Hallo,
erstmal vielen lieben Dank für all eure Beiträge dazu!
Ich bin zur Heilpraktikerin in erster Linie wegen starker Rückschmerzen und Schlafstörungen gegangen. Hatte dort gefragt, ob es vielleicht möglich wäre, das ich irgendwas im Körper habe, was Muskel- und Nervenschmerzen machen könnte. Irgendwelche Giftstoffe, Bakterien oder sonst was. Da kam sie sehr bald mit der Haaranalyse, die sie selbst aber gar nicht macht, sondern eine Kollegin die inzwischen in England wohnt. Im Haar könnte man jede Menge nachweisen … Wie die Dame das macht, war mir erst mal wurscht, also gingen einiger meiner Haare nach England.
Zurück bekam ich dann, eine Liste mit Nahrungsmitteln die sie auf Unverträglichkeiten getestet hat. Ich vertrage demnach kein Weizen, keine Milch, egal von welchem Tier, keinen Dinkel und kein Soja. Dann eine Liste mit Schwermetallen die sie getestet hat. Da stand dann nur drin Quecksilber, Silber und Titanium. Aber nicht, wie hoch bzw. wie viel davon in meinem Körper steckt. Na und dann noch eine Liste mit Parasiten/Mikroben die sie getestet hat, aber nur die Oberbegriffe, z. B. Bakterien, Viren, Protozoen, Pilze …, aber nicht genau welche Bakterien oder welche Viren. Na ja, Bakterien hat sie dann keine gefunden, aber Viren.
Bei der Auswertung mit meiner Heilpraktikerin habe ich dann sofort gesagt:„Aber irgendwelche Schwermetalle und Viren hat doch jeder Mensch im Körper.“ Da war sie ein bißchen entsetzt und meinte, dass auf keinen Fall jeder sowas im Körper hat.
Ich dachte immer, WIR LEBEN AUF DER ERDE, hier gibt es jede Menge Viren und Bakterien und anderes Gelumpe mit dem wir tagtäglich in Berührung kommen …
Na ja, sie denkt nicht so und nach dem ich noch einiges andere angezweifelt habe, hängt ein Gewitterwölkchen über uns.
Ich hänge das mit dem Ausleiten der Schwermetalle erstmal an den Nagel. Mir war eh nicht wohl dabei. Ich hatte sie gefragt, ob es denn irgendwie schaden könnte, so ähnlich wie zusätzlich Vitamine nehmen ist und sie hat mir gesagt, dass es nicht schädlich wäre. Aber nachdem was ihr dazu so geschrieben habt, lasse ich es lieber. Dann bringe ich den Stein nachher erst richtig ins rollen.
Ich hatte erst einen ganz guten Eindruck von der Heilpraktikerin, aber jetzt denke ich da ganz anders drüber.
Ich glaube zwar nicht, dass sir mir nur das Geld aus der Tasche ziehen will. Das teuerste sind die Laboruntersuchungen (sie hat noch Blut abgenommen und Stuhlprobe wurde auch eingeschickt) und die Haarananlye (160 Euro übrigens, ich habe „nur“ 100 gelatzt, dass wäre dann sozusagen deren Kolleginen-Rabatt). Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittelchen die sie verschreibt, davon hat sie doch auch nix. Die hole ich mir in der Apotheke ab oder sie bestellt es bei einer bestimmten Firma, aber da kriegen die ja die Kohle, vielleicht kriegt sie pro Bestellung was, aber ich glaube nicht, dass das viel ausmacht.
Aber ein dolles Stück finde ich noch, weil, es hat mich dann doch interessiert, wie die Haaranalyse durchgeführt wird und da sagt sie mir SIE WEISS ES NICHT. Sie hat Vertrauen in ihre Kollegin und das reicht ihr. NA MIR NICHT. Dann hab ich die Dame in England angeschrieben, aber noch keine Antwort bekommen, weil sie ständig auf Lehrgängen ist. Nur ihre Bürovertretung hat geantwortet und diese schrieb: „Ich glaube, Fr. … benutzt dafür ein Gerät.“ Wollte eigentlich darauf die Frage zurückschreiben:„Und, lässt sie ein Pendel drüber kreisen, oder reicht normale Gedankenkraft?“
Ich bin auf jeden Fall enttäuscht und frustiert. Ich hatte so ziemlich meine letzte Hoffung in diese Heilpraktikerin gesteckt.
Natürlich war ich schon soooooo oft beim Arzt, aber weitergekommen bin ich nicht. Der eine sagt dies, der andere das. Untersuchungen die ich mir trickbetrügerisch erschlichen habe und, und, und. Habe jede verschiedene Behandlungen hinter mir, aber nix hilft. Leider auch keine Schmerztabletten, sonst könnte ich mir wenigstens für die Nacht welche reinschleudern und Ruhe haben.
Tja, diese Rückenpinne habe ich jetzt schon seit über 2 1/2 Jahren und sie sind meistens so schlimm, dass ich nachts kein Auge zukriege und über die Jahre hinweg, hat mich das richtig fertig gemacht. Ich bin einfach nicht mehr der Mensch der ich mal war.
Einige Monate waren so schlimm, dass ich mir schon eine Brücke ausgesucht habe, von der ich springen werde. Ich konnte diesen Schmerz einfach nicht mehr ertragen. Nicht nur das ich nicht mehr konnte, ich wollte ihn auch nicht mehr länger ertragen müssen.
Also einen riesigen Hut ab, vor den Leuten die schwer krank sind und ständig Schmerzen ertragen müssen und trotzdem ihr Leben versuchen zu meistern und Hoffung haben. Ich könnte das nicht. Ich würde aufgeben.
Beim Durchhalten hilft mir mein Sohn, er ist jetzt 11 und der braucht seine Mama noch.
Jetzt habe ich euch doch voll gelabert, aber es waren ja auch einige Fragen da, die ich damit auch beantworten wollte.
Ich wünsche euch eine gute Nacht. Meine wird wohl wieder knapp ausfallen, wie immer …