Gestern auf der A 96

Servus!

Ja auch ;o)

Ist mir aber auch schon passiert (das „unvermittelte“
Rüberziehen): Fahr ich mit meinen maximalen 140 (meine ideale
Reisegeschwindigkeit :smile:), hab einen mit 120 oder weniger auf
der zweiten Spur (auf der ersten oft gar nix, naja…), und
zieh rüber, weil, der da hinten ist ja noch mehrere hundert
Meter weg, dann fällt mir auch manchmal erst dann auf, wie
schnell der war, wenn er mir plötzlich am Hintern klebt

Also da muß ich mal was zu loswerden. Sowas kann gar nicht passieren, wenn man (wie man es in der Fahrschule schon lernt) den Verkehr beobachtet (siehe Antwort von exc). So etwas passiert nur Menschen die auf der Autobahn stur nach vorne sehen und nur dann mal einen Blick in den Rückspiegel riskieren, wenn sie die Spur wechseln wollen. Das sind genau die Menschen hinter denen ich dann ständig mehrere Km lang mit 103Km/h auf der linken Spur herfahren muß, bis sie überhaupt begreifen das da jemand hinterherfährt der vielleicht vorbei möchte. Ich fahr immer mit einem Auge im Rückspiegel und weiß ob da jemand schnell oder langsam ankommt. Sowas wie „und ganz plötzlich war er schon hinter mir“ ist mir jedenfalls noch nicht passiert und sowas kann ich ehrlich gesagt auch nicht nachvollziehen…

Aus dem gleichen Grund kriegen Trucker das kalte Grausen, wenn
einer mit 160+ auf der Nachbarspur vorbeizieht - diesen
Geschwindigkeitsunterschied kann man kaum noch einschätzen
(führt übrigens auch zu vielen Motorradunfällen: Die kleine
Silhouette erschwert das Einschätzen der realen
Geschwindigkeit. Nur: Ein guter Biker rechnet mit sowas…)

Das kann ich so auch nicht bestätigen. Hatte bis letztes Jahr noch ne 900er Honda, wenn ich mit 230 oder mehr unterwegs war und den LKW oder PKW gesehen hab der zum überholen ansetzte hab ich nicht mal das Gas weggenommen. Wozu auch, bei diesen Geschwindigkeiten bin ich lange lange lange schon nen Kilometer weiter und längst weg bevor der andere überhaupt auch nur halb auf der linken Spur ist (ja ja, die Raser, ich weiß…). Und sorry, aber für ein Motorrad ist immer platz. Wer so blind oder reaktionslos ist und mit nem Motorrad auf der Autobahn in einen LKW fährt hat auf zwei Rädern überhaupt nichts zu suchen, das ist meine Meinung dazu…

Alles in allem: Gegenseitiges Verständnis (bzw.
Für-den-andern-mitdenken) würde manche Situation entscheidend
entschärfen…

Da geb ich dir allerdings recht…

Gruß Timon

Hi

Sorry, aber wenn jemand bei dem Tempounterschied in 200m
Entfernung vor einem rauszieht, dann ist die Lichthupe keine
Nötigung sondern einfach ein Warnsignal das er da was
wichtiges übersehen hat und es gleich scheppert wenn er nicht
wieder Platz macht.

„Wenn er nicht wieder Platz macht“? Auch die Überholspur ist für alle da, nicht nur für besonders schnelle Fahrer, und jeder hat das Recht seinen Überholvorgang abzuschliessen. Man zieht natürlich nicht absichtlich vor Schnelleren heraus um sie abzubremsen, aber es geht auch nicht daß Oberlehrer mit der Lichthupe meinen daß andere Platz machen müssen wenn „Mr. Wichtig“ kommt.

Gruß,

MecFleih

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Pro Vmax 130 auf Autobahnen
Moinsen Frank,

du magst ansatzweise ja vielleicht Recht haben. Aber dann sollte man sich auch fragen, ob es sinnvoll ist, mit 210 km/h auf der Autobahn zu fahren, wenn die rechte Spur voll mit LKW’s ist (das nehme ich einfach mal an) und sich auf der Mittelspur unterschiedlich schnell fahrende Autos befinden, von denen jederzeit welche auf die linke Spur fahren können. Die Gerichte sprechen im Falle einer wesentlichen Überschreitung der Richtgeschwindigkeit dem Fahrer immer mindestens eine Teilschuld zu.

Aufgrund des großen Einflusses der Automobilindustrie gibt es in Deutschland immer noch keine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen. Dieses bedeutet eine permanente Erhöhung der Gefährdungslage. Darüber hinaus würde eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h auf Autobahnen den Verkehrsfluss verbessern.

Aber ich habe wohl Artikel 1 unseres Grundgesetzes vergessen: Freie Fahrt für freie Bürger.

Sorry, aber wenn jemand bei dem Tempounterschied in 200m
Entfernung vor einem rauszieht, dann ist die Lichthupe keine
Nötigung sondern einfach ein Warnsignal das er da was
wichtiges übersehen hat und es gleich scheppert wenn er nicht
wieder Platz macht.

Warnen wovor? Der Zafira war doch schon auf der linken Spur. Ein sofortiger Spurwechsel nach rechts ohne zu gucken wäre doch wohl sehr gefährlich gewesen. Lichthupe bedeutet überspitzt ausgedrückt: verpiss dich von meiner Spur. Der Zafira-Fahrer hat dementsprechend reagiert. Das war natürlich nicht korrekt, aber mein Mitleid mit Mathias hält sich in Grenzen.

Viele Grüße
Axel

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Hi,

Also da muß ich mal was zu loswerden. Sowas kann gar nicht
passieren, wenn man (wie man es in der Fahrschule schon lernt)
den Verkehr beobachtet (siehe Antwort von exc). So etwas
passiert nur Menschen die auf der Autobahn stur nach vorne
sehen und nur dann mal einen Blick in den Rückspiegel
riskieren, wenn sie die Spur wechseln wollen. Das sind genau
die Menschen hinter denen ich dann ständig mehrere Km lang mit
103Km/h auf der linken Spur herfahren muß, bis sie überhaupt
begreifen das da jemand hinterherfährt der vielleicht vorbei
möchte. Ich fahr immer mit einem Auge im Rückspiegel und weiß
ob da jemand schnell oder langsam ankommt. Sowas wie „und ganz
plötzlich war er schon hinter mir“ ist mir jedenfalls noch
nicht passiert und sowas kann ich ehrlich gesagt auch nicht
nachvollziehen…

Es geht ja mehr darum daß man Geschwindigkeiten teilweise nicht ganz korrekt einschätzt, und das passiert JEDEM, auch Dir und mir. Menschen haben kein eingebautes Radar, und JEDER hat sich schon mal verschätzt. Berühmte letzte Worte: „Das paßt noch…“

Das kann ich so auch nicht bestätigen. Hatte bis letztes Jahr
noch ne 900er Honda, wenn ich mit 230 oder mehr unterwegs war
und den LKW oder PKW gesehen hab der zum überholen ansetzte
hab ich nicht mal das Gas weggenommen. Wozu auch, bei diesen
Geschwindigkeiten bin ich

… sowieso tot wenn es schief geht. Und der Unfallgegner wahrscheinlich auch.

Amputationsverletzungen treten übrigens laut Literatur bereits ab Aufprallgeschwindigkeiten von 30 km/h auf.

lange lange lange schon nen
Kilometer weiter und längst weg bevor der andere überhaupt
auch nur halb auf der linken Spur ist (ja ja, die Raser, ich
weiß…). Und sorry, aber für ein Motorrad ist immer platz.

Komisch, ich lese immer wieder von verunglückten Motorradfahrern…

Wer so blind oder reaktionslos ist und mit nem Motorrad auf
der Autobahn in einen LKW fährt hat auf zwei Rädern überhaupt
nichts zu suchen, das ist meine Meinung dazu…

Langsam fahren kann man ja auch im Rollstuhl, ne?

Alles in allem: Gegenseitiges Verständnis (bzw.
Für-den-andern-mitdenken) würde manche Situation entscheidend
entschärfen…

Da geb ich dir allerdings recht…

Wenn Du sawas sagst habe ich noch Hoffnung…

Gruß,

MecFleih

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Hallo,

sorry, aber deine Antwort kann ich auch nicht ganz nachvollziehen. Die rede ist davon das der Zafira nur 200m vor Matthias ausgeschert ist obwohl er schnell (was Gott sei Dank noch erlaubt ist) daher kam, das ist sehr rücksichtslos und mehr als gefährlich. Und das nicht weil Matthias schnell unterwegs war, sondern weil der Zafira den Verkehr nicht beobachtet hat und unachtsam die Spur gewechselt hat, genau so passieren Unfälle, nicht wegen schnellen Verkehrsteilnehmern, sondern wegen Menschen wie diesem Zafira-Fahrer der entweder geträumt hat oder so ein egoistischer Idiot ist der der Meinung ist „platz da jetzt komm ich, ich will jetzt überholen, da haben alle anderen zu bremsen“…

Gruß Timon (ganz klar kontra Vmax 130)

Hi,

„Wenn er nicht wieder Platz macht“? Auch die Überholspur ist
für alle da, nicht nur für besonders schnelle Fahrer, und
jeder hat das Recht seinen Überholvorgang abzuschliessen. Man
zieht natürlich nicht absichtlich vor Schnelleren heraus um
sie abzubremsen, aber es geht auch nicht daß Oberlehrer mit
der Lichthupe meinen daß andere Platz machen müssen wenn „Mr.
Wichtig“ kommt.

Natürlich ist die Überholspur für alle da… bestreite ich gar nicht. Aber wenn dir einer in geringem Abstand vor das Auto zieht und du nur noch eine Vollbremsung machen kannst und es nicht trotzdem nicht reichen wird? Da ist es völlig egal wer von beiden sich für Mr. Wichtig hält… entweder macht der Vordermann wieder Platz oder es knallt halt. Nichts anderes wollte ich damit sagen.

Grüßle
Frank K.

Ich verstehe nicht, wo das Problem liegt. Niemand hat geschrieben, dass es empfehlenswert sei, einen Spurwechsel zu machen, der andere Verkehrsteilnehmer behindert. Das hätte auch der Zafira-Fahrer nicht machen sollen, sofern die Schilderung des Threaderstellers korrekt ist, was hier keiner nachprüfen kann.

Aber Fakt ist doch, dass man seine Geschwindigkeit den Verkehrsverhältnissen anpassen muss. Wenn auf einer Landstraße Kinder spielen, fahre ich auch nicht 100, selbst wenn dies theoretisch erlaubt wäre. Und 210 auf einer dicht befahrenen Autobahn, auf der sich oft auch langsame Fahrzeuge auf der linken Spur befinden, ist eine nicht der Situation angepasste Geschwindigkeit. Basta.

Wer sich dann als Unschuldslamm ausgibt und dem anderen die alleinige Schuld überträgt, sollte dringend was an seiner Einstellung ändern. Da die Hoffnung auf ein freiwilliges Einsehen dieser Fahrer als gering eingeschätzt werden kann, sollte es auch auf Autobahnen eine Geschwindigkeitsbegrenzung geben.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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Hallo

…dafür das ich grad so herzhaft gelacht hab hätt ich dir jetzt fast nen * gegeben ;o)

Aus der Antwort seh ich das du noch nie schnell mit einem Motorrad gefahren bist, schade eigentlich, sonst wüßtest du auch was ich vorhin damit meinte. Nur man sollte nicht über Dinge reden von denen man keine Ahnung hat weil man sie selbst nie erlebt hat und somit nicht nachvollziehen kann…

Das Genick brechen kann ich mir übrigens auch zu Hause im Treppenhaus, auch kein Grund für mich mir eine Paterrewohnung zu suchen. Und wenn ich mal richtig Spass haben will mach ich das übrigens z.B. auf der Nordschleife so richtig mit Reifen ohne Profil, nem Auto das nicht der STVZO entspricht, ner Fahrerlizenz und vielen vielen anderen „Selbstmördern“. Ja du hast schon recht, wahrscheinlich bin ich sehr suizidgefährdet… ;o)

Nix für ungut…Gruß Timon

Hiho Christian,

wie soll man den Abstand halten, wenn ein anderes Fahrzeug
kurz einem ausschert?

ich habe nicht das Bedürfnis andere Fahrer zu behindern oder zu gefährden. Von mir aus kann auch 210 gefahren werden. Allerdings unter der Voraussetzung, dass ICH auch nicht gefährdet oder behindert werde.
Außerdem verstehst du sicher, dass die 120-bis-180er Fahrer den 80er LKW auf der Mittelspur auch mal überholen wollen der diese 5min lang blockiert. Partnerschaftliche 210er Fahrer würden diese Standardsituation erkennen und dann eine Lücke lassen. Viele Schnellfahrer „knallen“ dann aber auf das „Stauende“ der dritten Spur und regen sich dann womöglich noch über Schleicher auf anstatt auf „ihre“ eigene Spur zu „verzichten“.
Weißt du, eigentlich bin ich gegen ein Tempolimit auf BABs. Allerdings sehe ich ständig wie wenig verantwortungsvoll viele mit dieser Freiheit umgehen.

passiert nix. Und: wenn der Vordermann das Tempo drosselt
ENTSCHÄRFT er die Situation da ein Unfall bei geringer
Geschwindigkeit tendenziell weniger schwer ist.

Das war hoffentlich ein Scherz.

Nein, keineswegs. Wie gesagt, ich sprach hier nicht von Gefährdung und von „ins Eisen latschten“ (Zitat anderer Christian) wie andere das phantasieren; schließlich will ich grade KEIN Unfall erleben. Aber wer bei Tempo > 120 mit weniger als 10m hinter mir fährt benutzt sein Fahrzeug als Waffe die mich töten könnte. Und wenn ich dieser Waffe die Gefährdung nehme kann tue ich das auch. Nach vorne kan ich nicht flüchten weil mein Auto kein 250 fährt. Links ist die Leitplanke und rechts der Überholte. Also kan ich nur nach hinten. So einfach ist das. Die Alternative ist Abstand halten und die dritte Spur ist nach wenigen Sekunden wieder frei weil ich am LKW vorbei bin.

Warum gehst Du davon aus, daß man mit 210 hektisch ist?

Weil Mathias’ Posting nicht grade entspannend wirkte. Im Gegenteil, er regte sich ja gradezu auf…

Für
mich ist das eine ausgesprochen angenehme
Reisegeschwindigkeit.

Kein Problem solange alles frei ist. Achja, wenn da einer mit 130 fährt ist übrigens nicht mehr alles frei. Dann MUSST AUCH Du langsamer fahren weil der Verkehr dann eben nicht mehr hergibt.

Ich denke, ich tendiere inzwischen doch fast zur Pro-Tempolimit-Meinung.

Grüße,
J~

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Hiho,

Alles in allem: Gegenseitiges Verständnis (bzw.
Für-den-andern-mitdenken) würde manche Situation entscheidend
entschärfen…

das ist absolut richtig und ich versuche oft das Fehlverhalten anderer einfach kommentarlos auszugleichen.

Warum der dann allerdings in die Eisen latscht, kann ich mir
auch nur mit Blödheit oder mit Oberlehrer erklären…
*mitfluch*

Sagtest du nicht grade was von „Für-den-anderen-mitdenken“? Und schon stellst du hier das Verhalten anderer als bloße Provokation dar. Da denkst du dich aber nicht sehr weit in die Sichtweise deines Gegenübers ein, oderß :wink:

CU,
J~

Hi,

diese 5min lang blockiert. Partnerschaftliche 210er Fahrer
würden diese Standardsituation erkennen und dann eine Lücke
lassen. Viele Schnellfahrer „knallen“ dann aber auf das
„Stauende“ der dritten Spur und regen sich dann womöglich noch
über Schleicher auf anstatt auf „ihre“ eigene Spur zu
„verzichten“.

hat alles nichts mit der geschilderten Situation nichts zu tun.

passiert nix. Und: wenn der Vordermann das Tempo drosselt
ENTSCHÄRFT er die Situation da ein Unfall bei geringer
Geschwindigkeit tendenziell weniger schwer ist.

Das war hoffentlich ein Scherz.

Nein, keineswegs. Wie gesagt, ich sprach hier nicht von
Gefährdung und von „ins Eisen latschten“ (Zitat anderer
Christian)

Es ging um das Bremsen während des Überholvorgangs. Das ist nicht nur bescheuert sondern schlichtweg verboten.

wie andere das phantasieren; schließlich will ich
grade KEIN Unfall erleben. Aber wer bei Tempo > 120 mit
weniger als 10m hinter mir fährt benutzt sein Fahrzeug als
Waffe die mich töten könnte. Und wenn ich dieser Waffe die
Gefährdung nehme kann tue ich das auch.

Mit dem Bremsen erzeugt man eine Gefahr und verhindert sie nicht.

Gruß,
Christian

Aufgrund des großen Einflusses der Automobilindustrie gibt es
in Deutschland immer noch keine Geschwindigkeitsbegrenzung auf
Autobahnen. Dieses bedeutet eine permanente Erhöhung der
Gefährdungslage. Darüber hinaus würde eine
Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h auf Autobahnen den
Verkehrsfluss verbessern.

Alles Käse. Die Unfallzahlen sind in Deutschland niedriger als in Ländern mit Geschwindigkeitbegrenzung.

Gruß,
Christian

Hallo Mathias!

…auf welcher ich mit 210…

Mit solcher Geschwindigkeit auf einer gleichzeitig auch von anderen Leuten genutzen öffentlichen Straße sind nur potentielle Totschläger, Selbstmörder und Gestörte unterwegs.

Solche Geschwindigkeit, bzw. die damit einher gehende hohe Differenzgeschwindigkeit zum überwiegenden Rest der Verkehrsteilnehmer, ist nicht ausreichend fehlertolerant. Die Diskussion von Schuldfragen bei einem Unfall mit derartigen Geschwindigkeiten erübrigt sich, weil die Überlebenswahrscheinlichkeit unabhängig von den beteiligten Fahrzeugtypen gegen Null geht. Eine Fahrweise, bei der man nur dann heil von A nach B kommt, wenn alle Leute in jedem Moment richtig handeln und optimal reagieren, ist verantwortungslos. In die Hände solcher Fahrer gehört alles, nur kein Auto und kein Führerschein.

Jede Schraube an sicherheitsrelevanten Komponenten ist mehrfach gesichert und wichtige Systeme wie Bremse oder Scheinwerfer sind mehrfach vorhanden, damit ein einfacher Fehler zu keiner gefährlichen Situation führt. Die ganze Technik ist aber brotlose Kunst in der Hand eines Menschen, der nicht fehlertolerant handelt. Die Kunst solcher Zeitgenossen beschränkt sich aufs Gasgeben und regelmäßig auf mehrfache Fehleinschätzung der Situation: Es wird nicht zur Kenntnis genommen, daß z. B. abgelenkte oder verträumte Leute gleichzeitig unterwegs sind und zugleich verkennen die verhinderten Schumis neben den Grenzen der Physik auch die eigenen Grenzen.

Dann lasst Euch im Physikbrett einmal ausrechnen was passiert,
wenn 2.000 Kg in 1.600 Kg mit einer deltaV von 90 Km/
einschlagen…

Eben drum. Warum ist jemand auf öffentlicher Straße dennoch mit so hoher Geschwindigkeit unterwegs? Seltsamerweise werden übersichtliche Strecke und die Leistungsfähigkeit des eigenen Fahrzeugs angeführt, aber die hohe Fehlerwahrscheinlichkeit vieler gleichzeitig beteiligter Menschen wird ausgeblendet. Die Leute, die ohne Not hohe Geschwindigkeitsdifferenzen erzeugen, statt sich an den Verkehrsfluß anzupassen, sind auf öffentlichen Straßen gefährliche Stümper. Das gilt für Schleicher und für Raser gleichermaßen.

Gruß
Wolfgang

Hi,

Aber wenn dir einer in geringem Abstand vor das Auto
zieht und du nur noch eine Vollbremsung machen kannst und es
nicht trotzdem nicht reichen wird?

wenn du dich an die staatlich empfohlene Maximalgeschwindigkeit von 130 hälst gibt es diese Situation im realen Leben nicht, dass du tatsächlich eine Vollbremsung machen musst um einen Unfall zu verhindern. Außerdem erkennen erfahrene Fahrer, andere sollten eh nicht schneller als 130 fahren, solche Standardsituationen IM VORHINEIN und bremsen dann schon mal vorsoglich ab BEVOR der andere rüberzieht.

Grüße,
J~

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Hi,

Außerdem ist ein LKW auf der rechten Spur in 1 Kilometer
Entfernung ein sicheres Indiz auf einen baldigen Spurwechsel.

würdest DU, CHRISTIAN dem armen Schlucker im Fiat Uno der nur 110 schafft das überholen KURZ VOR dem LKW welches du ja propagierst ermöglichen in dem du von deinen 150 auf 100 abbremst? Sieste. Und weil das der Unofaher auch weiß schnappt er sich sicherheitshalber schon mal die Lücke 1000m vorher als nötig und „reserviert“ sich diese damit.
Klarer Fall von:
10 Du bist nicht rücksichtsvoll, also bin ich es auch nicht.
20 Und weil ich nicht rücksichtsvoll bin, bist du es auch nicht.
30 GOTO 10

Viele Grüße,
J~

Hi,

wenn du dich an die staatlich empfohlene
Maximalgeschwindigkeit von 130 hälst gibt es diese Situation
im realen Leben nicht, dass du tatsächlich eine Vollbremsung
machen musst um einen Unfall zu verhindern. Außerdem erkennen

Mu0 ich dich leider enttäuschen… mir sind solche Penner auch schon vor’s Auto gezogen, als ich mit gemütlichen 100-120 km/h unterwegs war. Gibt leider genug Pappnasen, die den Rückspielgel als unnützes Zubehör betrachten…

Grüßle
Frank K.

Hiho,

Aber das einer unmotiviert in die Eisen latscht, wo eigentlich
eher das Gegenteil angebracht wäre, DAS war in dieser
Situation einfach nicht mit einkalkuliert.

ja, in diesem Zustand der Unerfahrenheit war ich früher auch mal. Aber du kannst mir glauben, wenn du erstmal etwas Fahrpraxis hast rechnest du mit ALLEM auf der Fahrbahn. Und SOO unmotiviert ist das gar nicht, nachdem du deinen Vordermann juristisch relevant durch Drängeln genötigt hast.

CU,
J~

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Hallo,

Solche Geschwindigkeit, bzw. die damit einher gehende hohe
Differenzgeschwindigkeit zum überwiegenden Rest der
Verkehrsteilnehmer, ist nicht ausreichend fehlertolerant. Die
Diskussion von Schuldfragen bei einem Unfall mit derartigen
Geschwindigkeiten erübrigt sich, weil die
Überlebenswahrscheinlichkeit unabhängig von den beteiligten
Fahrzeugtypen gegen Null geht. Eine Fahrweise, bei der man nur
dann heil von A nach B kommt, wenn alle Leute in jedem Moment
richtig handeln und optimal reagieren, ist verantwortungslos.
In die Hände solcher Fahrer gehört alles, nur kein Auto und
kein Führerschein.

Jede Schraube an sicherheitsrelevanten Komponenten ist
mehrfach gesichert und wichtige Systeme wie Bremse oder
Scheinwerfer sind mehrfach vorhanden, damit ein einfacher
Fehler zu keiner gefährlichen Situation führt. Die ganze
Technik ist aber brotlose Kunst in der Hand eines Menschen,
der nicht fehlertolerant handelt. Die Kunst solcher
Zeitgenossen beschränkt sich aufs Gasgeben und regelmäßig auf
mehrfache Fehleinschätzung der Situation: Es wird nicht zur
Kenntnis genommen, daß z. B. abgelenkte oder verträumte Leute
gleichzeitig unterwegs sind und zugleich verkennen die
verhinderten Schumis neben den Grenzen der Physik auch die
eigenen Grenzen.

An dieser Stelle verweise ich mal auf einen Link, den ich schon in einem anderen Brett erwähnt im Zusammenhang mit einer entsprechenden Diskussion empfohlen habe: http://www.german-helicopter.com/Pages/content/cont_….
Es geht dabei zwar konkret um Abläufe in Flugzeug-Cockpits, viele Passagen lassen sich aber auf den Straßenverkehr übertragen und passen gut zu diesem Thema hier: Stichwort „blinde Zone“ oder Verarbeitungsgeschwindigkeit des zentralen Nervensystems.

Es ist einfach wissenschaftlicher Unsinn wenn jemand behauptet die gesamte Gemengelage bei 210 km/h genauso kontrollieren zu können wie bei 130 km/h. „Human factors“ wirken immer mit und Menschen sind fehlerbehaftet, deswegen sind derart hohe Geschwindigkeiten bzw. Geschwindigkeitsdifferenzen schlicht und einfach unverantwortlich (und auch ökologisch fragwürdig).

Gruß

MecFleih

Servus!

Ich fahr immer mit einem Auge im Rückspiegel und weiß
ob da jemand schnell oder langsam ankommt.

Noch nie passiert, daß du dich verschätzt hast? Nie?!?

Sowas wie „und ganz
plötzlich war er schon hinter mir“ ist mir jedenfalls noch
nicht passiert und sowas kann ich ehrlich gesagt auch nicht
nachvollziehen…

Also, nochmal zur Präzisierung, damit du´s vielleicht doch nachvollziehen kannst: Ich überhol den 120er auf der mittleren Spur nur dann, wenn ich niemand anderen ausbrems. Eh klar. Ein Auge hab ich IMMER im Rückspiegel, um entsprechend schon vorher so zu beschleunigen, daß ich den Hintermann nicht ausbrems und schon überholt hab, bevor der da ist. Geht´s, nicht, dann halt nicht, wart ich, bis der Schnelle vorbei ist. Kein Problem. Bei ca.50.000km im Jahr, meist auf der Autobahn, seh ich das Ganze gelassen. Bei meist mehrstündiger Fahrt machen die paar gewonnen Sekunden das Kraut auch nicht fett…
Und trotzdem isses mir schon passiert, dass der Andere halt NOCH schneller war, als ich gedacht hatte. Ich bleib dabei: Irgendwo gerät das menschliche Auge halt an seine Grenzen…

Hatte bis letztes Jahr
noch ne 900er Honda, wenn ich mit 230 oder mehr unterwegs war
und den LKW oder PKW gesehen hab der zum überholen ansetzte
hab ich nicht mal das Gas weggenommen. Wozu auch, bei diesen
Geschwindigkeiten bin ich lange lange lange schon nen
Kilometer weiter und längst weg bevor der andere überhaupt
auch nur halb auf der linken Spur ist (ja ja, die Raser, ich
weiß…). Und sorry, aber für ein Motorrad ist immer platz.

Achja. Rechts vom Auto vielleicht? Oder zwischen den Spuren? Kannst Du mir mal sagen, warum ein Fahrer damit rechnen sollte, daß da rechts von ihm, womöglich im toten Winkel, ein Biker auf einen Crashtest wartet?? (mir alles schon passiert…)

Wer so blind oder reaktionslos ist und mit nem Motorrad auf
der Autobahn in einen LKW fährt hat auf zwei Rädern überhaupt
nichts zu suchen, das ist meine Meinung dazu…

Wow! Was´n Klischee…

Alles in allem: Gegenseitiges Verständnis (bzw.
Für-den-andern-mitdenken) würde manche Situation entscheidend
entschärfen…

@J~: Versuchen, sich in andere hineinzudenken bzw. vorauszudenken bzw. vorausschauend zu fahren und sich über ausgemachte Idioten aufzuregen schließt sich doch nicht aus!
Wenn mich jemand bewusst ausbremst (und eine andere Erklärung kann ich mir bei dem geschilderten Verlauf des Geschehens eigentlich nicht denken), dann bringt mich das auf die Palme: Sicherheitsabstand der Geschwindigkeit anpassen, Oberlehrer, als o.k. (naja nicht ganz, aber du weisst wie ich´s meine…), aber uns beide und den umliegenden Verkehr dermassen zu gefährden, da kann ich einfach nicht mehr, sorry…

So, ich muss jetzt los: 3 Stunden Autobahnfahrt. Hoffentlich nur 3 Stunden…ruhige, klimagekühlte, staulose Stunden. Im Mietwagen :smile:

VG
Christian

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Außerdem ist ein LKW auf der rechten Spur in 1 Kilometer
Entfernung ein sicheres Indiz auf einen baldigen Spurwechsel.

würdest DU, CHRISTIAN dem armen Schlucker im Fiat Uno der nur
110 schafft das überholen KURZ VOR dem LKW welches du ja
propagierst ermöglichen in dem du von deinen 150 auf 100
abbremst?

Wenn er länger als eine Sekunde vorher blinkt, natürlich. Darüber hinaus sollte der Uno-Fahrer berücksichtigen, daß es mit 10 km/h Geschwindigkeitsdifferenz nicht mehr als 20 Sekunden dauert, um einen handelsbüblichen LKW zu überholen. Das wiederum bedeutet, daß ein um 50 km/h schnelleres Fahrzeug nur 300 Meter entfernt sein muß, um ungebremst weiterfahren zu können.

Wechselt allerdings der Uno-Fahrer einen Kilometer vor dem LKW auf die linke Spur, wäre a) das andere Fahrzeug schon ungefähr dreimal am LKW vorbei gewesen, bis der Uno hätte ausscheren müssen und b) verstößt der Uno-Fahrer ungefähr drei Minuten gegen das Rechtsfahrgebot.

Gruß,
Christian

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