Hallo Claus,
ich würde gern mal wissen, ob (und wenn ja, welche!) es
Auswirkungen hat, wenn man seine Haare sehr oft färbt oder
bleicht?
Hab diverse Sachen gehört, die in die Richtung Haarausfall und
dünnes Haar gehen!?
Haarausfall hat mir Färben nichts zu tun.
Färben und Bleichen sind zweierlei.
Grundsätzlich gilt: sofern Du Haare dunkler färben willst, verwendet der Frisör Chemie, welche die Oberfläche der Haare teilweise anlöst. Dadurch spreizen sich die feinen Keratin-Schuppen, aus denen die Haaroberfläche besteht auf, die Farbe kann eindringen und wird mit weiterer Chemie auf der Haaroberfläche quasi verankert.
Anschließend kippen gute Frisöre eine sogenannte Packung auf die Haare, die den Versprödungeffekt wieder halbwegs kittet. Aufheben kann das den Schaden aber nicht.
Wenn Du dagegen hold „erblonden“ willst, muss die Chemie der gewünschten Farbe zuerst einmal Deine eigenen Farbpigmente aus dem Haar „lösen“. Das bedeutet, der chemische Angriff geht sehr viel mehr in die Tiefe der Haarfeinstruktur. Wenn Du Pech hast, halten die Haare das nicht aus und brechen ab.
Dadurch kann es durchaus so aussehen, als seien die Haare durch das Färben ingesamt dünner geworden, denn was direkt an der Kopfhaut abbricht, braucht entsprechend lange, bis es wieder halbwegs sichtbar den Schopf verstärkt.
Die dritte Möglichkeit ist eine sogenannte Tönung. Diese enthält je nach Variante sehr viel weniger Chemie, kann auch aus reinen Natursubstanzen bestehen, und wäscht sich nach einer gewissen Zeit wieder vollständig aus dem Haar heraus.
Grundsätzlich strapaziert jede Maßnahme der Farbveränderung die Kopfhaut mehr oder weniger. Deshalb kann, wer ohnehin Probleme mit Haarausfall befürchtet, durch den Stress durchaus weiteren Verlust provozieren.
viele Grüße
Angelika