Hallo Leuts
Mich würde mal interessieren, wie Ihr das seht:
Könnte die christliche Religion auf naturwissenschaftliche Absurditäten wie die jungfräuliche Empfängnis Mariä und (jetzt wirds ne Nummer härter:smile: die Auferstehung Jesu Christi verzichten und allein durch die Werke und Reden Jesu Christi (weiter)existieren?Braucht sie die Naivität der ungebildeten Massen, die nach Magie verlangen oder kann sie allein durch christliche Werte bestehen?
Gruß, Branden
Hallo, Branden,
noch härter und erst kürzlich verkündet:
_ Maria assumpta (in den Himmel Aufgenommene)
Feste: 15. August; 22.August
Gott lässt Maria nach Ablauf ihres Erdenlebens „mit Leib und Seele“, d.h. voll und ganz, an der Osterherrlichkeit ihres Sohnes teilhaben.
Keine direkte Aussage, aber erschließbar aus
Lk 1,52: „Er erhöht die Niedrigen.“
Offb 3,21: „Wer siegt, der darf mit mir auf meinem Thron sitzen…“
Phil 3,20f; Röm 8,28-30; Eph 2,6; Kol 3,4; Joh 12,32 u. 14,3: Das hier Gesagte trifft besonders schön auf Maria zu.
Feierliche Dogma-verkündigung 1950 durch Pius XII.
Historischer Kontext:
2. Weltkrieg und Schoah vernichten 35 Mio. „Menschenleiber“. Nie zuvor in der Geschichte wurde der menschliche Leib schrecklicher missachtet.
Das Dogma macht auf die Würde des menschlichen Leibes aufmerksam…
Unser Leben, auch unser leibliches, ist für Großes bestimmt. In Maria zeigt Gott uns exemplarisch unsere eigene Zukunft: Wir haben Anteil an der Auferstehung Jesu Christi, an der Herrlichkeit Gottes._
Credant, quia absurdum!
Fritz
Meine Meinung + Nachfrage
Hi,
Nachfrage:
Resultiert deine Frage aus deinen Erfahrungen mit Patienten?
Siehst du da durch die Kirche angerichteten Schaden?
Könnte die christliche Religion auf naturwissenschaftliche
Absurditäten wie die jungfräuliche Empfängnis Mariä und (jetzt
wirds ne Nummer härter:smile: die Auferstehung Jesu Christi
verzichten und allein durch die Werke und Reden Jesu Christi
(weiter)existieren?
Nein.
Was du schilderst ist meiner Meinung nach schon seit Laengerem die Auffassung einiger gebildeterer Christen, wobei diese Christen kaum in Kirchen gehen.
Ich nenne sie trotzdem Christen, weil ihnen das Wirken Jesu etwas bedeutet.
Braucht sie die Naivität der ungebildeten
Massen, die nach Magie verlangen oder kann sie allein durch
christliche Werte bestehen?
Das weiss ich nicht. Mit der Magie und der Naivitaet ist es jedenfalls ein Machtmittel.
Es sind auch nicht nur die Ungebildeteren, welche das betrifft.
Waehrend Ungebildetere auf konkrete Fragen zB. zur fleischlichen Reinkarnation Jesu unreflektiert konkret antworten, trifft man bei Gebildeteren eher auf ausweichende und zweideutige Antworten.
Ich glaube, dass ein Verzicht egal welcher Religion auf naturwissenschaftliche Absurditaeten den Wert als Religion an sich verlieren wuerde. Gewisse Anteile der Bevoelkerung wuerden jeglichen Halt verlieren, sofern sie ihn nicht schon anderweitig gefunden haben.
Du musst nur ab und zu ins Esoterikbrett schauen, dann siehst du, dass
viele Menschen geradezu nach Absurditaeten, an denen sie sich festhalten koennen, suchen.
Das geht teilweise so weit, dass man sich fragen muss, ob manche davon eigentlich noch als lebensfaehig zu bezeichnen sind.
Je ungebildeter sie sind, desto mehr Nebenwirkungen.
Den Gebildeteren wuerde eine Veraenderung nichts bringen, da sie, wenn ueberhaupt, eh schon ihre eigene „logischere“ Religion leben.
Gruss,
hallo, Branden, kannst nicht schlafen? Finde aber höchst interssant deine Frage. Mussa erst wach werden. Mir fällt nur spontan dazu ein, wie isses mit Buddha? Ist der nicht auch zu Licht geworden unterm Baum? Und die Juden haben doch auch ne Menge Zauber mit dem Meer, das sich geteilt hat uva.
Na, das wird spannend. Gute Idee von dir! Bis später, Geris
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Resultiert deine Frage aus deinen Erfahrungen mit Patienten?
Siehst du da durch die Kirche angerichteten Schaden?
Zum Teil auch das. Erst kürzlich bei einem Kind traten seltsame Vorstellungen zutage. Aber solcherlei Fragen beschäftigen mich schon länger.
Ich glaube, dass ein Verzicht egal welcher Religion auf
naturwissenschaftliche Absurditaeten den Wert als Religion an
sich verlieren wuerde. Gewisse Anteile der Bevoelkerung
wuerden jeglichen Halt verlieren, sofern sie ihn nicht schon
anderweitig gefunden haben.
Ich befürchte Ähnliches, Helge.
Gruß, Branden
…wie isses mit Buddha? Ist der nicht auch zu
Licht geworden unterm Baum?
Eine Analogie, nichts weiter.
Im Buddhismus gibt es eigentlich nichts was den modernen Naturwissenschaften widerspricht, was wohl auch ein Grund für seinen stetigen „Siegeszug“ in der westlichen Welt ist.
mfg
Simon
Hallo,
Mich würde mal interessieren, wie Ihr das seht:
Könnte die christliche Religion auf naturwissenschaftliche
Absurditäten wie die jungfräuliche Empfängnis Mariä
es gibt mannigfaltige KOnfessionen innerhalb der christlichen Religion, die ohne diesen speziellen Aspekt auskommen:wink:
Übrigens gab es mal die Strömung des sogenannten Kulturprotestantismus, im 19. Jh. Auch als Reaktion auf die aufkommenden Naturwissenschaften und im Zuge des allgemeinen Rationalismus meinte man, das Christentum als Philosophie erweisen zu können, indem man sich besonders auf die Erforschung des historischen Jesus konzentrierte. Nichts von dem, was heute als sensationelle, Christentums-kritische Entdeckung durch den Blätterwald geistert, hat man damals nicht schon erkannt. Für die Theologie als Wissenschaft war diese Zeit epochemachend. Andererseits sahen nicht nur Theologen, sondern auch andere Wissenschaften (schließlich waren die meisten, auch NAturwissenschaftler, zu dieser Zeit noch „Christen“) in einem derart rationalisierten Christentum oft auch die Grundlage für eine z.B. kritiklose Unterstützung des Kaisers zum Beginn des WK I. Ebenso kamen besonders aus dieser Richtung die „furchbaren“ Theologen des 3. Reichs. „Rational“ war es leicht, zu vergessen, das „irrational“ jedes Leben ein Recht auf Leben hat. Als historisch-kritisch arbeitende Theologin frage ich mich persönlich, was ein Christentum ohne dem Gedanken der Demut (und damit dem an der Existenz eines Gottes, der nicht verfügbar und damit menschlich verrechenbar ist) der Welt noch zu sagen haben sollte.
(jetzt
wirds ne Nummer härter:smile: die Auferstehung Jesu Christi
verzichten und allein durch die Werke und Reden Jesu Christi
(weiter)existieren?
Die christliche Idee kann sicherlich ohne den Glauben an die Auferstehung weiterbestehen. Man blicke da als Beispiel auf „bekennende“ Atheisten, die sich auf Humanistische Ideale beziehen, die geistesgeschichtlich auf dem Christentum beruhen und heute ohne Bezug auf den Gott der Christen funktionieren.
Die christliche Religion beruht jedoch sicherlich nicht auf Werken, sondern ihr innerster Kern ist die Hoffnung. Die Auferstehung Jesu ist Kennzeichen dafür, daß der Tod (=Sünde) nicht das letzte Wort im Leben der Menschen hat. Im christlichen Kontext bedeutet das, daß die Gottesbeziehung durch nichts zerstört werden kann.
Braucht sie die Naivität der ungebildeten
Massen, die nach Magie verlangen oder kann sie allein durch
christliche Werte bestehen?
Denk Dir mal, es gibt auch „Gebildete“, die den Glauben an die Auferstehung Christi bekennen. Die wirklich Dummen sind für mich diejenigen Christen, die versuchen, die Auferstehung Jesu „historisch“ zu beweisen. Dies sind übrigens i.d.R. hochgebildete Menschen, wenn wir hier mal als Definition eine sehr gute Allgemeinbildung zugrunde legen wollen.
Ein Grundfehler ist dabei m.E., daß, wer die Auferstehung wie auch immer „beweisen“ möchte (wobei ich „Beweis“ verstehe als das, was wir gängig als wissenschaftliche Beweisführung ansehen), den Sinn des Ganzen nicht verstanden haben. Denn die Auferstehung zu bekennen heißt, ein Wunder Gottes zu bekennen. Wäre ein Wunder menschlich zu erklären (und wenn, wie bei anderen Dingen, durch unsere wachsenden naturwissenschaftlichen Kenntnisse), dann wäre es doch kaum noch etwas außergewöhnliches, sprich, kein Wunder. Sein Leben unter das Wort Gottes zu stellen, muß nichts damit zu tun haben, ob man gebildet oder nicht ist. Dies ausschließlich den „ungebildeten Massen“ zuzuschreiben, halte ich persönlich für eine verbale Entgleisung. Vielleicht sollten wir es mal in die allgemeine Netiquette dieses Forum aufnehmen!
Grundsätzlich sei angemerkt, daß das Bedürfnis des Menschen, seinem Leben einen Sinn zu geben, durchaus als anthropologische KOnstante bezeichnet werden kann. Ohne „naturwissenschaftliche“ Absurditäten kommen wir da wohl kaum aus.
Als letztes sei bezüglich des Christentums gesagt, daß schon im NT der Zweifel als seine Konstante erkannt wurde.
Grüße,
Taju
Hallo Branden!
Könnte die christliche Religion auf naturwissenschaftliche
Absurditäten wie die jungfräuliche Empfängnis Mariä und (jetzt
wirds ne Nummer härter:smile: die Auferstehung Jesu Christi
verzichten und allein durch die Werke und Reden Jesu Christi
(weiter)existieren?
Wird nicht umgekehrt ein Schuh draus? Kann die christliche Religion in unserer aufgekärten Zeit, auf solche Absurditäten aufbauend, überhaupt überleben? Die Vielzahl der Austritte, der Priestermangel etc. läßt mich da zweifeln. Andererseits sehen viele Gläubige und eben gerade die intelligenten und gebildeten die Sache etwas anders als du. Wenn man solche „Absurditäten“ eben nicht aus naturwissenschaftlicher Sicht, sondern in übertragenen Sinne als Metapher betrachtet. Eine unbefleckte Maria kann ja nun bildlich gesehen viel darstellen.
Braucht sie die Naivität der ungebildeten
Massen, die nach Magie verlangen oder kann sie allein durch
christliche Werte bestehen?
Die Massen verlangen eher nach Erklärungen als nach Magie und die Religionen sind die einzigen, die Antworten liefern, wo die Naturwissenschaft noch im Dunkeln tappt.
Gruss
Junktor
Hallo Branden
die welt, die menschen und die wissenschaft entwickelt sich weiter, die religion nicht. würde man christliche vorstellungen mit dem heutigen stand des wissens überprüfen, wären viele vorstellungen, die damals den menschen sicherheit gegeben haben nicht mehr haltbar. ich finde in diesem zusammenhang sind adam und eva auch ein gutes beispiel. es dürfte ja mittlerweile hinreichend geklärt sein, dass alles mit einzellern, atomen und molekulen anfing.
Würde aber die kirche die evolutionstheorie anerkennen, würde sie ihren unfehlbarkeitsstatus aufgeben. meiner meinung nach ein wichtiger teilaspekt, da selbst wenn sie es wollen würden (also wissenschaftliche absurditäten aufgeben, wie du es nennst), es niemals könnten. ich denke sie würden ihre glaubwürdigkeit verlieren, wenn sie je nach wissensstand die bibel umschreiben. (obwohl ich es genauso unglaubwürdig finde wissenschaftl. erkenntnisse/theorien zu ignorieren bzw. zu versuchen sie in kontext zu ihren lehren zu bringen.)
grüße von
nuntia
Hallo Branden
Mich würde mal interessieren, wie Ihr das seht:
Könnte die christliche Religion auf naturwissenschaftliche
Absurditäten wie die jungfräuliche Empfängnis Mariä und (jetzt
wirds ne Nummer härter:smile: die Auferstehung Jesu Christi
verzichten und
Die Naturwissenschaft hat selber Absurditäten (zB. nichts kann aus nichts entstehen, trotzdem gib es ja die welt), hat also selber nicht einmal keine plausiblen heorieen, im Gegensatz zum biblischen Glauben. Also ist die Bibel nicht absurder als die Naturwissenschaft.
allein durch die Werke und Reden Jesu Christi
(weiter)existieren?
Nein, weil das entscheidende am christlichen Glauben ist nach der Allmacht Gottes, dass Jesus Christus für alle Sünden von jedem der Ihn annimmt bezahlt hat und das man mit Jesus Christus in eine lebendige Beziehung treten kann und daurch ewiges Leben hat.
Die guten Werke sind NUR ein Ausfluss (nebst anderen) dieser Grundlagen und werden teilweise auch von anderen Glaubensrichtungen (zB Buddismus) gelernt.
Braucht sie die Naivität der ungebildeten
Massen, die nach Magie verlangen oder kann sie allein durch
christliche Werte bestehen?
Nein, der christliche Glaube braucht keine Naivlinge, ebenso wie die Naturwissenschaft keine Naivlinge braucht, obwohl letzteres nicht einmal Theorien zu gewissen Sachen hat.
Gruss
Beat
Gruß, Branden
Hallo Branden,
wenn du Jesus auf seine Reden beschränkst, dann sind es Reden eines gläubigen Juden und diese ständen dann im Kontext anderer jüdischer Reden bzw. Lehren. Hier würde dann auch auffallen, dass es eigenständige Werte dieses Jesus nicht gibt. Er vertritt die jüdische Lehre, wenn auch oft mit liberalen Ansichten, aber das gibt es ja auch heutzutage.
Das Problem wäre dann, zu rechtfertigen, warum seine Lehren beachtet werden, aber der Kontext nicht. Warum sind seine Reden wichtiger, als die anderer jüdischer Rabbis? Diese Auseinandersetzung könnte dazu führen, dass er in diesen Kontext eingegliedert wird und damit alle wesentlichen Elemente des heutigen Christentums verschwinden würde (Weihnachten, Ostern, Pfingsten, Dreieinigkeit, usw.).
Übrig bliebe Werte welche identisch zu jüdischen Werten wären. (Ansonsten soll man mir einen Wert zeigen, denn es so nicht im Judentum gibt.)
Scholem,
Eli
Hallo Eli,
Übrig bliebe Werte welche identisch zu jüdischen Werten wären.
(Ansonsten soll man mir einen Wert zeigen, denn es so nicht im
Judentum gibt.)
Ich mag mich irren, aber ist nicht der ganze Weltuntergangsschmu (oder zumindest die größten Teile davon) ausschließlich neutestamentarisch?
Grüße,
Anwar
Hallo Taju
Deine lange Antwort ist dermaßen von Theologie „infinziert“, da sind so viele für mich unlogische und unwissenschaftlich formulierte Hypothesen drin, die Du als Axiome rüberbringst, dass ich mich außerstande sehe, insgesamt darauf einzugehen. Also greife ich nur ein paar Details heraus.
Tod (=Sünde)
Was hat der Tod mit Sünde zu tun? Das ist doch Gehirnwäsche par excellence!
Denk Dir mal, es gibt auch „Gebildete“, die den Glauben an die
Auferstehung Christi bekennen. Die wirklich Dummen sind für
mich diejenigen Christen, die versuchen, die Auferstehung Jesu
„historisch“ zu beweisen. Dies sind übrigens i.d.R.
hochgebildete Menschen, wenn wir hier mal als Definition eine
sehr gute Allgemeinbildung zugrunde legen wollen.
Ein Grundfehler ist dabei m.E., daß, wer die Auferstehung wie
auch immer „beweisen“ möchte (wobei ich „Beweis“ verstehe als
das, was wir gängig als wissenschaftliche Beweisführung
ansehen), den Sinn des Ganzen nicht verstanden haben.
Da ist überhaupt nichts zu beweisen, da könnte ich Dir absurderweise sogar „zustimmen“, zu beweisen gibt es da nichts, weil es sich ja ganz offenbar um ein gezielt aufgeblähtes Gerücjht handelt.
Dies ausschließlich den
„ungebildeten Massen“ zuzuschreiben, halte ich persönlich für
eine verbale Entgleisung. Vielleicht sollten wir es mal in die
allgemeine Netiquette dieses Forum aufnehmen!
Na, das ist ja nur schon fast komisch.
Gruß, Branden
in übertragenen Sinne als Metapher betrachtet. Eine
unbefleckte Maria kann ja nun bildlich gesehen viel
darstellen.
Ich halte es für eine der schlimmen Techniken bestimmter Interessengemeinschaften (dazu würde ich die Kirchen zählen), Junktor, Phänomene, die man als Metaphern sehen soll, nicht als solche zu kennzeichnen, sondern im Gegenteil als Dogmen zu „verkaufen“.
Die Massen verlangen eher nach Erklärungen als nach Magie
und
die Religionen sind die einzigen, die Antworten liefern, wo
die Naturwissenschaft noch im Dunkeln tappt.
Aber WAS für Antworten sind das! Ist es nicht ehrenwerter,n zuzugeben, man weiß über bestimmte Sachverhalte nicht genug, als unredliche Dinge zu verkünden?
Gruß, Branden
Würde aber die kirche die evolutionstheorie anerkennen, würde
sie ihren unfehlbarkeitsstatus aufgeben.
Ja, Nuntia, da sind wir uns einig.
Gruß, Branden
Hallo Branden,
Deine lange Antwort ist dermaßen von Theologie „infinziert“,
da sind so viele für mich unlogische und unwissenschaftlich
formulierte Hypothesen drin, die Du als Axiome rüberbringst,
dass ich mich außerstande sehe, insgesamt darauf einzugehen.
Ich hätte aber schon gerne Beispiele! Alternativ wäre es möglich, daß Du Deine Fragen hier stellst und sofort darauf hinweist, daß Du explizit nur Antworten hören willst, die Deinen Axiomen (Z.B. gab es in Deinem Posting offensichtlich nur „Die Kirche“ ansich inkl. Mariendogma, ein wie ich denke schon empirisch zu wiederlegendes Axiom:wink: entsprechen. Ich habe versucht, Deine Frage so zu verstehen, daß sie interessiert an einem Dialog ist. Ich habe, und denke es ist legitim, Dir aus einem christlich-theologischen Standpunkt aus geantwortet, den ich auch nicht versteckt habe.
Also greife ich nur ein paar Details heraus.
Tod (=Sünde)
Was hat der Tod mit Sünde zu tun? Das ist doch Gehirnwäsche
Du kannst mir vorwerfen, dieses christliche Axiom nicht erläutert zu haben, der Vorwurf der Gehirnwäsche ist schlicht eine Unverschämtheit.
Ich versuchte, die christliche Hoffnung zu erläutern. Der Zusammenhang von Tod und Sünde ist schlicht der, daß beides Kennzeichen des Menschen sind (dies und alles folgende natürlich aus christlicher Sicht). Dabei hat diese Vorstellung nichts damit zu tun, sich vor lauter Schuldgefühlen selbst das Leben schwer zu machen (wobei es sicherlich oft mißbraucht worden ist). Sondern der Mensch ist Sünder und Sterblicher, weil er eben nicht Gott ist. Sünde kann dabei als theologischer Ausdruck für dafür verstanden, daß der Mensch nicht nur oft das Gute will, aber nicht tut, sondern auch oft in der Überzeugung, etwas wirklich GUtes zu tun, am Ende doch jemanden geschadet o.ä. hat. Die Hoffnung der Christen wiederum besteht dann darin, daß er seine Sünden bei Gott „abgeben“ kann und darauf hoffen darf, daß sein Leben eben nicht nur aus Sünde, sondern letztlich aus wahrem Leben besteht.
Dies ist völlig irrational. Und dennoch kommt eben meiner Überzeung nach das Christentum ohne diesen Gedanken nicht aus.
Wenn Du mir jetzt noch erklären könntest, was ein solcher Gedanke mit „Gehirnwäsche“ zu tun hat, tue das bitte. Bevor man mit derartigen Geschützen auffährt, wäre eine Nachfrage z.B. nicht schlecht. Ich gebe aber gerne zu, daß ich hier auch mal etwas voreilig verärgert reagiere:wink:
das, was wir gängig als wissenschaftliche Beweisführung
ansehen), den Sinn des Ganzen nicht verstanden haben.Da ist überhaupt nichts zu beweisen, da könnte ich Dir
absurderweise sogar „zustimmen“, zu beweisen gibt es da
nichts, weil es sich ja ganz offenbar um ein gezielt
aufgeblähtes Gerücjht handelt.
Bitte um Antwort: Wer hat diese Gerücht wann, wo, warum gezielt aufgebläht.
Dies ausschließlich den
„ungebildeten Massen“ zuzuschreiben, halte ich persönlich für
eine verbale Entgleisung. Vielleicht sollten wir es mal in die
allgemeine Netiquette dieses Forum aufnehmen!Na, das ist ja nur schon fast komisch.
Warum findest Du das komisch? Wenn das ernst gemeint ist, dann finde ich eher komisch, auf welcher Grundlage Du Dich auf diesen Thron des einzig legitimen Richters über das Denken anderer Menschen stellst.
Grüße,
Taju
Würde aber die kirche die evolutionstheorie anerkennen, würde
sie ihren unfehlbarkeitsstatus aufgeben.Ja, Nuntia, da sind wir uns einig.
Nur stimmt’s nicht. Die Kirche hat kein Problem (mehr) damit, Darwins Evolutionstheorie anzuerekennen.
http://rhein-zeitung.de/old/96/10/25/topnews/papst.html
Grüße
Wolfgang
Hallo Branden,
die Lehre von der jungräulichen Geburt Jesu durch Maria war ursprünglich eine rein christologische Aussage: die Aussage, dass Jesus von Anfang an nicht nur wahrer Mensch sondern auch Sohn Gottes war, nicht nur einfach ein Prophet.
In der Bibel wird der Stammbaum Jesu auch väterlicherseits auf Josef zurückgeführt (Mt 1,16), also Marias Verlobten (und wohl späteren Ehemann). Die Urchristen hatten vermutlich überhaupt kein Problem damit, Jesus als leiblichen Sohn Josefs und zugleich als wahren Sohn Gottes anzuerkennen, weil das eine eine naturwissenschaftliche, das andere aber eine theologische Aussage ist. Erst später, als Fragesteller daraus einen Widerspruch zu konstruieren versuchten, hat sich die Kirche genötigt gefühlt, diesen Widerspruch im Sinne der jungfräulichen Geburt aufzulösen, und damit der Gottessohnschaft Jesu Vorrang vor den biologischen Tatsachen einzuräumen.
In diesem Zusammenhang schrieb einst sogar Joseph Ratzinger (damals noch nicht Kardinal):
„[…] die Lehre vom Gottsein Jesu würde nicht angetastet, wenn Jesus aus einer normalen menschlichen Ehe hervorgegangen wäre. Denn die Gottessohnschaft, von der der Glaube spricht, ist kein biologisches, sondern ein ontologisches Faktum: kein Vorgang in der Zeit, sondern in Gottes Ewigkeit […]“
(J. Ratzinger, Einführung in das Christentum, 1968, ISBN: 3466204550 Buch anschauen)
Na schön, später hat der Kardinal Ratzinger eben diese Aussage als Irrtum zurückgezogen. Es zeigt aber doch, wie weit die Theologie in der wissenschaftlichen Diskussion ist …
Grüße
Wolfgang
Hallo Branden,
ich will hier nicht weiter mit machen, aber das fordert mich natürlich wieder ungemein heraus (scherzhaft wie immer).
Ich halte es für eine der schlimmen Techniken bestimmter
Interessengemeinschaften (dazu würde ich die Kirchen zählen),
Junktor, Phänomene, die man als Metaphern sehen soll, nicht
als solche zu kennzeichnen, sondern im Gegenteil als Dogmen zu
„verkaufen“.
Da bin ich völlig Deiner Meinung. ABER: Wenn man den Begriff „Dogma“ in diesem Zusammenhang nur so hin stellt, könnte man zur irrigen Meinung kommen, nur von Seiten der Kirche würden „Dogmen“ vorgegeben.
Was ist denn ein „Dogma“? Das ist doch nichts anderes, als eine beliebige unbewiesene Vermutung (Theorie) nach einer bestimmten Zeit nicht mehr als Vermutung sprachlich zu formulieren, sondern zu sagen: das ist so!, und danach auf der Grundlage dieser unbewiesenen Behauptung „Gesetzesformulierungen“ zu erstellen, die allen anderen dann als Verhaltenszwänge per Strafandrohung aufgezwungen werden.
Erst das ist dann ein „Dogma“.
Na ja, und jetzt beziehen wir doch auch einmal die so genannten „Wissenschaften“ in diese Betrachtung mit ein.
Meinst Du nicht, daß wir dann zum ganz gleichen Ergebnis kämen?
Die Massen verlangen eher nach Erklärungen
Sage ich auch immer (s.unten). Und wo sind sie?
Nichts für ungut.
Grüße
Gert
Schuster bleib bei deinen Leisten.
Hi,
(…)
Die Naturwissenschaft hat selber Absurditäten (zB. nichts kann
aus nichts entstehen, trotzdem gib es ja die welt), hat also
selber nicht einmal keine plausiblen heorieen, im Gegensatz
zum biblischen Glauben. Also ist die Bibel nicht absurder als
die Naturwissenschaft.
(…)
Das ist eine ganz deutliche Grenzüberschreitung.
Das erinnert mich an tiefstes Mittelalter, der „Logik“ von Inquisitoren, wie sie in Spielfilmen dargestellt werden.
Mit solchen „Aussagen“ killt man jegliche Diskussion und verliert obendrein den Anspruch, für voll genommen zu werden.
Ich weiss, du hast das nicht mit Absicht getan, aber das ist ja gerade das Schlimme.´
Gruss,