Hallo,
[…]
Das liest sich alles wie ein schlechtes Buch über Verschwörungstheorien. Ich möchte nicht behaupten, dass all dies nicht schon vorgekommen sei, dass die Pharmaindustrie keinen Einfluss auf die praktische Medizin habe oder dass es keine Ärzte gebe, die unter einem zu großen Einfluss von Seiten der Pharmaindustrie stünden.
Auf der anderen Seite aber die wissenschaftliche Grundlage der Medizin und den ärztlichen Ethos in einem so schaurigen Licht zu zeichnen, ist schon fast wieder lachhaftm wäre es nicht so bitterernst.
Nun, sicherlich läuft in diesen Kreisen nicht immer alles mit der nötigen Seriosität ab, sicherlich hat die Pharmaindustrie ihre Griffel auch dort im Spiel, wo sie nicht hingehören, und sicherlich gibt es so manchen Arzt, der zu allererst an die eigene Bereicherung denkt. Dies aber zur Stereotype, zum allgemeingültigen Musterbeispiel zu machen, ist einfach nur falsch.
Dass die meisten Fortbildungsveranstaltungen von Merck, Pfizer & Co. abgehalten werden und dass ein großer Anteil der Studien von selbigen (mit)finanziert werden stimmt schon, aber das war es dann auch schon. Dass hierzulande Arzneimittelstudien immer noch von einer Bundesbehörde überwacht werden und dass bedeutsame wissenschaftliche Abhandlungen umgehend Einzug in die Fach- und Lehrliteratur finden, das ist dagegen eine andere Geschichte.
Dennoch würde mich interessieren, wie du zu deinen Aussagen und Meinungen kommst, d.h. aus welchen Erfahrungen oder welchen Quellen dies für dich ersichtlich wurde.
Mit freundlichen Grüßen
jaZoo
