Hallo Rainer,
Werkzeug. Er hat eine eigene Verantwortung vor sich, vor der
Gesellschaft und (für jeden der es so sehen mag) vor Gott.
Also Gott sollte man da aus dem Spiel lassen, nicht jeder Arzt
ist gläubig.
Was glaubst du wohl, warum ich diesen teil da oben in klammern geschrieben habe?! *g*
Ok wieder zum Thema:
Das Posting von bebro war bisher das vernünftigste.
Ein Arzt hat auch Verantwortung gegenüber seinen Patienten,
wenn es für sie eine erhebliche psychologische Belastung
darstellt, die durch eine Operation gemindert wird, wie weit
auch immer,
ich kann deine und bebros argumentation schon gut verstehen, ich möchte aber schon darüber diskutieren, deshalb jetzt nochmals:
Ist es aber nicht Aufgabe des Arztes, seinen Patienten zu schützen - in unserem konkreten Fall also vor den psychischen Problemen der Eltern. Welche Verhältnismäßigkeit besteht, wenn die Operation zwar ganz toll die Eltern beruhigt, dem Kind mit Down aber selbst rein äußerlich kaum bzw. gar nicht hilft? Kann ein Arzt mit ruhigem Gewissen einen Patienten auf den OP-Tisch bringen, damit einem anderen die Psyche „gestärkt“ wird? Ich glaube nein.
wird er sich wohl bereit erklären, zu operieren,
weil gerade für ein Kind mit Down ein stabiles und emotional
gefestigtes Verhältnis zu den Eltern sehr wichtig ist, das
erhöht die Überlebenschance und die soziale Integration
beträchtlich.
aber gerade das meine ich ja, das Ergebnis der OP war gleich null und im Beitrag meinte ein Prof. Dr. Irgendwas, daß eine solche OP auch kaum zu einem besseren Ergebnis führen wird. Also - unnütz!
Was Dein Großvater so hätte erzielen können, finde ich etwas
flapsig und dem Thema nicht angemessen.
Dies war lediglich rethorisches Mittel, wenn du dich dadurch gestört fühlst, bitte ich dich um Entschuldigung.
Es ist nicht alles so einfach wie im Fernsehen, versuch mal,
Dich in die Situation der Eltern hineinzuversetzen, ich
glaube, das nennt man Nächstenliebe.
Sorry, den ersten Teilsatz würde ich voll unterstützen, aber mit nächtenliebe hat das m.E. gar nichts zu tun, sondern mit EIGEN-Liebe!
Gruß
Daniel