In der Schule haben spielen wir im SPortunterricht Handball (Jgs. 11). Da die meisten aber noch nie gespielt haben, ist bei uns überhaupt kein Spielfluss drin. Es gibt nur Fehlpässe, keiner bleibt auf seinen Positionen und es herrscht überhaupt keine Kommunikation zwischen den SPielern. Einmal ganz davon abgesehen, dass die Torhüter sowieso keinen Ball halten, sondern er vor jedem Wurf flüchten. Ein weiteres Problem ist, dass wir rund 15-20 SChüler/innen sind und somit nicht alle spielen können. Und keiner möchter halt ins Tor, oder auf die Außenpositionen, weil die sowieso keinen Ball erhalten. Da anscheinend unsere Lehrerin zu faul ist sich Problemlösungen auszudenken, hat sie uns (über die Ferien!!!) aufgegeben, dass wir Spiele und Trainingsmöglichkeiten erfinden sollen, wie man diese zahlreichen Probleme beheben kann. Vielleicht habt Ihr (da sind doch sicherlich einige Handballprofis unter euch) Ideen und Anregungen.
Mit einem Haufen Chaoten kann man kein Spiel zustandebringen. Das habe ich schon in verschiedenen Bereichen gesehen, vor allen Dingen im Sportunterricht.
Es hilft alles nix. Der oder die Lehrerin muss sich mal durchsetzen.
Macht Mannschaftsspiele. Teilt Euch ein. Bei zwanzig Leuten bildet 3 Mannschaften mit 2 FESTEN Torwaerten.
Immer 2 Mannschaften gegeneinander antreten lassen. Den Ball laufen lassen von ganz links nach ganz rechts mit immer wieder antaeuschen OHNE auf das Tor zu werfen, damit die Abwehr mal merkt wie man sich ueberhaupt am besten formiert.
Spaeter dann Gruppentaktiken einfuehren bis man schlussendlich Spiele machen kann.
Hallo Christian,
vor Diesem Problem stehst nicht nur Du und Dein Lehrer, sondern es ist eigentlich ein Problem vor dem jeder Jugendtrainer steht, egal welche Sportart. 15-20 Kinder in der Halle, vielleicht nur eine halbe Halle, Eltern geben Ihre Kinder ab, kümmern sich um nix und Maulen, wenn am Wochenende die Spiele verloren gehen usw.
Aber zu Deinem Problem:
Erst mal müsste man wissen, ob Ihr das nur ein paar Schulstunden im Sportunterricht macht, oder ob Ihr eine AG-seid, also langfristig Handball spielen oder erlernen wollt.
Aber Grundsätzliches:
Damit der Spass an diesem Sport (und auch bei anderen) entdeckt wird, muss man erfolge haben. Ein erfolg ist nicht immer ein Spiel zu gewinnen, sondern Zweikämpfe gewinnen usw.
Für einen Torspieler heisst dies, er muss einen Ball abwehren. Hier also z.B. Wurfdistanz erhöhen.
Anspielen des Aussenspielers ist auch ein gewisses Sozialverhalten. Wie kann man sowas erreichen? Spiele in kleinen Gruppen (3 o. 4 Spieler, z.B. Zehnerball, Ball in die Kiste legen, Fangenspiele mit Abwerfen in Kleingruppen) usw. Bei solchen Spielen immer mehr Handballregeln mit einbringen.
Bei den Übungen aber darauf achten, dass eine Leistungsgleichheit besteht (nicht gerade Jungen gegen Mädchen o. 2-Metermann gegen Gartenzwerg).
Ein paar Vorschläge, die sich beim Fußball ganz gut bewährt haben :
Erstmal ganz ohne Tore, ganz ohne Torhüter, wie American Football (natürlich entschärft), nur den Ball in die gegnerische Grundzone „tragen“. Das heißt : Der ballführende Spieler darf nur maximal drei Schritte laufen und muß dann abgeben. Kann man dann steigern - drei Schritte, tippen, nochmal drei Schritte - übt schon für Handball.
Zweite Variante : Hindernisse, wie Seil zum Drüber-, Kasten zum Durch-, Drüber- oder Sonstwie, aufbauen. Vor dem Torwurf muß mindestens ein Hindernis überwunden werden (mit Ball!).
Dann für die Erfolgserlebnisse des Torhüters die Variante „französisch“ (so nannten wir das) - Tore dürfen nur per Kopfball erzielt werden. Steigert das Selbstbewußtsein des TW ungemein; im Nischel sitzt längst nicht soviel Gewalt, und Zielen ist auch schwieriger.
Für die Steigerung der Kommunikation : Vier Kästen an vier Wänden der Halle (diese Dinger zum Drüberhüpfen, Du weißt, nur ohne Deckel, seitlich aufgestellt). Das sind die Tore. Vier Mannschaften, die alle gegeneinander gleichzeitig spielen. Keine Torhüter. Gesteigerte Variante : mit mehr als einem Ball. Alle sind beschäftigt, keiner muß ins Tor, organisiertes Chaos - macht Riesenfunz.