Hallo Marcel,
„Entschlackung“ ist ein irreführender Begriff, unter dem alle Maßnahmen zur Ausscheidung von Stoffwechselprodukten (Stoffwechsel) verstanden werden.
Dieser Begriff findet sich häufig bei kommerziellen Anbietern von Wellness- und Gesundheitsprodukten und wird leider auch oft von Kurkliniken weiterverwendet.
Entschlackung soll der Entgiftung und „Reinigung“ des Körpers dienen. Als mögliche Methoden werden z.B. Heilfasten und Schwitzkuren angeführt.
Aus wissenschaftlicher Sicht ist eine Entschlackung nicht möglich, da bei normaler Verdauungs- und Stoffwechselfunktion alle vom Körper nicht benötigten Substanzen ohnehin ausgeschieden werden.
Heilfasten wird gern zur Gewichtsreduktion angewandt, es nützt aber nur dann etwas, wenn anschließend eine Änderung der bisherigen Ernährungsgewohnheiten stattfindet. Verständlicherweise ist es hilfreich bei vielen chron. Erkrankungen, die aus der Überernährung resultieren: z.B. Gicht, Diabetes II, Bluthochdruck bei Übergewicht, Arteriosklerose (hier zur Vorbeugung), u. a.
Aktivierung der Abwehrkräfte:
Eine mögliche Erklärung für diese beschriebene Wirkung des Heilfastens ist ein Zusammenhang zwischen starkem Nahrungsentzug und dem Immunsystem. So bewirkt ein längerer, starker Nahrungsentzug eine Immunsuppression, d.h. eine Herunterregulation oder Unterdrückung der körpereigenen Immunabwehr -. Dieser Effekt hält allerdings nur für die Zeit des Nahrungsentzuges an; anschließend nimmt das Immunsystem seine normale Funktion wieder auf.
So kommt es auch kurzzeitig zu einer überschießenden Immunreaktion, die beim gesunden Menschen evt. von Vorteil sein kann, z. B. beim Rheumatiker aber neue Schübe auslösen kann.
Weiterhin wird Heilfasten gern zur psychischen-mentalen Regeneration benutzt, denn richtiges Heilfasten, über 1, 2 oder mehr Wochen, sollte in einer Zeit ohne Verpflichtungen (z. B. im Urlaub) durchgeführt werden. Man macht seine Gedanken frei vom Stress des Arbeitsplatzes und von allen, als Belastung empfundenen Umständen.
Bei Heilfasten spielen körpereigene Botenstoffe eine wichtige Rolle:
die Bildung von Endorphinen (sog. Glückshormone) steigt stark an!!!
Glücksgefühle durch Endorphinproduktion: http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/…
© 1998 Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V sagt Folgendes:
Das Heilfasten kann ein Impuls für eine Änderung des Lebensstils sein. Die positiven Erfahrungen einer Fastenkur führen oftmals zu einer gesundheitsbewußteren Lebensführung. Heilfasten kann jedoch eine medizinisch notwendige Therapie nicht ersetzen. Der Begriff „Entschlackung“ ist wissenschaftlich nicht begründbar. In einem gesunden menschlichen Körper gibt es keine Ansammlung von Schlacken und Stoffwechselendprodukten. Nicht verwertbare Substanzen werden bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr über den Darm und die Nieren ausgeschieden.
über das Fasten: http://www.dge.de/Pages/navigation/fach_infos/dge_in…
Als Anfänger sucht man sich am besten eine Gruppe, die von professionell geschultem Personal geführt wird: Kur, VHS, mediz. organisierte Gruppen.
Zumindest sollte man sich ein zweckmäßiges Buch zuerst gründlich durchlesen: ISBN: 3442161193 Buch anschauen
Link:
erster, zweiter, dritter… Fastentag: http://gesund.qualimedic.de/Heilfasten_buchinger_1st…
Rezepte (Tees, Obstsäfte, etc.) für die Fastentage, denn während des Fastens ist es Pflicht, sehr viel zu trinken: http://gesund.qualimedic.de/Heilfasten_buchinger_rez…
Viel Erfolg beim Durchhalten wünscht
Renate
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