Gewaltfreie Erziehung!

Prügel definiert sich durch eine hohe Wiederholfrequenz
einziger Schläge!

Yep!

Hallo Guido,

Ich habe irgendwo unten ein Zitat von Wolfgang ausgegraben, wo
er den Rohrstock vermisst…soviel dazu!
Bei Helena mag Deine Schilderung zutreffend sein!

Bei manchen Kindern, lebensunfähige, verwöhnte und verweichlichte Bälger, mit 3,x durch’s Abitur gerutscht, vermisse ich den manchmal auch.

Was aber bei Kindern, meiner Meinung nach, ab und zu mal
angebracht ist, ist der Klaps oder später auch eine Ohrfeige.

Na supi! Ich zerschmetter meinem Kind das Trommelfell -
braucht es ja eh nicht, da es mir nicht zuhören muss (weil ich
ja nicht erkläre, sondern lieber schlage, klapse oder
ohrfeige)!

Gut, dann nenn ich es nicht Ohrfeige sondern Backpfeife. Ich mache so etwas nicht, um ein Kind zu verletzen sondern entgültig anzuzeigen, dass Schluß ist.

Denn: Kinder von bis 6 Jahre sind meiner Meinung nach nicht in
der Lage, über eine Sache sinnvoll zu argumentieren. Wenn ich
eine Regel aufstelle, habe ich mir etwas dabei gedacht. Ein
Grundtrieb des Kindes ist es, diese Regeln zu übertreten und
dann zu versuchen, wie weit es gehen kann. Das sehe ich als
ganz normale Sache. Wenn ein (Klein-)Kind eine meiner Regeln
verletzt, werde ich es mehrmals ermahnen.

Schon mal auf die Idee gekommen, einem Kind zu erklären,
warum es diese Regel gibt?
Nochmal: Ich verstehe nicht, wieso ein Klaps nötig sein soll,
wenn es erwiesen auch ohne geht!

Ich ging davon aus, dass Klar ist, dass ich davor schon oft erklärt habe. Aber: Wenn ich 5x erklärt habe, dass etwas nicht gemacht werden darf (Du darfst nicht an die Steckdose, die tut weh). Was soll ich noch erklären? Wenn ich mal Kinder in dem Alter habe, werden meine Erklärungskünste sicherlich noch ausgereifter. Aber: ich kann es nicht riskieren, dass ein Kind sich an einer Steckdose verletzt. Oder was anderes: Der Computer: Der Computer ist für Kinder in dem Alter tabu. Was willst du da erklären? Er ist nicht gefährlich, ich will es einfach nicht. 5x erklärt, 10x gemahnt. Und dann ist er umgeworfen oder Wasser in der Tastatur oder Lego-Männchen im Cd-Rom usw. Das ist aber sicherlich auch ein blödes Beispiel weil ich auch finde dass die früher gern benutzte Taktik „warte bis der Papa nach Hause kommt“ dem erhofften Ergebnis nicht förderlich wird. Du siehst also, dass ich mir die Sache nicht zu einfach machen will.

Faßt das Kind auf
die heiße Herdplatte

ist das ganz allein Deine Schuld, da Du das Kind so nah an den
Herd hat kommen lassen!

Ich kann meine Kinder doch nicht in Watte packen. Ich hab das damals trotz Küchengatter und „Zaun“ auf dem Herd geschafft. Kinder sind nicht blöd.

Sind die Kinder jetzt älter und man kann mit ihnen
diskutieren, diskutiere ich gerne, wenn etwas zu diskutieren
ist. Will mein 11-jähriges Kind ein Piercing o.ä. werde ich
das verbieten. Ich würde ihm erklären, dass Piercings ungesund
sind usw. An meiner Entscheidung ist in diesem Falle nichts zu
rütteln, auch wenn es sich furchtbar aufregt und rumschreit.
Dann schickt man das Kind auf sein Zimmer und gut ist.

Wenn Du erst bei 11-jährigen mit dem Argumentiern anfängst,
wird das Problem entstehen, dass Dein Kind erst etwas lernen
muss, was meins schon mit einem Jahr anfing zu lernen - das
Argumentieren!

Natürlich werde ich auch mit meinen jüngeren Kindern diskutieren, da das eine meiner Lieblingsbeschäftigungen ist. Jüngere Kinder aber müssen noch eher vor sich selbst geschützt werden, weshalb mehr Regeln aufgestellt werden müssen. Bei Älteren besteht durchaus die Möglichkeit, dass man als Eltern nicht alle Vorteile aus Kindersicht abwägen kann. Wenn das Gegenargument nicht XY hat das auch ist, warum sollte ich meine Meinung dann nicht überdenken?

Gruß

Marcus

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Warum eigentlich immer diese bloede Herdplatte?
Hallo Marcus,

um ganz konkret (das wurde ja weiter unten gewuenscht) auf deine Beispiele einzugehen:

ein Kind soll eine Herdplatte nicht erreichen koennen, auch nicht den Computer, und auch keine ungesicherten Steckdosen in Reichweite haben. Ich hab zwei Katastrophenbengels fast grossgekriegt (ein paar Jahre haben sie noch), ohne dass sich einer verbrannt hat oder den Computer umgeworfen hat.

Sollte es dann doch mal durch die Loecher der Absicherungsmassnahmen kommen - meinst du denn wirklich, dass regelmaessig auf die Finger geklopft gekriegt zu haben, das Kind davon abhaelt?

Ich schliesse mich Guido an - wer kennt eine konkrete Situation in der Schlaege/Hiebe/Klapse ein besseres Ergebnis gebracht haben als gewaltfreie Reaktionen?

Ich hab’s unten schon beschrieben - ich hab’s nicht ganz gewaltfrei geschafft (wobei ich nie in Versuchung kam, einen meiner Jungs zu schlagen/hauen/klapsen bevor sie im Kindergartenalter waren, bis dahin konnte ich mir ganz gut ohne helfen). Aber wenn ich zurueckdenke, hat in keinen dieser Situationen, die koerperliche Strafe eine positives Ergebnis gebracht. Bestenfalls ein neutrales. Und niemals eines, dass nicht auch mit anderen Mitteln haette erreicht werden koennen (meist mit Abstand und neuem Anlauf beiderseits). Die Situationen waren immer solche, in denen aeusserer Druck zu dem Verhalten der Kinder dazukam (Zeitmangel: z.B. der Schulbus wartet nicht und wenn wir ihn verpassen hat das Kind den Tag frei oder ich zahle Taxi hin-und zurueck).

Und ganz nebenbei: es gibt heutzutage schon viel zu viele Erwachsene, die „anstaendige Menschen“ sind und die das ohne Klapse/Hiebe/Schlaege wurden, um diese Art der Erziehung immer noch pauschal zu hinterfragen.

Viele Gruesse,
Elke

2 „Gefällt mir“

Hallo Guido,

Hättest Du meine ViKa gelesen… :wink:

Hab ich und habe mir trotzdem diese Frage gestellt :wink:.

By the way - was sind Schallplatteneltern?!

Schallplatteneltern: Das sind Eltern, die reden und reden und reden und irgendwann unglaubwürdig für die Kinder werden.

Mehr möchte ich der Diskussion nicht zufügen.
Wenn du aber möchtest, dann können wir uns gerne per E-Mail darüber austauschen.

Freundliche Grüße

Pooch

Ähm - Rückfrageb…
Hi!

Bei manchen Kindern, lebensunfähige, verwöhnte und
verweichlichte Bälger, mit 3,x durch’s Abitur gerutscht,
vermisse ich den manchmal auch.

1.Entschuldige, aber wer verzieht, verwöhnt und verweichlicht diese Kinder denn? Sind es nicht die Eltern, die Du dann prügeln müsstest (rein rhetorisch!)

  1. Dein Kind muss also ein gutes Abitur machen?! Egal, wie gut es intellektuell drauf ist? So nach dem Motto: Ich schlage mein Kind zum Abi?! Es gibt wunderbare Handwerkerberufe, die man ohne Abi erlernen kann… Wenn es meinem Kind nicht gegeben ist, dann geht es halt nicht!

  2. Wenn Du einen Abiturienten schlägst, begibst Du Dich auf ein anderes Gebiet - er ist in der Regel volljährig und nicht unbedingt als Kind zu bezeichnen :wink:

Gut, dann nenn ich es nicht Ohrfeige sondern Backpfeife. Ich
mache so etwas nicht, um ein Kind zu verletzen sondern
entgültig anzuzeigen, dass Schluß ist.

Und wenn es doch passiert? Weil das Kind nicht still hält und auf den Aufprall wartet, sondern zuckt?
Ich behaupte mal, mit meinen Armen sehr schnell zu sein. Ich kenne nicht wenige Möglichkeiten des Schlagens (will sagen: Ich weiß, wie es geht). Bei einem beweglichen Ziel, dass noch dazu unberechenbar ist (so sind Menschen nun mal) kannst Du unmöglich ein derart feines und sicheres Timing entwickeln!

Ich ging davon aus, dass Klar ist, dass ich davor schon oft
erklärt habe. Aber: Wenn ich 5x erklärt habe, dass etwas nicht
gemacht werden darf (Du darfst nicht an die Steckdose, die tut
weh).

Steckdosen gehören gesichert! Es ist eigentlich schade, dass man sich diese Pfennig… sorry: Cent-Artikel hier in Deutschland kaufen muss - in nicht wenigen Ländern bekommst Du fast keine ungesicherten Steckdosen mehr!

Was soll ich noch erklären? Wenn ich mal Kinder in dem
Alter habe, werden meine Erklärungskünste sicherlich noch
ausgereifter. Aber: ich kann es nicht riskieren, dass ein Kind
sich an einer Steckdose verletzt. Oder was anderes: Der
Computer: Der Computer ist für Kinder in dem Alter tabu.

Warum?
Warum nimmt man sich nicht ab und zu die Zeit, und lässt Junior ein wenig rumklimpern? Am besten auf seinem Schoß!

Was
willst du da erklären? Er ist nicht gefährlich, ich will es
einfach nicht. 5x erklärt, 10x gemahnt. Und dann ist er
umgeworfen oder Wasser in der Tastatur oder Lego-Männchen im
Cd-Rom usw. Das ist aber sicherlich auch ein blödes Beispiel
weil ich auch finde dass die früher gern benutzte Taktik
„warte bis der Papa nach Hause kommt“ dem erhofften Ergebnis
nicht förderlich wird. Du siehst also, dass ich mir die Sache
nicht zu einfach machen will.

Also: Wenn Du vor der Kiste sitzt, dann kannst Du aufpassen. Tust Du es nicht, kannst Du sie ausschalten und sichern - dann öffnet sich das Laufwerk erst gar nicht.
Und Getränke werden bei uns auf den Tisch gestellt und auch nur am Tisch getrunken. Wenn Du Deinen Rechner also nicht gerade auf dem Tisch plazierst, sehe ich da nun so gar kein Problem…

Ich kann meine Kinder doch nicht in Watte packen.

…aber die Wohnung vernünftig sichern! Das kannst Du nicht nur, das musst Du sogar (meine Meinung!)

Ich hab das
damals trotz Küchengatter und „Zaun“ auf dem Herd geschafft.
Kinder sind nicht blöd.

Der Herd war an und unbeaufsichtigt?!

Natürlich werde ich auch mit meinen jüngeren Kindern
diskutieren, da das eine meiner Lieblingsbeschäftigungen ist.
Jüngere Kinder aber müssen noch eher vor sich selbst geschützt
werden, weshalb mehr Regeln aufgestellt werden müssen. Bei
Älteren besteht durchaus die Möglichkeit, dass man als Eltern
nicht alle Vorteile aus Kindersicht abwägen kann. Wenn das
Gegenargument nicht XY hat das auch ist, warum sollte ich
meine Meinung dann nicht überdenken?

Ich weiß jetzt nicht, ob Du schon Kinder hast. Du wirst allerdings merken, dass sie auch in jüngeren Jahren Argumenten folgen können, wenn Du Dich bemühst (auch ein paar mal in Folge!).

Andere Leute machen sich einfach nur lustig, wenn ich anmerke, dass mein Kind mit einem Jahr automatisch angefangen hat, Argumenten zu folgen, weil ich erklärt habe… Klar, wenn man es nicht versucht, sondern zuschlägt, kann man diese Erfahrung nicht machen. Aber mein Tipp ist: Versuche es, und Du wirst zunehmenden Erfolg haben!

Natürlich hat diese Medaille auch eine Kehrseite: Mein jetzt 5-jähriger
hinterfragt momentan fast alles und will auch für alles eine Erklärung! Das ist eine Sache die schon mal nervt, klar! Aber ich habe diesen Weg gewählt - ich werde ihn gehen.
Nebenbei: Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn Dich ein 5-jähriger Zwerg mit einem Argument zum Schweigen bringt! Ja, manchmal hat er einfach die besseren Argumente!

Grüße
Guido

2 „Gefällt mir“

Hallo Guido,

Bei manchen Kindern, lebensunfähige, verwöhnte und
verweichlichte Bälger, mit 3,x durch’s Abitur gerutscht,
vermisse ich den manchmal auch.

1.Entschuldige, aber wer verzieht, verwöhnt und
verweichlicht diese Kinder denn? Sind es nicht die Eltern, die
Du dann prügeln müsstest (rein rhetorisch!)

Wer schlägt denn schon Eltern? Ok, sicher haben die es auch ab und an verdient… aber geht das andere nicht viel leichter :wink:
Ab einem gewissen Alter muß man sich der Gesellschaft anpassen oder eine eigene gründen. Wenn ich merke, dass mir das durch meine mangelhafte oder nicht vorhandene Erziehung schwer fällt, kann ich meine Eltern ja durch nicht-beachtung strafen.

  1. Dein Kind muss also ein gutes Abitur machen?! Egal,
    wie gut es intellektuell drauf ist? So nach dem Motto: Ich
    schlage mein Kind zum Abi?! Es gibt wunderbare
    Handwerkerberufe, die man ohne Abi erlernen kann… Wenn es
    meinem Kind nicht gegeben ist, dann geht es halt nicht!

Nein, mein Kind muß kein Abitur machen. Lieber einen guten Realschulabschluss als ein 3er Abi.

Ich stelle in meinem Umfeld leider fest, dass Leute die ihr Abi gemacht haben nicht in der Lage sind sich in Englisch zu verständigen und nicht mal gewillt sind, es zu versuchen. Dass Leute studieren und sich keine Nachrichten anschauen weil die Politik sie nicht interessiert. Leute, die nicht wissen was der Dax oder der Dow Jones ist, Leute die Schröder gewählt haben weil der Stoiber ein Nazi ist usw. Daran sind mit Sicherheit nicht die Eltern schuld. Solche Leute meine ich, wenn ich nicht ganz ernst gemeint von der Prügelstrafe spreche.

  1. Wenn Du einen Abiturienten schlägst, begibst Du Dich auf
    ein anderes Gebiet - er ist in der Regel volljährig und nicht
    unbedingt als Kind zu bezeichnen :wink:

Das ist dann aber Körperverletzung :wink:

Gut, dann nenn ich es nicht Ohrfeige sondern Backpfeife. Ich
mache so etwas nicht, um ein Kind zu verletzen sondern
entgültig anzuzeigen, dass Schluß ist.

Und wenn es doch passiert? Weil das Kind nicht still hält und
auf den Aufprall wartet, sondern zuckt?
Ich behaupte mal, mit meinen Armen sehr schnell zu sein. Ich
kenne nicht wenige Möglichkeiten des Schlagens (will sagen:
Ich weiß, wie es geht). Bei einem beweglichen Ziel, dass noch
dazu unberechenbar ist (so sind Menschen nun mal) kannst Du
unmöglich ein derart feines und sicheres Timing entwickeln!

Ich möchte versuchen, nicht mit voller Wucht zuzuschlagen, so daß ernsthafte Verletzungen hoffentlich ausbleiben. Ich möchte auch nicht verstanden werden, dass es für mich eine Quote gibt. Manche Kinder sind ruhig und andere müssen öfters „gebremst“ werden.

Ich ging davon aus, dass Klar ist, dass ich davor schon oft
erklärt habe. Aber: Wenn ich 5x erklärt habe, dass etwas nicht
gemacht werden darf (Du darfst nicht an die Steckdose, die tut
weh).

Steckdosen gehören gesichert! Es ist eigentlich schade, dass
man sich diese Pfennig… sorry: Cent-Artikel hier in
Deutschland kaufen muss - in nicht wenigen Ländern bekommst Du
fast keine ungesicherten Steckdosen mehr!

Ein Freund von mir hat mit 6 Jahren auch eine solche Steckdosensicherung mit einem Schraubenzieher überwinden können. Es ist zum Glück nichts passiert. Den Schraubenzieher hat er mit einer Leiter aus dem oben im Regal abgestellten Werkzeugkoffer geholt.

Was soll ich noch erklären? Wenn ich mal Kinder in dem
Alter habe, werden meine Erklärungskünste sicherlich noch
ausgereifter. Aber: ich kann es nicht riskieren, dass ein Kind
sich an einer Steckdose verletzt. Oder was anderes: Der
Computer: Der Computer ist für Kinder in dem Alter tabu.

Warum?
Warum nimmt man sich nicht ab und zu die Zeit, und lässt
Junior ein wenig rumklimpern? Am besten auf seinem Schoß!

Ich halte von Computer und Fernsehen im Kindergarten alter nichts. Meinen ersten Computer habe ich mit 14 bekommen und kann trotzdem sehr gut damit umgehen. Kinder im Kindergartenalter sollen Fahrrad fahren, im Sand spielen, toben und ihre Phantasie benutzen. Fernsehen können sie später noch genug.

Was
willst du da erklären? Er ist nicht gefährlich, ich will es
einfach nicht. 5x erklärt, 10x gemahnt. Und dann ist er
umgeworfen oder Wasser in der Tastatur oder Lego-Männchen im
Cd-Rom usw. Das ist aber sicherlich auch ein blödes Beispiel
weil ich auch finde dass die früher gern benutzte Taktik
„warte bis der Papa nach Hause kommt“ dem erhofften Ergebnis
nicht förderlich wird. Du siehst also, dass ich mir die Sache
nicht zu einfach machen will.

Also: Wenn Du vor der Kiste sitzt, dann kannst Du aufpassen.
Tust Du es nicht, kannst Du sie ausschalten und sichern - dann
öffnet sich das Laufwerk erst gar nicht.

Du räumst ein, dass deine Kinder sich nicht an das Verbot halten, ansonsten müßtest du den Computer nicht sichern. Mir sind nicht alle Möglichkeiten bekannt, einen Computer Kindersicher zu machen. Ich will, dass meine Kinder nicht rangehen. Basta!

Und Getränke werden bei uns auf den Tisch gestellt und auch
nur am Tisch getrunken. Wenn Du Deinen Rechner also nicht
gerade auf dem Tisch plazierst, sehe ich da nun so gar kein
Problem…

An so etwas habe ich noch nicht gedacht. Klappt das? Bei meinen Eltern wurde nämlich eigentlich auch nur im Esszimmer gegessen…

Ich hab das
damals trotz Küchengatter und „Zaun“ auf dem Herd geschafft.
Kinder sind nicht blöd.

Der Herd war an und unbeaufsichtigt?!

Das weiß ich nicht mehr, ich vermute er war aus, aber noch warm oder ich saß auf der Arbeitsplatte neben meiner Mutter die gekocht hat.

Natürlich werde ich auch mit meinen jüngeren Kindern
diskutieren, da das eine meiner Lieblingsbeschäftigungen ist.
Jüngere Kinder aber müssen noch eher vor sich selbst geschützt
werden, weshalb mehr Regeln aufgestellt werden müssen. Bei
Älteren besteht durchaus die Möglichkeit, dass man als Eltern
nicht alle Vorteile aus Kindersicht abwägen kann. Wenn das
Gegenargument nicht XY hat das auch ist, warum sollte ich
meine Meinung dann nicht überdenken?

Ich weiß jetzt nicht, ob Du schon Kinder hast. Du wirst
allerdings merken, dass sie auch in jüngeren Jahren Argumenten
folgen können, wenn Du Dich bemühst (auch ein paar mal in
Folge!).

Nein, ich habe noch keine Kinder. Ich gebe dir Recht wenn die Kinder 4 oder 5 sind. Jüngeren Kindern traue ich solche Argumente noch nicht zu, besonders in der Trotzphase.

Andere Leute machen sich einfach nur lustig, wenn ich anmerke,
dass mein Kind mit einem Jahr automatisch angefangen
hat, Argumenten zu folgen, weil ich erklärt habe… Klar, wenn
man es nicht versucht, sondern zuschlägt, kann man diese
Erfahrung nicht machen. Aber mein Tipp ist: Versuche es, und
Du wirst zunehmenden Erfolg haben!

Das werde ich zu gegebener Zeit berücksichtigen. Nur möchte ich nicht alle Regeln oder Verbote mit meinem Kind ausdiskutieren, das noch nicht mal alleine auf die Toilette gehen kann. Erklären: ja, ich möchte ebenfalls immer wissen, wieso etwas gerade so ist, um besser zu verstehen und später jemand anderem erklären zu können.

Natürlich hat diese Medaille auch eine Kehrseite: Mein jetzt
5-jähriger
hinterfragt momentan fast alles und will auch für alles eine
Erklärung! Das ist eine Sache die schon mal nervt, klar! Aber
ich habe diesen Weg gewählt - ich werde ihn gehen.
Nebenbei: Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn Dich ein
5-jähriger Zwerg mit einem Argument zum Schweigen bringt! Ja,
manchmal hat er einfach die besseren Argumente!

Es mag Sachen geben, die zu diskutieren sind. Hast du vielleicht ein Beispiel dafür?
Andere Sachen widerrum, besonders gefährliche, kann ich mit einem kleinen Kind nicht ausdiskutieren.

Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte nicht sagen, dass Kinder auf jeden Fall geschlagen gehören, sondern ich möchte es als letztes Mittel der Erziehung nicht ausschließen. Wenn ein Kind die Katze zu sehr ärgert, wird diese auch nicht anfangen und diskutieren. Und ein gekratztes Kind ärgert die Katze sicher nicht mehr.

Gruß

Marcus

Hallo Marcus,

ich moechte einzeln auf dein Posting (nicht auf alles) eingehen, auf die konkreten Erziehungsfragen von Kleinkindern:

Ein Freund von mir hat mit 6 Jahren auch eine solche
Steckdosensicherung mit einem Schraubenzieher überwinden
können. Es ist zum Glück nichts passiert. Den Schraubenzieher
hat er mit einer Leiter aus dem oben im Regal abgestellten
Werkzeugkoffer geholt.

Steckdosensicherungen sind fuer Krabbelkinder bis etwa 4,5. Ein Sechsjaehriger, kann sie austricksen. Ein Sechsjaehriger, der weiss, wenn mich Mama/Papa sieht, krieg ich auf die Finger, macht es heimlich. Ein Sechsjaehriger, der weiss, was Elektrizitaet vermag [innerhalb seines Verstaendnisses], der oefter mal unter Aufsicht mit Schraubenzieher und anderen WErkzeugen umgehen darf, wird es mit groesserer Wahrscheinlichkeit bleiben lassen, als der, der nur weiss, „ich darf das nicht“ [ob nun mit oder ohne Schlaege zur Untermauerung].

Ich halte von Computer und Fernsehen im Kindergarten alter
nichts. Meinen ersten Computer habe ich mit 14 bekommen und
kann trotzdem sehr gut damit umgehen. Kinder im
Kindergartenalter sollen Fahrrad fahren, im Sand spielen,
toben und ihre Phantasie benutzen. Fernsehen können sie später
noch genug.

Hat nichts mit der Diskussion zu tun. Ein Dreijaehriger, der ab und zu mal mit Mama an die Tastatur darf oder sogar sein eigenes Spiel hat [Wetter ist nicht immer fuer den Garten], geht bestimmt besser mit dem Geraet um, wenn er wirklich mal damit allein sein sollte [wann eigentlich??], wie einer, der das Ding, das Mama und Papa so fesselt, fuer tabu und deshalb interessant haelt. Im Uebrigen ist ein Zwoelfjaehriger am PC zuweilen viel destruktiever („Mama, ich wollte halt mal im Setup nachgucken…“).
Was ich sagen will: ein dreijaehriges Kind sollte nie total unbeaufsichtigt sein. Darauf kann man eingehen.

Du räumst ein, dass deine Kinder sich nicht an das Verbot
halten, ansonsten müßtest du den Computer nicht sichern. Mir
sind nicht alle Möglichkeiten bekannt, einen Computer
Kindersicher zu machen. Ich will, dass meine Kinder nicht
rangehen. Basta!

Fein, dann stell ihn in ein anderes Zimmer. Aber glaub nicht, dass ein paar Klapse (ob nun mit Schmerz oder ohne …) einen neugierigen Zwerg dann davon abhalten.

Das weiß ich nicht mehr, ich vermute er war aus, aber noch
warm oder ich saß auf der Arbeitsplatte neben meiner Mutter
die gekocht hat.

Wenn man kocht mit Kind nebendran, dann muss man besonders gut aufpassen. Wenn das Kind dann grapscht, kommt es runter.
Natuerlich kann das passieren, aber ich sehe immer noch nicht, wie das durch Klapse verhindert werden soll. Entweder man klappst in diesem Moment - dann haette es auch ein an der Hand nehmen und wegfuehren getan - oder man klappst jedesmal, wenn das Kind an den Herd will, dann heisst das aber nicht, dass das Kind es beim naechsten Mal nicht wieder probiert. Aber ein Kind, das „heiss“ gelernt hat (und gefuehlt hat: zum Beispiel, wenn man einen Kuchen aus dem Ofen holt und einem da die Hitze entgegenschlaegt), wird’s wahrscheinlich nicht machen (es gibt keine Garantie, auch bei Klapsen nicht).

Nein, ich habe noch keine Kinder. Ich gebe dir Recht wenn die
Kinder 4 oder 5 sind. Jüngeren Kindern traue ich solche
Argumente noch nicht zu, besonders in der Trotzphase.

  1. Lass dich ueberraschen.
  2. Trotzphase ist eine Phase, in der Kinder gelegentlich trotzen. Dazwischen - und das ist die meiste Zeit - haben sie lichte Momente. Man kann mit ihnen reden, ehrlich!

Das werde ich zu gegebener Zeit berücksichtigen. Nur möchte
ich nicht alle Regeln oder Verbote mit meinem Kind
ausdiskutieren, das noch nicht mal alleine auf die Toilette
gehen kann. Erklären: ja, ich möchte ebenfalls immer wissen,
wieso etwas gerade so ist, um besser zu verstehen und später
jemand anderem erklären zu können.

Nicht jedesmal, stimmt. Aber ein „Nein.“ tut’s auch. Was kann ein Klaps was ein Nein nicht kann?

Es mag Sachen geben, die zu diskutieren sind. Hast du
vielleicht ein Beispiel dafür?
Andere Sachen widerrum, besonders gefährliche, kann ich mit
einem kleinen Kind nicht ausdiskutieren.

Aber erklaeren. Oder ohne Gewalt verbieten. Man kann zum Beispiel mit einem Dreijaehrigen seine Kleidung diskutieren. Was passend fuer welche Gelegenheit ist (nicht das neue T-shirt, wenn du mit Farben und Klebstoff arbeitest! - Darf man den Pudding vor dem Gemuese essen? Hab ich mit meinem einmal ausdiskutiert, da war er drei. Er hat den Pudding als erstes verdrueckt und den Spinat hinterher. Warum nicht?)

Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte nicht sagen, dass
Kinder auf jeden Fall geschlagen gehören, sondern ich möchte
es als letztes Mittel der Erziehung nicht ausschließen. Wenn
ein Kind die Katze zu sehr ärgert, wird diese auch nicht
anfangen und diskutieren. Und ein gekratztes Kind ärgert die
Katze sicher nicht mehr.

Oder raecht sich an der Katze bei sich bietender Gelegenheit und ein gutes Verhaeltnis ist danach nur schwer wiederherzustellen.

Ganz oben schreibst du:

Ich möchte versuchen, nicht mit voller Wucht zuzuschlagen, so
daß ernsthafte Verletzungen hoffentlich ausbleiben. Ich möchte
auch nicht verstanden werden, dass es für mich eine Quote
gibt. Manche Kinder sind ruhig und andere müssen öfters
„gebremst“ werden.

Es gibt viele andere Methoden zu bremsen, bei denen das Kind nicht lernt: wenn’s nicht mehr anders geht, wird zugehauen! Gewalt ist immer eine Loesung am Ende!
Und, entschuldige, aber wenn du schreibst „ich moechte versuchen, nicht mit voller Wucht zuzuschlagen“ und "dass ernsthafte Verletzungen hoffentlich ausbleiben, da dreht’s mir den Magen um. Dann lieber gar nicht schlagen, dann gibt es auch die kleinste Moeglichkeit nicht.

Gruesse, Elke

Gruß

Marcus

3 „Gefällt mir“

Naja
Hallo Marcus,

Nein, mein Kind muß kein Abitur machen. Lieber einen guten
Realschulabschluss als ein 3er Abi.

So etwas ähnliches dachte ich mir vor 18 Jahren auch :wink:

Ich möchte versuchen,

VERSUCHEN?!?!?!

nicht mit voller Wucht zuzuschlagen, so
daß ernsthafte Verletzungen hoffentlich

HOFFENTLICH?!?!?!

ausbleiben.

Aber Du kalkulierst Das Rikiso bewusst ein?!
Das halte ich für (mal ganz gebremst gesagt) äußertst gefährlich und fragwürdig!

Ich möchte
auch nicht verstanden werden, dass es für mich eine Quote
gibt. Manche Kinder sind ruhig und andere müssen öfters
„gebremst“ werden.

Ich bremse meinen Sohn dauernd (momentan macht es auf mich zumindest den Anschein). Aber wieso schlagen?

Ein Freund von mir hat mit 6 Jahren auch eine solche
Steckdosensicherung mit einem Schraubenzieher überwinden
können. Es ist zum Glück nichts passiert. Den Schraubenzieher
hat er mit einer Leiter aus dem oben im Regal abgestellten
Werkzeugkoffer geholt.

  1. Werkzeugkoffer kann man abschließen.

  2. Einem 6-Jährigen kann ich erklären wie und warum Steckdoesen gefährlich sind!

Ich halte von Computer und Fernsehen im Kindergarten alter
nichts.

Naja, mein Sohn hat so alle 6 - 8 Wochen mal den Bedarf, sich an meinen Compi zu setzen - für 30 - 45 Minuten.
Und er sieht auch fern!

Ich glaube nicht, dass die richtige Dosis in irgendeiner Form Schaden anrichten kann!
Aber das ist ein anderes Thema…

Meinen ersten Computer habe ich mit 14 bekommen und
kann trotzdem sehr gut damit umgehen.

Meinen hatte ich sogar erst mit 15 - allerdings gab es damals auch noch keine…

Kinder im
Kindergartenalter sollen Fahrrad fahren, im Sand spielen,
toben und ihre Phantasie benutzen. Fernsehen können sie später
noch genug.

Und wenn ein Kind mal keine Lust hat, im Sand zu toben oder Rad zu fahren?

Du räumst ein, dass deine Kinder sich nicht an das Verbot
halten, ansonsten müßtest du den Computer nicht sichern.

MOMENT! Ja, mein Kind hält sich nicht an jedes Verbot (tue ich übrigens auch nicht) - NEIN: Ich muss meinen Rechner nicht sichern. Ich wollte nur die Möglichkeit ansprechen!

Mir
sind nicht alle Möglichkeiten bekannt, einen Computer
Kindersicher zu machen. Ich will, dass meine Kinder nicht
rangehen. Basta!

Meiner geht nicht ran - die unbändige Neugier habe ich befriedigt, indem ich mich gelegentlich mit ihm davor setzte! Mittlerweile darf er auch alleine dran - wenn ich dabei bin!

An so etwas habe ich noch nicht gedacht. Klappt das? Bei
meinen Eltern wurde nämlich eigentlich auch nur im
Esszimmer gegessen…

Eigentlich klappt das! Man muss sein Kind halt nur gelegentlich dran erinnern :wink:

Das weiß ich nicht mehr, ich vermute er war aus, aber noch
warm oder ich saß auf der Arbeitsplatte neben meiner Mutter
die gekocht hat.

So warm, dass Du Dich verletzt hast? Oder nur so warm, dass Du wusstest, es ist besser, das in Zukunft zu lassen?!

Das werde ich zu gegebener Zeit berücksichtigen. Nur möchte
ich nicht alle Regeln oder Verbote mit meinem Kind
ausdiskutieren, das noch nicht mal alleine auf die Toilette
gehen kann. Erklären: ja, ich möchte ebenfalls immer wissen,
wieso etwas gerade so ist, um besser zu verstehen und später
jemand anderem erklären zu können.

Ich denke, dass die Diskussionen eh erst etwas später anfangen! Soweit Du begründend erklärst, wirst Du aber zumindest meistens Erfolg haben!

Es mag Sachen geben, die zu diskutieren sind. Hast du
vielleicht ein Beispiel dafür?

Meist sind es Lapalien. Wenn ich meinem Kind sage, er soll nach dem Sandmännchen den Fernseher ausschalte, er mich dann darauf aufmerksam macht, dass es sinnvoller sei, wenn er auf die Nachrichten (die Papa ja ganz sicher sehen will) umschaltet, z B.

Kinder haben eine meist sehr einfach gestrickte Logik - Erwachsene denken häufig etwas zu kompliziert!

Andere Sachen widerrum, besonders gefährliche, kann ich mit
einem kleinen Kind nicht ausdiskutieren.

Nein - aber erklären! Und dazu bist Du doch bereit

ein Kind die Katze zu sehr ärgert, wird diese auch nicht
anfangen und diskutieren. Und ein gekratztes Kind ärgert die
Katze sicher nicht mehr.

Ich könnte jetzt böse sein und folgendes schreiben:
Wenn Du Dich auf das intellektuelle Niveau einer Katze begibst, dann bitte!

Da Du jedoch zu den Leuten hier gehörst, die durchaus zu einer vernünftigen Diskussion im Stande sind, lasse ich das zwar stehen, richte es aber nicht an Dich!

Menschen unterscheiden sich doch gerade durch ihre Intelligenz von Tieren! Tiere handeln ausschließlich instinktiv!

Grüße
Guido

Alle Gefahren beseitigen?
Hallo Guido,

Steckdosen gehören gesichert! Es ist eigentlich schade, dass
man sich diese Pfennig… sorry: Cent-Artikel hier in
Deutschland kaufen muss - in nicht wenigen Ländern bekommst Du
fast keine ungesicherten Steckdosen mehr!

…aber die Wohnung vernünftig sichern! Das kannst Du nicht
nur, das musst Du sogar (meine Meinung!)

sicherlich muß man seine Wohnung kindersicher gestalten, aber man kann ein Kind nicht vor allen Gefahren schützen. Ein Kleinkind kann man vielleicht noch Tag und Nacht beaufsichtigen, aber früher oder später muß man damit anfangen, dem Kind beizubringen, dass die Welt gefährlich ist, warum also nicht früher? Solange sich das Kind nicht ernsthaft verletzt, ist es sicher ganz lehrreich, wenn es erfährt, das eine heiße Herdplatte wirklich weh tut, andere Gefahren lassen sich aber nicht in abgeschwächter Form gefahrlos erfahren.

Mit welchen Methoden man einem Kind beizubringen versucht, dass es Tabus gibt, die auch ihren Grund haben, auch wenn das Kind den jetzt nicht versteht, muß dann jeder für sich selbst herausfinden. Es gibt sicher einige Formen der Erziehung, bei denen ein gesellschaftlicher Konsenz besteht, dass es sich dabei um Gewalt handelt (Prügel, nicht Klapse, sind eindeutig eine Körperverletzung), bei anderen (körperlichen wie seelischen) kann man endlos darüber streiten, dann sollte man vielleicht auch fremde Ansichten einfach respektieren.

Grüße

Bianca

Hallo Marcus,

Nein, mein Kind muß kein Abitur machen. Lieber einen guten
Realschulabschluss als ein 3er Abi.

So etwas ähnliches dachte ich mir vor 18 Jahren auch :wink:

Genau wie ich. Aber ich kann stolz von mir behaupten, die im letzten Posting angesprochenen Dinge zu beherrschen.

Ich möchte versuchen,

VERSUCHEN?!?!?!

*räusper* Wir kleinen Choleriker lassen uns manchmal gerne reizen. Meine Ex-Babysitter-Kinder (inzwischen zu groß) haben das recht gut beherrscht. Mama sagt: Marcus ist der Boss wenn ich nicht da bin. Und wenn dann irgendwas nicht passt werden alle meine Regeln in Frage gestellt mit der Begründung „bei der Mama dürfen wir das auch“. Da könnte ich dann… hab mich aber immer beherrschen können.

nicht mit voller Wucht zuzuschlagen, so
daß ernsthafte Verletzungen hoffentlich

HOFFENTLICH?!?!?!

Ich habe bisher nur 1x ein Kind geklappst und ich hoffe die Reizfähigkeit wird mit dem Alter geringer.

ausbleiben.

Aber Du kalkulierst Das Rikiso bewusst ein?!
Das halte ich für (mal ganz gebremst gesagt) äußertst
gefährlich und fragwürdig!

Ich möchte niemanden verletzen.

Ich möchte
auch nicht verstanden werden, dass es für mich eine Quote
gibt. Manche Kinder sind ruhig und andere müssen öfters
„gebremst“ werden.

Ich bremse meinen Sohn dauernd (momentan macht es auf mich
zumindest den Anschein). Aber wieso schlagen?

Wenn alle Bemühungen vorher nicht fruchten…

Ein Freund von mir hat mit 6 Jahren auch eine solche
Steckdosensicherung mit einem Schraubenzieher überwinden
können. Es ist zum Glück nichts passiert. Den Schraubenzieher
hat er mit einer Leiter aus dem oben im Regal abgestellten
Werkzeugkoffer geholt.

  1. Werkzeugkoffer kann man abschließen.

  2. Einem 6-Jährigen kann ich erklären wie und warum
    Steckdoesen gefährlich sind!

Neugier. Ich bin nie auf die Idee gekommen, das zu versuchen. Meine Eltern haben gesagt ich darf nicht und ich hab’s nicht gemacht.

Ich halte von Computer und Fernsehen im Kindergarten alter
nichts.

Naja, mein Sohn hat so alle 6 - 8 Wochen mal den Bedarf, sich
an meinen Compi zu setzen - für 30 - 45 Minuten.
Und er sieht auch fern!

Ich glaube nicht, dass die richtige Dosis in irgendeiner Form
Schaden anrichten kann!
Aber das ist ein anderes Thema…

Sandmännchen halte ich für ok, aber nicht jeden Tag. Wenn sie größer sind auf Sendung mit der Maus. Keine Power Rangers, keine Teletubbies oder sonst irgendwelcher Müll.

Meinen ersten Computer habe ich mit 14 bekommen und
kann trotzdem sehr gut damit umgehen.

Meinen hatte ich sogar erst mit 15 - allerdings gab es damals
auch noch keine…

Kinder im
Kindergartenalter sollen Fahrrad fahren, im Sand spielen,
toben und ihre Phantasie benutzen. Fernsehen können sie später
noch genug.

Und wenn ein Kind mal keine Lust hat, im Sand zu toben oder
Rad zu fahren?

Ich fand Benjamin Blümchen ganz toll. Dann gibt es Kinder-Musikkasetten oder heute CDs. Mit Lego oder Bausteinen kann man auch spielen. Ich weiß noch wenn ich früher Fern gesehen habe und die Sendung war vorbei, ich konnte erst mal an nichts anderes denken als das was ich gesehen hatte. Für 15-20 Minuten war ich zu nichts in der Lage. Wenn die Kinder in die Schule gehen, kann ich Fernsehen nicht mehr verhindern… das wäre jetzt aber irgendwie off Topic…

Du räumst ein, dass deine Kinder sich nicht an das Verbot
halten, ansonsten müßtest du den Computer nicht sichern.

MOMENT! Ja, mein Kind hält sich nicht an jedes Verbot (tue ich
übrigens auch nicht) - NEIN: Ich muss meinen Rechner nicht
sichern. Ich wollte nur die Möglichkeit ansprechen!

Natürlich halten Kinder sich nicht an jedes Verbot. Du tust es nicht und ich tue es auch nicht.

Mir
sind nicht alle Möglichkeiten bekannt, einen Computer
Kindersicher zu machen. Ich will, dass meine Kinder nicht
rangehen. Basta!

Meiner geht nicht ran - die unbändige Neugier habe ich
befriedigt, indem ich mich gelegentlich mit ihm davor setzte!
Mittlerweile darf er auch alleine dran - wenn ich dabei bin!

Wenn das Kind in die Schule kommt: gerne. Vorher: Papa zuschauen: ok; selbst: Tabu!

An so etwas habe ich noch nicht gedacht. Klappt das? Bei
meinen Eltern wurde nämlich eigentlich auch nur im
Esszimmer gegessen…

Eigentlich klappt das! Man muss sein Kind halt nur
gelegentlich dran erinnern :wink:

Also. Das wäre aber auch keine Sache, wegen der ich jemanden schlagen würde.

Das weiß ich nicht mehr, ich vermute er war aus, aber noch
warm oder ich saß auf der Arbeitsplatte neben meiner Mutter
die gekocht hat.

So warm, dass Du Dich verletzt hast? Oder nur so warm, dass Du
wusstest, es ist besser, das in Zukunft zu lassen?!

Man sagte mir, ich hätte geweint. Muß wohl noch recht heiß gewesen sein. These: Mama hat Kartoffeln gekocht und schüttet sie ab. Gelegenheit ist da. Dumm für mich.

Es mag Sachen geben, die zu diskutieren sind. Hast du
vielleicht ein Beispiel dafür?

Meist sind es Lapalien. Wenn ich meinem Kind sage, er soll
nach dem Sandmännchen den Fernseher ausschalte, er mich dann
darauf aufmerksam macht, dass es sinnvoller sei, wenn er auf
die Nachrichten (die Papa ja ganz sicher sehen will)
umschaltet, z B.

Das wollte ich früher auch machen. In der ARD kam früher Sandmännchen um halb 7 (glaube ich). Danach kam Werbung und dann „Hessen heute“. Zu gerne haben mein Bruder und ich das Ausschalten rausgezögert um noch „Onkel Otto“, die Werbefigur des HR zu sehen. Auch keine Schlag-Situation.

Kinder haben eine meist sehr einfach gestrickte Logik -
Erwachsene denken häufig etwas zu kompliziert!

Andere Sachen widerrum, besonders gefährliche, kann ich mit
einem kleinen Kind nicht ausdiskutieren.

Nein - aber erklären! Und dazu bist Du doch bereit

Ja, in Maßen.

ein Kind die Katze zu sehr ärgert, wird diese auch nicht
anfangen und diskutieren. Und ein gekratztes Kind ärgert die
Katze sicher nicht mehr.

Ich könnte jetzt böse sein und folgendes schreiben:
Wenn Du Dich auf das intellektuelle Niveau einer Katze
begibst, dann bitte!

Nein, ich begebe mich nicht auf das Niveau der Katze sondern auf das Niveau des Kindes. (Kleinkindalter bis 2) Tust du mir weh, tu ich dir weh.

Da Du jedoch zu den Leuten hier gehörst, die durchaus zu einer
vernünftigen Diskussion im Stande sind, lasse ich das zwar
stehen, richte es aber nicht an Dich!

Das will ich doch hoffen!

Gruß

Marcus

Hi!

Ein Freund von mir hat mit 6 Jahren auch eine solche
Steckdosensicherung mit einem Schraubenzieher überwinden
können. Es ist zum Glück nichts passiert. Den Schraubenzieher
hat er mit einer Leiter aus dem oben im Regal abgestellten
Werkzeugkoffer geholt.

Steckdosensicherungen sind fuer Krabbelkinder bis etwa 4,5.
Ein Sechsjaehriger, kann sie austricksen. Ein Sechsjaehriger,
der weiss, wenn mich Mama/Papa sieht, krieg ich auf die
Finger, macht es heimlich. Ein Sechsjaehriger, der weiss, was
Elektrizitaet vermag [innerhalb seines Verstaendnisses], der
oefter mal unter Aufsicht mit Schraubenzieher und anderen
WErkzeugen umgehen darf, wird es mit groesserer
Wahrscheinlichkeit bleiben lassen, als der, der nur weiss,
„ich darf das nicht“ [ob nun mit oder ohne Schlaege zur
Untermauerung].

Er war neugierig, ich gehe davon aus, dass seine Eltern ihm erklärt haben, warum er nicht mit Gegenständen in die Steckdose langen soll.

Du räumst ein, dass deine Kinder sich nicht an das Verbot
halten, ansonsten müßtest du den Computer nicht sichern. Mir
sind nicht alle Möglichkeiten bekannt, einen Computer
Kindersicher zu machen. Ich will, dass meine Kinder nicht
rangehen. Basta!

Fein, dann stell ihn in ein anderes Zimmer. Aber glaub nicht,
dass ein paar Klapse (ob nun mit Schmerz oder ohne …) einen
neugierigen Zwerg dann davon abhalten.

Ist ein blödes Thema… so lange nichts passiert, ok. Wenn doch, gibt’s Ärger.

Das weiß ich nicht mehr, ich vermute er war aus, aber noch
warm oder ich saß auf der Arbeitsplatte neben meiner Mutter
die gekocht hat.

Wenn man kocht mit Kind nebendran, dann muss man besonders gut
aufpassen. Wenn das Kind dann grapscht, kommt es runter.

Ich behaupte, dass ich so schlau war den passenden Moment abzuwarten.

Natuerlich kann das passieren, aber ich sehe immer noch nicht,
wie das durch Klapse verhindert werden soll. Entweder man
klappst in diesem Moment - dann haette es auch ein an der Hand
nehmen und wegfuehren getan - oder man klappst jedesmal, wenn
das Kind an den Herd will, dann heisst das aber nicht, dass
das Kind es beim naechsten Mal nicht wieder probiert. Aber
ein Kind, das „heiss“ gelernt hat (und gefuehlt hat: zum
Beispiel, wenn man einen Kuchen aus dem Ofen holt und einem da
die Hitze entgegenschlaegt), wird’s wahrscheinlich nicht
machen (es gibt keine Garantie, auch bei Klapsen nicht).

Wenn sich das Kind verbrannt hat/in den Bach gefallen ist/vom Hund gebissen wurde hat es seine Strafe bereits abgeholt. Wahrscheinlich ist man in allen 3 Fällen eh froh, wenn nichts ernsthaftes passiert ist.

Nein, ich habe noch keine Kinder. Ich gebe dir Recht wenn die
Kinder 4 oder 5 sind. Jüngeren Kindern traue ich solche
Argumente noch nicht zu, besonders in der Trotzphase.

  1. Lass dich ueberraschen.
  2. Trotzphase ist eine Phase, in der Kinder
    gelegentlich trotzen. Dazwischen - und das ist die
    meiste Zeit - haben sie lichte Momente. Man kann mit ihnen
    reden, ehrlich!

Mir ist ein besseres Beispiel eingefallen. Kind ist schon etwas älter. Will etwas haben und fängt an zu quängeln oder will etwas nicht und jammert oder heult (das will ich nicht weinen nennen, man weint wg. psychicher oder physischer Schmerzen). Da kann ich weder diskutieren, noch hilft ‚nein‘ sagen. Bevor ich mich dann zur Weißglut treiben lasse und mich nicht mehr kontrollieren kann, gibt’s einen Schlag auf den Po. Das hilft, ich habe es selbst schon erlebt.

Es mag Sachen geben, die zu diskutieren sind. Hast du
vielleicht ein Beispiel dafür?
Andere Sachen widerrum, besonders gefährliche, kann ich mit
einem kleinen Kind nicht ausdiskutieren.

Aber erklaeren. Oder ohne Gewalt verbieten. Man kann zum
Beispiel mit einem Dreijaehrigen seine Kleidung diskutieren.
Was passend fuer welche Gelegenheit ist (nicht das neue
T-shirt, wenn du mit Farben und Klebstoff arbeitest! - Darf
man den Pudding vor dem Gemuese essen? Hab ich mit meinem
einmal ausdiskutiert, da war er drei. Er hat den Pudding als
erstes verdrueckt und den Spinat hinterher. Warum nicht?)

Diskutieren deine Kleinen mit 3 wg. ihrer Kleidung? Ich habe das angezogen was Mama mir hingelegt hat. Zu Kleidern habe ich aber eine andere Einstellung. Was sehr teuer ist, wird nicht angezogen. Was neu ist, ist auch irgendwann mal alt und ich habe mit meiner Waschmaschine bisher alle Flecken die ich Schussel mir zugefügt habe rausbekommen. Kinder sind dazu da, sich schmutzig zu machen(zumindest in Maßen). Das sehe ich als notwendiges Übel bei der benutzung ihrer Phantasie.

Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte nicht sagen, dass
Kinder auf jeden Fall geschlagen gehören, sondern ich möchte
es als letztes Mittel der Erziehung nicht ausschließen. Wenn
ein Kind die Katze zu sehr ärgert, wird diese auch nicht
anfangen und diskutieren. Und ein gekratztes Kind ärgert die
Katze sicher nicht mehr.

Oder raecht sich an der Katze bei sich bietender Gelegenheit
und ein gutes Verhaeltnis ist danach nur schwer
wiederherzustellen.

Das ist dann des Kindes Problem, die Rache der Katze wird auch nicht auf sich warten lassen und Katzen sind brutaler als Kinder.

Ganz oben schreibst du:

Ich möchte versuchen, nicht mit voller Wucht zuzuschlagen, so
daß ernsthafte Verletzungen hoffentlich ausbleiben. Ich möchte
auch nicht verstanden werden, dass es für mich eine Quote
gibt. Manche Kinder sind ruhig und andere müssen öfters
„gebremst“ werden.

Es gibt viele andere Methoden zu bremsen, bei denen das Kind
nicht lernt: wenn’s nicht mehr anders geht, wird zugehauen!
Gewalt ist immer eine Loesung am Ende!
Und, entschuldige, aber wenn du schreibst „ich moechte
versuchen, nicht mit voller Wucht zuzuschlagen“ und "dass
ernsthafte Verletzungen hoffentlich ausbleiben, da
dreht’s mir den Magen um.

Ich habe in meiner Antwort an Guido näheres dazu geschrieben. Bisher habe ich mich in zahlreichen Gelegenheiten immer unter Kontrolle gehabt. Ich würde nur diese Art der Erziehung in Extremfällen nicht ausschließen. Aber: Ich kann mich an 1-2x erinnern, dass mein Vater mich geschlagen hätte. Sehr wahrscheinlich wird mein Teil der Erziehung sich auf die Feierabende und Wochenenden beschränken, was die in Frage kommenden Situationen minimiert.

Gruß

Marcus

Ähm - hast Du etwas mehr von mir gelesen?
Hallo Bianca,

sicherlich muß man seine Wohnung kindersicher gestalten, aber
man kann ein Kind nicht vor allen Gefahren schützen. Ein
Kleinkind kann man vielleicht noch Tag und Nacht
beaufsichtigen, aber früher oder später muß man damit
anfangen, dem Kind beizubringen, dass die Welt gefährlich ist,
warum also nicht früher? Solange sich das Kind nicht ernsthaft
verletzt, ist es sicher ganz lehrreich, wenn es erfährt, das
eine heiße Herdplatte wirklich weh tut, andere Gefahren lassen
sich aber nicht in abgeschwächter Form gefahrlos erfahren.

Dazu habe ich bereits Stellung bezogen. Trotzdem:
Und weil sich andere Dinge nicht gefahrlos erfahren lassen (nenne mir EIN Beispiel!), hau ich mal kurz drauf und gut ist?!

Mit welchen Methoden man einem Kind beizubringen versucht,
dass es Tabus gibt, die auch ihren Grund haben, auch wenn das
Kind den jetzt nicht versteht, muß dann jeder für sich selbst
herausfinden. Es gibt sicher einige Formen der Erziehung, bei
denen ein gesellschaftlicher Konsenz besteht, dass es sich
dabei um Gewalt handelt (Prügel, nicht Klapse, sind eindeutig
eine Körperverletzung), bei anderen (körperlichen wie
seelischen) kann man endlos darüber streiten, dann sollte man
vielleicht auch fremde Ansichten einfach respektieren.

Jetzt benutze ich mal das Lieblingswort meines Sohns: WARUM?
Warum sollte ich etwas akzeptieren (von respektieren rede ich gar nicht erst), was ich für zutiefst falsch halte und das mittlerweile sogar der Gesetzgeber verboten hat?

Ich weiß nicht, inwieweit Du meine Postings zu diesem Thema hier gelesen hast! Nur: Wenn Du sie gelesen hast, dann findest Du viele Argumente gegen Gewalt (auch meine Definition von Gewalt - d.h., eigentlich ist es die vom Duden-Verlag), und irgendwo habe ich auch angemerkt, dass ich den Vorsatz der Erziehungsmethodik verachte, der Schläge beinhaltet! Wenn es mal passiert… - es soll Menschen geben, die Ihre Grenzbeherrschung halt nicht so gut unter Kontrolle haben (ich auch - aber ich benutze lieber einen Sandsack, wenn ich die physische Form der Weißglut erreicht habe)

Ich sagte schon, das Du Argumente gegen Gewalt findest - meine Kernfrage ist und bleibt dennoch unbeantwortet!

Grüße
guido

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Huch…
Hallo Marcus,

*räusper* Wir kleinen Choleriker lassen uns manchmal gerne
reizen. Meine Ex-Babysitter-Kinder (inzwischen zu groß) haben
das recht gut beherrscht. Mama sagt: Marcus ist der Boss wenn
ich nicht da bin. Und wenn dann irgendwas nicht passt werden
alle meine Regeln in Frage gestellt mit der Begründung „bei
der Mama dürfen wir das auch“. Da könnte ich dann… hab mich
aber immer beherrschen können.

…und die Situation auch so gemeistert…

Ich möchte niemanden verletzen.

Gaaanz einfache Lösung: Dann lass es einfach! ;-b

Wenn alle Bemühungen vorher nicht fruchten…

…lasse ich mir ein paar neue einfallen

Neugier. Ich bin nie auf die Idee gekommen, das zu versuchen.
Meine Eltern haben gesagt ich darf nicht und ich hab’s nicht
gemacht.

Als ich Kind war, gab es noch keine Steckdosensicherungen! Da ich aus einer traditionsrechen Famile von Elektrikern stamme (Großvater, Vater, Bruder -> und ab nächster Woche auch noch mein Patenneffe), musste ich mit drei Jahren dann doch auch mal versuchen, was an Steckdosen so interessant ist. Ich habe mich (zum Glück nur) verbrannt. Diese Narbe kann ich heute recht einfach meinem Sohn zeigen, wenn er mich fragt, warum er das nicht darf (obgleich er diese Sache begriffen hat).
Nein, das ist jetzt keine Aufforderung and Dich, mal mit einem Stahlstift in der Steckdose zu bohren - aber glaube mir, dass Du erfinderisch wirst!

Ich fand Benjamin Blümchen ganz toll. Dann gibt es
Kinder-Musikkasetten oder heute CDs. Mit Lego oder Bausteinen
kann man auch spielen.

Einige Entwicklungspsychologen halten Lego für gnadenlos phantasiearm! Ich persönlich halte das für Blödsinn. Aber manchmal hat ein Kind nun mal auf all diese Sachen keine Lust, sondern will ads Besondere (und da TV und Compi nur ab und zu mal drin sind, sind diese Sachen etwas besonderes!).

Ich weiß noch wenn ich früher Fern
gesehen habe und die Sendung war vorbei, ich konnte erst mal
an nichts anderes denken als das was ich gesehen hatte. Für
15-20 Minuten war ich zu nichts in der Lage.

Richtig! Deshalb sollte man als Elternteil auch unbedingt mit seinem Kind fernsehen und das dort gesehene anschließend auch mit seinem kind verarbeiten!

Wenn das Kind in die Schule kommt: gerne. Vorher: Papa
zuschauen: ok; selbst: Tabu!

Du machst hier einen Schnitt von einem Tag? Wieso soll mein Kind nicht mit der Maus malen, ausmalen, etc.?

Also. Das wäre aber auch keine Sache, wegen der ich jemanden
schlagen würde.

OK - schimpfen würde ich dann auch (wenn meinem Sohn das passiert, was mir gestern abend mit meinem Getränk passiert ist - zum Glück hat er geschlafen!).

Man sagte mir, ich hätte geweint. Muß wohl noch recht heiß
gewesen sein. These: Mama hat Kartoffeln gekocht und schüttet
sie ab. Gelegenheit ist da. Dumm für mich.

Naja - aber da kann man doch drauf achten, mensch!

Das wollte ich früher auch machen. In der ARD kam früher
Sandmännchen um halb 7 (glaube ich). Danach kam Werbung und
dann „Hessen heute“. Zu gerne haben mein Bruder und ich das
Ausschalten rausgezögert um noch „Onkel Otto“, die Werbefigur
des HR zu sehen. Auch keine Schlag-Situation.

Ich wollte ja auch nur erläutern, dass auch kleine Kinder argumentieren können!

Nein, ich begebe mich nicht auf das Niveau der Katze sondern
auf das Niveau des Kindes. (Kleinkindalter bis 2) Tust du mir
weh, tu ich dir weh.

Du solltest als Erwachsener aber schon etwas weiter sein :smile:

Grüße
Guido

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Hallo!

Er war neugierig, ich gehe davon aus, dass seine Eltern ihm
erklärt haben, warum er nicht mit Gegenständen in die
Steckdose langen soll.
Ist ein blödes Thema… so lange nichts passiert, ok. Wenn
doch, gibt’s Ärger.

Ich behaupte, dass ich so schlau war den passenden Moment
abzuwarten.

Wenn sich das Kind verbrannt hat/in den Bach gefallen ist/vom
Hund gebissen wurde hat es seine Strafe bereits abgeholt.
Wahrscheinlich ist man in allen 3 Fällen eh froh, wenn nichts
ernsthaftes passiert ist.

Du hast aber nirgends drauf geantwortet, wie diese Situationen durch Klapse verhindert worden waeren.

Mir ist ein besseres Beispiel eingefallen. Kind ist schon
etwas älter. Will etwas haben und fängt an zu quängeln oder
will etwas nicht und jammert oder heult (das will ich nicht
weinen nennen, man weint wg. psychicher oder physischer
Schmerzen). Da kann ich weder diskutieren, noch hilft ‚nein‘
sagen. Bevor ich mich dann zur Weißglut treiben lasse und mich
nicht mehr kontrollieren kann, gibt’s einen Schlag auf den Po.
Das hilft, ich habe es selbst schon erlebt.

Aber Weggehen, Wegschicken usw. hilft auch. Aber es ist anstrengender und nerviger als ein Klaps.

Diskutieren deine Kleinen mit 3 wg. ihrer Kleidung? Ich habe
das angezogen was Mama mir hingelegt hat. Zu Kleidern habe ich
aber eine andere Einstellung. Was sehr teuer ist, wird nicht
angezogen. Was neu ist, ist auch irgendwann mal alt und ich
habe mit meiner Waschmaschine bisher alle Flecken die ich
Schussel mir zugefügt habe rausbekommen. Kinder sind dazu da,
sich schmutzig zu machen(zumindest in Maßen). Das sehe ich als
notwendiges Übel bei der benutzung ihrer Phantasie.

Nicht regelmaessig, aber das ist mir halt von damals noch eingefallen. Er hat zum Geburtstag eine T-shirt bekommen, dass ihm SEHR gefallen hat und er am liebsten dauernd angezogen haette. Was heisst: was sehr teuer ist, wird nicht angezogen? Wenn die Oma was Teures schenkt, zieht man das schon mal an bevor es sich auswaechst, aber halt nicht, wenn man grad was wirklich Klebriges machen will. Dass es auch sonst mal dreckig werden kann, ist was ganz anderes.

Oder raecht sich an der Katze bei sich bietender Gelegenheit
und ein gutes Verhaeltnis ist danach nur schwer
wiederherzustellen.

Das ist dann des Kindes Problem, die Rache der Katze wird auch
nicht auf sich warten lassen und Katzen sind brutaler als
Kinder.

Ich hab das als Metapher verstanden - ich will mit meinen Kindern ein gutes Verhaeltnis haben (auf Dauer) und nicht, dass sie vor mir Angst haben oder vor meinen Klapsen.

Ich habe in meiner Antwort an Guido näheres dazu geschrieben.
Bisher habe ich mich in zahlreichen Gelegenheiten immer unter
Kontrolle gehabt. Ich würde nur diese Art der Erziehung in
Extremfällen nicht ausschließen. Aber: Ich kann mich an 1-2x
erinnern, dass mein Vater mich geschlagen hätte. Sehr
wahrscheinlich wird mein Teil der Erziehung sich auf die
Feierabende und Wochenenden beschränken, was die in Frage
kommenden Situationen minimiert.

Mhm, da darf sich deine Partnerin aber freuen. Mit diesen Saetzen unterminierst du dein gesamte Argumentation.

Gruesse, Elke

Hallo Guido,

sicher habe ich etwas mehr von Dir gelesen, auch Deine Definition von Gewalt. Vielleicht hättest Du aber mein Posting etwas genauer lesen sollen.

  1. Ich billige keine Gewalt in der Erziehung, ich bin mir lediglich nicht sooo unendlich sicher wie Du, dass meine Vorstellung davon, was zur Gewalt gehört, unangreifbar ist. Auch Deine Definition greift da etwas kurz, seelische/psychische Gewalt gibt es nach dieser Definition nicht. Ich kann also ruhig tagelang nicht mit meinem Kind reden, das ist dann in Ordnung, oder wie?

  2. Ich habe bewußt dieses Zitat herausgegriffen, muß ich auf alle Deine Postings antworten? Ob für mich ein Klaps Gewalt ist, spielt auch keine Rolle, es wurden hier bereits genug Argumente dafür und auch dagegen angeführt. Ich wollte lediglich sagen, dass man auch mal darüber nachdenken muß, ob die eigenen Ansichten Fakten, oder eben Ansichten sind.
    Wenn ein Kind wiederholt geschlagen, also geprügelt wird, ist das zweifelsohne Gewalt. Wenn ich einem Kind einen leichten Klaps gebe, kann man darüber streiten. Wenn ich mein Kind fest am Arm packe, und es von dem fahrenden Auto wegziehe, vor das es gerade fast gelaufen wäre, ist das dann Gewalt? Im Sinne Der von Dir angeführten Definition bin ich dann eindeutig jemand, der Gewalt in der Erziehung einsetzt. Was Du denkst, ist nicht automatisch allgemeingültig, also höre auf, Leute zu diffamieren, die eine andere Meinung haben (für die z.B. ein Klaps keine Gewalt ist). Es muß nicht Deine Meinung werden, aber Du mußt sie respektieren, das gehört zu einer guten Disskussionskultur.

  3. Wenn ich es meinem Kind nicht erklären kann, haue ich nicht einfach drauf. Ich habe auch keinen konkreten Vorschlag, wie man Kindern beibringen kann, Tabus zu respektieren, aber einfach auf Tabus zu verzichten, ist für mich keine Lösung. Hitze ist eine gut erfahrbare Gefahrenquelle, aber was ist mit der falsch eingeschätzten Geschwindigkeit eines fahrenden Autos? Was ist mit dem Verzehr giftiger Pflanzenteile oder verdorbener Lebensmittel? Es gibt Gefahren, die kann man vielleicht erklären, wenn Dein Kind Dir nicht glaubt, hast Du aber halt Pech, Du kannst nicht beweisen, das Du recht hast und es das wirklich nicht tun sollte.

Viele Grüße

Bianca

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Doch - habe ich eigentlich schon!
Hallo Bianca,

sicher habe ich etwas mehr von Dir gelesen, auch Deine
Definition von Gewalt. Vielleicht hättest Du aber mein Posting
etwas genauer lesen sollen.

Habe ich sehr genau!
Nur: Bis auf die Sache mit dem Respekt habe ich zu allem, was Du angemerkt hast, mindestens einmal Stellung bezogen! Warum also endlos wiederholen?

  1. Ich billige keine Gewalt in der Erziehung, ich bin mir
    lediglich nicht sooo unendlich sicher wie Du, dass meine
    Vorstellung davon, was zur Gewalt gehört, unangreifbar ist.
    Auch Deine Definition greift da etwas kurz,
    seelische/psychische Gewalt gibt es nach dieser Definition
    nicht. Ich kann also ruhig tagelang nicht mit meinem Kind
    reden, das ist dann in Ordnung, oder wie?

Die Tatsache, dass ich psychische Gewalt (die Übrigens laut Duden tatsächlich nicht erwähnt wird - da müsstest Du vielleicht unter Folter nachsehen) nicht erwähnt habe, heißt also automatisch, dass ich meinem Kind seelischen Schaden zufüge?
Ich denke, ich habe oft genug den Versuch einer Erläuterung gemacht, wie ich meinem Kind Grenzen zeige - ganz ohne Gewalt!

  1. Ich habe bewußt dieses Zitat herausgegriffen, muß ich auf
    alle Deine Postings antworten? Ob für mich ein Klaps Gewalt
    ist, spielt auch keine Rolle, es wurden hier bereits genug
    Argumente dafür und auch dagegen angeführt.

Ach ja? Ich habe unglaublich viele Argumente GEGEN den Klaps gelesen - nicht eines dafür! Hast Du vielleicht eins? Aber bitte: Ein Argument! Nicht: Es ist wichtig; es geht nicht ohne; das tut den Eltern ja mehr weh, als den Kindern; die Kinder müssen Respekt lernen; wenn alle anderen Methoden versagen, etc.
Das sind Entschuldigungen - keine Argumente!

Ich wollte
lediglich sagen, dass man auch mal darüber nachdenken muß, ob
die eigenen Ansichten Fakten, oder eben Ansichten sind.

Stimmt! Ich bin voll Deiner Meinung!
Ich kann meine Ansichten begründen und mit Argumenten untermauern. Wenn das ein Schläger (oder nenne ihn Klapser) nicht kann, dann habe ich ein Problem damit, diese Ansichten zu akzeptieren!

Wenn ein Kind wiederholt geschlagen, also geprügelt wird, ist
das zweifelsohne Gewalt. Wenn ich einem Kind einen leichten
Klaps gebe, kann man darüber streiten. Wenn ich mein Kind fest
am Arm packe, und es von dem fahrenden Auto wegziehe, vor das
es gerade fast gelaufen wäre, ist das dann Gewalt?

Natürlich ist das Gewalt! Dass sie dem Kind in diesem Augenblick nur nützt, steht aber außer Frage! Und hättest Du meine Postings gelesen, dann wäre Dir auch folgendes Zitat aufgefallen:

_Stimmt! Es geht um den Vorsatz:
Ich nehme mir vor, meinem Kind Schläge (dazu gehören für mich auch der Klaps, eine Ohrfeige, etc.) zu geben, wenn es nötig ist = fragwürdige Erziehung

Ich schlage mein Kind nicht, sondern verletze es durch anbrüllen und miese Maßnahmen = mindestens ebenso fragwürdig

Mensch - ich kenne Eltern, die ihren jetzt 5-jährigen auch mal einen Klaps gegeben haben (und das heute noch bereuen). So what?

Mir geht es darum, dass es als regelmäßige Erziehungsmethode eingesetzt wird - das verachte ich!_

Wenn ich mein Kind am Arm zurickziehen muss, weil es sonst einer akuten Gefahr ausgesetzt ist, dann unterscheidet sich da etwas! Abgesehen davon, dass tatsächlich ein Bezug zwischen der rückziehenden Bewegung un der Gefahr besteht!

Im Sinne
Der von Dir angeführten Definition bin ich dann eindeutig
jemand, der Gewalt in der Erziehung einsetzt. Was Du denkst,
ist nicht automatisch allgemeingültig,

Sind Gesetze allgemein gültig? Ich denke - zumindest hier in Deutschland - schon!
Und Fakt ist: Es ist gesetzlich schlicht nicht erlaubt!

also höre auf, Leute zu
diffamieren, die eine andere Meinung haben (für die z.B. ein
Klaps keine Gewalt ist).

Wen habe ich diffamiert, der nicht ausdrücklich zugegeben hat, seine Kinder auch mit einem Rohstock zu prügeln, wenn er es denn könnte? Und nach Deiner Erläuterung am Anfang müsstest Du meiner Meinung sein!

Es muß nicht Deine Meinung werden,
aber Du mußt sie respektieren, das gehört zu einer guten
Disskussionskultur.

Nein! Ich kann sie mir anhören, aber ich werde nichts respektieren können, was ich für falsch halte! Was ist daran so schwer zu verstehen?

Ich bringe jetzt mal ein ganz brutales Beispiel (ausdrücklich nur zur Verdeutlichung!!!): Jemand erzählt Dir, dass es richtig war, im dritten Reich Leute zu vergasen.
Auch, wenn es nicht Deiner Meinung entspricht - du respektierst das?!?!?!

Das hat mit Diskussionskultur nichts zu tun!

  1. Wenn ich es meinem Kind nicht erklären kann, haue ich nicht
    einfach drauf. Ich habe auch keinen konkreten Vorschlag, wie
    man Kindern beibringen kann, Tabus zu respektieren, aber
    einfach auf Tabus zu verzichten, ist für mich keine
    Lösung. Hitze ist eine gut erfahrbare Gefahrenquelle, aber was
    ist mit der falsch eingeschätzten Geschwindigkeit eines
    fahrenden Autos?

Hier geht es nicht um das Einschätzen, sondern um die Gefahr des Aufpralls! Den kann man nicht erklären? Mensch, bist Du phantasielos…

Was ist mit dem Verzehr giftiger
Pflanzenteile oder verdorbener Lebensmittel?

Ich kann an einer Pflanze zeigen, was passiert, wenn man sie vergiftet!

Es gibt Gefahren,
die kann man vielleicht erklären, wenn Dein Kind Dir nicht
glaubt, hast Du aber halt Pech, Du kannst nicht beweisen, das
Du recht hast und es das wirklich nicht tun sollte.

Abgesehen davon, dass Du mir diese These erst beweisen musst…

Dann mache ich etwas, was mit der Gefahr in keinstem (ich weiß, dass das Wort so nicht existiert - ich will mich nur sehr klar ausdrücken) Zusammenhang steht, und schlage?!
Diese Logik ist es, die ich nicht verstehe! Und solange kein Argument dafür kommt, habe ich ein Problem damit!

Liebe Grüße
Guido

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Hallo Guido,

Die Tatsache, dass ich psychische Gewalt (die Übrigens laut
Duden tatsächlich nicht erwähnt wird - da müsstest Du
vielleicht unter Folter nachsehen) nicht erwähnt habe, heißt
also automatisch, dass ich meinem Kind seelischen Schaden
zufüge?

Natürlich heißt es das nicht, ich wollte nur aufzeigen, das diese Definition die Frage danach, wo genau Gewalt auffhört, nicht restlos beantwortet.

Ach ja? Ich habe unglaublich viele Argumente GEGEN den Klaps
gelesen - nicht eines dafür! Hast Du vielleicht eins? Aber
bitte: Ein Argument! Nicht: Es ist wichtig; es geht nicht
ohne; das tut den Eltern ja mehr weh, als den Kindern; die
Kinder müssen Respekt lernen; wenn alle anderen Methoden
versagen, etc.
Das sind Entschuldigungen - keine Argumente!

Ein Argument, was genannt wurde, war z.B., das ein Klaps ein deutliches Signal dafür ist, das es den Eltern ernst ist. Kann ja sein, das ein deutliches Nein meist das selbe bewirkt, zumindest bei den Kindern in Deinem Umfeld. Vielleicht brauchen manche Kinder aber auch ein deutlicheres Signal, für den einen ist in diesem Fall ein Klaps dann äußerst brutal, andere finden, dass es viel schlimmer für das Kind ist, ausgeschimpft oder auf sein Zimmer geschickt zu werden. Das ist dann halt die Meinung jedes Einzelnen.

Ehrlich gesagt, sind die Argumente BEIDER Seiten in dieser Disskussion vor allem Behauptungen. Sharon, die ja wirklich eine ganz neutrale Frage hatte, mußte öfter mal nachhacken, bis jemand aus dem Lager der Klapsverurteiler bereit war, die Behauptung „Es geht immer ohne Schläge“ argumentativ zu untermauern.

Stimmt! Es geht um den Vorsatz:
Ich nehme mir vor, meinem Kind Schläge (dazu gehören für mich
auch der Klaps, eine Ohrfeige, etc.) zu geben, wenn es nötig
ist = fragwürdige Erziehung

Darum geht es: Für DICH ist ein Klaps Gewalt, das ist DEINE Meinung, das hast Du in diesem Satz schon ganz richtig erkannt.

Sind Gesetze allgemein gültig? Ich denke - zumindest hier in
Deutschland - schon!
Und Fakt ist: Es ist gesetzlich schlicht nicht erlaubt!

Richtig, Gesetzte sind allgemein gültig, und es ist gesetzlich verboten, Gewalt in der Erziehung einzusetzen. Darum geht es aber hier nicht. (Fast) alle diejenigen, die an dieser Disskussion beteiligt waren, stellen das auch nicht in Frage. Es geht darum, wo Gewalt anfängt. Zeige mir die Stelle im Gesetz, in der eindeutig steht, das ein Klaps Gewalt ist, und ich gebe Dir recht. Und verdrehe die Worte anderer nicht. Definiere als Klaps keinen Schlag mit maximaler Kraft!
Wenn man seine Kraft nicht dosieren könnte, dürfte man ein Kind gar nicht anfassen.

Wen habe ich diffamiert, der nicht ausdrücklich zugegeben hat,
seine Kinder auch mit einem Rohstock zu prügeln, wenn er es
denn könnte? Und nach Deiner Erläuterung am Anfang müsstest Du
meiner Meinung sein!

Markus: „Was aber bei Kindern, meiner Meinung nach, ab und zu mal
angebracht ist, ist der Klaps oder später auch eine Ohrfeige.“

Du Darauf: Na supi! Ich zerschmetter meinem Kind das Trommelfell - braucht es ja eh nicht, da es mir nicht zuhören muss (weil ich ja nicht erkläre, sondern lieber schlage, klapse oder ohrfeige)!

Wenn jemand von einer gelegentlichen Ohrfeige spricht, und Du daraus machst, dass er dem Kind das Trommelfell zerschmettert, und dann auch noch unterstellst, dass er GRUNDSÄTZLICH nie erklärt, sondern NUR schlägt, dann ist das für mich eine Diffamierung, sorry.

Es muß nicht Deine Meinung werden,
aber Du mußt sie respektieren, das gehört zu einer guten
Disskussionskultur.

Nein! Ich kann sie mir anhören, aber ich werde nichts
respektieren können, was ich für falsch halte! Was ist daran
so schwer zu verstehen?

Dann muß ich ja Deine Meinung auch nicht respektieren!

Ich bringe jetzt mal ein ganz brutales Beispiel (ausdrücklich
nur zur Verdeutlichung!!!): Jemand erzählt Dir, dass es
richtig war, im dritten Reich Leute zu vergasen.
Auch, wenn es nicht Deiner Meinung entspricht - du
respektierst das?!?!?!

Nein, diese Meinung wird aber vom Gesetz auch nicht akzeptiert. Es ist verboten, Menschen zu töten, das Gesetz sagt aber nicht (korrigiere mich, wenn ich irre) dass ein Klaps eine Gewaltanwendung darstellt. Letztendlich könnte man einen fließenden Übergang zwischen Streicheln und Klapsen konstruieren.

Hier geht es nicht um das Einschätzen, sondern um die Gefahr
des Aufpralls! Den kann man nicht erklären? Mensch, bist Du
phantasielos…

Ich habe ausdrücklich gesagt, dass man solche Gefahren erklären kann (s.u.). Im Gegensatz zu einer heißen Herdplatte, kann man sie aber nicht so einfach durch Erfahrung vermitteln. Ich kann die Herdplatte genau so heiß werden lassen, dass es dem Kind weh tut, wenn es drauf fasst, es sich aber nicht verbrennen kann. Soll ich dem Kind vielleicht mal probehalber eine giftige Pflanze geben, von der ihm nur schlecht wird? Na gut,wäre eine Möglichkeit. Besser wäre, wenn es mir glaubt, dass es sogar sterben kann, wenn es eine giftige Pflanze isst. Das es das nicht notwendigerweise tut, zeigt das Beispiel mit der Wendeltreppe.
Und zu dem Auto: Dein Kind muß Dir glauben, dass es nicht so gut wie ein Erwachsener in der Lage ist, einzuschätzen, ob es noch vor dem Auto die Straße überqueren kann oder nicht.

Es gibt Gefahren,
die kann man vielleicht erklären, wenn Dein Kind Dir nicht
glaubt, hast Du aber halt Pech, Du kannst nicht beweisen, das
Du recht hast und es das wirklich nicht tun sollte.

Abgesehen davon, dass Du mir diese These erst beweisen
musst…

Dann mache ich etwas, was mit der Gefahr in keinstem (ich
weiß, dass das Wort so nicht existiert - ich will mich nur
sehr klar ausdrücken) Zusammenhang steht, und schlage?!
Diese Logik ist es, die ich nicht verstehe! Und solange kein
Argument dafür kommt, habe ich ein Problem damit!

Das ist vielleicht kein gutes Mittel, kann aber möglicherweise wirken. Man muß dem Kind beibringen, dass die Eltern bestimmte Verbote wirklich ernst meinen. Wie man das macht, muß jedes Elternpaar selbst überlegen. Strafen sind ein mögliches Mittel der Erziehung, das reicht vom Klaps bis zum Fernsehverbot. ALLE diese Massnahmen sind nicht unumstritten, wie diese Disskussion zeigt.
In meinem ersten Posting habe ich mich aber gegen Dein Argument gewandt, dass man alle Gefahrenquellen schlicht beseitigen kann, und dann ja nicht mehr darauf angewiesen ist, dem Kind beizubringen, dass es gewisse Dinge schlicht nicht tun darf.

Viele Grüße

Bianca

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Sharon, die ja wirklich
eine ganz neutrale Frage hatte, mußte öfter mal nachhacken,
bis jemand aus dem Lager der Klapsverurteiler bereit war, die
Behauptung „Es geht immer ohne Schläge“ argumentativ zu
untermauern.

aus dem lager der klapsbefürworter kam trotz nachhakens nichts anderes als „es geht nicht anders“!

Hi Bianca!,

Natürlich heißt es das nicht, ich wollte nur aufzeigen, das
diese Definition die Frage danach, wo genau Gewalt auffhört,
nicht restlos beantwortet.

Nein - sie beantwortet aber Die Frage, wo Gewalt anfängt!

Ein Argument, was genannt wurde, war z.B., das ein Klaps ein
deutliches Signal dafür ist, das es den Eltern ernst ist. Kann
ja sein, das ein deutliches Nein meist das selbe bewirkt,

Meist? Ich behaupte: Immer!! Und solange mir keiner den Gegenbeweis liefern kann, halte ich das für sinnentleert!

zumindest bei den Kindern in Deinem Umfeld.

Das liegt wohl eher an den Eltern!

Vielleicht
brauchen manche Kinder aber auch ein deutlicheres Signal, für
den einen ist in diesem Fall ein Klaps dann äußerst brutal,
andere finden, dass es viel schlimmer für das Kind ist,
ausgeschimpft oder auf sein Zimmer geschickt zu werden.

Man haut also ohne zu schimpfen? Im Schimpfen befindet sich (zumindest bei mir) eine Erklärung!

Ehrlich gesagt, sind die Argumente BEIDER Seiten in dieser
Disskussion vor allem Behauptungen.

Argumente sind grundsätzlich Behauptungen! Einige lasen sich be legen, andere lassen sich wider legen!

Sharon, die ja wirklich
eine ganz neutrale Frage hatte, mußte öfter mal nachhacken,
bis jemand aus dem Lager der Klapsverurteiler bereit war, die
Behauptung „Es geht immer ohne Schläge“ argumentativ zu
untermauern.

Alles klar - jetzt weiß ich wenigstens, wie Du liest! In einer von Sharons Antworten kam, dass ich der Einzige gewesen sei… Und ich bin kein Klapsbefürworter!

Richtig, Gesetzte sind allgemein gültig, und es ist gesetzlich
verboten, Gewalt in der Erziehung einzusetzen. Darum geht es
aber hier nicht. (Fast) alle diejenigen, die an dieser
Disskussion beteiligt waren, stellen das auch nicht in Frage.
Es geht darum, wo Gewalt anfängt. Zeige mir die Stelle im
Gesetz, in der eindeutig steht, das ein Klaps Gewalt ist, und
ich gebe Dir recht. Und verdrehe die Worte anderer nicht.

Das habe ich nicht nötig - im Gegensatz zu anderen Leuten hier!

Definiere als Klaps keinen Schlag mit maximaler Kraft!

Habe ich nicht!

Aber um auf Deine Aufforderung zurück zu kommen… Bittesehr:

BGB § 1631
(2) Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.

Du kannst vieles in Frage stellen, aber dass ein Klaps eine körperliche Bestrafung ist kannst doch selbst Du nicht anzweifeln, oder?

Markus: „Was aber bei Kindern, meiner Meinung nach, ab und zu
mal
angebracht ist, ist der Klaps oder später auch eine
Ohrfeige.“

Du Darauf: Na supi! Ich zerschmetter meinem Kind das
Trommelfell - braucht es ja eh nicht, da es mir nicht zuhören
muss (weil ich ja nicht erkläre, sondern lieber schlage,
klapse oder ohrfeige)!

Schön, dass Du mich zitierst - noch schöner wäre allerdings, wenn Du nicht das Wichtigste (nämlich meine Erklärung hierzu in der nächsten Antwort) verschweigen würdest!

Ich unterstelle Dir mal keine Absicht (dann wäre es nämlich ziemlich billig), sondern nur das, was mir schon einige Male aufgefallen ist: Du liest nicht alles, zumindest nicht richtig!

Dann muß ich ja Deine Meinung auch nicht respektieren!

Habe ich das verlangt?
Nur: Sage mir, was gegen eine Erziehung ohne Schläge spricht!

Nein, diese Meinung wird aber vom Gesetz auch nicht
akzeptiert.

Doch! Wird sie! Wenn das jemand so sagt, wirst Du ein Problem haben, ihn gerichtlich zu belangen!

Zweifelsohne ist da die Aussage im § 1631 BGB sehr viel klarer!

Es ist verboten, Menschen zu töten, das Gesetz
sagt aber nicht (korrigiere mich, wenn ich irre) dass ein
Klaps eine Gewaltanwendung darstellt. Letztendlich könnte man
einen fließenden Übergang zwischen Streicheln und Klapsen
konstruieren.

Ja klar! Streichel Dein Kind, wenn es Mist baut! Entschuldige, aber jetzt wirst Du ganz einfach unglaubwürdig!

Ich habe ausdrücklich gesagt, dass man solche Gefahren
erklären kann

DU hast doch diese Beispiele als unerklärbar gebracht - widersprichst Du Dir vielleicht gerade ein wenig?!

(s.u.). Im Gegensatz zu einer heißen Herdplatte,
kann man sie aber nicht so einfach durch Erfahrung vermitteln.
Ich kann die Herdplatte genau so heiß werden lassen, dass es
dem Kind weh tut, wenn es drauf fasst, es sich aber nicht
verbrennen kann. Soll ich dem Kind vielleicht mal probehalber
eine giftige Pflanze geben, von der ihm nur schlecht wird?

Schön, dass Du meine Antworten ignorierst!

Und zu dem Auto: Dein Kind muß Dir glauben, dass es nicht so
gut wie ein Erwachsener in der Lage ist, einzuschätzen, ob es
noch vor dem Auto die Straße überqueren kann oder nicht.

Ein Kind nimmt die Geschwindigkeit eines Radfahrers - oder noch besser: Eines Hundes - sehr wohl wahr! Die Tatsache, dass es ein Auto als sehr langsam einschätzt, liegt daran, dass sich ein Auto nicht „bewegt“ - es rollt nur!!!
Denke Dir jetzt selbst etwas aus, wie Du es Deinem Kind vielleicht hiermit erklären kannst (bildlich)

Das ist vielleicht kein gutes Mittel, kann aber möglicherweise
wirken. Man muß dem Kind beibringen, dass die Eltern bestimmte
Verbote wirklich ernst meinen. Wie man das macht, muß jedes
Elternpaar selbst überlegen. Strafen sind ein mögliches Mittel
der Erziehung, das reicht vom Klaps bis zum Fernsehverbot.
ALLE diese Massnahmen sind nicht unumstritten, wie diese
Disskussion zeigt.

Einige sind aber verboten!

Grüße
Guido

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Hi,

sicherlich muß man seine Wohnung kindersicher gestalten, aber
man kann ein Kind nicht vor allen Gefahren schützen. Ein
Kleinkind kann man vielleicht noch Tag und Nacht
beaufsichtigen, aber früher oder später muß man damit
anfangen, dem Kind beizubringen, dass die Welt gefährlich ist,
warum also nicht früher? Solange sich das Kind nicht ernsthaft
verletzt, ist es sicher ganz lehrreich, wenn es erfährt, das
eine heiße Herdplatte wirklich weh tut, andere Gefahren lassen
sich aber nicht in abgeschwächter Form gefahrlos erfahren.

ich kenne genug Familien, die genau das geschafft haben: die Wohnung so zu sichern, dass eben nichts passiert. Steckdosen gesichert, vor den Treppen „Gitter“…

Und da werden gewiss keine Gefahren als harmlos dargestellt. Wenn der Herd an ist und das Kind dran will, wird in Ruhe erklärt, warum das nicht geht. Ebenso, wenn man gemeinsam die Treppe runtergeht: Aufpassen, das ist steil, wenn man ausrutscht fällt man.
Man kann Kinder an die „gefährliche“ Welt ranführen, ohne sie zu schlagen und ohne sie in Watte zu packen!

Cess

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schnell gereizt???
Hi,

*räusper* Wir kleinen Choleriker lassen uns manchmal gerne
reizen. Meine Ex-Babysitter-Kinder (inzwischen zu groß) haben
das recht gut beherrscht. Mama sagt: Marcus ist der Boss wenn
ich nicht da bin. Und wenn dann irgendwas nicht passt werden
alle meine Regeln in Frage gestellt mit der Begründung „bei
der Mama dürfen wir das auch“. Da könnte ich dann… hab mich
aber immer beherrschen können.

klar, die testen doch auch nur ihre Grenzen aus. Deswegen hatte ich bei „meinen“ Kindern (ich habe etwa 17 Jahre Erfahrung im regelmäßigen Babysitten hinter mir, tagsüber, abends, über nacht…) nie den Drang, ihnen auf die Finger oder sonswohin zu hauen. Wenn der Spruch kam: „Bei der Mama dürfen wir aber…“ dann habe ich entweder deutlich gesagt: „Ich WEISS, dass es nicht so ist“, oder „Dann können wir die Mama ja nachher fragen - wenn es stimmt, ist es nächstes Mal ok“ - was glaubst Du, wie schnell die ruhig waren, wenn sie wussten, dass Mama ja eigentlich doch Nein gesagt hatte!

Dass die Nerven auch mal blank liegen, ist keine Frage - aber bisher habe ich immer eine Lösung gefunden und es hat mich nie in den Fingern gejuckt! Und ich hoffe, das bleibt auch so, wenn ich dann mal eigene habe!

Grüße,

Cess