Gute Diät?

Hallo ich weiss das Diäten eigentlich meistens nur den Jojo Effekt bewirken…

Kann mir trotzdem mal jemand eine gute Diät zum abnehmen sagen die auch aus eigener Erfahrung funktioniert hat und auch nicht ungesund ist wie z.b.diese Kohlsuppendiät oder Mayrische oder wie die heisst…

tschüüüüsss Zitronenfalter

Naja, die alte Geschichte, Zitronenfalter, eben Qualität statt Quantität. Mi anderen Worten: Vollwerternährung.
Gruss, Branden

gute Diät: Sport und Ernährung!
Hi!

Wie im Titel gesagt ist dies die einzige Diät! Ich hab dazu paar Sachen, einige Tipps usw. zusammengeschrieben, viel Spaß damit!

1. Sport

• Sport ist der beste Hungerdämpfer!
• am besten solange wie möglich, mind. eine halbe Stunde!
• du hälst keine halbe Stunde durch? Kein Problem, dann halt lieber mehrmals am Tag so lange es geht, nach einiger Zeit steigert es sich garantiert!
• lieber täglich eine halbe Stunde als einmal die Woche 2 Stunden
• Gute Kalorienverbrenner sind Laufen, Crosstrainer, Schwimmen oder am biligsten und für zuhause Seilchenspringen (verbrennt fast doppelt so viel Kalorien wie Joggen)
• wenn es dir im Fitnesstudio peinlich ist (unter den Superschlanken und Bodybuildern): suche dir eins mit einem seperaten Damenstudio oder gehe zu den Uhrzeiten hin, wenn wenig Betrieb ist (von Studio zu Studio unterschiedlich)
• oder suche dir eine Sportart oder ein Hobby, das Bewegung fordert, und das dir Spaß macht (ganz wichtig zum Durchhalten!) z.B.

  • Tanzen
  • Inlineskaten, Rollschuh- oder Schlittschuhfahren
  • Ballsportarten (Tennis, Badminton, Tischtennis, Volleyball…)

• oder gleich in einen Sportverein
• Für höhere Motivation und Durchhaltevermögen sich einen Sportpartner suchen (ev. eine gute Freundin?)

• Auch Alltagssachen mit einbinden:

  • morgens vor dem Aufstehen noch im Bett stretchen und ev. schon etwas Gymnastik (z.B. Radfahren im liegen, Rückentraining…)
  • vorm Fernseher net knabbern, sondern Gymnastik machen (siehe auch unten: Knabbereien)
  • Treppensteigen statt Lift und Rolltreppen und ohne Ausnahme! Wenn du in den 6. Stock mußt, aber nur drei schaffst, dann laufe soweit es geht, dann kannst du für den Rest noch immer den Fahrstuhl nehmen!
  • Auto stehen lassen, lieber mit Fahrrad oder zu Fuß
  • Auto muß gewaschen werden? Mit eigener Muskelkraft statt in der automatischen Waschstraße
  • bei weiten Strecken Bus-/Bahnfahren und ein/zwei/drei Stationen früher aussteigen oder besser gleich zur zweiten/dritten Station laufen und dann erst einsteigen
  • Einkaufen zu Fuß, zwei gleichschwere Tüten packen und mit leicht gebeugten Armen heimtragen oder alles in einen Rucksack einpacken und zügig gehen (Rücken dabei gerade halten!)
  • Hunde ausführen, z.B. für Nachbarn oder Freunde, mit ihm kann man auch prima kurze Sprints machen oder durch den Park toben
  • Babysitten bei „größeren“ Kindern – ab auf den Spielplatz und mit ihnen toben!
  • immer in Bewegung bleiben, alleine schon ständiges Wippen oder zappeln beim sitzen oder zum TV-Umschalten aufstehen und nicht die Fernbedienung benutzen usw. tuts auch
  • wann gab’s die letzte Kissenschlacht?
  • Partnermassage ist toll – der der gerade massiert, trainiert gleichzeitig seine Oberarme und Brust
  • sich bei der Hausarbeit nicht allzu bequem machen:
  • beim Fensterputzen den Eimer in die andere Ecke des Zimmers stellen und nicht auf die Fensterbank/Leiter)
  • bei Tätigkeiten im Stehen (z.B. Abspülen, Telefonieren, Bügeln, Zähneputzen…) Muskeltraining durchführen (z.B. Bauch/Po paar Sek. anspannen, auf Zehenspitzen stellen bzw. Waden anspannen)
  • Beim Auf-/Wegräumen jeden Gegenstand einzeln (!) wegstellen, muß man dabei sich bücken, dann statt dessen Kniebeugen machen
  • hin und wieder den Boden feucht wischen statt staubsaugen – ist anstrengender und nebenbei wird die Wohnung sauberer
  • jeden (!) Tag eine andere Ecke putzen statt einmal die Woche die ganze Wohnung

2. Trinken

• vieeeeeel trinken!
• Oft wird Durst mit Hunger verwechselt!
• vor dem Essen 1-2 große Glas Wasser oder klare Suppe oder Brühe
• keine zuckerhaltigen Getränke, sondern Wasser, Tee (ungesüßt), Cola/Sprite/Fanta light, verdünnte (!) Obstsäfte
• kohlensäurehaltige Wasser machen auch schon „voll“
• kein Alkohol! (hat so viele Kalorien wie Fett!) oder so selten wie möglich
• gute Alternative bei Alkohol: Weißwein mit Wasser vermischt

3. Zubereitung/Kochen

• lieber kurz und schonend zubereiten
• wenig Fett/Öl (außer bei Gemüse und Salaten) und wenn, dann hochwertige (mit hohem Anteil ungesättigter Fettsäuren, Omega-3-Fettsäuren)
• statt Öl in Salate zu schütten lieber einen Ölsprayer verwenden
• lieber beschichtete Pfannen verwenden, dann braucht man weniger/kein Fett
• einige Sachen kann man auch ganz ohne Fett in der Pfanne braten – einfach indem man die Pfanne mit Bratfolie auslegt
• in der Mikrowelle braucht man gar kein Fett, wenn möglich, Speisen darin zubereiten
• Fette sind beliebte Geschmacksträger, doch die kann man meist gut mit Kräutern ersetzen
• lieber dünsten, dämpfen, garen in Folie oder kochen als braten
• ideal ist ein Wok

• Panierte oder fritierte Speisen besser meiden oder so selten wie möglich (dann aber die Speisen mit Küchenkrepp abtupfen)
• Zucker kann man gut ersetzen: mit Honig oder Süßstoff
• generell lieber selber kochen, da Fertigprodukte meist viele Fette/Kalorien haben
• Fertigprodukte: nur welche mit Nährstoffangaben (no-name-Produkte haben oft viele Kalorien!)
• Soßen: kalorienarme bevorzugen, zb. Jägersoße, Zwiebelsoße
• klare Suppen/Soßen abkühlen lassen oder stehen lassen und die obere Fettschicht, die sich dann bildet, vorsichtig abschöpfen
• wenn möglich, Speisen strecken mit Gemüse oder geriebener Kartoffel oder ähnlichem, z.B. Frikadellen, Soßen
• Fleisch:

  • das sichtbare Fett abschneiden (ebenso bei Hähnchen Haut entfernen)
  • lieber kurz und richtig heiß anbraten (bei Hitze schließen sich die Poren und es wird nicht soviel Fett aufgesaugt)
  • Würstchen anpiecksen beim Kochen/Warmmachen (das Fett kann ausfließen)

• beim Kochen/Zubereiten nicht nebenbei „probieren“ bzw. naschen, lieber ein Glas Wasser daneben stellen und davon trinken
• oder machs wie die Nahrungstester: probieren und dann ausspucken!

4. Essverhalten

• auf Fettanteil und Kalorienzahl achten (empfehlenswert: „Kalorien mundgerecht“, ISBN 3-8295-7155-0 Buch anschauen) und „verbotene“ Sachen am besten streichen
• viele Vollkornprodukte (machen lange satt)
• vieeeeel Obst und Gemüse
• keine Braten, Schweinefleich o.ä., sondern lieber öfters Fisch und magere Fleischsorten wie Hänchenbrust oder Putenfleisch
• vor dem Essen eine klare Suppe oder Brühe als Vorspeise oder ein kleiner Salat dämpfen der ersten Hunger
• langsam (!) essen, lieber mehrmals kauen und zwischendurch Besteck weglegen oder eine kleine Pause machen (das Sattgefühl stellt sich erst spät ein)

• fast alles läßt sich auch mit Besteck essen – auch Brot (dabei lassen sich Pausen leichter einlegen)
• oder benutze Eßstäbchen, gerade mit wenig Übung ißt man wesentlich langsamer!
• IMMER in der Küche essen mit aufwendig gedecktem Tisch, auch bei Kleinigkeiten (der Aufwand ist groß, sodaß man nicht zu oft was ißt), SOFORT Geschirr wegräumen und spülen usw.
• immer im sitzen essen, nie mal „schnell was auf dem Weg“
• warme Mahlzeiten sättigen meist mehr: öfters ne klare Suppe!
• viel scharfes Zeug essen oder damit zubereiten (kurbelt den Stoffwechsel an) zb scharfe Peperoni, Chili usw.
• beim Essen nicht ablenken mit Fernsehen oder lesen o.ä. - man ißt dann mehr!
• Vorsicht mit den empfohlenen 5 Mahlzeiten am Tag - oft ißt man dabei viel zu große Portionen! Es sollen 5 KLEINE Mahlzeiten sein!
• kleinere Teller verwenden (die Portion sieht dann größer aus)
• angeblich sieht die Portion auf dunklem Geschirr auch größer aus

• Teller nicht aus Gewohnheit leer essen, sondern für die nächste Zwischenmahlzeit stehen lassen
• Wenn man dazu neigt, zu große Portionen zu essen: Vom Gericht jeweils die Hälfte essen (also Hälfte der Kartoffeln, des Fleischstückes, Gemüse) und den Rest für später lassen.
• ähnlich: bei jedem Essen einen Rest für später übriglassen, egal wie groß
• Restaurantbesuch? Dann eins mit Buffet:
 fettige Speisen sind meist erkennbar (anders als auf Karte)
 Portionen sind frei wählbar
 neben einer fettigen Speise (z.B. Fleisch) kann man die Beilagen entsprechend wählen (Gemüse und Salzkartoffeln statt Pommes o.ä.)
 auch stehen meist versch. Soßen zur Auswahl, man muß nicht die fettigste wählen

5. Knabberei-Tipps für zwischendurch

• Achtung bei Werbeblöcken: Werbung für Knabbereien kann schwach machen! Zappen oder in den Pausen sich gut ablenken
• Gemüse, Salate und Obst kannst du massenhaft essen!
• ißt du gerne Zaziki? Selbst der gekaufte hat nur rel. wenig Kalorien, den kann man gut zum dippen nehmen, zb. mit Salatgurke oder Zucchini oder Sellerie
• vorsicht mit Nüssen! Kann man zwar öfters essen, haben aber viele Kalorien, lieber pro Tag nur eine handvoll essen
• wer auf Chips und Co absolut nicht verzichten kann:
 es gibt die Chips auch in der light-Version
 um nicht die ganze Packung aufzufuttern, eine Portion in eine Tupperdose und pro Tag nur diese kleine Portion essen

• Rispinos haben auch viel Kalorien, aber weniger als Chips
• Salzstangen oder Rosinen sind auch ok
• statt Kekse lieber Löffelbisquits
• lust auf Süßes? Dann:
 riech mal an Vanille, soll die Lust dämpfen
 mach dir ein Obstkompott! Geht auch mit Quark und Obst
 an Bonbons lutscht man auch lang, am besten Fruchtbonbons
 ebenso fettfreies Weichgummi, wie Gummibärchen (haben aber viel Kalorien - lieber lutschen statt direkt runterschlucken)
 Pudding mit Süßstoff
• wenn schon Schokolade, dann:
 lieber die mit viel Kakaoanteil (Bitter), ist eh gesünder
 Schokoriegel in dünne Scheiben schneiden und diese lutschen – ein Schokoriegel beschäftigt dann vieeel länger
 Alternative: Natreenschokopudding oder Kakaopulver in purem Quark eingerührt
 selbstzubereitete Mousse de chocolate mit magerer Milch

• selbstgemachtes Popcorn ohne/mit wenig Zucker
• Gewürzgurken sind prima! (auch andere eingelegte Gemüsesorten, wie Maiskölbchen, Silberzwiebeln, Mixed Pickles…)
• Apfelchips: Apfel in Scheiben schneiden, auf Küchenpapier und in Mikrowelle 5 min. vortrocknen, dann für 1 Std. bei 100° in den Backofen
• auch bei Eis gibt es kalorienärmere Varianten
 auf Sahneeis, Waffeln extra und Soßen (Schoko, Caramel o.ä.) verzichten
 wenn schon Soße, dann eine Fruchtsoße
 lieber ein Solero, Capri
 Milcheis v.a. Zitrone, „Wassereis“, Eis mit Obst
• nimm doch lieber Kaugummis - dann sind die Zähne beschäftigt

• wieso Knabbern? Mach lieber
 Gymnastik
 fang an zu stricken, häkeln, nähen…
 sortiere Urlaubsphotos, Unterlagen, Briefe…
 setze ein Puzzle zusammen
 male Bilder aus (z.B. Mandalas)
 schreib einen Brief…

6. Weitere Tipps

6.1 Der Anfang:

• Überlege dir: bist du wirklich zu dick? Oder willst du nur abnehmen, um anderen zu gefallen? Benutze den BMI-Rechner!
• Führe anfangs ein Eßtagebuch und schreibe auf, was du ißt (jede Kleinigkeit, auch Getränke), um eine Übersicht zu erhalten und rechne dann nach 2-3 Wochen aus, wieviel Kalorien diese Nahrungsmittel haben
• schreibe im Eßtagebuch auch, wie du dich beim Essen gefühlt hast oder warum du gegessen hast, werte später aus: ißt du aus tatsächlichem Hunger oder aus Langeweile/Frust/Streß/Ärger/ Trauer/Einsamkeit…?
• auch gut: schreibe eine Liste mit deinen Lieblingsspeisen, rechne die Kalorien aus und überlege dir kalorienärmere, aber genauso leckere Alternativen – häng die Liste an deinen Kühlschrank

• Fange nicht von heute auf morgen mit Ernährungsumstellung an, sondern lieber in kleinen Schritten: alle paar Tage etwas fettreiches gegen fettarmes ersetzen und von dann an dabei bleiben
• Nimm dir kleine Schritte vor: lieber 2 Kilo in einem Monat, als 30 in einem halben Jahr! Hast du das Teilziel erreicht, gönne dir was schönes, z.B. neue Kleidung
• Nicht mehrere Sachen auf einmal neben dem Abnehmen vornehmen, wie z.B. Rauchen aufhören – lieber eins nach dem anderen
• Überlege dir (und schreib auf), warum vorherige Diäten gescheitert sind: zu eintönig, schmeckte nicht, viele Rückfälle… etc. Und dann überlege dir, was du diesmal anders machen kannst, z.B. abwechslungsreich essen, sich ab und zu was gönnen, kleine Ziele planen… etc. und plane dementsprechend deine Ernährung, Bewegung usw.

6.2. Motivation:

• klebe dir Bilder auf den Kühlschrank, entweder von dir selbst mit jetzigem Gewicht oder andere fettleibige Personen
• oder umgekehrt, je nachdem was bei dir besser wirkt: klebe Fotos auf, auf denen du schlank warst oder von anderen schlanken Personen
• suche dir einen Abnehmpartner (jemanden aus deiner Familie, eine Freundin…)
• trage Klamotten, die gerade noch so passen (ohne, daß es albern aussieht!) oder den Gürtel eng schnallen, in eine enge Jeans paßt kein vollgefressener Bauch!
• stelle dir zwei Spardosen hin: in die erste kommt jedesmal eine Münze, wenn du dem Naschen widerstanden hast, in die zweite, wenn du schwach geworden bist. Aus der ersten kannst du dir nach einiger Zeit was gutes gönnen (z.B. neue Klamotten) und das Geld aus der zweiten benutzt du für unangenehmes (z.B. Geschenk für eine unliebsame Person – willst du ihr etwa was teures kaufen?)

• wenn es doch mal an einem Tag nicht so gut läuft, nicht aufgeben! Gönn’s dir halt an dem einen Tag ohne schlechtes Gewissen! Mach aber am nächsten Tag weiter
• auch nicht aufgeben, wenn’s mal auf der Waage nach oben geht! Kann sogar in erster Zeit passieren: durch viel trinken, Muskelaufbau (wiegen mehr als Fett), ungewohnt viele Ballaststoffe…etc. Es geht aber wieder runter!!
• gut ist auch der Schauspieler-Trick: Such dir eine schlanke Person (am besten aus Medien) und stelle dir seinen Tagesablauf inclusive Eßverhalten vor und „spiele“ einen Tag lang „ich bin xy“. Würde z.B. Claudia Schiffer alle paar Minuten zum Kühlschrank rennen oder nicht doch lieber etwas Gymnastik machen?
• Motivationssprüche (zum Anheften an den Kühlschrank)
 Gib deinen größten Wunsch nicht für das auf, was du jetzt gerade willst
 Abnehmen ist ganz einfach: Man darf nur Appetit auf Dinge bekommen, die man nicht mag
 Falle zehn Mal hin und stehe ein elftest Mal wieder auf!
 Es ist egal wie lange du brauchst, solange du nicht stehen bleibst

6.3. Einkaufen:

• nur mit Einkaufsliste!
• nicht hungrig einkaufen gehen
• informiere dich über Verkaufsstrategien der Supermärkte und deren Kauf-Verführungskünste und versuche, ihnen zu widerstehen
• lieber seltener einkaufen gehen (1 x Woche), jeder Einkauf verführt zu unnötigen Einkäufen (siehe Punkt darüber)
• zuerst schwere Sachen in den Einkaufswagen packen (Getränke o.ä.) – trainiert die Oberarme beim schieben
• nur Portionen kaufen, die du wirklich brauchst, besonders bei schnell verderblicher Ware!
• stelle dich an der „süßwarenfreien Kasse“, falls vorhanden, an

6.4. Allgemeines:

• bloß nicht hungern!
 Mit kalorienarmen Sachen kann man sich auch dicke satt essen!
 AUSSERDEM: durch Aufbereitung der Nahrung muß der Körper den Stoffwechsel aktivieren – das kostet Energie! Essen ist ein guter Stoffwechselaktivator – du mußt nur die richtigen Sachen essen!!!
 Nach dem Hungern lagert der Körper umso mehr Fett an, um für künftige Hungerperioden gewappnet zu sein (der Jo-jo-Effekt!), also lieber dauernd essen (das richtige!) und damit den Körper überlisten
 dazu gehört auch, regelmäßig zu essen, also auch mehrmals am Tag und gleichmäßig verteilt (einzig erlaubte Hungerperiode ist nachts, wenn du schläfst)
 das Frühstück sollte besonders großzügig ausfallen („morgens wie ein König“), damit der Körper „glaubt“, daß auch später am Tag noch viel Nahrung kommt und der Stoffwechsel wird nicht so sehr heruntergefahren
• variiere deinen Eßplan, bloß nicht eintönig/einseitig essen
• versuche auch, jeden Tag die Kalorienanzahl zu variieren, z.B. 1500kcal, dann 1900kcal, dann 1700kcal, dann …etc.

• lenke dich vom Essen ab, am besten mit Sport, aber auch anderes
 Hobbies nachgehen, neues Hobby anfangen
 Wohnung putzen
 nimm ein heißes Bad
 Telefonieren/Freunde treffen etc…

• wenn du naschen willst, dann:
 vergleiche die Menge des kleinen Schokoriegels mit der kaloriengleichen Menge von Obst/Gemüse und überlege, von welchem du mehr satt wirst
 hole dir aus dem Kleiderschrank Klamotten raus, in die du mal reinpassen willst
 stell dir die Nascherei als was ekliges vor, z.B. daß Schokolade aus zerdrückten Käfern gemacht wird, oder daß die Schokolade reines Bratfett ist (besteht ja aus 1/3 Fett!)
• stell dich beim Fressanfall vor einen Spiegel und beobachte dich dabei – nicht sehr angenehm anzusehen, oder?
• denk daran: deine Lieblingsspeise ist auch morgen noch da, du mußt nicht alles auf einmal heute essen
• Gönne dir auch ab und zu etwas was du gerne ißt, zb. Schokolade, sonst ist der Freßanfall garantiert. Am besten ist, hin und wieder derartiges in den Speiseplan einplanen!

• wenn du unbändigen Appetit auf etwas hast, dann iß es lieber gleich in kleiner Portion anstatt später vor lauter Gier ungebremst zuzuschlagen
• Gehörst du auch zu denen, die Dünne immer nur essend sehen und sich wundern, wieso die nie zunehmen? Ganz einfach: Siehst du tatsächlich immer dieselbe Person jeden Tag soviel essen, oder ist es nicht eher mal diese und mal jene Person? Außerdem siehst du diese Person nicht den ganzen Tag: sie mag im Büro pausenlos essen, aber was macht sie Abends? Noch eine Riesenpizza verdrücken und faul vor dem Fernseher sitzen oder rackert sie sich im Fitnesstudio ab?
• achte auf Automatismen und versuche, die abzustellen bzw. zu variieren, dann ißt man bewußter: z.B.:
 morgens nach dem Duschen sofort frühstücken – tu’s doch mal vor dem Duschen
 abends heimkommen, Mantel in Schrank und ab in die Küche? Wandel die Reihenfolge um!

• öfters Zähne putzen - Essen schmeckt danach nicht mehr so gut
• Hungerbremsend wirken:
 Sport!
 Menthol
• Fettburner:
 die besten sind immernoch deine Muskeln, die verbrennen selbst in Ruhe eine ganze Menge: also Muskeltraining betreiben!
 Vitamin C: abends Vitamin C (auch als Zitrone oder –saft) mit etwas Eiweiß (Hühnchenbrust, Käse)
 auch gut: Petersilie. Kann man über fast alles streuen, besonders gut in klaren Suppen, aber bitte nicht mitkochen
 einige Obstsorten: Grapefruit, Papaya

Stichwort: Setpoint

Der Körper stellt sich selbst einen Sollwert für sein Gewicht. Fängt man an zu Hungern, glaubt der Organismus an eine Hungerperiode und wappnet sich für später: der Setpoint wird höher gesetzt um Fett anzubauen für künftige magere Zeiten. Fängt man nach einer Diät wieder normal zu essen an, wird deshalb verstärkt Fett angebaut und das Gewicht steigt bis auf diesen nun höheren Setpoint (der berühmte Jojo-Effekt).
Entgegenwirken kann man diesem Mechanismus, indem man langsam und ohne Hungern abnimmt und auch zwischendurch Pausen einlegt, z.B. 2-3 Kilo abnehmen und dann 1-2 Wochen das Gewicht halten.

Zuletzt:
GEDULD!!!
Mehr als 1/2 bis 1 Kilo pro Woche ist utopisch und anfangs eh nur Wasser, das man verliert.

Hallo,
einen Großteil der Tips finde ich sehr gut, bis auf einige dieser Punkte:

• Sport ist der beste Hungerdämpfer!

das hängt doch stark von der Sportart ab. Kraftsport ist definitiv kein Hungerdämpfer.

• am besten solange wie möglich, mind. eine halbe Stunde!

Du studierst doch Medizin ! Der Tip führt nur dazu, daß der Körper permanent mit Streßhormonen zugeschüttet wird. Neben den unschönen Nebenwirkungen (Schlafstörungen, depressive Verstimmungen) wird das Abnehmen deutlich schwerer - insbesondere wird der gleichmäßige Fettabbau behindert. Bei Frau ist das ein besonderes Problem.

• lieber täglich eine halbe Stunde als einmal die Woche 2 Stunden

Ziemlich dasgleiche Problem. Lieber einen Tag volle Kanne, dann pausieren, um den Körper Möglichkeit zum regnerieren (und Streßabbau) zu geben. Insbesondere wenn man Muskelaufbau betreibt resp. Muskelabbau verhindern will, was bei einer Diät sinnvoll ist, sind Pausen absolut notwendig.

• Gute Kalorienverbrenner sind Laufen, Crosstrainer, Schwimmen
oder am biligsten und für zuhause Seilchenspringen (verbrennt
fast doppelt so viel Kalorien wie Joggen)

Wer hält das z.B. 90min durch ? Im übrigen stelle ich das in Frage, wenn die Laufstrecken Steigungen bieten.

• wenn es dir im Fitnesstudio peinlich ist (unter den
Superschlanken und Bodybuildern): suche dir eins mit einem
seperaten Damenstudio oder gehe zu den Uhrzeiten hin, wenn
wenig Betrieb ist (von Studio zu Studio unterschiedlich)

Die typischen Fitness-Studios zeichnen sich durch eine gemischte „Mitgliederkultur“ aus. Pure „Pumperbuden“ gibt es (leider) nur noch selten.

  • Würstchen anpiecksen beim Kochen/Warmmachen (das Fett kann
    ausfließen)

Wurst et al. würde ich gänzlich weglassen. Ist ernährungsmäßig der letzte Dreck.

• Überlege dir: bist du wirklich zu dick? Oder willst du nur
abnehmen, um anderen zu gefallen? Benutze den BMI-Rechner!

Ich würde den Spiegel verwenden oder einen Fettkaliper - BMI ist absoluter Müll. Ich liege z.B. seit Jahren deutlich unter 10% Körperfett, bin knapp 1.90 und habe z.Z. BMI 33. Was soll mir dieser Wert jetzt sagen ?

• Nicht mehrere Sachen auf einmal neben dem Abnehmen
vornehmen, wie z.B. Rauchen aufhören – lieber eins nach dem
anderen

Das sollte dreimal eingerahmt werden (also volle Zustimmung). M.M. die häufigste Ursache, daß Diäten gebrochen werden, ist der Versuch von einem Tag zum anderen den Heiligenschein zu erlangen.

Gruss
Enno

Hi Enno!

Du hast zwar zum Großteil Recht mit deiner Kritik, aber ich habe die Tipps allgemeingültig formuliert. Sprich für denjenigen, der nur 3-4 Kilos und auch für denjenigen, der 50 Kilos abnehmen will!
Und erzähl mal einem stark übergewichtigen und absolut unsportlichen, daß er 90 min lang Seilhüpfen oder sich in der Mucki-Bude abrackern soll! :wink:
Gerade sowas (solche Erwartungen z.B.) führt ja schnell zu Frust und dann zum aufgeben!

• lieber täglich eine halbe Stunde als einmal die Woche 2 Stunden

Ziemlich dasgleiche Problem. Lieber einen Tag volle Kanne,
dann pausieren, um den Körper Möglichkeit zum regnerieren (und
Streßabbau) zu geben. Insbesondere wenn man Muskelaufbau
betreibt resp. Muskelabbau verhindern will, was bei einer Diät
sinnvoll ist, sind Pausen absolut notwendig.

Das gilt jedoch eher für die Mucki-Bude :wink:
Ich habs vielleicht etwas zu allgemein formuliert, aber gemeint war hier eher die „leichtere“ Variante: zügiges Spazierengehen, Gymnastik etc…

• Gute Kalorienverbrenner sind Laufen, Crosstrainer, Schwimmen
oder am biligsten und für zuhause Seilchenspringen (verbrennt
fast doppelt so viel Kalorien wie Joggen)

Wer hält das z.B. 90min durch ? Im übrigen stelle ich das in
Frage, wenn die Laufstrecken Steigungen bieten.

Warum 90 min? Gehe bitte nicht nur von dir aus (ich unterstelle mal, du bist jung und knackig *gg*). Wer abnehmen will hat ja meist (!) das Problem, daß er unsportlich ist. Auch ich kann keine 5 min am Stück laufen, geschweige denn noch mit Steigungen… :wink:

Die typischen Fitness-Studios zeichnen sich durch eine
gemischte „Mitgliederkultur“ aus. Pure „Pumperbuden“ gibt es
(leider) nur noch selten.

Kann sein. Ich hab das Glück, daß bei mir um die Ecke gleich 2 Studios sind, die tatsächlich getrennt sind. Man muß ev. danach suchen. Gilt ja auch nur für den Fall, daß man sich tatsächlich schämt - und auch wenn es viele nicht glauben: für „Dicke“ ist es eine ganz schöne Hemmschwelle, mal in ein Fitnesstudio reinzugehen. Warum sieht man sonst nur so wenige darin?

  • Würstchen anpiecksen beim Kochen/Warmmachen (das Fett kann
    ausfließen)

Wurst et al. würde ich gänzlich weglassen. Ist ernährungsmäßig
der letzte Dreck.

Klar :wink:
Aber erzähl das mal einem, der sich bislang hauptsächlich davon ernährte… Bis das mit der Ernährungsumstellung gänzlich klappt, sollte man Kompromisse schließen :wink:
Auch ich mag nicht jeden Tag Grünzeug und Körnerfutter haben *g*

• Überlege dir: bist du wirklich zu dick? Oder willst du nur
abnehmen, um anderen zu gefallen? Benutze den BMI-Rechner!

Ich würde den Spiegel verwenden oder einen Fettkaliper - BMI
ist absoluter Müll. Ich liege z.B. seit Jahren deutlich unter
10% Körperfett, bin knapp 1.90 und habe z.Z. BMI 33. Was soll
mir dieser Wert jetzt sagen ?

Er ist als objektive Hilfe gedacht. Nicht jeder, der abnehmen will, muß es auch (Stichwort junge Mädchen - Magersucht).

Gruß,
Sharon

1 „Gefällt mir“

Weight Watchers
Hallo Zitronenfalter,

ich kenne Diäten nur aus dem Bekanntenkreis, aber die besten Erfahrungen machen die Leute mit Weight Watchers. Das kostet zwar was, aber meine Bekannten/Kollegen/Verwandten hatten LANGFRISTIG Erfolg mit dem WW-Konzept.
Das Punkte-Programm ist leicht durchschaubar und gut in den Alltag einzubauen. Ziel des ganzen soll eine schrittweise Umstellung der Ernährung sein und die wöchentlichen Treffen mit den Mitgliedern steigern die Motivation. Wer Sport treibt, kann sich mit Extra-Punkten belohnen.
Hätte ich Gewichtsprobleme, würde ich es mal auf diesem Weg probieren.
Aber auch hier gilt: Viele Wege führen nach Rom. Meine Mutter schwört auf Trennkost. Aber die setzt natürlich eine weitaus gravierendere Ernährungsumstellung voraus. Und wenn man da, wie im Fall meiner Mutter, nicht nur für die eigene Person kochen muss, sondern die Jungtiere nach Standard-Nahrung schreien, wird es kompliziert.

Ich wünsche Dir viel Erfolg und Durchhaltevermögen!
Babe

Tipp
hi brombeersaft,

hier kommt mein tipp:
ich habe 30 kg abgenommen vor 3 jahren und habe das folgendermaßen gemacht:
erstmal hat sich in meinem kopf der schalter umgelegt, sprich: ich wollte wirklich nicht mehr dick sein - wollte schlank werden, nicht für andere, sondern nur für mich. da ich von hause aus ziemlich faul bin, hatte ich natürlich auch keine lust auf WW oder ähnliches. die anderen diäten kamen für mich auch nicht in frage, weil ich dann immer hätte überlegen müssen, was kaufst du? wie kochst du? …und auf diese doofe kalorienzählerei hatte ich auch kein bock. also was ganz anderes:
ich habe immer viel zwischendurch gegessen, einen schokoriegel hier, ein stückchen kuchen da…du kennst das sicher :smile: ich habe mir ein buch gemacht, in dem ich jeden tag eingetragen habe, wann ich was esse. ich habe bewußt auf die dickmacher verzichtet und zwischendurch, wenns sein mußte ne banane oder ein trockenes knäcke gegessen. zu den hauptmahlzeiten habe ich darauf geachtet, daß ich aufhöre, sobald ich ein leichtes sättigungsgefühl hatte - also nicht mehr vollfresse, nur damit der teller leer ist! naschzeug, kuchen und bombons habe ich total verbannt. beim trinken habe ich darauf geachtet, daß kein zucker drin ist, also nur noch wasser, tee, fruchtschorle. richig gehungert habe ich nie - ich war nur konsequent. was ich auch wichtig finde: schmeiß deine waage weg - wenn du täglich draufgehst, machst du dich nur verrückt. ich bin 1x im monat auf die waage gegangen und was ich da gelesen haba, was sooooo toll, daß ich hochmotiviert weitermachte. für die 30 kg habe ich 7 monate gebraucht und halte seitdem mein gewicht - mehr oder weniger :smile:
ich wünsch dir alles gute
claudia

hi sharon,

deine tips klingen gut, dennoch sind sie nicht fundiert.
denk bitte ans amreikanische phänomen: die amis verbannen alles aus ihrer ernährung, was fett enthält, werden immer fetter.
die völker, welche ans mittelmeer grenzen, essen sehr fett und alkoholreich, sind dennoch nicht dicker.
die wirkungsweise auf den körper hat enno schon sehr gut erklärt.
es kommt dauf an, eine negative energiebilanz zu erhalten. was du dann isst, sei nebensache.
der genuss kommt in deine tips doch sehr kurz. wie willst du so leute zum durchhalten motivieren?

strubbel
S:open_mouth:)

hi ZF-BS,

davon solltest du dich verabschieden, es gibt nichts gesundes zum abnehmen.
das abnehmen an sich ist gesundheitsschädigend. egal durch welchen mangel auch immer.
treib sport und erhöhe dadurch deinen grundumsatz!

strubbel
#:open_mouth:)

Hi!

deine tips klingen gut, dennoch sind sie nicht fundiert.
denk bitte ans amreikanische phänomen: die amis verbannen
alles aus ihrer ernährung, was fett enthält, werden immer
fetter.

  1. verbannen sie nicht alles. Einige Sachen sind durch fettärmere ersetzt worden, but nicht jeder bzw. nur wenige kaufen ausschließlich diese und fettarm (oder besser -ärmer) bedeutet nicht gleichzeitig kalorienarm.
  2. Schau dir an welche Mengen die Amis verdrücken. Deren kleine Pizza entspricht in etwa unserer großen - und die Amis bestellen oft Pizza extragroß. Chipstüten mit 375g Inhalt - nö, eher die großen Eimer… usw.

die völker, welche ans mittelmeer grenzen, essen sehr fett und
alkoholreich, sind dennoch nicht dicker.

Jein. Sehr fettreich stimmt nicht - die mediterane Küche bevorzugt eher z.B. kaltgepresstes Olivenöl, etwas was ich auch empfehle. Gegen hochwertiges Öl spricht ja nix.
Und Alkohol wird viel konsumiert, aber mit vorliebe Rotwein und nicht Bier literweise. Den gesundheitsfördernden Aspekt von Rotwein bezweifelt heute kaum einer.
Stimmt die sonstige(!) Ernährung ebenso, also viel Gemüse etc. wie es die Mittelmeerländler bevorzugen, dann kann man auch größere Mengen Olivenöl und Rotwein gut vertragen.

es kommt dauf an, eine negative energiebilanz zu erhalten.

richtig :wink:

was du dann isst, sei nebensache.

Nicht ganz.
Das mag für jemanden zutreffen, der hin und wieder Sport treibt und sich einigermaßen gesund ernährt. Dem fällt es nicht schwer, drei-vier Kilos ohne Ernährungsumstellung abzunehmen. Aber jemand, der viele Kilos zuviel hat und völlig ungesund und kalorien-/fettreich ist - der kann das ALLEIN mit Sport nicht kompensieren!

Einfaches Beispiel:
Die normale Kalorienzufuhr beträgt ca 2200 kcal. Stark Übergewichtige nehmen täglich 4000-6000 kcal zu sich (nach oben hin offen). Somit müßten sie täglich (!) 2000-4000 kcal abtrainieren -
Wie soll ein Mensch das schaffen?!?

Übergewichtige sind zu solchen Leistungen nicht in der Lage. Meist ist anfangs eh nur ein noch nicht mal zügiger Spaziergang drin - weißt du wieviel man dabei verbrennt?
Dabei sind die Abnehmerfolge extrem langsam, wenn überhaupt. Motivieren tut dies sicher nicht, der Dicke strengt sich an und wochen-/monatelang tut sich nix auf der Waage, da denkt er sich: warum so quälen? Und hört auf…

der genuss kommt in deine tips doch sehr kurz. wie willst du
so leute zum durchhalten motivieren?

Warum?
Ich habe keinerlei Rezepte vorgeschlagen. Vielmehr will ich die LEute anhalten, sich selbst über ihre Ernährung Gedanken zu machen und sich das günstigste und leckerste für sie rauszusuchen, auch kalorienmäßig (z.B. Alternativen zu Chips und fettem Fleisch).

Vielmehr leidet der Genuß doch bei den herkömmlichen Diäten - schon mal die eintönigen Eiweiß-, Eier-, Ananas-, Molke-, Formula- und Co Diäten ausprobiert?

Die Maßnahmen klingen bei einigen Punkten drastisch, ja.
Aber das tun sie für jemanden, der noch nie RICHTIG fett war. Da hilft leider kein „heiditei-du schaffst das schon“ oder „nimm doch ab, du mußt nur weniger essen!“, kein Betätscheln.

Ich habe vieles davon im Netz gefunden - von Betroffenen ausgedacht. Wer so eingefahren ist in seiner Ernährung und nach etlichen erfolglosen Diätversuchen - dem reicht ein einfacher Spruch a la „nimm doch EINFACH ab“ leider nicht - da muß man sich schon selbst austricksen. Hat man endlich umgelernt und ist auf dem richtigen Weg, braucht man viele der Tricks nicht mehr.

Wie gesagt schrieb bzw. sammelte ich die Tipps allgemein fürs abnehmen. Wer nur einpaar Kilos verlieren will, braucht sicher nur wenige der Tipps und soll sich halt die für ihn richtigen aussuchen :wink:

Gruß,
Sharon

2 „Gefällt mir“

… liebe Sharon, zunächst aber mal ein dickes Lob für Dein Posting.
Gerade aber die Kritik an Deinem Beitrag zeigt, daß es keinen Königsweg gibt, der für alle Zeiten in Stein gemeißelt für alle Menschen gilt. Ich denke auch, daß Enno ganz andere Ausgangsbedingungen hat als die meisten Dicken.

So, nun zu mir.

Ich muß beruflich „Arbeitsanzüge“ tragen, sprich in Schlips und Kragen rumlaufen. Als zwischen Weihnachten und Neujahr ein Einkauf bei Creation Asozial (vulgo: C&A) mangels passender Größen nicht mehr möglich war mußte ich mich doch glatt bei „Edel & Teuer“ (vulgo: Herrenausstatter) nach einer neuen Hose umschauen. Satte 129,95 € waren fällig. Für eine Hose. Eine Arbeitshose ! Nicht für was anständiges wie ´ne neue Moppedhose, nee, bloß für so ´nen blöden halben Anzug.
Hemden waren auch schon bei 47+ angelangt.
Da sagte ich zu mir: „Du fette Sau, dafür bist Du zu geizig.“

Zu Hause dann seit langem mal wieder auf die Waage, selbige drohte ihr elektronisches Leben auszuhauchen und zeigte „OL“. Mein fassungsloser Blick auf das Typenschild bestätigte meine schlimmsten Ahnungen: „Max. 140 kg“ stand da und führte mir unerbittlich vor Augen, daß ich gerade die Schallmauer durchbrochen hatte. Das nächste was ich durchbreche wird wohl der Fußboden sein.

Nun gut, es war noch Silvester angesagt und eine Party drohte.
Ich schlug zu. Gnadenlos bekämpfte ich Buffet und Pilsfaß.
Dann war Ende im Gelände, Schluß im Bus, Finito Benito, Aus die Maus.

Seit Januar mache ich KEINE Diät, ich nehme einfach ab.
Denn jeder von uns weiß doch, was er falsch macht. Auch wir Dicken sind ja nicht blöd.
Also nur noch einmal statt dreimal die Woche zum Knobeln in die Stammkneipe. Nicht mehr morgens zum Bäcker, mittags in die Kantine und abends zu Hause: „Oh, Schatz, riecht aber lecker, gib her“.
Nicht mehr die Überstunden am Abend erstmal mit ´ner Runde Schnitzel+Pommes einläuten.
Satt dessen stets Obst auf dem Schreibtisch, Menge unlimitiert.
Mittags Salat vom Buffet, ein paar Körner und ein Schüßchen Olivenöl drüber. Wasser soviel wie reingeht. Abends mal eine klare Brühe mit je einer Handvoll TK-Gemüse und Nudeln.
Einmal die Woche Sauna und Schwimmen, einmal die Woche Aquagymnastik und Schwimmen, einmal die Woche joggen.
Ich und Joggen, das paßte doch irgendwie nicht zusammen bisher ? Doch, es paßt. Meine Standardrunde (von der ich nicht mal die Länge weiß) mache ich nun in 45 Minuten, am Anfang waren es noch über 60 Minuten. Ich laufe allein, mein eigenes Tempo, nach 3 Minuten ist meist schon die Kraft am Ende und ich gehe ein Stück. Ich weíß, nun werden die Laufprofis wieder sagen: langsamer laufen, dafür konstant. Wenn ich noch langsamer laufe, dann gehts rückwärts. Euch 70-kg-Hänflingen sei mal empfohlen zwei 25-kg Säcke Zement mitzunehmen, mal sehn, wo ihr dann bleibt.
Bei 135 kg war dann Stagnation, fast drei Wochen lang. Schlußendlich habe ich etwas nachgelassen, die Verbissenheit abgelegt und siehe da gings wieder. Was lernt uns das ?
Das wichtigste beim Abnehmen sind:

  • Die Grundeinstellung. „Ich muß“ ist negativ. „Ich mache“ nicht.
  • Die Sünden. Bloß nicht kasteien. Nicht katholischer sein als der Papst. Irgendwann kommt der Punkt, da gehts nicht weiter, der Körper wehrt sich gegen die schmale Kost. Man selbst hat sich aber inzwischen eine Erwartungshaltung antrainiert: Je mehr ich leide / verzichte, desto mehr will ich belohnt werden.
  • Finger weg von allen fremdbestimmten Dingen. Keine Diätpläne, keine fatburner, keine Wunderpillen, keine Lightprodukte. Einfach bewußter ernähren und sich nicht alles verkneifen. Wer sich nicht seinem Naturell entsprechend umstellt wird immer leiden, immer verkniffen sein - wo soll das denn Spaß machen ?

Wie gesagt: Das ist MEIN Weg, jeder kann ihn gerne mit mir gehen aber ich behaupte nicht, daß er für jeden taugt.
Und genau daran kranken ausnahmslos alle Diäten, sie behaupten für jeden geeignet zu sein.

So long, just my 2 cents

Bernd
132 kg, fallend wie die T-Aktie

8 „Gefällt mir“

Ernährungsumstellung
Hi,

alle Diäten führen zu einem Jojo-Effekt. Erst futtert man weniger während der Diät und hinterher fällt man in alten Gewohnheiten zurück. Letztendlich hilft für dauerhaften Erfolg nur eine Ernährungsumstellung (Menge, Art und Qualität der Nahrung) und viel viel Sport. Am einfachsten nimmt man eh ab, wenn man einfach den Verbrauch erhöht, dann brauch man sich auch weniger beim Essen zusammenreißen. Und wenn man dann noch auf die Sachen verzichtet von denen man ja eh weiß, daß sie ungesund sind… (Chips, Schokolade, Cola, Torte…) bekommt man sein Gewicht doch gut in den Griff.

Gute Übersicht über den Unsinn von Diäten findest Du hier:

http://www.novafeel.de/diaet/diaeten.htm

Gruß Julia

Danke für die wertvollen Tips

Naja, die alte Geschichte, Zitronenfalter, eben Qualität statt
Quantität. Mi anderen Worten: Vollwerternährung.
Gruss, Branden

Hallo ich sag euch mal herzlichen Dank für die wertvollen Tips…

besonders gut fand ich die Zusammenstellung von Sharon…

Ich verbeuge mich mal vor euch und sag dankeeeee

Tschüsss Zitronenfalter

Hallo,

alle Diäten führen zu einem Jojo-Effekt.

da man das ja immer wieder hier liest. Der Jojo-Effekt beruht zum überwiegenden Teil darauf, daß eine Diät nicht ausgeschlichen wird, sondern abrupt auf eine kalorienhaltigere Ernährung umgestellt wird. Selbst bei prinzipiell guten Eßgewohnheiten und ausreichend Bewegung ist dieser Effekt spürbar, wenn eine Diät nicht langsam ausklingt. Umgekehrt kann man sehr wohl durch Diäten den Weg zum Wunschkörper verkürzen, wenn man diese simple Spielregel einhält.

Gruss
Enno

hi julia,

es gibt keine ungesunden lebensmittel!
die dosis macht, das ein ding kein gift ist. (paracelsus)

strubbel
E:open_mouth:)

hi sharon,

offfensichtlich hast du keine ahnung, was dort (im süden) konsumiert wird:
fettes fleisch, zwiebelsuppe mit fettem käse, kein rohkostteller, weißbrot, totgekochtes gemüse in olivenölseen, sehr gesalzen. danach retsina, ouzo usw.
die „mittelmeerdiät“ ist eine erfindung!!!

strubbel
€:open_mouth:)

1 „Gefällt mir“

was auf unseren Rippen sitzt oder wo sonst wir es nicht leiden mögen. Daran führt kein Weg vorbei. Das richtig zu tun ist ja die Kunst *seufz
Den beste Hilfe dazu bot mir das Buch „Essen als Ersatz“
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3499184931/qid…

Es darum wie ich dauerhaft meine Einstellung zum Essen ändern kann, aber dabei eben das dauergaft richtige Mass finde.
Die „Über_nacht_wird_alles_gut“ Pille gibt es leider nicht.
GRuss

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Pralinen statt Schokolade
Hallo Zitronenfalter,

ich hätte da noch eine kleine Ergänzung zu den super guten Tips hier: Wenn du (wie ich) deine Finger nicht von Schokolade lassen kannst, dann kauf dir teure Pralinen. Denn zumindest ich bin viel zu geizig, um eine komplette Schachtel teurer Pralinen auf einmal zu essen. Da reicht dann auch eine einzige aus, anstatt eine ganze Tafel Schokolade zu essen. Und allein die Überwindung, die erste Praline aus der Schachtel zu nehmen ist auch schon relativ groß. So sitze ich nun schon seit Weihnachten an einer 200g Packung Pralinen und sie ist immer noch nicht leer!!!

Viele Grüße, Nina