Haben Ostdeutsche kein Schamgefühl?

Oder wie interpretiert ihr die Forderung nach der
35 Stunden Woche zum gegenwärtigen Zeitpunkt?
Kann es sein, dass ‚manche‘ nie genug bekommen?

Grüße

Caro

Oder wie interpretiert ihr die Forderung nach der
35 Stunden Woche zum gegenwärtigen Zeitpunkt?
Kann es sein, dass ‚manche‘ nie genug bekommen?

Hast du einen an der Waffel? Mal ehrlich.
Ist es irgendwo etwas schlechtes, wenigstens dasselbe zu fordern, das auch andere haben (oder täusche ich mich? Metall-West hat 35h-Woche?)? Außerdem ist die Produktivität höher. Wieso sollen die sich für ihre Forderungen schämen? Kommt irgendwo ein Neid durch?

unverständlich grüßend:
Frank

Haben Gewerkschafter kein Hirn?

Hast du einen an der Waffel? Mal ehrlich.
Ist es irgendwo etwas schlechtes, wenigstens dasselbe zu
fordern, das auch andere haben (oder täusche ich mich?
Metall-West hat 35h-Woche?)? Außerdem ist die Produktivität
höher. Wieso sollen die sich für ihre Forderungen schämen?
Kommt irgendwo ein Neid durch?

Die westdeutsche Metallindustrie reibt sich schon die Hände: Derzeit haben die ostdeutschen Betriebe aufgrund der 38 Stunden-Woche einen Wettbewerbsvorteil von 9%. Gestern beim Kundenbesuch (Automobilzulieferer) fielen seitens des Kunden folgende Worte: „Wir freuen uns einerseits über den Streik und die folgende Einführung der 35 Stunden-Woche, weil dann der Vorteil für die ostdeutschen Betriebe wegfällt. Andererseits kaufen Arbeitslose keine Autos.“

Du kannst nicht einerseits die Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland bejammern und andererseits einen der wenigen Gründe (aus Sicht der Unternehmen), warum man in Ostdeutschland eher einen Betrieb aufmachen sollte als im Westen, abschaffen wollen.

Daß bei einer Einführung der 35 Stunden-Woche Arbeitsplätze geschaffen werden, ist eine Mär, die nie belegt werden konnte. Zumal man 12 gleichartige Arbeitsplätze haben müßte, um auch nur einen neuen Arbeitsplatz zustandezubekommen (38-35=3, 35/3~12).

Gruß
Christian

Hallo exc,

Die westdeutsche Metallindustrie reibt sich schon die Hände:
Derzeit haben die ostdeutschen Betriebe aufgrund der 38
Stunden-Woche einen Wettbewerbsvorteil von 9%. Gestern beim
Kundenbesuch (Automobilzulieferer) fielen seitens des Kunden
folgende Worte: „Wir freuen uns einerseits über den Streik und
die folgende Einführung der 35 Stunden-Woche, weil dann der
Vorteil für die ostdeutschen Betriebe wegfällt. Andererseits
kaufen Arbeitslose keine Autos.“

Kommt doch immer drauf an wie man was verkauft. Ganz so eindfach ist die Sache wirklich wieder nicht.
Fakt ist, dass die hier entstehenden Betriebe nicht nur wettbewerbsfähig, sondern eigentlich noch moderner sind. Dass der Vorteil wegfällt, ist nicht zwingend, das gibt viele dahinein gehende dinge. Interessant ist die allgemeine entwicklung - und die geht wohl schneller bergauf als derzeit im Westen. Ich sehe das daher nicht ungerechtfertigt.
Arbeitsplätze werden eh nur geschaffen, wenn der Bedarf auch da ist. nicht andersherum - das muß geplant werden. daran hapert es aber.

Gruß
Frank

Hallo,

  1. ist das die Schnapsidee von Gewerkschaftsfunktionären, die zum Großteil aus dem Westen stammen (oder meinst Du, an solche Posten lässt man Ossis?)
  2. sprechen sich massenhaft Betriebsräte und Arbeiter im Osten GEGEN die Initiative aus
  3. war es ein Westkanzler, der „blühende Landschaften“ versprochen hat

Bevor Du also so furchtbar nett über unserereinen schreibst, wäre es hilfreich, erst mal die Nachricht hinter der Nachricht zu lesen/hören/sehen.

Gruß,
Micha

von wegens vermeiden von Missverständnissen…
Hi,

solltest u meinen Artikel oben lesen:Ist es irgendwo etwas schlechtes, wenigstens dasselbe zu

fordern, das auch andere haben (oder täusche ich mich?
Metall-West hat 35h-Woche?)?

nein, bis dahin bin ich beinahe Deiner meinung.

AAABER! Meiner Meinung nach sollte hier eher der Westen dem Osten angeglichen werden.

Kommt irgendwo ein Neid durch?

Bei mir nicht, ich darf eigentlich 40h arbeiten, derzeit aber nur 36 - allerdings gänzlich ohne Lohnausgleich. Die 300 Leute, die auf Grund dieser vereinbarung weiter hier Arbeit haben, sind durchaus zufrieden :wink:.

Gruß,
Micha

Schamgefühl?
hallö,

Oder wie interpretiert ihr die Forderung nach der
35 Stunden Woche zum gegenwärtigen Zeitpunkt?
Kann es sein, dass ‚manche‘ nie genug bekommen?

mich täte mal interessieren, wie oft und vehement diverse „west“-gewerkschaften incl. ihrer mitglieder in den letzten monaten/ jahren für mehr lohn/ gehalt gestreikt bzw. demonstriert haben, während nicht wenige arbeitnehmer im „osten“ ob ihrer forderungen und ihrem recht immer wieder in die röhre schauen 8und hier geht es im moment „nur“ um arbeitszeitangleichung)?

auf welcher seite sollte schamgefühl vorhanden sein?

CIAo

Hallo Carolin,

ich zitiere in solchen Fällen immer ganz gerne das Grundgesetz:

Artikel 3 - Gleichheit vor dem Gesetz - Absatz 3:

„Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung , seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft , seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“

Oder wie interpretiert ihr die Forderung nach der
35 Stunden Woche zum gegenwärtigen Zeitpunkt?

Ich persönlich halte die 35-Stunden-Woche an sich für wenig hilfreich im politisch-ökonomischen Sinne. Aber interpretieren, wie Du es wissen möchtest, würde ich sie dahin gehend, dass es sich um eine grundsätzlich gerechte Forderung handelt. Für mich stellt sich vielmehr die Frage, wer hier wem sinnvollerweise „angepasst“ werden sollte.

Was, bitte schön, hat das denn mit „Schamgefühl“ zu tun? Pure Polemik!

Kann es sein, dass ‚manche‘ nie genug bekommen?

Ja, genau!! Und immer natürlich der Andere, oder?

Viele Grüße
Jana

Hallo Caro,

ob die Ignoranz wirtschaftlicher Zusammenhänge und Zwänge eine ostdeutsche Spezialität ist, weiß ich nicht. Allemal ist die Einstellung, den ausbeutenden Arbeitgebern etwas abtrotzen zu müssen, hier weit verbreitet. Solches antiquierte Feindbild machen sich Gewerkschaften nutzbar, um dem Mitgliederschwund vorzubeugen.

Die einfachsten wirtschaftlichen Zusammenhänge sind hier in den neuen Ländern vielen Menschen unklar. Das gilt übrigens auch für etliche Behörden. An vielen alltäglichen Kleinigkeiten sind gleichgültiger Schlendrian und Versorgungsmentalität zu bemerken. In diesem Umfeld läßt sich hervorragend eine latent vorhandene Neidmentalität schüren. Genau das ist im Moment das Geschäft des DGB

Gruß
Wolfgang

haben wir nicht,aber erklär du mir mal Sätze wie „die Produktivität
im Osten ist immer noch geringer“, woran liegt das? Die Maschinen
sind doch mittlerweile die gleichen wie im Westen und fauler sind wir
auch nicht als ihr Wessis. Kann es sein das daß an den niedrigeren
Löhnen und der längeren Arbeitszeit liegt? Ich weiss die Antwort
nicht.

Kann es sein, dass ‚manche‘ nie genug bekommen?

Ich denke da spielt die Angst der Gewerkschaft noch mehr Mitglieder
zu verlieren eine große Rolle. Meinst du die Gewerkschaften glauben
ernsthaft mit der 35h Woche durchzukommen? Ich bin mir da nicht
sicher. Die Gewerkschaftsbosse sitzen übrigens im Westen, wenn ich
mich nicht irre.

Gruss Jan

Hallo,

ob die Ignoranz wirtschaftlicher Zusammenhänge und Zwänge eine
ostdeutsche Spezialität ist, weiß ich nicht. Allemal ist die
Einstellung, den ausbeutenden Arbeitgebern etwas abtrotzen zu
müssen, hier weit verbreitet. Solches antiquierte Feindbild
machen sich Gewerkschaften nutzbar, um dem Mitgliederschwund
vorzubeugen.

naja, was heisst hier „antiquiertes Feindbild“, bist du nicht
bestrebt die Ausgaben für deine Angestellten möglichst gering zu
halten?
Willst du nicht deinen Profit maximieren? Die Arbeitgeber sind doch
auch keine Samariter. Von der Seite ist eine starke
Arbeitnehmervertretung wichtig, auch wenn deren Bosse anscheinend
manchmal den Kontakt zur Realität verlieren.

Die einfachsten wirtschaftlichen Zusammenhänge sind hier in
den neuen Ländern vielen Menschen unklar. Das gilt übrigens
auch für etliche Behörden. An vielen alltäglichen
Kleinigkeiten sind gleichgültiger Schlendrian und
Versorgungsmentalität zu bemerken. In diesem Umfeld läßt sich
hervorragend eine latent vorhandene Neidmentalität schüren.
Genau das ist im Moment das Geschäft des DGB

Das ist doch im Westen genauso, das ausspielen und aufhetzen
funktioniert doch in beide Richtungen.

„Die Ausländer/Ossis/Wessis/… sind schuld/faul/…“ -> ich kann es
einfach nicht mehr hören.

Gruss Jan

…bestrebt die Ausgaben für :deine Angestellten möglichst :gering zu halten?

Willst du nicht deinen Profit maximieren? Die Arbeitgeber sind doch auch keine Samariter.

Hallo Jan,

natürlich haben wir es nirgends mit Samaritern zu tun, sondern mit Leuten, die Gewinn erzielen wollen. Abgesehen von kurzfristig absahnenden Glücksrittern ist ein Unternehmer i. d. R. auf den dauerhaften Bestand seines Unternehmens bedacht. Das kann nur in einem wirtschaftlich gesunden Umfeld funktionieren. Kein vernünftiger Mensch treibt Kosten egal für was unnötig in die Höhe, wird aber aus den genannten Gründen auch nicht auf Biegen und Brechen reine Gewinnmaximierung betreiben. Wer langfristig überleben will, muß z. B. in Produktentwicklung investieren und für ordentlichen Qualitätsstandard sorgen. Dafür braucht man motivierte, erfahrene Leute, die angemessen bezahlt werden. Auch bei externen Dienstleistungen ist nicht der Preis allein entscheidend. Preis und Leistung müssen in angemessenem Verhältnis zueinander stehen. Bei aller Angemessenheit muß das Unternehmen in der Lage sein, den Preis zu bezahlen. Genau da sind wir am Punkt: Eine Schwäche vieler Unternehmen ist die zu schmale Eigenkapitalbasis. Diese Unternehmen nehmen dauernd Kredit in Anspruch. Für andere Betrachtungen muß man differenzieren. Firmen mit hohem Automatisierungsgrad und eher geringen Personalkosten werden Kostensteigerungen beim Personal eher verdauen als lohnintensive Betriebe. Wenn es der Markt hergibt, müssen die Preise steigen. Gibt der Markt die Weitergabe einer Kostensteigerung nicht her, hat der Betrieb ein Problem.

Es hilft nicht, den Mantel des Schweigens darüber auszubreiten: 40 Jahre leistungsunabhängiger Rundumversorgung haben ihre Spuren in vielen Menschen hinterlassen. Ich erlebe jeden Tag, wie gesellig die Menschen hier sind. Feiern können sie, wie ich es nie vorher erlebte. Trinkfest sind sie auch. Es läßt sich leben. Die Arbeit hat hier aber keiner erfunden. Die Menschen machen das unbedingt Notwendige und keinen Handschlag mehr. Ein Angestellter sieht, da ist etwas defekt. Es wird den Mitarbeiter nicht weiter stören, er ist ja nicht zuständig. Lauter ziemlich müde Jagdhunde, die man zur Jagd tragen muß.

Gruß
Wolfgang

nachgerechnet
Hallo nochmal,

Tatsache bleibt, daß keine Arbeitsplätze geschaffen werden. Wird nun die 35 Stunde-Woche eingeführt, muß die gleiche Arbeit in weniger Zeit gemacht werden. Wenn´s geht, haben die Leute die Zeit nur verbummelt, wenn es nicht geht, entstehen Überstunden, die das Unternehmen Geld kosten, mal abgesehen davon, daß man ja den „vollen Lohnausgleich“ will. Das ist eine der verlogensten Formulierungen der letzten 20 Jahre. Ein „voller Lohnausgleich“ hieße im normalen Sprachgebrauch, daß man am Ende für weniger Arbeit weniger Geld bekommt. Aber nein, hier ist es so gemeint, daß der Stundenlohn so angehoben wird, daß am Ende der 35 Stunden das gleiche rauskommt, wie vorher bei 38 Stunden. Das sind die erwähnten 9%. Also belastet man die Unternehmen mit 9% und im Zweifel sind für die gleiche Arbeit noch Überstundenzuschläge zu zahlen. Der helle Wahnsinn.

Noch eine kleine Rechnung für zwischendurch: Der Personalkosten am Umsatz liegt bei der Metallbranche irgendwo um die 45%. Damit bedeutet die 35 Stunden-Woche einen Renditeverlust von knapp 4%. Das ist mehr als die meisten Unternehmen in der Branche verdienen. Also: Entweder Personalabbau oder Unternehmen pleite.

Gleichberechtigung in allen Ehren, aber hier sollte im Westen eher nach oben angeglichen werden, als im Osten nach unten.

Gruß
Christian

nee, bitte nicht :smile:
Hallo exc,

Noch eine kleine Rechnung für zwischendurch:

Bitte glaube es mir einfach, dass du im Umgang mit Geld Mathematik sein lassen kannst. Die Wirkung funktioniert nie nach dem Rechenergebnis. Philosophisches Problem.

Gruß
Frank

Hallo Wolfgang,

Es hilft nicht, den Mantel des Schweigens darüber
auszubreiten: 40 Jahre leistungsunabhängiger Rundumversorgung
haben ihre Spuren in vielen Menschen hinterlassen. Ich erlebe
jeden Tag, wie gesellig die Menschen hier sind. Feiern können
sie, wie ich es nie vorher erlebte. Trinkfest sind sie auch.

sonst wären sie auch keine echten Mecklenburger, aber was hat das mit
„40 Jahre leistungsunabhängiger Rundumversorgung“ zu tun?
Auch in Wessiland wirst du Gegenden finden in denen mehr getrunken
und gefeiert wird als in anderen.

Ausserdem ist „leistungsunabhängiger Rundumversorgung“ Blödsinn, da
wo ich gearbeitet habe wurde nach Leistung bezahlt, es gab
regelmässig Streit wer welche Wochenendschicht übernehmen durfte ->
weils da mehr Knete gab. Und jeder hat auch versucht möglicht gute
Qualität zu liefern(bei pfusch gabs Abzüge). Gut es gab auch andere
Abteilungen in denen es vor Faulpelzen nur so wimmelte. Aber es haben
nicht alle nur dagelegen und gewartet das ihnen die gebraten Tauben
in den Mund fliegen.

Es läßt sich leben. Die Arbeit hat hier aber keiner erfunden.

+’#

Die Menschen machen das unbedingt Notwendige und keinen
Handschlag mehr. Ein Angestellter sieht, da ist etwas defekt.
Es wird den Mitarbeiter nicht weiter stören, er ist ja nicht
zuständig. Lauter ziemlich müde Jagdhunde, die man zur Jagd
tragen muß.

Möglicherweise sind die Leute in McPomm anders als in Sachsen, hier
ist das jedenfalls nicht so. Und ich bin auch nicht so.

Gruss Jan

Gegenfrage

Bitte glaube es mir einfach, dass du im Umgang mit Geld
Mathematik sein lassen kannst. Die Wirkung funktioniert nie
nach dem Rechenergebnis. Philosophisches Problem.

Du meinst also, daß sich steigende Lohnkosten aus philosophischen Gründen anders umlegen, als es nach der Mathematik ergibt? Interessante Theorie. Ich bitte darum mir beim nächsten mal zu erklären, warum sich mein Nettolohn nach rein mathematischen Grundsätzen gemäß den erhöhten Rentenbeiträgen reduziert.

Nichts anderes passiert nämlich bei den Unternehmen und zwar nicht nur nach einer Reduzierung der Wochenarbeitszeit, sondern auch nach Tarifabschlüssen.

Gruß
Christian

Oder wie interpretiert ihr die Forderung nach der
35 Stunden Woche zum gegenwärtigen Zeitpunkt?
Kann es sein, dass ‚manche‘ nie genug bekommen?

Hi Carolin,

Deine provokative Frage müsste eigentlich an die Gewerkschaften gestellt werden. Wie bisher im Westen üblich - so auch in den östlichen Bundesländern - werden Forderungen von Funktionären gestellt. Es imponiert natürlich den Mitgliedern wenn für sie 35 Stunden gefordert werden, auch wenn den Funktionären schon heute wohl klar ist, dass es nicht unter die übliche Tarifzeit im „alten“ Tarifgebiet geht. Man ( DGB) mobilisiert und am Ende wird eben festgestellt, dass mehr nicht ging.

Andererseits muss ich hier auch feststellen, dass ich es nicht nachvollziehen kann, weshalb jemand in einem Betrieb in Sachsen ( als Beispiel ) in einem Betrieb der funktioniert und Gewinne macht bei gleicher Arbeit wie in den alten Ländern weniger verdienen soll. Mir ist aber auch nicht nachvollziehbar, weshalb im Westen Betriebe, die am Rande der Existenz rudern mehr zahlen müssen als gutgehende Unternehmen in den neuen Bundesländern nach Tarif bezahlen dürfen.

Wir haben die Wiedervereinigung gewollt. Wir haben bis zur Wiedervereinigung stets von den „armen Brüden und Schwester“ gesprochen, manche haben sogar gemeint sie müssten bis zum Mauerfall Zucker oder Mehl an Verwandte senden. Wir haben bis heute nicht begriffen - viele von uns - auch in der Politik - solange die neuen Bundesländer nicht dem Niveau der alten Bundesländer angepasst sind, solange wird es in DE nicht nach oben gehen. Die schlechte Situation in einigen Regionen im Osten, auch die hohe Arbeitslosigkeit, wirkt sich auf die Gesamtsituation unseres Landes aus. Also können wir vernünftige Lösungen nur unterstützen. Ein Schamgefühl muss kein Ossi haben.

Gruss Günter

Hi,

Du meinst also, daß sich steigende Lohnkosten aus
philosophischen Gründen anders umlegen, als es nach der
Mathematik ergibt? Interessante Theorie.

Logo. Die werden doch woanders in gleicher Höhe wieder ausgegeben, oder nicht?

Ich bitte darum mir
beim nächsten mal zu erklären, warum sich mein Nettolohn nach
rein mathematischen Grundsätzen gemäß den erhöhten
Rentenbeiträgen reduziert.

Dreimal darfst du raten :smile: Könnte es daran liegen, dass sich dieses Wirtscvhaftssystem zu einem Zusammenbruch hinentwickelt?

Nichts anderes passiert nämlich bei den Unternehmen und zwar
nicht nur nach einer Reduzierung der Wochenarbeitszeit,
sondern auch nach Tarifabschlüssen.

dito

Gruß
Frank

Du meinst also, daß sich steigende Lohnkosten aus
philosophischen Gründen anders umlegen, als es nach der
Mathematik ergibt? Interessante Theorie.

Logo. Die werden doch woanders in gleicher Höhe wieder
ausgegeben, oder nicht?

Die Frage zielt wohl darauf ab, daß durch höhere Einnahmen der Mitarbeiter irgendwann auch die Umsätze des Unternehmens steigen, weil die Mitarbeiter mehr Geld in der Wirtschaft lassen. Das ist bei Unternehmen der metallverarbeitenden Industrie - wenn überhaupt - nach Monaten oder Jahren spürbar, weil die Produkte nicht für den Endverbraucher geschaffen werden. Damit kann das für einzelne Unternehmen schon zu spät sein.

Davon abgesehen 2 Szenarien:

  1. Die Leute waren vorher nicht ausgelastet.

Weniger Arbeitszeit aber gleichviel Arbeit für gleichviel Geld. Effekt für das Unternehmen: Keiner. Effekt für die Arbeitnehmer: Keiner, außer daß sie drei Stunden zuhause und nicht auf der Arbeit faulenzen. Langfristiger Effekt: Der Unternehmer denkt sich, daß er die Arbeitszeit weiter verkürzen kann und entläßt solange Leute, bis diese anfangen, Überstunden zu schieben.

  1. Die Leute waren vorher ausgelastet.

a) Es werden keine Überstunden gemacht
Effekt für den Arbeitnehmer: Weniger Arbeitszeit und weniger Arbeitsleistung, gleiches Gehalt. Effekt für den Unternehmer: Weniger Umsatz bei gleichen Personalkosten --&gt:stuck_out_tongue_winking_eye:roblem

b) Es werden Überstunden gemacht.
Effekt für den Arbeitnehmer: Gleiche Arbeitszeit und Arbeitsleistung, mehr Geld. Effekt für den Unternehmer: Gleicher Umsatz, höhere Personalkosten --> Problem

Ich bitte darum mir
beim nächsten mal zu erklären, warum sich mein Nettolohn nach
rein mathematischen Grundsätzen gemäß den erhöhten
Rentenbeiträgen reduziert.

Dreimal darfst du raten :smile: Könnte es daran liegen, dass sich
dieses Wirtscvhaftssystem zu einem Zusammenbruch
hinentwickelt?

Das ändert an der Funktionsweise des Gehaltabrechnungsprogramms meiner Kollegin nichts, das für mich immer kleinere Nettobeträge auswirft.

Gruß
Christian

Hi,

Möglicherweise sind die Leute in McPomm anders als in Sachsen,
hier ist das jedenfalls nicht so.

Hö! Du kannst doch die nativen Ureinwohner nördlich von Dessau nicht mit einer hochentwickelten Zivilisation im Südosten des Landes gleichsetzen!

Und ich bin auch nicht so.

dito :smile:

Frank