GOTT:ein bloßer Begriff macht aggressiv. Warum?

Hallo Leute,

ich möchte dazu eine Meinung einbringen und zur Diskussion stellen, kann leider aber erst am späteren Freitag Nachmittag nachschauen, ob überhaupt Bedarf dazu besteht.

GOTT gibt es nicht.
Alles ist GOTT.

Zwei bekannte Kernaussagen, aber mit ein und der selben Wirkung: eskalierendes Aggressionsverhalten (verbal-Mord/Selbstmord-Krieg).
Da die jeweiligen anderen Begriffe dabei Banalitäten darstellen, der Begriff GOTT - wie aus der unteren Diskussion ja ersichtlich ist-, mit keiner Sinnvermittlung verbunden ist, kann er unter diesen Umständen ja nur mehr als Wirkbegriff betrachtet werden. In dem Sinne, daß er eine spontane Verhaltensänderung bewirkt.
Eben erkennbare „Aggressionsbereitschaft“ in unterschiedlichen Intensitätsausformungen.
Also ein rational/sachlich doch erstaunlicher Vorgang.
Nun gibt es aber einen vergleichbaren Vorgang, wo eine spontane Verhaltensänderung alleine durch einen Begriff, ein Wort, bewirkt werden kann, ohne daß der Betreffende das dann aber selber mehr verhindern bzw. „kontrollieren“ kann. Bei der so genannten „Hypnose“.
Jemand, der methodisch so „programmiert“ wurde, tanzt dann z.B. plötzlich nur weil er das Wort „STOP“ z.B. hört (bekannt aus der Show-Hypnose). Aus seiner subjektiven Sicht bemerkt er das aber nicht als irgend wie nicht „normal“.
Was nun, wenn in Bezug auf bestimmte sprachliche Begriffe, also auch beim Begriff GOTT der grundsätzlich völlig gleiche Sachverhalt vorliegt, jedenfalls was den deutschen Sprachraum und - wegen der phonetischen Ähnlichkeit -, auch den englisch sprachigen Raum betrifft?
Dann wäre diese spontane Verhaltensänderung „Aggressionsbereitschaft“ möglicherweise auch als eine solche „vorprogrammierte“ und nicht mehr willentlich verhinderbare Verhaltensweise anzusehen? Ebenso, wie der Begriff nicht mehr im Sinne dieser „Signalwirkung“ verstanden werden könnte.
Nun findet man aber in keinem Lebensabschnitt einen solchen, der Methode „Hypnose“ vergleichbaren Vorgang.
Was aber, wenn der Zustand extremer Angst in Analogie gesetzt werden müßte mit dem scheinbaren Schlafzustand der Hypnose. Also, daß in diesem Zustand ebenfalls der subjektive Wahrnehmungszustand völlig „lahmgelegt“ ist und dann Einredungen von außen zur ganz gleichen „Programmierung“ führen und dabei verwendete Begriffe zwar keinen sachlich verstehbaren Inhalt aber plötzlich „Signalwirkung“ bekommen? Nämlich insofern, daß nach einer solchen „Programmierung“ durch solche Begriffe sofort der Zustand „Angst“ wieder ausgelöst wird. Und nachdem „Aggression“ ja nichts anderes ist als aus Angst „geborenes“ Verhalten, wäre das dann ein solcherart „vorprogrammiertes“, welches vom Einzelnen dann aber nicht mehr selber kontrollierbar sein kann.
Und wenn das so wäre, dann wäre dieser Vorgang ja bereits in der Kindheit bei jedem von uns so festgelegt worden. Aber eben so.
Als Begriff für diese bekannte Methode gibt es ja diesen Begriff „Gehirnwäsche“.
Das wäre dann aber eine schlimme Sache, würde ich meinen, weil wir uns alle dann als tatsächlich „Hypnotisierte“ betrachten müßten, aber es würde auch verstehbar, warum der Verdacht entstehen mußte, es würde ein „Un(ter)bewußtsein“ geben. Wenn man wohl am Anderen diese spontanen Verhaltensänderungen als solche erkennt, aber als Beobachter selber unter dem Einfluß der gleichen „Signalwirkungen“ steht, kann man diese ja nicht mehr als solche erkennen und somit bei der Hinterfragung mit einbeziehen.
Für andere Sprachräume würde das dann halt anderen Begriffen zuzuordnen sein.
Gleichzeitg wäre aber niemand dafür verantwortlich zu machen, weil hierfür Generationen übergreifende Zusammenhänge vorliegen müssen, mit einem Ursprung weit zurück in der Geschichte.
Wie gesagt, schlimme Sache, wenn das so wäre, die dann allerdings dringendst zur Diskussion anstünde, wenn man beobachtet, wie neben zahllosen anderen auch bestimmte „Führer“ sich derzeit global ganz offensichtlich bereits (wieder?) im Zustand des völligen Verlustes der realen Wahrnehmung befinden, aber vom Begriff GOTT in ihren (aggressionsbereiten) Handlungsweisen sozusagen „geleitet“ sind.

Soweit meine Meinung dazu. Ich schau am Freitag, ob es dazu (nicht aggressive) andere Meinungen gibt.
Grüße
Gert

Hallo Gert

GOTT gibt es nicht.
Alles ist GOTT.

Diese beiden Aussagen sind ja garnicht weit voneinander entfernt. Denn: Wenn alles Gott ist, hat Gott ja vielleicht keine Spezifität mehr. Wenn z.B. ein Teufel auch Gott ist, was dann?

Was nun, wenn in Bezug auf bestimmte sprachliche Begriffe,
also auch beim Begriff GOTT der grundsätzlich völlig gleiche
Sachverhalt vorliegt

Offenbar handelt es sich bei dem Begriff „Gott“ ja um ein Reizwort. Ich könnte mir vorstellen, dass abstrakte Begriffe, die keine klare Vorstellung hervorrufen und zudem noch unterschiedliche Vorstellungen bei den verschiedenen Menschen hervorrufen, dass diese Worte auch Reizworte darstellen. Ein ähnliches Reizwort ist „dialektisch“ oder „Kapitalismus“, „Sünde“, „Erleuchtung“ - es geibt derer viele.
Gruß, Branden

Was aber, wenn der Zustand extremer Angst in Analogie gesetzt
werden müßte mit dem scheinbaren Schlafzustand der Hypnose.

Nämlich insofern, daß nach einer solchen „Programmierung“
durch solche Begriffe sofort der Zustand „Angst“ wieder
ausgelöst wird.

Moin, moin Gert,

es wundert mich immer wieder, wie schnell und selbstverständlich der Glaube an Gott mit dem Begriff der Angst verbunden wird so als sei die Verbindung dieser beiden zwangsläufig. Dieses scheint mir ein unausrottbares Vorurteil zu sein: man müsse Menschen Angst machen, damit sie an Gott glauben.

Und nachdem „Aggression“ ja nichts anderes ist

als aus Angst „geborenes“ Verhalten

Diese These ist in ihrer Apodiktizität (tolles Wort, was? Ist mir gerade eingefallen) mindestens diskussionswürdig. Lies dazu mal Kayser/Plack/u.a. „Der Mythos vom Aggressionstrieb“ (Ich glaube wenigstens, daß es so heißt - ich bin gerade zu faul aufzustehen und auf den Dachboden zu gehen). Die machen deutlich, daß Aggression von nicht erfüllten Bedürfnissen herrührt. Angst kann also, muß aber nicht er Auslöser für Aggression sein.

es würde ein „Un(ter)bewußtsein“ geben.

Nein, gibt es das nicht? Allein die Tatsache, daß Menschen hypnotisierbar sind, spricht doch dafür, oder?

Ich gebe Dir allerdings Recht bei der Vermutung, daß bestimmte Begriffe Aggressionen auslösen. Zu denen hat z.B. von den fünfziger bis in die achtziger Jahre der Begriff „Sozialismus“ gehört. Ich erinnere mich mit Schaudern daran, wie selbst in den frühen Achtzigern ganz junge Mitglieder der Jungen Union plötzlich Schaum vor dem Mund bekamen, wenn Du dieses - Iigitt - Wort auch nur sagtest.

Ich weiß, daß Dir dies schlich nicht auf’s Fahrrrad hilft. Später vielleicht mehr - ich hab gerade wenig Zeit.

Gruß - Rolf

Hallo Gerd,

gott

es ist reine interpretationssache. das bedeutet, das die leute etwas gelesen haben und es anders verstehen. manchmal anders als eigentlich gedacht.

eine spontane Verhaltensänderung bewirkt.
Eben erkennbare „Aggressionsbereitschaft“ in unterschiedlichen
Intensitätsausformungen.

gleiches passierte mir im gespräch mit einem freund, der auf das thema gott und jesus, nicht mehr in der lage war, dieses weiterzuführen und fuhr in agression und verzweiflung aus.
und das passiert mit jedem, egal welcher religion

manche menschen brauchen und wollen diese illusion. oder ist es sogar nur eine hoffnung auf eine perspektive, die wir benötigen.

religion eine suggestion auf die wir nicht angesprochen werden wollen, weil wir diese nicht erklären können.

Und wenn das so wäre, dann wäre dieser Vorgang ja bereits in
der Kindheit bei jedem von uns so festgelegt worden.

wenn kinder hören: da ist eine spinne!, reagieren sie wie programmiert
ich bin sicher man kann so einiges anlernen. reizverhalten

Das wäre dann aber eine schlimme Sache, würde ich meinen, weil
wir uns alle dann als tatsächlich „Hypnotisierte“ betrachten
müßten

wäre möglich, vielleicht auch durch erzählungen anderer, programmieren wir uns selbst. eine vorbereitung für das verhalten. ist das vielleicht der punkt?

Gleichzeitg wäre aber niemand dafür verantwortlich zu machen

jeder trägt selbst für sich die verantwortung. irgendwann ist jeder mal erwachsen und kann nachdenken, was aber die wenigsten machen, um dies vielleicht zu korrigieren oder gar optimieren.

Wie gesagt, schlimme Sache, wenn das so wäre, die dann
allerdings dringendst zur Diskussion anstünde, wenn man
beobachtet, wie neben zahllosen anderen auch bestimmte
„Führer“ sich derzeit global ganz offensichtlich bereits
(wieder?) im Zustand des völligen Verlustes der realen
Wahrnehmung befinden, aber vom Begriff GOTT in ihren
(aggressionsbereiten) Handlungsweisen sozusagen „geleitet“
sind.

keine wirkliche neuigkeit, dennoch immer gefährlich. die menschen sind heute auch nicht intelligenter als vor 2000 jahren. wie denn auch.
es stellt sich die frage, ob die menschheit eine führung benötigt um sie vor sich selbst zu beschützen.

eine benutzung von gott, um andere zu leiten. gott ist eine wilkommene perspektive. man kann alles auf ihn schieben und ist damit nie selbst verantwortlich.
ich bin mir sicher du verstehst

gruss kevin

Meine Erfahrung ist, dass der Begriff Jesus Christus bei einigen ggressionen hervoruft. Interessant ist, dass ein anderer Begriff wie zB Budda dies nicht tut

Hoho!

Meine Erfahrung ist, dass der Begriff Jesus Christus bei
einigen ggressionen hervoruft. Interessant ist, dass ein
anderer Begriff wie zB Budda dies nicht tut

Na, dann lies mal den aggressiven Dialog zwischen Pendragon und mir ein Stück weiter unten im Brett („Buddhismus und Frauen“ , „offtopic“ usw).
Gruß, Branden
P.S.: Sprichst Du Dich jetzt Biiit (englisch) aus oder Beat ?

Die Ausnahmen bestätigen die Regel… smile

Beat, deutsch

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Branden,

ich kann nie wirklich voraussagen, wann ich an den Computer kann und nütze jetzt rasch eine unerwartete Stunde. Jedenfalls danke für Deine Meinung.

GOTT gibt es nicht.
Alles ist GOTT.

Diese beiden Aussagen sind ja garnicht weit voneinander
entfernt. Denn: Wenn alles Gott ist, hat Gott ja vielleicht
keine Spezifität mehr. Wenn z.B. ein Teufel auch Gott ist, was
dann?

Das ist es ganz genau, was Du sagst. Und gleichzeitig bringt diese Feststellung das auf den Punkt, was bei allen Diskussionsversuchen im Zusammenhang mit diesem Begriff passiert: es scheint nie etwas allgemein gleich Verstehbares dabei heraus zu kommen. Aber Aggressionen können durch die Thematisierung dieses Begriffes nicht nur ausgelöst, sondern auch gezielt kanalisiert werden.

Was nun, wenn in Bezug auf bestimmte sprachliche Begriffe,
also auch beim Begriff GOTT der grundsätzlich völlig gleiche
Sachverhalt vorliegt

Offenbar handelt es sich bei dem Begriff „Gott“ ja um ein
Reizwort. Ich könnte mir vorstellen, dass abstrakte Begriffe,
die keine klare Vorstellung hervorrufen und zudem noch
unterschiedliche Vorstellungen bei den verschiedenen Menschen
hervorrufen, dass diese Worte auch Reizworte darstellen. Ein
ähnliches Reizwort ist „dialektisch“ oder „Kapitalismus“,
„Sünde“, „Erleuchtung“ - es geibt derer viele.

Darauf wollte ich letztlich auch hinaus. Ich habe halt den Begriff „Gott“ als plakativsten in dieser Hinsicht her genommen.
Denn wenn man jetzt von dem, was Du sagst, weiter fragt, dann führt doch die Logik genau in die Kindheit, wo den sprachlichen Begriffen von den Erwachsenen(?) hinsichtlich der inhaltlichen Bedeutung etwas zugeordnet wird (werden sollte).
Und wenn man jetzt die Faktenlage betrachtet, dann wird solchen Begriffen eben nichts zugeordnet. Frag hundert Leute z.B. nach ihrer Definition (Meinung) zum Begriff „Liebe“ und Du bekommst genauso hundert verschiedene Antworten. Womit solche Begriffe sprachlich eigentlich sinnlos sind, somit aber auch jeder Diskussionsversuch darüber, um so zu einem gemeinsamen gleichen Verständnis zu kommen.
Aber Aggressionen entstehen permanent bei diesen Versuchen!?
Daher wollte ich mit der Darstellung dieser offensichtlichen Fakten eigentlich auf den Grund dafür zielen, wo ich eben meine, daß das einzige, was in der Kindheit dabei „zugeordnet“ wird, Angst ist. Nämlich Angst vor anderen Menschen, von denen man bestraft wird, wenn man im Zusammenhang mit einem solchen Begriff nicht genau das so nachspricht, wie der, der es einem eben vorsagt. Wobei nun aber klar ist, daß dieser jeweilige Erwachsene ja selber gar keine wirkliche Meinung dazu haben kann. Siehe besonders wieder den Begriff „ich“!
Meine Schlußfolgerung zu diesem Sachverhalt ist nun eben, daß Einredungen im Zustand von vorher durch andere Menschen ausgelöster Angst einen „hypnotischen“ Vorgang darstellen. „Gehirnwäsche“ ist auch ein blöder Begriff dafür, aber was soll´s.
Und weiters meine ich eben, daß dieses Faktum etwas äußerst Kritisches darstellt, weil diese Zustandsveränderung dann praktisch lebenslang so bleibt. Schau auf die Bretter, dann siehst Du, daß jeder eigentlich einen solchen Begriff zur Diskussion stellt, weil er wissen will, was damit gemeint sein soll, aber gleichzeitig erkennt man auch die Angst davor, wieder bestraft zu werden, nur weil man diese Frage überhaupt stellt. Alle „Kommunikationsprobleme“ sind dann eine Folge davon, neben den Formen der so genannten Verhaltensauffälligkeiten, von den Aggressionen angefangen.
Die Faktenlage, die Du richtig ansprichst, ist m.E. ja klar, aber deren Ursache offensichtlich nicht. Zu der wollte ich mit meinem Denkvorschlag vordringen. Mit der begrifflichen Provokation: „Hypnotisierte“ versuchen miteinander Fragen zu lösen, können aber nicht erkennen, daß das deshalb nicht gelingt, weil sie „hypnotisiert“ sind und diese Begriffe die Logik „ausschalten“. Also auch kein natürlich „normaler“ Prozeß dafür verantwortlich ist.
Grüße
Gert

Hallo Rolf,

danke für Deine Meinung dazu.

es wundert mich immer wieder, wie schnell und
selbstverständlich der Glaube an Gott mit dem Begriff der
Angst verbunden wird so als sei die Verbindung dieser beiden
zwangsläufig. Dieses scheint mir ein unausrottbares Vorurteil
zu sein: man müsse Menschen Angst machen, damit sie an Gott
glauben.

Ja genau, und darum geht es eben, daß es so ist und sich jeder „wundert“ daß es so ist. Deshalb habe ich diese Thematisierung auch so „plakativ“ versucht, weil ich eben meine, daß es dafür einen sachlich erklärbaren Grund gäbe. Der zwar auch nicht so einfach annehmbar ist, aber sachlich logisch heraus gearbeitet werden kann.
Denn wenn man die tatsächliche Ursache dafür nicht erkennt, dann hört dieses Dilemma natürlich auch nie auf und die ergebnislosen Diskussionen darüber führen zu nichts anderem als Aggressionen (s. die aktuelle Weltlage, die wir ja auf dieser Grundlage so am Hals haben).

Und nachdem „Aggression“ ja nichts anderes ist

als aus Angst „geborenes“ Verhalten

Diese These ist in ihrer Apodiktizität (tolles Wort, was? Ist
mir gerade eingefallen) mindestens diskussionswürdig. Lies
dazu mal Kayser/Plack/u.a. „Der Mythos vom Aggressionstrieb“
(Ich glaube wenigstens, daß es so heißt - ich bin gerade zu
faul aufzustehen und auf den Dachboden zu gehen). Die machen
deutlich, daß Aggression von nicht erfüllten Bedürfnissen
herrührt. Angst kann also, muß aber nicht er Auslöser für
Aggression sein.

Bin ganz begeistert, daß auch Du das als diskussionswürdig empfindest. Dazu vielleicht von mir noch ein Präzisierungsversuch: daß man nämlich die Begriffe „Angst“ und „Furcht“ zwei verschiedenen Erfahrungssituationen zuordnet, indem man nämlich „Angst“ spezifisch als eine Zustandsform betrachtet, welche ausschließlich durch andere Menschen ausgelöst wird!
Denn kommt man auch zielgerichteter dort hin, was Du treffend aufzeigst: nicht erfüllte Bedürfnisse! Frage: welche sind das und von wem warum nicht „erfüllt“.

es würde ein „Un(ter)bewußtsein“ geben.

Nein, gibt es das nicht? Allein die Tatsache, daß Menschen
hypnotisierbar sind, spricht doch dafür, oder?

Meiner Meinung nach eben nicht. Ich meine vielmehr sogar, daß ein Mensch als Erwachsener erst deshalb „hypnotisierbar“ wird, weil die dafür erforderliche Bedingung bereits in der Kindheit festgelegt worden sein muß. Ein Mensch, der nicht in seiner Kindheit bereits „gehirngewaschen“ wurde, ist nicht „hypnotisierbar“, da kannst Du tun, was Du willst.

Ich gebe Dir allerdings Recht bei der Vermutung, daß bestimmte
Begriffe Aggressionen auslösen. Zu denen hat z.B. von den
fünfziger bis in die achtziger Jahre der Begriff „Sozialismus“
gehört. Ich erinnere mich mit Schaudern daran, wie selbst in
den frühen Achtzigern ganz junge Mitglieder der Jungen Union
plötzlich Schaum vor dem Mund bekamen, wenn Du dieses - Iigitt

  • Wort auch nur sagtest.

Ganz genau. Das sollte langsam auch zu Denken geben und das war unten bei Branden ebenfalls ein Punkt.

Ich weiß, daß Dir dies schlich nicht auf’s Fahrrrad hilft.
Später vielleicht mehr - ich hab gerade wenig Zeit.

Nee nee, das war schon gehaltvoll. Ich meine auch, daß dieses Thema auf die Schnelle gar nicht abhandelbar ist. Angesprochen worden sollte es aber schon einmal sein. Vielleicht kommt ja auch was dabei heraus.

Grüße
Gert

Hallo Kevin,

gott

es ist reine interpretationssache. das bedeutet, das die leute
etwas gelesen haben und es anders verstehen. manchmal anders
als eigentlich gedacht.

Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, daß die Fragestellung aus einer bloßen Diskussion heraus gar nicht verstehbar ist. Und daß die ergebnislosen diesbezüglichen Versuche in den allermeisten Fällen in einer Konfrontation enden aber nie in der Einsicht, daß dieser Versuch bereits ein aussichtsloses Unterfangen darstellt.

eine spontane Verhaltensänderung bewirkt.
Eben erkennbare „Aggressionsbereitschaft“ in unterschiedlichen
Intensitätsausformungen.

gleiches passierte mir im gespräch mit einem freund, der auf
das thema gott und jesus, nicht mehr in der lage war, dieses
weiterzuführen und fuhr in agression und verzweiflung aus.
und das passiert mit jedem, egal welcher religion.

Eben. Und wenn man das dann vom Einzelindividuum auf ganze Gesellschaften hoch rechnet, dann haben wir das Ergebnis davon in den Nachrichten täglich vor Augen. Darum meine ich ja, daß es auch aus der eigenen Interessenslage heraus dringlich wäre, endlich der wirklichen Ursache hinter diese - ich sage es deutlich - Verhaltensanomalien auf die Spur zu kommen.

manche menschen brauchen und wollen diese illusion. oder ist
es sogar nur eine hoffnung auf eine perspektive, die wir
benötigen.

Ja, Du sagst es. Die Hoffnung, es endlich selber zu wissen, wie alles wirklich ist. Worauf ich mit meiner Thematisierung auch hinaus wollte und sich hier eine gute Gelegenheit ergibt, ist, daß „Hypnose“ resp. „Gehirnwäsche“ auch zu einer Veränderung der Gesamtwahrnehmung führt. Vielleicht ergibt sich später einmal eine Gelegenheit das zu präzisieren. Es ist nämlich insofern tragisch, weil für das subjektive Verstehen bestimmter Fragestellungen in diesem und anderen Zusammenhängen auch subjektive Erfahrungsinhalte erforderlich sind, die man an und für sich zwar laufend vor der Nase hat, aber nach einer solchen Zustandsveränderung dann nicht mehr wahrgenommen und dafür genutzt werden können. Die Diskussionsversuche führen dann auch deshalb immer zu nichts, weil dann auch kein Bezug zu diesen Erfahrungen mehr hergestellt werden kann.

religion eine suggestion auf die wir nicht angesprochen werden
wollen, weil wir diese nicht erklären können.

Ich meiner eher, aus der bereits in der Kindheit festgelegten Angst, darüber mit anderen Menschen nicht mehr ohne Straffolgen (von Kritik angefangen) reden zu können (s. auch unten bei Rolf und Branden).

Und wenn das so wäre, dann wäre dieser Vorgang ja bereits in
der Kindheit bei jedem von uns so festgelegt worden.

wenn kinder hören: da ist eine spinne!, reagieren sie wie
programmiert
ich bin sicher man kann so einiges anlernen. reizverhalten

„Anlernen“ wäre m.E. eben eine begriffliche Verharmlosung.

Das wäre dann aber eine schlimme Sache, würde ich meinen, weil
wir uns alle dann als tatsächlich „Hypnotisierte“ betrachten
müßten

wäre möglich, vielleicht auch durch erzählungen anderer,
programmieren wir uns selbst. eine vorbereitung für das
verhalten. ist das vielleicht der punkt?

Grundsätzlich natürlich. Aber ich würde meinen, daß man mit einer solchen Feststellung leicht dazu neigt, in Selbstvorwürfe zu fallen. Das wäre wieder schlecht. Das ist auch der Grund, warum ich den Punkt eingebracht habe, daß niemand dafür verantwortlich gemacht werden kann und darf, auch man selber nicht. Die Ursache für das, was sich heute insgesamt so abspielt, wäre nämlich weit in der Vergangenheit zu suchen.

Gleichzeitg wäre aber niemand dafür verantwortlich zu machen

jeder trägt selbst für sich die verantwortung. irgendwann ist
jeder mal erwachsen und kann nachdenken, was aber die
wenigsten machen, um dies vielleicht zu korrigieren oder gar
optimieren.

Das ist natürlich richtig. Allerdings sind wir alle, jeder von uns, für unsere Lernprozesse von anderen Menschen abhängig. Und wenn man statt etwas von jemandem anderen lernen zu können, nurmehr mit Aggressionen konfrontiert ist, lernt man nie etwas.

Wie gesagt, schlimme Sache, wenn das so wäre, die dann
allerdings dringendst zur Diskussion anstünde, wenn man
beobachtet, wie neben zahllosen anderen auch bestimmte
„Führer“ sich derzeit global ganz offensichtlich bereits
(wieder?) im Zustand des völligen Verlustes der realen
Wahrnehmung befinden, aber vom Begriff GOTT in ihren
(aggressionsbereiten) Handlungsweisen sozusagen „geleitet“
sind.

keine wirkliche neuigkeit, dennoch immer gefährlich. die
menschen sind heute auch nicht intelligenter als vor 2000
jahren. wie denn auch.

Natürlich. Wobei wir damit ja wieder vor einem anderen Begriffsproblem stünden: was ist „intelligent“? Aber Scherz beiseite.
Die Frage ist ja, was ist der Grund dafür?

es stellt sich die frage, ob die menschheit eine führung
benötigt um sie vor sich selbst zu beschützen.

eine benutzung von gott, um andere zu leiten. gott ist eine
wilkommene perspektive. man kann alles auf ihn schieben und
ist damit nie selbst verantwortlich.
ich bin mir sicher du verstehst

Wieder ein Faktum, dessen Ursache zu ergründen wäre.

Grüße
Gert

Nämlich Angst vor anderen Menschen, von denen

man bestraft wird, wenn man im Zusammenhang mit einem solchen
Begriff nicht genau das so nachspricht, wie der, der es einem
eben vorsagt.

Ein interessanter Aspekt, wie ich finde.
Mit der begrifflichen

Provokation: „Hypnotisierte“ versuchen miteinander Fragen zu
lösen, können aber nicht erkennen, daß das deshalb nicht
gelingt, weil sie „hypnotisiert“ sind und diese Begriffe die
Logik „ausschalten“. Also auch kein natürlich „normaler“
Prozeß dafür verantwortlich ist.

Ich glaube,ich vestehe jetzt ein wenig besser als damals bei der ICH-Thematik, was Du meinst und woraud Du hinaus möchtest. Diesen Gesichtspunkt mit der „hypnotischen“ Art und Weise, wie Begriffe und Worte von Erwachsenen auf Kinder oder von Mächtigen auf Untergeordnete einwirken, finde ich wirklich eine gute Überlegung von Dir.
Allerdings sehe ich das nicht auf Worte beschränkt, sondern diese merkwürdige „Trance“ die von den „Großen“ auf uns Kinder damals ausging, ist eine mächtige und vielfältig wirkende.
Im therapeutischen Bereich, in der ärztlichen Hypnose, arbeiten wir auch bewußt mit diesem Aspekt, den Freud damals schon ungefähr erläuterte.
Du liegst also mit Deinem Gedankengang im weitesten Sinne damit in Freuds damaliger Linie, was ja (in meinen Augen zumndest) nicht falsch ist.
Gruß, Branden

Hallo gleich an Euch beide,

Meine Erfahrung ist, dass der Begriff Jesus Christus bei
einigen ggressionen hervoruft. Interessant ist, dass ein
anderer Begriff wie zB Budda dies nicht tut

Na, dann lies mal den aggressiven Dialog zwischen Pendragon
und mir ein Stück weiter unten im Brett („Buddhismus und
Frauen“ , „offtopic“ usw).
Gruß, Branden
P.S.: Sprichst Du Dich jetzt Biiit (englisch) aus oder Beat ?

Die Ausnahmen bestätigen die Regel… smile

Ich finde diese Einbringung mit Buddha schon in Ordnung. Habe auch den Diskurs mit Pentragon eifrig verfolgt. Hier scheinen mir einige Mißverständnisse vorzuliegen, die mich „herausfordern“ würden, aber leider leider würde ich mir dann selber hier ein Nebengleis bauen und mich dann verfranzen.
Später vielleicht einmal.
Grüße
Gert

Hallo noch einmal,

leider muß ich schon wieder vom Computer. Aber ich werde morgen versuchen, noch konkreter zu werden. Jedenfalls freue ich mich enorm, daß auf diese Weise aus der gemeinsamen Diskussion ein greifbarer Gesichtspunkt hervor gegangen ist, der m.E. ausbauwürdig ist.

Ich glaube,ich vestehe jetzt ein wenig besser als damals bei
der ICH-Thematik, was Du meinst und woraud Du hinaus möchtest.
Diesen Gesichtspunkt mit der „hypnotischen“ Art und Weise, wie
Begriffe und Worte von Erwachsenen auf Kinder oder von
Mächtigen auf Untergeordnete einwirken, finde ich wirklich
eine gute Überlegung von Dir.
Allerdings sehe ich das nicht auf Worte beschränkt, sondern
diese merkwürdige „Trance“ die von den „Großen“ auf uns Kinder
damals ausging, ist eine mächtige und vielfältig wirkende.
Im therapeutischen Bereich, in der ärztlichen Hypnose,
arbeiten wir auch bewußt mit diesem Aspekt, den Freud damals
schon ungefähr erläuterte.
Du liegst also mit Deinem Gedankengang im weitesten Sinne
damit in Freuds damaliger Linie, was ja (in meinen Augen
zumndest) nicht falsch ist.

Die Denkansätze sind eigentlich zwischen niemandem so weit auseinander, die Richtungen, in die sie dann in weiterer Folge gehen, die triften auseinander. Zuerst theoretisch und in weiterer Folge natürlich vom praktischen Ansatz her.
Bis morgen,
Grüße
Gert

Meine Erfahrung ist, dass der Begriff Jesus Christus bei
einigen ggressionen hervoruft. Interessant ist, dass ein
anderer Begriff wie zB Budda dies nicht tut

Na, dann lies mal den aggressiven Dialog zwischen Pendragon
und mir ein Stück weiter unten im Brett („Buddhismus und
Frauen“ , „offtopic“ usw).

Kannst du auch erläutern, warum der Begriff Buddha bei dir solche Aggressionen hervorruft ? Würde mich mal interessieren.

Gruß
Marion

Kannst du auch erläutern, warum der Begriff Buddha bei dir
solche Aggressionen hervorruft ? Würde mich mal interessieren.

Meinst Du mich, Marion? Fall ja: Weder der Begriff Buddha noch der Mann selber rufen bei Aggressionen hervor. Im Gegenteil, Buddha ist einer der interessantesten Menschen für mich. Wenn ich mich mit einigen der großen Alten treffen könnte, wäre er sicherlich dabei.
Gruß, Branden

Kannst du auch erläutern, warum der Begriff Buddha bei dir
solche Aggressionen hervorruft ? Würde mich mal interessieren.

Meinst Du mich, Marion?

Na, hast du auf unseren thread weiter unten verwiesen oder nicht ? *fg*
ok, schon klar, war nur ein Scherz :smile:

Gruß
Marion

Na, hast du auf unseren thread weiter unten verwiesen oder
nicht ? *fg*

Sicher, als Beispiel dafür, dass das Thma „Buddha“ genauso zu Streit führen kann wie Jesus oder was anderes. Trotzdem macht mich Buddha selbst keineswegs aggressiv. Ich habe mich lediglich auf biographisches Material bezogen.

Hallo Leute,

weil völlig überraschend für mich praktisch von jedem der Kern der Fragestellung spontan erkannt wurde, daß nämlich das Gesagte nicht nur auf den Begriff „Gott“ zutrifft, sondern auf alle so genannten unanschaulichen Begriffe, kann man ja gleich dabei bleiben.
Denn ganz offensichtlich scheitert ja jeder Versuch, zu einem gemeinsamen gleichen Verständnis im Zuge einer Diskussion darüber kommen zu wollen, gleichzeitig endet nahezu jeder immer mit Aggressionshaltungen unterschiedlichster Intensität, abhängig vom Begriff.
Damit ist das m.E. gleichzeitig auch als verifiziertes, bisher aber noch nicht als solches erkanntes (besser: wahrgenommenes) kurioses Faktum zu betrachten. Siehe die Diskussionen hier im Forum als „Beweis“ dafür.
Und erkannt worden konnte es schon deshalb bisher noch nicht sein, weil offensichtlich jeder immer wieder mit dem Kopf gegen diese Wand rennt.
Lieber Branden, stell´ doch im Psychologieforum z.B. die Frage „was ist der Geist?“ oder auch „was ist die Psychologie?“ zur Diskussion. Das Einzige, was Du Dir mit absoluter Sicherheit dabei holst, ist eine weitere Beule am Kopf, aber keine Einigkeit.
Ich will diese Zusammenfassung jetzt einmal nur so belassen, weil ich ja erst einmal wissen muß, ob man überhaupt damit einverstanden ist. Daß nämlich hiermit eine bisher nicht als solche wahrgenommene konkrete Faktenlage vorliegt, die gleichzeitig aber auch einen unmittelbaren und konkreten Zusammenhang mit den Aggressionen darstellt.
Denn wenn man sich diesbezüglich einig sein kann, steht als logische Folge daraus ja die Hinterfragung des Wahrnehmungsproblems, von dem wir alle betroffen sein müssen, an. Und nicht der weiterhin aggressionsträchtige Versuch, diese Begriffsproblematik auf diese Weise lösen zu wollen.
Grüße
Gert

P.s.: Und der Duden hätte damit gleich das nächste Problem am Hals.

„Reizt“ Ihr zwei mich nur weiter, dann sag´ich da auch noch was dazu. (Scherz)
Grüße
Gert

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Kannst du auch erläutern, warum der Begriff Buddha bei dir
solche Aggressionen hervorruft ? Würde mich mal interessieren.

Vielleicht mag er lieber Margarine …

GRuß kw