lese heute ein kurze Notiz über „Grevenbroich“ und darin, Zitat: …hätte es die Kommune mit dem für Nichtrheinländer so fremden Dehnungs-i im Namen wohl nie zu so…
Frage: Ist dieses Dehnungs-i für einen Rheinländer wirklich gang und gäbe? Ganz normal? Und woher kommt das?
Frage: Ist dieses Dehnungs-i für einen Rheinländer wirklich
gang und gäbe?
jawohl!
Ganz normal? Und woher kommt das?
Es gibt nicht nur ein Dehnung-i sondern andere Vokale und Konsonante werden auch zur Dehnung des esten genutzt. http://de.wikipedia.org/wiki/Dehnungsvokal
Das ‚h‘ ist den meisten Deutsche wohl am geläufigsten (und Sprchschülern auch sehr schwer vermittelbar).
Speziell Broich hat seine Wurzeln in vorrömischer Zeit und soweit ich weiß, sogar in vorkeltischer. Wenn ich meinen Kluge (oder meine Ripuarischen Wörterbücher) wieder greifbar hab gibt es mehr Informationen.
Danke Gandalf, für diese Antwort, insbesondere für den Hinweis auf Wikipedia.
Was anderes, aber doch in gleicher Sache: In diesem Wikipedia-Artikel ist zudem ja auch kurz was beschrieben über das c bzw. ck, allerdings für mein Gefühl nicht erschöpfend.
Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang mal an eine Rede von unserem ehemaligen Minister W. Mischnick, in der er sich in einer Arabeske ausgelassen hat „über die verlängernde Wirkung des ck im Meeeklenburgischen“. Und er hat das dort ausführlicher erklärt.
Als ich Jahre später, Jahrzehnte später (denn das dürfte während meines Studiums gewesen sein) danach gesucht habe, wußte niemand mehr was davon. Nicht mal Mischnick, den ich deswegen extra angeschrieben hatte. Wenn Du also "Deine Bücher“ wieder zur Hand haben wirst, wäre ich für eine Ergänzung (vor allem hinsichtlich ck) echt dankbar.
Wenn man nämlich heute im Gespräch erwähnt, Meckkklenburg müsse doch wie Meeeklenburg ausgesprochen werden, möglichst noch mit dem Hinweis auf Mischnick, wir man nur noch ausgelacht.
Wenn man nämlich heute im Gespräch erwähnt, Meckkklenburg
müsse doch wie Meeeklenburg ausgesprochen werden, möglichst
noch mit dem Hinweis auf Mischnick, wir man nur noch
ausgelacht.
Was gerade dem Zwiebelfischautor Bastian Sick am Herzen liegen sollte (da er eben nicht wíe Englisch „sick“ ausgesprochen wird, sondern „siek“ oder auch wie Englisch „to seek“).
Was gerade dem Zwiebelfischautor Bastian Sick am Herzen liegen
sollte (da er eben nicht wíe Englisch „sick“ ausgesprochen
wird, sondern „siek“ oder auch wie Englisch „to seek“).
das erwähnt er ja auch oft genug, u. a. in dem verlinkten Artikel:
Der norddeutsche Name Sick leitet sich nämlich von Siegfried ab und wurde lange Zeit entsprechend mit langem „i“ gesprochen.
ich muß Dich leider enttäuschen, weder Kluge, noch Pfeiffer noch meine Rheinischen Wörterbücher sagen mehr als das, was ich schon geschrieben habe.
Was das ‚oi‘ bzw. Broich betrifft.
das i in Broich ist nicht nur ein Dehnungs-i; es verdunkelt auch den Vokal: Ursprünglich wurde dieses -broich wie Bruuch ausgesprochen und meinte in der tat den „Bruch“, also das mit Erlen und Pappeln bestandene Wiesengelände an den Ufern von Flüssen, z.B. des Rheins.