Heilpraktiker-Ausbildung?

Ich beschäftige mich seit Jahren privat mit Ernährung, alternativer Medizin, Naturheilmethoden u.ä. und denke momentan darüber nach, mich beruflich in diese Richtung zu orientieren. (Aktueller Auslöser: Habe vor wenigen Tagen eine Nacht in einem US-Emergency Room verbracht und war wirklich schockiert darüber, wie Ärzte Patienten mit Schmerzmitteln und anderen Symptombekämpfern abfertigen, ohne nach Ursachen zu forschen und damit das grundlegende Problem zu beseitigen.)

Wer hat Erfahrung mit welchen Ausbildungen/Schulen/Methoden (finde auch TCM sehr spannend)? Wie sieht es mit der Anerkennung aus?

Ich bin auch immer wieder hin- und hergerissen, ob ich mich eher in die Richtung Sport/Wellness (bin bei einer Aerobic-Ausbildung darauf aufmerksam geworden, dass ich WIRKLICH etwas tun will, das Menschen Freude macht und die Gesundheit fördert - wobei Aerobic für mich absolut nicht befriedigt ist. Wellness-Kurse im Fitness-Sektor scheinen mir aber sehr oberflächlich zu sein…) oder Alternativmedizin gehen will.

Ich werde ab Mitte oder Ende des Jahres in Hamburg sein, daher wäre ich gerade für Tipps in Norddeutschland dankbar…

Falls jemand nicht gerne posten will, ich würde mich auch über eine Unterhaltung per E-Mail freuen…

Hallo,

ich würde dir empfehlen, studiere Medizin. Heilpraktikerausbildung ist sehr oberflächlich, drei Jahre nebenberuflich Kurse zu besuchen reicht nicht auch nur annähernd für ein grundlegendes Verständlich des menschlichen Körpers, seiner Psyche und der Erkrankungen aus.

Als Arzt kannst du danach eine Facharztbezeichnung erwerben und dich in Richtung Naturheilkunde oder auch Homöopathie weiterbilden, dafür gibt es Bereichs- und Zusatzbezeichnungen.

(Aktueller Auslöser: Habe vor wenigen Tagen eine
Nacht in einem US-Emergency Room verbracht und war wirklich
schockiert darüber, wie Ärzte Patienten mit Schmerzmitteln und
anderen Symptombekämpfern abfertigen, ohne nach Ursachen zu
forschen und damit das grundlegende Problem zu beseitigen.)

Eine Notfallaufnahme ist wohl kaum der richtige Ort, um Ursachen zu erforschen und grundlegende Probleme zu beseitigen. Selbst wenn du die Ärzte aus der Notfallaufnahme herausnimmst und durch Heilpraktiker ersetzt. In der Notfallaufnahme soll erst einmal eine Soforthilfe passieren, die weitere Therapie ist dann Sache der weiterbehandelnden Fach- oder Hausärzte. Aber das nur nebenbei.

Gruß

Tahere

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hallo,

wende dich doch mal an

Kerstin Lückemeyer
sie „treibt“ sich hier öfter herum und - wie du an der email-adi siehst - ist sie bestimmt der richtige ansprechpartner für dich, die region stimmt zudem auch noch.

und supernett ist sie noch dazu :o)

gruß, BC

und supernett ist sie noch dazu :o)

das kann ich bestätigen!!!

Liebe Grüße
Burkhard

Guten Tag,
da ich mich gerade hier rumtreibe, verweise ich mal ein wenig auf das Archiv:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Was Notfall-Medizin angeht, da finde ich in weiten Bereichen das was in Krankenhäusern und im Rettungsdienst passiert unschlagbar.
Ich wünsche mir da immer noch eine Ergänzung durch mindestens ein homöopathisches Mittel, nämlich Arnika. Aber nun gut - damit könnte man das verbessern, allerdings könnte die Alternativmedizin, den schulmedizinischen Bereich nicht übernehmen.

Dich für den Beruf zu entscheiden, sollte keine Augenblicksentscheidung sein, nach Emergency Room, allerdings stehen in dem obengenannten Artikelbaum einige gute Anregungen drin.

TCM gäbe es an der von mir empfohlenen Schule auch. Allerdings bin ich mir ziemlich sicher, daß es in Hamburg selber auch Schulen gibt, die kenne ich nur nicht gut genug.
Wenn du wölltest, würde ich vielleicht nochmal einen Kollegen anmailen und dazu befragen, der unterrichtet (glaube ich) in HH an einer Schule.

Wenn ich die Wahl hätte zwischen Wellness und HP - ich würde mich immer für den Beruf entscheiden mit dem höheren Wissen und dem größeren Handlungsspielraum und der größeren Verantwortung.
Wellness kannst du wenn du HP bist auch und immer noch machen.
Heilen allerdings darfst du dann nicht.

Auch für dich gilt:
Wenn du magst, mehr Info: hier oder per mail.

Gruß
Kerstin

Ooooohhh!
Oh - echt ihr beiden.
Ich bin ganz beschwingt, ob eurer netten Postings.
Da werd ich dann mal in den Abend schweben.

Und das ist jetzt keine Retourkutsche, sondern wirklich und wahrhaftig:
Ihr seid ebenfalls und absolut Supernette.
Wenn ihr mal wieder in Bremen teilnehmende Beobachtung treiben wollt, dann seid ihr herzlich willkommen.

Bis bald
Kerstin

HP/Arzt - Ausbildung

Ein HP ist ein HP und kein Arzt.
Daher ist das Eine nicht mit dem Anderen zu vergleichen.
Und ein Arzt, mit einer 2-WE-Hömöopathie-Ausb.
nicht mit einem Hömöopathen zu vergleichen :wink:)

Mache Aushänge in den HP-Schulen zwecks Erfahrungsaustausch (und in kostenlosen Anzeigenblättern) um zu erfahren, welche Schule in deinem Ort für dich die richtige ist.

Das ist das Eine, für die Prüfung.
Danach oder zeitgleich machst du deine Fachausbildungen.
Ich würed ein Weilchen damit warten, damit sich wirklich herauskristallisiert, wo dein Interesse liegt.
Und wenn es Richtung Welnesse geht, dann mache da (ist gut mit dme HP kombinierbar).

Alles Gute :smile:)

LG Marina

Hi Kerstin,

Wenn ihr mal wieder in Bremen teilnehmende Beobachtung treiben
wollt, dann seid ihr herzlich willkommen.

da komme ich ja gerne mal drauf zurück!

Liebe Grüße
Burkhard

P.S.: Das umgekehrte gilt selbstverständlich auch für Hamburg.

… und für wiesbaden :o))

Hallo,

ich würde dir empfehlen, studiere Medizin.
Heilpraktikerausbildung ist sehr oberflächlich, drei Jahre
nebenberuflich Kurse zu besuchen reicht nicht auch nur
annähernd für ein grundlegendes Verständlich des menschlichen
Körpers, seiner Psyche und der Erkrankungen aus.

Ich habe über Jahre mit einer Medizin-Studentin zusammen gewohnt und zum Teil auch (rein aus Interesse) Kurse mit ihr besucht (außerdem einige Seminare in Sportmedizin). Ich kann mich allerdings absolut nicht damit anfreunden, wie der Mensch dort meistens betrachtet wird - ich sehe den Menschen als Ganzes und bin davon überzeugt, dass Physis und Psyche IMMER zusammenspielen und dass Krankheitssymptome selten etwas sind, das man unterdrücken sollte, sondern Hinweise auf ein tieferliegendes Problem geben.

Als Arzt kannst du danach eine Facharztbezeichnung erwerben
und dich in Richtung Naturheilkunde oder auch Homöopathie
weiterbilden, dafür gibt es Bereichs- und Zusatzbezeichnungen.

(Aktueller Auslöser: Habe vor wenigen Tagen eine
Nacht in einem US-Emergency Room verbracht und war wirklich
schockiert darüber, wie Ärzte Patienten mit Schmerzmitteln und
anderen Symptombekämpfern abfertigen, ohne nach Ursachen zu
forschen und damit das grundlegende Problem zu beseitigen.)

Eine Notfallaufnahme ist wohl kaum der richtige Ort, um
Ursachen zu erforschen und grundlegende Probleme zu
beseitigen. Selbst wenn du die Ärzte aus der Notfallaufnahme
herausnimmst und durch Heilpraktiker ersetzt. In der
Notfallaufnahme soll erst einmal eine Soforthilfe passieren,
die weitere Therapie ist dann Sache der weiterbehandelnden
Fach- oder Hausärzte. Aber das nur nebenbei.

Mir ist schon klar, dass in der Notaufnahem eine Erstversorgung geleistet wird. Ich respektiere das und denke auch, dass es wichtig ist.
Dennoch wurden dort (zumindest in meinem Fall) Medikamente verschrieben und verabreicht, ohne dass es Sinn gemacht hätte.
Ich wollte zum Beispiel weder Schmerz- noch Schlafmittel (ich sagte den Ärzten, dass der Schmerz nicht unerträglich ist und ich daher lieber darauf verzichten würde und es mir wichtiger wäre zu erfahren, was mit mir passiert ist. Im Übrigen liege ich lieber ein paar Stunden in nem Krankenhaus wach und schlaf mich später zu Hause aus, als diesen Kram in meinem Körper zu haben).
Verschrieben wurden mir anschließend Schmerzmittel und ein Medikament gegen Entzündungen, „falls“ es sich um etwas Entzündliches handelt. Und das kann meiner Meinung nach einfach nicht richtig sein. Ich werd doch meinen Körper nicht diesem Zeug aussetzen, nur „falls“ es die richtige Therapie ist. (Auf meine Nachfrage wurde mir allerdings auch gesagt, dass eine mögliche Entzündung auch von alleine ausheilen würde, das Medikament würde das nur erleichtern).

Diese Nacht spiegelt auch die Erfahrungen wieder, die ich mit den meisten Ärzten bisher gemacht hab. Keine Zeit, keine Patientenaufklärung, schneller Griff zum Rezeptblock.

Ich würde gern eine Alternative zu diesem Zustand unterstützen und habe auch vor - falls ich mich dafür entscheide - das Ganze ernst zu nehmen und verantwortungsvoll mit Menschen umzugehen. Daher auch mein Posting. Ich möchte Informationen sammeln, bevor ich mich für einen Weg entscheide (und das auch nur, falls ich das Gefühl habe, dass ich auch ohne ein Medizin-Studium genügend werde lernen können).

Gruß, V

Danke, Kerstin. (Was die Notaufnahme angeht, bitte lies das Posting für Tahere weiter unten)

Würde gerne von deinem Kollegen und auch von dir mehr hören.

Es soll keine Augenblicks-Entscheidung werden, deswegen habe ich auch hier gepostet. Es ist etwas, das ich schon lange immer mal wieder beiseite geschoben habe und ich brauche sowieso noch mindestens ein Jahr, um mein Studium abzuschließen. Es geht mir jetzt eher darum, die richtigen Schritte einzuleiten und Informationen zu finden, um mich in diesem Zeitraum zu entscheiden und womöglich darauf vorzubereiten.

Liebe Grüße aus Washington!

V

Danke Marina.

Ich möchte jetzt nur möglichst viele Infos sammeln und jetzt nicht unnötig Geld für Kurzausbildungen wie DTB-Wellnessberater ausgeben, falls ich mich etwas später richtig darauf konzentrieren und es WIRKLICH angehen will - mit all der Zeit, Energie und den Kosten, die damit zusammenhängen.

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Hi,

bin davon überzeugt, dass Physis und Psyche IMMER
zusammenspielen und dass Krankheitssymptome selten etwas sind,
das man unterdrücken sollte

Immer sicher nicht, denn manchmal ist auch einfach ein Virus unterwegs oder man bricht sich mal das Bein. Es gibt genetisch bedingte Ktankheiten, Vergiftungen, Degenerationserscheinungen usw.

Natürlich wird aber auch ein Beinbruch psychisch verarbeitet :smile:

Verschrieben wurden mir anschließend Schmerzmittel und ein
Medikament gegen Entzündungen, „falls“ es sich um etwas
Entzündliches handelt.

Naja, Prophylaxe ist halt oft sinnvoll. Lieber durch Antibiotikagabe verhindern, das aus einer Bronchitis eine Lungenentzündung wird, als das Risiko einer tödlich verlaufenden Lungenentzündung in Kauf nehmen.

Der Unterschied zum Heilpraktiker ist übrigens, wenn ein Arzt dir nicht wenigstens rät, z.B. Entzündungsrisiken medikamentös vorzubeugen, dann ist er haftbar. Ein Heilpraktiker haftet kaum für seine Handlungen, aber erst recht nicht für seine Unterlassungen.

Natürlich darfst du für dich abwägen, ob du der ärztlichen Empfehlung folgst, du musst die Medikamente ja nicht nehmen. Genauso darfst du auch beim Drachenfliegen oder Bergsteigen dein Leben riskieren. Du bist ja ein mündiger Bürger.

Diese Nacht spiegelt auch die Erfahrungen wieder, die ich mit
den meisten Ärzten bisher gemacht hab. Keine Zeit, keine
Patientenaufklärung, schneller Griff zum Rezeptblock.

Wenn du als Selbstzahler zu einem Arzt gehst, so wie auch die Klienten des Heilpraktikers Selbstzahler sind, dann wirst du auch mehr Zeit verlangen können. Die Zeitnot ist kein Problem der Medizin, sie ist ein Problem der Gesundheitspolitik.

Gruß

Tahere

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Hallo Sugar,
da hast du ja noch einen weiten Weg von Washington nach HH.
Mail mich an, wenn du mehr wissen willst, meinen Kollegen frag ich auch schon mal.
Das klingt erstmal ganz gut, wie du das machst auf dem Weg zu ner Entscheidung.
Sei gut zu dir - ich hör/les dann von dir.
Gruß
Kerstin

Hallo Tahere,

Hör bitte auf, hier Lügen und Unwahrheiten zu verbreiten.

Der Unterschied zum Heilpraktiker ist übrigens, wenn ein Arzt
dir nicht wenigstens rät, z.B. Entzündungsrisiken medikamentös
vorzubeugen, dann ist er haftbar. Ein Heilpraktiker haftet
kaum für seine Handlungen, aber erst recht nicht für seine
Unterlassungen.

Natürlich haftet der Heilpraktiker für seine Handlungen und u.U. auch für seine Unterlassungen.
Also bitte keine Lügen mehr.
Danke
KH

Hallo,

bitte lese was ich geschrieben habe: „haftet kaum“.

Natürlich kann man einen Heilpraktiker belangen, wenn es ganz besonders krass kommt. So wie man auch einen Bankkaufmann oder KFZ-Mechaniker wegen unterlassener Hilfeleistung oder Körperverletzung dranbekommen kann.

Gruß

Tahere

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