Hallo zusammen,
ich beschäftige mich mit der Frage, durch welche „Sprüche“, die von Eltern, Geschwistern, Großeltern, Nachbarn, Erzieherinnen im Kindergarten etc. geäußert wurden , die späteren Normen geprägt werden, nach denen sich Erwachsene oft ihr ganzes Leben lang verhalten, ohne sich der Quellen bewusst zu sein.
Ich wäre Euch sehr dankbbar, wenn Ihr mir die Sprüche und Sätze (vielleicht auch Sprichwörter und Redensarten) zu zwei Themenkomplexen, mit denen Ihr als Kinder und Jugendliche konfrontiert worden seid, schreiben könntet.
1. Themenkomplex: Arbeit - Geld - Kooperation - Hilfsbereitschaft - etwas bewirken können - Engagement - Lob und Tadel - Zuverlässigkeit.
2. Themenkomplex: Verhalten gegenüber Fremden - Verhalten in der Öffentlichkeit - Äußerung von Gefühlen - Spontaneität - Begeisterungsfähigkeit - Gastgeber sein - Verhalten gegenüber Autoritäten - Neugierde.
Als Beispiele zur Auffrischung Eurer Erinnerung: „Lass da, das tut man nicht.“ - „Gib nicht so an.“ - „Sei nicht so albern.“ - „Was sollen denn die Leute denken!“ - „Das Denken solltest du anderen überlassen. Die werden schließlich dafür bezahlt.“ - „Unsereins ist doch sowieso immer der Dumme.“ - „Wer schreit, hat Unrecht.“ - „Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.“ - „Ober sticht Unter.“
„Danke“ sagt jetzt schon
Burkhard
Intelligenz säuft, Dummheit frißt.
gruß
rolf
Hallo zusammen,
„Danke“ sagt jetzt schon
Burkhard
„Von nex kütt nex“
(Von nichts kommt nichts)
Gruß, Sonja
Hi Burkhard,
hier noch paar Sprüche:
Nex witt su hees jegesse, wie et jekoch witt.
(Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird)
Wie du mir, so ich dir.
Was du nicht willst dass man dir tut, füg auch keinem andern zu.
Wenn et em Essel zu joht jeht, jehte opem Eis.
(Wenn es dem Esel zu gut geht, geht er auf`s Eis)
LG, Sonja
hi,
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Gruesse
coco
Hallo!
Ein paar weiß ich noch.
Wer flüstert der Lügt!
So lange du deine Füße unter meinen Tisch stellst, habe ich das Sagen.
Mach erstmal eine Ausbildung, dann kannst du immernoch blöd spielen.
In Rom benimmt man sich wie die Römer.
Wenn du jetzt nicht aufpasst hast du später von Tuten und Blasen keine Ahnung.
Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.
Spare jetzt, dann hast du´s in der Not.
Ich glaube meine Familie steckt voller solcher Sprüche.
Gruß Corinna
Hai, Burkhard,
zum 2. Komplex hab ich zwei Sachen, die mich definitiv bis heute beeinflussen:
„Komm - der Onkel hat Schokolade…“
Sinn: Trau niemanden, der nett tut und Dir grundlos was schenken will.
Nichts macht mich mißtrauischer…
„Nur zugeben, was Dir bewiesen wird“
Sinn: Plapper gegenüber unseren Freunden und Helfern nichts aus - Pappa könnte Ärger kriegen.
Das hab ich aber so weit abgebaut, daß ich inzwischen Leute, die mit illegalen Tätigkeiten anderen schaden, gnadenlos verpfeife.
Gruß
Sibylle
Hallo Burkhard,
einer der blödesten
„Jeder ist seines Glückes Schmied“
Erfreut besonders Langzeitarbeitslose.
„Langes Fädchen, faules Mädchen“
Wenn das Mädchen beim Nähen einen zu langen Faden wählt, ist sie also zu faul, öfter einen neuen einzufädeln.
„Kann ich nicht, liegt auf dem Friedhof,
Will ich nicht, liegt gleich daneben“
LG, MrsSippi
Auch hallo!
Ich hab in meinem Gedächtnis gekramt:
„Was ich selber denk und tu, trau ich auch den andern zu!“
„Geld allein macht auch nicht glücklich!“
„Der Lehrer hat immer recht…!“ (Was hab ich diesen Satz gehaßt!)
„Hochmut kommt vor dem Fall!“
„Ein Unglück kommt selten allein!“ (Ist auch heute noch so!)
LG Doreen
Na, dann will ich auch mal in meine Erinnerungskiste greifen, lieber Burkhard.
Ich hatte eine in dieser Hinsicht äußerst produktive Großmutter, deren Weisheiten ich hier schon mal gelegentlich weitergebe, wenn sie mir angebracht erscheinen.
„Wie man kommt gegangen, so wird man auch empfangen.“
„Mit dem Hute in der Hand, kommt man durch das ganze Land.“
„Jung gewohnt ist alt getan.“
„Man trägt nicht schwer an dem, was man im Kopfe hat.“
Mein Großvater ermahnte mich oft: „Wenn Du eine Leiter besteigst, sei freundlich zu dem, der sie hält!“
Leider fallen mir diese schönen Sinnsprüche immer nur im passenden Zusammenhang ein. So auf Abruf klappt das nicht, dafür sind sie viel zu tief verinnerlicht 
Grüße
Eckard
Hall Burkhard,
die fallen mir grad spontan ein:
Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir.
Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen.
Lass das, meine Mutter hasst das.
Du redest wie ein Wasserfall.
Nimm dich nicht so wichtig.
Grüße
Demenzia
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hi Burkhard,
ein sehr spannendes Thema, dann bekommst Du also meine Sprüche auch noch. 
Glücklicherweise bin ich mit nur sehr wenigen Gemeinplätzen (denn solche sind es ja) seitens meiner Mutter erzogen worden.
Von meiner Großmutter kenne ich jedoch einige. Der immer noch am meisten in Erinnerung seiende ist:
Der liebe Gott sieht alles"
Ich habe sehr lange gebraucht, um mich vom Gottesbild meiner Großmutter zu lösen und einem liebenden, verzeihenden Gott (vs. einem beobachtenden und strafenden) zu vertrauen. Aber das ist ein anderes Thema. 
Was fällt mir sonst noch ein? Ich schreibe die wenigen, die mir in den Sinn kommen, auf, negative wie positive.
1. Themenkomplex: Arbeit - Geld - Kooperation -
Hilfsbereitschaft - etwas bewirken können - Engagement - Lob
und Tadel - Zuverlässigkeit.
-
Der Klügere gibt nach (kam öfter in der Schule. Ich fand schon damals, die Lehrerin hatte Unrecht. Der Klügere muß durchaus nicht nachgeben).
-
Nur wer gegen den Strom schwimmt, kommt zur Quelle. (War ein Standardspruch meiner Mutter).
-
Versprochen ist versprochen, das wird auch nicht gebrochen (auch von meiner Mutter - diesen Spruch wende ich bei meinem Sohn übrigens auch oft an).
2. Themenkomplex: Verhalten gegenüber Fremden -
Verhalten in der Öffentlichkeit - Äußerung von Gefühlen -
Spontaneität - Begeisterungsfähigkeit - Gastgeber sein -
Verhalten gegenüber Autoritäten - Neugierde.
-
Wo zwei satt werden, werden auch viele satt (auch meine Mutter. Ich konnte immer Freunde mitbringen).
-
Indiander kennen keinen Schmerz (kam von meinem Vater. Meine Mutter ist ihm dafür öfters massiv über den Mund gefahren, sie mochte den Spruch nicht).
-
Wer wagt, gewinnt. (Das sagten eigentlich alle, die ich kenne *g*)
Hm, da gab es sicher noch mehr, aber momentan fallen mir keine mehr ein.
Liebe Grüße, Nike
Noch einer!
Ha, ein wichtiger ist mir gerade eingefallen. Wann immer etwas schlecht lief, zum Beispiel bei schlechten Zensuren, sagte meine Ma immer (mit einem dementsprechenden Grinsen): „Hauptsache, wir sind alle gesund!“.
Ich liebe diesen Spruch. 
Nike
Un us Kölle
Und da fallen mir gleich noch ein paar ein, die „typisch Kölsch“ sind und aus unserer Ecke kommen:
Et kütt wie et kütt (es kommt wie es kommt)
und
Et hätt noch immer jot jejange (es ist noch immer gut ausgegangen).
Mag ich auch sehr, und fallen in meiner Familie auch recht häufig.
LG, Nike
Zusammenfassung bis 20.4., 18.35 Uhr
Glaubenssätze
Et kütt wie et kütt (es kommt wie es kommt). Et hätt noch immer jot jejange (es ist noch immer gut ausgegangen).
Wann immer etwas schlecht lief, zum Beispiel bei schlechten Zensuren, sagte meine Ma immer (mit einem dementsprechenden Grinsen): „Hauptsache, wir sind alle gesund!“.
Der liebe Gott sieht alles.
Der Klügere gibt nach.
Nur wer gegen den Strom schwimmt, kommt zur Quelle.
Versprochen ist versprochen, das wird auch nicht gebrochen.
Wo zwei satt werden, werden auch viele satt.
Indianer kennen keinen Schmerz.
Wer wagt, gewinnt.
Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir.
Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen.
Lass das, meine Mutter hasst das.
Du redest wie ein Wasserfall.
Nimm dich nicht so wichtig.
Lass das, das tut man nicht.
Gib nicht so an.
Sei nicht so albern.
Was sollen denn die Leute denken!
Das Denken solltest du anderen überlassen. Die werden schließlich dafür bezahlt.
Unsereins ist doch sowieso immer der Dumme.
Wer schreit, hat Unrecht.
Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.
Ober sticht Unter.
Wie man kommt gegangen, so wird man auch empfangen.
Mit dem Hute in der Hand, kommt man durch das ganze Land.
Jung gewohnt ist alt getan.
Man trägt nicht schwer an dem, was man im Kopfe hat.
Wenn Du eine Leiter besteigst, sei freundlich zu dem, der sie hält!
Was ich selber denk und tu, trau ich auch den andern zu!
Geld allein macht auch nicht glücklich!
Der Lehrer hat immer recht…!
Hochmut vor dem Fall!
Ein Unglück kommt selten allein.
Jeder ist seines Glückes Schmied.
Langes Fädchen, faules Mädchen.
Kann ich nicht, liegt auf dem Friedhof, Will ich nicht, liegt gleich daneben.
„Komm - der Onkel hat Schokolade…“ Sinn: Trau niemanden, der nett tut und Dir grundlos was schenken will.
Nur zugeben, was Dir bewiesen wird.
Wer flüstert der Lügt!
So lange du deine Füße unter meinen Tisch stellst, habe ich das Sagen.
Mach erstmal eine Ausbildung, dann kannst du immer noch blöd spielen.
In Rom benimmt man sich wie die Römer.
Wenn du jetzt nicht aufpasst hast du später von Tuten und Blasen keine Ahnung.
Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.
Spare jetzt, dann hast du´s in der Not.
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Nex witt su hees jegesse, wie et jekoch witt. (Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird)
Wie du mir, so ich dir.
Was du nicht willst dass man dir tut, füg auch keinem andern zu.
Wenn et em Essel zu joht jeht, jehte opem Eis. (Wenn es dem Esel zu gut geht, geht er auf`s Eis)
„Von nex kütt nex“ (Von nichts kommt nichts)
Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.
Was der Bur net kennt, frit er nicht.
Intelligenz säuft, Dummheit frisst.
wer sich in gefahr begibt, kommt darin um
no risk, no fun
den letzten beissen die hunde
man soll den tag nicht vor dem abend loben
reden ist silber, schweigen ist gold
viele köche verderben den brei
was lange währt, wird endlich gut.
morgenstund hat gold im mund
nachts sind alle katzen grau
lügen haben kurze beine
…sich sein grab schaufeln…(wenn jemand etwas offensichtlich „dummes“ angeht)
…den letzten nerv kosten.
nerven wie drahtseile haben
ob das auch dazu gehört, weiss ich nicht:
rote haare sommersprossen, sind des teufels artgenossen*g
ich konnte mir nicht merken was du da alles schon hast, also sorry,
falls etwaiges doppelt ist. die dinge sind mir spontan eingefallen,
es gibt noch vieles mehr, aber da müsste ich dann noch genauer nach-
denken.
LG
nina
äh… alle wege führen nach rom… auch sehr beliebt*g
Hallo,
mir fällt grad noch ein: „unrecht Gut gedeihet nicht“ und „Willst du gelten, mach dich selten“.
Gruß
Kreszenz
hallo Burkhard,
„Wer sein Kind liebt, der züchtiget es“.
„Eher ernährt eine Mutter acht Kinder, als acht Kinder eine Mutter.“
„Ihr solltet nicht den Ast absägen, auf dem ihr sitzt.“
„An einem Streit sind immer beide Seiten schuld.“
„Ein Narr, der mehr gibt als er hat.“
„Wer den Heller nicht ehrt, ist des Talers nicht wert.“
„Vögel, die morgens singen, frißt abends die Katz.“
„Mädchen, die pfeifen und Hennen, die kräh’n, denen sollt man all beiden die Hälse umdreh’n.“
Gruß, I.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]