hören daß sie Leute auf dem Gewissen haben.

MecFleih

Diese Antwort …
… verdient ein Sternchen.

Vielen Dank!

Gruß Fritz

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Servus!

Warum gehst Du davon aus, daß man mit 210 hektisch ist? Für
mich ist das eine ausgesprochen angenehme
Reisegeschwindigkeit.

*seufz*
ich wollte, mein Auto ginge 210… :smile:
Im Ernst: Die Differenz zwischen 120 und 210 ist so groß, daß es einem 120-Fahrer schwer fällt, die 210 richtig als 210 einzuschätzen.
Warum der dann allerdings in die Eisen latscht, kann ich mir auch nur mit Blödheit oder mit Oberlehrer erklären… *mitfluch*

Ist mir aber auch schon passiert (das „unvermittelte“ Rüberziehen): Fahr ich mit meinen maximalen 140 (meine ideale Reisegeschwindigkeit :smile:), hab einen mit 120 oder weniger auf der zweiten Spur (auf der ersten oft gar nix, naja…), und zieh rüber, weil, der da hinten ist ja noch mehrere hundert Meter weg, dann fällt mir auch manchmal erst dann auf, wie schnell der war, wenn er mir plötzlich am Hintern klebt (ich KANN nicht schneller!! Hupen, blinken und blenden zwecklos…).
Aus dem gleichen Grund kriegen Trucker das kalte Grausen, wenn einer mit 160+ auf der Nachbarspur vorbeizieht - diesen Geschwindigkeitsunterschied kann man kaum noch einschätzen (führt übrigens auch zu vielen Motorradunfällen: Die kleine Silhouette erschwert das Einschätzen der realen Geschwindigkeit. Nur: Ein guter Biker rechnet mit sowas…)

Alles in allem: Gegenseitiges Verständnis (bzw. Für-den-andern-mitdenken) würde manche Situation entscheidend entschärfen…

VG
Christian

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Moin,

ich stimme dir voll und ganz zu. Nicht zu vergessen ist, dass Mathias die Lichthupe benutzt hat. Auch wenn eine Nötigung im strafrechtlichen Sinne möglicherweise nicht vorliegt, so wird diese Geste doch von vielen als aggressiver Akt aufgefasst.

Bloß weil jemand ein prestigeträchtiges Auto fährt, heißt das noch lange nicht, dass er auf der linken Spur freie Bahn hat. Ich mit meinem Dreizylinder überhole auch ab und an langsamer fahrende Fahrzeuge. Natürlich achte ich darauf, beim Spurwechsel niemanden zu behindern. Aber wenn dann doch ein schnelles Fahrzeug von hinten auffährt, dann muss der eben so lange mit 130 hinter mir her fahren, bis der Überholvorgang beendet ist. Es gibt kein Recht, mit möglichst hoher Geschwindigkeit an sein Ziel zu gelangen. Da kann sich jemand für Hunderttausend Euro ein Auto mit 5-Liter-Motor kaufen, ein solches Recht gibt es schlicht und einfach nicht.

Viele Grüße
Axel

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Guten abend,

ich wollte, mein Auto ginge 210… :smile:
Im Ernst: Die Differenz zwischen 120 und 210 ist so groß, daß
es einem 120-Fahrer schwer fällt, die 210 richtig als 210
einzuschätzen.

das geht schon, man muß halt mal in den Rückspiegel schauen und eine größere Strecke betrachten, als die zurückliegenden 500 Meter. Zum Glück kann bei den meisten vorher am Schlingerkurs erkennen, daß da ein Spurwechsel ansteht. Außerdem ist ein LKW auf der rechten Spur in 1 Kilometer Entfernung ein sicheres Indiz auf einen baldigen Spurwechsel. Auf die Idee, einige auf zig Meter an das Hindernis heranzufahren, kommen nur die wenigsten.

Ist mir aber auch schon passiert (das „unvermittelte“
Rüberziehen): Fahr ich mit meinen maximalen 140 (meine ideale
Reisegeschwindigkeit :smile:), hab einen mit 120 oder weniger auf
der zweiten Spur (auf der ersten oft gar nix, naja…), und
zieh rüber, weil, der da hinten ist ja noch mehrere hundert
Meter weg, dann fällt mir auch manchmal erst dann auf, wie
schnell der war, wenn er mir plötzlich am Hintern klebt (ich
KANN nicht schneller!! Hupen, blinken und blenden
zwecklos…).

Das halte ich in der Tat auch für ausgesprochen unnötig. Allerdings kann man auch schon mal die Fassung verlieren, wenn mit 142 ein anderes Fahrzeug mit 140 überholt wird, zumal das ja auch „eigentlich“ nicht mehr erlaubt ist.

Aus dem gleichen Grund kriegen Trucker das kalte Grausen, wenn
einer mit 160+ auf der Nachbarspur vorbeizieht - diesen
Geschwindigkeitsunterschied kann man kaum noch einschätzen
(führt übrigens auch zu vielen Motorradunfällen: Die kleine
Silhouette erschwert das Einschätzen der realen
Geschwindigkeit. Nur: Ein guter Biker rechnet mit sowas…)

Bei Motorradfahrern bin ich auch immer besonders vorsichtig. Die kleine Silhouette hast Du genannt, das andere ist das im Vergleich zu anderen Fahrzeugen mitunter erstaunliche Beschleunigungsvermögen.

Alles in allem: Gegenseitiges Verständnis (bzw.
Für-den-andern-mitdenken) würde manche Situation entscheidend
entschärfen…

Auf jeden Fall. Ich für meinen Teil versuche auf, höhere Geschwindigkeiten zu vermeiden, wenn die mittlere Spur recht voll ist, weil die Wahrscheinlichkeit, daß einer ausschert, recht groß ist. Aber wie gesagt: Meist erkennt man die Absicht am Gezappel. Vielleicht muß Mathias da noch an der Interpretation der Autoköpersprache arbeiten :wink:

@Mathias: War nur Spaß.

Gruß,
Christian

Hi

ich stimme dir voll und ganz zu. Nicht zu vergessen ist, dass
Mathias die Lichthupe benutzt hat. Auch wenn eine Nötigung im
strafrechtlichen Sinne möglicherweise nicht vorliegt, so wird
diese Geste doch von vielen als aggressiver Akt aufgefasst.

Sorry, aber wenn jemand bei dem Tempounterschied in 200m Entfernung vor einem rauszieht, dann ist die Lichthupe keine Nötigung sondern einfach ein Warnsignal das er da was wichtiges übersehen hat und es gleich scheppert wenn er nicht wieder Platz macht. Das der UP außer der Lichthupe auch die Bremsen voll betätigt hat, davon gehe ich jetzt einfach mal aus (ich hätte es gemacht).

Grüßle
Frank K.

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