Hauskauf! Kredit bei Bank mit Hindernissen

Hallo Liebe Leute,

Meine Eltern haben beschlossen sich ein Haus zu kaufen. Keine schlechte Sache, da ich dann eine Wohnung geschenkt bekomme.
Wir haben uns also erkundigt wie der Zinssatz usw. ist.

Wir haben eine für uns passende Immobile gefunden. Es wurde mit der Hausbank abgeklärt und von dieser genehmigt.

Das ganze ging dann doch recht zügig. Termin beim Notar etc.

Danach ging es an den Vertrag für den Kredit. Man vereinbarte die Monatlichen Raten und unterschrieb im Anschluss (meine Eltern)

Eine Woche später rief uns unser Berater an und informierte uns darüber das dies so von seinen Kollegen im Büro nicht genehmigt wurde.

Wir standen erstmal da und hatten ein Riesen Fragezeichen über dem Kopf.

Nach einem erneuten Termin beim Berater handelten wir alles neu aus.

2 Tage nach diesem Termin rief uns unser Berater an und bestätigte noch einmal das ganze.

Heute erhielt ich eine e-mail in der es hieß das er noch eine Bürgschaft von mir und meinem Bruder bräuchte um den Vertrag endgültig fertig zu machen.
Hierfür würde noch eine Schufa Auskunft benötigt.

Und genau hier haben wir jetzt das Problem. Wieso wollen die noch 2 Bürgen? Davon war doch garnicht die Rede. Und was wenn einer dieser Bürgen einen Schufaeintrag hat?

Das ganze ist doch beschlossene Sache! Für mich klingt das doch irgendwie so als will die Bank keinen Kredit geben. Aber für einen Rückzieher seitens UNS und der BANK ist es nun wirklich zu spät. Ich verstehe einfach nicht was die Bank mit ihrem tun bezwecken will.

Ich hoffe Ihr habt ein paar gute Ratschläge für mich.

Mit freundlichem Gruß

Deisbezüglich habe ich noch keine Erfahrungen gemacht.

Individuelle Rechtsberatung kann nur ein Anwalt leisten. Ich kann Dir nur raten, umgehend zum Anwalt zu gehen.

vielen Dank! So werd ich das machen.

Individuelle Rechtsberatung kann nur ein Anwalt leisten. Ich
kann Dir nur raten, umgehend zum Anwalt zu gehen.

Hallo Liebe Leute,

Meine Eltern haben beschlossen sich ein Haus zu kaufen. Keine
schlechte Sache, da ich dann eine Wohnung geschenkt bekomme.
Wir haben uns also erkundigt wie der Zinssatz usw. ist.

Wir haben eine für uns passende Immobile gefunden. Es wurde
mit der Hausbank abgeklärt und von dieser genehmigt.

Anmerkung:
Was heisst „genehmigt“. Ein Kundenberater hat Euch beraten, die Finanzierung für möglich gehalten, entschieden wird aber im Vieraugenprinzip (2 Mitarbeiter). Was hat der Kundenberater genau gesagt? Hat er mündlich gesagt, der Kredit geht in Ordnung? Oder was?
Gibt es Zeugen? Dann solltet Ihr Euch an den Vorgesetzten des Kundenberaters wenden
und Euer Recht einfordern. Wenn der blockt, dann geht zum Vorgesetzten vom Vorgesetzten und tragt vor, was abgelaufen ist - im Beisein des Kundenberaters, damit der nicht zu lügen beginnt.

Das ganze ging dann doch recht zügig. Termin beim Notar etc.

Danach ging es an den Vertrag für den Kredit. Man vereinbarte
die Monatlichen Raten und unterschrieb im Anschluss (meine
Eltern)

Eine Woche später rief uns unser Berater an und informierte
uns darüber das dies so von seinen Kollegen

Anmerkung: das ist das zweite Augenpaar.

im Büro nicht

genehmigt wurde.

Wir standen erstmal da und hatten ein Riesen Fragezeichen über
dem Kopf.

Nach einem erneuten Termin beim Berater handelten wir alles
neu aus.

2 Tage nach diesem Termin rief uns unser Berater an und
bestätigte noch einmal das ganze.

Heute erhielt ich eine e-mail in der es hieß das er noch eine
Bürgschaft von mir und meinem Bruder bräuchte um den Vertrag
endgültig fertig zu machen.
Hierfür würde noch eine Schufa Auskunft benötigt.

Und genau hier haben wir jetzt das Problem. Wieso wollen die
noch 2 Bürgen? Davon war doch garnicht die Rede.

Bemerkung:
Hat der Berater einen Fehler gemacht? Fragen Sie ihn, welche Unterschiede es in der Bewertung des Kreditfalles zwischen ihm und dem Zweitunterzeichner gibt? Hat der Berater den Kapitaldienst falsch oder zu positiv gesehen? Ich kenne natürlich keine Einzelheiten und ich war nicht dabei.
Bleibt hartnäckig und besteht darauf, dass Ihr erfahrt, was den nun anders sei.

Und was wenn

einer dieser Bürgen einen Schufaeintrag hat?

Anmerkung:
Möglich ist, dass die Kapitaldienstfähigkeit von Elternseite her sehr knapp ist und die Bank will, wenn es Rückstände gibt, auf weitere Mithaftende zugreifen können.

Bemerkung:
Wenn die Bürgen kein ausreichendes Einkommen haben oder so wenig verdienen, dass sie nicht einmal die Zinsen zahlen können (also krass überfordert sind) dann greift ein Gerichtsurteil, welches die Mitverpflichtung von Familienangehörigen als sittenwidrig ansieht.
Lest mal nach
http://www.rechtsrat.ws/verbraucher/buergschaft.htm
Sucht evtl. selbst noch unter www.google.de und gebt im Suchfeld ein - und zwar genau so wie ich es vorgebe:
Darlehen + Verwandte als Bürgen + Sittenwidrigkeit

Klickt auf die jeweiligen Links und lest alles nach.
Dann wird Euch auch vieles klar.

Das ganze ist doch beschlossene Sache! Für mich klingt das
doch irgendwie so als will die Bank keinen Kredit geben. Aber
für einen Rückzieher seitens UNS und der BANK ist es nun
wirklich zu spät. Ich verstehe einfach nicht was die Bank mit
ihrem tun bezwecken will.

Ich hoffe Ihr habt ein paar gute Ratschläge für mich.

Mit freundlichem Gruß

Schlußbemerkung:
Entweder der Betreuer war eine Pflaume und der sagte sich, ich nehme das mal rein, dann sehen wir schon weiter. Offensichtlich hat er nicht genau gerechnet, und/oder die Eltern sind schon sehr alt (man will
gewissen Problematiken aus dem Weg gehen), oder es sind zu wenig Eigenmittel vorhanden (mind. 20% sollten es schon sein). Aber: fragt, fragt, fragt.
Wenn Ihr im Bekanntenkreis evtl. jemand habt, der sich mit Finanzen auskennt oder Banker ist, legt ihm die Unterlagen vor, dass er das beurteilen kann.
Hätte ich die Unterlagen da, würde ich den Knackpunkt sofort erkennen.
Überlegt genau, was der Berater gesagt hat und was Ihr (vermeintlich) gehört habt oder hören wolltet. Das ist wichtig.

Ein Bürge mit Schufaeintrag macht keinen Sinn.
Immerhin gibt es keine „Sippenhaft“.

Wenn das Tischtuch von Anfang an zerrissen ist, gebt der Bank einen Kick und sucht Euch eine andere.
Ich bin Banker und habe trotzdem im Internet meinen (fremden) Kreditgeber gefunden. Schaut mal dort rein, wo ich
war: www.creditweb.de
Die vermitteln, aber seriös, 800er Tel.Nr., entspannte Leute, keine Bearbeitungsgebühr usw.

Wenn Ihr noch Detailfragen habt, schreibt nochmal.

Grüsse
Bracco

Hallo,

wenn das alles so abgelaufen ist, wie Du beschrieben hast, dann ist das Seitens der Bank eine riesengroße Sauerei.
Ein erfahrener Baufinanzierungsberater wird die Finanzierung bereits von Anfang an so gestalten, dass es zu keinen Komplikationen beim „Chef“ kommen wird. Ich finde deswegen schon den Umstand der Zinsänderung als Frechheit.
Aber absolut dreist und unverschämt ist es, nachträglich (also nach Vertragsunterschrift) noch weitere Sicherheiten zu verlangen. Grundsätzlich hat die Bank ja die Grundschuld auf die zu finanzierende Immobilie als Grundschuld. Das sollte in der Regel ausreichen.
Mein Tipp: Auf keinen Fall die Bürgschaftsverträge unterschreiben!!! Sollte der Kredit der Eltern irgendwann einmal nicht mehr aufgehen (und so eine Finanzierung läuft locker 20-30 Jahre), dann kann sich die Bank bei beiden Bürgen ganz beliebig das ausstehende Geld holen. Je nach Ausgestaltung des Bürgschaftsvertrages muss es dafür noch nicht einmal zu einer Zwangsversteigerung des Hauses kommen. D. h.: Ihr bezahlt für Eure Eltern das Haus!
Auch, wenn die Zeit evtl. knapp ist. Diese Bank spielt nicht mit offenen Karten und verhält sich unfair. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie sich auch in Zukunft unfair verhalten wird. Ihr solltet den Kredit dort in keinem Fall abschließen, sondern Euch eine andere Bank suchen. Redet mit dem Verkäufer der Immobilie. Zur Not müsst ihr ihm einen Verzugszins bezahlen, wenn das Geld nicht pünktlich kommt. Egal! Das ist allemal besser, als die Bürgschaft zu übernehmen!
Ich drücke Euch die Daumen.

Hallo Mois85,

leider fehlen meiner Meinung nach in den Ausführungen die wesentlichen Angaben.

Was wurde genau Unterschrieben - ein Kreditantrag oder ein Kreditvertrag? Was wurde genau „nachverhandelt“ - welche Änderungen wurden vorgenommen, zu welchem Zeitpunkt wurden alle Unterlagen (Objekt, Einkommensnachweise usw.) übergeben?

Der Regelfall ist der Ablauf sicherlich nicht. Ich kann mir vorstellen, dass im ersten Gespräch kein Kreditvertrag, sondern nur ein Kreditantrag unterzeichnet wurde. Jetzt wäre die Frage, ob der Bank zu diesem Zeitpunkt alle angeforderten Unterlagen vollständig vorgelegt wurden oder nicht. Aufgrund des Antrags und der zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Unterlagen wird regelmäßig eine Bewertung vorgenommen. Hier kann die Bank nach detailierter Prüfung der Unterlagen durchaus zu dem Entschluss kommen, den Kredit zu bewilligen, abzulehnen oder unter geänderten Konditionen (inkl. Sicherheiten) zu bewilligen. Ein Kreditantrag stellt keinesweg eine Zusage dar!

Spätestens aber zu diesem „1. Nachbesprechungstermin“ hätten sämtliche Sicherheitsbewertungen abgeschlossen und die zu bestellenden Sicherheiten (wie z.B. Grundschuldhöhe, Bürgschaften usw.)feststehen müssen. Es sei denn im Nachgang zu diesem Gespräch hätten sich abermals Änderungen z.B. durch Nachreichung von bis dato fehlenden Unterlagen ergeben.

Im vorliegenden Fall ist definitiv das Gespräch mit dem Berater zu suchen und die zugrundeliegenden Tatsachen zu erörtern bzw. zu besprechen.

Entschuldige vielmals, aber ich denke, dass ist zu verzwickt und ich kann nicht helfen.

Viel Glück!!!

Leider kenne ich mich mit den Gepflogenheiten in Deutschland nicht aus, ich wohne in der Schweiz. Wirkt für mich unkompetent und unsicher. Gruss Stephan

Ich verstehe die Frage nicht ganz. Du schreibst immer von „Verhandlungen“. Die müssen doch schriftlich vereinbart worden sein. Und in der Regel benötigt man die Finanzierungszusage VOR dem Notartermin. Warum verhandelt Ihr offenbar nur mit einer Bank?

Gruß
svasta

Hallo Mois,

Also zunächst zum Verständnis: der Berater spricht mit den Kunden, das ‚Büro‘ macht die Verträge. Beide müssen dem Kredit zustimmen. Üblicherweise sagt der Berater den Kredit erst zu, wenn er mit dem ‚Büro‘ die Sache besprochen hat. Wenn er schon vorher eine Zusage macht ist das sein Problem - nicht Eures. Das ‚Büro‘ ist vielleicht zu der Idee gekommen, dass Deine Eltern in der Laufzeit des Kredites in Rente kommen - und dann wird vielleicht das Geld etwas knapper - daher die Idee mit der Bürgschaft der Kinder. Zuerst könnt ihr Euch weigern und sagen, dass dies so nicht ausgemacht war. Als nächstes könntet ihr malmausrechnen lassen, wie hoch denn der Kredit noch ist, wenn die Eltern in Rente kommen - vielleicht schon so weit getilgt, dass der Rest kein Problem mehr sein sollte?

Und zuletzt: die Sparda Bank bietet Hauskredit auf 10 Jahre fest für deutlich unter 3% an - dann sprecht ihr vielleicht mal mit denen (eure Bank stellt sich ja ziemlich doof an).

Zu guterletzt: eine Beschwerde bei Vorstand der Bank hilft auch manchmal. Es kann nicht sein, dass Zusagen immer wieder aufgehoben werden. Unverschämtheit!

Grüßle. Andre

hallo,
der kreditbereich ist bei banken so aufgebaut, dass im vordergrund die verkäufer sitzen und im hintergrund das backoffice. nun schiebt das backoffice sehr oft forderungen nach zusätzlichen sicherheiten nach, welche die verkäufer weder angesprochen noch beabsichtigt hatten- also nicht so ernst nehmen, passiert so häufig. eine bürgschaft ist eine heikle sache-würde ich erst mal ablehnen und mir sofort einen kontakt zu einer zweiten bank aufbauen.
gruß
eisi

Hallo, also ich würde versuchen, mit den Verkäufern notariell die Kaufpreiszahkung etwas zu verschieben und eine andere Bank suchen. Das hört sich doch sehr nach Schikane an. Sind denn die Verträge schon unterschrieben worden, bevor die Bank die Bürgschaften will? Ich würde auch den Vorgesetzten verlangen und den Zeitablauf darstellen. Haben Sie noch alle Mails mit den Zusagen? Wenn alles nichts hilft, dann lassen Sie sich evtl auf die Bürgschaften ein, aber bitte betraglich begrenzte Bürgschaften und keine unbegrenzten. Mehr kann ich aus der Distanz erst mal nicht tun. Alles Gute!

ihr habt also erst gekauft und dann die Bank klar gemacht??? Na das ist leichtsinnig und ich käme nicht auf diese Idee. Nützt euch jetzt natürlich auch nix. Verbraucherzentrale oder eine rechtsanwaltliche Beratung - dazu rate ich! Viel Erfolg

Nein so war das nicht. Erst haben wir die Bank klar gemacht und dann das Haus gekauft. Und nachdem die Norarielle Geschichte durch war fing das ganze Theater an.

ihr habt also erst gekauft und dann die Bank klar gemacht???
Na das ist leichtsinnig und ich käme nicht auf diese Idee.
Nützt euch jetzt natürlich auch nix. Verbraucherzentrale oder
eine rechtsanwaltliche Beratung - dazu rate ich! Viel Erfolg

Danke. Ich habe deinen Rat befolgt und bin Direkt zum Anwalt.

Individuelle Rechtsberatung kann nur ein Anwalt leisten. Ich
kann Dir nur raten, umgehend zum Anwalt zu gehen.

Das ganze wurde schriftlich genehmigt. Es gibt auch einige Zeugen hierfür. Unser Berater selbst hat das Angebot für die Immobilie an die Maklerin gefaxt.

Darüber freue ich mich.

Es geht einfach um zu viel Geld bei der Sache, UND Du mußt auf Augenhöhe mit der Bank verhandeln können. Das geht meistens nur mit Anwalt.

Das ganze wurde schriftlich genehmigt. Es gibt auch einige
Zeugen hierfür. Unser Berater selbst hat das Angebot für die
Immobilie an die Maklerin gefaxt.

Anmerkung:
Bei schriftlicher Kreditgenehmigung ist ja wohl alles klar.
Entweder

  1. Ihr wollt bei dieser Bank bleiben, dann geht so vor, wie von mir beschrieben, notfalls über den Anwalt
    (ich würde aber immer den „Dienstweg“ einhalten, zuerst die Betroffenen angehen, deren Vorgesetzte, den Vorgesetzten vom Vorgesetzten - wenn die dann immer noch nicht wollten > zum Anwalt)
  2. Ihr wollte schon von Anfang an so ein Tohuwabohu mit einem Geschäftspartner nicht haben > dann geht zu einem anderen Kreditgeber.
    Sollten noch weitere Fragen entstehen > schreibt.

Grüsse
Bracco

Ah, ok, wirklich ungewöhnlich - spricht echt nicht für die Bank, oder? Es bleibt die Idee:Verbraucherzentrale oder eine rechtsanwaltliche Beratung. Viel Erfolg