Heilfasten

Hallo Ihr,

Wer kann mir helfen. Ich suche eine Beschreibung zum
Thema „Heilfasten“. Ich würde gerne wissen, was man
beachten muß und wie der Ablauf ist.
Ich möchte es gerne selber zu Hause durchführen.
Leider finde ich im Internet nur Seiten, die eine Kur
für z.B. 2 Wochen in einem Hotel anbieten.
Hat jemand eine Info für mich?

Danke im voraus.
Gruß Tanja

Buchtipp
Hallo Tanja,

darf’s auch ein Buchtipp sein?
Ich hab letztes Jahr eine Fastenwoche gemacht (zum ersten Mal) und fand dieses Buch absolut hilfreich:

Wie neugeboren durch Fasten
Dr. med. Hellmut Lützner
Gräfe & Unzer
ISBN:377421462X Buch anschauen

Viele Grüße
Gitte

Hallo Tanja,

Ich habe schon mehrfach Heilfasten gemacht.
Es ist glaube ich ganz gut, wenn du dir dazu einen Ratgeber besorgst. Vom GU-Verlag habe ich einen, der ist sehr vernünftig geschrieben. Leider fällt mir der Titel nicht ein, ich poste ihn wenn du willst nochmal, wenn ich zu Hause bin.

Wichtig beim Heilfasten ist, dass du am ersten Tag eine vollständige Darmentleerung herbeiführst (geht am wirkungsvollsten mit Glaubersalz oder F.X. Passage --> gibts beides in der Apotheke und schmeckt beides ziemlich grässlich :o)).
Wenn man einen empfindlichen Magen hat sollte man aber besser einen Einlauf machen, was allerdings für manche etwas gewöhnungsbedürftig ist.
Für einen Einlauf kannst du dir in der Apotheke ein Einlaufgerät kaufen (heißt im Fachchinesich „Irrigator“).
Die Darmentleerung ist sehr wichtig, denn wenn sie gut durchgeführt wurde, dann hast du erstens weniger Hunger und zweitens entlastest du deinen Darm.

Weiter gilt es eben während des Heilfastens viel zu Trinken, aber keine Sachen mit Koffein (Kaffee, Cola, schwarzer und grüner Tee), keinen Alkohol etc.
Es gibt allerdings verschiedene Arten des Heilfastens, aber da müsste ich wohl selber ein Buch schreiben, wenn ich dir alle Methoden beschreiben wollte :o)

Naja also nachdem du dann einige Tage nichts (!!!) gegessen hast (für das erste Fasten würde ich empfehlen nicht länger als fünf Tage zu fasten), solltest du sehr behutsam wieder anfangen zu essen.
Du beginnst da am besten morgens mit einem Apfel (der soll die Magensäfte und den Darm wieder in Gang bringen) und isst den restlichen Tag über nur leichte Sachen. Auf keinen Fall schon Fleisch, Hartkäse, frisches Brot oder schwerverdauliches, denn der Organismus muss erst wieder in Schwung kommen.

Wenn ich faste, dann beginne ich immer am Wochenende, so habe ich Zeit, mich daran zu gewöhnen, so dass ich auch unter der Woche ohne größere Probleme weiterfasten kann, auch wenn ich arbeite und in die Uni gehe.

*puuh*
Das müsste jetzt fürs erste reichen, wenn du noch genaueres wissen willst, dann frag mich einfach, ich helfe dir gern weiter.
Den Buchtitel bekommst du heute abend noch.

Viele Grüße
khadja

Is ja witzig, Gitte hat den Buchtipp gepostet, während ich meinen Heilfastenroman verfasst habe.

Also ich kann nur zustimmen, denn ich habe mich auch nach diesem Buch gerichtet und es ist absolut empfehlenswert :o)
Musst also jetzt nicht mehr bis heute abend warten.

Gruß khadja

Hallo alle miteinander,

ich selbst faste seit einigen Jahren regelmäßig; meistens im Frühjahr und im Herbst. Ich persönlich bevorzuge das Tee- und Saftfasten. Als Anleitung möchte ich ein Buch vom Mosaikverlag empfehlen: von Brigitte Fabian - Fasten - ISBN 3-576-11137-9 Buch anschauen; DM 12,90.

Eine Frage habe ich noch an khadja. Du schreibst, bei einem emfpindlichen Magen ist ein Einlauf ratsam. Meines Wissens nach sollte während jeder Fastenkur ein Einlauf erfolgen, um eine Rückvergiftung im Darm zu verhindern. Ich jedenfalls führe während einer 10tägigen Fastenkur jeden 2 Tag einen Einlauf durch.

Wichtig, gerade für „Erstfaster“ finde ich das Führen eines Fastentagesuches, in dem man seine Wünsche, Gedanken aber auch den Tagesablauf notiert. Mir hat anfangs immer sehr zum Durchhalten verholfen.

Viele Grüße

Anja

Hallo Anja,

du hast ganz recht, dass man jeden zweiten Tag einen Einlauf machen sollte. Das tue ich auch. Nur zum Beginn des Fastens nehme ich immer F.X. Passage, danach jedoch um dem Darm nicht über die Maßen zu strapazieren nicht mehr. Wer aber einen empfindlichen Magen hat, der sollte schon am Anfang „nur“ einen Einlauf bevorzugen.
Das mit dem Einlauf hatte ich vergessen zu erwähnen, ich habe ja sowieso schon ziemlich viel geschrieben :o)
Ich faste auch mindestens einmal im Jahr, habe aber bisher noch nie ein Fastentagebuch geführt. Ich habe aber schon oft gelesen, dass es empfohlen wird.
Duchgehalten habe ich bisher immer, wenn auch manchmal mit sehr starken Fastenkrisen.
Kennst du das auch?
Wenn ja, welche Krisen hattest du? Beim vorletzten Mal habe ich mich sehr schlecht gefühlt. Mir war merkwürdigerweise übel und das am dritten Tag, wo es eigentlich schon leichter geht.
Würde mich freuen, wenn du mir antwortest.

Bis dann viele Grüße
khadja

Hallo Khadja,

mir passiert es leider öfters, das ich keinen Hunger habe aber an bestimmte Gerichte denken muß, die ich schon lange nicht mehr gegessen habe und auch an meine Lieblingsspeisen. Die nageln sich dann so richtig im Kopf fest. Dann kommen solche Gedanken wie, sobald Du wieder richtig ist, dann kannst Du, dieses und jenes wieder essen. Wenn ich die Speisen dann sehe oder rieche, kann ich aber problemlos widerstehen. Hast Du diese Erfahrungen auch gemacht?

Du führst mit FX-Salz ab; hast schon einmal Glaubersalz genommen um einschätzen zu können, ob Fx vielleicht um 1% angenehmer ist? Ich habe dieses Jahr erstmalig Rizinusöl genommen, weil ich, nach langjährigem Genuß von Glaubersalz, zwischenzeitlich eine Gänsehaut gekomme, wenn ich nur an das Zeug denke. Rizinusöl ist sicherlich geschmacksneutral aber dafür eine zähflüssige Masse, die sich mehrmals im Mund dreht bevor man diese überhaupt schlucken kann; mit trinken hat das nichts mehr zu tun eher mit essen. Ich glaube nicht, das ich nochmals mit Rizinusöl abführe.

Beim Salz habe ich alles mögliche versucht: zusätzlichen Geschmack mit Honig, Vitamintabletten, Zitrone. Anschließend habe ich das Salz nur noch auf 100ml gelöst, ging auch nicht besser, also wieder Zitrone oder Tabletten rein. Und lieber anschließend mehr getrunken.

Wie kriegst Du das Zeug runter, welche Tricks wendest Du an oder bist Du so stark, das Salz so zu trinken.

Schöne Grüße von Anja

Salzgesöff :oP
Hallo Anja,

das war ja für mich das Allerschlimmste, dieses Salzzeug: zwei Schlucke und jede Willenskraft war beim Teufel …

Ich zitiere mal den Herrn Dr. Lützner aus dem bereits erwähnten Buch:

[…] Der Einstieg ins Fasten gelingt erfahrungsgemäß am besten mit einer gründlichen Entleerung des Darms. Das ist bei Menschen, deren Stuhlgang normalerweise gut funktioniert, unproblematisch und bedarf nur kleiner Hilfen: 1 Glas (1/8 l) Sauerkrautsaft, Molke oder Buttermlich, morgens getrunken, fördert die Darmentleerung.

70 % aller Bundesbürger jedoch neigen zur Verstopfung; wenn Sie dazugehören, brauchen Sie unbedingt mehr. Folgende Methoden der Darmentleerung haben sich im Fasten bewährt:

-> Wer Übergewicht oder an Verstopfung leidet [… Glaubersalz …]

-> Wenn Sie magen- oder darmempfindlich sind und zu Leibweh neigen, sollten Sie Glaubersalz meiden. Das gilt auch für hagere, schlange Menschen. Machen Sie statt dessen einen Einlauf, er ist ebenso wirksam aber schonender. […]

Eine gute Alternative also: überhaupt kein Salzcocktail nötig :o)

Schönes Wochenende
Gitte

Hallo Anja,

ich hab bisher immer nur F.X. genommen, ich glaube, das Glaubersalz wahrscheinlich noch schlimmer ist. In F.X. sind im Grunde auch nur Salze enthalten, aber es ist zusätzlich eben noch Weinsäure, Citronensäure, Orangenaroma etc. beigesetzt, damits nicht ganz so übel schmeckt. Trotzdem finde ich es noch ziemlich heftig.
Tricks habe ich dafür leider keine, ich löse das Gemisch in 0,25l Wasser auf und versuche es möglichst schnell hinunterzustürzen. Dabei halte ich die Luft an, solang es geht *gg* und trinke auch immer noch was zwischendurch und dann sofort danach. Ich kenne jemanden, der sich allerdings daraufhin übergeben musste. Er hat sich daraufhin Glaubersalz gekauft, damit gings für ihn besser. Ich glaube Glauebrsalz würde ich dagegen nicht überstehen *gg*.
Wieso findest du es schade, dass du keinen Hunger hast? Das macht es doch leichter.
Hunger in dem Sinn hab ich auch nicht, ich rede dann nur ständig über essen, schaue mir Kochbücher an und überleg mir, was ich danach alles essen will.
Gerüche finde ich auch ziemlich fies, aber in Versuchung kann mich in der Zeit ebenfalls nichts führen.

Viele Grüße
Khadja

Heilfasten - sorry falscher Ausdruck

Hallo Khadja,

Wieso findest du es schade, dass du keinen Hunger hast? Das
macht es doch leichter.

Anmerkung:
Ich bin ich froh, das ich keinen Hunger habe. Was mich ärgert, ist, daß ich immer an die verschiedensten Gerichte denken muß - ich habe da immer Angst, nicht stark genug sein zu können.

Sorry, ich hatte mich falsch ausgedrückt.

Schönes Wochenende

Anja

Also bei mir hat Molke sehr gut geholfen! Schmeckt zwar auch nicht so klasse, aber um Längen besser als Glaubersalz!!!

0,5 - 1 Liter jeden Tag (oder jeden 2.) und man kann sich die Tortur mit G-salz oder dem Einlauf sparen.

spy guy