Hallo,
es wäre natürlich netter, wenn Du Deine Fragen hier eindeutiger stellen würdest: KLingt Dein Ausgangsposting danach, als ob Du wirklich nach einem Zugang zum Glauben fragen würdest, stellt sich weiterhin heraus, daß Du (wie in diesem Posting schon angedeutet) eigentlich den christlichen Glauben kritisieren möchtest.
Wir sind wieder bei der bald schon langweiligen Frage danach, wie „rational“ denkende Menschen nur an den christlichen Gott gluaben können, wo doch Logik, Geschichte etx. dagegen sprächen.
Wie soll ich anfangen? Ich würde gern an Gott glauben. Aber
ich kann dabei das Gefühl nicht loswerden, daß Gott nur eine
Erfindung der Kirche ist.
Du selbst argumentierst weiter unten historisch (Kirche hat Verbrechen begangen). Dann aber bitte richtig: Der Gott, den die Christen bekennen, ist sicherlich keine Erfindung der „Kirche“.
Unser Gott ist erst einmal derselbe, der in den Heiligen Schriften der Juden bezeugt wird. Ich hoffe schon, daß ich hier nicht beweisen muß, daß es zur Entstehungszeit noch keine Kirche gab:wink:
Diesen Gott bezeugen wir als Vater Jesu Christi, der auf die Erde gekommen ist, um die Menschen zu erlösen.
Dieses Erlösungswerk hat selbstverständlich nur dadurch seine Plausibilität, wenn man von der erlösungsbedürftigkeit des Menschen ausgeht. Nun sind all diese Vorstellungen, genauso wie die trinitarischen Streitigkeiten, innerhalb des Christentums diskutiert worden bevor es eine „Kirche“ im Sinne einer Institution gab.
Um es in Deiner Diktion zu sagen: Den „christlichen“ Gott, Erlösung, Auferstehung etc. haben irgendwelche Einzelpersonen erfunden.
Nun gut, wir können natürlich an eine Weltverschwörung glauben, d.h. die Christen des 1., 2. und 3. Jh. haben natürlich genau gewußt, daß sie mal ein gesellschaftlicher Machtfaktor werden würden und entprechend all das erfunden, weil sie außerdem wußten, daß sie so am besten Menschen unterdrücken können (was ja bekanntermaßen die Motivation eines jeden Menschen ist). Diese Menschen waren also Hellseher - wenn das kein Beweis für die Wahrheit des Christentums ist:wink:
Wie schafft man es, von Gott
überzeugt zu sein, ohne es sich nur lange genug einzureden?
Deine Frage impliziert Deine Antwort: Man muß es sich nur lang genug einreden…
Mag sein, wenn es darum geht, von Gott überzeugt zu sein, was immer das heißt.
Wenn Du Glauben mit Fanatismus gleichsetzt, was Du hier zu tun scheinst, geht das m.E. am Wesen des Glaubens vorbei. Denn Glauben heißt vertrauen und hoffen - und daher ist der Zweifel ein elementarer Aspekt des Glaubens.
grüße,
Taju