Prügel definiert sich durch eine hohe Wiederholfrequenz
einziger Schläge!
Yep!
Hallo Guido,
Ich habe irgendwo unten ein Zitat von Wolfgang ausgegraben, wo
er den Rohrstock vermisst…soviel dazu!
Bei Helena mag Deine Schilderung zutreffend sein!
Bei manchen Kindern, lebensunfähige, verwöhnte und verweichlichte Bälger, mit 3,x durch’s Abitur gerutscht, vermisse ich den manchmal auch.
Was aber bei Kindern, meiner Meinung nach, ab und zu mal
angebracht ist, ist der Klaps oder später auch eine Ohrfeige.Na supi! Ich zerschmetter meinem Kind das Trommelfell -
braucht es ja eh nicht, da es mir nicht zuhören muss (weil ich
ja nicht erkläre, sondern lieber schlage, klapse oder
ohrfeige)!
Gut, dann nenn ich es nicht Ohrfeige sondern Backpfeife. Ich mache so etwas nicht, um ein Kind zu verletzen sondern entgültig anzuzeigen, dass Schluß ist.
Denn: Kinder von bis 6 Jahre sind meiner Meinung nach nicht in
der Lage, über eine Sache sinnvoll zu argumentieren. Wenn ich
eine Regel aufstelle, habe ich mir etwas dabei gedacht. Ein
Grundtrieb des Kindes ist es, diese Regeln zu übertreten und
dann zu versuchen, wie weit es gehen kann. Das sehe ich als
ganz normale Sache. Wenn ein (Klein-)Kind eine meiner Regeln
verletzt, werde ich es mehrmals ermahnen.Schon mal auf die Idee gekommen, einem Kind zu erklären,
warum es diese Regel gibt?
Nochmal: Ich verstehe nicht, wieso ein Klaps nötig sein soll,
wenn es erwiesen auch ohne geht!
Ich ging davon aus, dass Klar ist, dass ich davor schon oft erklärt habe. Aber: Wenn ich 5x erklärt habe, dass etwas nicht gemacht werden darf (Du darfst nicht an die Steckdose, die tut weh). Was soll ich noch erklären? Wenn ich mal Kinder in dem Alter habe, werden meine Erklärungskünste sicherlich noch ausgereifter. Aber: ich kann es nicht riskieren, dass ein Kind sich an einer Steckdose verletzt. Oder was anderes: Der Computer: Der Computer ist für Kinder in dem Alter tabu. Was willst du da erklären? Er ist nicht gefährlich, ich will es einfach nicht. 5x erklärt, 10x gemahnt. Und dann ist er umgeworfen oder Wasser in der Tastatur oder Lego-Männchen im Cd-Rom usw. Das ist aber sicherlich auch ein blödes Beispiel weil ich auch finde dass die früher gern benutzte Taktik „warte bis der Papa nach Hause kommt“ dem erhofften Ergebnis nicht förderlich wird. Du siehst also, dass ich mir die Sache nicht zu einfach machen will.
Faßt das Kind auf
die heiße Herdplatteist das ganz allein Deine Schuld, da Du das Kind so nah an den
Herd hat kommen lassen!
Ich kann meine Kinder doch nicht in Watte packen. Ich hab das damals trotz Küchengatter und „Zaun“ auf dem Herd geschafft. Kinder sind nicht blöd.
Sind die Kinder jetzt älter und man kann mit ihnen
diskutieren, diskutiere ich gerne, wenn etwas zu diskutieren
ist. Will mein 11-jähriges Kind ein Piercing o.ä. werde ich
das verbieten. Ich würde ihm erklären, dass Piercings ungesund
sind usw. An meiner Entscheidung ist in diesem Falle nichts zu
rütteln, auch wenn es sich furchtbar aufregt und rumschreit.
Dann schickt man das Kind auf sein Zimmer und gut ist.Wenn Du erst bei 11-jährigen mit dem Argumentiern anfängst,
wird das Problem entstehen, dass Dein Kind erst etwas lernen
muss, was meins schon mit einem Jahr anfing zu lernen - das
Argumentieren!
Natürlich werde ich auch mit meinen jüngeren Kindern diskutieren, da das eine meiner Lieblingsbeschäftigungen ist. Jüngere Kinder aber müssen noch eher vor sich selbst geschützt werden, weshalb mehr Regeln aufgestellt werden müssen. Bei Älteren besteht durchaus die Möglichkeit, dass man als Eltern nicht alle Vorteile aus Kindersicht abwägen kann. Wenn das Gegenargument nicht XY hat das auch ist, warum sollte ich meine Meinung dann nicht überdenken?
Gruß
Marcus

