Hallo Agnes,
ja, stimmt, Sie haben mit all Ihren Bedenken recht und all diese Sachen sind auch mir durch den Kopf gegangen und genau deswegen habe ich auch überlegt, die ganze Sache anzufechten.
Sicherlich, weiß man nie, wie sich die Zeiten verändern werden, aber im Moment sind wir gut abgesichert, dass im Falle des Todes meines Partners(nur als Beispiel) wir uns trotzdem keine Gedanken machen müßten, also finanziell zumindest nicht. Was Organspende etc. angeht, da kann es ja auch trotzdem sein, dass derErzeuger, trotz zahlender Teil, nicht spenden würde (was auch ganz realistisch ist). Von dem her, fällt dieser Punkt also auch raus. Was das Erbe angeht, nun, unser Kind soll lernen, dass geld nicht vom Himmel fällt, sondern von vielen Menschen hart erarbeitet werden muss. Ich möchte nicht, dass es Geld von einer Familie bekommt, die es vielleicht nie kennengelernt hat. Das wäre hinterhältig und unsozial der anderen Familie gegenüber.
Ich finde es wirklich super von Ihnen, dass Sie sich solchen Gedanken um meinen Fall machen. Sie haben mir sehr geholfen bei allem, was man bedenken sollte und je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr komme ich zu dem Punkt, dass ich eine Vaterschaftsklage nur machen würde, um diesem Mann klar zu machen, dass mein Kind, auch sein Kind ist. Es geht mir nicht ums Geld, es geht mir darum, dass wenn mein Kind groß genug ist und ich ihm die Wahrheit sagen muss, es auch einen Beweis hat.
Aber ob es wert ist, für diesen Beweis, so einen Weg zu gehen, tausende von Euros zu zahlen, eine Familie zu zerstören, evtl. unsere Eltern zu enttäuschen, vielleicht auch unsere Familie zu zerstören…etc…da bin ich mir gar nicht sicher.