Gott ist beweisbar !

Gottes Ziel?
Harald,

Ich will Dich keineswegs mit meiner
Weltanschauung langweilen. Hast Du aber
Interesse, lass es mich wissen.

Nur zu, interessiert bin ich immer.

Es ist nützlich, ja, aber das hat nichts
mit Zukunft oder Vrgangenheit zu tun,
sondern setzt eine Ebene höher an.

Wenn Du es nur auf „höherer Ebene“
betrachtest, bleibt es aber Theorie und
hat keinen praktischen Nutzen für Dich.

Ich finde, die Gegenwart ist ausreichend fuer eine Gottesbetrachtung. Oder auch nur das moralische Empfinden. Da muss man nicht teleologisch argumentieren. Das war’s, was ich meinte.

Geht man aber davon aus, dass Gott ein
Ziel gehabt hat, als er unsere
Naturgesetze bestimmte, muss man sich
fragen: welches?

Tja, aber die davor stehende Frage ist natuerlich: Hatte er ein Ziel? Warum muss er eines gehabt haben?

Na ja, ich schreibe keine langen
Abhandlungen und schon gar keine Bücher.
Nur wenn jemand Fragen hat, gebe ich
gerne Antworten.

Lobenswert. Sehe ich genau so.

Gruß Kubi

Hallo Kubi!

Ich will Dich keineswegs mit meiner
Weltanschauung langweilen. Hast Du aber
Interesse, lass es mich wissen.

Nur zu, interessiert bin ich immer.

Okay. Antwort weiter unten.

Ich finde, die Gegenwart ist ausreichend
fuer eine Gottesbetrachtung. Oder auch
nur das moralische Empfinden. Da muss man
nicht teleologisch argumentieren. Das
war’s, was ich meinte.

Na ja, wie trennst Du Gottesbetrachtung von Theologie ?

Geht man aber davon aus, dass Gott ein
Ziel gehabt hat, als er unsere
Naturgesetze bestimmte, muss man sich
fragen: welches?

Tja, aber die davor stehende Frage ist
natuerlich: Hatte er ein Ziel? Warum muss
er eines gehabt haben?

Also ich versuche jetzt einmal am „Anfang“ anzufangen, und hoffe, nicht zu langatmig zu werden.

Wenn die Bibel mit den Worten „Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde“ beginnt, muss man wohl davon ausgehen, dass es sich nicht um Gottes Anfang sondern um den Anfang unserer Welt handelt. Versuche einmal, Dir vorzustellen, was das für Gott bedeutet haben mag. Unser bislang bekanntes Universum ist dermaßen vielfältig und dennoch paßt Eins zum Anderen. Die Natur funktioniert, dank der Naturgesetze, einwandfrei - solange der Mensch nicht darin herumpfuscht. Ich bin also versucht zu sagen: Das war ein schönes Stück Arbeit.
Und das soll alles nur aus Jux geschehen sein?

Und jetzt zu meiner Theorie:
Die Bibel berichtet, Gott habe gesagt: Lasset uns Menschen machen, uns zum Ebenbild.
Wozu? Er war einsam. (Auch wenn wir von einer Drei-einigkeit reden)
Der Sinn des Lebens, oder die Frage „Warum bin ich auf der Welt?“, läßt sich damit leicht beantworten: Um Gemeinschaft mit Gott zu haben.
Wenn Du in der Bibel liest, was Gott alles unternommen hat, um die Gemeinschaft mit den Menschen zu erhalten, wirst Du sicherlich feststellen, dass die Menschheit für Gott einen großen Wert hat.
Daraus ergibt sich für mich die Schlußfolgerung: wenn wir die Gemeinschaft mit Gott pflegen, hat Er sein Ziel erreicht. Na ja, und so „nebenbei“ sind für uns natürlich auch so einige Vorteile drin.

Gruß Harald

Hallo Harald,

Na ja, wie trennst Du Gottesbetrachtung
von Theologie ?

Nicht Theologie, sondern TELEOLOGIE. Die Lehre, dass die Welt und das Leben zielgerichtet sind.

Wenn die Bibel mit den Worten „Im Anfang
schuf Gott Himmel und Erde“ beginnt, muss
man wohl davon ausgehen, dass es sich
nicht um Gottes Anfang sondern um den
Anfang unserer Welt handelt.

So weit, so gut.

Versuche

einmal, Dir vorzustellen, was das für
Gott bedeutet haben mag. Unser bislang
bekanntes Universum ist dermaßen
vielfältig und dennoch paßt Eins zum
Anderen. Die Natur funktioniert, dank der
Naturgesetze, einwandfrei - solange der
Mensch nicht darin herumpfuscht. Ich bin
also versucht zu sagen: Das war ein
schönes Stück Arbeit.
Und das soll alles nur aus Jux geschehen
sein?

Und warum nicht? Ich glaube, es ist ziemlich anthropozentrisch, einem „Wesen“ wie Gott menschliche Beweggruende zu unterstellen.

Und jetzt zu meiner Theorie:
Die Bibel berichtet, Gott habe gesagt:
Lasset uns Menschen machen, uns zum
Ebenbild.
Wozu? Er war einsam. (Auch wenn wir von
einer Drei-einigkeit reden)

Dann haette er wohl nicht „uns“ gesagt…Spass beiseite: Die Bibel ist von MENSCHEN geschrieben worden, egal wieviel davon auf goettliche Eingebung zurueckzufuehren ist oder nicht. Und die Vergangenheit hat gezeigt, dass etliche Aussagen darin falsch interpretiert worden sind und spaeter korrigiert wurden. Der allergroesste Teil der Bibel muss metaphorisch gelesen werden und ergibt erst unter Beruecksichtigung der damaligen Gesellschaftsstrukturen seinen Sinn. Und die Sache mit dem Ebenbild ist mit ziemlicher Sicherheit von den Schreibern so dargestellt worden, und wohl kaum eine goettliche Aeusserung.

Der Sinn des Lebens, oder die Frage
„Warum bin ich auf der Welt?“, läßt sich
damit leicht beantworten: Um Gemeinschaft
mit Gott zu haben.

Er soll uns geschaffen haben ,nur damit wir eine Gemeinschaft mit ihm bilden koennen? Das ist mir ein bisschen zu „duenn“.

Wenn Du in der Bibel liest, was Gott
alles unternommen hat, um die
Gemeinschaft mit den Menschen zu
erhalten,

Da sind wir wieder bei der Bibel. Tut mir leid, aber da stimme ich nicht zu. Ich glaube nicht, dass Gott wirklich etwas unternommen hat. Und das ist auch gut so, denn haette er eingegriffen und versucht, uns zu bessern, waere er ja wohl klaeglich gescheitert!

wirst Du sicherlich

feststellen, dass die Menschheit für Gott
einen großen Wert hat.

Warum sollte sie? Nicht mehr als alle anderen Zivilisationen, die es noch so in unserem Universum geben duerfte, abgesehen von eventuellen weiteren Universen. Wieder die anthropozentrische Sichtweise. Frueher fuehrte sie zu Aussagen wie „Die Erde steht im Mittelpunkt des Universums“, heute kommt das gleiche Argument ueber verschlungenen Umwege und „spiritistisch“ verkleidet.

Daraus ergibt sich für mich die
Schlußfolgerung: wenn wir die
Gemeinschaft mit Gott pflegen, hat Er
sein Ziel erreicht. Na ja, und so
„nebenbei“ sind für uns natürlich auch so
einige Vorteile drin.

Wie gesagt, fuer mich nicht.

Gruss, Christian

Hallo Kubi,

Nicht Theologie, sondern TELEOLOGIE. Die
Lehre, dass die Welt und das Leben
zielgerichtet sind.

Oh, Verzeihung, da muss ich was auf den Augen gehabt haben.

Und das soll alles nur aus Jux geschehen
sein?

Und warum nicht? Ich glaube, es ist
ziemlich anthropozentrisch, einem „Wesen“
wie Gott menschliche Beweggruende zu
unterstellen.

Eben weil ich Gott keine menschlichen Beweggründe unterstelle, nehme ich an, dass alles was Er tut, einen Sinn hat.
Jux und Tollerei halte ich für menschlich.

Wozu? Er war einsam. (Auch wenn wir von
einer Drei-einigkeit reden)

Dann haette er wohl nicht „uns“
gesagt…

„uns“ steht für Vater-Sohn-Geist, kann aber auch als Hoheitsplural angesehen werden.

Spass beiseite: Die Bibel ist
von MENSCHEN geschrieben worden, egal
wieviel davon auf goettliche Eingebung
zurueckzufuehren ist oder nicht. Und die
Vergangenheit hat gezeigt, dass etliche
Aussagen darin falsch interpretiert
worden sind und spaeter korrigiert
wurden. Der allergroesste Teil der Bibel
muss metaphorisch gelesen werden und
ergibt erst unter Beruecksichtigung der
damaligen Gesellschaftsstrukturen seinen
Sinn. Und die Sache mit dem Ebenbild ist
mit ziemlicher Sicherheit von den
Schreibern so dargestellt worden, und
wohl kaum eine goettliche Aeusserung.

Vielleicht bist Du Dir Deiner Sache nur zu sicher. Etwa nach dem Motto: „weil nicht sein kann, was nicht sein darf“.
Ebenbild Gottes hat gewiss nichts mit der äußeren Erscheinung des Menschen zu tun.
So wie Gott aus drei „Einheiten“ besteht (s.o.), besteht auch der Mensch aus dreien: Leib - Seele - Geist.

Der Sinn des Lebens, oder die Frage
„Warum bin ich auf der Welt?“, läßt sich
damit leicht beantworten: Um Gemeinschaft
mit Gott zu haben.

Er soll uns geschaffen haben ,nur damit
wir eine Gemeinschaft mit ihm bilden
koennen? Das ist mir ein bisschen zu
„duenn“.

Kannst Du mir sagen, was daran „duenn“ sein soll? Ich finde, Gemeinschaft mit Gott zu haben ist ein ziemlich starkes Stück.
Stell Dir einmal vor:
Er sprich zu Dir,
Er hilft Dir,
Er ermöglicht Dir Dinge, die Du allein nicht zuwege bringst.
Und, verzeih wenn das etwas respektlos klingen mag, Er freut sich, wenn bei uns Menschen alles wie am Schnürchen läuft.

Da sind wir wieder bei der Bibel. Tut mir
leid, aber da stimme ich nicht zu. Ich
glaube nicht, dass Gott wirklich etwas
unternommen hat. Und das ist auch gut so,
denn haette er eingegriffen und versucht,
uns zu bessern, waere er ja wohl
klaeglich gescheitert!

Ich habe auch nicht geschrieben, Er hätte versucht, uns zu bessern. Das ist gar nicht seine Absicht. Er hat aber Möglichkeiten geschaffen, dass der Mensch aus jenen misslichen Situationen heraus kann, in die er sich selbst hineinmanövriert hat und aus denen er allein nicht rauskann.

Wieder die anthropozentrische
Sichtweise. Frueher fuehrte sie zu
Aussagen wie „Die Erde steht im
Mittelpunkt des Universums“, heute kommt
das gleiche Argument ueber verschlungenen
Umwege und „spiritistisch“ verkleidet.

Aber nicht von mir!
Ich glaube, dass wir noch gar keine Ahnung davon haben, wo der Mittelpunkt des Universums liegt, geschweige denn, was außerhalb unseres Universums zu finden wäre.
Das ist aber für uns Menschen nicht wirklich von Bedeutung. Gott ist der „Mittelpunkt des Universums“ und das „Zentrum des Glaubens“

Gruß Harald

Hallo Harald,

Eben weil ich Gott keine menschlichen
Beweggründe unterstelle, nehme ich an,
dass alles was Er tut, einen Sinn hat.
Jux und Tollerei halte ich für
menschlich.

Ich spreche auch nicht von Jux und Tollerei. Das ist in der Tat menschlich. Aber das gleiche gilt fuer „zielgerichtet“. Die Taten Gottes muessen mit nichts in Zusammenhang stehen, was fuer uns als Ziel oder Zweck erkennbar ist oder als solches qualifiziert werden koennte. „Er“ steht einfach jenseits unserer Begriffswelt.

„uns“ steht für Vater-Sohn-Geist, kann
aber auch als Hoheitsplural angesehen
werden.

Na, der Hoheitsplural ist auch eine sehr menschliche Erfindung. Uebrigens ist dieser Brauch meines Wissens erst um einige Zeit spaeter als die Bibel entstanden. Und unsere Dreieinigkeit Leib-Seele/Geist vorausgesetzt, muessten wir ja dann auch alle im Plural von uns sprechen…

Vielleicht bist Du Dir Deiner Sache nur
zu sicher. Etwa nach dem Motto: „weil
nicht sein kann, was nicht sein darf“.

Keineswegs. Sonst wuerde ich so eine Diskussion wie diese nicht fuehren.

Ebenbild Gottes hat gewiss nichts mit der
äußeren Erscheinung des Menschen zu tun.

Davon war ich auch nicht ausgegangen.

So wie Gott aus drei „Einheiten“ besteht
(s.o.),

Fuer die theistischen Christen jedenfalls…

besteht auch der Mensch aus
dreien: Leib - Seele - Geist.

Auch darueber laesst sich natuerlich streiten. Die Seele ist wieder eine Glaubensfrage, da sie wissenschaftlich weder bewiesen noch widerlegt werden kann. Und die Koerper-Geist Dualitaet ist ein jahrhundertealter philosophischer Streitpunkt, der auch heute nicht endgueltig geklaert ist.

Kannst Du mir sagen, was daran „duenn“
sein soll? Ich finde, Gemeinschaft mit
Gott zu haben ist ein ziemlich starkes
Stück.

Missverstaendnis. Ich habe mich ungeschickt ausgedrueckt. Ich wollte sagen, dass ich nicht der Meinung bin, dass wir fuer Gott als Gesellschaft unbedingt das Interessanteste waeren, was er finden kann.

Ich habe auch nicht geschrieben, Er hätte
versucht, uns zu bessern. Das ist gar
nicht seine Absicht. Er hat aber
Möglichkeiten geschaffen, dass der Mensch
aus jenen misslichen Situationen heraus
kann, in die er sich selbst
hineinmanövriert hat und aus denen er
allein nicht rauskann.

Klar, indem er die entsprechenden naturgesetzlichen Grundlagen geschaffen hat.

Aber nicht von mir!

Tschulligung, hier habe ich Dich dann falsch verstanden.

Ich glaube, dass wir noch gar keine
Ahnung davon haben, wo der Mittelpunkt
des Universums liegt, geschweige denn,
was außerhalb unseres Universums zu
finden wäre.

Nicht ganz richtig. Man weiss, dass der Mittelpunkt des Universums nicht in den von uns wahrnehmbaren drei Dimensionen (na gut, vier, wenn Du die relativistische Raumzeit nimmst) liegt. Aber ich weiss, worauf Du hinauswillst, und hier sind wir einig.

Das ist aber für uns Menschen nicht
wirklich von Bedeutung. Gott ist der
„Mittelpunkt des Universums“ und das
„Zentrum des Glaubens“

Da kann ich Dir wieder zustimmen.

Kubi

Geist und Seele
Hallo Kubi,

Ich spreche auch nicht von Jux und
Tollerei. Das ist in der Tat menschlich.
Aber das gleiche gilt fuer
„zielgerichtet“. Die Taten Gottes muessen
mit nichts in Zusammenhang stehen, was
fuer uns als Ziel oder Zweck erkennbar
ist oder als solches qualifiziert werden
koennte. „Er“ steht einfach jenseits
unserer Begriffswelt.

Ich bin zwar auch der Meinung, dass Gottes Handeln unser Begriffsvermögen übersteigt. Aber das schließt eigentlich noch nicht aus, dass Er sich mit uns Menschen befasst.
Vielleicht ist nur „Ziel“ ein ungenauer Ausdruck für Gottes Vorhaben.

Na, der Hoheitsplural ist auch eine sehr
menschliche Erfindung. Uebrigens ist
dieser Brauch meines Wissens erst um
einige Zeit spaeter als die Bibel
entstanden. Und unsere Dreieinigkeit
Leib-Seele/Geist vorausgesetzt, muessten
wir ja dann auch alle im Plural von uns
sprechen…

War auch eher scherzhaft gemeint.

Vielleicht bist Du Dir Deiner Sache nur
zu sicher. Etwa nach dem Motto: „weil
nicht sein kann, was nicht sein darf“.

Keineswegs. Sonst wuerde ich so eine
Diskussion wie diese nicht fuehren.

Das freut mich sehr.

besteht auch der Mensch aus
dreien: Leib - Seele - Geist.

Auch darueber laesst sich natuerlich
streiten. Die Seele ist wieder eine
Glaubensfrage, da sie wissenschaftlich
weder bewiesen noch widerlegt werden
kann. Und die Koerper-Geist Dualitaet ist
ein jahrhundertealter philosophischer
Streitpunkt, der auch heute nicht
endgueltig geklaert ist.

Darf ich hier noch etwas Verwirrung hinzufügen?

Also über Leib oder Körper brauchen wir sicher kein Wort mehr verlieren.
Bleibt also eine Unterscheidung zwischen Geist und Seele zu finden.
Ich vermute, dass die alten Griechen uns sprachlich ein Bein gestellt haben und diese Begriffe mit einer Definition belegt haben, die uns in fruchtlose Diskussionen verstrickt.
Lass mich deshalb die Begriffe neu definieren, damit wir uns nicht missverstehen.

Seele: besteht aus

  1. Gefühl: also alle Dinge, die unser Empfinden ausmachen (Trauer, Freude, Zorn,…)
  2. Verstand: alles, was mit wissen zu tun hat.
  3. Wille: das ist der vieldiskutierte „freie Wille“. Der Mensch kann selbst entscheiden, was er tun und lassen will. Zum Unterschied vom instinktgesteuerten Tier.

Diese Dinge lassen sich am Seziertisch nicht nachweisen, aber bislang hat noch kein ernstzunehmender Wissenschafter ihre Existenz bestritten.

Geist: Der Geist des Menschen ist jenes „Etwas“, das es dem Menschen ermöglicht, mit Gott in Kontakt zu treten. Er ist die Ursache für die Suche nach Gott. Er ist auch der Sitz unseres Gewissens. Und der Geist verläßt im Falle des Todes den Körper und kehrt zu Gott zurück, der ihn gegeben hat.
Das klingt vielleicht etwas kompliziert, aber es lohnt sich, darüber nachzudenken.

Hier könnte ich einige Bibelstellen einfügen, die das verdeutlichen. Aber das ist Dir wahrscheinlich kein gültiger Beweis. Nur eines zum Abschluß dieses Themas: Die „unsterbliche Seele“ entstand aus eben diesen sprachlichen Missverständnissen und einer Vermischung mit der griechischen Mythologie.

Kannst Du mir sagen, was daran „duenn“
sein soll? Ich finde, Gemeinschaft mit
Gott zu haben ist ein ziemlich starkes
Stück.

Missverstaendnis. Ich habe mich
ungeschickt ausgedrueckt. Ich wollte
sagen, dass ich nicht der Meinung bin,
dass wir fuer Gott als Gesellschaft
unbedingt das Interessanteste waeren, was
er finden kann.

Ich weiss nicht, was für Gott interessant ist. Aber Er kümmert sich um uns Menschen. Wir sind Ihm nicht gleichgültig.

Ich habe auch nicht geschrieben, Er hätte
versucht, uns zu bessern. Das ist gar
nicht seine Absicht. Er hat aber
Möglichkeiten geschaffen, dass der Mensch
aus jenen misslichen Situationen heraus
kann, in die er sich selbst
hineinmanövriert hat und aus denen er
allein nicht rauskann.

Klar, indem er die entsprechenden
naturgesetzlichen Grundlagen geschaffen
hat.

Nicht nur! Aber davon später.

Gott ist der
„Mittelpunkt des Universums“ und das
„Zentrum des Glaubens“

Da kann ich Dir wieder zustimmen.

Das freut mich wieder sehr.

Ich sehe, wir haben doch einige Gemeinsamkeiten. Und es ist wirklich angenehm mit Dir zu plaudern.

Gruß Harald

Hallo Harald,

Ich bin zwar auch der Meinung, dass
Gottes Handeln unser Begriffsvermögen
übersteigt. Aber das schließt eigentlich
noch nicht aus, dass Er sich mit uns
Menschen befasst.
Vielleicht ist nur „Ziel“ ein ungenauer
Ausdruck für Gottes Vorhaben.

So ausgedrueckt kann ich das unterschreiben :smile: Ich bin halt nutr der Meinung, dass Gott nicht unbedingt so handeln muss, dass uns das sinnvoll erscheint - oder auch geplant.

Darf ich hier noch etwas Verwirrung
hinzufügen?

Aber gerne doch…

Bleibt also eine Unterscheidung zwischen
Geist und Seele zu finden.
Ich vermute, dass die alten Griechen uns
sprachlich ein Bein gestellt haben und
diese Begriffe mit einer Definition
belegt haben, die uns in fruchtlose
Diskussionen verstrickt.

Dac hast Du wahrscheinlich mit ins Schwarze getroffen, wobei die Probleme oft auch erst mit der Uebersetzung entstanden.

Seele: besteht aus

  1. Gefühl: also alle Dinge, die unser
    Empfinden ausmachen (Trauer, Freude,
    Zorn,…)

na gut.

  1. Verstand: alles, was mit wissen zu tun
    hat.

Das ist natuerlich der Inbegriff des klassischen „Geistes“. Damit duerftest Du wirklich Verwirrung stiften!

  1. Wille: das ist der vieldiskutierte
    „freie Wille“. Der Mensch kann selbst
    entscheiden, was er tun und lassen will.
    Zum Unterschied vom instinktgesteuerten
    Tier.

Kann er? Oder ist seine Steuerung nur auf einer subtileren Ebene wirksam?

Diese Dinge lassen sich am Seziertisch
nicht nachweisen, aber bislang hat noch
kein ernstzunehmender Wissenschafter ihre
Existenz bestritten.

Verstand und Gefuehl lassen sich durchaus nachweisen. Nur wo und wie sie entstehen, DAS ist die grosse Unbekannte.
Und was den freien Willen angeht: Das ist eines der heissdiskutierten Themen in der Philosophie und extrem umstritten.

Geist: Der Geist des Menschen ist jenes
„Etwas“, das es dem Menschen ermöglicht,
mit Gott in Kontakt zu treten.

Das setzt aber bereits voraus, dass eine solche Kontaktaufnahme moeglich ist. Hier scheiden sich ja unsere Geister, weil ich nicht an einen Gott glaube, der „persoenlich“ zur Verfuegung steht.

Er ist die

Ursache für die Suche nach Gott.

Dafuer qualifizieren doch auch Verstand und Gefuehl…

Er ist

auch der Sitz unseres Gewissens.

Interessante Definition. Muss ich drueber nachdenken.

Und der

Geist verläßt im Falle des Todes den
Körper und kehrt zu Gott zurück, der ihn
gegeben hat.

Da bin ich wieder anderer Meinung. Der Geist nach Deiner Definition erlischt meiner Ansicht nach mit dem Tod des Individuums, genau wie seine Gefuehle und sein Verstand. Abgesehen davon stellst Du natuerlich hiermit die klassische Lehre voellig auf den Kopf, die sagt, dass die SEELE zurueckkehrt!!! Aber gut, Definitionen kann man bekanntlich erstellen, wie man will. Erleichtert die Diskussion aber nicht gerade.

Das klingt vielleicht etwas kompliziert,
aber es lohnt sich, darüber nachzudenken.

Eher verwirrend als kompliziert. Aber in der Tat nachdenkenswert.

Hier könnte ich einige Bibelstellen
einfügen, die das verdeutlichen. Aber das
ist Dir wahrscheinlich kein gültiger
Beweis.
-)

Nur eines zum Abschluß dieses

Themas: Die „unsterbliche Seele“ entstand
aus eben diesen sprachlichen
Missverständnissen und einer Vermischung
mit der griechischen Mythologie.

Das glaube ich Dir unbesehen. Es gibt ausreichend parallele Faelle.

Ich weiss nicht, was für Gott interessant
ist. Aber Er kümmert sich um uns
Menschen. Wir sind Ihm nicht
gleichgültig.

Advocatus diaboli: Warum nicht? Woran sieht man das? Es scheint doch eher andersrum zu sein, wenn man sich so umguckt…

Ich sehe, wir haben doch einige
Gemeinsamkeiten. Und es ist wirklich
angenehm mit Dir zu plaudern.

Kann ich nur zurueckgeben.

Gruss, Kubi

Hallo Kubi,

Seele: besteht aus

  1. Gefühl: also alle Dinge, die unser
    Empfinden ausmachen (Trauer, Freude,
    Zorn,…)

na gut.

  1. Verstand: alles, was mit wissen zu tun
    hat.

Das ist natuerlich der Inbegriff des
klassischen „Geistes“. Damit duerftest Du
wirklich Verwirrung stiften!

Ich weiß, aber „Geist“ ist doch auch bisher zweideutig interpretiert worden. Im englischen gibt es wenigstens noch den Unterschied „spirit“ - „ghost“.
Hast Du eine klarere Begriffsbezeichnung ?

  1. Wille: das ist der vieldiskutierte
    „freie Wille“. Der Mensch kann selbst
    entscheiden, was er tun und lassen will.
    Zum Unterschied vom instinktgesteuerten
    Tier.

Kann er? Oder ist seine Steuerung nur auf
einer subtileren Ebene wirksam?

Grundsätzlich kann er! Aber die Erfahrung zeigt, dass er nicht allzuoft davon Gebrauch macht. Die meisten Menschen sind manipulierbar.

Diese Dinge lassen sich am Seziertisch
nicht nachweisen, aber bislang hat noch
kein ernstzunehmender Wissenschafter ihre
Existenz bestritten.

Verstand und Gefuehl lassen sich durchaus
nachweisen. Nur wo und wie sie entstehen,
DAS ist die grosse Unbekannte.
Und was den freien Willen angeht: Das ist
eines der heissdiskutierten Themen in der
Philosophie und extrem umstritten.

Geist: Der Geist des Menschen ist jenes
„Etwas“, das es dem Menschen ermöglicht,
mit Gott in Kontakt zu treten.

Das setzt aber bereits voraus, dass eine
solche Kontaktaufnahme moeglich ist.

Das ist ein Erfahrungswert, den jeder im „Selbststudium“ durchführen kann. Beispiele dazu kann ich Dir jederzeit liefern.

Hier
scheiden sich ja unsere Geister, weil ich
nicht an einen Gott glaube, der
„persoenlich“ zur Verfuegung steht.

Wer oder was scheidet sich hier ???
Bitte definiere, was Du mit „Geister“ bezeichnest. :smile:)

Er ist die

Ursache für die Suche nach Gott.

Dafuer qualifizieren doch auch Verstand
und Gefuehl…

Nicht ursächlich. Der „Geist des Menschen“ veranlaßt unseren Verstand oder unser Gefühl - je nachdem wie wir veranlagt sind -, nach Gott zu suchen.

Er ist
auch der Sitz unseres Gewissens.

Interessante Definition. Muss ich drueber
nachdenken.

Und der

Geist verläßt im Falle des Todes den
Körper und kehrt zu Gott zurück, der ihn
gegeben hat.

Da bin ich wieder anderer Meinung. Der
Geist nach Deiner Definition erlischt
meiner Ansicht nach mit dem Tod des
Individuums, genau wie seine Gefuehle und
sein Verstand. Abgesehen davon stellst Du
natuerlich hiermit die klassische Lehre
voellig auf den Kopf, die sagt, dass die
SEELE zurueckkehrt!!! Aber gut,
Definitionen kann man bekanntlich
erstellen, wie man will. Erleichtert die
Diskussion aber nicht gerade.

Mir ist dieses Problem schon bewußt.
Ich komme also nicht umhin, einige Stellen aus der Bibel zu zitieren.
Im Schöpfungsbericht heißt es: „Der Geist Gottes schwebte über den Wassern.“ Hier redet die Bibel von dem, was üblicherweise als „Heiliger Geist“ bezeichnet wird. Noch ist niemand auf die Idee gekommen, „Seele Gottes“ zu sagen. Wörtlich heißt die Bezeichnung „Ruach ha Kodesch“ = „Geist der Heiligkeit“.
Einige Verse weiter steht: „Und Gott blies dem Menschen seinen Atem (Ruach) in seine Nase. Und also ward der Mensch eine lebendige Seele.“ Gott gab dem Menschen etwas, das mit Ruach bezeichnet wird, also „Geist“. Und das machte den Menschen zu einer Seele.
Der weise König Salomo schreibt: „Der Staub muß wieder zu der Erde kommen, wie er gewesen ist, und der Geist wieder zu Gott, der ihn gegeben hat.“ Dass der Körper zu Staub wird, haben Ausgrabungen bewiesen. Und wenn der Geist von Gott gegeben ist, ist er unsterblich und kann sich nicht in Nichts auflösen.

Warum die Kirche beharrlich „Seele“ sagt, wenn in der Bibel von „Geist“ die Rede ist, ist mir unklar.

Ich weiss nicht, was für Gott interessant
ist. Aber Er kümmert sich um uns
Menschen. Wir sind Ihm nicht
gleichgültig.

Advocatus diaboli: Warum nicht? Woran
sieht man das? Es scheint doch eher
andersrum zu sein, wenn man sich so
umguckt…

Erfahrungswerte, wie gesagt. Ich kann persönliche Beispiele dafür anführen, dass Gott sich um mich kümmert. Ich kenne auch eine Menge Leute, die dasselbe erlebt haben. Alles nur auf einen „blinden Zufall“ zurückzuführen, scheint mir zu unlogisch.

Gruß Harald

Hallo Harald,

Ich weiß, aber „Geist“ ist doch auch
bisher zweideutig interpretiert worden.
Im englischen gibt es wenigstens noch den
Unterschied „spirit“ - „ghost“.
Hast Du eine klarere Begriffsbezeichnung

Nein, hab’ ich auch nicht. Diese „Nebelbegriffe“ machen natürlich Probleme, aber sie völlig umzudefinieren ist da auch nicht unbedingt produktiv.

Grundsätzlich kann er! Aber die Erfahrung
zeigt, dass er nicht allzuoft davon
Gebrauch macht. Die meisten Menschen sind
manipulierbar.

Nicht unbedingt. Der Mensch ist durch seinen Aufbau bestimmt. Meine „Konstruktion“ definiert, wie ich handle, auch wenn ich dazu neige, daß als „freien Willen“ zu bezeichnen. Frei ist er schon insofern nicht, als er beispielsweise nicht die Naturgesetze außer Kraft setzen kann.

Das setzt aber bereits voraus, dass eine
solche Kontaktaufnahme moeglich ist.

Das ist ein Erfahrungswert, den jeder im
„Selbststudium“ durchführen kann.
Beispiele dazu kann ich Dir jederzeit
liefern.

Und was ist mit all den Leuten, denen diese Erfahrung nicht gelingt? Diese Erfahrung ist nicht objektiv, da nicht von jedermann nachvollziehbar.

Hier
scheiden sich ja unsere Geister, weil ich
nicht an einen Gott glaube, der
„persoenlich“ zur Verfuegung steht.

Wer oder was scheidet sich hier ???
Bitte definiere, was Du mit „Geister“
bezeichnest. :smile:)

LOL! Gut pariert! Aber ich denke mal, die Frage war nur rhetorisch, und Du weißt, was ich meinte :wink:

Nicht ursächlich. Der „Geist des
Menschen“ veranlaßt unseren Verstand oder
unser Gefühl - je nachdem wie wir
veranlagt sind -, nach Gott zu suchen.

Und warum nicht bei jedem?

Im Schöpfungsbericht heißt es: „Der Geist
Gottes schwebte über den Wassern.“ Hier
redet die Bibel von dem, was
üblicherweise als „Heiliger Geist“
bezeichnet wird. Noch ist niemand auf die
Idee gekommen, „Seele Gottes“ zu sagen.
Wörtlich heißt die Bezeichnung „Ruach ha
Kodesch“ = „Geist der Heiligkeit“.

Ich interpretiere diesen Geist einfach als die Naturgesetze, nicht aber wörtlich.

Einige Verse weiter steht: „Und Gott
blies dem Menschen seinen Atem (Ruach) in
seine Nase. Und also ward der Mensch eine
lebendige Seele.“ Gott gab dem Menschen
etwas, das mit Ruach bezeichnet wird,
also „Geist“. Und das machte den Menschen
zu einer Seele.

Dito. Der Mensch ist, was er ist, weil Gott die richtigen Vorgaben erzeugt hat. Alles andere ist Evolution.

Der weise König Salomo schreibt: „Der
Staub muß wieder zu der Erde kommen, wie
er gewesen ist, und der Geist wieder zu
Gott, der ihn gegeben hat.“ Dass der
Körper zu Staub wird, haben Ausgrabungen
bewiesen. Und wenn der Geist von Gott
gegeben ist, ist er unsterblich und kann
sich nicht in Nichts auflösen.

Nichts kann sich in nichts auflösen. Energie ist weder erzeugbar noch vernichtbar, nur verwandelbar. Aber um das zu wissen, brauche ich Gott nicht (das nicht als Argument gegen ihn, sondern um klarzustellen, daß man naturwissenschaftlich viel erklären kann, ohne „dieser Hypothese zu bedürfen“, wie es Berufenere ausdrückten…

Warum die Kirche beharrlich „Seele“ sagt,
wenn in der Bibel von „Geist“ die Rede
ist, ist mir unklar.

Nicht der einzige Übersetzungslapsus. Und die Kirche hat nun mal eine große träge Masse…

Erfahrungswerte, wie gesagt. Ich kann
persönliche Beispiele dafür anführen,
dass Gott sich um mich kümmert. Ich kenne
auch eine Menge Leute, die dasselbe
erlebt haben.

Und viele andere nicht. Und wie gesagt, als objektiver Beweis taugen „private“ Erlebnisse nunmal nicht (und wieder will ich diese damit nicht herabstufen!).

Alles nur auf einen

„blinden Zufall“ zurückzuführen, scheint
mir zu unlogisch.

Das ist das einzig logische. Ich finde es sehr viel unlogischer, zu glauben, daß da jemand ständig korrigiert.

Gruß Kubi

Erfahrungen
Hallo Kubi,

Nein, hab’ ich auch nicht. Diese
„Nebelbegriffe“ machen natürlich
Probleme, aber sie völlig umzudefinieren
ist da auch nicht unbedingt produktiv.

Da hast Du natürlich recht. Aber die Diskussion ist hoffnungslos, wenn man zwar denselben Ausdruck verwendet, aber doch etwas anderes meint.

Meine
„Konstruktion“ definiert, wie ich handle,
auch wenn ich dazu neige, daß als „freien
Willen“ zu bezeichnen. Frei ist er schon
insofern nicht, als er beispielsweise
nicht die Naturgesetze außer Kraft setzen
kann.

Hier reden wir tatsächlich aneinander vorbei. „Freier Wille“ heißt für mich, ich kann entscheiden, ob ich mehr dem Gefühl oder dem Verstand vertraue. Ob ich eine Botschaft für wahr oder unwahr halte.

Das setzt aber bereits voraus, dass eine
solche Kontaktaufnahme moeglich ist.

Das ist ein Erfahrungswert, den jeder im
„Selbststudium“ durchführen kann.
Beispiele dazu kann ich Dir jederzeit
liefern.

Und was ist mit all den Leuten, denen
diese Erfahrung nicht gelingt? Diese
Erfahrung ist nicht objektiv, da nicht
von jedermann nachvollziehbar.

Schrieb ich nicht ganz deutlich „jeder“??
Wer an die Sache objektiv herangeht, kann diese Erfahrung auch machen.

Bitte definiere, was Du mit „Geister“
bezeichnest. :smile:)

LOL! Gut pariert! Aber ich denke mal, die
Frage war nur rhetorisch, und Du weißt,
was ich meinte :wink:

Klar. Schön, dass Du Spaß verstehst. :smile:))

Nicht ursächlich. Der „Geist des
Menschen“ veranlaßt unseren Verstand oder
unser Gefühl - je nachdem wie wir
veranlagt sind -, nach Gott zu suchen.

Und warum nicht bei jedem?

Diese Frage verstehe ich jetzt nicht ?

Warum die Kirche beharrlich „Seele“ sagt,
wenn in der Bibel von „Geist“ die Rede
ist, ist mir unklar.

Nicht der einzige Übersetzungslapsus. Und
die Kirche hat nun mal eine große träge
Masse…

Sehr vornehm ausgedrückt.

Erfahrungswerte, wie gesagt.

Und wie gesagt,
als objektiver Beweis taugen „private“
Erlebnisse nunmal nicht (und wieder will
ich diese damit nicht herabstufen!).

Hast Du’s schon mal probiert ?

Gruß Harald

Hallo Harald,

Da hast Du natürlich recht. Aber die
Diskussion ist hoffnungslos, wenn man
zwar denselben Ausdruck verwendet, aber
doch etwas anderes meint.

Stimmt auffallend. Aber ich schätze, in unserer Thematik merkt man recht schnell, was jemand meint, wenn er von Geist oder Seele redet.

Meine
„Konstruktion“ definiert, wie ich handle,
auch wenn ich dazu neige, daß als „freien
Willen“ zu bezeichnen. Frei ist er schon
insofern nicht, als er beispielsweise
nicht die Naturgesetze außer Kraft setzen
kann.

Hier reden wir tatsächlich aneinander
vorbei. „Freier Wille“ heißt für mich,
ich kann entscheiden, ob ich mehr dem
Gefühl oder dem Verstand vertraue. Ob ich
eine Botschaft für wahr oder unwahr
halte.

Und eben das ist durch den Aufbau Deines Gehirns vorgegeben. Du kannst oberflächlich frei entscheiden, aber letztendlich ist diese Entscheidung biologisch vorweggenommen.

Und was ist mit all den Leuten, denen
diese Erfahrung nicht gelingt? Diese
Erfahrung ist nicht objektiv, da nicht
von jedermann nachvollziehbar.

Schrieb ich nicht ganz deutlich „jeder“??
Wer an die Sache objektiv herangeht, kann
diese Erfahrung auch machen.

Das ist ein Widerspruch in sich. Diese Erfahrung ist eine innere, nicht meßbar und anderen nicht zugänglich, und daher zwangsweise subjektiv. Und woher glaubst Du zu wissen, daß jeder die machen kann?

Klar. Schön, dass Du Spaß verstehst.

-)))

Sonst wär das Leben viel zu trist :wink:

Nicht ursächlich. Der „Geist des
Menschen“ veranlaßt unseren Verstand oder
unser Gefühl - je nachdem wie wir
veranlagt sind -, nach Gott zu suchen.

Und warum nicht bei jedem?

Diese Frage verstehe ich jetzt nicht ?

Na, es gibt eindeutig Menschen, bei denen es absolut keinen Impuls gibt, Gott zu suchen.

Nicht der einzige Übersetzungslapsus. Und
die Kirche hat nun mal eine große träge
Masse…

Sehr vornehm ausgedrückt.

Ja, wenn ich so deutlich würde, wie es eigentlich nötig wäre, würde ich wahrscheinlich einen Brettverweis kriegen :wink:

als objektiver Beweis taugen „private“
Erlebnisse nunmal nicht (und wieder will
ich diese damit nicht herabstufen!).

Hast Du’s schon mal probiert ?

Wie kann das meine Erfahrungen objektivieren?

Gruß Kubi

Hallo Kubi,

„Freier Wille“ heißt für mich,
ich kann entscheiden, ob ich mehr dem
Gefühl oder dem Verstand vertraue. Ob ich
eine Botschaft für wahr oder unwahr
halte.

Und eben das ist durch den Aufbau Deines
Gehirns vorgegeben. Du kannst
oberflächlich frei entscheiden, aber
letztendlich ist diese Entscheidung
biologisch vorweggenommen.

Bist Du Gehirnspezialist? Ich meine medizinisch gesehen. Ich denke, das Gehirn ist noch gar nicht zur Gänze erforscht. Aber an biologisch vorprogrammierte Entscheidungen kann ich nicht glauben. Eher noch an von außen beeinflußte.

Wer an die Sache objektiv herangeht, kann
diese Erfahrung auch machen.

Das ist ein Widerspruch in sich. Diese
Erfahrung ist eine innere, nicht meßbar
und anderen nicht zugänglich, und daher
zwangsweise subjektiv.

Die Erfahrung selbst ist natürlich schon subjektiv. Aber Grundvoraussetzung ist eine objetive Einstellung. Also ohne Erwartung, wie das Ergebnis aussehen soll.

Und woher glaubst
Du zu wissen, daß jeder die machen kann?

Soll ich jetzt sagen: „Gott hat es versprochen.“ ?
Hier bin ich im Beweisnotstand. Wenn ich sage, dass ich mit Gott rede, mußt Du es ja nicht glauben.

Und warum nicht bei jedem?

Diese Frage verstehe ich jetzt nicht ?

Na, es gibt eindeutig Menschen, bei denen
es absolut keinen Impuls gibt, Gott zu
suchen.

Bist Du da so sicher? Es steht ja nirgends angeschrieben, wie oft das Gewissen sich gemeldet hat. Und einige Leute sind wahre Meister in der Unterdrückung des Gewissens.

Sehr vornehm ausgedrückt.

Ja, wenn ich so deutlich würde, wie es
eigentlich nötig wäre, würde ich
wahrscheinlich einen Brettverweis kriegen
:wink:

Ich dachte, die Inquisition sei abgeschafft ??
Und dieses Brett hat noch gar keinen MOD.

als objektiver Beweis taugen „private“
Erlebnisse nunmal nicht (und wieder will
ich diese damit nicht herabstufen!).

Hast Du’s schon mal probiert ?

Wie kann das meine Erfahrungen
objektivieren?

Nein, nicht objektivieren. Aber es könnte zum besseren Verständnis beitragen. Es ist ja auch ein Unterschied, ob ich einem Buschmann den Schnee erkläre, oder ob er sich hineinsetzt.

Gruß Harald

Hallo Harald,

Bist Du Gehirnspezialist? Ich meine
medizinisch gesehen.

Nein, habe nur viel darüber gelesen.

Ich denke, das

Gehirn ist noch gar nicht zur Gänze
erforscht.

Das ist richtig.

Aber an biologisch

vorprogrammierte Entscheidungen kann ich
nicht glauben. Eher noch an von außen
beeinflußte.

Die Programmierung setzt viel weiter vorne an: Sie ist physikalisch, mit Aufbau meine ich hier Atome, wenn nicht noch kleinere Einheiten. Richtig spannend wird’s hier erst, wenn man die Quantenphysik ins Spiel bringt…

Die Erfahrung selbst ist natürlich schon
subjektiv. Aber Grundvoraussetzung ist
eine objetive Einstellung. Also ohne
Erwartung, wie das Ergebnis aussehen
soll.

Du meinst eine neutrale Einstellung. Denn jede Einstellung ist subjektiv! Objektiv ist etwas, das für jeden gleich ist. Und das kann eine Einstellung natürlich nie sein. Schätze, hier hat wieder ein Mißverständnis zugeschlagen.

Soll ich jetzt sagen: „Gott hat es
versprochen.“ ?
Hier bin ich im Beweisnotstand. Wenn ich
sage, dass ich mit Gott rede, mußt Du es
ja nicht glauben.

Damit hat es nichts zu tun. Es geht nicht darum, ob ich Dir glaube, sondern ob daraus folgt, daß jeder es kann.

Na, es gibt eindeutig Menschen, bei denen
es absolut keinen Impuls gibt, Gott zu
suchen.

Bist Du da so sicher? Es steht ja
nirgends angeschrieben, wie oft das
Gewissen sich gemeldet hat. Und einige
Leute sind wahre Meister in der
Unterdrückung des Gewissens.

Das ist natürlich richtig. Aber dies ist erneut ein Punkt, der nicht beweisbar, aber auch nicht widerlegbar ist.

Ich dachte, die Inquisition sei
abgeschafft ??
Und dieses Brett hat noch gar keinen MOD.

War auch nicht ganz so ernst gemeint. Aber Du kannst Dich ja mal bewerben als MOD :smile:

Es
ist ja auch ein Unterschied, ob ich einem
Buschmann den Schnee erkläre, oder ob er
sich hineinsetzt.

LOL. Nett gesagt.

Gruß, Kubi

Hallo Kubi,

Bist Du Gehirnspezialist? Ich meine
medizinisch gesehen.

Nein, habe nur viel darüber gelesen.

Alle Achtung, ganz schön fleißig.

Die Programmierung setzt viel weiter
vorne an: Sie ist physikalisch, mit
Aufbau meine ich hier Atome, wenn nicht
noch kleinere Einheiten. Richtig spannend
wird’s hier erst, wenn man die
Quantenphysik ins Spiel bringt…

Jetzt rate ich noch einmal. Bist Du Physiker?
Erklär doch bitte, was die Quantenphysik mit meinem Willen zu tun hat.

Du meinst eine neutrale Einstellung. Denn
jede Einstellung ist subjektiv! Objektiv
ist etwas, das für jeden gleich ist. Und
das kann eine Einstellung natürlich nie
sein. Schätze, hier hat wieder ein
Mißverständnis zugeschlagen.

Okay, so ist es jetzt richtig. :smile:

Es geht nicht
darum, ob ich Dir glaube, sondern ob
daraus folgt, daß jeder es kann.

Ich behaupte: ja! Aber wie soll ich es beweisen?

Gruß Harald

Hallo Harald,

Bist Du Gehirnspezialist? Ich meine
medizinisch gesehen.

Nein, habe nur viel darüber gelesen.

Alle Achtung, ganz schön fleißig.

Alles reines Interesse. Ist nicht mit Arbeit verbunden im Sinne von: Es macht Spaß.

Jetzt rate ich noch einmal. Bist Du
Physiker?

Nö, Ingenieur.

Erklär doch bitte, was die Quantenphysik
mit meinem Willen zu tun hat.

Sie hat mit allem zu tun, da jede Materie aus „Teilchen“ zusammengesetzt ist, die der QED unterliegen.

Es geht nicht
darum, ob ich Dir glaube, sondern ob
daraus folgt, daß jeder es kann.

Ich behaupte: ja! Aber wie soll ich es
beweisen?

Kannst Du nicht. Weil Du mit dieser Aussage im Prinzip den Glauben bereits voraussetzt. Und Glaube ist nun mal nicht beweisbar, sonst wär’s keiner.

Kubi

Hallo Kubi,

Alles reines Interesse. Ist nicht mit
Arbeit verbunden im Sinne von: Es macht
Spaß.

Ja dann !! :smile:)

Erklär doch bitte, was die Quantenphysik
mit meinem Willen zu tun hat.

Sie hat mit allem zu tun, da jede Materie
aus „Teilchen“ zusammengesetzt ist, die
der QED unterliegen.

Und Gehirnströme sind Materie ?

Es geht nicht
darum, ob ich Dir glaube, sondern ob
daraus folgt, daß jeder es kann.

Ich behaupte: ja! Aber wie soll ich es
beweisen?

Kannst Du nicht. Weil Du mit dieser
Aussage im Prinzip den Glauben bereits
voraussetzt. Und Glaube ist nun mal nicht
beweisbar, sonst wär’s keiner.

Ich will auch gar nicht den Glauben beweisen.
Die Frage war doch, ob jeder eine Erfahrung mit Gott machen kann. Und ich versuche zu erklären, dass dies für jeden möglich ist.

Also versuche ich ein anderes Beispiel.
Der elektrische Strom ist bekanntlich nicht sichtbar. Aber man kann ihn sichtbar machen.
Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Es ist aber auch gar nicht immer nötig, das zu tun. Es soll ja auch Leute geben, die das Vorhandensein von el.Strom glauben, wenn man es ihnen erklärt.

Der Vergleich zu unserer Frage nach Gott, würde dann lauten: Kann jeder den el.Strom sehen?
Antwort: Ja. Wenn er sich die Mühe macht, einen Versuch durchzuführen.

Daraus resultiert aber, dass die Antwort eine persönliche Erfahrung darstellt, und somit nicht mehr objektiv ist. *ratlosschau*

Gruß Harald

Materie und Erfahrung
Hallo Harald,

Und Gehirnströme sind Materie ?

Na sicher. Es sind elektrische Ströme durch die Axone, die an den Synapsen als chemische Ströme übertragen werden.

Der Vergleich zu unserer Frage nach Gott,
würde dann lauten: Kann jeder den
el.Strom sehen?
Antwort: Ja. Wenn er sich die Mühe macht,
einen Versuch durchzuführen.

Daraus resultiert aber, dass die Antwort
eine persönliche Erfahrung darstellt, und
somit nicht mehr objektiv ist.
*ratlosschau*

Falsch. Ich kann das Experiment vor mehreren Leuten machen, und die würden alle den Strom (oder besser seine Wirkungen) sehen. Oder den Versuchsaufbau beschreiben, und jeder, der der Anweisung folgt, bekäme das gleiche Ergebnis.

Das ist bei einer Gotteserfahrung nicht der Fall. Diese findet in Deinem Kopf statt. Es gibt kein Rezept, mit dem jeder, der es durchführt, Gott erfahren könnte.

Dies ist der Unterschied zwischen objektivierbar oder subjektiv (wobei man über den Strom natürlich philosophisch oder auch physikalisch noch ziemlich viel diskutieren kann. Aber das Prinzip wird deutlich).

Gruß, Kubi

Hallo Kubi,
willkommen daheim :smile:

Und Gehirnströme sind Materie ?

Na sicher. Es sind elektrische Ströme
durch die Axone, die an den Synapsen als
chemische Ströme übertragen werden.

schau, schau,
Man wird so alt wie eine Kuh
und lernt doch immer noch dazu.

somit nicht mehr objektiv ist.
*ratlosschau*

Falsch. Ich kann das Experiment vor
mehreren Leuten machen, und die würden
alle den Strom (oder besser seine
Wirkungen) sehen. Oder den Versuchsaufbau
beschreiben, und jeder, der der Anweisung
folgt, bekäme das gleiche Ergebnis.

Das ist bei einer Gotteserfahrung nicht
der Fall. Diese findet in Deinem Kopf
statt. Es gibt kein Rezept, mit dem
jeder, der es durchführt, Gott erfahren
könnte.

Es gibt sogar viele Rezepte. Und alle bringen erstaunlicherweise dasselbe Ergebnis. Nur der Ablauf des Versuchs ist unsichtbar, weil auf einer anderen Ebene, aber das Ergebnis ist zumindest so real, dass es mit anderen Ergebnissen (oder mit Ergebnissen Anderer) vergleichbar ist.

Manchmal denke ich, die Leute haben nur einfach Angst, nach Gott zu fragen. Sie fürchten, er könnte antworten.

Gruß
Harald

Experimente
Hallo Harald,

willkommen daheim :smile:

Danke…hoffe, Du bist gut gerutscht…

schau, schau,
Man wird so alt wie eine Kuh
und lernt doch immer noch dazu.

Um es mit einem meiner Freunde zu sagen: Wer glaubt, er hätte ausgelernt, hat in Wirklichkeit noch gar nicht richtig angefangen.

Es gibt sogar viele Rezepte. Und alle
bringen erstaunlicherweise dasselbe
Ergebnis.

Dann sag’ mir mal welche. Ich weiß im Moment wirklich nicht, worauf Du hier hinauswillst.

Nur der Ablauf des Versuchs ist

unsichtbar, weil auf einer anderen Ebene,
aber das Ergebnis ist zumindest so real,
dass es mit anderen Ergebnissen (oder mit
Ergebnissen Anderer) vergleichbar ist.

Auch da brauche ich glaube ich ein bißchen mehr Erklärung.

Manchmal denke ich, die Leute haben nur
einfach Angst, nach Gott zu fragen. Sie
fürchten, er könnte antworten.

LOL. Nicht schlecht gesagt. Ich glaube übrigens nicht, daß er antwortet. Davon hängt aber auch nicht ab, ob ich an ihn glaube.

Gruß

Kubi

Anleitung
Hallo Kubi,

Danke…hoffe, Du bist gut gerutscht…

Danke, neues Jahr erfolgreich eröffnet. :smile:)

Man wird so alt wie eine Kuh
und lernt doch immer noch dazu.

Um es mit einem meiner Freunde zu sagen:
Wer glaubt, er hätte ausgelernt, hat in
Wirklichkeit noch gar nicht richtig
angefangen.

Wie wahr !

Es gibt sogar viele Rezepte. Und alle
bringen erstaunlicherweise dasselbe
Ergebnis.

Dann sag’ mir mal welche. Ich weiß im
Moment wirklich nicht, worauf Du hier
hinauswillst.

Also unsere Aufgabenstellung ist folgende:
Wir wissen, dass es einen Gott gibt. (OK)
Wir wollen wissen, ob Gott sich um uns Menschen kümmert, bzw. ob er Interesse am Schicksal des Einzelnen hat.

Lösungsvorschlag: Frag ihn!

Versuchsaufbau: Gott ist überall. Wenn er sich um uns kümmert, wird er Dich hören und Dir antworten.
Ich kann jetzt nicht sagen, wie. Aber Du wirst es merken.
Setz meinetwegen eine Frist (2-3 Wochen?), ich bin sicher Du weißt dann wovon ich rede.

Nur der Ablauf des Versuchs ist

unsichtbar, weil auf einer anderen Ebene,
aber das Ergebnis ist zumindest so real,
dass es mit anderen Ergebnissen (oder mit
Ergebnissen Anderer) vergleichbar ist.

Auch da brauche ich glaube ich ein
bißchen mehr Erklärung.

Das Ergebnis lautet: Gott liebt mich.
Und ich denke, Du kannst beurteilen, ob Dich jemand liebt.

Manchmal denke ich, die Leute haben nur
einfach Angst, nach Gott zu fragen. Sie
fürchten, er könnte antworten.

LOL. Nicht schlecht gesagt. Ich glaube
übrigens nicht, daß er antwortet. Davon
hängt aber auch nicht ab, ob ich an ihn
glaube.

Das ist ja auch kein Problem, wenn Du seine Antwort bekommen hast, sag mir, ob Du ihm glaubst.

Gruß
Harald