Hallo Harald,
Ich weiß, aber „Geist“ ist doch auch
bisher zweideutig interpretiert worden.
Im englischen gibt es wenigstens noch den
Unterschied „spirit“ - „ghost“.
Hast Du eine klarere Begriffsbezeichnung
Nein, hab’ ich auch nicht. Diese „Nebelbegriffe“ machen natürlich Probleme, aber sie völlig umzudefinieren ist da auch nicht unbedingt produktiv.
Grundsätzlich kann er! Aber die Erfahrung
zeigt, dass er nicht allzuoft davon
Gebrauch macht. Die meisten Menschen sind
manipulierbar.
Nicht unbedingt. Der Mensch ist durch seinen Aufbau bestimmt. Meine „Konstruktion“ definiert, wie ich handle, auch wenn ich dazu neige, daß als „freien Willen“ zu bezeichnen. Frei ist er schon insofern nicht, als er beispielsweise nicht die Naturgesetze außer Kraft setzen kann.
Das setzt aber bereits voraus, dass eine
solche Kontaktaufnahme moeglich ist.
Das ist ein Erfahrungswert, den jeder im
„Selbststudium“ durchführen kann.
Beispiele dazu kann ich Dir jederzeit
liefern.
Und was ist mit all den Leuten, denen diese Erfahrung nicht gelingt? Diese Erfahrung ist nicht objektiv, da nicht von jedermann nachvollziehbar.
Hier
scheiden sich ja unsere Geister, weil ich
nicht an einen Gott glaube, der
„persoenlich“ zur Verfuegung steht.
Wer oder was scheidet sich hier ???
Bitte definiere, was Du mit „Geister“
bezeichnest.
)
LOL! Gut pariert! Aber ich denke mal, die Frage war nur rhetorisch, und Du weißt, was ich meinte 
Nicht ursächlich. Der „Geist des
Menschen“ veranlaßt unseren Verstand oder
unser Gefühl - je nachdem wie wir
veranlagt sind -, nach Gott zu suchen.
Und warum nicht bei jedem?
Im Schöpfungsbericht heißt es: „Der Geist
Gottes schwebte über den Wassern.“ Hier
redet die Bibel von dem, was
üblicherweise als „Heiliger Geist“
bezeichnet wird. Noch ist niemand auf die
Idee gekommen, „Seele Gottes“ zu sagen.
Wörtlich heißt die Bezeichnung „Ruach ha
Kodesch“ = „Geist der Heiligkeit“.
Ich interpretiere diesen Geist einfach als die Naturgesetze, nicht aber wörtlich.
Einige Verse weiter steht: „Und Gott
blies dem Menschen seinen Atem (Ruach) in
seine Nase. Und also ward der Mensch eine
lebendige Seele.“ Gott gab dem Menschen
etwas, das mit Ruach bezeichnet wird,
also „Geist“. Und das machte den Menschen
zu einer Seele.
Dito. Der Mensch ist, was er ist, weil Gott die richtigen Vorgaben erzeugt hat. Alles andere ist Evolution.
Der weise König Salomo schreibt: „Der
Staub muß wieder zu der Erde kommen, wie
er gewesen ist, und der Geist wieder zu
Gott, der ihn gegeben hat.“ Dass der
Körper zu Staub wird, haben Ausgrabungen
bewiesen. Und wenn der Geist von Gott
gegeben ist, ist er unsterblich und kann
sich nicht in Nichts auflösen.
Nichts kann sich in nichts auflösen. Energie ist weder erzeugbar noch vernichtbar, nur verwandelbar. Aber um das zu wissen, brauche ich Gott nicht (das nicht als Argument gegen ihn, sondern um klarzustellen, daß man naturwissenschaftlich viel erklären kann, ohne „dieser Hypothese zu bedürfen“, wie es Berufenere ausdrückten…
Warum die Kirche beharrlich „Seele“ sagt,
wenn in der Bibel von „Geist“ die Rede
ist, ist mir unklar.
Nicht der einzige Übersetzungslapsus. Und die Kirche hat nun mal eine große träge Masse…
Erfahrungswerte, wie gesagt. Ich kann
persönliche Beispiele dafür anführen,
dass Gott sich um mich kümmert. Ich kenne
auch eine Menge Leute, die dasselbe
erlebt haben.
Und viele andere nicht. Und wie gesagt, als objektiver Beweis taugen „private“ Erlebnisse nunmal nicht (und wieder will ich diese damit nicht herabstufen!).
Alles nur auf einen
„blinden Zufall“ zurückzuführen, scheint
mir zu unlogisch.
Das ist das einzig logische. Ich finde es sehr viel unlogischer, zu glauben, daß da jemand ständig korrigiert.
Gruß Kubi