Hi,
Aber hier habe ich ein Problem. Wer sagt mir denn, dass ich im
Fall eines größeren Krieges oder kollabierenden
Wirtschaftsraumes überhaupt noch Zugriff auf einen PC und mit
diesem PC Zugriff auf mein Depot hätte? Letzten Endes ist ja
Gold, ebenso wie Aktien und andere Wertpapiere, nichts anderes
als Zahlen auf Papier.
Natürlich
Allerdings war ich jetzt nicht von einem Atomkrieg ausgagangen an dessen Ende es dann wohl aller Wahrscheinlichkeit nach sowieso keine Rolle mehr spielt, ob man nun Gold hat oder nicht.
Ausgeben geschweige denn genießen wird man es eh nicht mehr können 
Es ist ein Leichtes, einfach Konten einzufrieren. Ich denke da
beispielsweise an die Sperrung von Konten, die sich in
jüdischem Besitz befanden. (Wann genau das war, müsste ich
heraussuchen - aber es ist passiert.)
Ja, stimmt. Das war mal so leider 
Von daher kann Gold nur dann eine Sicherheit gegenüber einem
vom Kollaps bedrohten Finanzmarkt sein, wenn man es
tatsächlich in der Hand hält.
Na ja, nicht unbedingt. Wenn man den Gedanken mal weitergeht, dann könnte ja selbst derjenige der das Gold zu Hause hat, im Alltag nur wenig damit anfangen - weil wo will er damit bezahlen können ?
Also muss die Wirkung des Goldes eine andere sein.
Wenn es nun zu einer solchen Krisensituation (egal welcher Art) kommt, dann wird der Vorteil von Gold vornehmlich darin gesehen, dass durch die am Wirtschaftsgeschehen beteiligten Gruppen und Institutionen eine „Steuerung“ bzw. „Manipulation“ dieser Größe praktisch nicht möglich ist.
Beispiel: Kommt es zu einer größeren globalen Krise bzw. deutet sich eine solche an, dann wird es immer so sein, dass entweder die Politik oder aber noch eher die Zentralbanken über die ihnen zur Verfügung stehenden Mittel Einfluss zu nehmen suchen. Dies wird dann nicht selten in einer Veränderung von Geldmenge bzw. den Zinsen stattfinden.
Hier liegt einer der kritischen Punkte - die Geldmenge. Durch eine Geldmengenausweitung sinken die Zinsen und die Inflationsgefahr ist erhöht. Oftmals ist es aber so, das solche Gegenmaßnahmen der Zentralbanken entweder zu spät kommen oder aber sogar verpuffen. Außerdem besteht nicht selten eine Vielzahl von Gegenmeinungen, wie man eine Krise besser lösen könnte.
Vor diesem Hintergrund versuchen die Anleger dann in eine Größe zu investieren, von der sie annehmen, das sie von solchen Maßnahmen weit weniger betroffen sein wird.
Es geht also einzig und allein um das Überstehen einer schwierigen Zeit. Dabei besteht seitens dieser Anleger aber niemals die Sorge, dass sie auf ihre Transaktionen oder aber ihre Depots keinen Einfluss nehmen können. Das Vertrauen in die jeweiligen Rechtsordnungen oder aber auch technischen Einrichtungen ist auch in Krisenzeiten gegeben - auf jeden Fall in den Industriestaaten.
Es geht also lediglich darum, sein „Vermögen“ für die Zeit der Gegenmaßnahmen bzw. der Anfänge dieser Gegenmaßnahmen als Antwort auf eine (potentielle) Krise „zu parken“.
Und damit beschwört man dann
wieder ganz andere Gefahren herauf. … So wirklich überzeugt
mich das also noch nicht. Ich habe da eine WKN, neben der
„Gold“ steht. Hm … toll. Aber es ist und bleibt doch nur
eine WKN im Depot.
Ja, das ist halt die Sache, wenn man sein Zahlungssystem zu einem erheblichen Anteil durch physisch nicht vorhandene „Werte“ organisiert.
Ich erinnere nur an Argentinien vor 2 Jahren. Da gab es ja plötzlich auch den riesen Bank-Run, eben weil das Finanzsystem schon mehr oder weniger in der Pathologie lag und Sicherheiten eben nicht mehr da waren.
Allerdings muss man sagen, dass hier in Europa oder aber auch den USA oder einigen anderen Staaten, solche Ereignisse zwar nicht völlig ausgeschlossen aber dennoch mit einer sehr niedrigen Wahrscheinlichkeit gegeben sind.
VG
TraderS