Lieber Anton,
ich habe Ihre Texte noch einmal genauer durchgesehen, und Ihren, von mir nicht vermuteten Sarkasmus bemerkt, den ich beim flüchtigen Lesen und bei solch einem ernsten Thema nicht vermutete. Ich nahm an, das Sie Evolutionist sind. Mein Fehler! Sarkasmus ist aber nichts verwerfliches.
Damit gebe ich auch zu, dass das Pauluszitat für Sie zur Falschinterpretation führen konnte. Es galt aber zu Ihrer Unterstützung und nicht als kontraproduktive Anmerkung und damit meinte ich auch Paulus und nicht Saulus.
Der Satz: „Auch einer, der die Christengemeinde verfolgte“, sollte eher auf mich bezogen werden, als Schlussbemerkung oder Unterschrift.
Eigentlich war ich gerade dabei meinen Beitrag wieder zu lösche, denn ich bin gelegentliche ein alter, launischer, tapsiger Brummbär und bereue es aber hin und wieder.
Nun wird vieles klarer, oder?
Zwei Dinge möchte ich aber noch klären.
Sich andauernd was einzureden führt zu Wahnvorstellungen; Gott mit dem Verstand zu suchen in einen Irrgarten.
Gott ist „in Geist und Wahrheit“ anzubeten! Wahrheit beinhaltet auch logisches Denken. Das die Suche nach Antworten immer neue Fragen aufwerfen ist ja klar und macht die ganze Geschichte auch so schwierig.
Die Pharisäer werden von Christus verurteilt, weil sie gerade die Gesetze mit eigenen Auslegungen versehen und somit den Zugang zum Glauben versperren und verkomplizieren. Welche neuzeitliche Parallelen! Die Offenbarung bekundet einen weltweiten Glaubensabfall in der Endzeit.
Sein Sie sich sicher, nicht durch Werke und Weisheit wird eine Teilhaberschaft am kommenden Königreich erreicht, sondern nur allen aus Glauben, Liebe und Danksagung. Diejenigen, die meinen, wenn sie ihren Geldbeutel über den großen Teich schmeißen, haben der Nächstenliebe genüge getan, irren gewaltig. Der Nächste ist unser unmittelbarer Nachbar, der vielleicht Hilfe bräuchte. Die Botschaft des Friedens hat wirklich nur zwei, drei Sätze, wie Sie trefflich bemerkten.
HANDELN!
Eigentlich ist alles sehr einfach, aber nicht für die Menschen, die nicht gerufen werden. Es gibt nun mal zwei Völker, das der Magd und der Freien. Eine Verstoßene und eine Erbin. Alles Geheimnisse von großer Bedeutung. (Paulusworte sinngemäß). Der Antichrist ist ja der, der die Auferstehung anzweifelt, der Pharisäer, ja der Schriftgelehrte und schlaue Exeget. Natürlich kann das nicht verallgemeinert werden. Ich gelt deshalb als blöder Fundamentalist, sei es wie es will. Regelfundamente sind besser als gesetzlose Kleinschreiber.
Es ist auch suggestiv teuflisch eine Trennung von Wissenschaft und Schöpfungsglauben vorzunehmen. Was ist, wenn Gott evolutionäre Epochen und genetische Schöpfungen im Wechselspiel seiner Genialität als Bauplan hatte? Teuflisch deshalb, weil Millionen ihr Leben lassen mussten im Krieg zwischen atheistischen Materialisten und Glaubensfanatikern die, die Friedensbotschaft vollkommen falsch verstanden haben, wie auch jetzt noch. Es schaudert mich nur bei diesen Gedanken.
Der gigantischen Größe und Macht der Schöpfung können viele nicht folgen. Dabei spielt der Mensch selbst Gott! „Last uns Menschen machen, nach unserem Bilde…“
Sie sehen wir stimmen in vielen Ansichten überein.
Muss nun leider beenden, denn ein anderer Lieber fordert sein Recht auf Nächstenliebe.
Hat mich gefreut Sie kennen gelernt zu haben.
Fablonow a. D.