Goethe und der Erlkönig

Hallöchen :o)

Eine klitzekleine Frage bei der mir das Netz im allgemeinen nicht helfen konnte…

Meine Frage: Warum schrieb Goethe den Erlkönig?

Fragen, die nur Lehrer stellen können… *gg*

Lg
Christin Hess

Hallihallo!

Meine Frage: Warum schrieb Goethe den Erlkönig?

Da mußt du ihn schon selbst fragen! :smile:

Nun weiß ich ja nicht inwieweit du geschichtlich darüber informiert bist, solltest du das bereits wissen, dann war diese Antwort überflüssig, aber was solls:

Also den Namen Erlkönig hat er gar nicht erfunden, sondern bei Herder geklaut! Und dieser hat den Namen aus dem Dänischen falsch(!) übersetzt! Dort heißt er Ellekonig, obs richtig geschrieben ist weiss ich nicht. Aber das heißt richtig übersetzt: Elbenkönig.
Es war also vermutlich nur eine Assoziation!

Fragen, die nur Lehrer stellen können… *gg*

Lehrer sind ehemalige Schüler, die durch Fragen zu Lehrern wurden, um dann die erhaltenen Antworten, an die Schüler weiterzugeben! *g*

Sei gegrüßt
Junktor

Hi Christin,

Meine Frage: Warum schrieb Goethe den Erlkönig?

Weil es ihm Spaß gemacht hat?!
Nein im Ernst:
Kennst Du das Stück ‚Goethe im Examen‘ von Fridell und Polgar?
Wenn nicht, unbedingt lesen!

Fragen, die nur Lehrer stellen können… *gg*

Denn genau mit diesem Stück kann man (Deutsch)LehrerInnen wunderbar foppen.

Gandalf

Hallöchen zurück :o)

Meine Frage: Warum schrieb Goethe den Erlkönig?

Abgesehen von inneren Antrieben, die bei poetischen Ergüssen stets eine Rolle spielen, gab es für den damals noch nicht sehr alten Goethe wohl zwei Motive:

  1. Die Neuentdeckung nationaler Poesien. Wie schon gesagt, begann Herder mit Sammlungen ausländischer „Nationalpoesie“; Ossian - ein scheinbar alter schottischer Sänger - wurde damals populär und fand auch im „Werther“ seinen Niederschlag.
    Aus einer Sammlung dänischer Gedichte holte sich - klauen ist zu hart formuliert - Goethe das Motiv des „Ellerkong“ = „Elfen/Elbenkönig“, wobei das Missverständnis „Eller = Erle“ schon im Dänischen möglich sein soll.

  2. Die Macht der Naturgewalten, des Übersinnlichen, Geheimnisvollen, Magischen, Gespenstischen war in dieser Zeit ebenfalls en vogue, was dann zu den „gothic novels“, zu ETA Hoffmanns Spukgeschichten und später zu Frankenstein und Dracula führte.

Goethe bediente also auch den Zeitgeschmack. Und das kleine Gedichtlein ist ja wohl eines seiner bekanntesten, was auch die vielen Vertonungen bezeugen.

Fragen, die nur Lehrer stellen können… *gg*

Nichts da *gg*!
Das staunende Fragen ist der Anfang jeden Wissens, jeder Wissenschaft, jeder Philosophie. Wenn also ein Lehrer Fragen stellt, leitet er als „Kinderführer“ (Pädagoge) seine Schüler auf den Weg, an dessen Ende reife Menschen stehen sollten.

Fritz

na, da schau an! se non e vero…

Meine Frage: Warum schrieb Goethe den Erlkönig?

Liebe Christin,
mir wurde vor genau 50(sic!) Jahren folgende Erklärung gegeben: Der Herr Geheimrat Goethe war auf Reisen, natürlich per Postkutsche, als eine Panne, sprich Radbruch, ihn zwang, in irgend einem gottverlassenen Gasthaus Unterkunft zu nehmen. Die einzige Lektüre, die er dort nach dem nicht eben schmackhaften Abendessen bzw. Nachtmahl zu seiner Erbauung vorfand, war eine lokale Gazette älteren Datums, in welcher in dürren Lettern folgende Geschichte stand: Ein Gutsherr hiesigen Ortes ritt neulich…
Ob du’s glaubst oder nicht: ich habe diese wundervolle ‚Einführung‘ in alle meine Lektionen mit und über den Erlkönig verwendet, ( und der Zweck hat denselbigen erreicht! Poetry is more real than reality!)

Fragen, die nur Lehrer stellen können… *gg

Lehrer/innen, die solche Fragen stellen, sollen, müssen, dürfen, können ein Leben lang unterrichten!!!)

Lg
Christin Hess

Hallo,

Meine Frage: Warum schrieb Goethe den Erlkönig?

ein ganz konkreter Anlass wird hier behauptet:

„Boyle führt die Entstehung des Gedichts zurück auf einen nächtlichen Ritt Goethes im April 1779 nach Tiefurt mit Fritz von Stein vor sich im Sattel. Goethe war in Charlotte von Steins Sohn nicht nur väterlich vernarrt. Im selben Jahr ließ er durch den Hofbildhauer Gottlieb Martin Klauer von dem Knaben eine lebensgroße Aktskulptur fertigen, was anscheinend niemanden befremdete.“
(Quelle: http://www.angelfire.com/poetry/seidel/ )

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Hallo,

Goethe war in Charlotte von
Steins Sohn nicht nur väterlich vernarrt.

G. war ein Kinderf…r?
pfui!

gruß
vbt