Hausaufgaben-Kontrolle

Hallo,

ich habe schon seit einiger Zeit ein Problem mit meiner Tochter. Sie macht einfach (fast) nie ihre Hausaufgaben. Sie ist mitlerweile in der sechsten Klasse, da denke ich sollte es doch auch mal ohne Kontrolle klappen. Wenn ich sie frage, ob sie die Aufgaben schon gemacht hat, dann murmelt sie immer ein „mhhmm“, manchmal ist sie auch schon zur Tür raus. Oder sie ruft „noch niiiicht, mach ich nooch!“, dann hofft sie, dass ich’s wieder vergesse. Wenn ich ihr sage, dass das so nicht geht und sie sich jetzt hinsetzen soll, wird sie genervt und verschwindet in ihr Zimmer. Ich gehe dann davon aus, dass sie etwas tut, wenn ich zwischendurch reinschaue sitzt sie am Schreibtisch. Doch von den Lehrern kommt immer wieder die Beschwerde. Nun bin ich nicht ständig zur Aufsicht da, und sie muss doch auch mal selbstverantwortlich diese Dinge erledigen. Soll ich mich wirklich noch daneben setzen und sie die ganze Zeit beaufsichtigen? Zumal ich ihr meist nicht viel helfen kann, bei den Aufgaben. Ich weiß ja auch nicht, was sie auf hat. Wenn sie mir erzählt, es gab keine Hausaufgaben, so muss ich das ja glauben.
Weiß jemand einen Rat, wie ich ihr „helfen“ kann, selbstständig und „selbstverständlich“ Ihre Aufgaben gewissenhaft zu erledigen. Alle bisherigen Gespräche haben zwar guten Willen ihrerseits gezeigt, jedoch letzendlich keine Wirkung gehabt. Ich mache mir wirkliche Sorgen, dass sie sich viele Chancen verbaut, sie ist nicht dumm aber ihre Arbeitshaltung…:frowning:

gruß,

Melanie

ich habe schon seit einiger Zeit ein Problem mit meiner
Tochter. Sie macht einfach (fast) nie ihre Hausaufgaben.

Hallo Melanie,

dieses Problem kennen bestimmt mehr als die Hälfte aller Eltern, aber ich fürchte, eine Patentlösung ist noch nicht gefunden.

Alle bisherigen Gespräche haben
zwar guten Willen ihrerseits gezeigt …

Hast du es dabei bei gutem Zureden belassen oder auch schon mal versucht, mit ihr ein Abkommen zu schließen (z.B. Hausaufgaben zu festen Zeiten, dafür evtl. Zugeständnisse deinerseits bei der Freizeitgestaltung …)?

Nun bin ich nicht ständig zur Aufsicht da …

Zumal ich ihr meist nicht viel helfen
kann, bei den Aufgaben

Das entspricht auch nicht dem Sinn der Hausaufgaben und ist normalerweise von den Lehrern gar nicht erwünscht.

Wenn sie mir erzählt, es gab keine Hausaufgaben, so muss
ich das ja glauben.

Hier gäbe es eine Möglichkeit, die allerdings große Konsequenz erfordert:
An den meisten Schulen sind Hausaufgabenhefte eingeführt, in welche die Kinder noch während des Unterrichts eintragen, was sie aufbekommen haben. (Falls das an eurer Schule nicht der Fall ist, besorg eines im Schreibwarenhandel.)
Du könntest alle Lehrer deiner Tochter bitten, für ihr jeweiliges Fach diesen Eintrag in ihr Heft möglichst in jeder Stunde zu kontrollieren (dafür genügt ein kurzer Blick) - den meisten Lehrern ist das sicherlich lieber als der ständige Ärger mit fehlenden Hausaufgaben. Auf diese Weise kannst du dir zu Hause die Einträge und die dazu gemachten Aufgaben vorlegen lassen, das geht relativ schnell, und die Ausflucht „Wir haben nichts auf“ funktioniert dann nicht mehr so einfach.

Du wirst sicher noch gute Tipps von „Leidensgefährten“ bekommen.

Gute Nerven wünscht dir
Kreszenz

Hi,
ich weiß ja nicht wie streng du mit deiner Tochter bist/sein möchtest in dieser Beziehung, aber ich würde sagen: Wenn sie’s von alleine nicht macht, dann braucht sie eben Kontrolle. Vielleicht wird ihr das irgendwann zu blöd und sie macht’s lieber selber. Macht es doch einfach so, dass sie zu einem bestimmten Zeitpunkt das Hausaufgabenheft mit erledigten HA vorlegen muss (z.B. vor oder nach dem Abendessen, bestimmte Zeit, etc.).
So kann sie sich ihre Zeit selber einteilen und selber entscheiden, wann sie ihre Sachen erledigt. Da würd ich sie dann aber auch nicht dauernd Nerven von wegen „Hast du schon …?“ oder „Na komm, mach doch …“
Wenn sie es dann bis zur vereinbarten Zeit nicht gemacht hat, folgen Konsequenzen (TV-Verbot, oder ähnliches, du weißt sicher am besten, auf was deine Tochter ungern verzichten möchte). Und sie muss die Aufgaben dann in deiner Gegenwart erledigen …
In Kombination mit dem Tipp vom ersten Beitrag (Hausaufgabenheft-Kontrolle durch die Lehrer) kann man so sicher erstmal Beschwerden der Lehrer aus dem Weg gehen. Vielleicht macht’s ja irgendwann mal Klick bei ihr, und sie gewöhnt sich dran ihre Aufgaben von allein zu machen.

Tschüssi,
Anja

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Melanie,

dieses Problem hat sich bei uns auch entwickelt, weil ich bei unserem Siebtkläßler die Kontrolle vernachlässigte, was durchaus seine Wirkung auf die Noten gezeitigt hat.
Ich hatte nämlich auch gedacht, es sollte doch mal ohne Kontrolle klappen, ja denkste.

Seit einem Vierteljahr müssen die Hausaufgaben noch am selben Tag erledigt werden. Ich kontrolliere abends. Sind Nacharbeiten nötig, kann es durchaus spät werden, aber alles geschieht in entspannter Atmosphäre.
Denn man kann Hausaufgaben vergessen, hinschludern, nichts kapiert haben und ahnungslos irgendwas hinschmieren usw. - kann man aber alles noch vor Mitternacht wieder hinkriegen.

Zoff gibt es dann, wenn sich trotzdem Lehrer wegen fehlender Hausaufgaben beschweren. Hausaufgaben nicht im Hausaufgabenheft zu notieren - das ist ein Verbrechen.

Gruß,

Wolfgang Berger

Hi Melanie,
dieses Problem dürften wohl alle Eltern haben.
Wir haben zwei Wege versucht, der eine (hab ich hier auch schon gelesen) ständige Kontrolle. Was steht im Hausaufgabenheft, stichprobenartiger Abgleich mit anderen Schülern, wo man Eltern gut kennt und anschließend Kontrolle der Hausaufgaben (auch der Berichtigungen von Arbeiten usw.
Außer Streß hat das eigentlich nicht viel gebracht. Zum Glück ist bei diesem Kind jetzt scheinbar der Knoten geplatzt und es läuft. Seid etwa einem halben Jahr verbessern sich dort auch die Zensuren.
Bei dem anderen machen wir es so, daß er jeden Tag etwa eine Stunde was für die Schule machen muß, sind keine Hausaufgaben auf muß er eben üben oder nur Vokabeln lernen. Dabei bleibt seine Zimmertür offen und das Radio aus. Da kann es schon mal sein, daß ein Kumpel 20 Min. warten muß ehe er fertig ist.
Ist zwar auch nicht das gelbe vom Ei aber eine der wenigen verbleibenden Möglichkeiten.
Gruß Dobbs

Hallo Melanie,

danke, dass du dieses Thema angesprochen hast. Ich habe hier hilfreiche Tipps gefunden.

Bei uns wird es so gehandhabt. In Absprache mit der Klassenlehrerin muss unser Knabe das Hausaufgabenheft jedem Fachlehrer zum Abhaken nach der Stunde vorzeigen.

Es gibt einen Klassendienst, der die Hausaufgaben an eine extra Tafel im Klassenraum schreibt.

Hausaufgaben werden bei uns immer nach dem geruhsamen Mittagessen gemacht - ohne Hausaufgaben keine Freizeit.

Leider habe ich so einen Spezi, der sehr erfinderisch mit Ausreden ist. Lehrer hatte keine Zeit zum Abzeichnen, Klassendienst hat nichts an die Tafel geschrieben usw. Das Problem ist leider nicht aus der Welt. Leider versäumen es auch ein paar Lehrer, ins Heft zu schreiben, wenn er die Hausaufgaben vergessen hat oder sie unvollständig sind. Das setzt aber auch voraus, dass ich ständig die Hefte kontrolliere.

Das ist mein persönliches Problem - mittlerweile reagiere ich allergisch auf das Thema Schule.

Ich habe von einer Schule gehört, an der die Kinder vom Lehrer einen Stempel auf die Hand bekommen, wenn sie die Hausaufgaben vergessen haben. Die Hausaufgabenversäumnisse sind in der Schule drastisch zurückgegangen.

Unsere Klassenlehrerin war begeistert von der Idee. Gab aber zu bedenken, dass manche Eltern was dagegen haben könnten. Ich bat darum, es nur bei unserem Sohn machen zu lassen, sollten Beschwerden kommen, sollten sich die Eltern an mich wenden. Leider hatte aber die Schulleitung etwas gegen diese Aktion.

Viele Grüße
Utemaus

Hallo Melanie,

so ähnlich wie meine Vorschreiber/innen komme auch ich nicht um Kontrolle herum. Daneben setze ich mich nicht. Aber ich will wissen, was sie aufhaben, um mir Bild zu machen, worauf die Lehrerin hinaus will, und vergleiche das mit ihrem Ergebnis.
Der feste Zeitpunkt zum Hausi machen hat sich bei uns bewährt. Hin und wieder frage ich vorab nach, ob sie ihnen klar ist, was erwartet wird, oder ob ich ihnen beim Nachdenken helfen kann. Damit hoffe ich, dass sie vorm geistigen Auge schon am Machen sind, und der Weg bis zum Heft rausholen und Stift nehmen nicht mehr ganz so weit ist.

Mir sind aber noch andere Gedanken gekommen:
Pflichtbewußtsein und Dinge tun, die keinen Spaß machen will gelernt sein. Und bei den Meinen habe ich keine Garantie für gleichmäßig gute Noten, so dass sie Zuhause üben müssen. Als sie mir mal in den Ferien vorjammerten, wie doof doch Hausaufgaben sind, sprachen wir das Thema ausgiebig durch: Daheim üben ist eine Chance für bessere Noten keine Strafarbeit, dient zum besseren Verständnis des Stoffes, ist ein Teil der morgendlichen Schulzeit, die Pflicht ist usw.
Mir geht es darum nicht immer die böse Mutter mit ihren Drohnungen spielen zu müssen, mit dem Ergebnis „na, gut dann mach´ich es halt“, sondern ihnen auch zu einer gewissen Einsicht zu verhelfen.

Und tatsächlich. In einer Zeit, als meine Große beim Stoff nicht mehr mitkam, und sie dann Zuhause (ich mußte sie ordentlich anschieben *seufz*) regelmäßig übte, bekam sie nach kurzer Zeit wieder Anschluß, und war stolz, weil sie aus eigener Kraft aus einer unguten Situation wieder heraus kam.

Hausaufgaben sind nervig, das weiß ich noch aus meiner Schulzeit. Aber wie gut ist es, wenn es Eltern gibt, die einem helfen den kindlichen Schweinhund in Zaum zu halten :wink:))

viele Grüße
grilla

das ist ein Verbrechen?
Hallo!

Wie meinst du das?

Siân

Hallo Utemaus,
so ganz stimme ich dir da nicht zu.

Ich habe zwar keine Kinder, aber aus meiner Sicht ein paar Kommentare:

Bei uns wird es so gehandhabt. In Absprache mit der
Klassenlehrerin muss unser Knabe das Hausaufgabenheft jedem
Fachlehrer zum Abhaken nach der Stunde vorzeigen.

Sowas ist mir zum Glück nie passiert, und selbst wenn es „hilft“, ist sowas für ein Kind (egal ob 6 oder 16) mehr als blamabel, das ist ja fast (?) wie anprangern.

Es gibt einen Klassendienst, der die Hausaufgaben an eine
extra Tafel im Klassenraum schreibt.

SOWAS hätte ich damals gern gesehen! Denn ob du als Mutter es glaubst oder nicht, diese Tafel wäre bei uns damals allein von unserem Mathe- und Latein-Lehrer randvoll gewesen.
Es gibt/gab Lehrer, die scheinbar denken, außer ihren Aufgaben gäbe es keine anderen. Das ist keine Übertreibung - ich war kein schlechter Schüler, aber an den zwei Fächern habe ich immer Stunden gesessen (komischerweise nur, solange wir die 2 Lehrer hatten!)

Hausaufgaben werden bei uns immer nach dem geruhsamen
Mittagessen gemacht - ohne Hausaufgaben keine Freizeit.

So lief es bei mir auch. Umso größer wurde mein Frust diesen zwei Lehrern gegenüber, die mir regelmäßig den kompletten Tag versauten. Was liegt also näher, als mal auf die Hausaufgaben zu sch***** *sorry*?

Ich habe von einer Schule gehört, an der die Kinder vom Lehrer
einen Stempel auf die Hand bekommen, wenn sie die Hausaufgaben
vergessen haben. Die Hausaufgabenversäumnisse sind in der
Schule drastisch zurückgegangen.

Sag mal, geht’s eigentlich noch extremer? *kopfschüttel*

Als Letztes denk(t) bitte noch drüber nach, was von einem durchschnittlicher Schüler/in verlangt wird, im Gegensatz zu dir und mir: Ich arbeite zwar bis nachmittags, aber den Beruf habe ich mir ausgesucht, er macht mir Spaß und ich beherrsche das Fachgebiet, und Punkt XX Uhr ist Schluss! Klar muss jeder immer dazu lernen, aber was ein Schüler täglich (ohne Interesse) in sich reinstopfen muss, plus ständige Prüfungsangst, sehe ich heute aus anderen Augen. ICH möchte NICHT nochmal aufs Gymmi (obwohl ich freiwillig danach die Technikerschule besucht habe, abends, nach der Arbeit).

Das Ganze soll nicht als Aufforderung zum schludrigen Arbeiten verstanden werden, aber ich verstehe durchaus die Motive diverser Schüler/innen.

Gruß,
Markus

1 „Gefällt mir“

etwas off topic
Hi!
Gibt es eine Möglichkeit diese Schule wieder zu kriegen??
Gruß
Cornel

Hi Melanie,

das Hausaufgaben-Problem ist mir auch bekannt - allerdings eher aus Lehrersicht :wink:

Zuerst möchte ich noch darauf hinwiesen, dass der (Un-)Sinn von Hausaufgaben immer noch nicht wissenschaftlich geklärt ist… Außerdem gibt es bestimmte zeitliche Begrenzungen, die nicht überschrittenwerden sollten. Sitzt dein Kind deutlich länger (arbeitend! nicht träumend) an den HA, kannst du das ohne weiteres abbrechen und dem Lehrer eine kurze Notiz schreiben.

Aber zurück zum eigentlichen Problem: Ich hatte auch eine Schülerin, die ihre HA eher selten bis nie angefertigt hat… Schimpfen, Drohen, (seitens der Mutter) oder Nachsitzen zum Nacharbeiten (als es mir dann zu bunt wurde) halfen kein Stück.
Schließlich habe wir folgendes abgemacht (in Absprache mit dem Mädel):
a) Ich unterzeichne in ihrem HA-Heft, dass sie die HA korrekt eingetragen hat. (Haben die Fachlehrer dann auch gemacht.)
b) Die Mutter zeichnet zu Hause gegen, dass sie die HA gesehen hat.
c) Für jeden Tag, an dem die HA vollständig waren, gab es einen Stern in einer Tabelle, die ich dem Mädchen gegeben habe. Für 10x gemachte HA gab es 1x HA-frei. (War mit der Klasse abgesprochen, damit keiner rumnölt usw. Alle haben es sofort eingesehen und niemend war dagegen.)

Zuerst fiel es dem Mädel unheimlich schwer, aber nach etw4 6 Wochen klappte es immer besser.

Positive Verstärkung bringt meiner Erfahrung nach eben mehr als negative.

Viele Grüße,
Saskia

der Unsinn mit den Hausaufgaben
Hallo Saskia,

Zuerst möchte ich noch darauf hinwiesen, dass der (Un-)Sinn
von Hausaufgaben immer noch nicht wissenschaftlich geklärt
ist…

Davon bin ich überzeugt, dass in lerntechischer Hinsicht Hausaufgaben nicht notwendig sind. Wäre unser Schulsystem mit seinem schulischen Tagesablauf anders konstruiert, dann wären Hausaufgaben überflüssig, mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass es weniger schlechte Schüler gäbe - sprich das Ergebnis des Lernziels wäre im Notendurchschnitt besser.

viele Grüße
grilla

Anmerkung
Hallo,

Davon bin ich überzeugt, dass in lerntechischer Hinsicht
Hausaufgaben nicht notwendig sind.

und gleichzeitig die Ganztagsschule fordern…

Axel

Nix Veto!
Hallo,

das ist ja fast (?) wie anprangern.

Na und? Ständig keine Hausaufgaben zu haben und dafür vom Lehrer ermahnt zu werden, stört die Kinder ja auch nicht.

kein schlechter Schüler, aber an den zwei Fächern habe ich
immer Stunden gesessen (komischerweise nur, solange wir die 2
Lehrer hatten!)

Das ist lange her…

Was liegt also näher, als mal auf die Hausaufgaben
zu sch***** *sorry*?

Und, hilft das dann?

Ich habe von einer Schule gehört, an der die Kinder vom Lehrer
einen Stempel auf die Hand bekommen, wenn sie die Hausaufgaben
vergessen haben. Die Hausaufgabenversäumnisse sind in der
Schule drastisch zurückgegangen.

Sag mal, geht’s eigentlich noch extremer? *kopfschüttel*

Wie soll der Lehrer denn Deiner Meinung nach Kontakt mit den Eltern aufnehmen?

Als Letztes denk(t) bitte noch drüber nach, was von einem
durchschnittlicher Schüler/in verlangt wird, im Gegensatz zu
dir und mir: Ich arbeite zwar bis nachmittags, aber den Beruf
habe ich mir ausgesucht, er macht mir Spaß und ich beherrsche
das Fachgebiet,

Die Schule hast Du Dir auch ausgesucht. Es muß nicht jeder aufs Gymnasium. Die Engländer haben da so einen netten Spruch: If you can’t stand the heat, keep out of the kitchen! (Wenn du die hitze nicht aushalten kannst, bleib aus ger Küche). Wenn Dir die Mühe bzw. die Anforderungen zu groß sind, geh halt auf die Real- oder Hauptschule.

und Punkt XX Uhr ist Schluss!

Genau das wirft man den Lehrern heute vor. Du machst es einfach und verlangst, daß es die anderen auch so machen sollen. SO kommt man aber nicht weiter. Und auch das muß ein Schüler zumindest auf dem Gymnasium auch lernen.

Klar muss jeder
immer dazu lernen, aber was ein Schüler täglich (ohne
Interesse) in sich reinstopfen muss, plus ständige
Prüfungsangst, sehe ich heute aus anderen Augen. ICH möchte
NICHT nochmal aufs Gymmi (obwohl ich freiwillig danach die
Technikerschule besucht habe, abends, nach der Arbeit).

Es zwingt keiner einen aufs Gymnasium. Prüfungsangst kommt nicht durch die Schule, sondern durch das Elternhaus. Man kann sie übrigens als Schüler ziemlich leicht beseitigen, wenn man sich ausreichende Kenntnisse aneignet. Zum Beispiel auch durch erledigen von Hausarbeiten.

Das Ganze soll nicht als Aufforderung zum schludrigen Arbeiten
verstanden werden,

Aber genau das machst Du hier.

aber ich verstehe durchaus die Motive
diverser Schüler/innen.

Motive verstehen heißt nicht, sie gutzuheißen. Wenn man in einer Schule auch fürs Leben lernt, heißt das auch, daß man es lernt, sich anzustrengen, und daß nicht das ganze Leben aus Verstecken vor der Arbeit besteht.

Axel

4 „Gefällt mir“

Hallo Markus,

mit deiner Meinung stimme ich teilweise überein, allerdings nutzt es nichts.

Wenn Hausaufgaben vergessen werden, gibts nach 3 nach dem dritten Mal eine mündliche Sechs. Da Mündlich mehr zählt als die schriftlichen Arbeiten, kannst du dir ein Zeugnis eines solchen Schülers sicher unschwer vorstellen.

Wenn schon Kritik, dann aber bitte konstruktive.

Viele Grüße
Utemaus

Hallo Melanie

ich habe schon seit einiger Zeit ein Problem mit meiner
Tochter. Sie macht einfach (fast) nie ihre Hausaufgaben.
Sie ist mitlerweile in der sechsten Klasse, da denke ich sollte es
doch auch mal ohne Kontrolle klappen.

Du glaubst an das Gute im Menschen?

Wenn ich sie frage, ob sie die Aufgaben schon gemacht hat, dann
murmelt sie immer ein „mhhmm“

Wenn du so eine Antwort gelten lässt bist du selbst schuld.
Du hast eine klare Frage gestellt, auf die es nur die Antwort ja oder nein gibt.

verschwindet in ihr Zimmer. Ich gehe dann davon aus, dass sie
etwas tut, wenn ich zwischendurch reinschaue sitzt sie am
Schreibtisch. Doch von den Lehrern kommt immer wieder die
Beschwerde. Nun bin ich nicht ständig zur Aufsicht da, und sie
muss doch auch mal selbstverantwortlich diese Dinge erledigen.
Soll ich mich wirklich noch daneben setzen und sie die ganze
Zeit beaufsichtigen? Zumal ich ihr meist nicht viel helfen
kann, bei den Aufgaben. Ich weiß ja auch nicht, was sie auf
hat. Wenn sie mir erzählt, es gab keine Hausaufgaben, so muss
ich das ja glauben.

Du sollst nicht ständig zur Aufsicht da sein. Ein fester Zeitpunkt am Tag da werden die Hausaufgaben kontrolliert (am besten sich zeigen lassen, dann hast du auch Überblick, was die in der Schule so machen). Wenns nicht anders geht, ist das die einzige Lösung. Und vor allem musst du da konsequent bleiben.
Z. B. JEDEN Abend um 18:00 Uhr sich die Hausaufgabe zeigen lassen. Und wenn sie nicht gemacht sind dann werden eben JETZT gemacht. Und wenns Zeter und Mordio gibt.

Und wenn dir dein Töchterchen zwei Tage hintereinander erzählt, dass sie nichts aufhat, dann ist das mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht der Wahrheit entsprechend.

Du siehst, ich bein ein Vertreter der harten Hand, weiss aber aus eigener Erfahrung, dass das die Kiddies manchmal brauchen.

Ratz

Wie meinst du das?

Vertrauensbruch muss bestraft werden.

Hallo Melanie!

Mir ist dieses Problem auch bekannt…als Kind war es bei mir genauso, und bei meinem Bruder auch.

Bei meinem Bruder hat nichts genützt, nichtmal, dass unsere Eltern die Hausaufgaben unterschreiben mußten.
Nachdem Ende dieser Unterschriften-Phase gings wieder von vorne los.

Ich habe mich geweigert gegen die Kontrolle meiner Eltern, habe die Hausaufgaben also aus Protest nicht gemacht.

Bei meinem Bruder habe ich es dann geschafft( ich bin 3 Jahre älter) meine ELtern dazu zubekommen, den Jungen alleine seinen Weg finden zu lassen.
Sicherlich wären sie dagewesen, wenn er abgerutzscht wäre…aber es ist in solchen Situationen oft sinnvoll, das Kind machen zu lassen, und auch die Konsequenzen seines verhaltens spüren zu lassen. Und sei es, dass es ein Jahr wiederholen muß! In den meisten Fällen wirkt sich das nur positiv aus.

Etwas später in ihrem Schulleben, wird deine Tochter sicherlich feststellen, dass es sinnvoll ist, nur einige Hausaufgaben zu machen, weil viele Hausaufgaben einfach sinnlos sind!
Ich habe in Laufe meiner Schulkariere irgendwann gemerkt, dass einige Lehrer nur Hausaufgaben aufgeben, damit die Schüler nict zu viel Freizeit haben, und das finde ich sehr bezeichnend für das Schulsystem.

Wenn du dich dazu entscheiden solltest, sie einfach machen zu lassen, rede voher mit ihr und zeige ihr klar deinen Standpunkt, und vor allem auch WARUM du diesen Standpunkt vertrittst. Dann frage sie nach ihrem und warum sie keine hausaufgaben machen will, und ob sie sich im Klaren darüber ist, was es für Konsequenzen hat( ZB, dass sie eventuell ein Jahr länger in der Schule bleiben muß, wenn sie sitzen bleibt…usw)
Dass sie ein genaues Bild der Situation bekommt, denn Kinder in der 6ten Klasse haben noch nicht so das genaue Einschätzungsvermögen.

Viel Glück
Pia

Hallo Kreszenz,

Zumal ich ihr meist nicht viel helfen kann, bei den Aufgaben

Das entspricht auch nicht dem Sinn der Hausaufgaben und ist normalerweise von den Lehrern gar nicht erwünscht.

Was ist nicht erwünscht? Das Erklären der Aufgabe, wie sie gemeint ist. Jemand, der die Aufgabe nicht verstanden hat, kann sie auch nicht lösen. Ich habe als Ersatzlehrer meinen jüngeren Brüdern bei ihren Hausaufgaben geholfen, und weiß deshalb, wovon ich rede.

Viele Grüße
Monika

Zumal ich ihr meist nicht viel helfen kann, bei den Aufgaben

Das entspricht auch nicht dem Sinn der Hausaufgaben und ist normalerweise von den Lehrern gar nicht erwünscht.

Was ist nicht erwünscht? Das Erklären der Aufgabe, wie sie
gemeint ist. Jemand, der die Aufgabe nicht verstanden hat,
kann sie auch nicht lösen. Ich habe als Ersatzlehrer meinen
jüngeren Brüdern bei ihren Hausaufgaben geholfen, und weiß
deshalb, wovon ich rede.

Hallo Monika,

dabei bin ich zugegebenermaßen vom „Idealfall“ ausgegangen: Die HA sollten nicht mit oder gar nach dem Stundengong gestellt werden („Also, bis morgen macht ihr die Übung S. x, Nr. y…“), sondern so rechtzeitig, dass alle Schüler sich die Übung oder das Arbeitsblatt noch im Beisein des Lehrers ansehen und zumindest die Arbeitsanweisung durchlesen können. Als Feedback erklärt noch einmal ein Schüler mit eigenen Worten, was zu tun ist; es schadet auch nicht, z.B. die erste Übung gemeinsam zu machen. Darüber hinaus sollte sich der Lehrer vergewissert haben, dass die Aufgabenstellung klar ist und eine Aufgabe nicht unlösbare Ausnahmen von der neu gelernten Regel enthält. - Ich halte es auch für sehr wichtig, dass mit den Kindern schon in der Grundschule geübt wird, wie man eine HA sinnvoll angeht.
Eltern können natürlich bei Rückfragen des Kindes zum Aufgabenverständnis sehr hilfreich sein oder darauf hinweisen, wenn etwas übersehen wurde, es wäre aber unsinnig, von ihnen zu erwarten, dass sie konkrete Lösungswege in Mathe oder englische Grammatik erklären müssen.

Lehrer, die mehr oder weniger wild mit Hausaufgaben um sich werfen, ohne diese auf ihre Eignung zur häuslichen Bearbeitung überprüft zu haben, erleben dann häufig, dass die HA nicht gemacht werden mit der - völlig einleuchtenden - Begründung: „Haben wir nicht kapiert“ oder aber dass der gesamte Familienclan bei den Hausaufgaben mitwirkt (und das Kind dann noch mehr verunsichert ist, weil z. B. der Onkel einen ganz anderen Lösungsweg für die Mathe-Aufgabe gewählt hat …) - und das kann nicht der Sinn von Hausaufgaben sein.

Ganz wichtig finde ich auf jeden Fall, dass der Schüler ERKENNBAR und ernsthaft VERSUCHT hat, die HA zu erledigen - dann kann er gegebenenfalls auch dem Lehrer sagen, an welcher Stelle er hängen geblieben ist (und jeder vernünftige Lehrer wird in solchen Fällen verständnisvoll reagieren).

Wenn du den Eindruck hast, dass an der Schule deines Kindes in dieser Hinsicht zu oberflächlich vorgegangen wird, unterhalte dich mal - in aller Freundschaft :smile: - mit den betreffenden Lehrern über das Problem.

Ich hoffe, ich hab mich nun etwas verständlicher ausgedrückt :wink:

Viele Grüße
Kreszenz