Haarausfall
Hallo waldcube,
leider kochen die Emotionen immer hoch wenn das Thema Amalgam diskutiert wird. Auch hier in diesem Thread werden sicherlich in bester Absicht Empfehlungen ausgesprochen, die leider nur emotional begründet und damit leider nicht zielführend sind.
Ich würde gerne versuchen, wieder etwas Sachlichkeit in die Beantwortung Deiner Fragen zu bringen:
Entfernte mir bei dieser Sitzung noch eine weitere Amalganfüllung, ohne Sicherheitsmassnahmen, ohne Ausleitung. Danach hatte ich ca. 2 Wochen starken metallischen Geschmack im Mund und so ein Brennen. Dann wars weg. Kann es an einer Quecksilbervergiftung liegen, dass meine Haare ausgehen?
Selbstverständlich könnte theoretisch eine Quecksilbervergiftung die Ursache Deines Haarverlustes sein. Dann hättest Du allerdings auch noch zusätzlich einige gravierende Vergiftungserscheinungen, die Dein Hausarzt mit Sicherheit hätte feststellen können.
Woher soll denn auf einmal das Quecksilber, an dem Du Dich vermeintlich vergiftet hast, gekommen sein? Aus Deinen Füllungen? Die hast Du ja mit Sicherheit seit Jahren und das macht es sehr unwahrscheinlich, daß es als Spätreaktion zu einer spontanen Vergiftungserscheinung kommt.
Allein schon die Frage nach einer potentiellen Ausleitung zeigt, daß Du sehr empfänglich bist in Deiner Verzweiflung für die Argumente von Scharlatanen, die Dir mit Hilfe von teuren, im besten Fall unnützen und im schlechtesten Fall gesundheitsgefährdenden „Ausleitungen“ Erlösung von allem Übel versprechen. Es gibt keine medizinisch indizierte Ausleitung von Quecksilber aus Amalgamfüllungen!!!
Nun war ich bei einem anderen Zahnarzt, da mein linker Backenzahn immer noch empfindlich ist und schmerzt. Leider hat dieser noch nicht die Ursache festgestellt, da er immer noch schmerzt. Kann eine Entzündung bewirken das einem die Haare ausgehen, oder ist das unwahrscheinlich?
Diese Frage kann man mit einem sicheren Nein beantworten: Eine Entzündung im Zahn führt mit Sicherheit nicht zu einem generalisierten Haarausfall.
Ich weiss für Männer hört sich das vielleicht nicht so spektakulär an, aber für eine Frau sind die Haare doch der Inbegriff für Weiblichkeit, und ich bin sehr down deshalb.
Deswegen nehmen wir Deine Sorgen ja auch sehr ernst. Wenn Dir allerdings jemand rät, die Empfehlungen der Fachleute, die Dir antworten, nicht zu beachten, bedeutet dies ja im Umkehrschluss, daß Du den Leuten vertrauen sollst, die nichts vom Thema verstehen. Das wiederum macht natürlich die Fachleute hier im Forum wütend und/oder sprachlos.
Meine Empfehlung an Dich wäre der erneute Besuch eines Hautarztes und eines Gynäkologen, am allerbesten der Besuch eines Endokrinologen (Facharzt für Hormonstörungen). Dein Problem hat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit etwas mit einer Störung Deines Hormonhaushaltes zu tun. Es macht durchaus Sinn einen zweiten oder dritten Gynäkologen aufzusuchen, bis Du dem Problem auf der Spur bist.
Gruß
Gero