Hallo
Ich habe da gerade so ein Buch am Wickel Ken Keyes Jr. „Handbook to
higher consciousness“
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/1870845242/qid…
Dieses Buch bekommt in den Rezensionen bei amazon ja unfassbar viel
Lob. Als ich es kaufte (nicht gezielt, sondern zufaellig), wusste ich
davon noch nichts und auch nicht, dass dieses Buch mittlerweile
Kultstatus hat.
Der Autor behauptet ganz unbescheiden, dass seine Theorie und die aus
ihr abgeleiteten praktischen Regeln das Gluecksrezept seien.
Die Theorie ist zwar im Grossen und Ganzen plausibel, wenn auch
voellig unwissenschaftlich, was aber nicht heissen muss, dass sie
falsch sei. Ihre Grundlagen liegen wohl im Buddhismus.
Ich will gar nicht auf den Inhalt eingehen, das tue ich vielleicht
spaeter einmal, wenn ich das Buch gruendlich durchgelesen und
verarbeitet habe, denn trotz meiner Einwaende glaube ich, dass die
Lektuere lohnt. Auch wenn man Unsinn liest, kann man etwas lernen,
naemlich dann, wenn man sich ueberlegt, warum es Unsinn ist.
Ich glaube, dass die menschliche Psyche zusammen mit ihrer Umwelt,
mit der sie ja wechselwirkt, ein so komplexes System darstellt, dass
es unmoeglich ist, einen so komplexen Aspekt wie „Glueck“, den man ja
schon kaum definieren kann (mit „Liebe“ ist es ebenso), korrekt zu
beschreiben und Regeln aufzustellen, die allgemeingueltig sind.
Fraglich ist, ob es ueberhaupt Gesetzmaessigkeiten gibt.
Trotzdem ist die Frage „Wie werde ich gluecklich?“ die vielleicht
wichtigste, die man sich denken kann und nichts ist von allgemeinerem
Interesse, denn all unser Tun hat das Glueck zum Ziel.
Kein Wunder also, dass Menschen sich redlich bemuehen, Methoden zu
finden, die zum Glueck fuehren. Dabei muessen sie zwangslaeufig das
Problem extrem vereinfachen und bis auf die erst in den letzten
Jahren unternommenen systematischen Forschungen auf diesem Gebiet
(z.B. Seligmann) ist wohl alles Spekulation und Faustregeln.
„Die Gluecksformel“ von Stefan Klein finde ich einen guten Beitrag
zur populaerwissenschaftlichen Literatur der wissenschaftlichen
Gluecksforschung. Dort findet man dann auch keine hochtrabenden
Theorien, sondern einige statistische Aussagen und Beobachtungen,
sowie einige neurologische und pharmakologische Erkenntnisse.
Mehr weiss man einfach noch nicht.
Wir wissen aber auch, dass bestimmte Geisteshaltungen und bestimmte
eingeuebte Gedanken und bestimmte Verhaltensweisen gluecklicher bzw.
ungluecklicher machen koennen.
Was sind eure Gluecksrezepte? Was macht euch gluecklich oder
ungluecklich? Macht Vergnuegen gluecklich? Gibt es Menschen, die
gluecklich aber unzufrieden sind?
Findet ihr diese Definitionen zutreffend:
Glueck ist das Gefuehl, das man in schoenen Momenten empfindet.
Zufriedenheit ist die allgemeine Bejahung des Lebens, das man fuehrt.
Gluecklich ist, wer genuegend viele Gluecksmomente hat und zufrieden
mit seinem Leben ist.
Welche Dinge habt ihr angstrebt, von denen ihr meintet, sie wuerden
euch gluecklich machen, die dann aber in dieser Hinsicht eine
Enttaeuschung waren? Wann habt ihr unerwartete Gluecksmomente
empfunden?
Wer ungluecklich ist, der kann zwei Dinge tun:
- Seine Umwelt aendern, d.h. neuen Job suchen, sich scheiden lassen
oder heiraten, sich ein Auto kaufen etc. - Sich selbst aendern, d.h. an seiner Einstellung zu den Dingen
arbeiten, Begehren und Wuensche ueberwinden.
Meiner Meinung nach sind beide Wegen schwierig und mal ist der eine
leichter und mal der andere. Welcher Methode gebt ihr den Vorzug oder
haltet ihr fuer mehrversprechend?
Das reicht wohl erstmal. Ich hoffe ihr seid nicht zu faul zum
antworten
.
Danke schonmal, Tychi
