Gott als Mörder

Gott sagt doch ganz deutlich, warum diese Völker sterben
mussten.

hallo

ich darf ein bißchen vom thema abkommen: wir dürfen nicht vergessen, was für ein weltbild damals geherrscht hat. jeder stamm hatte seinen gott, und jeder krieg war auch ein krieg gegen die anderen götter. dementsprechend war das damalige kriegsrecht. nur so kann man verstehen, warum damals die sieger ihre besiegten ausgerottet haben, sogar das vieh. kriegsbeute zu nehmen war verboten, weil es entweihte gegenstände waren. (darum gehts sogar einmal expizit. ich weiß die stelle jetzt nicht.) alle damaligen völker handelten so, nicht nur die israeliten, nur weiß jeder eben von denen alles bis ins detail, dank eines weltweiten bestsellers…

diesmal unreligiöse grüße :smile:
lehitraot.

Brian und Jesus (offtopic)
Hai, Frank,

sosehr ich diesen Film liebe, aber Jesus kommt nur am Rande vor: bei Brians Geburt (einen Stall weiter), die Bergpredigt („Lauter!“) und bei dem Ex-Leprakranken ("…und da kommt der Kerl vorbei und HEILT mich…"), aber er wirft ein sehr helles Licht auf Religionsgemeinschaften und „Befreiungsorganisationen“
*böse grins*
„Die judäische Volksfront - Spalter“ „Aber wir sind doch die judäische Volksfront!“
Sibylle

Hallo,

Die Vorstellung ist mir eh unbegreiflich.
Ist das ein sinnvolles Opfer? Wenn Gott sich wirklich opfert
im Sinne von tatsächlichem Verlust, dann ist das ein sinnloses
Opfer - die Menschheit wird dadurch (wodurch eigentlich?)
geheilt, aber Gott gibt es nicht mehr.
Aber das Opfer ist kein echtes, denn der Sohn ist Gott und
kann wiederauferstehen - dann ist es in meinen Augen kein
Opfer mehr, sondern (ich entschuldige mich im voraus bei wem
das beleidigend klingen könnte) nur Hokuspokus.

Jesus war nicht einfach nur der personifizierte Gott. Jesus war ein Mensch. Er war sowas wie ein Vorbild. Nach dem Motto: ich schicke euch meinen Sohn, der zeigt euch, wie man’s richtig machen kann. Das was Jesus tat, kann jeder Mensch tun, wenn er nur den Glauben hat. Klar ist Jesus wieder auferstanden. Schmälert das seine Qualen? Jesus ist den schlimmsten, schwierigsten Weg gegangen, den es gab. Und am Ende wurde er gerettet. Jesus war aber nicht der einzige der auferstanden ist. Lazarus, sein Freund, ist auch von den Toten zurückgekehrt. Die Auferstehung zeigt nur, dass Gott mächtiger ist als der Tod.
Ob das Jesus ein Scheinopfer war, ich weiß nicht. Dazu hat er zu sehr gelitten und geschrien.
Gott zeigt mit der Kreuzigung und folgender Auferstehung doch, dass es Rettung auch für den niedrigsten gibt. Auch wenn alle auf ihn spucken, ihn anklagen und mit der schlimmsten Strafe belegen, die es gibt - bei Gott wird er gerettet.

Aber das Opfer ist kein echtes, denn der Sohn ist Gott und
kann wiederauferstehen - dann ist es in meinen Augen kein
Opfer mehr, sondern (ich entschuldige mich im voraus bei wem
das beleidigend klingen könnte) nur Hokuspokus.

Der Sohn ist nicht Gott. Der Sohn ist menschgewordener Gott. Ein kleiner, aber feiner Unterschied. Und wenn der Menschgewordene auferstehen kann, dann kann es auch der Mensch.
Und nennen wir es mal nicht Hokuspokus, sondern Wunder :smile:

Gruß,
Zwergenbrot

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Hallo,

genug um nach belgien eingeladen zu werden. verdammt…
falsches brett!

Das ist auch mir zu hoch. Kannste das mal näher erläutern? Verliert dann bestimmt den ursprünglichen Witz, aber es würde mir mehr geben.

mal ernsthaft: ist schon komisch, daß dieselben leute, die
einen ermordeten am kreuz als heiland verehren, sich über das
brutale alte testament echauffieren.

Wir echauffieren uns ja nicht nur über das brutale alte Testament, sondern auch über die brutalen Menschen, die den Heiland ans Kreuz genagelt haben. Denn vom Heiland kann man nciht behaupten, dass er brutal war. Drastisch, radikal, dass kann man über Jesus sagen, aber brutal, nicht wirklich.
Deshalb sollten sich die Christen, die leben wollen, wie Jesus, auch über jede Brutalität aufregen. Schließlich heißt es schon im alten Testament: Du sollst nicht töten. Da steht kein „Es sei denn…“ oder „Du sollst Deinen nächsten nicht töten.“ Nein, das morden ist dem Christen untersagt. Drum regt er sich über jedes Gewaltverbrechen auf und das ist auch sein gutes Recht.

Gruß,
Zwergenbrot

grüße
lehitraot.

Wunderschönen guten Tag wünsche ich,

Wie siehts denn mit dem zweiten Weltkrieg aus?

Den würde ich nicht unbedingt auf Gottes Konto schreiben. Auch wenn Hitler in seiner letzten Rede zum deutschen volk am 30. Januar 1945 gesagt hat:

„Von dieser Pflicht kann mich nur der entbinden, der mich dazu berufen ht. Es lag in der Hand der Vorsehung, am 20. Juli durch die ombe, die 1 1/2 Meter neben mir krepierte, mich auzulöschen und damit mein Lebenswerk zu beenden. Das mich der Allmächtig an diesem Tag beschützte, sehe ich als eine Bekräftigung des mir erteilten Auftages an.“

Mal agesehen von dem Stückchen, ein paar Minuten früher:
„Der Allmächtige hat unser Volk geschaffen. Indem wir seine Existenz verdeidigen, verteidigen wir sein Werk.“
hat er Gott wohl eher garnicht erwähnt.

Gott kämpfte wahrscheinlich nicht auf der Seite der Deutschen (denn deren Verhalten war nicht gerade göttlich).
Gott ist in den Zeiten des Krieges mit Sicherheit oft in ERscheinung getreten, doch bestimmt nicht auf der Seite irgend einer Nation.

Ich weiß, die Amerikaner haben auf ihren Dollarscheinen stehen: „In God we trust“
Aber wenn das wirklich der Fall wäre, dann würde sie sich das mit dem Afghanistanfeldzug und der Todesstrafe noch mal überlegen. Und auch die Sache mit der Atombombe spricht dafür, dass sie nicht die wirklich göttliche Nation sind.

Ich weiß nicht genau, warum Gott Heer um Heer im zweiten Weltkrieg vernichtet haben sollte. Wenn du mir erklären würdest, warum dies ein Krieg Gottes war, stimme ich Dir zu.
Bei den anderen Stellen (Sodom und Gomorra und die Sinnflut) stimme ich dir zu.

Grüße,
Zwergenbrot

Würde Gott irgendeine Handlung auf Erden prinzipiell nicht passen könnte er sie einfach unterbinden. Er ist ja allmächtig. Also kann man ihm doch zumindest eine Duldung der Geschehenisse vorwerfen.

SAN

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hallo nochmal kurz…

genug um nach belgien eingeladen zu werden. verdammt…
falsches brett!

Das ist auch mir zu hoch. Kannste das mal näher erläutern?
Verliert dann bestimmt den ursprünglichen Witz, aber es würde
mir mehr geben.

okay. das war eine anspielung auf eine debatte in auslandspolitik. scharon soll ja als kriegsverbrecher in belgien angeklagt werden, weil er morde zwar nicht getan, aber zugelassen hat. darauf bezog sich mein (zugegebenermaßen überflüssiger) kommentar.

Wir echauffieren uns ja nicht nur über das brutale alte
Testament,

doch… genau darum ging es diesem thread. wenn es um jesus ginge, hätte ich nicht geantwortet!

war nur eine erläuterung. mehr will ich mich nicht einmischen in dinge, die mich nichts angehen.

grüße
lhitraot.

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brutal
Hallo lehitraot,

mal ernsthaft: ist schon komisch, daß dieselben leute, die
einen ermordeten am kreuz als heiland verehren, sich über das
brutale alte testament echauffieren.

es sind nicht dieselben Leute.
Es sind jene, die gar nicht wissen, warum Jesus sterben musste.
Wer die Grundzüge der christlichen Lehre verstehen will, muss auch die mosaischen Opfergesetze verstanden haben.

Über das „brutale AT“ echauffieren sich Leute, die entweder aus Tradition „Christen“ sind, oder das AT gar nur von ferne kennen.

Gruss Harald

Hallo nochmal,

Würde Gott irgendeine Handlung auf Erden prinzipiell nicht
passen könnte er sie einfach unterbinden. Er ist ja
allmächtig. Also kann man ihm doch zumindest eine Duldung der
Geschehenisse vorwerfen.

Man kann ihm die Duldung der Geschehnisse vorwerfen, schon richtig. Aber was man kann ihn, was ich für sinnvoller halte, dafür auch loben.
Gott hat ja versprochen sich nicht weiter in unser Leben einzumischen. Das war, nachdem Noah mit Arche und Familie an Land angelegt hat:
"Dr Herr roch den besänftigenden Duft des Opfers und sagte zu sic selbst: 'Ich will die Erde nicht noch einmal bestrafen, nur weil die Menschen so schlecht sind! Alles, was aus ihren Herzen kommt, ihr ganzes Denken und Planen, ist nun einmal böse von Jugend auf. Ich will nicht mehr alles Leben auf der Erde vernichten, wie ich es getan habe.

Von Jetzt an gilt,
solange die Erde besteht:
Nie werden aufhören Saat und Ernte,
Frost und Hitze,
Sommer und Winter,
Tag und Nacht."
(1. Mose, Kapitel 8, Verse 21 bis 22)

Gott hat ja versprochen sich rauszuhalten, uns nicht weiter zu bestrafen, wenn wir was falsches tun. Klar hätte Gott den zweiten Weltkrieg verhindern können. Und auch jeden anderen. Und auch jedes Verbrechen, was derzeit verübt wird.
Aber wenn er das tun würde, könnte man dann unser dasein noch als Leben bezeichnen. Dann wären wir Marionetten unter seiner Fuchtel. Keine eigenen Entscheidungen, kein eigener Wille. Würde man so einen Gott als gnädig bezeichnen? Würde man dann Gott nicht genau das Gegenteil vorwerfen? Jegliche Entscheidungsfreiheit zu unterbinden und uns zu Sklaven zu machen? Wäre Gott nicht ein grausamer Tyrann, wenn wir nur tun dürften, was ihm in den Kram passt?
Der zweite Weltkrieg war mit Sicherheit eines der schlimmsten Kapitel der menschlichen Historie (wenn nicht das schlimmste).
Grausame Taten wurden vollbracht, Menschen wurden gequält und geschlachtet.
ABer Gott trägt nicht die Schuld der Täter auf seinem Rücken. Die Schuld die die Menschen damals auf sich genommen haben, kann man nicht auf Gott umwälzen.
Ich versichere Dir, Gott hat alle Greultaten gesehen und für jeden Menschen der gelitten hat, hat Got bitterlich geweint undwahrscheinlich weint er heute noch. Wenn er nicht schon wieder weint vor Trauer um die Kinder, die er in Israel und anderen Ländern verliert.
Während der Zeit des zweiten Weltkrieges war Gott bestimmt nicht untätig. Er hat zwar nicht das deutsche Heer niedergesreckt und auch nicht alle Juden gerettet. Aber er hat auch nicht einfach nur geschwiegen. Und manch einer beschwört heute noch, er wurde von Gott berührt, als seine Flucht aus dem KZ gelang oder ihn der Feind in einer Sekunde der Gnade nicht erschossen hat.

Wer Gott nicht sehen will und seine Wunder nicht eleben will, den lässt Gott in Ruhe. Wer Gott nicht sehen will, der wird auch seine Wunder im zweiten Weltkrieg nicht entdecken.

Du wirst mir jetzt wahrscheinlich in vielen Punkten widersprechen und wir können lange diskutieren, wozu ich bereit bin und wozu dieses brett hier irgendwo auch da ist. Aber ich bitte dich, dass du bevor du deine Antwort schreibst, mal unter dem Stichwort Theodizeefrage im Archiv stöberst. Wenn ich mich nicht irre, dann müsstest Du dort ein paar passende Artikel finden.

Grüße,
Zwergenbrot

Hallo Thomas,

Viele Christen haben Schwierigkeiten mit den
Alttestamentlichen Texten, was hauptsächlich daran liegt, daß
uns die Gedankenwelt dieser Zeit fremd geworden ist. Auch von
einem Atheisten muß ich
verlangen können, daß er die Kultur der damaligen Zeit
mitberücksichtigt. Ohne das kann niemand die Texte verstehen.

Wer kann diese Texte überhaupt verstehen ? Ich denke, die wurden auch gar nicht geschrieben um „verstanden“ zu werden, sondern um diese eine Religion zu fundamentieren; das macht man üblicherweise nicht mit/(über den) Verstand.

Ich denke überhaupt nicht daran, die Denkweise eines unbedeutenden Kleinstvolkes im nahen Osten von vor 2000 Jahren anzunehmen/zu berücksichtigen, wenn ich über eine aktuelle Religion diskutieren will.

Er schickte ihn als Opfer. Dahinter steht aber eine
Vorstellung von Strafe und Sühne, die gerade einem Atheisten
von heute unklar ist. Warum? Weil besagte Atheisten das Gefühl
von Schuld verloren haben und daher nicht mehr meinen gerettet
werden zu müssen.

Halte ich mindestens für unglücklich formuliert. Wofür straft der AT-Gott eigentlich wen durch den „Tod“ seines „Sohnes“, der zumindest zur damaligen Zeit noch garnicht so klar anerkannt war ? Und warum mußte ausgerechnet sein „auserwählte“ Volk für den Vollzug sorgen ?
Und das Gefühl der Schuld ist nicht nur Atheisten nicht gegeben, das muß fast allen Leuten „eingebläut“ werden !

Kann denn aber ein altes Testament , oder der Glaube daran zu
einer Verbesseung der Welt führen ???

Nein, mit dieser Vorstellung macht das neue Testament ein für
alle Mal Schluß.

Den Satz verstehe ich nicht. Wo steht im NT, daß irgendwas mit dem AT nicht in Ordnung ist ? Das AT ist IMHO immernoch zentraler Bestandteil vieler (der meisten) christlichen Glaubensrichtungen und wird auch in Deutschland z.B. gerne zitiert, wenn’s nicht gerade Ostern oder Weihnachten ist.

eljot

It’s nada
Hallo x-nada,

dein Name sagt schon alles… es kommt nämlich NADA an inhalt rüber bei deinen Postings!

Sollte ich mich irren, da überzeug mich anstatt so stuss zu schreiben in deinem pyeudo gangsta hiphop slang.

Allerdings wäre es mir lieber es bleibt ruhig. das schon meine nerven und die vieler anderer.

gruß ivo

Hallo Eljot

Halte ich mindestens für unglücklich formuliert. Wofür straft
der AT-Gott eigentlich wen durch den „Tod“ seines „Sohnes“,
der zumindest zur damaligen Zeit noch garnicht so klar
anerkannt war ? Und warum mußte ausgerechnet sein
„auserwählte“ Volk für den Vollzug sorgen ?
Und das Gefühl der Schuld ist nicht nur Atheisten nicht
gegeben, das muß fast allen Leuten „eingebläut“ werden !

Ich denke, daß die Menschen in der damaligen Zeit viel stärker von Problemen wie Schuld belastet waren, weil sie sich ihrer Umwelt und auch ihrem Gott ausgeliefert fühlten. Auch die Israelis fühlten so. Sie waren sich bewusst, daß sie in ihrer Art zu handeln vor dem heiligen Gott nicht bestehen konnten. Ihre Taten hatten Strafe verdient und daher war es notwendig, ersatzweise Opfer zu bringen. Das verkam aber mit der Zeit zu blossem Ritus und Gott wollte durch einen durchgreifenden Akt das Problem lösen.
Daß es gerade die Israelis waren, nun gut, das war eben sein auserwähltes Volk.
Wir „modernen“ Menschen haben das Gefühl von Schuld verloren, weil wir uns selbst als Götter eingesetzt haben. Jeder ist nur noch seinem eigenen Gewissen verantwortlich - schade nur, wenn da keines mehr ist. Natürlich färbt diese Denkweise auch auf heutige Christen ab, aber diese haben sich oft (oder vielleicht auch nur manchmal) mindestens eine Ahnung davon bewahrt, wie sehr sie mit ihrem Denken und Handeln daneben liegen.

Nein, mit dieser Vorstellung macht das neue Testament ein für
alle Mal Schluß.

Den Satz verstehe ich nicht. Wo steht im NT, daß irgendwas mit
dem AT nicht in Ordnung ist ? Das AT ist IMHO immernoch
zentraler Bestandteil vieler (der meisten) christlichen
Glaubensrichtungen und wird auch in Deutschland z.B. gerne
zitiert, wenn’s nicht gerade Ostern oder Weihnachten ist.

Das alte und das neue Testament unterscheiden sich durch einen Lernprozess, den die Menschen durchgemacht haben. Während das alte Testament noch davon spricht, daß man durch das Halten der Gebote das Heil erlangen kann, ist das neue Testament geprägt durch die Erkenntnis, daß das keiner schafft. Niemand ist fähig, die grundlegenden Gebote der Liebe zu halten, niemand. Statt dessen wird man durch die Gesetze nur darauf aufmerksam gemacht, daß man falsch handelt. Daher ist ein anderer Weg notwendig und Jesus bietet ihn.

Gruß
Thomas

Hallo Armin

Wer als Herrscher seine Feinde nicht mit aller Macht
einen Kopf kürzer machte, wurde schlecht angesehen und verlor
in kürzester Zeit seine Macht. Ebenso stellten sich die
Israelis sich Gott vor. Wenn der es nicht schafft, ein paar
feindliche Völker niederzumachen, dann war er es nicht wert,
ihm nachzufolgen

Diesen Satz finde ich sehr interessant. Daraus ergibt sich für
mich eigentlich die Bestätigung für meine Einstellung, daß der
Mensch Gott geschaffen hat und nicht Gott den Menschen.

Das ist Deine Lesart, meine ist, daß Gott in seinen Versuchen, sich den Menschen zuzuwenden, Kompromisse eingeht. Ich vergleiche das mit einem Vater, der versucht sein Kind zu erziehen, und wegen dessen Dickköpfigkeit manche Umwege gehen muß, um sein Ziel zu erreichen.

Gruß
Thomas

Hallo Harald

so wars ja wohl nicht.
Gott sagt doch ganz deutlich, warum diese Völker sterben
mussten.
5.Mose 12,29-31
Ich würde hier also eher von „Gott als Richter“ reden.
Und das Urteil über diese Völker hieß „Todesstrafe“.
Und Israel hatte dieses Urteil zu vollstrecken.

Ja, das Bild des Richters spielt eine Rolle, aber ich glaube, daß dieses Bild in der Vergangenheit zu stark betont wurde. Gerade im Mittelalter war Gott nur Richter und das wurde zu oft missbraucht.

Schaut man in das neue Testament, dann heisst das Thema dort „Gott der Retter“. Gott war auch schon zur Zeit der Israelis der Retter, aber das haben die Menschen damals nicht wahrgenommen. Umgekehrt ist das bei vielen protestantischen Gemeinden heute, dort ist Gott nur noch Retter und gar nicht mehr Richter.

Ich habe mir daher angewöhnt, jeweils das andere Bild zu betonen, wenn das erste im Vordergrund steht. Im alten Testament heisst das für mich, nach dem Retter zu sehen, wenn dort nur von Richter die Rede ist.

Gruß
Thomas

Hallo Thomas,

Ja, das Bild des Richters spielt eine Rolle, aber ich glaube,
daß dieses Bild in der Vergangenheit zu stark betont wurde.

da hast Du leider Recht.

Gerade im Mittelalter war Gott nur Richter und das wurde zu
oft missbraucht.

Dabei hätte gerade da die Liebe Gottes in Vordergrund stehen können. Eben weil Jesus uns die Liebe Gottes gezeigt hat.

Schaut man in das neue Testament, dann heisst das Thema dort
„Gott der Retter“. Gott war auch schon zur Zeit der Israelis
der Retter, aber das haben die Menschen damals nicht
wahrgenommen.

Also wenn ich die Haltung eines König David betrachte, sehe ich schon, dass er einem gnädigen und helfenden Gott vertraut.

Umgekehrt ist das bei vielen protestantischen
Gemeinden heute, dort ist Gott nur noch Retter und gar nicht
mehr Richter.

Es braucht eben eine ausgewogene Mischung.

Am besten gefällt mir die Geschichte von dem Richter, der seinen Schulfreund zu einer hohen Geldstrafe verurteilen muss.
Aber nach der Verhandlung stellt er einen Scheck aus und gibt ihn seinem Freund, damit dieser die Strafe bezahlen kann.

Ich habe mir daher angewöhnt, jeweils das andere Bild zu
betonen, wenn das erste im Vordergrund steht. Im alten
Testament heisst das für mich, nach dem Retter zu sehen, wenn
dort nur von Richter die Rede ist.

Das find ich gut.

Gruss Harald

Hallo Thomas,

Sie waren sich bewusst, daß sie in ihrer
Art zu handeln vor dem heiligen Gott nicht bestehen konnten.
Ihre Taten hatten Strafe verdient und daher war es notwendig,
ersatzweise Opfer zu bringen.

Die Naturerklärung zu damaliger Zeit war vermutlich etwas einfacher als heute : Ab dem Punkt, wo man nichts mehr versteht, ist’s göttlich. Nur die Schuldbelastung durch pure Existenz, die du postulierst, kann man wohl nicht auf alle Menschen der damaligen Zeit ausdehnen. Da gab es meines Wissens durchaus auch „lustigere“ Religionsentwürfe

Das verkam aber mit der Zeit zu
blossem Ritus und Gott wollte durch einen durchgreifenden Akt
das Problem lösen.

IMHO eine etwas arg vermenschelnde Sicht auf den Willen des großen Unbegreiflichen und Allmächtigen

Wir „modernen“ Menschen haben das Gefühl von Schuld verloren,
weil wir uns selbst als Götter eingesetzt haben. Jeder ist nur
noch seinem eigenen Gewissen verantwortlich - schade nur, wenn
da keines mehr ist.

Was hilft’s sich Gott verpflichtet zu fühlen (habe ich doch richtig verstanden, oder) ? Wer unsere ethischen und formalisierten Grenzen übertritt (Betrug, Diebstahl, Mord, Bestechlichkeit,…) ist schlecht und gehört zu den Bösen Jungs, egal wem er sich verpflichtet fühlt.
Und da tun unf taten sich auch überzeugte Christen nicht gerade hervor !

… mindestens eine Ahnung davon
bewahrt, wie sehr sie mit ihrem Denken und Handeln daneben
liegen.

Wer liegt warum daneben ?
Sollte hier sowas wie Erbschuld kommen, sag mir Bescheid, darüber diskutiere ich nicht.

…ist das neue Testament
geprägt durch die Erkenntnis, daß das keiner schafft. Niemand
ist fähig, die grundlegenden Gebote der Liebe zu halten,
niemand.

Eine deprimierende Religion.
Da gibt’s 2 mögliche Fehler :
a) das Produkt (Mensch) paßt nicht zum Problem (Liebesgebot)
b) das Problem paßt nicht zum Produkt ;-}

eljot
*froh alles etwas unbelasteter angehen zu können*

Hi Thomas!

Ebenso stellten sich die
Israelis sich Gott vor. Wenn der es nicht schafft, ein paar
feindliche Völker niederzumachen, dann war er es nicht wert,
ihm nachzufolgen

Ich vergleiche das mit einem Vater, der versucht sein Kind zu
erziehen, und wegen dessen Dickköpfigkeit manche Umwege gehen
muß, um sein Ziel zu erreichen.

Was meinst du wenn du das nochmal liest? Starker Tobak, oder?

Hat es nicht geheissen, daß Gott sich nicht auf unser menschliches Niveau herabläßt und über allem steht? Wenn ja, dann hat er sowas nicht nötig. Wenn nein, ist er dann Gott?

Steht es dafür, um seinem Kind zu gefallen, die Nachbarn zu töten?

ich bleib dabei: Gott ist eine Erfindung des Menschen

ciao Armin

Hallo x-nada,

(oder sollte ich sagen :Hey mother****** bad boy?)

da deine Diktion offensichtlich eine andere als die meine
ist,(keine Ahnung, warum Du dich nicht einfach der „normal“ - verständlichen Sprache bedienst?) hier der Versuch einer Antwort:

-Habe ich richtig verstanden, daß Du das alte Testament als maßgeblich wichtig erachtest?
-Ich empfand meine Meinung schon als recht provokant, würde aber nicht so weit gehen den Glauben anderer in den Schmutz zu ziehen! (Gott als Päderast???)

Grüße Lutz

PS: Sprich deutsch und man versteht dich :wink:

PPS: Danke für den „Idioten“ , hätte ich wahrscheilich sonst nicht herrausgefunden :wink:

Hallo Thomas,

danke für die ausführliche Antwort.

Verstehe ich dich richtig, daß du das alte Testament als anachronistich empfindest?

Schuld und Sühne: Hmm, fange ich wenig mit an. Sehe da mehr meinem Nächsten die Luft zum Atmen zu lassen und mich um sein Wohlergehen zu kümmern.

Gruß Lutz

Hallo Lehitraot,

ich liebe Menschen mit Humor! Was währe das Leben wenn man nicht ab und zu lachen könnte (Eco: Der Name der Rose)

Gruß Lutz :wink: