Haue

Hallo,

ich möchte Euch eine Situation schildern die denke ich jedem so oder ähnlich schon einmal geschehen ist und die meinen Hass und meine Hilflosigkeit gleichzeitig hervorgerufen haben - kein schönes Gefühl.

Und zwar komme ich grad aus der Videothek, als eine asoziale Mutter ihren Sohn, der irgendwie gespolpert ist, packt, ihm eine hinten drauf haut und ihn anbrüllt. Man muss dazu sagen, dass der Kleine einfach noch nicht so weit war und von der Mutter so blöd „geschleift“ wurde, dass er einfach früher oder später stolpern MUSSTE.

Ich wollte sofort losbrüllen, aber dann dachte ich, nchher lässt sie es zu Hause noch mehr an dem Kleinen raus (die war echt nicht ganz dicht!!!) und so sah ich sie nur sehr scharf an und machte eine Handbewegund, so in etwa „bremsen“ (nur leicht angedeutet!).

Ich dachte mir, Deeskalation wär wohl das sinnvollste…aber so ganz wohl war mir dann auch nicht mehr, ich dachte mir, „toller Held, steht daneben und macht nix…“

Nun ja, wie reagiert IHR in solchen Situationen?

Sollte man schlichten?

Thx f. Anregungen!

Hey,

Nun ja, wie reagiert IHR in solchen Situationen?

ich finde das auch ganz schwer. Wenn man die Leute drauf anspricht, lassen sie es im Zweifelsfall nachher wieder an den Kindern aus, wie du schon sagtest.
In meiner direkten Nachbarschaft wohnt eine Familie (bzw. mindestens Mutter mit Kind) im Parterre - abends kann man fantastisch genau ins Wohnzimmer schaun (Parterre und keine Vorhänge, man kann gar nicht anders) - immer sitzt Mama vor der Glotze und der Kleine, grob geschätzt mal keine drei Jahre (ja, ich hab die auch mal auf der Straße gesehen, drum trau ich mich, es einzuschätzen) immer daneben. Der spielt nicht, hockt nur so daneben, während sie blöde vor sich hinstiert. Und zwar zu jeder Zeit, auch spät abends/nachts. Was soll man da machen???

Und in der Bahn saß eine Dame in meiner Nähe die meinte, ihren Hund drangsalieren zu müssen. Hat ihn nicht geschlagen, aber mit den Beinen geschubst und in eine Ecke unter ihren Beinen gedrängt und da festgehalten. War ein relativ kleines Tier, und gezittert hat der. Wenn nur die Nase zum Vorschein kam, hat sie ihn angebrüllt und wieder geschubst.

Aber solange nichts Offensichtliches vorliegt, Wunden, blaue Flecken etc… kann man wohl nichts machen. Seelische Grausamkeit ist eben schwer nachzuweisen…

LG,
Cess

Hallo,

oh je, das ist d i e Frage!

In solchen Situationen ist man natürlich sehr verunsichert. Du siehst ja nur Auswirkungen und Reaktionen. Was vorher passiert ist, unter welchem Druck die Menschen stehen etc., das sieht man ja nicht.

Ausdrücklich betonen möchte ich aber, dass Druck nicht bedeutet, ihn dergestalt abzulassen! Das steht jetzt nicht zur Diskussion, sondern einzig deine Frage, wie soll man reagieren.

Zurückkommend zum ersten Absatz bin ich der Meinung, dass du ganz gut reagiert hast. Bei nicht völlig ausrastenden Menschen sollte es reichen ihnen deutlich zu machen: Hallo, wir sehen dich und was du machst! Und wir finden es nicht gut, brems dich mal wieder. Du hast da ein kleines Kind, das noch nicht so kann wie du es gerne hättest.

Du schreibst nicht, ob und wie die Mutter auf deinen Blick und deine Geste reagiert hat. Aber offensichtlich hat sie ja nicht weiterhin auf ihr Kind eingeschlagen, oder? Entweder hat es also geholfen, oder die Situation war (schlecht) bereinigt.

Zusammenfassend: So wie du die Situation schilderst, hast du m.E. genau richtig reagiert und es waren keine weiteren Schritte nötig. Sonst könnte man höchstens laut auch andere auf den Ablauf aufmerksam machen, um die Mutter noch mehr aus ihrem kleinen Familiendrama heraus in die Öffentlichkeit zu stellen.

Oft sind die Menschen in solchen Momenten ja ganz absorbiert, als wären sie allein auf der Straße und das muss man beenden so wie du es getan hast.

Gruß
Nita

Ich vermute mal, ich würde die Chancen abwägen.

a) Wenn ich jetzt einfach ihr eine „scheuer“… wird sie Anzeige erstatten auf die Gefahr hin, dass ich dann auch eine Chance habe, das Jugendamt einzuschalten?

b) Mische ich mich ein… geht es dadurch irgendwem besser ausser vielleicht im Idealfall mir? Mache ich, wie du schon angedeutet hast, die Sache für das Kind nur noch schlimmer?

c) Ist die Situation überhaupt so, wie sie für mich aussieht?

… und so weiter…

Und bis ich dann damit fertig wäre, darüber nachzudenken, wären die beiden aus meinem Sichtfeld verschwunden und ich bliebe zurück mit der Erkenntniss:

„Zu lange gezögert; war wahrscheinlich besser so. Manchmal kann man einfach garnichts machen (ausser vielleicht alles schlimmer), egal wie gern man es würde.“

Hi,

ich stand am Wochenende mit meinem Jungen vor dem Supermarkt während meine Frau noch einmal mit dem Kleinsten hineingegangen war um etwas zu holen als ich sah wie ein Vater seinem Kind, es mag vielleicht drei Jahre alt gewesen sein, zwei drei „Klapse“ auf den windelfreien Po gab.

Ich hatte die Vorgeschichte nicht mitbekommen aber das Kind wollte sich schon vor lauter Angst auf den Po setzen nur hielt der Vater den Arm so doll fest das es schon fast an ihm hing.

Ich weiss nicht ob bewusst oder unbewusst aber mir rutsche ein Spruch raus… na da machen sie sich jetzt aber auch mit strafbar.

Sofort war ruhe, der Vater schimpfte noch kurz mit dem Kind und nahm es letztendlich in den Arm.

Als er es auf dem Arm hatte musste er sogar ein wenig lächeln als sie unsere Blicke noch einmal trafen, gerade so als würde er sagen wollen, tut mir leid, ist ihnen aber doch auch schon mal passiert ?!

Viele Grüße
Me

BGB § 1631 Abs. 2
Hi!

Für solche Fälle habe ich mittlerweile fast immer einen Ausdruck des 1631, Abs 2 BGB bei mir, welchen ich dem Elternteil (mittlerweile) ruhig mit einem ruhigen Kommentar in die Hand drücke!

Zum Einen nimmt es eigentlich jeder an, wenn ich es ihm mit dem Kommentar „lesen Sie das mal bitte“ in die Hand drücke, was den Nebeneffekt hat, dass diese Hand zum Schlagen nicht mehr taugt.

Zum anderen ist die ruhige Methode IMMER die bessere (was ich erst lernen musste, weil mein Adrenalinspiegel immer so in die Höhe schießt)!

LG
Guido

Hallo timekiller,

Und zwar komme ich grad aus der Videothek, als eine asoziale
Mutter ihren Sohn, der irgendwie gespolpert ist, packt, ihm
eine hinten drauf haut und ihn anbrüllt. Man muss dazu sagen,
dass der Kleine einfach noch nicht so weit war und von der
Mutter so blöd „geschleift“ wurde, dass er einfach früher oder
später stolpern MUSSTE.

Die Mutter verhält sich so, wie sie sich immer verhält.
Wahrscheinlich so lange wie sie das kind hat und so
lange wie sie das Kind haben wird.

Dein Instinkt war richtig. Es hat keinen Sinn,
in das Verhängnis einzugreifen, das weder die
arme Frau noch das arme Kind noch Du verschuldest.
Dir war klar, dass dieses Kind mit dieser Art der
„Erziehung“ klarkommt, auch wenn es Dir nicht gefiel.

Sollte man schlichten?

Mit welchem Ziel? Damit die Mutter „vor Deinen Augen“ solche
Handlungen unterlässt, von denen Du weisst, dass sie sich
100’fach wiederholen werden?

Ich denke, wenn die Situation tatsächlich ein
„Schlichten“ erfordert, würdest Du instinktiv
das richtige tun und eingreifen.

Grüße

CMБ

Keine leichte Entscheidung was zu tun ist! Bin selbst Mama von 2 Söhnen und selbst schon so manchesmal wütend durch die Strassen oder Supermärkte getigert - die hand ist mir jedoch niemals dabei ausgerutscht! Aber bis ich die Möglichkeit hatte meinen „Herren“ ins Gewissen zu reden traf mich auch schon manch vorwurfsvolle Blick von Anderen so als ob ich nicht in der Lgage wäre meine Kinder zu erziehen! Man fühlt sich da als Mutter/Vater ebenso hilflos da man seinem Kind offensichtlich nicht verklickert bekommt das es jetzt WICHTIG ist sich so zu benehmen oder was sein zu lassen oder auch was zu tun oder was auch immer! Als Eltern wird man tagtäglich vor harte Porben gestellt - und allen Herren recht getan… Oft hört man dann auch „wenn DAS meine wären würde ich sie übers Knie legen!“ (habe ich zwar zum Glück nie gehört - aber ich könnte mir vorstellen das es der Eine oder Andere vielleicht auch schon bei meinen Kindern gesagt hat wenn jemand etwas VOR mir bemerkte).

Dies soll sicherlich KEINE Entschuldigung sein - aber es kommt doch eben auf die Situation an und darauf WIE geschlagen wird1 Auch meine Kinder haben sicherlich als sie klein waren( bis ca 1 1/2 oder 2 Jahre) mal was auf die Finger bekommen wenn zum 100 mal ein Nein! von mir kam nicht an der Tischdecke zu ziehen - und ich finde da was auf die Finger allemal besser als unter Scherben oder etwas Heissem zu landen! (Auch wen ich jetzt in Ungnade falle!) Aber ich habe die WÜRDE meiner Kinder immer geachtet! Es waren einfache Machtspiele: wie weit kann man gehen! Danach reichte es dann wenn ich drohte - und heute kann man aller verbal klären (zum Glück).

Meine Söhne (heute 8 und 10 Jahre alt) wuchsen und wachsen somit ohne Angst auf und wissen sich trotzdem zu benehmen. Wer allerdings glaubt sein eigenes Verhalten würde auf die Kinder „abfärben“ der irrt bis zu einem gewissen Grad: den die Brüder prügelm sich auch untereinander ohne das sie Schläge von den Eltern bekommen!

Schlichten geht eigentlich nur dann, wenn man die Vorgeschichte mitbekommen hat und da ist es meist besser sich dann noch VOR der Haue „einzuschalten“ dann eskaliert es oftmals erst gar nicht so!

Wie auch immer: wenn ich jedenfalls sehen das jemand ungerechtfertigt sein Kind schlägt frage ich für gewöhlich ob er das auch bei seinem Chef macht wenn der was zu ihm sagt was ihm nicht passt! Meist kommt dann allerdings die Reaktion man hätte wohl selbst keine Kinder - und wenn sie dabei sind kann ich dann voller Stolz sagen: DAS sind Meine!

Gruss
Angelika

Hallo,

ich möchte Euch eine Situation schildern die denke ich jedem
so oder ähnlich schon einmal geschehen ist und die meinen Hass
und meine Hilflosigkeit gleichzeitig hervorgerufen haben -
kein schönes Gefühl.

Und zwar komme ich grad aus der Videothek, als eine asoziale
Mutter ihren Sohn, der irgendwie gespolpert ist, packt, ihm
eine hinten drauf haut und ihn anbrüllt. Man muss dazu sagen,
dass der Kleine einfach noch nicht so weit war und von der
Mutter so blöd „geschleift“ wurde, dass er einfach früher oder
später stolpern MUSSTE.

Ich wollte sofort losbrüllen, aber dann dachte ich, nchher
lässt sie es zu Hause noch mehr an dem Kleinen raus (die war
echt nicht ganz dicht!!!) und so sah ich sie nur sehr scharf
an und machte eine Handbewegund, so in etwa „bremsen“ (nur
leicht angedeutet!).

Ich dachte mir, Deeskalation wär wohl das sinnvollste…aber
so ganz wohl war mir dann auch nicht mehr, ich dachte mir,
„toller Held, steht daneben und macht nix…“

Nun ja, wie reagiert IHR in solchen Situationen?

Sollte man schlichten?

Thx f. Anregungen!

Hallo timekiller,

die Frage ist: was willst du erreichen?
Wenn du möchtest, dass die Mutter ihr Kind jetzt nicht hauen soll, dann könnte man sie schon um Unterlassung bitten, in der Hoffnung, dass sie sich verlegen zurückzieht.
Wenn du möchtest, dass sie nie mehr haut, dann gibt es für dich dann nichts zu tun, weil in dem Moment nichts zu erreichen ist.
Möchtest du dein Unbehagen zum Ausdruck bringen, tut dir das Kind leid, oder findest du die Handlungsweise der Mutter ungerecht, dann ist deine Äußerung nachvollziehbar, wenn auch es fraglich ist, wie die Mutter reagieren wird

Sollte man schlichten?

Das ist eine Frage der persönlichen Seelenhygiene. Ja, ich würde schlichten, weil es mich stört, wenn Kinder gehauen werden. Das ginge gegen mein Prinzip, nicht zuletzt weil Kinder dann auf Einmischungen angewiesen sind, wenn ihnen Unrecht geschieht. Kein Erwachsener muss ein Kind hauen, weil er auch anders mit ihm umgehen kann. Und darauf können nur wir erwachsene Mitmenschen Einfluß nehmen.
Das alles ist einfach eine Frage der persönlichen Einstellung. Ändern können wir Einzelne wenig, aber wir alle in der Summe ein bisschen mehr als wenig.

Grüße!
Carola

Hi,
ohne nähere Hintergründe zu kennen ist das schwierig.
Ich gebe auch gern zu, das ich, obwohl zwei Kinder, seltener in solche Situationen geraten bin als meine Frau. Mit kleinen Kindern einkaufen zu gehen, da können bei mancher Mutter je nach Streßsituation und Belastbarkeit schon mal die Nerven blank liegen.
Ich habe mich mit der Thematik befasst, weil immer wieder zu lesen ist das Kinder die geschlagen wurden auch selbst später ihre eigenen Kinder schlagen würden.
Ich bin da wohl dann ein Ausnahmebeispiel.
Gleich mit Paragraphen anzukommen, wie von Guido genannt,halte ich aber für kontraproduktiv. Dann kriegen die Kleinen dann eben zu Hause Scxhläge und nicht mehr in der Öffentlichkeit.
Gewalt fängt bekanntlich da an wo der Verstand aufhört.
Und obwohl ich strikt gegen körperliche Gewalt bin, halte ich das Gesetz das von Guido genannt wurde für Unfug.
Der Staat hat sich in meine Erziehung nicht einzumischen. Dazu bin ich sehr wohl selbst in der Lage.
Ich entscheide, was meine Kinder im Fernsehen schauen dürfen, welche Bücher sie lesen dürfen und welche Erziehungsmethoden angewendet werden.
Da soll unser Staat mal nicht so tun, als ob er plötzlich Kinderfreundlich geworden wäre. Das ist er nämlich nicht.
Und diesbezügliche Anzeigen verlaufen zu 98% im Sande.
Ein Gesetz, was nicht angewendet wird, ist für´n gelben Sack.
Aber sicher darf man seine Empörung in der Öffentlichkeit deutlich zeigen wenn ein Kind geschlagen wird und das sollte man auch. Man vergibt sich schliesslich nichts dabei.
Alles in allem ein schwieriges Thema.
Gruss Sebastian

Huhu!

Ich habe mich mit der Thematik befasst, weil immer wieder zu
lesen ist das Kinder die geschlagen wurden auch selbst später
ihre eigenen Kinder schlagen würden.
Ich bin da wohl dann ein Ausnahmebeispiel.

Bei mir ist es ganz ähnlich - wobei ein guter Bekannter von mir beim Jugendamt tätig ist und das auch immer wieder „bestätigt“!

Gleich mit Paragraphen anzukommen, wie von Guido genannt,halte
ich aber für kontraproduktiv. Dann kriegen die Kleinen dann
eben zu Hause Scxhläge und nicht mehr in der Öffentlichkeit.
Gewalt fängt bekanntlich da an wo der Verstand aufhört.

Das mag richtig sein! Allerdings fruchtet das bei meinen Erfahrungen weitaus besser, als die Leute lauthals an den Pranger zu stellen - das war dann schon mal derart kontraproduktiv, dass ich körperlich eingeschritten bin und den ein oder anderen Arm festgehalten habe!

Und obwohl ich strikt gegen körperliche Gewalt bin, halte ich
das Gesetz das von Guido genannt wurde für Unfug.

Es geht mir nicht um das (zugegeben weniger als halbherzige) Gesetz als solches! Als es im letzten Jahr zu einer Verurteilung einer Mutter kam, hatte ich ein paar Kopien der Zeitungsmeldung gemacht…
Es geht erst mal darum, dass die Hand blockiert und das Elternteil abgelenkt wirkt!
Sozusagen: Psychologie für Anfänger…

Der Staat hat sich in meine Erziehung nicht einzumischen. Dazu
bin ich sehr wohl selbst in der Lage.

Das mag bei Dir zutreffen! Bist Du auch der Meinung, dass der Staat sich rauszuhalten hat, wenn Kinder regelmäßig grün und blau geprügelt werden, weil die Leute sehr wohl in der Lage sind, ihre Kinder zu erziehen?

Ich entscheide, was meine Kinder im Fernsehen schauen dürfen,
welche Bücher sie lesen dürfen und welche Erziehungsmethoden
angewendet werden.

Wobei ich im Leben niemals körperliche (und auch seelische) Gewalt als Erziehungsmethode deklarieren werde!

LG
Guido

2 „Gefällt mir“

Verständnis statt Verachtung
Guten Morgen,

als ich noch kinderlos war, habe ich dieses Schauspiel im Supermarkt entnervt beobachtet.
Schreiende, sich am Fußboden wälzende Kleinkinder, die altersgemäss versuchen ihren Willen durchzusetzen, eine verschwitzte, entnervte Mutter die versucht das Kind zum aufstehen zu bewegen und gleichzeitig auf das Geschwisterkind achten muss…

Ich war abgestossen und fasziniert zugleich.
Und selbstverständlich war mir klar, dass mir sowas NIE passieren würde.
Nie. Niemals nicht. Das wäre ja noch schöner.
Sowas, wie kann man solch gravierende Erziehungsfehler machen, das ist ja unglaublich, sieh dir mal diese unerzogenen Blagen an!
Und wenn die Mutter dem Kind dann noch einen Klaps gegeben hat! OoOoOhh!!!

Jahre später hatte ich selber kleine Kinder, war alleinerziehend und auf mich gestellt in allen Belangen und musste sie gezwungenermaßen zum Einkaufen mitnehmen obwohl es wahrlich schöneres gibt.

Und da gibt es Tage, in denen man völlig überfordert und gestresst ist, weil die Kleinen schon seit 5 Uhr morgens auf sind und schon 7 Trotzanfälle hatten, man schon komplett am Ende ist und nur noch auf den Abend (bzw. Mittagsschlaf) wartet… und dann flippen die Kinder im Supermarkt aus weil sie ein Schokoladenei wollen.

Naja was soll ich sagen, meine Sichtweise hat sich sehr verändert, und wenn auch selten, war ich doch auch eine der Mütter die dem Kind dann mal einen Klaps auf die Windel gegeben haben, mehr aus Hilflosigkeit, aber da sieht man mal, wie sich die Dinge ändern. Schweissgebadeten Müttern mit bockigen Kindern an der Hand begegnete ich fortan mit einem mitfühlenden Blick statt einem verächtlichen. Denn auch die geduldigste Mutter hat mal einen schlechten Tag.

Es gibt da so ein Sprichwort… Urteile nicht über jemanden bevor du nicht eine Meile in seinen Schuhen gelaufen bist oder so ähnlich.

Um es klar zu machen, ich bin gegen Gewalt und schlage meine Kinder nicht.
Aber es gibt Momente wo auch die beste Mama überfordert ist.
Wir sind alle nicht perfekt.

Statt zu verurteilen sollte man lieber versuchen zu helfen oder wenigstens Verständnis aufzubringen.
Ein aufmunterndes Lächeln oder eine nette Bemerkung kann die Situation enorm auflockern und die Mutter aus der Stresssituation herausholen.
Anklagende Blicke der Umstehenden („Was für eine unfähige Mutter!“) machen alles nur noch schlimmer, denn sie setzen die Mutter unnötig unter Druck.

Gruß
Claudia

Hi!

Für solche Fälle habe ich mittlerweile fast immer einen
Ausdruck des 1631, Abs 2 BGB bei mir,

Hab ich das richtig verstanden? Du hast Kopien von Gesetzestexten bei dir und bei Bedarf drückst du die deinem Gegenüber in die Hand?

Wieviele Ordner schleppst du so mit dir rum?

Grüße Dusan

Hi!

Hab ich das richtig verstanden? Du hast Kopien von
Gesetzestexten bei dir und bei Bedarf drückst du die deinem
Gegenüber in die Hand?

Du hast!
Allerdings ist hier die Rede nur von einem Absatz!

Wieviele Ordner schleppst du so mit dir rum?

Das Teil passt bequem 3-4 mal auf eine DIN A 4 Seite :wink:

Not macht halt erfinderisch!

LG
Guido

Noch ein paar Infos…
Hallo,

ich habe mir alle Antworten durchgelesen und werde jetzt mal zusammenfasend antworten was mir so einfällt:

1.) Es war kein „Klaps einer überforderten Mutter“. Ich weiß, dass Kleine sehr, sehr renitent sein können und Mütter auch nur Menschen sind . Dies habe ich aber bereits berücksichtig. Es ging in diesem Fall aber um unkontollierten Aggrssionsabbau an einem kleinen Kind, das sich nicht wehren kann: Kind wird geschleift, stolpert schon fast über die eigenen Beine, Bordstein bringt es endgültig zum Stolpern, es fällt hin, wird durch die Luft hochgezogen, gehauen und beschimpft etc. Es sah grotesk aus, als würde da eine SACHE und kein Kind sein!

2.) Die Monster-Mutter hat dann aufgehört, als sie mich sah, etwas grummelnd.

3.) Mir ist klar, dass ich langfristig wenig ändern kann, aber ich möchte in solchen Situationen wenigstens einen kleinen sinnvollen Beitrag leisten.

4.) Die Mutter kam aus der Unterschicht und war mit allem überfordert - mit sich selber, mit ihrer Lage etc. Das gibt ihr aber noch lange nicht das Recht, ihren Hass an einem kleinen Kind rauszulassen. Es gibt einfach Grenzen, da zählen keine Entschuldigungen mehr, fertig Ende.

5.) Das Kind wird es überleben, aber mir geht es ums Prinzip: Tatenloses Wegschauen ist mir einfach zuwider!

mfg

The same procedure…
Hi!

Irgendwie gab es diese Diskussion in ähnlicher Form doch schon ein oder zwei *bg* mal…

Ich war abgestossen und fasziniert zugleich.

Warum abgestoßen?
Wie sagte M. Culkin mal in einem Film: Ich bin Kind! Das ist mein Job!

Sowas, wie kann man solch gravierende Erziehungsfehler machen,
das ist ja unglaublich, sieh dir mal diese unerzogenen Blagen
an!

Wer in dieser Situation von ungezogenen Blagen spricht, hat schlicht so gar keine Ahnung!
Wieso dem also Beachtung schenken?

Und wenn die Mutter dem Kind dann noch einen Klaps gegeben
hat! OoOoOhh!!!

Das „OoOoOhh!!!“ teile ich! Einfach aus dem Grund, weil es schlicht unnötig ist!

Und da gibt es Tage, in denen man völlig überfordert und
gestresst ist, weil die Kleinen schon seit 5 Uhr morgens auf
sind und schon 7 Trotzanfälle hatten, man schon komplett am
Ende ist und nur noch auf den Abend (bzw. Mittagsschlaf)
wartet… und dann flippen die Kinder im Supermarkt aus weil
sie ein Schokoladenei wollen.

Sie sind Kinder! Das ist deren Job!

Naja was soll ich sagen, meine Sichtweise hat sich sehr
verändert, und wenn auch selten, war ich doch auch eine der
Mütter die dem Kind dann mal einen Klaps auf die Windel
gegeben haben, mehr aus Hilflosigkeit, aber da sieht man mal,
wie sich die Dinge ändern. Schweissgebadeten Müttern mit
bockigen Kindern an der Hand begegnete ich fortan mit einem
mitfühlenden Blick statt einem verächtlichen. Denn auch die
geduldigste Mutter hat mal einen schlechten Tag.

Den sie in Form körperlicher Gewalt dann an ihren Kindern auslassen muss? Wofür gibt es Sandsäcke oder treffender: Die Menschen, die in solchen Situationen blöde Bemerkungen machen, statt die gestresste Mutter zum Beispiel an der Kasse vor zu lassen?
Das ist jetzt kein Aufruf, denen eine reinzuhauen, aber ein spitzer Kommentar zum Adrenalinabbau hilft da auch echt gut!

Es gibt da so ein Sprichwort… Urteile nicht über jemanden
bevor du nicht eine Meile in seinen Schuhen gelaufen bist oder
so ähnlich.

Wurde hier geurteilt (ok - JETZT wurde das von mir!)?
timekiller hat doch nur gefragt! Vielleicht, WEIL er nicht einfach aburteilen wollte, sondern lieber hinterfragt, bevor er etwas Unüberlegtes tut?
Würden sich alle Menschen erst mal mit der Materie beschäftigen, bevor sie Entscheidungen treffen, würde es allen Menschen besser gehen!

Um es klar zu machen, ich bin gegen Gewalt und schlage meine
Kinder nicht.

Du hast doch gerade etwas anderes behauptet?!

Aber es gibt Momente wo auch die beste Mama überfordert ist.
Wir sind alle nicht perfekt.

Richtig! Und wenn man mit anderen Menschen nach einem echt gestressten Tag größere Probleme hat, dann gibt man auch denen einen Klaps?
Sei mir nicht böse, aber „unzivilisiert“ ist noch der harmloseste Begriff, der mir dazu einfällt!

Statt zu verurteilen sollte man lieber versuchen zu helfen
oder wenigstens Verständnis aufzubringen.

Ich denke, das macht der Fragende hier gerade!

Ein aufmunterndes Lächeln oder eine nette Bemerkung kann die
Situation enorm auflockern und die Mutter aus der
Stresssituation herausholen.
Anklagende Blicke der Umstehenden („Was für eine unfähige
Mutter!“) machen alles nur noch schlimmer, denn sie setzen die
Mutter unnötig unter Druck.

Das mag bis zu einem gewissen Level alles richtig sein! BIS ZU EINEM GEWISSEN LEVEL halt!

Aber ich stimme mit Dir überein, dass das Verhalten der Gesellschaft gerade im Bezug auf Kinder gelinde gesagt „scheiße“ ist!
Und ich könnte mir vorstellen, dass gerade in der „Supermarkt-Situation“ Kleinigkeiten wie „verständnisvolles Lächeln“, „An-Der-Kasse-Vorlassen“ oder auch mal ein freundliches Wort ans KIND deeskalierend wirken könnten!

Als Teenie habe ich Mütter mit ihren quängelnden Kindern an der Kasse vorbeigelassen, weil mir die Situation auf den Sack ging, heute habe ich da eine andere Motivation - aber verstanden, warum eine Mutter (oder auch ein Vater) ihr (sein) Kind schlägt, weil „die Gesamtsituation unbefriedigend ist“ habe ich weder damals noch heute!

LG
Guido

2 „Gefällt mir“

Hi!

1.) Es war kein „Klaps einer überforderten Mutter“. Ich weiß,
dass Kleine sehr, sehr renitent sein können und Mütter auch
nur Menschen sind . Dies habe ich aber bereits berücksichtig.
Es ging in diesem Fall aber um unkontollierten Aggrssionsabbau
an einem kleinen Kind, das sich nicht wehren kann: Kind wird
geschleift, stolpert schon fast über die eigenen Beine,
Bordstein bringt es endgültig zum Stolpern, es fällt hin, wird
durch die Luft hochgezogen, gehauen und beschimpft etc. Es sah
grotesk aus, als würde da eine SACHE und kein Kind sein!

Das konnte man durchaus so erkennen!

3.) Mir ist klar, dass ich langfristig wenig ändern kann, aber
ich möchte in solchen Situationen wenigstens einen kleinen
sinnvollen Beitrag leisten.

Das konnte man durchaus so erkennen!

4.) Die Mutter kam aus der Unterschicht

Was man nun nicht wirklich als Argument zählen lassen kann! Die Freundin meines Bruders war seit der Geburt ihres mittlerweile 13-jährigen Sohnes (der wirklich nicht wenig Mist baut) auf sich alleine gestellt und musste die Unterstützung unseres Staates in Anspruch nehmen (obwohl sie immer irgendwo gearbeitet hat - aber es reichte halt nicht).
Geschlagen hat sie ihr Kind trotzdem nie!

und war mit allem
überfordert - mit sich selber, mit ihrer Lage etc. Das gibt
ihr aber noch lange nicht das Recht, ihren Hass an einem
kleinen Kind rauszulassen. Es gibt einfach Grenzen, da zählen
keine Entschuldigungen mehr, fertig Ende.

Ich ziehe die Grenzen da vermutlich noch ein wenig enger als die meisten Menschen, aber finde es generell bedenklich, dass immer ans Verständnis für die Situation appelliert wird, statt die Situation einfach zu ändern…

5.) Das Kind wird es überleben, aber mir geht es ums Prinzip:
Tatenloses Wegschauen ist mir einfach zuwider!

Danke fürs Hinsehen!

LG
Guido

[off topic] Blues von J. Kerth
He, junge Mutti (Kerth / Kerth)

Sechzehn Uhr, da kommst du aus dem Tor,
du willst zum Kindergarten.
Du holst dort dein Kleines ab,
ja, es wird schon auf dich warten.
Danach habt ihr noch viel zu besorgen
für heut Abend und für Morgen.
Ihr rennt dann durch die Stadt,
ihr wühlt euch durch Geschäfte,
das braucht Kräfte.

Da passiert `s.
Die kleinen Beine kommen nicht mehr mit.
Ein Bordstein bringt sie aus dem Tritt.

He, junge Mutti,
warum schlägst du denn dein Kind.
Hallo, junge Mutti
warum schlägst du denn dein Kind.
Du sagst es wär` dein Liebstes,
könntest ohne es nicht sein.
Würdest verrückt wenn ihm was passierte,
trotzdem haust du ihm eine rein.

Du sagst ihr hättet auch gekriegt
und wäret groß geworden.
Geschadet hätte euch das nicht.

He, junge Mutti,
warum schlägst du denn dein Kind.
Hallo, junge Mutti
warum schlägst du denn dein Kind.
Du sagst es wär` dein Liebstes,
könntest ohne es nicht sein.
Würdest verrückt wenn ihm was passierte,
trotzdem haust du ihm eine rein.

Du sagst hinterher tut s dir selbst oft leid. Man ist eben auch so nervös. Doch bevor dir wieder mal die Hand ausrutscht, denk doch mal an dieses Lied.

He, junge Mutti,
warum schlägst du denn dein Kind.
Hallo, junge Mutti
warum schlägst du denn dein Kind.
Du sagst es wär` dein Liebstes,
könntest ohne es nicht sein.
Würdest verrückt wenn ihm was passierte,
trotzdem haust du ihm eine rein.

Hi,

das ist nicht dein Ernst - oder etwa doch?
Nicht, dass ich für Gewalt bin, aber mit einer Kopie eines § in der Tasche durch die Gegend zu laufen um diese den Leuten, die es deiner Meinung nach nötig hätten, in die Hand zu drücken, das ist das Lächerlichste, was mir seit langem zu Ohren gekommen ist.

Wenn du zuviel Zeit hast und etwas gegen Gewalt tun willst, dann bringe dein Potenzial bei irgendwelchen Organisationen unter, aber laufe nicht Gefahr, dass man dich wegen solchen Aktionen irgendwann nicht mehr ernst nimmt.

Nix für ungut, aber das musste raus.

mG
nyke

4 „Gefällt mir“

Ironie ist an dich verschwendet, ja? *L*