keine presse!
rehi marco,
Dann sag’ mir doch einmal, wer die ganzen Menschen sind, von
denen die Rede ist, sie müssten allesamt umlernen. Wir haben
zwar durch die Computer erhebliche Umwälzungen in den letzten
Jahren erlebt, aber sie waren nicht derart einschneidend, dass
etwa handwerkliche Berufe keinen „goldenen Boden“ mehr haben.
sorry, ich kann leider keine statistiken aufweisen, welche berufsgruppen wie hoch vertreten sind unter den langzeitarbeitslosen. ich denke mal, es sind eher die jobs, welche keine hohe vorbildung benötigen. kann auch wieder ein vorurteil sein, da das hier aber ein diskussionsforum ist, bringe ich mal meine meinung dar. ich denke hier vorallem auch an die vielen vielen kohlekumpel, die es wahrlich nicht nur im ruhrpott, sondern auch im osten gibt. daneben die vielen menschen, die nur manuelle fliessbandarbeit ausgeübt haben (stellwerksangestellte etc.), ich denke das könnte ich nun noch weiterspinnen. ich meine aber einfach jobs, jobs die durch monotonie etc. gekennzeichnet sind, eben der art, das maschinen sie leicht übernehmen können.
Auch Kaufleute werden nach wie vor gebraucht, nur sitzen sie
eben heute vor dem PC statt vor Karteikarten.
ja, klar, du erkennst es selber, früher brauchte man durch alte technik in einem steuerbüro 20 angestellte für die arbeit die heute 10 machen, da einfach computer und maschinen arbeiten abnehmen, die maschinell sogar schneller und effizienter erledigt werden können!
Neue
Berufszweige sind durch das Internet entstanden, aber wie wir
doch sehen mussten (Stichworte: 20.000 Inder, Green Card), ist
es nicht das Versäumnis der Bevölkerung, dass wir hier in
einen Nachteil geraten sind, sondern konkret Versäumnisse von
Wirtschaft und Politik.
das kann man sehen wie ein dachdecker
- du denkst bestimmt genauso einseitig wie ich. du schiebst es auf die politik und die wirtschaft. holen wir noch die arbeitnehmer ins boot und beschuldigen alle zu gleichen teilen, gehe ich mit.
sicherlich ist es ein versäumnis des staates, das die bildung i.S. informatik zu langwierig ist. das viele innovationen in der branche trotzdem aus deutschen unternehmen stammen, zeigt, das es auch unternehmen und personen in deutschland gibt, die den umschwung mitgestaltet haben. hier sehe ich immer die starke trägheit der deutschen, denen man viele sachen erst 10x vorkauen muss, bis sie schmackhaft erscheinen. dann muessen womöglich vorher alle risiken und probleme aus dem weg geräumt sein (durch andere!) und dann kanns langsam losegehn. hier fehlt wirklich die flexibilität, von heute auf morgen mal was auszuprobieren. dafür ist natuerlich indirekt auch der staat und die gesellschaft schuldig, aber ich denke, mein standpunkt ist deutlcih geworden!
Mir fällt kein rechtes Wort dafür ein,
aber weshalb wird eine Bevölkerung in diesem Bereich
verantwortlich gemacht, während die wirklich Verantwortlichen
sich dadurch aus der Affäre ziehen, die Menschen wären nicht
flexibel genug! Um flexibel zu sein, muss auch das Angebot
vorhanden sein, und dieses hat Wirtschaft und Politik nun
einmal zu schaffen.
warum trennst du „unflexible arbeitnehmer“ von der wirtschaft? der arbeitnehmer gehört genauso zur wirtschaft wie der kapitalgeber und der gesetzgeber!!!
daraus folgere ich: mitschuld der nun arbeitslosen unzureichend ausgebildeten!
Ansonsten sollten sie ihre Ämter
niederlegen, damit wir eine echte Basisdemokratie einführen
könnten - - dann könnte man tatsächlich die Verantwortung bei
den Menschen selbst suchen.
nene, das will ich wahrlich nicht!!!
Entschuldige bitte, aber das klingt für mich nun so, als wäre
es unbedacht einer Politikerrede oder der Zeitung entnommen.
NEIN, den satz habe ich mir wirklich selber ausgedacht und formuliert. wie du meiner VIKA entnehmen kannst, bin ich auch kein „bonze“ oder „kapitalist“, ich bin stinknormaler arbeitnehmer, aber leider einer, der nah an der wirtschaft ist und probleme auch mal von anderer seite sieht!
[…]
Ich weiss nicht, wer das gesagt haben soll. Fakt ist
jedenfalls, dass es zum einen nach wie vor um 4.500, nicht
5.000 DM geht,
okay, 2.788,91 DM sind aber auch noch nicht unter existenzminimum, oder? auf die frage hast du mir nicht geantwortet!!! ist dies in deinen augen ein billigjob???
zum anderen die Bezahlung unter dem üblichen
Tarif bei VW liegt.
Hier, wie leider auch auf vielen anderen
Gebieten, dient der Begriff der Arbeitsplatzbeschaffung nur
als blosses Argument dafür, Löhne durch die Hintertür drücken
zu wollen. Auf den ersten Blick sind die Standpunkte auch
schlüssig und nachvollziehbar, denn wer hätte schon etwas
gegen die Schaffung von Arbeitsplätzen einzuwenden.
Doch weshalb schafft man dann keine richtigen Arbeitsplätze
zu den üblichen VW-Tarifen?
sei mir nicht böse, ich möchte den tariflohn für einen förderbandangestellten gar nicht wissen, ich bekomme sonst einen üblen reiz zwischen magen und gaumen, der mich veranlasst mein abendbrot wiederzusehen 
im ernst: sind die tarifverträge nicht indirekt auch grund für die schlechte position deutschlands im gesamtbild europa? ich meine, wenn der „ich baue hier die sitze in den neuen lupo ein“ schrauber 6.900 DM brutto hat, ist es kein wunder, das diese autos zu teuer sind, das ich dann doch eher den koreaner fahre. das kann man m.E. nach, auch auf andere produkte ableiten!
Die Volkswagen AG hat nach Steuern
1999 einen Gewinn von 652 Mio. Euro (1,3 Mrd. DM), 2000 824
Mio. Euro (1,6 Mrd. DM) Gewinn gemacht. Der gesamte
Volkswagen-Konzern erwirtschaftete 1999 844 Mio. Euro (1,6
Mrd. DM), 2000 2,06 Mrd. Euro (4 Mrd. DM); im ersten Halbjahr
2001 beläuft sich der Gewinn nach Steuern auf 833 Mio. Euro
(1,6 Mrd DM). (Quelle: http://ir.volkswagen-ir.de/deutsch) Wie
ich schon einmal das arabische Sprichwort zitierte: „Das
Jammern ist der Gruss des Kaufmannes.“
824.000.000 euro gewinn! okay. bleiben wir bei den zahlen:
418.308.000 aktien hat die VW AG insgesamt ausgegeben.
kurs 52,94 Euro eine aktie heute. nennwertlose stückaktien.
(angaben von off. VW internetseite!)
etwas gerechnet: der gewinn verteilt sich auf die aktien,
dann bleiben pro aktie 1,9698 euro gewinn. bei heutigem kauf der aktie und hoffnung auf bleibende gewinne, bedeutet dieser gewinn eine verzinsung meines einsatzes von gerade einmal 3,72%. das ist nun wahrlich nicht berauschend, wobei man noch die momentan ohnehin schlechten kurse beachten muss.
also, grosse zahlen sind immer dann gross, wenn man sie nicht ins verhaeltnis setzt!
ich folgere: wenn ich bei dieser AG anteilseigner von ein paar wesentlichen % wäre, würde ich mal nachfragen ob das alles ist, was sie aus ihrer fa. rausholen!
sorry, unter wirtschaftlicher betrachtungsweise ist das so.
also, ein paar fragen für dich auf deren antwort ich mich freue.
gruss
vom showbee