Gestern im Kölner Dom

Meine geliebte Süße und ich besuchten gestern dieses Haus Gottes. Es wurde bekanntlich nicht für Menschen gebaut… und wird - wie gestern zu erfahren war - auch nicht von solchen gehütet.

In einem schönen Augenblick nahmen wir uns in den Arm und küssten uns. Weder hatte ich meine Zunge in ihrem Mund, noch meine Hände unter ihrem T-Shirt oder auf ihrem Arsch. Wir störten kein Gebet, schmatzten nicht, stöhnten nicht und brachten leise - etwas abseits der Touristenströme und sehr abseits der Betenden - der Situation und der Örtlichkeit allen Respekt entgegen.
Dennoch fühlte sich einer dieser rotbekittelten Ordnungshüter berufen, uns zur Unterlassung und zum Verlassen der heiligen Stätte aufzufordern.

Wenn die Liebe zum Herrn die einzige ist, die an solchem Ort zugelassen wird, sollte dieser Bau abgerissen werden und besser einem Bürokomplex weichen. Ein geiler Geschlechtsverkehr in einer Abstellkammer scheint eher akzeptiert zu werden als ein liebe- und respektvoller Kuss in Seinem Haus.

Wurde hier nicht gerade etwas über Kirchenaustritte gepostet? Nun, wundert mich nicht… seit gestern noch viel weniger als vorher…

Gruß!
Tino - verständnislos und stinksauer angesichts dieser Erbärmlichkeit

Moin!

Darf ich mal ein paar ‚Erklärungsversuche‘ abgeben, unter der Vorgabe, daß ich Deine Verärgerung absolut nachvollziehen kann?

Es ist immer sehr problematisch, wenn ein ‚Kultbau‘ zum Touri-Ort mutiert. Und speziell der Kölner Dom hat häufig mehr die Ausstrahlung einer Knipserrennbahn, denn als Sakralbau. Das stört und ärgert dann natürlich auch diejenigen, die den Ort als Sakralbau verstehen und ‚nutzen‘. Das finde ich durchaus verständlich, obwohl da ein Kuß so ziemlich das letzte ist, was den sakralen Charakter stören könnte.

Dennoch fühlte sich einer dieser rotbekittelten Ordnungshüter
berufen, uns zur Unterlassung und zum Verlassen der heiligen
Stätte aufzufordern.

Tja, das ist natürlich ein Problem. Diese ‚Ordnungshüter‘ sind in der Regel weder psychologisch noch theologisch geschult. Die müssen häufig ihre ‚Bedeutung‘ unter Beweis stellen, und das fällt ihnen bei einem küssenden Paar natürlich leichter als bei 6 Cola-spritzenden Halbstarken (da schauen sie dann lieber weg).
Ich kann mir kaum vorstellen, daß der Kölner Dompropst den Rausschmiß küssender Paare angeordnet hat.
Aber -nicht nur in Köln- sollte man sich darüber bewußt sein, daß gerade solche Ordnungshüter einen ganz entscheidenden Einfluß auf das Bild von Kirche schlechthin haben. Und dieser Einfluß ist nicht selten sehr negativ.

Martin

Hallo Tino!

Du willst akzeptiert werden, dann akzeptier auch die Kirche mit ihren Regeln.
Wer in eine Kirche geht, müßte eigentlich wissen, wie er sich zu benehmen hat.
Wenn Du knutschenderweise bei Deinen Eltern mit Deiner „Süßen“ auf dem Sofa sitzt, kann es auch sein, daß dem Alten der Kragen platzt und Euch rausschmeißt.
Werner

Hallo, Werner!

…Wer in eine Kirche geht, müßte eigentlich wissen, wie er sich
zu benehmen hat.

Darum geht es doch, Werner: Wir haben uns benommen! Auf die reinste und anständigste Weise verhielten wir uns. Genau hier ist doch der Punkt, über den ich nicht hinwegkomme.

…dann akzeptier auch die Kirche mit ihren Regeln.

Als unerfahrener - da nicht praktizierender - Kirchgänger ist das meine Frage: Sind das die Regeln?
Sollten das wirklich die Regeln sein?

Vor einigen Jahren in der Türkei: Ich besuchte die Moschee eines kleinen Örtchens… mitten in der Einöde. Kaum Touristen, streng islamische Gegend. Und darin eine Menge Leute, die laut lachten, sich in die Arme fielen, Spaß hatten. Dann wurde zum Gebet gerufen, und jeder beschäftigte sich mit seinem Glauben. Das war sehr beeindruckend. Die Lockerheit, die Ernsthaftigkeit - alles zu seiner Zeit und im richtigen Verhältnis zueinander.

Im Dom erschien es mir, als sei der Respekt vor der ehrfurchtgebietenden Umgebung wichtiger als alles andere. Werner, zu keinem Zeitpunkt war uns daran gelegen, die Stätte und die Menschen mit Respektlosigkeit zu schlagen - und wir taten es nicht. Nicht nur, daß wir es nicht wollten… wir taten es nicht.. Wenn es das ist, was uns der Rotkittel - auf Weisung seines Chefs und in Abstimmung mit allgemein gültigem Regelwerk - vorwarf, habe ich eine Keimzelle tiefster Arnseligkeit entdeckt.

Gruß!
Tino

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Moinmoin Tino!:smile:,

also, jetzt muss ich doch mal was sagen. Es ist doch einfach so, dass die großen Kirchen und Moscheen und andere heilige Stätten ständig von Touris heimgesucht werden, die sich manchmal auch ziemlich daneben benehmen - Unwissenheit ist für mich da keine Entschuldigung- und ich denke, dass da leider dann auch andere Touris mal drunter leiden müssen.

In einer normalen kleinen Dorfkirche hättet ihr wahrscheinlich keinen Anpfiff bekommen:smile:…aber ich kann schon verstehen, dass die großen tourigebeutelten Orte halt nicht immer unterscheiden. Der Ordnungshüter kennt euch nicht und wusste vielleicht nicht, wie das jetzt weitergehen würde, vielleicht wäre euer nächster Schritt ein Zungenkuss und dann mehr gewesen, weißt du, was der Mann so den ganzen Tag da alle zu sehen bekommt an Respektlosigkeit? (ich habe mal eine Truppe Amerikaner im Straßburger Münster erlebt - unmöglich!) …ich habe auch einige Male im Stephansdom in Wien an Gottesdiensten teilgenommen. Da muss man die Touris richtig ausperren, weil die sonst während des Gottesdienste weiter besichtigen gehen.

Ist zwar traurig, das ihr da so eine heftige Reaktion abbekommen habt, aber für mich liegt die „Schuld“ auch bei den vielen Menschen, die einfach überall reintrampeln, mit Bikini in Moscheen rennen und Minirock in den Dom …Coladosen im Münster auf dem Beichtstuhl liegen lassen…echt zum kotzen.

Btw: Hättet ihr euch im Felsendom (eines der Heiligtümer des Islams in Jerusalem) geküsst oder an der Klagemauer, im eingezäunten Bereich (ok, da sind Frauen und Männer offensichtlich aus gutem Grund getrennt*gg*)? Ich hätte beides für daneben gehalten. Ein religiöser Ort ist doch erstmal für die Menschen da, die mit Gott in Dialog treten möchten. Finde ich! Wenn dann Touris ein bisschen gucken möchten, gut, einige dieser Gotteshäuser sind auch Weltkulturerbe oder doch zumindest historisch und/oder architektonisch interessant. Aber dann drauf achten, das andere hier beten und das Gotteshaus nicht als Besichtigungsort betrachten, sondern als ihre Gemeindekirche.

also, beste Grüße und schönen Sonntag noch:smile:,

barbara

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Hallo Barbara!

Es ist doch einfach
so, dass die großen Kirchen und Moscheen und andere heilige
Stätten ständig von Touris heimgesucht werden,

Das bleibt aber auch nicht aus, wenn man für den Besuch von Touris Werbung macht.

die sich
manchmal auch ziemlich daneben benehmen

Völlig richtig. Aber es kommt auch vor, daß sich ‚Domwächter‘ daneben benehmen.

Ein religiöser Ort ist doch erstmal für
die Menschen da, die mit Gott in Dialog treten möchten. Finde
ich!

Finde ich auch. Bleibt aber die Frage, ob nicht auch ein Kuß eine Form sein kann, in diesen Dialog (oder Trialog) einzutreten.
Der ‚menschliche Faktor‘, es gibt ja da eben kein ‚Regelwerk‘. Alles schon erlebt: Domwächter, die stillende Mütter anfauchen und solche, die noch schnell eine Decke und Kissen holen.

Schönen Sonntag!
Martin

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Hi,
Ihr zwei lebt einfach zu spaet. Im Mittelalter war es durchaus ueblich, dass man in den Kathedralen Spass hatte, man tanzte, man sang ( nicht unbedingt fromme Lieder) und man hat Freude an und miteinander, so wie ihr es sicherlich auch hattet, ohne gleich den Altar als Liegestaette zu benutzen. Sogar die Pfarrer und Bischoefe machten mit, tanzten vorne weg.
Wie ist es heute? Heute vernaschen die Bischoefe die Chorknaben nach der Messe in der Sakristei.
Sic transit…

Peter

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Die katholische Kirche ist hinterweltlerisch und weltfremd, verknöchert wie ein alter kaputter Baum.
Die Doppelmoral und Intoleranz dieser „Größten Verbrecherorganisation der Welt“ (Karl Heinz Deschner; dieses Zitat ist gerichtlich zugelassen!!!) schreit zum Himmel.
Ich bin schon vor über 15 jahren aus diesem nur auf Macht und Geld ausgerichteten möchtegern Weltreligion ausgetreten.
UND DAS EMPFEHLE ICH ALLEN NORMAL DENKENDEN MENSCHEN!!!

Yepp!
Ich kann Dir dafür kein Sternchen geben - es liefe an Sinn und Zweck von „hilfreich“ vorbei… aber fühl Dich gestreichelt. :wink:

Gruß!
Tino

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

alles hat seinen platz
bin zwar alles andere als katholisch, aber da muß ich dem werner recht geben! an stätten der andacht sollte man sich dementsprechend benehmen. wenns dir nicht paßt, kannst du ja rausgehen. btw, das ganze mutet ja noch harmlos an, wenn du dir die regeln in einer synagoge oder einer moschee vor augen hältst. du müßte deine „süße“ nämlich ein paar sitzreihen von dir entfernt platz nehmen, und ihren körper bedecken. und warum? glaube nicht, es ginge hier um sexualfeindlichkeit. diese regeln sind da, um die betenden nicht vom beten abzubringen, weil der sex eben eine anziehungskraft hat, die der göttlichen konkurrenz machen kann :smile:

Ja, seinen Platz… und wenn’s der falsche ist!
Hallo, lehitraot!

…müßte deine „süße“ nämlich ein paar sitzreihen von
dir entfernt platz nehmen, und ihren körper bedecken.

Soll ich das Geschehen im Dom nun etwa als tolerant bezeichnen… nur weil andere Religionen noch restriktiver sind?
Sorry… ein kleineres Übel bleibt immer noch ein Übel.

diese regeln sind da, um die betenden nicht vom beten
abzubringen, weil der sex eben eine anziehungskraft hat, die
der göttlichen konkurrenz machen kann :smile:

Ja, das weiß ich. Ich ließ es mir erklären. Der muslimische Mann will nicht vom Hintern einer Frau abgelenkt werden. Daher beten die Geschlechter getrennt.

Gruß!
Tino

Hallo

Wie ist es heute? Heute vernaschen die Bischoefe die
Chorknaben nach der Messe in der Sakristei.
Sic transit…

Ich habe da neulich von einem Vergewaltiger mit Namen Peter gelesen, aber so ist das eben heute. Da kommen die Männer mit Namen Peter daher und vergewaltigen Frauen nach dem Abendessen…

Gruß
Thomas (nicht Peter!)

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Hallo

Ich kann Deinen Ärger zwar in gewisser Weise verstehen, aber ich schliesse mich der Meinung an, daß wenn man fremde Orte besucht, man sich so verhalten sollte, daß man bei anderen keinen Anstoß erweckt.

Und Anstoß erweckt habt Ihr, selbst wenn die Ordner etwas überzogen reagiert haben. Ich bin sicher, daß die Mehrheit einer Gemeinde, wenn sie gefragt würde, dafür plädieren würde, daß Intimitäten in der Kirche nicht öffentlich zur Schau gestellt werden sollten, sondern daß man dies auch problemlos vor der Kirche machen könnte.

Du solltest bedenken, daß Dein offenbar recht freizügiges Denken in Bezug auf Knutschen (und mehr?) nicht jedermans Sache ist, unabhängig vom Glauben. Insofern hat der berechtigte Tadel, den Du eingesteckt hast, nichts mit der Kirche oder dem Glauben zu tun. Stellt Euch doch mal in ein Rathaus oder eine Bank, ich denke, Ihr werdet dieselbe Erfahrung machen.

Gruß
Thomas

Sorry… ein kleineres Übel bleibt immer noch ein Übel.

laß es doch aus der sicht der gläubigen okay sein! warum stört dich das, wo du dich doch ohnehin nicht mit ihnen identifizierst? als gast sollte man sich eben an die dortigen regeln halten.

Ja, das weiß ich. Ich ließ es mir erklären. Der muslimische
Mann will nicht vom Hintern einer Frau abgelenkt werden. Daher
beten die Geschlechter getrennt.

ganz genau. da moslems sich traditionellerweise auf den boden knien und bücken, kommen knackärsche als erschwerend hinzu. *g*

nimms mit humor, tino.

Hallo Tino,

den Frust kann ich von der Situation und von Deinem subjektiven Erleben her nachvollziehen. Ich war vor 3 Monaten im Kölner Dom. Eine ganze Gruppe Muslime kam lautstark herein tummelte sich im Altarraum, wo dann mit Blitzlicht Fotos gemacht wurden. Mir war die Situation sehr unangenehm, obwohl der Kölner Dom für mich kein religiöser Ort ist. Ich empfand es als Respektlosigkeit und als Grenzüberschreitung, weil - bei aller touristischer Entwicklung - ich finde, daß ein solcher Ort erst einmal für die da ist, die dort Stille suchen und ihre Religion praktizieren wollen. Alle anderen Interessen haben sich - finde ich - dem unterzuordnen.
Damals hat es mich sehr gewundert, daß darauf keine Reaktion erfolgte.

Nun ist es heutzutage so, daß viele Leute keinen Bezug zu religiösen Orten haben und deshalb nicht wissen und auch nicht wissen können, was für ein Verhalten von ihnen dort erwartet wird. Manche Kirchen tragen dem Rechnung und geben im Eingangsbereich kurze Hinweise.

Außerdem weiß man nicht, was der „Ordnungshüter“, an den Ihr geraten seid, schon an diesem Tag für Erfahrungen hinter sich hat und möglicherweise etwas dünnhäutig reagiert hat.

Als allgemeine Richtlinie für das Verhalten in anderen kulturellen Räumen sollten die Richtlinien der jeweiligen Gruppe gelten, bei der man zu Gast ist. Warum bestimmte Regeln bestehen, erklären einem die meisten sehr freundlich und bereitwillig, wenn man danach fragt.

Allerdings finde ich bei manchen Verhaltensweisen - wozu Euer Kuß für mich nicht gehört :smile: - von vorneherein, daß sie eine Art Grenzverletzung darstellen:

  • Wenn zum Beispiel WÄHREND eines G-ttesdienstes in eienr Synagoge jemand lautstark in forderndem Ton meint: „wann wird hier das Vaterunser gebetet“? oder

  • direkt nach dem G-ttesdienst in der Synagoge Christen zu missionieren beginnen („auch du brauchst Jesus - ohne ihn bist du verloren …“).

Viele Grüße

Iris

kleine Korrektur

Die Doppelmoral und Intoleranz dieser „Größten
Verbrecherorganisation der Welt“ (Karl Heinz Deschner; dieses

richtig :nicht „…der Welt“, sondern „…seit Bestehen der Menschheit.“

Und Konvertiten sind ja bekanntlich…
…oftmals fanatischer & intoleranter als das, von dem sie sich abwenden.

Kopfschüttelnde Grüße
Diana

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oh mann…
hm, da hat wohl einer ein beichtstuhltrauma. sag mal… liest du bücher drüber, wie beschissen die kirche doch ist oder so? reicht es nicht, daß du mit ihren lehren nicht konform gehst und deswegen das ding seinläßt? mich schaudert ja bei soviel fanatismus…

gruß
L. (nicht die kirche in schutz nehmend, sondern neutral schreibend)

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

so entstehen Kriege
Hallo,
warum ist das so schwer zu verstehen? Du betrittst das Gebäude einer religiösen Gruppe und bist dort zu Gast. Warum willst du dich dann nicht auch an die Umgangsformen halten, die diese religiöse Gruppe von dir erwartet?

Warum willst du deine Ansichten an diesem Ort durchsetzen?
Tino - verständnislos und stinksauer angesichts dieser
Erbärmlichkeit

Hmm, schau mal in den Spiegel. Wieso kannst du es nicht akzeptieren, dass eine bestimmte Art der Zurückhaltung an diesem Ort von dir verlangt wird?
Aus Unverständnis gegenüber den Erwartungen der Gastgeber und dem gleichzeitigen Wunsch seine eigenen Verhaltensweisen überall durchsetzen zu wollen, ist schon so mancher Krieg entstanden…

Kurz: Dir würde etwas mehr Toleranz auch gut zu Gesicht stehen. Es sind nicht nur Deine Regeln, die zählen.

Grüsse Rossi

Hallo an Alle!

Zu unserem Erlebnis im Kölner Dom haben wir nun einige - auch recht unterschiedliche - Meinungen gehört.
Viel war die Rede von Respekt vor heiligen Stätten, den Gläubigen, den Betenden und den Gepflogenheiten der verschiedenen Religionen.

Wir haben uns in keinster Weise respektlos verhalten. Wir haben - soweit es in diesem unglaublichen Getümmel von Touristen möglich war - diesem Ort alles gegeben, was er uns abverlangt hat: Respekt, Reden in gemäßigtem Ton - es war fast ein Flüstern. Wir gingen langsamen Schrittes.

Soll es wirklich ein „Vergehen“ gewesen sein, in einem Moment, der dafür wie gemacht war, inne zu halten, sich zu umarmen und sich einen Kuss zu geben? Nur unsere Lippen berührten sich. Es war ein Ausdruck, ein Bild der Liebe!

Die Wut, die mich überkam, als dieser rotbekittelte Ignorant uns in all seiner Blindheit aufforderte, den Dom zu verlassen, hielt mich davon ab, ihn anzusprechen.

Es ist typisch für eine Institution und insbesondere - wie mir scheint - für die Institution Kirche, dass sie bestimmte Verhaltensweisen vorgibt und der Verwirklichung von Alternativen im Wege steht.

Der Rotbekittelte bestimmte darüber, was angemessenes Handeln und Entscheiden ist. An diesem Ort der Liebe, gibt man der Liebe keine Chance.

Ein aus der Kirche ausgetretener Pfarrer begründete seinen Kirchenaustritt mit dem 2. Korinther 6, 11-18:

A b s o n d e r u n g - von falschen religiösen Systemen!

Ein Gruß an alle Gläubigen und
die Liebenden!

Birgit

P.S.:
@Rossi

Kurz: Dir würde etwas mehr Toleranz auch gut zu Gesicht
stehen. …

Toleranz! Ein schönes Wort, angesichts des im Dom Erlebten!