Gibt es Gott?

Liebe Daniela !

Auch die Kirche als Sündenbock hinzustellen funktioniert
nicht.

Die Inquisition liegt fast 800 Jahre zurück. Wenn wir es als
Deutsche schaffen zu sagen, dass wir in der jetzigen Genertion
keine Schuld und kein Unrecht mehr am zweiten Weltkrieg und am
Holocaust haben (was nebenbei mehr Menschleben als die
Inquisition gefordert hat), dann sollten wir der Kriche auch
zugestehen, dass sie in der heutigen Form dafür nichtmehr
verantwortlich ist!

Und wie siehst Du das Kondomverbot und die dadurch entstandenen Hunderttausende von AIDS-Toten in z.B. Afrika ? Und unser jetziger Papst war Leiter (oder wie man das nennt) der zwar umbenannten, aber immer noch existierenden Inquisition. Okay, die Zweifler und Kritiker werden nicht mehr verbrannt, aber mundtot gemacht oder exkommunziert. Und da nun „unser“ ( meiner ist es nicht) Papst auch Deutscher ist, können wir ja neue Schuld ( Aids-Tote) auf uns laden. Er vertritt ja genauso konsequent die Position des ehemaligen Papstes.
.

Redet mit euren Geistlichen, und hört euch ihre Antworten an,
und dann denkt nochmal gut über eure Ansichten nach.

Ich hoffe, Du meinst mit Geistlichen auch Vertreter anderer Glaubensrichtungen, ansonsten ist die ganze Sache meines Erachtens wieder ziemlich einseitig. Vielleicht findet Franky ja woanders den Glauben.

Sabine

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Hallo,
es wäre natürlich netter, wenn Du Deine Fragen hier
eindeutiger stellen würdest: KLingt Dein Ausgangsposting
danach, als ob Du wirklich nach einem Zugang zum Glauben
fragen würdest, stellt sich weiterhin heraus, daß Du (wie in
diesem Posting schon angedeutet) eigentlich den christlichen
Glauben kritisieren möchtest.

Oha, da habe ich einen Stein ins Rollen gebracht… Ich suche tatsächlich nach einem Zugang zum Glauben, finde aber nicht den Weg dorthin. Das, was sich anhört, wie Kritik am christlichen Glauben, sind nur die Zweifel und Fragen eines Unwissenden, der gerne bereit ist, die Wahrheit zu erfahren.

Wir sind wieder bei der bald schon langweiligen Frage danach,
wie „rational“ denkende Menschen nur an den christlichen Gott
gluaben können, wo doch Logik, Geschichte etx. dagegen
sprächen.

Die Frage finde ich keineswegs langweilig. Oder hat hierauf schon jemand eine eindeutige Antwort gegeben?

Unser Gott ist erst einmal derselbe, der in den Heiligen
Schriften der Juden bezeugt wird. Ich hoffe schon, daß ich
hier nicht beweisen muß, daß es zur Entstehungszeit noch keine
Kirche gab:wink:
Diesen Gott bezeugen wir als Vater Jesu Christi, der auf die
Erde gekommen ist, um die Menschen zu erlösen.

Und Moslems? Indianer? Hinduisten? Haben alle Recht? Oder nur einer? Oder gar keiner? Jede Religion geht davon aus, im Recht zu sein. Gleichzeitig sehen sie die anderen (in vielen Fällen) als Ungläubige an. Wie paßt das zusammen?

Um es in Deiner Diktion zu sagen: Den „christlichen“ Gott,
Erlösung, Auferstehung etc. haben irgendwelche Einzelpersonen
erfunden.

Wo ist denn die Grenze zwischen Erfindung und Wahrheit? Und wie will man das heute noch nachvollziehen?

Gruß
Franky

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Hallo Franky

Gibt es Gott? Die Frage ist, was ist Gott! Je nach Definition fällt die Antwort mit „ja“ oder „nein“ aus.
Gott ist nicht eine Erfindung der Kirchen, sondern Kirchen benutzen unseren Glauben an Gott für ihre Zwecke. Gott braucht keine Kirche. An Gott glaubende Menschen müssen somit auch keiner Kirche angehören. Die Kirchen wurden durch Menschen geschaffen und deren Handlungen waren/sind auch von Menschen bestimmt (meine Meinung).
Ich stelle mir Gott als unendliche Energie vor, er ist nicht „gut“ oder „böse“. Uns steht diese Energie zur Verfügung. Wir nützen sie „gut“ oder „böse“. Das liegt in unserer Verantwortung. Unsere eigene Vorstellung/Glaube leitet uns durch unser Leben, positive Gedanken führen zu positiven Ereignissen und umgekehrt.
Ich denke, diese Ansätze reichen für Deine Frage.

Viele Grüsse
Stephan

Hallo Sibylle.

„Die Bibel“ (hier der Tanach den Juden) heißt uns an zu
lernen, und doch wurde „Die Bibel“ (hier die erweiterte
Ausgabe den Christen) benutzt, uns dumm zu halten.

Uns? Aber du hast schon recht, so kann man beides zusammenbringen, wobei es ja hier weder um die Kirche noch ums Christentum sondern allgemein um einen Zugang zu G’tt ging.

Scholem,
Eli

Hallo Franky

Wie soll ich anfangen? Ich würde gern an Gott glauben. Aber
ich kann dabei das Gefühl nicht loswerden, daß Gott nur eine
Erfindung der Kirche ist. Wie schafft man es, von Gott
überzeugt zu sein, ohne es sich nur lange genug einzureden?

Meine Antwort auf Deine Frage ist Ja

Ich weiss nicht, wie Du erreichen kannst, diese Wahrheit zu erkennen. Ich kann Dir nur eine Empfehlung geben, nach der ich gehandelt habe und mit der ich zu dieser Antwort gekommen bin.

Wenn es Gott gibt als handelnde und wollende Person, dann kann er mit Sicherheit eines: eine Antwort geben.
Wenn es keinen Gott gibt, dann kann er mit Sicherheit eines nicht: Antwort geben.

Also sehe zu, dass Du mit ihm oder mit Nichts redest. Dann höre, ob es eine Antwort gibt oder nicht. Sei dabei offen für beide Möglichkeiten.

Erhälst Du eine Antwort, dann hast Du auch dieselbe auf Deine Frage.

Gruß
Thomas

Liebe Sabine!

Und wie siehst Du das Kondomverbot und die dadurch
entstandenen Hunderttausende von AIDS-Toten in z.B. Afrika ?
Und unser jetziger Papst war Leiter (oder wie man das nennt)
der zwar umbenannten, aber immer noch existierenden
Inquisition. Okay, die Zweifler und Kritiker werden nicht mehr
verbrannt, aber mundtot gemacht oder exkommunziert. Und da nun
„unser“ ( meiner ist es nicht) Papst auch Deutscher ist,
können wir ja neue Schuld ( Aids-Tote) auf uns laden. Er
vertritt ja genauso konsequent die Position des ehemaligen
Papstes.
.

Es ist auch nicht mein Papst, aber interessant, dass Du gleich darauf geschlossen hast ich musste Katholikin sein. Wir werden viel öfter von unseren Vorurteilen geleitet als gedacht…
Und auch wenn ich keine Katholikin bin muss ich hier für den Papst und die Kirche argumentieren, denn entweder ist man Katholik und verzichtet auf Drogen, vorehelichen Geschlechtverkehr und Seitensprüngen ( dann braucht man auch kein Kondom um sich vor Aids zu schützen) oder aber man ist kein katholik und meint dies alles tun zu müssen, dann ist aber auch das Kondomverbot nicht bindend.
Das Du versuchst dem Papst die Aidstoten zuzurechnen ist nicht nur extrem abwegig sondern auch falsch. Du kannst doch nicht den Papst dafür verantwortlich machen, wenn Menschen meinen schnell wechselnde Geschlechtspartner haben zu müssen oder meinen Drogen nehmen zu müssen.
Klar kann mann Aids auch anders kriegen, aber in Afrika sind das leider immernoch die Hauptprobleme.

Menschen die so argumentieren sind tendenziell auch die erste die MC Donalds für zu hohe Cholesterinwerte oder ihren Bäcker für Diabetes verklagen.
Ein wenig Eigenverantwortung für unser Leben sollten wir noch selber tragen können.

Wo wir aber gerade sos chön bei Afrika sind. Die diakonischen Werke beider christlichen Hauptkirhcne leisten dort hervorragende Entwicklungshilfe. Übernehmen Verantwortung für Schwärchere und geben Hoffnung und Nächstenliebe.

Was machst denn Du so um Deinen Mitmenschen zu helfen?

Natürlich erscheinen für manche Menschen die Lehren der Katholischen Kirche antiquiert, aber man kann sich doch nicht immer alles so hinbiegen wie es für einen am leichtesten ist. Gesellschaft und Kirche sind hier voneinander zu trennen.
Wir können doch nicht sagen :„alles was für uns okay ist wird schon irgendwie für G´tt okay sein“. was für eine Botschaft wäre das denn?
„lebe so wie Du willst, G´tt ist es eh egal“???
Das kann nicht sein.
Glaube hat positive wie negative Aspekte, man kann nicht nur sich die Rosinen aus dem Kuchen rauspicken.

Redet mit euren Geistlichen, und hört euch ihre Antworten an,
und dann denkt nochmal gut über eure Ansichten nach.

Ich hoffe, Du meinst mit Geistlichen auch Vertreter anderer
Glaubensrichtungen, ansonsten ist die ganze Sache meines
Erachtens wieder ziemlich einseitig. Vielleicht findet Franky
ja woanders den Glauben.

Schön, dass Du dich so um Franky sorgst. Ich meine es so wie ich es gesagt habe: " Redet mit euren Geistlichen", nicht „Redet mit meinem Geistlichen“. Ein jeder mit dem der ihm weiterhelfen kann.
Danna ber zu sagen " Vielleicht findet Franky ja woanders DEN Glauben" ist schon ein wenig amüsant, denn wennes mehrer Glauben gibt kann es DEN Glauben nicht geben. Und zu meinen man könnte sich einfach so eine Relegion als Accessiore das gerade passt zum Leben aussuchen finde ich fast noch bedenklicher.

Vielleicht ahbe ich Dich ja mal zum nachdenken gebracht
Daniela

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Wie wäre es damit? …
Hallo Franky,

Mir sind die Götter der Griechen am liebsten. Die erhoben keiner den Exklusivanspruch „DER EINZIGE“ zu sein, hatten ihre Intrigen und ließen sich auch mal mit Menschen ein.

Soweit ich weiß musste man sich auch keine Gedanken bezüglich Exkommunikation machen.

Das wäre ein Zugang mit dem ich eher leben könnte :smile:

Was ich an den Religionen mit dem oben genannten Exklusivanspruch nicht mag, ist wenn sich deren Mitglieder durch satirische Bücher, Kabarettprogramme oder Filme (Monthy Python u. a.) (allgemein ausgedrückt) darüber aufregen wie mit ihrem Glauben oder auch Gefühlen umgegangen wird.

Da bekomme ich immer einen dicken Hals.

Dass man Glaube nicht rational erklären kann ist offensichtlich. An irgendeinem Punkt treten unweigerlich logische Widersprüche im Glauben auf, die (wird behauptet) darin begründet sind, dass der Mensch Gottes Wesen nicht erfassen kann.

Dazu meine Gegenfrage: Also warum nicht von vorneherein an das Glauben was man möchte? also z. B.: http://www.seti.org/ (dies wäre Ansatz I)

Die Frage „An welchen Gott soll ich denn nun glauben?“ wird wohl für die meisten Menschen durch ihr soziales Umfeld definiert (auch nichts neues, oder würdest Du auf den Gedanken kommen Hinduist zu werden? In Deinem Posting beziehst du dich ja auf den christlichen Glauben).

Aber über das Thema „Wozu Religion“ zerbrechen sich manche größere Denker den Kopf. Ist wohl (salopp formuliert) eine Kombination aus psychologischen, philosphischen, gesellschaftlichen und was weiß ich noch für Aspekten. Das wäre auch ein Ansatzpunkt einen Zugang zum Thema zu versuchen. (Ansatz II) Es gibt immer wieder Artikel zum Thema in unterschiedlichsten Zeitschriften, oder auch im Internet.

Für die akribischen, die den Glauben basierend auf Logik „zerlegen wollen“ gibt es: http://www.dittmar-online.net/index.html

tja, das wars von mir

lieben Gruß

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Glaube erfordert Mut. Mut sich Gott hinzugeben und
anzuvertrauen. Mut zu glauben ohne zu sehen.
Solange man diesen Mut nicht aufbringen kann wird es schwer
sein Gott zu finden.

Nicht an Gott zu glauben erfordert Mut sich selbst zu vertrauen und sein Leben selbst zu lenken. Anders gesagt: Glauben an Gott nimmt uns zum Teil die Verantwortung für unser tun. Für alles was wir tun können wir sagen, dass Gott uns dazu veranlasst hat ( siehe Selbstmordattentäter als Beispiel ). Man tut etwas böses, geht in die Kirche und beichtet, betet dann fünf Rosenkränze und alles ist wieder gut.

Hallo Tara,

Nicht an Gott zu glauben erfordert Mut sich selbst zu
vertrauen und sein Leben selbst zu lenken.

das klingt für mich, als würdest Du sagen: „Über die Brücke zu gehen, ist feige. Beweise Mut und schwimme.“

Anders gesagt:
Glauben an Gott nimmt uns zum Teil die Verantwortung für unser
tun.

Ganz falsch! Der Glaube an Gott gibt uns neben der Verantwortung für unsere Mitmenschen auch die Verantwortung unserer Taten vor Gott.
Während der „Ungläubige“ tun kann, was ihm richtig erscheint, fragt der „Gläubige“ immer, ob das Gott auch richtig findet.

Für alles was wir tun können wir sagen, dass Gott uns
dazu veranlasst hat ( siehe Selbstmordattentäter als Beispiel
). Man tut etwas böses, geht in die Kirche und beichtet, betet
dann fünf Rosenkränze und alles ist wieder gut.

Woher weisst Du, dass alles wieder gut ist?
Mag sein, dass das eigene Gewissen so beruhigt werden kann, aber für Gott ist die Sache nicht abgeschlossen. ER möchte Reue, Buße und Umkehr sehen.

Gruss Harald

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Hallo Cess,

Glaube muss doch erstmal nichts mit der Kirche zu tun haben.

das ist schon richtig.

Kann man nicht glauben und trotzdem auf die Kirche schimpfen?

Nein, das kann man nicht.
Aber man kann gewisse Dinge innerhalb der Kirche kritisieren. Das ist ein Unterschied :wink:

Ernstgemeinte Frage, ich glaube nämlich nicht an Gott, aber
soweit ich weiß tun das doch einige, obwoh sie nicht zur
Kirche stehen?

ja klar.
Glaube ist nämlich nicht „Mitgliedschaft eines Vereins (Kirche)“ sondern persönliche Beziehung zu Gott.

Gruss Harald

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Hallo Frank,

Wie soll ich anfangen? Ich würde gern an Gott glauben.

dann lass Dich nicht von anderen davon abhalten :wink:

Aber
ich kann dabei das Gefühl nicht loswerden, daß Gott nur eine
Erfindung der Kirche ist.

Sagen wir mal, das Bild, das uns die Kirchen von Gott vermitteln, ist den jeweiligen Wünschen angepasst.

Allerdings gibt es kein allgemein gültiges Bild von Gott. Aber es gibt ein Bild, das Du Dir persönlich machst. Dazu brauchst Du eigentlich nur auf IHN zugehen.

Ich kann nur sagen, wie ich es gemacht habe. Ich habe gefragt: „Gott, gibt es Dich?“ Und in wenigen Wochen hatte ich Klarheit darüber, dass es ihn gibt.

Wie schafft man es, von Gott
überzeugt zu sein, ohne es sich nur lange genug einzureden?

Ganz einfach, man muss ihm begegnen.

Gruss Harald

Hi Taju

immer wieder ein Genuß, wie du die Sachen auf den Punkt bringst.

Gruß

Metapher

Hallo.

Umgekehrt: was tun, wenn man nach dem eigenen Ableben
feststellt, dass an der Geschichte doch was Wahres dran ist ?

Nix. Dann sach ich zu ihm: „Mensch Digger, Dich gibt’s ja wirklich. Coole Sache. Also, Deine Regeln haben mich zwar nie interessiert und ich hab auch nie an Dich geglaubt, aber ich hab trotzdem einen Haufen guter Dinge gemacht, denk ich mal. Aber sach mal, wie geht’s denn jetzt weiter?“.

Ausserdem kann man ja an Gott glauben muss aber deswegen nicht
gleich einer Konfession angehören.

Richtig.

Gruß,

Malte.

Hallo Malte,

Nix. Dann sach ich zu ihm: „Mensch Digger, Dich gibt’s ja
wirklich. Coole Sache. Also, Deine Regeln haben mich zwar nie
interessiert und ich hab auch nie an Dich geglaubt, aber ich
hab trotzdem einen Haufen guter Dinge gemacht, denk ich mal.
Aber sach mal, wie geht’s denn jetzt weiter?“.

sieht nicht gut aus ;-((

Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen böse Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!“ (Matth.7,21-23)

Gruss Harald

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Natürlich.

Aber niemand weiß genau, wo er sich aufhält. Die einen sagen, er sei ein Schlagersänger in der Tschechischen Republik und heißt mit Vornamen Karel. Die anderen geben zu wissen vor, dass er in Frankreich lebt.

Spaß beiseite. Wenn du ernsthafte Zweifel an etwas hast, solltest du dir nicht einreden, genau das zu wollen.

HM :smile:

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi ho,

ein schöner Artikel, bis auf diese Passage:

Nun gut, wir können natürlich an eine Weltverschwörung
glauben, d.h. die Christen des 1., 2. und 3. Jh. haben
natürlich genau gewußt, daß sie mal ein gesellschaftlicher
Machtfaktor werden würden und entprechend all das erfunden,
weil sie außerdem wußten, daß sie so am besten Menschen
unterdrücken können (was ja bekanntermaßen die Motivation
eines jeden Menschen ist). Diese Menschen waren also Hellseher

  • wenn das kein Beweis für die Wahrheit des Christentums ist:wink:

Damit willst Du diejenigen der Lächerlichkeit preisgeben, die in der Katholischen Kirche ein Machtinstrument sehen. (Mit der gleichen Methode werden die Kritiken am Vorgehen der USA nach dem 11.9.2001 lächerlich gemacht.)

Meiner Meinung nach hättest Du Dir das sparen können.

Grüsse,

Herb

Hi Harald,

sieht nicht gut aus ;-((

"Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in
das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines
Vaters im Himmel. Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage:
Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben
wir nicht in deinem Namen böse Geister ausgetrieben? Haben wir
nicht in deinem Namen viele Wunder getan? Dann werde ich ihnen
bekennen: Ich habe euch noch nie gekannt; weicht von mir, ihr
Übeltäter!
" (Matth.7,21-23)

ich glaub ja nicht, dass die Textstelle passt. Malte glaubt ja explizit nicht an einen Gott, also kann er nicht in dessen Namen etwas tun. Und die zitierte Stelle spricht ja genau das an: Im Namen eines Gottes böse Geister austreiben oder Wunder tätigen.

Nebenbei: Wenn Malte ein Wunder tut, dann wäre ich schon gern dabei. Lässt sich das einrichten?

Grüsse,

Herb

Danielas Darlegungen liegen mehrere Irrtümer, zugrunde, ihre Kritik ist aber im Kern bedenkenswert.

  1. „Das Prinzip einer Art vertraglichen Basis mit Gott gibt es nicht!“

Tatsächlich ist der „Bund mit Gott“ die Grundlage sowohl der jüdischen als auch der christlichen Religion. In der Bibel findet man, dass dort immer wieder ausdrücklich „Verträge“ geschlossen werden zwischen JHWE und den Patriarchen, sinngemäß: Wenn ihr mir die Treue haltet, werde ich Israel volkreich und mächtig machen. Jesus löst diesen „Alten Bund“ ab und schließt durch sein Erlösungswerk ein „Neues Testament“ (Was hier soviel heißt wie „einen neuen Vertrag“) Zwischen denen, die ihm nachfolgen, und Gott.

  1. „Die Inquisition liegt fast 800 Jahre zurück. Wenn wir es als Deutsche schaffen zu sagen, dass wir in der jetzigen Generation keine Schuld und kein Unrecht mehr am zweiten Weltkrieg und am Holocaust haben (was nebenbei mehr Menschleben als die Inquisition gefordert hat), dann sollten wir der Kirche auch zugestehen, dass sie in der heutigen Form dafür nicht mehr verantwortlich ist!“

800 Jahre liegt der Beginn der Inquisition zurück. Praktiziert wurde sie noch bis ins 19.Jhd., und formell beendet wurde sie erst vor 40 (!) Jahren, sozusagen stillschweigend durch eine Umbenennung der päpstlichen Inquisitionsbehörde in „Päpstliche Glaubenskongregation“, deren langjähriger Leiter, der jetzige Papst, die Inquisition vielfach verteidigt hat, statt sie zu verurteilen. Allerdings gab es Rehabilitationen einiger Verurteilter, z.B. vor kurzem erst von Galilei.
Es besteht ein Unterschied zwischen den Gläubigen und der Kirche, wie zwischen (jungen) Deutschen und dem deutschen Staat. Dieser hat als Nachfolgestaat des 3. Reiches durchaus Verantwortung und Lasten zu tragen, die sich aus der Vergangenheit ergeben und hat sich von den Verbrechen des NS-Regimes vielfach distanziert und diese verurteilt. Sichtbares aktuelles Zeichen dafür ist das Holocaust-Denkmal. Auf dem Petersplatz sucht man vergebens nach einem Denkmal für die Inquisitions-Opfer.

Folgendes muss jedoch kritisch vermerkt werden:
Die Kritik an der Inquisition erfolgt gemeinhin viel zu pauschal und unhistorisch.
Man kann, wenn man zu einem gerechten Urteil kommen will, die mittelalterlichen Prozesse nicht an heutigen Maßstäben messen. Unser Rechtsprechungssystem hat sich erst seit dem 18. Jhd. herausgebildet. Zu ihrer Zeit waren die Inquisitionsprozesse z.T. sowohl im Verfahren als auch in den Urteilen gerechter und milder als die gängige Praxis der weltlichen „Rechtsprechung“, und „Religion als Privatsache“ ist eine Errungenschaft der Neuzeit. Wer die religiösen Überzeigungen der Kirche „verriet“, galt im öffentlichen Bewusstsein als verurteilungswürdiger Straftäter. Hexen- und Aberglaube waren allgemein verbreitet, und etliche Menschen fielen nicht nur der Inquisition, sondern auch dem Mob grausam zum Opfer, ebenso wie bei den mittelalterlichen Judenpogromen. Der Erzbischof von Mainz hat die Mainzer Juden in seinem Palais vor der Verfolgung durch französische Kreuzfahrer beschützt, und es waren Kirchenmänner, wie der Jesuit Friedrich von Spee, die durch Aufklärung den Hexenwahn mutig bekämpften.
Homosexualität wird heute vom Papst nur verbal verurteilt, ist aber immer noch in vielen Staaten ein Straftatbestand, und Homosexuelle wurden bei uns bis in die 70er Jahre von weltlichen Gerichten ins Gefängnis gebracht.

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Hallo Daniela,

Natürlich erscheinen für manche Menschen die Lehren der
Katholischen Kirche antiquiert, aber man kann sich doch nicht
immer alles so hinbiegen wie es für einen am leichtesten ist.

Sehe ich auch so, aber hat es nicht zum größten Teil bei dem angesprochenen Aidsproblem in Afrika andere Ursachen? Könnte es nicht sein, dass beispielsweise einfach mangelnde Aufklärung über die Ansteckungswege zugrundeliegt? Und ist nicht gerade dort auch eine Chance für die Kirche, den Menschen zu helfen, indem sie aufklärt statt „nur“ zu verbieten?

Gruß,
Anna

Hallo Markus,

Wie soll ich anfangen?

Warum würdest Du denn gern an Gott (welchen auch immer)
glauben?

Umgekehrt: was tun, wenn man nach dem eigenen Ableben
feststellt, dass
an der Geschichte doch was Wahres dran ist ?

Hierzu bietet sich Blaise Pascals (1623-1662) spieltheoretische Auflösung dieser Frage an.

Kurzfassung (etwas frei zusammengefasst):

es gibt vier Möglichkeiten:

  1. man glaubt an Gott und es gibt Gott
  2. man glaubt an Gott und es gibt Gott nicht
  3. man glaubt nicht an Gott und es gibt Gott nicht
  4. man glaubt nicht an Gott und es gibt Gott

Konsequenzen „nach dem Ableben“:

  1. super, alles richtig gemacht
  2. so what; (der Glaube war umsonst, hat aber nicht geschadet)
  3. so what
  4. au weia!!! jetzt ist die Kacke so richtig am Dampfen (wie Harald schon gezeigt hat, hilft da auch keine Ausflucht mehr)

also:
wer glaubt (1,2) kann alles gewinnen (1), aber nichts verlieren (2)
wer nicht glaubt (3,4), kann nichts gewinnen (3), aber alles verlieren (4)
ergo: Glauben ist eindeutig im Vorteil!

ausführliche Fassung mit Kritik dieser Überlegung:
http://de.wikipedia.org/wiki/Pascalsche_Wette

Viele Grüße
franz
der den Pascal jetzt ein wenig flapsig dargestellt hat, ihn ansonsten aber richtig gern hat :wink: