Gibt es Gott?

Moin,

Nix. Täuschungen des Teufels, des Gegenspielers Gottes.
Ich weiß, dass Jesu Absolutheitsanspruch (Joh 14,6: „Ich bin
der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater
als nur durch mich.“) in deinen Augen absolut anmaßend und
intolerant ist. Das ändert jedoch nichts daran, dass es die
Wahrheit ist.

ok, an genau diesem Punkt hast du dich selbst disqualifiziert. Entschuldige, aber bis hierher hab ich das ganze noch für eine interessante Diskussion zwischen zwei Andersdenkenden betrachtet.

Klar kannst du. Aber das wird dir nach deinem Tod nicht
weiterhelfen. Das wäre ja Werkgerechtigkeit. In Gottes Augen
gerecht wirst du aber nur durch Jesus Christus. Allein die
Tatsache, ob du ihn als Herrn und Retter in deinem Leben
anerkannt hast, wird über die Tatsache von Ewigkeit oder
Verlorenheit entscheiden. (s. z.B. Röm 3,28).

Das ist doch ein trauriger Gott, der mich nicht an meinen Taten misst oder an meinen Einstellungen, sondern daran, ob ich an ihn glaube oder nicht. Da kann ich ein 100%iger Straftäter sein und muss nur an Gott glauben und mir wird vergeben und ich komme in den Himmel? Um ehrlich zu sein, an einen solchen Gott will ich gar nicht glauben.

  1. Mo 8,21: „[…]denn das Sinnen des menschlichen Herzens ist
    böse von seiner Jugend an[…]“. Seit dem Sündenfall von Adam
    und Eva ist KEIN Mensch mehr gut. Oder willst du behaupten,
    dass du noch nie etwas Schlechtes getan hast? Und wenn es nur
    ein Schlechtes gewesen ist, so bedarf es der Vergebung Jesu.
    Ohne die bist du - so wie jeder andere Mensch - verloren.

Siehe meine Antwort an Harald.

Gruß
Cess

  • von meiner Seite aus hier beendet

ohh man… ich hätte nicht gedacht, dass mein Artikel hier noch Beachtung findet…
ich hatte ursprünglich vor, einen anderen, viel längeren Text zu schreiben, jedoch bemerkte ich schnell, dass dies eher als ein neues Thema behandelt werden sollte. Daher entschied ich mich für einen kurzen Beitrag.
Sicher, diesen hätte mir dann auch klemmen können… aber *grins* es ist kein Grund sich gleich ans Bein zu pinkeln…

viel Spaß noch hier im Forum
vastitas

Denn weil die Welt, umgeben von der Weisheit Gottes, Gott durch ihre Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt selig zu machen, die daran glauben. Denn die Juden fordern Zeichen, und die Griechen fragen nach Weisheit. Wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit, …

Paulus

Auch einer der die Christengemeinde verfolgte!

Hallo Cess,

wir sind vermutlich gar nicht so weit auseinander :wink:
Manches scheint bloss ein Definitionsproblem zu sein.

jedenfalls verlasse ich mich nicht darauf, dass mir irgendwer
meine Sünden vergibt.

Wenn Du Dich bei jemandem entschuldigst, erwartest Du, dass er Dir vergibt.
Setz doch statt „Sünden“ einfach „Fehler“ ein.

Auf der Grundlage zu sündigen und
vergeben zu bekommen ist einfach.

Irgendwie hast Du eine falsche Vorstellung über die biblische Vergebung. Hier braucht es (tätige) Reue!

Und mit dem Vorsatz zu sündigen, weil man „eh alles vergeben bekommt“, halte ich für ausgesprochen mies.

Ein gutes Beispiel wäre der junge Joseph in Ägypten.
Er sagte: „Wie sollte ich denn nun ein solch großes Übel tun und gegen Gott sündigen?“ (Genesis 33,1-10)

Fehler macht jeder, aber aus Fehlern lernt man, für Fehler
kann man sich entschuldigen und sagen ich tus nicht wieder.
Aber aus mir heraus.

Das soll es ja auch sein. Der Wunsch nach Vergebung muss von Dir kommen.

Ich mach es mir nicht so einfach
zu sagen, naja, war ein Fehler, aber der wird mir ja ohnehin
vergeben.

na ja, von selber wird da nix!
Ich muss für meinen Fehler einstehen, ich muss mein Handeln verantworten.
Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, einem jeden zu geben, wie seine Werke sind.“ (Offb.22,12)

Das meinte ich mit „ich bin lieber aus mir selbst raus ein
guter Mensch“.

Das ist gut für die Menschheit.
Aber um eine Ewigkeit bei Gott verbringen zu können, muss man auch nach Seinen Massstäben „gut“ sein. Und das schafft keiner „aus sich selbst heraus“. Und dafür gibt es die Vergebung der Sünden durch Jesus Christus.

Gruss Harald

Salü Fablonow a.D.

Denn weil die Welt, umgeben von der Weisheit Gottes, Gott durch ihre Weisheit nicht erkannte,

nicht erkennen will

gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt selig zu machen, die daran glauben.

Warum soll eine gute Predigt Torheit sein?

Denn die Juden fordern Zeichen,

das ist verallgemeinert und stimmt so nicht. Viele Juden folgten Jesus, die meisten Tempel-Pharisäer waren gegen ihn und seine Lehre; gerade und trotz seiner Zeichen. Denn durch die gewirkten Zeichen verlor der Tempel seinen Einfluss und was noch viel ärgerlicher war, Opfereinnahmen. Darum war ihr Hass auf Jesus so gross.

die Griechen fragen nach Weisheit.

das waren die Anhänger der alten Philosophen, auch viele Römer hielten sich an diese. (Kyniker, Epikureer, Essäer). Sie waren zwar Heiden (Glaube an viele Götter), doch gerade durch ihre Bildung war ihnen die Wirkungslosigkeit ihrer Götter klar. Sie waren im Gegensatz zu den Erzjuden offen für die neue Lehre vom EINEN GOTT. Darum wurde das Licht den Heiden gegeben.

Wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit, …

die Predigen richten sich nicht gegen Juden und Griechen, sondern an die Zuhörer.

Paulus

Welcher? War das der Saulus, der danach zu Paulus wurde?

Auch einer der die Christengemeinde verfolgte!

Ist das ein Blumenstrauss für mich?
Schau, gerade solche Bibelzitate dienen als Raubkopien. Für mich ist dieses Zitat schlicht von der Zeit überholt. Es nützt nichts die Bibel auswendig zu lernen und zu kennen. Denn der Mensch sollte nach der Botschaft des Evangeliums handeln. Nur wenn Du so handelst folgt die Erleuchtung.

Ciao und Gruss
anton

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Guten Abend Herr Arpagaus,
mit dem ersten und letzten Satz stimmen wir vollkommen überein, der Rest war Mist.
Sie interpretieren viel zu viel! Die Zitate von Paulus sind und werden immer bedeutender, wenn sie auch wörtlich genommen werden. Aber die damaligen und heutigen Pharisäer sind es die alles versauen.

Trotzdem liebe Grüße
Fablonow a.D.

Salü Fablonow a.D.

Werde aus Deinem Beitrag nicht ganz schlau. Die Aussage betrifft die Pharisäer. Was ist/war ihr Kennzeichen? Meistens sehr gebildet in punkto der „Schrift“ also Mosis und dem „alten Testament“. Auch recht spitzfindig. Ergo kein Prophet kann aus Nazareth stammen (Jesus). Darum mussten seine Zeichen Teufelswerk sein.
Und wie haben die Pharisäer gelebt? Sehr weltlich, sehr egoistisch, pur auf den eigenen Vorteil und den des Tempels bedacht.

Welche Folgerung gibt sich auf das Heute? Ich könnte die ganzen hl. Schriften, das NT usw. auswendig lernen, vielleicht könnte ich diese zum Teil auch verstehen. Was wäre ich dann? So was wie ein Schriftgelehrter, ein Theologe ohne Examen.
Nur bin ich damit auch ein Christ?
Nie und nimmer! Ein Christ wird man nur durch christliches Handeln.

Du darfst diese Antwort spitzfindig interpretiert finden. Aber wer die Schriften liest und nicht nur die Bibelzitate sucht, mit denen sich die Un- oder Andersgläubigen gläubig traktieren lassen, findet immer wieder den Hinweis auf das „H A N D E L N. Handeln ist wesentlicher als nur Bibel-Wissen.
Noch was zu den Raubkopien. Jesus machte bereits den Hinweis auf die zukünftige Verfälschung seiner Lehre. Die 4 Evangelien, die würden im Kern rein erhalten bleiben. Beim grossen Rest … , studiere mal die Kirchengeschichte. Noch einfacher, ackere mal an die 5000 Seiten vom Jakob Lorber, das grosse Joh. Evangelium durch. War wohl der einzige, der sich diese Mühe genommen hat. Sie stehen, seit 1985, noch ganz neu in der Unibibliothek BS. Und auch das findet sich darinnen; das wird nur von ganz wenigen zur Kenntnis genommen werden.

Liebe Grüsse
anton

Lieber Anton,

ich habe Ihre Texte noch einmal genauer durchgesehen, und Ihren, von mir nicht vermuteten Sarkasmus bemerkt, den ich beim flüchtigen Lesen und bei solch einem ernsten Thema nicht vermutete. Ich nahm an, das Sie Evolutionist sind. Mein Fehler! Sarkasmus ist aber nichts verwerfliches.
Damit gebe ich auch zu, dass das Pauluszitat für Sie zur Falschinterpretation führen konnte. Es galt aber zu Ihrer Unterstützung und nicht als kontraproduktive Anmerkung und damit meinte ich auch Paulus und nicht Saulus.

Der Satz: „Auch einer, der die Christengemeinde verfolgte“, sollte eher auf mich bezogen werden, als Schlussbemerkung oder Unterschrift.

Eigentlich war ich gerade dabei meinen Beitrag wieder zu lösche, denn ich bin gelegentliche ein alter, launischer, tapsiger Brummbär und bereue es aber hin und wieder.

Nun wird vieles klarer, oder?
Zwei Dinge möchte ich aber noch klären.

Sich andauernd was einzureden führt zu Wahnvorstellungen; Gott mit dem Verstand zu suchen in einen Irrgarten.

Gott ist „in Geist und Wahrheit“ anzubeten! Wahrheit beinhaltet auch logisches Denken. Das die Suche nach Antworten immer neue Fragen aufwerfen ist ja klar und macht die ganze Geschichte auch so schwierig.
Die Pharisäer werden von Christus verurteilt, weil sie gerade die Gesetze mit eigenen Auslegungen versehen und somit den Zugang zum Glauben versperren und verkomplizieren. Welche neuzeitliche Parallelen! Die Offenbarung bekundet einen weltweiten Glaubensabfall in der Endzeit.
Sein Sie sich sicher, nicht durch Werke und Weisheit wird eine Teilhaberschaft am kommenden Königreich erreicht, sondern nur allen aus Glauben, Liebe und Danksagung. Diejenigen, die meinen, wenn sie ihren Geldbeutel über den großen Teich schmeißen, haben der Nächstenliebe genüge getan, irren gewaltig. Der Nächste ist unser unmittelbarer Nachbar, der vielleicht Hilfe bräuchte. Die Botschaft des Friedens hat wirklich nur zwei, drei Sätze, wie Sie trefflich bemerkten.

HANDELN!

Eigentlich ist alles sehr einfach, aber nicht für die Menschen, die nicht gerufen werden. Es gibt nun mal zwei Völker, das der Magd und der Freien. Eine Verstoßene und eine Erbin. Alles Geheimnisse von großer Bedeutung. (Paulusworte sinngemäß). Der Antichrist ist ja der, der die Auferstehung anzweifelt, der Pharisäer, ja der Schriftgelehrte und schlaue Exeget. Natürlich kann das nicht verallgemeinert werden. Ich gelt deshalb als blöder Fundamentalist, sei es wie es will. Regelfundamente sind besser als gesetzlose Kleinschreiber.
Es ist auch suggestiv teuflisch eine Trennung von Wissenschaft und Schöpfungsglauben vorzunehmen. Was ist, wenn Gott evolutionäre Epochen und genetische Schöpfungen im Wechselspiel seiner Genialität als Bauplan hatte? Teuflisch deshalb, weil Millionen ihr Leben lassen mussten im Krieg zwischen atheistischen Materialisten und Glaubensfanatikern die, die Friedensbotschaft vollkommen falsch verstanden haben, wie auch jetzt noch. Es schaudert mich nur bei diesen Gedanken.
Der gigantischen Größe und Macht der Schöpfung können viele nicht folgen. Dabei spielt der Mensch selbst Gott! „Last uns Menschen machen, nach unserem Bilde…“

Sie sehen wir stimmen in vielen Ansichten überein.
Muss nun leider beenden, denn ein anderer Lieber fordert sein Recht auf Nächstenliebe.

Hat mich gefreut Sie kennen gelernt zu haben.
Fablonow a. D.

Lieber Fablonow a. D.

Das sind tiefschürfende Gedanken die Du da äusserst. Zum meisten kann ich mich nicht äussern, denn ich will mich nicht ins theologische Fach verirren.
Aber es ist nicht nötig, dass Du Dich bei mir entschuldigst. Ich hab es mir zur Gewohnheit gemacht nicht zu werten. Somit bin ich kaum verwundbar. Jeder hat seine Ansicht und die soll er vertreten. Und ich bin dabei wieder mal gut gefahren, denn der Schlussatz deines ersten Beitrages, den konnte ich beidseitig zuordnen. Auch das mit dem „Mist“, liess den „Empfänger“ raffiniert im Ungewissen. Bist Du schlitzohrig?
Doch schau mal, was die „Wertungen“ bei Dir bewirken? Der „Evolutionist“ brachte Dich auf die Palme! Nur was hoch oben ist, muss auch wieder mal runter. Darum ist es vorteilhaft auf dem festem Grund zu bleiben …
Sarkasmus oder Ironie? Wohl eher Fatalismus wenn ich an die Zukunft denke. Denn meine „Sehe“ zeigt ohne Moral eine triste Zukunft. Doch warum wird die Zukunft so gezeigt? Da ich aus mir nicht entscheiden kann und wollte, was bei den Menschen im Argen liegt; da findet sich der Grund warum ich Lorber lese. Und ich bin dabei fündig geworden. Heute bald am Ende von Bd.10, kann ich dazu bemerken: Es sind nur zwei Stellen, die ich als blanken „Unsinn“ einstufe. Die eine betrifft eine Zeitvorhersage, die andere den Bau unserer Sonne. Aber vielleicht verstehe ich das (noch) nicht richtig. Frei übersetzt nach Lorber, sind die Sonnen Totalreflexionen, also Spiegelungen aller Sonnen-(systeme). Allerdings wird noch ein spezieller „Sonnenstein“ erwähnt, der unter irdischen Verhältnissen seine Leuchtkraft in rund 100 Jahren einbüsst. Wenn dem so wäre, befände sich unsere Wissenschaft, die von H2-Kernfusionen ausgeht, total auf dem Holzweg. Mit meinen kleinen Physikkenntnissen bevorzuge ich die Fusionsvariante. Wieder andere Beschreibungen vom leeren Raum entsprechen hingegen den neuesten Wissenschaftlichen Theorien. Was ist ergo Wahr? Und was ist wichtig?

Also, ich freue mich darauf wieder mal Dein Brummen zu hören. Tappen, das tun wir ja alle.

Ciao und einen schönen Gruss
anton

Schönen Sonntag Anton,

geben Sie nicht all zu viel auf die Bewertungen, denn die waren von mir, für die nette Unterhaltung mit (mir) einem verdammte Schwätzer. Lob und Kritik sollten aber beide wirksam werden können, und nicht wie hier, nur in einer fatalen Einseitigkeit mit Schaden für dieses Forum.
Wenn Er so viel J. Lober list, hat Er dann noch Muse zum HANDELN?
Oder: „… mein Sohn, lass dich warnen; denn des vielen Büchermachens ist kein Ende, und viel Studieren ermüdet den Leib.“ Pr 12-12
Ja, ja, - auch Sie wollen keine heiligen Sprüche hören, weil sie alle ihren eigenen Ruhm suchen, und genau das stinkt zum Himmel, und sie schreiben ein Buch nach dem Andern und erschlagen damit die Liebe.

Ich möchte Sie keineswegs in eine Ecke drängen, ich lasse Sie suchen.

Leben Sie wohl Anton!
Fablonow a. D.

Lieber Fablonow

Stimmt schon; diese „Lorber“ sind Zeitfresser. Da schaffen sich 600 Seiten nicht in 2 Tagen, es werden Monate daraus. Doch auch das ist Handeln. Wenn jemand ein Haus baut, oder reisen will, macht er das ohne jeden Plan? Ne, dazu braucht es ein stabiles Fundament. Und Bücherschrott hab ich schon viel gelesen und Qualität kostet.

Doch jetzt geht’s ab in den Uhrlaub!
Grüsse anton

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