gestörte Kommunikation

Hallo,

ich suche nach einer Bezeichnung für folgende Form einer gestörten Kommunikation, um darüber möglichst in Erfahrung zu bringen, wie man dem entgegenwirken kann…

Als Beispiel: SIE schlägt vor, heute ins Kino oder zum Konzert zu gehen. ER entscheidet sich fürs Kino, sagt aber gleichzeitig das Konzert wäre die nächsten Tage ebenfalls möglich.
SIE versucht später einen Termin mit IHM für das Konzert zu vereinbaren. Nachdem es auf SIE erst so wirkte, als gäbe es die nächsten Tage zeitlich keine Probleme, lamentiert ER nun wegen des Termins, stellt schließlich in Frage, ob es für sie überhaupt Sinn macht, zum Konzert zu gehen…
SIE lässt sich auf die Diskussion ein, weil sie zunächst nicht erkennt, dass ER offenbar gar nicht zum Konzert möchte. IHRE Argumente sind völlig überflüssig, weil sie den Kern nicht treffen. ER lässt ihr somit gar keine Chance, das Gespräch sinnvoll zu führen und auch rechtzeitig zu beenden, da er nicht deutlich äußert, worum es ihm tatsächlich geht.

Gibt es dafür eine Bezeichnung und wie lässt sich sowas früher durchschauen?

Liebe Grüße
Fina

Hi Fina

Gibt es dafür eine Bezeichnung und wie lässt sich sowas früher
durchschauen?

Ich würd mal sagen: n alter Chauvi und Egoist, der keinen Bock auf ne demokratische Beziehung und ne emanzipierte Frau hat.
Gruß,
Branden

Hi Branden,

Gibt es dafür eine Bezeichnung und wie lässt sich sowas früher
durchschauen?

Ich würd mal sagen: n alter Chauvi und Egoist, der keinen Bock
auf ne demokratische Beziehung und ne emanzipierte Frau hat.

möglich wäre auch, dass er einfach genervt ist und im Prinzip keinen Bock auf ihre ganzen „Veranstaltungen“ hat.

Das könnte dann als „Eingespieltes-Paar-aneinander-vorbei-reden-Syndrom“ bezeichnet werden, sofern man es nicht als typische Mann-Frau-Kommunikation gelten lassen will.

Hallo Tom,

möglich wäre auch, dass er einfach genervt ist und im Prinzip
keinen Bock auf ihre ganzen „Veranstaltungen“ hat.

was auch immer der Grund ist, warum ist es dann nicht möglich, zumindest klar zu äußern, was man will/nicht will (von einer Begründung mal ganz abgesehen) statt um den heißen Brei rumzureden? Damit könnte man sich viele sinnlose Gespräche und die von Dir angesprochenen Nerven sparen.

Das könnte dann als
„Eingespieltes-Paar-aneinander-vorbei-reden-Syndrom“
bezeichnet werden, sofern man es nicht als typische
Mann-Frau-Kommunikation gelten lassen will.

Na prima, das klingt nach: War schon immer so, also warum sollte sich das jetzt ändern…
Ich halte das auch nicht für eine typische Mann-Frau-Kommunikation (schon gar nicht in dieser Rollenverteilung - wird doch ehr den Frauen nachgesagt, dass sie „ja“ sagen und „nein“ meinen) noch dazu für eine, die auf Paare gemünzt ist. Ähnliches habe ich auch schon mit einer Freundin erlebt.

Liebe Grüße
Fina

Hi Fina,

möglich wäre auch, dass er einfach genervt ist und im Prinzip
keinen Bock auf ihre ganzen „Veranstaltungen“ hat.

was auch immer der Grund ist, warum ist es dann nicht möglich,
zumindest klar zu äußern, was man will/nicht will (von einer
Begründung mal ganz abgesehen) statt um den heißen Brei
rumzureden? Damit könnte man sich viele sinnlose Gespräche und
die von Dir angesprochenen Nerven sparen.

offenbar hältst Du dieses Verhalten DEINES Partners für symptomatisch und ich kann dazu mangels Kenntnis Deines Partners bestenfalls Vermutungen anstellen: Hat sich diese Art der „unverbindlichen“ Kommunikation (seinerseits) eingspielt, weil er ggf. nicht den Mut hat, klar Absagen zu erteilen, NEIN zu sagen, weil er Dir ggf. nicht wehtun will - auch wenn das scheinbar unlogisch klingt?

Vielleicht geht er (zu Unrecht) davon aus, Du müsstest doh wissen, was er mag/will/zu tun hat usw. usf. . . .

Das könnte dann als
„Eingespieltes-Paar-aneinander-vorbei-reden-Syndrom“
bezeichnet werden, sofern man es nicht als typische
Mann-Frau-Kommunikation gelten lassen will.

Na prima, das klingt nach: War schon immer so, also warum
sollte sich das jetzt ändern…

Keineswegs - das sollte klingen: „Strickmuster“ erkannt; Jetzt kann daran gearbeitet werden, um es zu ändern!

Ich halte das auch nicht für eine typische
Mann-Frau-Kommunikation (schon gar nicht in dieser
Rollenverteilung - wird doch ehr den Frauen nachgesagt, dass
sie „ja“ sagen und „nein“ meinen) noch dazu für eine, die auf
Paare gemünzt ist. Ähnliches habe ich auch schon mit einer
Freundin erlebt.

Stimmt, so ist wohl die allgemeine Einschätzung. Aber warum sollte ein Mann nicht auch so „ticken“ können? M. W. tun sich viele Menschen schwer damit, klar und deutlich zu äußern, was sie wie meinen und wollen/wünschen - besonders in altgedienten Partnerschaften scheint das ein problem zu sein, weil man leicht auf den falschen trichter kommt, der/die andere wisse schon, wie was gemeint sei . . .

Vermutlich müsst Ihr zunächst Eure Kommunikation klären und danach die „Alltagsprobleme“.

Hi Tom,

offenbar hältst Du dieses Verhalten DEINES Partners für
symptomatisch und ich kann dazu mangels Kenntnis Deines
Partners bestenfalls Vermutungen anstellen: Hat sich diese Art
der „unverbindlichen“ Kommunikation (seinerseits) eingspielt,
weil er ggf. nicht den Mut hat, klar Absagen zu erteilen, NEIN
zu sagen, weil er Dir ggf. nicht wehtun will - auch wenn das
scheinbar unlogisch klingt?

klingt für mich nicht mal unlogisch und habe ich auch schon drüber nachgedacht, aber es IST unlogisch, denn er vermittelt damit ein anderes Gefühl als er über die Kommunikation äußert. Das widerspricht sich. Ist das dann eine paradoxe Kommunikation oder Dopplebindung oder hat das mit der sachlichen/emotionalen Ebene zu tun? Ich kenne mich damit nicht richtig aus. Ich merke aber, dass ich mich nach einem solchen Gespräch - ob nun mit meinem Freund oder besagter Freundin - schlecht fühle, weil ich spüre, dass ich eigentlich gar keine Chance hatte, mir die aber suggeriert wurde. Das macht die „Absage“ nicht besser. Ich kann besser damit umgehen, wenn ich weiß, woran ich bin und das geht doch sicher den meisten so.

Vielleicht geht er (zu Unrecht) davon aus, Du müsstest doh
wissen, was er mag/will/zu tun hat usw. usf. . . .

Kann sogar sein. Aber ich kann halt auch keine Gedanken lesen (ist ja nicht so, dass es immer um die gleichen Sachen geht und ich dann schon vorher wüßte, ok, er mag das generell nicht) und ich kann ihm auch nicht vorkauen, was er (womöglich) eigentlich sagen will. Dann komme ich wieder an den Punkt, an dem ich ihm etwas unterstelle.

Keineswegs - das sollte klingen: „Strickmuster“ erkannt; Jetzt
kann daran gearbeitet werden, um es zu ändern!

Das klingt schon wesentlich besser. :wink:

Stimmt, so ist wohl die allgemeine Einschätzung. Aber warum
sollte ein Mann nicht auch so „ticken“ können?

Klar kann ein Mann auch so ticken, aber dann ist es eben nicht typisch Mann-Frau, sondern auch von Frau zu Frau und von Mann zu Mann „typisch“.

M. W. tun sich
viele Menschen schwer damit, klar und deutlich zu äußern, was
sie wie meinen und wollen/wünschen - besonders in altgedienten
Partnerschaften scheint das ein problem zu sein, weil man
leicht auf den falschen trichter kommt, der/die andere wisse
schon, wie was gemeint sei . . .

Ja, das hört man in der Tat hauptsächlich bei Paaren, weil die sicher statistisch häufiger in entsprechende Situationen kommen und sich näher sind/fühlen. Von meinem Chef würde ich nicht erwarten, dass er mich gut genug kennen müsste, um zu wissen, wie ich ticke.

Vermutlich müsst Ihr zunächst Eure Kommunikation klären und
danach die „Alltagsprobleme“.

Genau das möchte ich und dabei eben auch deutlich machen, wo unser Kommunikationsproblem offenbar liegt, statt dann auch um den heißen Brei rumzureden. Ich möchte dazu auch nicht auf einem einzelnen Gespräch oder gar mehreren Beispielen rumreiten - du hast dies gesagt und ich daraufhin das; warum hast du das gesagt und nicht jenes - sondern erklären können, wo „unser“ übergeordnete Problem bei einer solchen Kommunikation liegt, möchte das Strickmuster klar benennen können und möglichst auch, wie man dem begegnen kann, damit wir nicht mehr aneinander vorbei reden.

Liebe Grüße
Fina

anderes Beispiel
Hallo,

ein vielleicht ähnliches Beispiel.
Sie fragt ihn: Möchtest du Gulasch oder Steak zum Mittag?
Er : Ist mir egal. Beides mag ich, aber Steak mag ich mehr.

Sie: Magst du diese DVD schauen?
Er: Warum nicht.

In beiden Fällen wird eine mehr oder weniger geschlossene Frage gestellt. (Gulasch oder Steak / ja oder nein)

In beiden Fällen antwortet er mit einer offenen Antwort. (ist mir egal, warum nicht)

Ich hasse das. Jedesmal wider nach haken und wieder fragen - ja was denn nun? Warum fällt es einige leuten soooooo schwer einfach JA oder NEIN zu sagen?
Besonders das nein.

LG
Jasmin

Hallo Fina,

wenn du das nächste Mal merkst,dass sich eure Kommunikation in der Weise zu verheddern droht,frag ich doch einfach „Möchtest du nun,oder nicht? Ja oder nein?“ und lass dich nicht auf Umschweife ein.
Damit zwingst du ihn,klar seine Bedürfnisse zu äussern und sich selber auch darüber klar zu werden,was er eigentlich will.
Ist oft gar nicht so einfach.

viele grüsse
Heidi

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Empfehlung: Metakommunikation+Bücher
Hi Fina,

ich empfehle Euch da (und auch anderen Paaren mit diesem oder ähn-
lichen Problemen) die Metakommunikation. Das ist die Kommunikation
über die Kommunikation. Dazu verlassen beide Partner ihre einge-
spielten Rollen ganz bewusst, man geht sozusagen gemeinsam in ei-
nen unwirklichen Über-Raum (oder Nebenraum), wo beide die eben dar-
gestellte Situation und sich selbst in der Situation betrachten kön-
nen. Sie können dann gemeinsam sehr offen, ohne weitere Angst und
Bewertung aussprechen, was sie fühlen und erleben, ihre Beweggründe
mitteilen, usw. Das ist oft sehr hilfreich, wenn beide sich darauf
einlassen können.

Ich empfehle allen Interessierten dazu den Author:
Friedemann Schulz von Thun,
Psychologe und Kommunikationswissenschaftler
http://de.wikipedia.org/wiki/Friedemann_Schulz_von_Thun

Gruß,
Yedi386

Hallo Fina,

Heidis Ansatz möchte ich unterstützen (und fortsetzen): Fasse vor Beendigung solcher Gespräche mit Deinen Worten die Ergebnisse zusammen und lass´ die von deinem Partner bestätigen - oder eben korrigieren.

Im Beispiel: „Du gehst also heute Abend mit mir ins Kino und wenn ich Karten bekomme, an einem der nächsten Abende mit mir ins Konzert, ja?“

Jetzt kann er alles so bestätigen und damit vereinbaren oder aber er bestätigt nur den Kinobesuch und (er-)klärt, dass er zum Konzert noch nicht verbindlich zusagen kann oder möchte oder aber zu diesem Konzertbesuch grundsätzlich keine Lust hat.

Klar kann ein Mann auch so ticken, aber dann ist es eben nicht
typisch Mann-Frau, sondern auch von Frau zu Frau und von Mann
zu Mann „typisch“.

Bevor wir uns semantisch über „typisch“ hermachen: Es scheint in der allgemeinen Beobachtung ein Phänomen zu sein, das häufiger bei Frauen beobachtet wurde und insofern als typisch weiblich gesehen wird.

Unausgesprochenes
Hi Jasmin,

vielleicht lassen Männer in ihrer Kommunikation auch einfach einges weg, was sie besser nicht aussprechen (Frauen sind da angeblich anders)?!

Sie fragt ihn: Möchtest du Gulasch oder Steak zum Mittag?
Er : Ist mir egal. (Du kochst/brätst eh beides nicht so gut wie Mama.)

Sie: Magst du diese DVD schauen?
Er: Warum nicht. (Bevor ich mich mit Dir unterhalten muss.)

In beiden Fällen wird eine mehr oder weniger geschlossene
Frage gestellt. (Gulasch oder Steak / ja oder nein)

Spielen wir das Mal durch:

Sie fragt ihn: Möchtest du Gulasch oder Steak zum Mittag?
Er : Nein

Sie: Magst du diese DVD schauen?
Er: Nein

Vermutlich gäbe es jetzt einen weiblichen Monolog über die männliche Kommunikation im Allgemeinen und seine im Besonderen. Ferner wären vermutlich viele Frauen ob so kurzer, aber klarer Absage maßlos enttäuscht. Zudem wage ich zu bezweifeln, dass diese Art der Kommunikation weniger Anlass zu Postings hier gäbe als die praktizierte.

In beiden Fällen antwortet er mit einer offenen Antwort. (ist
mir egal, warum nicht)

Ich hasse das. Jedesmal wider nach haken und wieder fragen -
ja was denn nun? Warum fällt es einige leuten soooooo schwer
einfach JA oder NEIN zu sagen?
Besonders das nein.

siehe oben.

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Nachtrag

Ich empfehle allen Interessierten dazu den Author:
Friedemann Schulz von Thun,
Psychologe und Kommunikationswissenschaftler
http://de.wikipedia.org/wiki/Friedemann_Schulz_von_Thun

Gruß,
Yedi386

Das ist etwas Irreführend, - die Bücher des Autors befassen sich
nicht mit Metakommunikation (obwohl darin auch behandelt), sondern
mit der allgemeinen Psychologie der Kommunikation, im 2. Band mit
der differentiellen Psychologie der Kommunikation, usw. Darin wird
auch das Kommunikationsquadrat vorgestellt und anhand von Beispie-
len behandelt. Zwischen Sender und Empfänger trägt die Botschaft
die Sachebene, die Selbstkundgabe, die Beziehungsseite und die Ap-
pellseite mit sich. Die Bücher sind so gut, dass sie inzwischen als
Standardwerke gelten! Außerdem sind sie einfach verständlich gehal-
ten.

Du suchst ja nach einer Bezeichnung für Deine geschilderte Form,
Fina, und wie man dem möglichst entgegenwirken kann. Zumindest
Letzteres wirst Du in den Büchern finden!

Viel Spaß,
Yedi386

Hallo Heidi,

wenn du das nächste Mal merkst,dass sich eure Kommunikation in
der Weise zu verheddern droht,frag ich doch einfach „Möchtest
du nun,oder nicht? Ja oder nein?“ und lass dich nicht auf
Umschweife ein.

würde ich tun, wenn mir das in der Situation bereits klar wäre. Aber das passiert ja auch nicht bei jedem Gespräch, so dass ich schon darauf sensibilisiert wäre oder dass ich gar darauf lauere, dass es wieder so abläuft. Und so weit möchte ich es auch gar nicht erst kommen lassen.

Und die meisten solcher Gespräche sind ja auch viel komplexer als mein Beispiel und müsste man erst mal auf die wesentlichen Aussagen herunterbrechen, was mitten im Gespräch doch sehr schwierig ist.
Erst als ich alleine zu Hause war und dieses blöde Gefühl nicht los wurde, ging mir auf, dass er wahrscheinlich gar nicht wirklich zum Konzert wollte. Fakt ist, er hat auf meine Anfrage den zweiten Vorschlag noch unterstrichen, indem er sagte, das könnten wir dann in den nächsten Tagen machen, statt gleich zu sagen, möchte ich nicht oder zumindest gar nicht drauf einzugehen. Gut, ich gehe mal davon aus, er wollte mir damit einen Gefallen tun, den zweiten Vorschlag nicht von vornherein unter den Tisch fallen zu lassen. Ist aber leider auch irreführend und provoziert regelrecht weitere Gespräche zu diesem Thema.
Ein paar Stunden später schien er dann Probleme zu haben wegen des Termins und dann driftete es eben immer mehr ab und hinterfragte er, ob es für mich überhaupt sinnvoll sei, dort hinzufahren und wurde das dann Gegenstand der Diskussion, obwohl ich daran keinen Zweifel gelassen habe, denn ich habe gesagt, ich würde auf jeden Fall fahren und wenn er nicht mit wolle, dann würde ich mit einer Freundin fahren - nur wissen wollte ich es eben gerne, damit ich das für mich selbst rechtzeitig organisieren kann. Er meinte, ich könne es mir ja bis Samstag noch mal überlegen, wobei am Samstag der letzte Termin war und ich ja so oder so hin wollte. Und er fragte noch, ob ich denn unbedingt zu zweit hinfahren müsse. Keine Ahnung, ob er nicht mit wollte, aber eben auch nicht, dass ich mit meiner Freundin hingehe oder ob das heißen sollte, wenn alle Stricke reißen und bevor du dann alleine fahren musst, würde ich dann doch mitkommen.

Das Gesprächsende verlief ohne klares Ergebnis. Da ich den Vorschlag deutlich geäußert habe, dass ich lieber mit ihm hingehen würde, aber wenn er nicht mit wolle, dann mit meiner Freundin gehe, er für sich selbst aber nicht klar Stellung bezog, habe ich geschlussfolgert, dass er nicht mit wollte und bin mit meiner Freundin dort gewesen, ohne ihn noch mal zu fragen, denn ich wollte nicht warten, bis ich kurzfristig eine Absage von ihm bekomme und es womöglich dann ganz flach fällt. Aber das blöde Gefühl blieb, weil ich es mir selbst zusammenreimen musste und quasi die Entscheidung für ihn übernommen habe.
Und nun ist er womöglich noch sauer, dass ich mit meiner Freundin gefahren bin statt mit ihm, denn ich hab die ganze Zeit nix von ihm gehört und gestern fragte er per sms, ob ich auf dem Konzert gewesen wäre, als wäre das immer noch offen geblieben.

Damit zwingst du ihn,klar seine Bedürfnisse zu äussern und
sich selber auch darüber klar zu werden,was er eigentlich
will.
Ist oft gar nicht so einfach.

Gut möglich, dass er es selbst nicht genau wußte und deswegen so rumgeeiert hat. Aber auch das kann ich nicht riechen und bringt es ihm dann was, von sich selbst abzulenken und meine Pläne grundsätzlich in Frage zu stellen?

Liebe Grüße
Fina

hi fina,

ganz unpsychologisch: wenn du ins konzert willst, dann stelle ihn nicht vor die wahl kino oder konzert. gehe einfach ins konzert, mit ihm oder auch ohne ihn. wenn er mitkommt, dann kannst du ihn ja auch mal ins kino begleiten. sonst kommst du nie auf deine kosten.

gruss,
coco

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Tom,

Heidis Ansatz möchte ich unterstützen (und fortsetzen): Fasse
vor Beendigung solcher Gespräche mit Deinen Worten die
Ergebnisse zusammen und lass´ die von deinem Partner
bestätigen - oder eben korrigieren.

Im Beispiel: „Du gehst also heute Abend mit mir ins Kino und
wenn ich Karten bekomme, an einem der nächsten Abende mit mir
ins Konzert, ja?“

Das mit der Zusammenfassung ist eine gute Idee. Genau sowas fehlte mir am Ende. Das zeigt dann auch, wenn man etwas missverstanden hat.
Funktioniert natürlich nur, wenn er ebenfalls an einem Ergebnis interessiert ist. Vielleicht wollte er genau das zu dem Zeitpunkt noch nicht haben.

Eine Metakommunikation möchte ich aber so oder so gerne mal mit ihm dazu führen, um ihm die Problematik solcher Gespräche zu verdeutlichen, weiß aber immer noch nicht, wie ich das so sachlich wie möglich erklären kann.

Bevor wir uns semantisch über „typisch“ hermachen: Es scheint
in der allgemeinen Beobachtung ein Phänomen zu sein, das
häufiger bei Frauen beobachtet wurde und insofern als typisch
weiblich gesehen wird.

Dann muss ich mich jetzt wohl fragen, wer in unserer Bezeihung der Mann und wer die Frau ist. :wink:

Liebe Grüße
Fina

Hi Coco,

ganz unpsychologisch: wenn du ins konzert willst, dann stelle
ihn nicht vor die wahl kino oder konzert. gehe einfach ins
konzert, mit ihm oder auch ohne ihn. wenn er mitkommt, dann
kannst du ihn ja auch mal ins kino begleiten. sonst kommst du
nie auf deine kosten.

wenn Du weiter unten liest, wirst Du feststellen, dass ich genau das gemacht habe. Ich habe ihm gesagt, dass ich so oder so ins Konzert gehe und war auch dort - Kino war nicht davon abhängig, ob er zum Konzert mitkommt oder nicht, das stand völlig außen vor, sollte nur zeigen, dass es zwei Vorschläge gab und er auf den zweiten Vorschlag ebenfalls eingegangen ist und mir damit das Gefühl gegeben hat, der sei für ihn auch von Interesse und nicht nur der erste - aber das Gespräch vorab war dennoch frustrierend, weil im Ergebnis schwammig.

Liebe Grüße
Fina

Hallo Fina,

ganz ehrlich,ich glaube,ihr macht es beide zu kompliziert.
Beschränkt euch in eurer Kommunikation am besten auf einfache Hauptsätze.Subjekt-Prädikat-Objekt.Vielleicht hilft das :wink:

Nein im Ernst,mach dir nicht so viele Gedanken,was er wollen könnte,wollen würde oder vielleicht doch nicht.Und lass dich nicht verunsichern in dem,was du tun willst.Dann wird er`s schon lernen.
Vielleicht will er ja nur gerne umhätschelt werden.

liebe grüsse
Heidi

Sie fragt ihn: Möchtest du Gulasch oder Steak zum Mittag?
Er : Nein

jo, haste nicht verstanden.
Ist schon okay …

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HAllo ich frag mich, wie nah sind die beiden sich, ist da noch was am entstehen oder hocken die beiden schon Jahre aufeinander?

Ich hab das so gelesen
SIE wolln wir heut ins Kino oder irgendwann ins Konzert
Er Kino ist ok, Konzert wär aber auch fein
SIE ok dann schau ich mal ob ich KArten bekomm […variable Zeitspanne] Komm ins Kino

er [denkt] ok dann eben Kino
Beide gucken Kino
SIE [nach ein paar TAgen] du ich kann noch KArten fürs Konzert bekommen
ER [denkt schon wieder] ich dacht wir waren nu im Kino [sagt] diese Woche passt ganz schlecht
SIE drängelt
ER ach das Konzert soll ganz doof sein [und denkt womöglich „mein GEld ist schon fürs Kino draufgegangen“] lass das mal mit den KArten, das müssen wir uns doch nicht antun…

Könnte es nicht auch so gewesen sein, oder zumindest so ähnlich.
Wer hat den armen KErl denn vorgewarnt, dass er gar nicht „entweder oder“ zu entscheiden hatte sondern durch seine „Egal“-stimmung es nun zu einem „sowohl als auch“ gekommen ist.

Also wäre es durchaus möglich sein egal mit einem „ok dann eben beides“ zu quittieren, damit er gleich weiß was auf ihn zukommt, finanziell, nervlich und freundinzufriedenstelltechnisch…

Gruß Susanne

Hallo,

Sie fragt ihn: Möchtest du Gulasch oder Steak zum Mittag?
Er : Nein

jo, haste nicht verstanden.
Ist schon okay …

Wieso?
Bei der Frage hätte ich sowieso mit „ODER“ geantwortet.
Gruß Uwi