Gott ist beweisbar !

Hallo Harald!

Also unsere Aufgabenstellung ist
folgende:
Wir wissen, dass es einen Gott gibt. (OK)

Aber das stimmt ja eben für viele schon nicht! Dein Experiment kann also bestenfalls etwas über Gott aussagen, wenn man bereits an ihn glaubt. Es ist nicht geeignet, um seine Existenz zu prüfen. (Was natürlich auch nicht möglich ist).

Wir wollen wissen, ob Gott sich um uns
Menschen kümmert, bzw. ob er Interesse am
Schicksal des Einzelnen hat.

Lösungsvorschlag: Frag ihn!

Versuchsaufbau: Gott ist überall.

Dies ist nicht Teil des Versuchsaufbaus, sondern der zu testenden Theorie. Außerdem müßte man streng genommen natürlich noch einig sein, in welcher Form er überall ist (ja,ja, ich weiß, ich werde kleinlich. Aber wenn Du einen Versuch machen willst, der wissenschaftlich ist, kommt es auf solche Details halt an).

Wenn er

sich um uns kümmert, wird er Dich hören
und Dir antworten.

Und genau hier ist der Knackpunkt. Er antwortet mir nicht öffentlich (wenn er es tut). Wenn ich Strom nachweisen will und mache einen Versuch dazu, bei dem ich eine gewischt kriege, kann das jeder sehen, der dabei ist. Wenn Gott mir antwortet, tut er das für mich persönlich. Für andere ist das nicht erfahrbar.

Ich kann jetzt nicht sagen, wie. Aber Du
wirst es merken.

Falls Gott will, daß ich es merke. Noch ein Punkt gegen das objektive Experiment: Ob Gott antwortet, hängt von ihm ab. Da wir seine Motive nicht kennen, wissen wir nicht, wann er wem antwortet. Daher ist das Experiment nicht eindeutig reproduzierbar und daher nicht wissenschaftlich.

Setz meinetwegen eine Frist (2-3
Wochen?), ich bin sicher Du weißt dann
wovon ich rede.

Die Einwände, die ich oben aufgeführt habe, sind unabhängig von der Frist. Ich bezweifle, daß Gott sich von irgendwelchen von mir gesetzten Fristen beeindrucken läßt. Wenn er will, wird er antworten, bevor ich die Frage gestellt habe, wenn nicht, werde ich am jüngsten Gericht immer noch nicht schlauer sein.

Das Ergebnis lautet: Gott liebt mich.
Und ich denke, Du kannst beurteilen, ob
Dich jemand liebt.

Das wäre schön. Wie viele zwischenmenschliche Probleme beruhen auf dem Umstand, daß man das eben nicht sicher kann!

Das ist ja auch kein Problem, wenn Du
seine Antwort bekommen hast, sag mir, ob
Du ihm glaubst.

Bis jetzt nicht, und ich habe es auch nicht erwartet.

Um das nochmal klarzustellen: Meine obige Argumentation richtet sich NICHT gegen die Existenz Gottes, nicht einmal gegen eine bestimmte Eigenschaft, die er (?) hat oder auch nicht. Sie richtet sich einzig und allein gegen die Möglichkeit, Gott oder irgendeine seiner Eigenschaften wissenschaftlich beweisen zu können!

Viele Grüße, Kubi

Hallo Kubi!

Wissenschafter zu sein, muss ein harter Job sein. *seufz*
Die Theologen haben es da viel einfacher. Sie sagen das ist so, und die Gläubigen nicken und glaubens.
Nun ist mir letzteres aber zuwider. Ich liebe es, alles zu hinterfragen. Ich werde also noch eine Weile an Deiner Aufgabe herumbasteln. :wink:

Viele Erkenntnise unserer Zeit wurden erst einmal angezweifelt. War es da nicht so, dass man von einer Theorie ausgegangen ist, die dann durch Versuche zu beweisen war?

Also hier nochmal die Theorie:
Es gibt einen Gott, der das Universum erschaffen hat, der sich um die Menschheit, sowohl in ihrer Gesamtheit als auch um den Einzelnen, kümmert, und der mit den Menschen in Kontakt treten will.
Ferner behaupte ich, dass es jederman möglich ist, diese Theorie zu überprüfen.

Muss die Beweisführung so allgemein gehalten sein, dass jeder den gleichen Ausgangspunkt einnehmen soll ??

Also unsere Aufgabenstellung ist
folgende:
Wir wissen, dass es einen Gott gibt. (OK)

Aber das stimmt ja eben für viele schon
nicht! Dein Experiment kann also
bestenfalls etwas über Gott aussagen,
wenn man bereits an ihn glaubt. Es ist
nicht geeignet, um seine Existenz zu
prüfen. (Was natürlich auch nicht möglich
ist).

Hier müßte es also heißen: Nehmen wir an, dass es einen Gott gibt.

Wir wollen wissen, ob Gott sich um uns
Menschen kümmert, bzw. ob er Interesse am
Schicksal des Einzelnen hat.

Lösungsvorschlag: Frag ihn!

Versuchsaufbau: Gott ist überall.

Dies ist nicht Teil des Versuchsaufbaus,
sondern der zu testenden Theorie.

Du hast recht. Es müßte heißen, wenn Gott überall ist.

Außerdem müßte man streng genommen
natürlich noch einig sein, in welcher
Form er überall ist (ja,ja, ich weiß, ich
werde kleinlich. Aber wenn Du einen
Versuch machen willst, der
wissenschaftlich ist, kommt es auf solche
Details halt an).

Ist schon gut. Mach mich auf Fehler aufmerksam, ich will doch was lernen.
Also Gott existiert in einer anderen Dimension, die unserem Auge nicht zugänglich ist. Er kann nur von unserem Geist (nicht Verstand!) wahrgenommen werden.

Wenn er

sich um uns kümmert, wird er Dich hören
und Dir antworten.

Und genau hier ist der Knackpunkt. Er
antwortet mir nicht öffentlich (wenn er
es tut). Wenn ich Strom nachweisen will
und mache einen Versuch dazu, bei dem ich
eine gewischt kriege, kann das jeder
sehen, der dabei ist. Wenn Gott mir
antwortet, tut er das für mich
persönlich. Für andere ist das nicht
erfahrbar.

Als Jesus Wunder vollbrachte, war es für alle Anwesenden erfahrbar. Aber sie haben trotzdem nicht geglaubt. Wenn Du einen Stromschlag bekommst und Du zu Boden fällst, kann ich, der es nur sehe und nicht auch spüre, auch sagen: Zufall oder die Aufregung oder so…

Ich kann jetzt nicht sagen, wie. Aber Du
wirst es merken.

Falls Gott will, daß ich es merke. Noch
ein Punkt gegen das objektive Experiment:
Ob Gott antwortet, hängt von ihm ab. Da
wir seine Motive nicht kennen, wissen wir
nicht, wann er wem antwortet. Daher ist
das Experiment nicht eindeutig
reproduzierbar und daher nicht
wissenschaftlich.

Ich kenne aber seine Motive!

Setz meinetwegen eine Frist (2-3
Wochen?), ich bin sicher Du weißt dann
wovon ich rede.

Die Einwände, die ich oben aufgeführt
habe, sind unabhängig von der Frist. Ich
bezweifle, daß Gott sich von
irgendwelchen von mir gesetzten Fristen
beeindrucken läßt. Wenn er will, wird er
antworten, bevor ich die Frage gestellt
habe, wenn nicht, werde ich am jüngsten
Gericht immer noch nicht schlauer sein.

Wenn DU willst, wird er Dir antworten.
Aber was Du unter „jüngstem Gericht“ verstehst, würde mich brennend interessieren.

Das Ergebnis lautet: Gott liebt mich.
Und ich denke, Du kannst beurteilen, ob
Dich jemand liebt.

Das wäre schön. Wie viele
zwischenmenschliche Probleme beruhen auf
dem Umstand, daß man das eben nicht
sicher kann!

Gibt es dafür auch noch keine wissenschaftliche Methode?

Um das nochmal klarzustellen: Meine obige
Argumentation richtet sich NICHT gegen
die Existenz Gottes, nicht einmal gegen
eine bestimmte Eigenschaft, die er (?)
hat oder auch nicht. Sie richtet sich
einzig und allein gegen die Möglichkeit,
Gott oder irgendeine seiner Eigenschaften
wissenschaftlich beweisen zu können!

Vielleicht finden wir noch eine ?

Worauf bezieht sich das (?) ?

Gruß
Harald

Hallo Harald,

Wissenschafter zu sein, muss ein harter
Job sein. *seufz*
Die Theologen haben es da viel einfacher.
Sie sagen das ist so, und die Gläubigen
nicken und glaubens.

Stimmt in gewisser Weise. Ist aber oft auch für die Wissenschaftler dann befriedigender (rational gesehen).

Nun ist mir letzteres aber zuwider. Ich
liebe es, alles zu hinterfragen. Ich
werde also noch eine Weile an Deiner
Aufgabe herumbasteln. :wink:

Das ist schön, mir geht’s genauso.

Viele Erkenntnise unserer Zeit wurden
erst einmal angezweifelt. War es da nicht
so, dass man von einer Theorie
ausgegangen ist, die dann durch Versuche
zu beweisen war?

Ganz genau. Und so ist es immer noch.

Also hier nochmal die Theorie:
Es gibt einen Gott, der das Universum
erschaffen hat, der sich um die
Menschheit, sowohl in ihrer Gesamtheit
als auch um den Einzelnen, kümmert, und
der mit den Menschen in Kontakt treten
will.
Ferner behaupte ich, dass es jederman
möglich ist, diese Theorie zu überprüfen.

Das sind also denn 4 „Voraussagen“ der Theorie, die zu überprüfen wären. Nummer eins entfällt: Ob Gott das Universum erschaffen hat oder nicht, ist prinzipiell nicht überprüfbar und in DIESEM Sinne nicht relevant. Bleiben 3 Aspekte, die prinzipiell überprüfbar sind:

  1. Gott kümmert sich um die Menschheit
  2. Gott kümmert sich um den Einzelnen
  3. Gott will mit uns in Kontakt treten.
    Die Beweisführung in unserem Thread dürfte sich da hauptsächlich um Aspekt 3 drehen, stimmts? Also weiter.

Muss die Beweisführung so allgemein
gehalten sein, dass jeder den gleichen
Ausgangspunkt einnehmen soll ??

Nicht unbedingt. Die „Regeln“ sind die folgenden: Man gibt eine Reihe von „Arbeitsschritten“ vor, die jeder (im Prinzip) nachmachen kann. Wenn er sich exakt an die Vorgehensweise hält, muß er die gleichen Ergebnisse erhlten. Ob er sie natürlich auch genauso interpretiert, ist eine andere Sache. Welche Interpretation jeweils „richtig“ ist, ist oft nicht so einfach zu entscheiden. Die Wissenschaftler halten sich dabei in der Regel an zwei Kriterien:

  • Als richtig wird die Hypothese angesehen, die die meisten der Ergebnisse aus den diversen Experimenten richtig vorhergesagt hat.

  • Wenn mehrere Theorien die gleichen Vorhersagen machen, gibt man der den Vorzug, die die einfachste Struktur hat, also die wenigsten „Kunstgriffe“ oder „Ausnahmeregeln“ oer so braucht (Diese Überlegung ist in etwas anderer Form auch als „Ockhams Rasiermesser“ bekannt.

Hier müßte es also heißen: Nehmen wir an,
dass es einen Gott gibt.

Ok, Postulat akzeptiert. :wink:

Also Gott existiert in einer anderen
Dimension, die unserem Auge nicht
zugänglich ist. Er kann nur von unserem
Geist (nicht Verstand!) wahrgenommen
werden.

Die Unterscheidung ist künstlich. Wenn Gott außerhalb unserer Dimension steht (und das tut er mit ziemlicher Sicherheit), ist er für uns nicht erfahrbar. Wir können nur erfahren, was er uns zukommen läßt(sozusagen seinen an uns angepaßten Schatten). Das kann er aber genausogut über die geistige wie über die visuelle Schiene machen.

Als Jesus Wunder vollbrachte, war es für
alle Anwesenden erfahrbar. Aber sie haben
trotzdem nicht geglaubt.

Würde ich auch nicht. Ich fände es traurig, wenn Gott Wunder nötig hätte. Ich glaube eher daran, daß er konsequent genug ist, die von ihm initiierten Regeln dann auch einzuhalten.

Wenn Du einen

Stromschlag bekommst und Du zu Boden
fällst, kann ich, der es nur sehe und
nicht auch spüre, auch sagen: Zufall oder
die Aufregung oder so…

Das ist natürlich richtig. Irgendwo ist natürlich mit jeder Beweisbarkeit Schluß. Aber hier kommt Ockhams Rasiermesser zum Zug: wenn wir das Experiment mehrmals machen, zu verschiedenen Zeiten und mit verschiedenen Personen, und das Ergebnis ist immer wieder das gleiche, dann spricht das dafür, daß die Theorie, die es voraussagt, richtig ist. Sonst müßte man an sehr viele Zufäle glauben, oder an kollektive Aufregung, und diese Hypothesen sind einfach viel „erklärungsbedürftiger“ als Strom.

Ich kenne aber seine Motive!

Wow! Meinst Du nicht, daß das anmaßend ist? Oder bist Du auserwählt? (Ich will nicht beleidigend werden, aber Du lehnst Dich hier ziemlich weit aus dem Fenster!)

Wenn DU willst, wird er Dir antworten.

NEIN! Wenn ER will, wird er mir antworten! Ob ich das will, spielt keine Geige.

Aber was Du unter „jüngstem Gericht“
verstehst, würde mich brennend
interessieren.

Nichts. Ich hätte genauso gut „am St. Nimmerleinstag“ sagen können, aber das jüngste Gericht paßte von der Thematik besser.

Und ich denke, Du kannst beurteilen, ob
Dich jemand liebt.

Das wäre schön. Wie viele
zwischenmenschliche Probleme beruhen auf
dem Umstand, daß man das eben nicht
sicher kann!

Gibt es dafür auch noch keine
wissenschaftliche Methode?

Nein.

Um das nochmal klarzustellen: Meine obige
Argumentation richtet sich NICHT gegen
die Existenz Gottes, nicht einmal gegen
eine bestimmte Eigenschaft, die er (?)
hat oder auch nicht. Sie richtet sich
einzig und allein gegen die Möglichkeit,
Gott oder irgendeine seiner Eigenschaften
wissenschaftlich beweisen zu können!

Vielleicht finden wir noch eine ?

Ich glaube es nicht. Und das aus mehreren Gründen, die aus völlig verschiedenen Ecken kommen.

Worauf bezieht sich das (?) ?

Auf die Benutzung des „er“ für Gott. Du stellst Dir doch garantiert auch keinen Mann unter Gott vor, hoffe ich doch. Wir benutzen „er“ aus Stilgründen, um nicht ständig „Gott“ zu wiederholen, aber glauben nicht wirklich an einen „er“ (ich jedenfalls nicht). Daher das (?): um das nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

So, nun habe ich ganz schön viel geschrieben, aber ich finde es gut, meine Argumentation an Dir zu „schärfen“. Tut gut, sich auseinanderzusetzen, ohne daß einer ausfallend wird.

Liebe Grüße, Kubi

Hallo Kubi,

Muss die Beweisführung so allgemein
gehalten sein, dass jeder den gleichen
Ausgangspunkt einnehmen soll ??

Nicht unbedingt. Die „Regeln“ sind die
folgenden: Man gibt eine Reihe von
„Arbeitsschritten“ vor, die jeder (im
Prinzip) nachmachen kann.

Das kann doch nicht so schwer sein !?
Ich gebe also vor:
Man setze sich an einen Ort, an dem man sich gut konzentrieren kann. (Wird wohl jeder einen finden? Sonst keine weiteren Anforderungen.)
Man stelle die Aufforderung: „Gott, wenn Du mit uns Menschen Gemeinschaft haben willst, lass es mich wissen. Ich bin bereit.“
(Den Satz laut auszusprechen ist hilfreich aber nicht nötig. Die Bereitschaft dazu muss aber ehrlich sein.)

Ich denke, das ist jedem möglich.

Wenn er sich
exakt an die Vorgehensweise hält, muß er
die gleichen Ergebnisse erhlten. Ob er
sie natürlich auch genauso interpretiert,
ist eine andere Sache. Welche
Interpretation jeweils „richtig“ ist, ist
oft nicht so einfach zu entscheiden. Die
Wissenschaftler halten sich dabei in der
Regel an zwei Kriterien:

  • Als richtig wird die Hypothese
    angesehen, die die meisten der Ergebnisse
    aus den diversen Experimenten richtig
    vorhergesagt hat.

  • Wenn mehrere Theorien die gleichen
    Vorhersagen machen, gibt man der den
    Vorzug, die die einfachste Struktur hat,
    also die wenigsten „Kunstgriffe“ oder
    „Ausnahmeregeln“ oer so braucht (Diese
    Überlegung ist in etwas anderer Form auch
    als „Ockhams Rasiermesser“ bekannt.

Ich denke, die Struktur ist einfach genug.
Wer sammelt jetzt die Ergebnisse, bzw. wer sucht die Testpersonen aus?

Hier müßte es also heißen: Nehmen wir an,
dass es einen Gott gibt.

Ok, Postulat akzeptiert. :wink:

Also Gott existiert in einer anderen
Dimension, die unserem Auge nicht
zugänglich ist. Er kann nur von unserem
Geist (nicht Verstand!) wahrgenommen
werden.

Die Unterscheidung ist künstlich. Wenn
Gott außerhalb unserer Dimension steht
(und das tut er mit ziemlicher
Sicherheit), ist er für uns nicht
erfahrbar. Wir können nur erfahren, was
er uns zukommen läßt(sozusagen seinen an
uns angepaßten Schatten). Das kann er
aber genausogut über die geistige wie
über die visuelle Schiene machen.

Du hast recht.
Natürlich können wir nur die „Teile“ Gottes erfahren, die er in unsere Welt sendet. Aber das widerspricht nicht der zu beweisenden Theorie.
Berichten zufolge ist auch eine visuelle Kommunikation möglich. Kommt aber seltener vor.

Als Jesus Wunder vollbrachte, war es für
alle Anwesenden erfahrbar. Aber sie haben
trotzdem nicht geglaubt.

Würde ich auch nicht. Ich fände es
traurig, wenn Gott Wunder nötig hätte.
Ich glaube eher daran, daß er konsequent
genug ist, die von ihm initiierten Regeln
dann auch einzuhalten.

Wunder sind nicht etwas, was Gott nötig hätte. Sie sind ein Beweis dafür, das es in seiner Macht liegt, von ihm aufgestellte Ordnungen außer Kraft zu setzen.

Wenn Du einen

Stromschlag bekommst und Du zu Boden
fällst, kann ich, der es nur sehe und
nicht auch spüre, auch sagen: Zufall oder
die Aufregung oder so…

Das ist natürlich richtig. Irgendwo ist
natürlich mit jeder Beweisbarkeit Schluß.
Aber hier kommt Ockhams Rasiermesser zum
Zug: wenn wir das Experiment mehrmals
machen, zu verschiedenen Zeiten und mit
verschiedenen Personen, und das Ergebnis
ist immer wieder das gleiche, dann
spricht das dafür, daß die Theorie, die
es voraussagt, richtig ist. Sonst müßte
man an sehr viele Zufäle glauben, oder an
kollektive Aufregung, und diese
Hypothesen sind einfach viel
„erklärungsbedürftiger“ als Strom.

Okay, ich habe Berichte von verschiedenen Personen, aus verschiedenen Orten, die alle zu demselben Ergebnis gekommen sind. Ich bin also sehr zuversichtlich.

Ich kenne aber seine Motive!

Wow! Meinst Du nicht, daß das anmaßend
ist? Oder bist Du auserwählt? (Ich will
nicht beleidigend werden, aber Du lehnst
Dich hier ziemlich weit aus dem Fenster!)

Ja ja, Propheten hattens schon immer schwer. Merkwürdigerweise werden Leute, die die Zukunft aus den Sternen oder dem Kaffeesatz lesen weniger angezweifelt.

Aber im Ernst, nach 25-jähriger Gemeinschaft kennt man sein Gegenüber doch einigermaßen. Und hier gilt auch der Grundsatz, wenn der überwiegende Teil postiv ist, ist die Aussage vertrauenswürdig.

Aber was Du unter „jüngstem Gericht“
verstehst, würde mich brennend
interessieren.

Nichts. Ich hätte genauso gut „am St.
Nimmerleinstag“ sagen können, aber das
jüngste Gericht paßte von der Thematik
besser.

Dachte ich mir. Ist ein eigenes Kapitel, paßt jetzt nicht hierher.

Worauf bezieht sich das (?) ?

Auf die Benutzung des „er“ für Gott. Du
stellst Dir doch garantiert auch keinen
Mann unter Gott vor, hoffe ich doch. Wir
benutzen „er“ aus Stilgründen, um nicht
ständig „Gott“ zu wiederholen, aber
glauben nicht wirklich an einen „er“ (ich
jedenfalls nicht). Daher das (?): um das
nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Das ist völlig richtig!!

So, nun habe ich ganz schön viel
geschrieben, aber ich finde es gut, meine
Argumentation an Dir zu „schärfen“. Tut
gut, sich auseinanderzusetzen, ohne daß
einer ausfallend wird.

Ist auch eine sehr umfangreiche Problematik. Ich muß auch meine Argumentation verbessern. Und ausfallend werden würde den „wissenschaftlichen“ Aspekt vernichten.

Gruß Harald

Wissenschaft und Gott
Hallo Harald,

bald werden wir einen neuen „Thread“, wie es so schön heißt, setzen müssen…(oder ich muß mir einen breiteren Monitor kaufen :wink: )

Das kann doch nicht so schwer sein !?
Ich gebe also vor:
Man setze sich an einen Ort, an dem man
sich gut konzentrieren kann. (Wird wohl
jeder einen finden? Sonst keine weiteren
Anforderungen.)

Ok.

Man stelle die Aufforderung: „Gott, wenn
Du mit uns Menschen Gemeinschaft haben
willst, lass es mich wissen. Ich bin
bereit.“
(Den Satz laut auszusprechen ist
hilfreich aber nicht nötig. Die
Bereitschaft dazu muss aber ehrlich
sein.)

Ok.

Ich denke, das ist jedem möglich.

Bestimmt. PRINZIPIELL (und darum geht’s ja) auf jeden Fall.

Ich denke, die Struktur ist einfach
genug.
Wer sammelt jetzt die Ergebnisse, bzw.
wer sucht die Testpersonen aus?

Aussuchen per Zufallsauswahl, das Auswerten kann jeder machen (wieder im Prinzip).

Du hast recht.
Natürlich können wir nur die „Teile“
Gottes erfahren, die er in unsere Welt
sendet. Aber das widerspricht nicht der
zu beweisenden Theorie.
Berichten zufolge ist auch eine visuelle
Kommunikation möglich. Kommt aber
seltener vor.

Dachte ich mir. Ist aber letztendlich auch schnuppe, denke ich.

Wunder sind nicht etwas, was Gott nötig
hätte. Sie sind ein Beweis dafür, das es
in seiner Macht liegt, von ihm
aufgestellte Ordnungen außer Kraft zu
setzen.

Warum sollte man das anzweifeln, wenn man an ihn glaubt? Irgendwo hakt’s da. Wenn ich an ein Wesen glaube, daß für alle Existenz ursächlich ist, warum sollte ich dann icht glauben, daß dieses Wesen diese Existenz notfalls ändern kann?
Und andersherum betrachtet: Warum sollte er es nötig haben, sich zu „beweisen“?

Okay, ich habe Berichte von verschiedenen
Personen, aus verschiedenen Orten, die
alle zu demselben Ergebnis gekommen sind.
Ich bin also sehr zuversichtlich.

Es gibt aber auch genug Personen, die sagen, daß es bei ihnen nicht geklappt hat.

Ja ja, Propheten hattens schon immer
schwer.

Merkwürdigerweise werden Leute,

die die Zukunft aus den Sternen oder dem
Kaffeesatz lesen weniger angezweifelt.

Von mir genauso wie die Propheten. Ich glaube beiden nicht.

Aber im Ernst, nach 25-jähriger
Gemeinschaft kennt man sein Gegenüber
doch einigermaßen. Und hier gilt auch der
Grundsatz, wenn der überwiegende Teil
postiv ist, ist die Aussage
vertrauenswürdig.

Richtig. Aber damit hat er dir nicht unbedingt seine Motivation verraten. Ich bin nach wie vor der Überzeugung, daß er das schon deshalb nicht tut, weil sie eh außerhalb unserer Begriffswelt läge.

Nichts. Ich hätte genauso gut „am St.
Nimmerleinstag“ sagen können, aber das
jüngste Gericht paßte von der Thematik
besser.

Dachte ich mir. Ist ein eigenes Kapitel,
paßt jetzt nicht hierher.

Kannst ja noch einen Thread aufmachen…:wink:

Worauf bezieht sich das (?) ?

Auf die Benutzung des „er“ für Gott. Du
stellst Dir doch garantiert auch keinen
Mann unter Gott vor, hoffe ich doch. Wir
benutzen „er“ aus Stilgründen, um nicht
ständig „Gott“ zu wiederholen, aber
glauben nicht wirklich an einen „er“ (ich
jedenfalls nicht). Daher das (?): um das
nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Das ist völlig richtig!!

Na, da sind mer uns ja mal wieder einig. Schön.

Ist auch eine sehr umfangreiche
Problematik. Ich muß auch meine
Argumentation verbessern.

Dafür sind solche Diskussionen ja gerade gut.

Und ausfallend

werden würde den „wissenschaftlichen“
Aspekt vernichten.

Klar. Aber lies mal die anderen Postings zum Thema, und dir wird schwarz vor Augen bei manchen Anfeindungen…

Gruß Kubi

Antwort oben o.T.
(-: