Haferkleie/Magerquark

Hallo,

ich habe folgende Frage(n), ich sollte momentan wegen größerer
Magenprobleme Haferkleie und Magerquark essen. Dazu habe ich 2 Fragen:

  1. Im Reformhaus gibt es 5-6 verschiedene Haferkleie-Anbieter,
    ist das denn qualitativ alles gleich oder gibt`s Kriterien für
    die Qualität?
  2. Wer kennt denn Unterschied (in der Wirkung) zwischen Magerquark,
    der ja eher unlecker ist und 20%igem Speisequark, der sich ja viel leichter ißt??
    Danke im vorab

Hi,

  1. Im Reformhaus gibt es 5-6 verschiedene Haferkleie-Anbieter,
    ist das denn qualitativ alles gleich oder gibt`s Kriterien für
    die Qualität?

Gibt es sicherlich! Vom Bio-Produkt über „bei Vollmond hergestellt“ bis hin zum Massenartikel vom Aldi. Auch von der „Größe“ der einzelnen Kleie gibt es sicherlich Unterschiede. Hierfür müsste man aber sich die Packung vornehmen oder direkt im Reformhaus nachfragen.

  1. Wer kennt denn Unterschied (in der Wirkung) zwischen
    Magerquark,
    der ja eher unlecker ist und 20%igem Speisequark, der sich ja
    viel leichter ißt??

Die Antwort hast du dir doch schon selbst gegeben! In dem einem sind 20% Fett enthalten, das die Sache eben so schön fettig-flutschig den Hals runter rutschen lässt. Es gibt auch noch Sahnequark, der noch besser mundet.

Bzgl. Wirkung kann ich dir nichts sagen, da ich nicht weis, was du überhaupt damit erreichen willst. Die einzige Wirkung, die ich kenne ist, dass der eine Quark sich links und rechts auf der Hüfte ablagern kann.

Gruß
Falke

Magerquark
Hallo,
nur zum Quark - ein bisschen Sprudel dazu und das Zeug schmeckt bedeutend besser (und klebt nicht am Gaumen fest *g*). Exquisa hat auch Magerquark Varianten, die deutlich besser schmecken als der 0815 Magerquark (andere Hersteller sicher auch).

Gruss
Enno

Hallo Tom,

Haferkleie zusammen mit viel Flüssigkeit wird empfohlen, wenn jemand zu Verstopfung neigt. Könnte es daher sein, dass dein Arzt Haferschleim meinte? Der Anbieter spielt zunächst keine Rolle. Bei Ökotest oder Stiftung Warentest ist der teuerste Anbieter selten auch der beste, also kauf die preiswerte Ware.

Wenn die Diagnostik rund um den Magen keine pathologischen (krankhaften) Befunde ergeben hat, aber die Beschwerden über Wochen und Monate bestehen bleiben, lautet die Ausschlussdiagnose häufig (nervöser) Reizmagen. Gelegentlich werden schleimhautschonende Gele verabreicht oder zwischendurch Säureblocker, die je nach Situation mit Bedacht zu nehmen sind, da sie die Eisenaufnahme aus der Nahrung verhindern.

Früher bekam man eine sog. Magenschonkost verordnet, die aus Haferschleim (nicht Haferkleie), Reis, Weißbrot, Milchsuppen, säurearmen Kompotten, Zwieback, evt. auch zarten Erbsen, wenig gedünstetem Fleisch, usw., Fenchel- und Kamillentee und stillem Wasser bestand.
Heute weiß man, dies ist eine Mangelernährung, der die Vitamine und Mineralien aus Obst und Gemüse fehlen.

Hat man allerdings akute starke Probleme, so kann die o. g. Ernährungsform vorübergehend praktiziert werden. Wenn auch Durchfall im Spiel ist, muss die Ernährung auch kurzzeitig fettfrei sein.

Magerquark kann in der Situation für eine gute Eiweißversorgung genutzt werden. Magerquark enthält statt des Fettes einen höheren Eiweißanteil. Er wird natürlich zubereitet, mit etwas fettarmer Milch verrührt, damit er eine angenehme Konsistenz bekommt. Wenn er als Brotaufstrich verwendet wird, kann man ihn mild würzen und mit verträglichen Kräutern (kein Pfeffer, keine Zwiebeln) zubereiten. Als Quarkspeise kann er mild gesüßt werden und mit Kompott oder säurearmen Früchten (keine Zitrusfrüchte) gegessen werden.

Es empfielt sich bei akuten Problemen Kamillentee, Fencheltee und/oder stilles Wasser zu trinken.
Man verzichtet auf scharfe oder fette Speisen und isst nur kleine Mengen. Verzicht auf Alkohol, Nikotin, Aspirin, Rheumamittel, Fruchtsäfte und Kaffee.

Sobald die Situation es zulässt, ernährt man sich wieder möglichst ausgewogen mit säurefreiem Obst, zartem Gemüse, Quark, wenig Fleisch, und auch mit Vollkornbrot (das Korn sollte gemahlen oder geschrotet sein).
Man meidet weiterhin scharf Gewürztes, Gebratenes, Fettes, Saures, schwer Verdauliches, ebenso wie Genussmittel oder stark gezuckerte Speisen, die die Magensäureproduktion steigern bzw. den Magen reizen.

In der Regel hilft hier langfristig und wirkungsvoll erst eine Ortsveränderung, Situationsveränderung, Abschalten, Verbesserung des persönlichen Umfeldes, wenn wie bereits gesagt, alles Pathologische (Zwerchfellbruch, Geschwüre, Entzündungen, Neubildungen, usw.) ausgeschlossen werden konnte.

Gute Besserung wünscht

Renate

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Hallo Renate,

vielen Dank für diese Info`s und die damit verbundene Arbeit,

war sehr hilfreich :smile: