Gewaltfreie Kindererziehung

Hallo,
ich habe gerade in einem Boulevardmagazin gehört, dass Kinder neuerdings das verbriefte Recht auf eine gewaltfreie Erziehung haben sollen. Leider wurde in dem Beitrag nicht auf Eintelheiten eingegangen, darum frage ich mich wie das konkret aussehen soll.
Nicht dass das falsch verstanden wird, ich bin auch gegen Gewalt gegen Kinder, aber können Eltern dann neuerdings für den „warnenden Klapps auf’s Windelpaket“ vor Gericht gezerrt werden? Ich fürchte bis sich die Verfahrensweisen dazu eingespielt haben wird dies vermutlich passieren, auch wenn nur um dem gehassten Nachbarn eins reinzuwürgen.

Dirk

Nicht dass das falsch verstanden wird, ich bin auch gegen
Gewalt gegen Kinder, aber können Eltern dann neuerdings für
den „warnenden Klapps auf’s Windelpaket“ vor Gericht gezerrt
werden? Ich fürchte bis sich die Verfahrensweisen dazu
eingespielt haben wird dies vermutlich passieren, auch wenn
nur um dem gehassten Nachbarn eins reinzuwürgen.

Das sicher nicht. Aber Tatsache ist, dass es bis jetzt kein Züchtigungsverbot von Kindern gab. Eltern konnten also nur bei Misshandlung belangt werden. Und da muss schon viel zusammenkommen.
Jetzt kann z.B. gegen den Vater vorgegangen werden, der prophylaktisch abend regelmäßig sein Kind schlägt.

Ciao
Kaj

Jetzt kann z.B. gegen den Vater vorgegangen werden, der
prophylaktisch abend regelmäßig sein Kind schlägt.

Ja, und er Nebeneffekt ist der, wenn ein 11-Jähriger mit einer Schreckschusspistole (oder auch anderen Waffen) auf seinen Vater losgeht, dieser wehrt sich, ist der Vater dran! Der Knirps nicht strafmündig, der Vater erziehungsberechtigt. Oh man, wo soll das hinführen!

Deutschland, armes Land.

Ja, und er Nebeneffekt ist der, wenn ein 11-Jähriger mit einer
Schreckschusspistole (oder auch anderen Waffen) auf seinen
Vater losgeht, dieser wehrt sich, ist der Vater dran! Der
Knirps nicht strafmündig, der Vater erziehungsberechtigt.

dann ist es Notwehr!
Halt mal den Ball flach, es geht um eine Gewaltfreie Erziehung nicht darum das der Klaps auf den hintern mit Gefängnis bestraft wird

Oh man, wo soll das hinführen!

zu Eltern die ihre Kinder im Suff nicht mehr grün und blau schlagen

Deutschland, armes Land.

Stimmt, so ein Gesetz ist wirklich Arm
gruß
Bernd

Und solche Situationen kommen ja auch weitaus häufiger vor als das was von linken Weltverbesserern „Kindesmisshandlung“ genannt wird. Für viele anständige Deutsche ist es doch verständlich, wenn Papa in Ruhe Fußball schauen will und deswegen für Ruhe sorgt, indem er die Blagen mit dem Kopf an den Heizkörper schlägt.

Ich finde, dass insbesondere für Moderatoren gilt: Erst denken, dann schreiben.

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Hi,
gewaltfreie Kindererziehung bedeutet, dass selbst eine Ohrfeige eine strafbare Handlung ist.
Ich möchte das vergleichen mit dem Umgang unter Erwachsenen. Wenn ich mit dem nicht einverstanden bin, was mein Lebenspartner macht oder sagt, dann kann ich ihn nicht schlagen oder körperlich züchtigen. Jeder würde es verstehen, wenn eine Frau ihren Mann anzeigt, weil er sie geschlagen hat.
Das gleich Recht steht Kindern auch zu, und sogar noch mehr. Denn ich betrachte es als beschämend, wenn ein - ja immer - körperlich überlegener Erwachsener ein Kind schlägt.
Merkwürdigerweise hörte bisher das Schlagen und Züchtigen der Kinder in dem Alter auf, in dem diese Kinder den prügelnden Erwachsenen körplich ebenbürtig waren. Das ist doch ein Merkmal, dass hier nur die körperliche Überlegenheit eingesetzt worden ist und nicht eine pädagogische Überlegung.
Es gibt andere pädagogische Mittel, Kinder zu vernünftigen Menschen zu erziehen. Schlagen ist imm ein Zeichen von Versagen und „ich weiss nicht, was ich machen soll“.
Gruß,
Francesco

Ja, und er Nebeneffekt ist der, wenn ein 11-Jähriger mit einer
Schreckschusspistole (oder auch anderen Waffen) auf seinen
Vater losgeht, dieser wehrt sich, ist der Vater dran! Der
Knirps nicht strafmündig, der Vater erziehungsberechtigt. Oh
man, wo soll das hinführen!

Deutschland, armes Land.

Woher hat denn der 11-jährige bitte die Pistole? Tut mir leid, aber wenn ein 11-jähriger sowas tut, gehört der Vater auch dran! Ob er den Jungen nun geschlagen hat oder nicht!!!

Ciao
Kaj

Oooch…

Ich finde, dass insbesondere für Moderatoren gilt: Erst
denken, dann schreiben.

…nicht schon wieder… :wink:)

Auch wieder wahr…

Woher hat denn der 11-jährige bitte die Pistole? Tut mir leid,
aber wenn ein 11-jähriger sowas tut, gehört der Vater auch
dran! Ob er den Jungen nun geschlagen hat oder nicht!!!

…aber es ist kein Problem, an Waffen zu kommen, auch nciht für 11-Jährige. Aer man kann nicht für ALLES die Eltern verantwortlich machen. da kommen viele Faktoren zusammen. Schule, Freizeit, Mileu etc.

Schönes WE
*derwiederarbeitenmuss*

Servus
Reiko

Meine Meinung:

Der Anspruch „gewaltfreie Kindererziehung“ ist blanker Unsinn und ein Widerspruch in sich.

Die einzige Möglichkeit dafür ist gar keine Erziehung, indem man die Kinder tun und lassen lässt, was sie wollen - und die schrecklichen Folgen sind Kinder (Erwachsene) ohne Verantwortungsbewusstsein, ohne Rücksichtnahme auf andere, Menschen, die keine Grenzen kennen und keine einhalten.

Will ich Kinder erziehen, dann muß ich sie zu Dingen bringen und von Dingen überzeugen, die sie von sich aus absolut nicht wollen. Um das zu erreichen, muß ich Druck ausüben und dem Kind beibringen, daß negatives Verhalten negative Konsequenzen nach sich zieht.

Der Druck kann psychischer Natur sein (Schimpfen) oder konkreter Natur sein (Hausarrest, Entzug geliebter Tätigkeiten), in den Augen des Kindes ist das mit Sicherheit auch als Gewalt einzustufen. Insofern ist der Unterschied zu einer Ohrfeige nicht mehr zu erkennen. Es kommt bei solchen Mitteln immer darauf an, daß das Grundvertrauen und die Klarheit der Zuneigung bei allem Streit erhalten bleibt. Ist das der Fall, ist auch die besagte Ohrfeige absolut kein Problem. Ist aber das Grundvertrauen zerstört, dann ist es schon Misshandlung, wenn man das Kind zu früh ins Bett schickt.

Zur Klarheit sollte ich dazufügen, daß immer die Verhältnismäßigkeit der Mittel gilt und unverhältnismässige Mittel Kindesmisshandlung darstellen.

Gruß
Thomas

Der Druck kann psychischer Natur sein (Schimpfen) oder
konkreter Natur sein (Hausarrest, Entzug geliebter
Tätigkeiten), in den Augen des Kindes ist das mit Sicherheit
auch als Gewalt einzustufen.

Es ist doch völlig irrelevanbt, was das Kind aus seiner Sicht als Gewalt einstuft.
Keine Sorge, kein Gericht der Welt verurteilt Dich, wenn Du Dein Kind aus Strafe früher ins Bett schickst! Nur verprügeln darfst Du es IMHO nicht. Und das ist bis jetzt noch nicht verboten gewesen. Misshanndlung ist noch eine ganze Ecke weiter!

Ausserdem: Da in D sowas eher zu spät als zu früh angezeigt wird, habe ich keine Sorge, dass es da zu Missbrauch des Gesetztes kommen wird.

Ciao
Kaj

Völliger Quatsch
Hallo Franscesco,

Hi,
gewaltfreie Kindererziehung bedeutet, dass selbst eine
Ohrfeige eine strafbare Handlung ist.
Ich möchte das vergleichen mit dem Umgang unter Erwachsenen.
Wenn ich mit dem nicht einverstanden bin, was mein
Lebenspartner macht oder sagt, dann kann ich ihn nicht
schlagen oder körperlich züchtigen. Jeder würde es verstehen,
wenn eine Frau ihren Mann anzeigt, weil er sie geschlagen hat.

Da gebe ich Dir recht. Du kannst Dich als Erwachsener ja von Deinem Partner jederzeit trennen. Aber Du kannst nicht Dein Kind einfach in die Wüste schicken.

Das gleich Recht steht Kindern auch zu, und sogar noch mehr.

Warum noch mehr? Haben Kinder mehr Rechte als die Mutter, die von dem Vater/Ehemann verprügelt wird?

Denn ich betrachte es als beschämend, wenn ein - ja immer -
körperlich überlegener Erwachsener ein Kind schlägt.

Das Erstthema waren nicht prügel sondern die berühmte ‚Ohrfeige‘ bzw. der ‚Klaps‘ auf den Hintern.

Merkwürdigerweise hörte bisher das Schlagen und Züchtigen der
Kinder in dem Alter auf, in dem diese Kinder den prügelnden
Erwachsenen körplich ebenbürtig waren. Das ist doch ein
Merkmal, dass hier nur die körperliche Überlegenheit
eingesetzt worden ist und nicht eine pädagogische Überlegung.

Dies ist völliger Blödsinn. Solange ein Kind noch kein Gefühl für Recht ung Unrecht entwickelt hat, versuchen Eltern dies den Kindern durch Lob und ‚Strafe‘ zu vermitteln. Baut das Kind Mist, wird es eben bestraft.
Je älter ein Mensch wird, desto eher kann er selbsständig die Folgen seines Handelns erkennen und sein Handeln als gut oder schlecht einstufen.
Und wenn das nicht immer ganz klappt, übernimmt immer mehr die Gesellschaft die Aufgabe des Lob oder des Tadels, je älter ein Kind wird. Will heißen, baut der Jugendliche Mist, kommt das Gesetzt oder der Nachbarjunge, oder der Kumpel oder der Lehrer (Ups, der darf ja auch nicht mehr tadeln) und tadelt den Jugendlichen. D.h. die Eltern brauchen diese Aufgabe nicht mehr zu übernehmen.

Es gibt andere pädagogische Mittel, Kinder zu vernünftigen
Menschen zu erziehen. Schlagen ist imm ein Zeichen von
Versagen und „ich weiss nicht, was ich machen soll“.

Nun verrate mir mal, wie Du ein Kind ohne Tadel vernünftig erziehen möchtest?
Ich verurteile auch das Prügeln von Kindern, bzw. generell den Körperlichen Einsatz zum Tadeln. Egal an wem.
Jedoch wie soll ein Kind denn seine Grenzen erkennen, wenn die Eltern diese dem Kind nicht aufzeigen dürfen.

Erinnere Dich mal zurück, wie Du Deine Grenzen erklärt bekommen hast.

Gruß

Chris

Nun verrate mir mal, wie Du ein Kind ohne Tadel vernünftig
erziehen möchtest?
Ich verurteile auch das Prügeln von Kindern, bzw. generell den
Körperlichen Einsatz zum Tadeln. Egal an wem.
Jedoch wie soll ein Kind denn seine Grenzen erkennen, wenn die
Eltern diese dem Kind nicht aufzeigen dürfen.

Natürlich muss man Kinder auch tadeln. Das bestreitet keiner. Nur hier geht es doch gerade um das Prügeln und Schlagen. Dagegen gab es bis jetzt nämlich keine rechtliche Handhabe. Das ist jetzt anders. Es gibt jetzt ein Gesetz gegen das, was hier in diesem Forum eigentlich jeder verurteilt. Die Züchtigung von Kindern. Für den Klaps interessiert sich doch kein Mensch.

Ciao
Kaj

Für den Klaps interessiert sich doch

kein Mensch.

Doch, es geht auch um diesen Klaps.

Natürlich muss man Kinder auch tadeln. Das bestreitet keiner.
Nur hier geht es doch gerade um das Prügeln und Schlagen.
Dagegen gab es bis jetzt nämlich keine rechtliche Handhabe.
Das ist jetzt anders. Es gibt jetzt ein Gesetz gegen das, was
hier in diesem Forum eigentlich jeder verurteilt. Die
Züchtigung von Kindern. Für den Klaps interessiert sich doch
kein Mensch.

aber es ist doch schon seit jahr und tag verboten, seine kinder zu verprügeln genauso wie es verboten ist andere menschen zu verpruegeln. ich habe immer noch nicht verstanden um was es in diesem gesetz geht. offensichtlich geht es nicht um den „klaps“ aber um die prügel geht es auch nicht, weil die ist ja schon verboten. um was geht es also?
ciao
Raoul

aber es ist doch schon seit jahr und tag verboten, seine
kinder zu verprügeln genauso wie es verboten ist andere
menschen zu verpruegeln. ich habe immer noch nicht verstanden
um was es in diesem gesetz geht. offensichtlich geht es nicht
um den „klaps“ aber um die prügel geht es auch nicht, weil die
ist ja schon verboten. um was geht es also?

Mißhandlung war schon immer verboten. Aber Mißhandlung ist schon das Extrem.
Prügelnde Eltern dran zu kriegen war wohl bis jetzt kaum möglich. Man konnte sich auf das Recht auf Erziehung rausreden. Genauso wie es bis vor kurzem nicht möglich war Männer dran zu kriegen, die ihre Frauen in der Ehe vergewaltigt hatten.

ciao
Kaj

Hallo Christian,

Kind wird. Will heißen, baut der Jugendliche Mist, kommt das
Gesetzt oder der Nachbarjunge, oder der Kumpel oder der Lehrer
(Ups, der darf ja auch nicht mehr tadeln) und tadelt den
Jugendlichen. D.h. die Eltern brauchen diese Aufgabe nicht
mehr zu übernehmen.

In diesem Punkt muß ich Dir widersprechen: ich denke, es ist ein Probelm in unserer Zeit, dass immer mehr Eltern glauben, dass sie die Erziehung anderen, z.B. den Lehrern überlassen können. Das sehe ich nicht so. Die Eltern können sich nicht langsam aus der Verantwortung stehelen, bzw. diese auf die Lehrer abwälzen. Die haben genug zu tun, den Kindern Lerninhalte beizubringen. Wenn die sich alle um die Probleme der Kinder kümmern müssten und diese ihre Grenzen aufzeigen müßten, wo kämen wir denn da hin?! Natürlich muss ein Lehrer auch Grenzen setzen, aber er kann das nicht für alle Bereiche tun. Dafür sind die Eltern da, bis das Kind seine Grenzen kennt und weiss, daß es für seine Grenzüberschreitungen gerade stehen muss, mit allen Konsequenzen.

Viele Grüsse, Deborah

das geht nicht ohne Gewalt!

Hallo,
ich habe gerade in einem Boulevardmagazin gehört, dass Kinder
neuerdings das verbriefte Recht auf eine gewaltfreie Erziehung
haben sollen

Die Kinder halten sich nicht daran, denn sie üben Gewalt über ihre Eltern aus, und wenn es auch nur psychische Gewalt ist. Wer je einen Dreijährigen erlebt hat, der sich im Geschäft schreiend auf den Boden wirft und nicht mehr weitergehen will, der weiß schon, wovon ich rede.

Vorläufig haben wir nur eine Reihe kranker und resignierende Lehrer (denen darf ja überhaupt nie und nimmer die Hand ausrutschen, egal, was da passiert), und nun will man auch noch die Eltern an den Rand des Wahnsinns bringen, und sie sollen von Staats wegen einen Haufen kleine Monster heranziehen, die sich alles aber auch alles erlauben dürfen …

Kleine Kinder WOLLEN, daß man ihnen ihre Grenzen zeigt - notfalls auch (in Ausnahmefällen) mit geeigneten Mitteln.

PS: Selbstverständlich bin ich dagegen, Kinder zu prügeln oder zu mißhandeln, das sind andere Dimensionen, die natürlich nicht erlaubt sind, egal, ob der Staat das verordnet oder nicht.

Kleine Kinder WOLLEN, daß man ihnen ihre Grenzen zeigt -
notfalls auch (in Ausnahmefällen) mit geeigneten Mitteln.

Heißt das, dass Du bei der Erziehung Deines Sohnes - soweit ich weiß hast Du ja einen - im Normalfall mit ungeeigneten Mittel vorgegangen bist?

Wahrscheinlich :wink:
Er kifft nicht, er raucht nicht, er bricht keine Autos auf, er säuft nicht, er quält auch keine kleinen Kinder, er gibt noch nicht mal allzu freche Widerworte, z.B. - das ist doch schon mal was in der heutigen Zeit :wink:

Und wahrscheinlich hast Du (noch) keine Kinder?

Schöne Grüße, Regina

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