Die Zufälligkeit Deiner gewählten Initialen mit einer gewissen Werbung aus den 70ern lasse ich hier einmal unangetastet, „Dampf ablassen“ ist generell gesehen ja nichts schlechtes und regt den Kreislauf an…
Du hast in Deinem Ausgangsposting die Argumentation, welche ich hier im Forum gegen alle Widerstände seit Jahren schreibe, sehr plakativ zusammengefasst.
Ich gehe hier komplett mit bis auf den einen Satz, welcher ähnlich lautete wie „…die Juden sollen mich einfach in Ruhe lassen…“.
Das genau ist in meinen Augen falsch, denn es geht ja eigentlich darum, die Antisemiten auf der einen und die Anti-Historienverarbeiter wie Friedmann, Spiegel & Co auf der anderen Seite durch eine Integration beider „Seiten“ in ein neues Miteinander Lügen zu strafen wenn sie repititiv die vermeintlichen „Unterschiede“ immer wieder predigen.
Dem Lobby-Juden an sich ist das natürlich ein Greuel, denn er riskiert mit jedem Schritt zu einer liberaleren Denkweise seinen Job einen Stückchen mehr. Und wer gibt schon gerne Pfründe auf…?
Nichts desto trotz ist es richtig, das Herbeten von Schuld von Leuten, die nach Ende der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts geboren wurden, kategorsich abzulehnen und sich zu wehren gegen den Imperativ des finanziellen Ausgleichs auf Kosten des Anstands und der Würde der Opfer.
Danke Dir für Deine Unterstützung, auch wenn Du das so vielleicht gar nicht empfunden haben magst.
einige der Kommentare finde ich gut, weil sachlich, und es
wird hier und da eine ganz vernünftige und akzeptable
Sichtweisen der Dinge vermittelt, wenngleich oft am
eigentlichen Thema vorbei gegangen wird. Am liebsten würde ich
jeden einzelnen Beitrag beantworten, doch dann säße ich wohl
heutabend noch am PC.
Zuerst muss ich wohl hier, glaube ich, einige
Missverständnisse ausräumen. Auch wenn es in meinem Beitrag
den Anschein hat, ich bin ausdrücklich kein Antisemit. Ich
wollte bloß zum Ausdruck bringen, was mich nervt. Aber genau
die Tatsache, dass viele Leser des Beitrags mich als
Judenhasser empfinden und in ihren Antworten auch bezeichnen,
ist kennzeichnend für den Umstand, den ich anprangere. Also
nochmal: Mir ist wirklich egal, wer welcher Religion angehört.
Ich akzeptiere jeden Glauben, auch wenn ich selbst mich keiner
Religion angehörig fühle. Das Verständnis zum Bedürfnis vieler
Menschen, Sinn zu finden, ist bei mir aber vorhanden. Die
Herkunft spielt bei meinem Umgang mit Menschen ebenfalls keine
Rolle. Ich genoss eine sehr von Toleranz geprägte Erziehung
und bin meinem Elternhaus dafür auch sehr dankbar.
Was meine Anonymität betrifft (Holger und Camilla), so kann
ich nur auf meinen Originalbeitrag verweisen, in dem ja schon
steht, dass man bei der geringsten derartigen Äußerung schief
angesehen wird. Ich werde natürlich von vielen sofort als
Judenhasser abgestempelt und in eine Schublade gesteckt. Seht
euch doch mal die eine oder andere Antwort an! In den
Sechzigern und Siebzigern, wurde man schnell wegen einer
Bemerkung als Kommunist gebrandmarkt und man hatte sogar mit
Folgen zu rechnen, zurzeit ist allein die Angehörigkeit zum
Islam schon ein potentieller Überwachungsgrund durch den BND,
was ich für genau so falsch halte, und, wie schon erwähnt, es
sorgen Äußerungen wie die in meinem Originalposting sichtbar
für Aufregung. Darum.
Und bezüglich des Vorwurfs, ich hätte aus der Geschichte
nichts gelernt (Camilla), kann ich nur noch einmal betonen,
dass ich mit aller Kraft, die mir als Bürger verliehen ist,
dafür kämpfen werde, dass sich die Geschichte nicht
wiederholt, sei es durch meine Wahlentscheidung, durch meinen
aufrichtig freundlichen Umgang mit Menschen, durch die
Reziehung meiner Kinder, durch so genannte Zivilcourage oder
durch die Tatsache, dass auch ich schon mehrfach an
Gegendemonstrationen zu nationalsozialistischen Kundgebungen
teilgenommen habe. Was kann ich mehr tun? Doch das darf doch
nicht ausschließen, dass ich meinen Missmut bezüglich der
Kommentare „öffentlicher“ Juden äußere. In diesem speziellen
Fall hat doch das eine mit dem anderen nichts zu tun! Und wenn
mich der Zentralrat der Juden nervt, so heißt doch das lange
nicht, dass mich alle Juden nerven. Wenn ich Uli Hoeneß
scheiße finde, heißt das ja auch noch lange nicht, dass ich
den gesamten FC Bayern München scheiße finde. (Da werden sich
auch wieder die Geister scheiden. Aber dennoch.) Das ist
definitiv ein Trugschluss, der aber wiederum aus der gesamten
Diskussion herrührt.
Meine Behauptung, dass man doch die Geschichte besser mal
ruhen lassen sollte, halte ich übrigens aufrecht. Es geht aber
nicht darum, dass alles totgeschwiegen werden soll (Tom
Meisinger), wie es auch bis heute die Amis mit den Indianern
machen, sondern um einen verantwortungsbewussten Umgang mit
der Geschichte. Ich bin sehr wohl der Meinung, dass der
Holocaust im Lehrplan der Schulen eine hohe Stellung annimmt,
was übrigens in den Schulen bis hin zur Realschule häufig
zugunsten der älteren Geschichte nicht der Fall ist. Ich bin
sehr wohl der Ansicht, dass über das Thema diskutiert werden
muss, doch bitte nicht auf diese Art. Ich will über Hitler
genau so kontrovers diskutieren können wie man über Bismarck,
Napoleon oder andere diskutieren kann. Wenn ich aber jedes
Mal, wenn der Begriff „Holocaust“ fällt, erschaudere und vor
lauter schlechtem Gewissen fast umfalle, das finde ich
unangebracht, denn dieses wird allzu oft auf viel zu
emotionaler Ebene behandelt und nur sehr selten wirklich
sachlich, was man vielen der Antwortartikel, in denen übrigens
z.T. sehr schöne Floskeln ohne wirkliche Argumente benutzt
werden, eindeutig entnehmen kann.
Zum so genanntem „PC-Geschwätz“ (lego): Und wenn es doch so
ist!? Du kennst mich gar nicht. Du hast keinen blassen
Schimmer von mir, meiner Persönlichkeit, meinem Freundeskreis
und meiner sozialen und politischen Gesinnung. Also würde ich
mit Herabwürdigungen deiner Art etwas vorsichtiger umgehen.
Ich gebe zu, dass die Formulierung „ich umgebe mich“ etwas
unglücklich gewählt ist, doch die Tatsache, dass ich teilweise
sehr engen Kontakt mit Menschen vielerlei Herkunft und
Religion habe, ist einfach eine Tatsache und bleibt eine
Tatsache, wie auch immer du das bewertest. Das Komische ist,
dass ich mit diesen Leuten sehr offen reden kann. Das kann man
hier im erlauchten Kreis mancher Wer-Weiss-Was-Mitglieder
offensichtlich nicht.
Übrigens verstehen die auch Humor. Kaum zu glauben, gell 
Wir können über alles Witze machen, weil wir wissen, dass das
alles nicht so gemeint ist und dass wir eine gesunde
Einstellung dazu haben. Wenn aber der Kaj Beuter keine
„Neger-“ oder „Zigeunerwitze“ macht, dann sehe ich bei ihm ein
gestörtes Verhältnis, obwohl mir im Augenblick spontan kein
derartiger Witz einfällt. Randgruppenwitze müssen aber doch
trotzdem erlaubt sein. Wenn zum Teil sehr derbe Witze über
Blondinen, Männer, Frauen, Politiker, Russen, Amerikaner, ja
sogar Bin Laden und den 11.09. etc. gemacht werden, dann sind
doch auch z.B. harmlose Judenwitze nichts gegen die
Aggressivität manch anderer, hier zu Lande durchaus
akzeptierter Witze. Dann würde ich besser zuerst die mal
lassen.
Da seht ihr alle mal, was meine Bemerkungen für Reaktionen
hervorrufen. Dabei rege ich mich nur darüber auf, dass viele
öffentliche Juden meinen, den Moralapostel spielen zu müssen.
Und wie schon oft gesagt, ich habe mit dem Holocaust nichts zu
tun und ich wünsche, dass ich nicht immer wieder damit in
Verbindung gebracht werde. Mir ist klar, was passiert ist und
ich verabscheue das. Aber der Zentralrat soll sich um seine
Juden und seine Religion kümmern und mich endlich in Ruhe
lassen. Ich lasse jedem seine Ruhe und möchte einfach nur die
Meinige. Nichts weiter. Aber das ist leider ausgeschlossen, da
mittlerweile jeder derart auf das Wort „Juden“ sensibilisiert
ist, dass gleich ein Höllemfeuer losbricht, sobald ich einfach
nur versuche, die Bettdecke wieder auch nur ein Stückchen zu
mir rüber zu ziehen.
Gruß
Heiliger Bimbam