günstig Golf spielen lernen

Hallo, vielleicht kann mir jemand helfen ?
Habe leider ein sehr begrenztes Budget, möchte aber gerne Golf spielen lernen. Komme aus dem süddeutschen Raum , Augsburg. Hat jemand Tips ? Vielleicht kennt jemand einen Spieler, der gegen ein kleineres Entgelt einem das Golf spielen lernt ? Golflehrer bzw. Golfschulen sind doch ziemlich teuer. Dann wollte ich noch fragen. Ist es eigentlich möglich, in einer ausländischen Destination z.B. Mallorca günstig Golf zu lernen bzw. zu spielen? Nach Mallorca zu kommen ist ja im Winter relativ günstig ( bei Condor 128 Euro hin und zurück) Es soll dort im Winter einigermassen angenehm sein, Golfplätze gibt es dort ja auch

Für Antworten wäre ich sehr dankbar

Tschüss

Hallo!

Eine sehr interessante Frage! Ja, es ist möglich, aber wird nicht gern bekanntgemacht. Wusstest Du z.B., dass es sogar Amateur-Golftrainer gibt? Nicht viele, aber der DGV bildet auch Amateurspieler zu Jugendgolftrainern aus, um die Jugendarbeit zu fördern.

Tatsächlich ist es heute so, dass diese C-Trainer-Lizenz für Kinder- und Jugendgolf hauptsächlich eine Zusatzqualifikation für Golflehrer ist.

Wie auch immer, Du könntest einen solchen Golftrainer ausfindig machen und bei ihm günstig in den Golfsport einsteigen. Da ich in NRW wohne, kann ich Dir dabei leider nicht helfen. Mein Freund und ich haben diese Ausbildung nämlich auch absolviert.

Eine weitere Möglichkeit ist der Einstieg über einen Gruppenkurs. Frage mal bei den Golfanlagen in Deiner Nähe nach, ob Gruppenkurse für Einsteiger (oder Schnupperkurse) angeboten werden. Gibt es keine, kannst Du Dich auch mit anderen Interessenten zusammentun und einen Golflehrer suchen, der sich nur nach Zeit und nicht pro Kopf bezahlen lässt.

Zwischen den Unterrichtseinheiten solltest Du Dir genug Zeit nehmen, das Gelernte allein zu vertiefen. Deshalb würde ich nicht zu einem Crash-Kurs raten. Du musst beim Training des mittleren und langem Spiels auch mit heftigen Muskelkater und/oder Blasen an den Händen rechnen. Besorge Dir möglichst schnell einen gut passenden Golfhandschuh und vielleicht auch Blasenpflaster! Nichts ist ärgerlicher als verschenkte Trainingszeit aufgrund solcher Schmerzen!

Eine gute theoretische Vorbereitung kann auch teueren Unterricht ersparen. Wer sich die Regeln bereits im Vorfeld angelesen hat (Literatur gibt es in guten Büchereien), verschenkt keine teuere Trainingszeit mit überflüssigen Fragen. Auch Themen wie der richtige Griff, Platzstrategie oder richtiges Vorgehen im Bunker sind durchaus anlesbar. Ein Trainer kann auch lange Erklärungen sparen, wenn ein Schüler bereits weiß, was Slice, Hook, Fade und Draw sind.

Nun zum eigentlichen Training: Neugolfer lieben die langen Schläge und können stundenlang auf der Driving-Range stehen und Bälle schlagen. Das freut die Golfplatzbetreiber, denn jeder Übungsball kostet bares Geld. Für das Ergebnis auf dem Platz sind aber gute Fähigkeiten im kurzen Spiel mindestens genauso wichtig. Dazu kommt, dass das Training des kurzen Spiels auch noch Deinen Bewegungsapparat schont.

Wenn Du also einen Eimer Bälle aus dem Automaten gezogen hast, nehme ihn erst mal mit zum Chippen und Pitchen. Dort, auf dem Übungsgrün kannst Du die Bälle nämlich wieder einsammeln. Im Gegensatz zur Range. Zum Putten nimm richtige Golfbälle, dabei verliert man keine, beim Chippen und Pitchen kannst Du sowohl eigene Bälle benutzen, als auch mit den Übungsbällen spielen. Golfbälle gibt es günstig gebraucht zu kaufen, u.a. auch bei Ebay.

Übe anfangs vor allem Putten und Chippen bis zum Erbrechen. Das ist billig, bringt viel und macht Deine Hände nicht kaputt. Pitchen ist nicht ganz so einfach und Du musst dabei vorsichtig sein, wenn Du nicht allein bist - Unfallgefahr!

Am Ende des Trainings kannst Du dann - falls Du Übungsbälle aus dem Automaten verwendet hast - die langen Schläge auf der Driving-Range üben. Dann hast Du die optimale Ausbeute aus den Bällen gezogen. Auf der Driving-Range solltest Du konzentriert üben und immer wieder Probeschwünge zwischendurch üben. Auf die Art und Weise holst Du aus relativ wenigen Bällen den höchsten Trainingseffekt.

Lass Dir als Anfänger keine teuere Ausrüstung aufschwatzen. Wenn Du durchschnittlich groß bist, tut es auch ein halber gebrauchter Standardsatz. Zum Schnupperkurs brauchst Du noch gar keine eigenen Schläger - die werden gestellt und Du kannst mal ausprobieren, wie sich ein Schläger schwingt. Mit etwas Glück kannst Du dort auch mal verschiedene Modelle ausprobieren.

In vielen Geschäften in den Innenstädten kann man sich auch mal 2-3 Schläger für eine Woche zum Testen ausleihen. Man legt seinen Personalausweis vor und bekommt sie mit. Damit kann man Schläger-Leihgebühren sparen und ausprobieren, welche Art Schläger zu einem passt.

Bis dahin würde ich an Deiner Stelle noch gar keine Mitgliedschaft o.ä. anstreben. Erst wenn Du soweit bist, eine Platzreifeprüfung abzulegen, wird die Sache interessant. Ich würde mit einer VCG-Mitgliedschaft beginnen und dort die Platzreife machen. Die wird überall anerkannt, die Prüfer fragen nicht, wieviele Trainerstunden man hatte oder ob man einen Regelkurs besucht hat. Es zählt nur, was man kann und nicht wo man es gelernt hat.

Golfurlaub zum Golf lernen würde ich nicht auf Mallorca machen, sondern in Großbritannien oder Irland. Dort ist Golf ein günstiger Volkssport und Platzreifeprüfungen sind unbekannt. Auf Mallorca ist der Golfsport voll kommerzialisiert und es würde mich wundern, wenn das preiswert wäre. Abgesehen davon kannst Du auf den meisten Plätzen mit einer Ferienclub-Platzreife gar nichts anfangen.

Ideal wäre es, Du würdest über einen Gruppenkurs und viel eigenes Training gute Grundlagen aufbauen, in GB mal ein paar Runden in Ruhe spielen und Dich dann bei der VCG zur Platzreifeprüfung anmelden. So kommst Du schonend und günstig zu soliden Golfkenntnissen. Wobei ich mir die Golfreise ganz sparen würde. Zuhause ist’s billiger, schon wegen der Reise- und Übernachtungskosten. Aber wenn Du sowieso Urlaub machen möchtest…

Eine Alternative zur VCG wäre noch eine Fernmitgliedschaft. Tatsächlich ist es so, dass Dich in Deutschland kaum ein Club ohne irgendeine Mitgliedschaft auf den Platz lässt. Das machen höchstens öffentliche Anlagen und die wollen, dass Du dort zuerst deren Platzreifeprüfung ablegst. Dann machst Du für jede dieser Anlagen schlimmstenfalls eine neue. Mit den entsprechenden Kosten und dem Stress.

Ich würde jedenfalls von einem Ferienclub-Golfkurs mit Platzreifegarantie abraten. Du zahlst relativ viel Geld, rackerst den ganzen Tag auf der Driving-Range, bezahlst das mit Schmerzen in Armen, Händen und Rücken, siehst nichts vom Land und mit der Platzreifebescheinigung kannst Du Dir in Deutschland meistens nur den Popo putzen.

Idealerweise suchst Du eine Anlage aus, die kein Range-Fee berechnet, so dass Du völlig kostenlos Putten und Chippen üben kannst und nur für die Range-Bälle bezahlen musst. Dort kannst Du dann auch mal für die kleine Übungseinheit zwischendurch auflaufen, ohne Geld zu bezahlen.

Viel Erfolg und viele Grüße

Anne

Ich finde das ziemlich blöd!!

Da schreibe ich einen ellenlangen Artikel und dann? Gar nichts!

So macht das wirklich keinen Spaß und ich weiß echt nicht, ob ich überhaupt nochmal hier im Sport-Forum irgendeine Antwort tippen soll!

Klar, man kann zu finanzschwach sein, Golf auf die übliche Weise zu lernen. Aber noch zu geizig, um mal ein Feedback auf eine lange Antwort zu geben?

Danke Anne für die Tips- hatte in letzter Zeit einfach etwas anderes zu tun.Trotzdem vielen Dank. Werde erstmal einen sog.„Schnupperkurs“ in einem hier ansässigen Club machen.

Danke Anne für die Tips- hatte in letzter Zeit einfach etwas
anderes zu tun.Trotzdem vielen Dank. Werde erstmal einen
sog.„Schnupperkurs“ in einem hier ansässigen Club machen.

Na dann viel Spaß und viel Erfolg!

Gruß

Anne