Gottes wille?

hallo an alle

wenn jemand ein moralisches verbrechen begeht wie etwa mord, hat er gegen gott gehandelt.er hatte ja die freie wahl.
und es heist dann für das opfer, es war gottes wille.
aber was der täter gemacht hat, war nicht gottes wille, da er ja bewusst gegen gott gehandelt habe.
es ist ja dem menschen überlassen gott zu folgen, oder nicht?

wenn jetzt jemand geistig behindert geboren wird, war das auch gottes wille?

wenn die person im erwachsenen alter, ein kind misshandelt, war das auch gottes wille?

hatte die person denn eine wahl, wenn er doch für seine geistige behinderung nichts kann?

gruss kevin

Hi ho,

nun, wenn man davon ausgeht, dass es einen Gott gibt, dann könnte man behaupten, dass alles was geschieht sein Wille ist. Das wäre sowas wie Schicksalsglaube. Man könnte es aber auch so sehen, dass dies alles zwar nicht von Gott gewollt ist, aber er es geschehen lässt, warum auch immer.

Eine konkrete Antwort wirst Du auf solche Fragen nicht bekommen können. Hier handelt es sich eben um Glaubensfragen, da kann man zwar wunderbar drüber diskutieren, aber eine endgültige Antwort wirst Du in (diesem) Leben nicht bekommen.

Gruss,

Herb

hallo kevin

„gottes wille“ das ist so leicht dahingesagt.
meistens denkt man dabei an eine art menschlichen willen.etwa was einer will oder was einer nicht will.
das hat aber nichts mit gottes willen zu tun.
denn im gotteswillen gibt es keinen unterschied zwischen wollen und ausführung.
der bisher durch die wissenschaft erkannte teil des gotteswillens sind
die naturgesetze also auch die chemischen und physikalischen wechselwirkungen und ihre gesetzmäßigkeit.
aber auch die rätselhafte und unerkannte kraft die etwa einem keim in einem samenkorn die macht verleiht durch den boden an das tageslicht zu gelangen selbst wenn der boden asphaltiert ist.
der mensch als ein potenziell selbstbewußtes wesen hat im gegensatz zur natur einen „freien“ willen.
diese freiheit beschränkt sich allerdings nur auf sein verhalten im bezug auf die allgegenwärtigen naturgesetze die ihn umgeben.
er löst damit bestimmte rückwirkungen aus auf die er jedoch mit seinem
freien willen keinen einfluss mehr hat.
er kann also nicht roggen säen und weizen ernten wollen.
der mensch kann sich also im unterschied zu tieren und pflanzen entgegen des gotteswillen verhalten aber er wird die wechselwirkung die er damit auslöst nicht verhindern können.
die aufgabe des menschen ist es nun - zu seinem eigenen besten - diesen gotteswillen und dessen funktionweise zu erkennen damit die in dem willen (kosmische - oder naturgesetze)wirkende kraft ihn fördert
und nicht hemmt. und er also im einklang mit den kosmischen gesetzen steht,so wie es vom kleinsten sandkorn bis zu den mächtigsten universen der fall ist.
denn was der mensch - zumindest die meisten von ihnen - noch nicht begriffen hat ist die tatsache,daß es auch für den menschlichen psychischen und geistigen bereich geltende naturgesetze gibt und also
für ausaaten bestimmter gedanklicher und verbaler aber auch empfindungs und willensqualitäten entsprechende ernten gibt,die einem
früher oder später begegnen und auch weder durch enfernungen noch ortswechsel vermeidbar sind.

du hast erwähnt,daß es im falle eines mordes eine gewisse wiedersprüchlichkeit im hinblick auf den gotteswillen gibt.
nämlich zum einen aus der sicht des opfers zum anderen aus der sicht
des täters.
aber das ist nicht richtig,denn :
der mörder handelt durchaus gegen den willen gottes,aber es kann auch durchaus im göttlichen willen liegen,daß das opfer zu dem zeitpunkt stirbt.denn auch menschenschicksale vollziehen sich nach den kosmischen gesetzen.und das der tod etwas schreckliches hat ist eine falsche vorstellung der meisten menschen.
ein mord hat also immer zwei aspekte die sich jedoch in keiner weise wiedersprechen.
wie du selbst gesagt hast wird es zugelassen. aber wieviele erfolglose moprdversuche und glückliche rettungen es gibt,darfst du dabei auch nicht aus den augen lassen…
beides hat seine richtigkeit auch wenn der mensch die kriterien für den einen oder anderen verlauf meistens nicht ersehen kann oder will.
aber er kann ja auch noch nicht den teil der naturgesetze einsehen der ihn selbst und seinen geist betrifft - was auf das selbe hinauskommt.

der göttliche wille = seine gesetze,sind dem menschen zu allen zeiten
mitgeteilt worden .allerdings geschah das immer auf die art und in der form die dem verständnis des jeweiligen volkes entsprach.also zumeist in gleichnissen,bildern und beispielen.
so wie man einem kind anhand von märchen geistige werte - für deren argumentative und detaillierte zusammenhänge entwicklungsbedingt noch kein verständnis vorhanden ist - zu vermitteln versucht.
dies ist leicht nachvollziehbar wenn man sich vorstellt,wie zum beispiel ein heutiger naturwissenschaftler mit seiner terminologie
einem ureinwohner südamerikas der noch nie aus dem urwald herausgekommen ist,etwa die astrophysik oder auch nur die tatsache ,daß die erde rund ist, erklären würde.
oder einem juden zur zeit mose’ die organische chemie.
es wäre einfach nicht möglich gewesen.
deshalb muß jegliche überlieferte religion immer unter diesem aspekt
betrachtet werden und nie 1:1 übernommen werden.
der gleichnisshafte symbolcharakter ist das maßgebliche element.daß was sich an wahrheit darunter verbirgt kann ohnehin nur der wahrhaft suchende erkennen .
leider aber gibt es davon nicht allzu viele,denn sonst würden sie sich bemühen den einen gemeinsamen gotteswillen hinter den drei weltreligionen zu suchen und zu erkennen .
wer dies nicht tut,braucht sich gar nicht erst als gläubig oder religiös zu bezeichnen,denn einem wahren gläubigen und wahrheitssuchenden wäre es ein vorrangiges bedürfnis „alles“ was im namen gottes zum menschen gelangt ist eingehend zu prüfen statt sich einfach darüber hinwegzusetzen und irgend einer konfession anzuhängen die das denken und „prüfen“ dann für ihn „übernimmt“
denn das ist definitiv „gegen“ den willen gottes.

hallo an alle

wenn jemand ein moralisches verbrechen begeht wie etwa mord,
hat er gegen gott gehandelt.er hatte ja die freie wahl.
und es heist dann für das opfer, es war gottes wille.
aber was der täter gemacht hat, war nicht gottes wille, da er
ja bewusst gegen gott gehandelt habe.
es ist ja dem menschen überlassen gott zu folgen, oder nicht?

Wenn es Gottes Wille war ermordet zu werden, so muß es notgedrungen auch sein Wille gewesen sein, der den Täter dazu getrieben hat. Indem Fall wäre Gott ein Verbrecher.

wenn jetzt jemand geistig behindert geboren wird, war das auch
gottes wille?

wenn die person im erwachsenen alter, ein kind misshandelt,
war das auch gottes wille?

hatte die person denn eine wahl, wenn er doch für seine
geistige behinderung nichts kann?

gruss kevin

Wie kommst Du zu solch irrigen Auffassungen?

mfg
rolf

OT: Tschuldigung, dass ich störe…
Hallo taothustra,
ich habe angefangen deine Text zu lesen …
nach einigen Zeilen verging mir die Lust …

Für die einfachere Lesbarkeit, wäre es, meiner Meinung nach einfacher, wenn Du ab und an die „shift Taste“ benutzen würdest und den Text in Absätzen gliederst.

„FRÜHER“ (als die Computer laufen lernten) hatte es Sinn so zu schreiben, aber heute … ?

nichts für ungut,
Gerd (der den Text jetzt noch einmal versucht zu lesen)

Moin, moin, Kevin,

Deine Frage berührt sich eng mit dem früheren Thread nach der Prädestination.
Nun habe ich bei solchen Fragen immer eine Schwierigkeit: was bewegt den Frager oder die Fragerin? Einfach so allgemeines Interesse? Langeweile, weil er/sie gerade nichts zu tun hat und wissen will, was die anderen darüber denken, ohne daß dies irgendwelche Konsequenzen hätte? Oder steckt dahinter ein eigenes Erlebnis, eine existentielle Erfahrung oder Ratlosigkeit?
Die Antworten wären nämlich, je nach den Motiven des Fragenden, verschieden: im ersten Fall würde ich ebenfalls allgemein, möglicherweise mit einigen Zitaten angereichert, antworten; im zweiten Fall würde ich mich überhaupt nicht einmischen und mich einem der Bücher zuwenden, die noch ungelesen bei mir rumstehen. Im dritten Fall würde ich seelsorgerlich zu antworten versuchen, das aber nicht öffentlich, sondern in einer persönlichen mail oder auch mehreren.
Es würde mir also helfen, wenn ich den Hintergrund Deiner Frage kennte und verstünde.

Gruß - Rolf

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ich denke mal, daß der Begriff „Gottes Wille“ genau wie der Begriff „Karma“ oft einfach für alles (oft Negative) benutzt wird, wofür man keine gute Erklärung findet.
Damit wird einfach Gott der schwarze Peter zugeschoben, und er soll das ausbaden.

Im Römerbrief erklärt Paulus es so: die Menschen hatten die freie Wahl, sich von Gott abzuwenden, und sind somit in ihrem Handeln auf sich selbst gestellt. Die Menschen, die sich weigern unter der Herrschaft Gottes zu leben tragen ALLEIN die Konsequenzen für ihr Handeln, also sollte man Gott nicht für ihr Handeln die Schuld geben…

Abgesehn davon, es gibt durchaus so etwas wie „Gottes Wille“, aber man sollte nicht einfach einen Begriff leichtfertig nutzen um sich der menschlichen Verantwortung zu entziehen.

Gruß,
Michael

wenn jemand ein moralisches verbrechen begeht wie etwa mord,
hat er gegen gott gehandelt.er hatte ja die freie wahl.
und es heist dann für das opfer, es war gottes wille.

merkst du den widespruch nicht? entweder etwas ist gottes wille oder nicht. wenn einer eine freie wahl haben soll, dann kann es nicht gleichzeitig der wille eines anderen gewesen sein. war er der wille eines anderen, dann hatte der eben keine freie wahl. (und dann war es auch kein mord sondern totschlag.)

wenn jetzt jemand geistig behindert geboren wird, war das auch
gottes wille?

vielleicht. woher soll ich das wissen :smile:

wenn die person im erwachsenen alter, ein kind misshandelt,
war das auch gottes wille?

hatte die person denn eine wahl, wenn er doch für seine
geistige behinderung nichts kann?

wenn er unzurechnungsfähig ist, dann hatte er eben keine wahl. aber heißt das dann zwingend, daß es gottes wille ist, vorausgesetzt sowas gibt es? ich denke nicht. als dritte möglichkeit bliebe die unvermeidbare folge vorausgehender bedingungen. es war also pech. dieser mensch ist also eine „naturkatastrophe“. zum vergleich: ich baue einen lastwagen aus lego. wenn jetzt da einer drauftritt, stürzt und sich das genick bricht, war das dann „mein wille“? das wäre erstmal zu beweisen!

gruß
datafox

Ich habe mich nie getraut diese Fragen im Religionsunterricht zu stellen (obwohl sie mich brennend interessiert haben). Und die hier stattfindende Diskussion läßt mich zweifeln, dass es dafür eine logische Erklärung gibt.

Ich glaube einfach, dass die Aussage „Das ist Gottes Wille“ gerne für Begebenheiten verwendet wird, die für den Mensch entweder schwer verständlich oder nicht leicht zu verkraften sind.

Dies steht natürlich im krassen Widerspruch zum Bestreben der modernen Gesellschaft alles wissenschaftlich zu erklären. Je weiter die Wissenschaft voranschreitet, desto weniger wird man sich auf „Gottes Willen“ berufen müssen (außer man ist der Meinung die Naturgesetze wären von Gott geschaffen).

Aber einerseits zu sagen „Der Mensch hat einen freien Willen“ und sich andererseits darauf zu berufen „Das menschliche Schicksal ist von Gottes Naturgesetzen gelenkt“ ist ja ein Widerspruch.

Der Kern Deiner Frage (so wie ich ihn sehe) ist eigentlich: Läßt sich Glaube wissenschaftlich (oder logisch) begründen?

Ich habe eben einen interessanten Link gefunden der sich mit dieser Frage sowie dem freien Willen auseinandersetzt

http://www.dittmar-online.net/religion/apologetik/zu…

Ich habe mich nie getraut diese Fragen im Religionsunterricht
zu stellen (obwohl sie mich brennend interessiert haben). Und
die hier stattfindende Diskussion läßt mich zweifeln, dass es
dafür eine logische Erklärung gibt.

wieso ? ich habe dir doch eine gegeben…

Ich glaube einfach, dass die Aussage „Das ist Gottes Wille“
gerne für Begebenheiten verwendet wird, die für den Mensch
entweder schwer verständlich oder nicht leicht zu verkraften
sind.

das natürlich auch, aber wen interessiert das ?
wichtig ist doch was sich tatsächlich hinter dem begriff verbirgt.

Dies steht natürlich im krassen Widerspruch zum Bestreben der
modernen Gesellschaft alles wissenschaftlich zu erklären. Je
weiter die Wissenschaft voranschreitet, desto weniger wird man
sich auf „Gottes Willen“ berufen müssen (außer man ist der
Meinung die Naturgesetze wären von Gott geschaffen).

also wenn man an gott glaubt,dann ist es doch selbstverständlich
anzunehmen,daß er auch die naturgesetze aus seinem willen hervorgehen.

Aber einerseits zu sagen „Der Mensch hat einen freien Willen“
und sich andererseits darauf zu berufen „Das menschliche
Schicksal ist von Gottes Naturgesetzen gelenkt“ ist ja ein
Widerspruch.

wieso wiederspruch ?

das ist doch ganz einfach zu verstehen !
ich gebe dir ein simples beispiel :

du kannst kraft deines freien willens aus der 10.etage eines hochhauses springen.
allerdings wirst du an die folgen dieses entschlusses gebunden bleiben.in dem du unten aufschlägst und stirbst.

da du aber klug bist und den diesbezüglichen teil der gesetzmäßigkeit des göttlichen willen kennst,wirst du vermutlich einen fallschirm benutzen.

damit hättest du in deiner freien entscheidung den göttlichen willen
impliziert.
aber du hast durchaus die freiheit auch ohne fallschirm zu springen.

ein simples beispiel ,ich weiß.
aber es geht ja auch um das zugrundeliegende prinzip.

Der Kern Deiner Frage (so wie ich ihn sehe) ist eigentlich:
Läßt sich Glaube wissenschaftlich (oder logisch) begründen?

noch nicht,weil die wissenschaft noch nicht fortgeschritten genug ist.
andererseits gibt es durchaus wissenschaftler die gläubig sind,weil sie das zusammenwirkende geordnete ganze im makro - wie im mikrokosmos
erkennen.
einstein war so ein wissenschaftler.

gruß
taothustra

wenn jemand ein moralisches verbrechen begeht wie etwa mord,
hat er gegen gott gehandelt.er hatte ja die freie wahl.
und es heist dann für das opfer, es war gottes wille.

merkst du den widespruch nicht? entweder etwas ist gottes
wille oder nicht. wenn einer eine freie wahl haben soll, dann
kann es nicht gleichzeitig der wille eines anderen gewesen
sein. war er der wille eines anderen, dann hatte der eben
keine freie wahl. (und dann war es auch kein mord sondern
totschlag.)

warum denn nicht ?
schon mal was von der synchronizität der ereignisse gehört ?
die aufgabe des menschen ist es die grenzen seines freien willens
zu erkennen. bzw die tatsache,daß sein freier wille durch den göttlichen willen begrenzt wird.
alles leid auf der welt ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen,daß
der mensch diese grenzen mangels kenntnis mißachtet und sich und anderen dadurch probleme einhandelt.

gruß
taothustra

Ich habe mich nie getraut diese Fragen im Religionsunterricht
zu stellen (obwohl sie mich brennend interessiert haben). Und
die hier stattfindende Diskussion läßt mich zweifeln, dass es
dafür eine logische Erklärung gibt.

wieso ? ich habe dir doch eine gegeben…

Eine die ich nicht akzepieren kann, weil unlogisch und nicht konsequent (freier Wille „im kleinen Bereich“, „im Großen“ bestimmen Gottes Naturgesetze)

Ich glaube einfach, dass die Aussage „Das ist Gottes Wille“
gerne für Begebenheiten verwendet wird, die für den Mensch
entweder schwer verständlich oder nicht leicht zu verkraften
sind.

das natürlich auch, aber wen interessiert das ?
wichtig ist doch was sich tatsächlich hinter dem begriff
verbirgt.

Meiner Meinung nach verbirgt sich genau das was ich gesagt habe dahinter.

Auch ist der freie Wille kein Argument - denn offenkundig ist Gott ja doch bereit, sich einigen wenigen Menschen zu offenbaren, und offensichtlich wird deren Wille dadurch in der Tat beeinträchtigt.

Im AT ist Gott mehreren Menschen direkt erschienen und hat direkt Einfluss genommen (brennende Dornbüsche, Stimmen vom Himmel, bei Jesus Taufe, auf einem Berg usw. usf. - manche haben sogar Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen, etwa Moses selbst, Jesaja oder Hiob).

Hat Gott deren „freien Willen“ mißachtet? Und wenn ja, warum? Warum nur damals, als Menschen noch an Geister und anderen Unfug glaubten, und nicht heute, wo es Fernsehen gibt und skeptische Wissenschaftler? Außerdem: Wenn man die Existenz Gottes beweisen könnte, dann wäre damit noch nicht ausgesagt, ob es sich um den Gott der Juden, den Gott der Christen, den Gott der Moslems, den Gott der Hinduisten usw. usf. handelt.

Dies steht natürlich im krassen Widerspruch zum Bestreben der
modernen Gesellschaft alles wissenschaftlich zu erklären. Je
weiter die Wissenschaft voranschreitet, desto weniger wird man
sich auf „Gottes Willen“ berufen müssen (außer man ist der
Meinung die Naturgesetze wären von Gott geschaffen).

also wenn man an gott glaubt,dann ist es doch
selbstverständlich
anzunehmen,daß er auch die naturgesetze aus seinem willen
hervorgehen.

Aber einerseits zu sagen „Der Mensch hat einen freien Willen“
und sich andererseits darauf zu berufen „Das menschliche
Schicksal ist von Gottes Naturgesetzen gelenkt“ ist ja ein
Widerspruch.

wieso wiederspruch ?

das ist doch ganz einfach zu verstehen !
ich gebe dir ein simples beispiel :

du kannst kraft deines freien willens aus der 10.etage eines
hochhauses springen.
allerdings wirst du an die folgen dieses entschlusses gebunden
bleiben.in dem du unten aufschlägst und stirbst.

da du aber klug bist und den diesbezüglichen teil der
gesetzmäßigkeit des göttlichen willen kennst,wirst du
vermutlich einen fallschirm benutzen.

damit hättest du in deiner freien entscheidung den göttlichen
willen
impliziert.
aber du hast durchaus die freiheit auch ohne fallschirm zu
springen.

Und wenn die Tat (Sprung ohne Fallschirm) durch chemische Störungen in meinem Gehirn ausgelöst wird (Depressionen)? Diese unterliegen auch Naturgesetzen (mangelnde Produktion bestimmter Überträgerstoffe im Gehirn). Weiter ausgeführt: Wenn jede Entscheidung, die ein Mensch trifft sich (bei genügend Wissen über die Zusammenhänge) aufgrund chemischer Reaktionen wissenschaftlich begründen läßt?

ein simples beispiel ,ich weiß.
aber es geht ja auch um das zugrundeliegende prinzip.

Der Kern Deiner Frage (so wie ich ihn sehe) ist eigentlich:
Läßt sich Glaube wissenschaftlich (oder logisch) begründen?

noch nicht,weil die wissenschaft noch nicht fortgeschritten
genug ist.
andererseits gibt es durchaus wissenschaftler die gläubig
sind,weil sie das zusammenwirkende geordnete ganze im makro -
wie im mikrokosmos
erkennen.
einstein war so ein wissenschaftler.

„Es ist selbstverständlich eine Lüge, was Sie über meine religiösen Überzeugungen lesen, eine Lüge, welche systematisch wiederholt wurde. Ich glaube nicht an einen persönlichen Gott und habe dies niemals bestritten, sondern es klar ausgedrückt. Wenn es etwas in mir gibt, was man als religiös bezeichnen kann, dann ist es meine ungeheure Bewunderung für die Struktur dieser Welt, soweit sie die Wissenschaft erforscht hat“ - Albert Einstein in „The Human Side“, editiert von Helen Dukas (Einsteins Sekretärin) und Banesh Hoffman, Princeton University Press.

Außerdem hängt die Wahrheit der Religion sicher nicht daran, dass bestimmte intelligente oder weise oder wissende Menschen auch daran glauben, weil das genauso gut gegen die Religionen spricht, weil auch immer besonders viele intelligente oder weise oder wissende Menschen eben nicht an die Religion glauben.

Diese Art von Argumenten wird m. E. sehr einseitig und selektiv interpretiert: Wenn Einstein an Gott glaubt, dann spricht dies für die Existenz Gottes, tut er es nicht, dann spricht dies nicht gegen die Existenz Gottes, sondern wird als „neutral“ angesehen.

gruß
taothustra

hallo an alle

wenn jemand ein moralisches verbrechen begeht wie etwa mord,
hat er gegen gott gehandelt.er hatte ja die freie wahl.
und es heist dann für das opfer, es war gottes wille.
aber was der täter gemacht hat, war nicht gottes wille, da er
ja bewusst gegen gott gehandelt habe.
es ist ja dem menschen überlassen gott zu folgen, oder nicht?

Hallo Kevin,

Es war doch Gottes Wille, uns einen eigenen Willen zu geben! Wenn wir annehmen, dass Gott allwissend und allmächtig ist, dann hat Gott ja vorausgesehen, dass der Mörder das Opfer ermodet, da Gott ausserdem allmächtig ist, hätte er das ohne Schwierigkeiten verhindern können. Dazu liest man im Koran (in der deutschen Übersetzung):
„Und wenn dein Herr es gewollt hätte, wären alle auf Erden allesamt gläubig geworden. Willst du etwa die Leute zwingen, gläubig zu werden? Niemand kann glauben ohne Allahs Erlaubnis. Er aber zürnt denen, die ihren Verstand nicht gebrauchen.“ (Yunus(10),99-100). Ich masse mir nicht an, Gottes Willen zu kennen, aber offensichtlich will Gott nicht, dass alle nur Gutes tun, aber er gab dem Menschen den freien Willen (oder den Verstand), um selber zu entscheiden. Auf dieser Grundlage werden die Menschen im Jenseits belohnt/bestraft.

Wir können unter keinen Umständen bestreiten, dass wir keinen freien Willen haben. Der Mörder weiss, dass er morden wird, er hat die Verantwortung zu tragen.

wenn jetzt jemand geistig behindert geboren wird, war das auch
gottes wille?
wenn die person im erwachsenen alter, ein kind misshandelt,
war das auch gottes wille?

hatte die person denn eine wahl, wenn er doch für seine
geistige behinderung nichts kann?

Dazu gibt es im Islam ein Hadith, indem der Prophet Mohammad (sas) sagt:
„The pen has been raised for three persons (meaning they are not held accountable for what they do): one who is sleeping until he gets up, a child until he reaches the age of puberty, and an insane person until he becomes sane.“
eine grobe Übersetzung meinerseits:
„Der Stift wurde aufgehoben für drei Personen (gemeint ist, dass diese Personen nicht für ihre Taten verantwortlich sind): ein Schlafender bis er aufwacht, ein Kind bis er die Pubertät erreicht und ein Geisteskranker bis er verheilt.“

Auf englisch gibt es hier noch weitere Informationen:
http://www.islamonline.net/fatwa/english/FatwaDispla…

Omar Abo-Namous

http://www.islaminhannover.de

hallo an alle

auf die idee das es gar keinen gott gibt, kommen auch nur wenige.

ihr müsst selber handeln und nicht immer jemand anderes verantwortlich machen. die bibel ist doch eine erziehungs und moralbildungs-hilfe, die aber ständig falsch interpretiert wird.

an den weihnachtsmann glaubt man doch auch nicht mehr als erwachsener. dennoch hat diese tradition seinen nutzen. wir belügen bewust unsere kinder, was denen eigentlich nicht schadet, dennoch tun es die meisten.

ein kleines unrecht bleibt ein unrecht, bis es vergessen ist.

wenn jemand einen stein falenlässt und er nach unten fliegt. ist es wissen.
dennoch gibt es welche die behaupten das er nach gen himmel fliegt. das ist glauben. was aber nicht passiert. deswegen ist glauben das gleiche wie hoffen. und hoffen tut jeder.

gruss kevin

warum denn nicht ?

da das simple logik ist. entweder eine entscheidung war frei oder nicht.

bzw die tatsache,daß sein freier wille durch den
göttlichen willen begrenzt wird.

es ist umgekehrt. wenn es einen freien willen geben soll (und den MUSS es geben, wenn man von einem gottesbegriff ausgeht, der moralische handlungsanweisungen und belohnungen enthält - das ist reine logik und keine theologie), dann muß der absolute wille und das absolute wissen (über die zukunft) dieses gottes begrenzt sein.

gruß
datafox

Oh Kevin :smile:

An wen hast Du eigentlich Deine obige Frage gestellt? Hast Du geglaubt, Du sitzt vor einer Schulklasse?

Man hat Dich als Fragesteller behandelt, und jetzt kommst Du hier als Wirrkopf und willst uns belehren.

Tja, so geht das in einem Forum.

rolf

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hallo Thorshammer

du hast recht

gruss kevin

„O Mensch, wer bist du denn in Wirklichkeit, daß du Gott widersprichst? Wird das Gebilde zu seinem Bildner sagen: „Warum hast du mich so gemacht?“?

Hallo Kevin und liebe Suchende!

Ich möchte die Dimension noch beträchtlich erweitern.
Es stirbt aller zwei Sekunden ein Kind an Unterernährung!!! Unzählige Millionen Menschen starben in Kriegen, Naturkatastrophen, an Seuchen, Krankheiten, im Straßenverkehr und und und. Ja! An der Schöpfung ist etwas entscheidendes schief gelaufen und zwar schon ganz am Anfang.

Gott erlegte dem Menschen auch dieses Gebot auf: „Von jedem Baum des Gartens darfst du bis zur Sättigung essen. Was aber den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse betrifft, davon sollst du nicht essen, denn an dem Tag, an dem du davon ißt, wirst du ganz bestimmt sterben.“

Die ersten Menschen waren SUCHENDE und sind nun WISSENDE dank Satans listiger Verführung.

Satan, der von Gott eingesetzte Herrscher über die Erde , verführt hinterlistig das erste geschaffene Menschenpaar und spricht:
„Sollte Gott wirklich gesagt haben: Ihr dürft nicht von jedem Baum des Gartens essen?“

Die Frau hat sich leider überzeugen lassen und gezweifelt.

Daraufhin sprach Gott :
„Siehe, der Mensch ist im Erkennen von Gut und Böse wie einer von uns geworden, und nun, daß er seine Hand nicht ausstreckt und tatsächlich auch vom Baum des Lebens nimmt und ißt und auf unabsehbare Zeit lebt .“

Verbannung und Strafen werden verhänkt:
„Ich werde die Mühsal deiner Schwangerschaft sehr mehren; mit Geburtsschmerzen wirst du Kinder hervorbringen, und dein tiefes Verlangen wird nach deinem Mann sein, und er wird über dich herrschen.“
Und zu Adam sprach er: „Weil du auf die Stimme deiner Frau gehört hast und darangegangen bist, von dem Baum zu essen, von dem ich dir geboten habe: ‚Du sollst nicht davon essen‘, so ist der Erdboden deinetwegen verflucht. In Mühsal wirst du seinen Ertrag essen alle Tage deines Lebens. Und Dornen und Disteln wird er dir wachsen lassen, und du sollst die Pflanzen des Feldes essen.
Darauf tat ihn Jehova Gott aus dem Garten Eden hinaus, damit [er] den Erdboden bebaue, von dem er genommen worden war.
Und so trieb er den Menschen hinaus und stellte im Osten des Gartens Eden die Cherube auf und die flammende Klinge eines sich fortwährend drehenden Schwertes, um den Weg zum Baum des Lebens zu bewachen.

Später wählt sich Gott ein Volk aus, um seinen Namen auf der Erde bekannt zumachen. Er gibt ihnen Gesetze und schließt Bündnisse, die allesamt von den Menschen ignoriert und missachtet werden. Vor lauter Wut spricht der Gott Israels:
„Und ich werde bestimmt ein Schwert über euch bringen, das Rache nimmt für den Bund; und ihr werdet euch tatsächlich in eure Städte versammeln, und ich werde bestimmt [die] Pest in eure Mitte senden, und ihr sollt in die Hand eines Feindes gegeben werden.“
„Wenn ihr jedoch bei diesem nicht auf mich hören werdet und ihr einfach im Widerstand gegen mich wandeln werdet, dann werde ich in hitzigem Widerstand gegen euch wandeln müssen, und ich, ja ich, werde euch siebenmal für eure Sünden züchtigen müssen. So werdet ihr das Fleisch eurer Söhne essen müssen, und ihr werdet das Fleisch eurer Töchter essen.“

Rettung?

„Wendet euch zu mir, und werdet gerettet, ihr alle [an den] Enden der Erde; denn ich bin Gott, und es gibt keinen sonst. Bei mir selbst habe ich geschworen — aus meinem eigenen Mund ist in Gerechtigkeit das Wort ausgegangen, so daß es nicht zurückkehren wird , daß sich vor mir jedes Knie beugen wird, jede Zunge schwören wird, indem sie spricht: ‚Sicherlich gibt es in Jehova volle Gerechtigkeit und Stärke. Alle, die gegen ihn entbrennen, werden direkt zu ihm kommen und beschämt sein.“

Und ich will zu ihren Gunsten des Bundes der Vorfahren gedenken, die ich vor den Augen der Nationen aus dem Land Ägypten herausführte, um mich als ihr Gott zu erweisen. Ich bin Jehova.‘ “
„Er wird tatsächlich den Tod für immer verschlingen, und der Souveräne Herr Jehova wird gewiß die Tränen von allen Gesichtern abwischen. Und die Schmach seines Volkes wird er von der ganzen Erde hinwegnehmen, denn Jehova selbst hat [es] geredet.“

Und der Sohn Gottes spricht:

Denn dies ist der Wille meines Vaters, daß jeder, der den Sohn sieht und Glauben an ihn ausübt, ewiges Leben habe, und ich will ihn am letzten Tag zur Auferstehung bringen.“

„Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Wen dürstet, dem will ich kostenfrei vom Quell des Wassers des Lebens geben. Wer siegt, wird diese Dinge erben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein. Was aber die Feiglinge und die Ungläubigen und die betrifft, die zufolge ihrer Unsauberkeit abscheulich sind, und Mörder und Hurer und solche, die Spiritismus ausüben, und Götzendiener und alle Lügner, ihr Teil wird in dem See sein, der mit Feuer und Schwefel brennt. Das bedeutet den zweiten Tod.“

Kevin! Bis zum bitteren Ende wird das sinnlose Sterben weitergehen und der Mensch mit all seinen Fehlern hat es zu verantworten.

Noch eine Frage an alle Wissenden: Warum hat Gott nicht sofort den Satan erschlagen?

Rai-Fa

hiho :smile:

was ein mühsames und verworrenes konstrukt, damit mensch (am
nichtvorhandenen sinn der welt) nicht zugrunde geht.

Noch eine Frage an alle Wissenden: Warum hat Gott nicht sofort
den Satan erschlagen?

wie kann etwas, das nicht existiert, eine handlung ausführen?

grüße, rené

Hallo Ungläubiger! :-o

Was gibt dir Gewissheit der Nichtexistenz Gottes?

Rai-Fa