Hallo Marco, Hallo Raimund
vielen Dank für die Antwort. Ich habe mir die von Dir angegebenen Stellen durchgelesen.
Wenn wir von Exodus reden, dann ist hier ja das zweite Buch Mose gemeint. Ich schreibe dies aus folgenden Grund, da der Ausdruck Exodus im eigentlichen Sinn nur auf die ersten beiden Haupteile der Bibel anzuwenden ist.
Zunächst einmal geht es doch hier um den „eifersüchtigen Gott“. Nun in den von Dir angegebenen Stellen ist aber von Eifersucht nicht die Rede mehr von Eifer bzw. eifernder Gott zu lesen.
Was heißt das überhaupt?
Eifer wird übersetzt mit „ernsthaftes, emsiges Streben, schwungvolle, lebhafter Fleiß, Tatendrang, Energie, Schwung etc.“
Eifersucht wird übersetzt mit „Leidenschaft, Streben nach Alleinbesitz, Geltung u.Ä.m, Angst vor Nebenbuhlern etc“
Und jetzt wird es wirklich schwierig, aber ich möchte es einmal versuchen, so wie ich es verstanden habe:
Man kann die einzelnen Stellen, so glaube ich, besser verstehen wenn man den Zusammenhang liest.
Exodus 20,5: Diese Stelle bezieht sich auf die 10 Gebote.
Du sollst keine anderen Götter haben neben mir…Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifernder Gott…
Wenn man versucht, diesen Abschnitt zu erklären, bzw. zu übersetzen so sehe ich es wie folgt: Gott gibt sich hier als jemand aus, der eifrig ist im Sinne von „lebhaft, Leidenschaft etc.“ Er mahnt uns des Götzendienstes und sagt ganz klar, das es nur einen Gott gibt. Keinesfalls verstehe ich es in Form von „Eifersucht“ so wie wir es definieren.
Exodus 30,14: Hier versuche ich zu verstehen, aber bisher erkenne ich die Zusammenhänge noch nicht ganz.
„Wer gezählt ist von zwanzig Jahren an und darüber, der soll diese Opfergabe…
Kannst Du mir das erklären was Du meinst?
Psalm78,58
Hier ist von Zorn die Rede, nicht von Eifersucht.
…sie erzürnten ihn mit ihren Höhen und reizten ihn zum Zorn mit ihren Götzen…
Ich möchte hier auch auf das 1. Gebot verweisen. „Du sollst keine Götter haben neben mir“.
Wir dürfen so denke ich Zorn nicht mit Eifersucht verwechsel. Auch wir Menschen begehen hier des öfteren diesen Fehler.
Hesekiel 16,38;42
…Und ich will dich richten, wie man Ehebrecherinnen und Möderinnen richtet; Ich lasse Grimm und Eifer über Dich kommen…
…Dann kommt mein Grimm gegen dich zum Ziel und mein Eifer läßt von dir ab…
Bei ersten ist gemeint, das Eifer, oder Eifersucht über den kommt (von anderen Menschen) der gerichtet werden soll. Hier bekommt ein Mensch sämtliches Schlechte der anderen Menschen zu spüren.
Im zweiten Fall ist die Rede davon, „das Gott“ das kümmern um einen einstellt. Er zieht seinen Eifer für einen Menschen zurück
Ich sehe es so: Von Eifersucht ist nicht die Rede, sondern nur das Wort Eifer spielt eine Rolle.
Eifer ausgehend von Gott bedeutet, „sich um die Menschen kümmern“. Da Gott der Anfang und das Ende ist, kann Gott somit auch nicht eifersüchtig sein. Auf wen soll der Schöfer denn eifersüchtig sein, wenn „er“ alles ist?Eine Tatsache für einen gläubigen Menschen.
Aber ich möchte an dieser Stelle auch sagen, das die Gleichnisse der Bibel sehr schwer sind zu verstehen. Ich habe damit auch meine erheblichen Probleme.
Gruß
Markus
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