Handy für 10jährige

Hallo Ihr,

meine kleine Schwester (10) wünscht sich zu Weihnachten ein Handy…, alle ihre Freundinnen haben eins (lauter Kinder aus „betuchten“ Familien) und jetzt will sie halt auch eins.

Abgesehen davon, dass ich der Meinung bin, dass das nix als Überflüssig ist, dass 10-11 Jährige Kinder ein Mobiltelefon besitzen, frage ich mich, was in den Köpfen der Eltern vor geht, ihren Kindern in dem Alter bereits ein Handy zu geben.

Das Argument meiner Schwester ist, wenn sie den Schulbus verpasse, könne Sie daheim anrufen, damit man sich keine sorgen macht und sie evtl. abholen kann.

Die andere Seite ist die, dass die Schule grade mal 3 km von unserem Wohnort weg ist, und … *inErinnerungschwelg* ich bin auch auch auf die Schule gegangen und wie oft musste ich heimlaufen, weil der Bus zu voll war oder, weil die Lehrer den Unterricht überzogen hatten und der dann schon weg war… Ich bin auch groß geworden…! Klar, meine Eltern hatten sich auch sorgen gemacht, aber ich wusste, wie man ne Telefonzelle bedient und wenn keine Karte, Kleingeld oder Zelle da war, dann wars halt Pech für alle…

Weiter ist es so, dass meine Schwester nur ein kleines Taschengeld bekommt; ca 5 Euro alle 3 Wochen und das erst seit diesem Jahr (es ging einfach finanziell bei meinen Eltern nicht anders), sie hat überhaupt keinen bezug zum geld…

Was meint Ihr… Handy oder nicht und warum???

Für Meinungen dankbar

Kat

Hallo kat,

der Wunsch deiner Schwester ist verständlich, da man gerne das hat „was alle haben“.
Und das ist m.E. auch schon der einzige Grund der dafür spricht.

Ansonsten halte ich es für unverantwortlich hier etwas zu verschenken was solche „Folgekosten“ verursacht.
Die Kiddies heute sind ja wohl eindeutig Zielgruppe Nr.1 für den ganzen Schnickschnak drum rum (Klingeltöne, Sreensaver, Games, und co.).
Dann vom SMS-Fieber gepackt… aua!

Ich verstehe auch die Eltern nicht, die so was Kindern geben - damit sich die ELTERN (die Kinder sind ja wohl kaum die Angsthasen) sicherer fühlen.

In anbetracht des „finanziellen Spielraums“ deiner Schwester… never!

Gruß Ivo

Hallo, kat!

Kein einfaches Thema; gabs hier schon mehrfach (guggst du hiär: http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…)

Gehen Kids wirklich dran, wenn „Mama“ im Display steht?
Verlieren Kids wirklich den bezug zu Geld, weil Oma und Opa immer Karten schenken?
Schürt man wirklich die Gefahr der SMS-Sucht?
Alles Gegenfragen zu potentiellen Fragen dieses Themas. Meine Zusammenfassung dessen: Jede Generation hatte ihre (technischen) Neuerungen, mit denen der Nachwuchs umzugehen lernen mußte. Mal war es der C64, der Gameboy - nun sinds die Handys.
Aufgabe sollte es nicht sein, technische Neuerungen zu bewerten, sondern den verantwortungsvollen umgang damit klarzumachen. Ein Beispiel: wenn Oma und Opa z.B. dahingehend geimpft werden, eben NICHT eine neue Karte für das Handy zu sponsorn, sondern Bargeld FÜR ne neue Prepaid-Karte zu schenken, dann steigert das IMHO das Verständnis für Geld und den Wert der Karte (=Kosten der SMS usw.).

Machen wir uns nix vor: Handys sind Statussymbole; wer keins hat ist „unten durch“. Bitter, aber oft Realität. Wer also ein Handy hat muss mit dem Guthaben verantwortungsvoll umgehen. Denn ein Handy haben aber auf SMS nicht antworten können - das is doof.

Fazit: Handy? Ja! aber unter Vorbehalt. Zu Fuß gegangen bin ich früher auch, wenn der Bus weg war. Aber da hieß Twix auch noch Raider, es gab Treets und die Mauer stand noch. Times are changin´…

Viele Grüße
Vince.

P.S.: Nicht nur wegen der Problematik „Statussymbol“ bin ich für Schuluniformen sowie Handy- und Rauchverbot in Schulen!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Soviel wie momentan wieder mit Kindern passiert (auch auf noch so kurzen Heimwegen) ist es durchaus sinnvoll, wenn diese ein Handy dabei haben.
Denk auch dran, dass Handys im Notfall geortet werden koennen.
Du kannst Ihr ja eines dieser Handys schenken, bei denen nur die 6 festprogrammierten Nummern angerufen werden koennen (Oma, Mama, Schwester und eine Freundin oder so…) Und auf Prepaid-Basis ist auch keine Schuldenfalle da!
Gruss

offtopic: Treets
Hi!

es gab Treets …

Ich könnte schwören, ich hab die Dinger neulich irgendwo gesehen - unter dem Namen…

Leicht erinnerungsverklärte Grüße
Kari - die auch noch Raider gefuttert und mit dem 64er gespielt und programmiert hat!

off topic: Wahrheit oder Wahrnehmung?
Hi,

Soviel wie momentan wieder mit Kindern passiert (auch auf noch
so kurzen Heimwegen)

soviel wie mit Kindern passiert oder soviel wie die Medien drüber berichten…?

Gruß
Cornel

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Hallo Kat,

Meine Nichte (9) musste sowas auch unbedingt haben. Dann gab’s ein guentiges Angebot mit Prepaid card. Sie durfte sich das Handy dann selber vom angesparten Taschengeld kaufen (25 euros). Sie darf das Handy nicht mit in die Schule nehmen und wenn die Prepaid Karte abgelaufen ist, muss sie sich vom Taschengeld eine Neue kaufen. Das war mit ihr alles vor dem Kauf des Handys so abgesprochen und wird auch eingehalten.

Am Tag als das Handy dann da und eingerichtet war, war sie super gluecklich und hat sich stundenlang die verschiedenen Klingeltoene angegoert und sich an dem blinkended display mit ihrem Namen erfreut. Soviel ich weiss hat sie in den ersten beiden Wochen keinen Anruf getaetigt. Wie es jetzt ist weiss ich nicht- ich habe sie jetzt sieben Wochen nicht gesehen.

Fazit: ein bisschen sollten die Kinder schon lernen, was telefonieren kostet (eigenes Taschengeld) und wenn das Handy dann da ist und man es den Freundinnen vorfuehren kann -das reicht meistens schon :wink:

Schoene Gruesse,
Claudia

Hallo und einen wunderschönen guten Morgen,

soviel wie mit Kindern passiert oder soviel wie die Medien
drüber berichten…?

Gruß
Cornel

Hier muss ich mir Cornel anschliessen; es ist sicherlich so, dass Kindern auf Heimwegen, egal wie lang oder kurz, viel passiert, aber ich glaube das war schon immer so, nur wurde es nicht so „breitgetreten“! Ich will hier nix verharmlosen, aber ich glaube auch, dass die Medien hier Ihren Teil dazu beitragen.

Und wenn - im „harmlosesten“ Fall - das Kind unterm Auto liegt, hilft das Handy auch nicht mehr, dann isses nämlich schon passiert…

Grüsse
Kat

Hi Vincent,
erstmal dankeschön für deine objektive Antwort.

Kein einfaches Thema; gabs hier schon mehrfach (guggst du
hiär:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…)

Hab ich mir durchgelesen, aber irgendwie höre ich von allen ein unterschwelliges „eher nicht“.

Gehen Kids wirklich dran, wenn „Mama“ im Display steht?
Verlieren Kids wirklich den bezug zu Geld, weil Oma und Opa
immer Karten schenken?
Schürt man wirklich die Gefahr der SMS-Sucht?
Alles Gegenfragen zu potentiellen Fragen dieses Themas. Meine
Zusammenfassung dessen: Jede Generation hatte ihre
(technischen) Neuerungen, mit denen der Nachwuchs umzugehen
lernen mußte. Mal war es der C64, der Gameboy - nun sinds die
Handys.

Is klar, war ja auch bei uns so… (Gameboy :wink:…)

Aufgabe sollte es nicht sein, technische Neuerungen zu
bewerten, sondern den verantwortungsvollen umgang damit
klarzumachen. Ein Beispiel: wenn Oma und Opa z.B. dahingehend
geimpft werden, eben NICHT eine neue Karte für das Handy zu
sponsorn, sondern Bargeld FÜR ne neue Prepaid-Karte zu
schenken, dann steigert das IMHO das Verständnis für Geld und
den Wert der Karte (=Kosten der SMS usw.).

Die Überlegung habe ich auch schhon getätigt, aber funktioniert das??? Es ist halt nunmal so, dass meine Eltern nicht gerade in der finanziellen Lage sind, der Kleinen jeden monat noch ZUM Taschengeld 20 Eur zukommen zu lassen um Ihr Handy zu finanzieren… Im Ernst, manchmal können sie kaum Ihre einene Festnetztelefonrechnung bezahlen (und die ist nicht hoch…)
Klar, es gibt die Oma, es gibt ältere Geschwister, aber ist das auf Dauer sinnvoll, dem Kind das Handy zu finanzieren???

Machen wir uns nix vor: Handys sind Statussymbole; wer keins
hat ist „unten durch“. Bitter, aber oft Realität. Wer also ein
Handy hat muss mit dem Guthaben verantwortungsvoll umgehen.
Denn ein Handy haben aber auf SMS nicht antworten können - das
is doof.

Statussymbole sind Handys allemal, da hast Du recht. Ich hatte auch „früh“ eins, es war mein Geschenk an mich zu meinem 18 Geburtstag - meine Eltern haben mir das vorher nie erlaubt, obwohl sich meine Mutter immer darüber aufregte, dass ich mit meinen „Liebschaften“ ewig telefonieren konnte und immer gemotzt hat. Mein Vorschlag (damals 17 und Azubi) mir ein Handy zuzulegen, ich würde auch die Rg. selber tragen, es müsse nur jemand unterschreiben für den Vertrag, stieß auf taube Ohren und Diskussionen endeten meistens mit dem berühmten „…so lange Du deine Füsse unter meinen Tisch…“. Meine erste Rechnung belief sich so um die 500 DM, was zur Folge hatte, dass ich erstmal zwei Monate mit dem Handy gar nix anfangen konnte - und es war echt besch…eiden meinen Freunden mitteilen zu müssen, dass ich auf keine SMS antworten kann, weil ich keine Kohle habe… - ich habs gelernt…

Fazit: Handy? Ja! aber unter Vorbehalt. Zu Fuß gegangen bin
ich früher auch, wenn der Bus weg war. Aber da hieß Twix auch
noch Raider, es gab Treets und die Mauer stand noch. Times are
changin´…

Auch wenn ich doch über 10 jahr jünger bin… Raider kenn ich auch noch, und die Mauer stand teilweise auch noch (wenn auch nicht lange), nur was Treets sind, das weiss ich nicht… dafür schein ich doch zu jung zu sein :wink:

P.S.: Nicht nur wegen der Problematik „Statussymbol“ bin ich
für Schuluniformen sowie Handy- und Rauchverbot in Schulen!

Gute einstellung…

So long…
*sichwiederaufsOhrhauend*
Kat

Ein typisches Medienopfer!

Soviel wie momentan wieder mit Kindern passiert (auch auf noch
so kurzen Heimwegen) ist es durchaus sinnvoll, wenn diese ein
Handy dabei haben.

Hallo Tata!

wieviel passiert denn? Steht wirklich hinter jedem Baum ein Kinderschänder?
Die tatsächlichen Zahlen sind rückläufig seit Jahren. Die Zahl der Medienberichte hingegen hat sich bestimmt verdreissigfacht.

Und wieviel hilft da ein Handy wirklich?
Glaubst du tatsächlich dass ein Täter das Kind in aller Ruhe telefonieren läßt? Dass so blöd ist, dass er das Handy nicht entsorgt oder ausmacht?

Es hat wirklich Außnahmecharakter wenn hier mal dank Handy schlimmeres verhindert werden kann.

Das Kind mit Handy auszustatten dient lediglich dazu dasss Eltern beruhigter sind.

Gruß Ivo

7 „Gefällt mir“

Hallo,

es gab Treets …

Ich könnte schwören, ich hab die Dinger neulich irgendwo
gesehen - unter dem Namen…

jep, auf der gelben m&m’s tüte. da steht drauf „auch bekannt als: treets“.
hab mich schon gewundert, was das soll…

tina

Hallo Kat.
Mein Sohn ist 13 und hat kein Handy!

  1. vor allem, weil er es nicht braucht
  2. weil er nicht mit Geld umgehen kann ( daran arbeiten wir )
  3. weil er ständig alles verliert, das Handy wäre das nächste ( letzte Woche hat er die Geige im Bus liegen lassen *aaargh*).
  4. Handy gibts vielleicht von der Patentante zur Konfirmation
    Gewisse Bedingungen müssen auch erstmal stimmen, bevor so ein Ding angeschafft werden muss.
    Wir haben ein Handy, wenn er irgendwo unterwegs ist, dann kann er das mitnehmen. Cool ist man ohnehin nur, wenn man nicht nur ein Handy hat, sondern auch noch die richtige Marke.
    Man kann auch noch mit 14 oder 15 lernen, mit dem Guthaben eines Handys umzugehen und bisher geht unser Sohn höchstens zum Sportverein oder zur Konfirmandenstunde, dafür braucht man kein Handy.
    Eine Zehnjährige braucht meiner Ansicht nach wirklich kein Handy.

Altmodische Grüße
Tutulla

P.S. Wie haben wir nur unsere Kindheit ohne Handy überstanden?? Unglaublich!

Hi Tutulla,

Altmodische Grüße
Tutulla

ach woher altmodisch, irgendwo sehe ich das ja auch so wie du…

P.S. Wie haben wir nur unsere Kindheit ohne Handy
überstanden?? Unglaublich!

Soger ich frage mich das jeden Tag… :wink:

Kopfschüttelnde Grüße
Kat

Hallo Kat.
Ich finde ja auch wichtig, dass Kinder lernen, sich gewissen Gruppenanforderungen zu widersetzen. Nicht jeder Sch… muss mitgemacht werden. Man kann trotzdem einen Weg finden, integriert und beliebt zu sein. Mein Sohn hat zumindest keine sozialen Probleme, weil er kein Handy hat.

Liebe Grüße
Tutulla

Tutulla:

P.S. Wie haben wir nur unsere Kindheit ohne Handy
überstanden?? Unglaublich!

Wenn ichs mir so recht überlege: Was ein Glück, das es bei mir keins gab. Ich sehe schon meine Mutter alle paar Minuten anrufen, wenns den mal auf dem Spielplatz 10 Minuten länger wird, weil man die Zeit vergessen hat.
Ich gebe zu, ich habe noch keine Kinder, bin aber der Meinung, wenn es nicht um einen Schulweg oder ähnliches geht, wo man direkt auf das Kind wartet, muss man doch nicht jede Minuten wissen, wo es sich gerade aufhält. Zumindest war das bei mir nicht so. Es hieß dann halt: Ich geh mit XYZ spielen. Das konnte heißen: Wir spielen „auf der Straße“, sind auf dem Spielplatz, fahren in der Gegend rum oder gucken bei ihr/ihm fern.

Ich denke, viele Eltern nutzen das Handy dann, um zu kontrollieren bzw zu ermahnen, dass es jetzt Zeit ist nach Hause zu kommen. Ist sicher aus Sicht der Eltern praktisch und beruhigend, aber als Kind würde ich mich da sehr gegängelt fühlen. Und das Argument vieler Eltern lautet ja nun mal „Da weiß ich immer, wo er/sie ist“.
Ob man dem Kind damit jedoch einen Gefallen tut bezweifel ich. Wie soll es da lernen Verantwortung dafür zu übenehmen, wann es nach Hause muss.

Ich denke diese Art der Argumentation ist für einige Eltern eine Ausrede, weil sie dem bereits angesprochenen Konsumdruck unter den Kindern so nachgeben können, ohne sich das selbst einzugestehen.

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Zustimmung
Hallo Tata,

ich muss Dir zustimmen!! Mein Cousin hatte sogar schon mit 6!!! Jahren ein Handy. Er konnte damit aber lediglich seine Mutter anrufen, alle anderen Nummern waren gesperrt. Er bekam das Handy, da der Spielplatz sehr weit vom Haus entfernt war und er sich auch immer wieder verletzt hat (einmal sogar das Bein gebrochen und 2,5 km von zu Hause weg). Da war er dann immer froh, wenn er oder sein Kumpel bei Mama anrufen konnte. Da es sich um eine Prepaid-Karte handelte, hielten sich die Kosten auch sehr in Grenzen.

Ich denke ein Handy kann auch schon in jungen Jahren nützlich sein, wenn gewissen Voraussetzungen getroffen und Regeln verieinbart wurden. So hat die Mama auch nur auf dem Handy angerufen, wenn der Sohnemann mehr als eine halbe Stunde „überfällig“ war.

Ich fand diese Regelung echt gut.

Grüße, Nina

Zustimmung!
Hallo Vince,

Fazit: Handy? Ja! aber unter Vorbehalt. Zu Fuß gegangen bin
ich früher auch, wenn der Bus weg war. Aber da hieß Twix auch
noch Raider, es gab Treets und die Mauer stand noch. Times are
changin´…

Dem kann ich nur zustimmen.

P.S.: Nicht nur wegen der Problematik „Statussymbol“ bin ich
für Schuluniformen sowie Handy- und Rauchverbot in Schulen!

Schuluniformen finde ich allerdings alles andere als gut. Hab erst am Donnerstag erlebt, dass sich einige Kids fast die Köpfe eingeschlagen haben, weil sie auf unterschiedliche Schulen gingen. Da wird die Schule halt zum Statussymbol. Gymnasium oder Hauptschule, privat oder staatlich? Die Verlierer sind für alle dank ihrer Uniform leicht erkennbar.

Schönen Gruß
Kel

Hallo Ihr,

Na gut, nach den ganzen widersprüchlichen Meinungen geb ich auch noch meinen Senf dazu.
Unsere Tochter ist jetzt 11 und sie hat ihr erstes Handy letztes Jahr zu Weinachten bekommen.
Die Vorgeschichte ging so:
Sie nervte ein halbes Jahr vorher schon rum, sie möchte ein Handy.
Natürlich kamen da von ihr die üblichen Argumente (Bus weg, Zeit vertrödelt usw.). Eigentlich wollte sie nur ein Handy weil alle anderen auch eins hatten.
Ich persönlich hätte ihr sofort eins gekauft (kann ihr sowieso nie was abschlagen :wink:)) aber Mama hat sich gewehrt. Auch mit den üblichen Argumenten: wir hatten so was auch nie usw.
Dann kam mir die Idee die für alle den goldenen Mittelweg bedeutete.
Wir nahmen ein altes abgelegtes Handy welches wir noch im Schrank hatten (Nokia 3310) und haben bei Ebay ne Prepaid Karte für 10€ (inkl. 15€ Guthaben) gekauft und fertig war das Weihnachtsgeschenk.
Die Bedenken meiner Frau, sie verliert das sowieso nach 4 Wochen, waren damit aus der Welt geschafft weil sich dann der Verlust in sehr kleinen Rahmen gehalten hätte.
Die Freude zu Weihnachten war Riesengroß und die 15€ Guthaben am zweiten Feiertag auch schon aufgebraucht (Ich sag nur „Jamba“).
Tja, und da es wie hier schon mehrfach erwähnt ja ziemlich uncool ist ne SMS zu bekommen und da nicht drauf zu Antworten musste unsere liebe kleine wohl oder übel an ihr Taschengeld gehen um sich ne neue Karte zu kaufen.
Die Karte (10€) hielt dann bis Ende Februar!!! Da staunt man, wie lange Telefonkarten halten können wenn sie nicht von Mama Papa Oma oder Opa bezahlt werden.

Ich muss sagen, das die Geschichte mit dem Handy einen ungeheuren Lerneffekt bei unserer Großen hatte was die Telefonkosten angeht. Denn kurioser Weise fasst sie sich jetzt auch kürzer wenn sie von unserem Festnetz aus ihre Freundin anruft, bzw. geht einfach mal zwei Häuser weiter und klingelt bei ihr eh sie zum Telefon greift.

Also aus meiner Sicht können Kinder nicht früh genug den Umgang mit dem Telefon/Handy lernen. Und was passiert wenn man den Wunsch nach einem eigenen Handy Riegeeros cancelt sieht man nur zu oft, ich sag nur „die erste Rechnung waren 500 DM“.(Höre ich immer wieder) Ich glaube nicht das unserer großen das mit 18 passiert, weil sie dann schon weis was das kostet.

Übrigens gab es auch keine Probleme weil sie nun nicht das allerneuste Fotoklapphandy hatte. Wenn da mal jemand was zu ihr sagt, ist ihre Antwort nur: mir reicht das, ich kann damit SMSen und Telefonieren und mehr will ich nicht!
Auch das gehört aus meiner Sicht zu einer verantwortungsbewussten Erziehung: Kinder müssen nicht immer Markenklamotten haben und auch nicht immer die neusten Handys.
Jedenfalls nicht unsere. Und sie können sehr gut mit diesem Umstand umgehen.

Der Ronny
>dem seine Oma übrigens immer Treets aus dem „Westen“ mitgebracht hat

hallo Tutulla,

P.S. Wie haben wir nur unsere Kindheit ohne Handy
überstanden?? Unglaublich!

Wie konnte man „damals“ -so lange her ist das garnicht- überhaupt leben, mit nur e i n e m Telefon, das auch noch zuhause stand, nicht schnurlos war, keine Wahlwiederholung, Nummernerkennung, 20 Klingeltöne, Bildschirme oder gar Bildschirmschoner hatte und nur mit einer „unpraktischen“ Wählscheibe versehen war. Ganz zu schweigen von den nichtexistenten digitalen Leitungen.

Ein wunder, dass der Mensch überhaupt bis ins Jahr 2004 gekommen ist.

an die gute „alte“ Zeit denkende Grüße
der NF

hallo NF,

Wie konnte man „damals“ -so lange her ist das garnicht-
überhaupt leben, mit nur e i n e m Telefon, das auch noch
zuhause stand, nicht schnurlos war, keine Wahlwiederholung,
Nummernerkennung, 20 Klingeltöne, Bildschirme oder gar
Bildschirmschoner hatte und nur mit einer „unpraktischen“
Wählscheibe versehen war. Ganz zu schweigen von den
nichtexistenten digitalen Leitungen.

Ja und? Als ich klein war hatten wir gar kein
Telefon, Fernseher gab’s auch erst als ich sieben war,
und an PC hat kein Mensch gedacht. Bus bin ich allein
nie gefahren, Strassenbahn war was besonderes und
mein Vater hat in seinem Leben drei Autos gehabt (das letzte
nur drei Jahre).
Ja, und?
Unsere Kinder wachsen in einer anderen Welt auf.
Ich wollte nicht auf’s Internet verzichten muessen
(was nicht heisst, dass ich das nicht koennte) oder
auf’s Telefon.
Ihr klingt hier alle, wie mein Opa, der immer davon
erzaehlte, wieviel er alles erlaufen musste als Kind
und junger Mann.
Gruesse
Elke

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