hallo thomas,
natürlich kenne ich Ariost, aber die Lektüre ist schon lange
her. Es wird mir ein Vergnügen sein, darin wieder zu lesen.
Wie du meiner ViKa vielleicht entnommen hast, habe ich eine
Schwäche für die Musik von Josquin, der kurz nach 1500 für
etwa ein Jahr am Hofe der Este angestellt war (Er fehlt
übrigens in der Bildergalerie!).
ok, ich werde sehen, ob ich ihn einfügen kann 
im nachfolge-roman, der von ariost selbst und seinem dunstkreis handeln wird, kommt er mit sicherheit vor.
Da du von „unserem“ OF sprichst, bin ich mir noch nicht ganz
klar darüber, ob es eine Neuauflage wird oder ein moderner
Roman.
neuauflage ist gut *lol* wenn du so willst, könnte man es notfalls so nennen. der OF ist in deutsch noch nie in prosa erschienen. und die letzte (deutsche) gereimte ausgabe ist von 1908. und die liest sich, als ob heinz erhard wagner rezitiert
) kurz, gries und kollegen haben allesamt, um der versform zu genügen, den inhalt manipuliert - reim dich oder ich freß dich - einzelne worte (die im original einen vollkommen anderen zusammenhang ergeben) ebenso wie ganze verse. außerdem wurde auch fleißig nach jeweilig herrschender moralvorstellung gekürzt.
vielleicht könnte man es eher übersetzung (oder übertragung) in romanform nennen. übertragung in mehrfachem sinne: wir arbeiten mittels deutscher, italienischer und englischsprachiger quellen seit über einem jahr daran, den ursprünglichen OF in eine heute verständliche form zu bringen. das betrifft die form ebenso wie die inhalte und bezüge. heute kann man z.b. nicht mehr die gesamte griechische mythologie als allgemeinwissen voraussetzen, ebensowenig die soziale und politische situation, die ethischen/moralischen maßstäbe und das weltbild zu zeiten der renaissance. von karl dem großen und seiner zeit mal ganz zu schweigen. und wenn man noch die vorstellungen, die damals von der zeit um 800 rum existierten, rüberbringen will, wirds kniffelig. aber ich glaube, es ist uns ganz gut und unterhaltsam gelungen 
obwohl wir ziemlich nah am original geblieben sind (d.h. keine der vielen ineinander verschachtelten geschichten verschenkt haben), ist es doch ein „moderner“ roman geworden - lebendig eben und farbig.
und wenn ich bedenke, daß es erst mit ausklang des mittelalters üblich wurde, daß schriftsteller sich selbst etwas ausdachten - zuvor bestand die schriftstellerische leistung fast immer darin, daß sie erzähltes aufschrieben, aus anderen sprachen und/oder zeiten übernahmen (unsere klassiker machen da keine ausnahme) - haben wir nicht geringsten bedenken, „nur“ der herausgabe einer neuauflage geziehen zu werden 
Um Aufklärung bittet
Thomas Miller
ist die hiermit weitestgehend erfolgt?
es grüßt
ann (die z.z. damit beschäftigt ist, die ca. 1200 seiten auf ein erträgliches maß zurückzustreichen, ohne daß etwas verloren geht *seufz*)