hallo ulf, nicht alles was in ihrer wirksamkeit bewiesen wurde ist gut für den menschl. organismus// parametacol wirkung: fieber und schmerzsenkend, wird besonders gern verschrieben für kinder. nebenwirkung: schädigend für leber und nieren. auch ärzte setzen placebo ein und es funktioniert, den pat. geht es gut und das ist wichtig so lange nicht leib und leben davon abhängen(psychosomatik). ja, es gibt behandlungsverfahren die von Hp praktiziert werden ( und früher durch ärzte ) die nichts mit esoterik/geheimlehre zu tun haben. ernährungsberatung, gesundheitsberatung, ausleitverfahren: schröpfen, blutegeltherapie. wasseranwendungen: güsse, an- und absteigende bäder. massagen, bewegungstherapie u.a. akupunktur, das hedwigskrankenhaus besitzt ein abteilung für tcm, wo auch schulmediziner praktizieren. es gab bereits studien über die wirkung der akupunktur. im vordergrund sollte immer stehen, wenn der pat. es wünscht, er dadurch linderung verspürt und es ihm gut geht und seine gesundheit nicht gefährdet wird, steht für mich der wissenschaftliche beweis nicht an erster stelle, wie oben schon geschrieben. mfg kfm
Hallo Konztanze
nicht alles was in ihrer wirksamkeit bewiesen wurde
ist gut für den menschl. organismus
Sicher ist, dass vieles aus der Schulmedizin Nebenwirkungen hat und manchmal die Nebenwirkungen gewichtiger als die erhofften Wirkungen sind.
auch ärzte setzen placebo ein
Das machen sie meiner Meinung nach viel zu wenig. Schon das Placebo „Weißer Kittel“ hat merklich nachgelassen. Die Kragenform, die an der Kehle etwas an den Kragen eines Pastors erinnert, ist schon fast ein lächerlicher Versuch, vermeintlich zu zeigen, dass man sich bei einem Arzt ohne Zeitdruck aussprechen kann.
ja, es gibt
behandlungsverfahren die von Hp praktiziert werden ( und
früher durch ärzte ) die nichts mit esoterik/geheimlehre zu
tun haben. ernährungsberatung, gesundheitsberatung,
ausleitverfahren: schröpfen, blutegeltherapie.
Auf Ernährungsberatung möchte ich jetzt bewusst nicht näher eingehen. (Ernährungsberater gibt es doch auch neben dem Heilpraktiker?) Da hat sich gezeigt, dass „Jedes Jahr ein neues Schwein durch das Dorf gejagt wird“. Ähnlich ist das mit den Diätempfehlungen zum Abnehmen.
Ausleitverfahren (ich hoffe ich trete dir jetzt nicht zu nahe), sind für jemand als Unfug einzuschätzen, der die 7. oder 8. Klasse Biologie hatte und die Grundfunktionen der Organe kennt. Wenn mir jemand aufschwatzen will, dass er „Giftstoffe“ im nennenswerten Verhältnis im Gegensatz zu Leber und Niere über die Haut abführen will, der hat mal gelesen, dass z.B. auch im Schweiß Harnstoff enthalten ist, kann die Verhältnismäßigkeit aber nicht einschätzen.
Bei Blutegeltherapie bin ich etwas Vorsichtiger. Hier meine ich allerdings nicht die Blutentnahme. Den Aderlass aus dem Mittelalter haben wir zum Glück hinter uns. Blutegel injezieren allerdings Stoffe in unseren Körper, die wirken. Nur ist das das Fachgebiet eines Heilpraktikers? Kennt der sich mit den Stoffen aus, die Blutgerinnung verringern und Schmerzen dämpfen? Kennt er bei den Molekülen Konzentration, Grenzen und Wechselwirkungen? Wen ja, woher?
Wir müssen nicht gleich bis zu den Bachblüten oder Heilsteinen gehen, aber schon die Wirksamkeit von Akupunktur ist nicht über den Placeboeffekt hinaus bewiesen.
das hedwigskrankenhaus
besitzt ein abteilung für tcm, wo auch schulmediziner
praktizieren.
Sicher gibt es auch Ärzte, die versuchen, damit Geld zu verdienen. Nur ist das kein Beweis für die Wirksamkeit (über den Placeboeffekt hinaus).
Die TCM nutzt auch Pflanzenwirkstoffe, deren Wirkung erwiesen ist. In dem Bereich ist sie dann allerdings Schulmedizin. Wollte ich nur sagen, da die Pflanzen manchmal hervorgehoben werden, wenn es mit Meridianen im Körper logisch nicht mehr weitergeht.
es gab bereits studien über die wirkung der
akupunktur.
Wenn die nachgewiesen hätten, dass da über den Placebo-Effekt hinaus etwas passiert, wären die mit lautem Knall schon veröffentlicht.
im vordergrund sollte immer stehen, wenn der pat.
es wünscht, er dadurch linderung verspürt und es ihm gut geht
und seine gesundheit nicht gefährdet wird, steht für mich der
wissenschaftliche beweis nicht an erster stelle
Ich gebe dir recht, dass das Wohl des Patienten im Vordergrund steht. Nur wie ist es, wenn Methoden verwendet werden, die selbst dem gesunden Menschenverstand widersprechen, wenn nebenbei Grundkenntnisse aus der Schule in den Naturwissenschaften bestehen? Ist das dann Abzocke? Zucker plus Wasser davor auf Leder geklopft, nicht geschüttelt.
Grüße
Ulf
Meine volle Zustimmung.
Hi Susanne,
es erhöht sicherlich den Wert meiner Zustimmung hier, wenn man sich vor Augen hält, dass ich dir anderswo sehr of widerspreche.
Hallo, aber dir ist schon klar, dass es eine Menge
MEdizinstudenten gibt, die den Dr. gerne nebenher durchziehen
und zwar so schnell und unkompliziert wie möglich.
Genau, das ist bei Ärzten , die eine Praxis führen, eher die Regel.
Um den inneruniversitären Bereich ging es mir nie.
Da wird die
Studie auf ein minimum reduziert, Hauptsache man hat seine
knapp 100 Seiten geschrieben, wovon die Hälfte
Literaturverzeichnis und Bilder/TAbellen Skalen sind.
Um an deinem Beispiel zu bleiben:
Zur Durchführung einer klinischen Studie bedarf es lediglich des Wissens, wo man was nachlesen kann und des gesunden Menschenverstandes. Das kann übrigens ein nichtmedizinischer Wissenschaftler, der einen Mediziner zur Seite hat, meistens besser.
Ich will das nicht herunterreden, und es kann sehr zeitintensiv sein, aber Wissenschaftliches Arbeiten ist was völlig anderes.
Ich mag med. Diss., denn die sind immer so schön handlich zum
mitnehmen.
Und entsprechend gehaltlos.
(…)
Und auch dem was du unter PS geschrieben hast, kann ich uneingeschränkt zustimmen.
Es zeigt bildhaft genau das, was ich weiter oben mit einem einzigen Wort beschrieben habe: Pippifax.
Und zwar hinsichtlich Umfang, Eigeninitiative und wissenschaftlichen Gehaltes. Einfach schandhaft.
Gruss,
TR
Hallo,
Hallo, du hast keine Ahnung wie eine HP-Prüfung abläuft oder?
Offen gestanden, nein.
Ich kenne aber zumindest in Groben, wie das Ergebnis aussieht.
Ich weiss grob, welche Art Literatur es für Heilpraktiker gibt (ich meine jetzt eher die faktenbasierte), und was die eigentlichen Gründe für die Einführung der Heilpraktikerprüfung war.
Des Weiteren weiss ich, wie manche HPs daherreden, und da kann mir keiner erklären, dass die überhaupt Fakten von esoterischem Kram unterscheiden können.
Aber darum ging es mir eigentlich nicht.
Ich wollte eigentlich nur klarstellen, dass man eine HP-Prüfung nicht im entferntesten in die Nähe derjenigen Ausbildung rücken darf, die ein richtiger Arzt hinter sich hat.
(…)
dennoch sind es lauter auf wissenschaftlichen Fakten beruhende
KEnntnisse die man sich aneignen muss.
Das ist so wie „Was ist die Hauptstadt von welchem Land?“ zu lernen.
Zusammenhangslos.
Man beachte vor allem auch das (freie Kurzfassung 3. Absatz)
„Der HP muss die …erhobenen BEfunde… diagnostisch und
Differentialdiagnostisch bewerten können“
Was genau nirgends richtig abgeprüft wird.
Als Massstab nehme ich das, womit ein werdender Arzt konfrontiert wird.
Vergleich das mal mit den Inhalten einer Ausbildung zur
Krankenschwester oä.
Volle Zustimmung.
Das esoterische ist allenfalls die freiwillige Fortbildung für
dieses oder jenes VErfahren oder die Grundeinstellung zum
Leben, …
Wie oben bereits gesagt, betrachte ich das Ergebnis.
Und so wie manche HPs daherreden hab ich starke Zweifel, ob die den Sinn der HP Prüfung je verstanden haben.
das alles ging verloren durch
unseren techn. fortschritt.Jetzt musst du aber selber lachen, oder?
Dazu vielleicht ein meiner Ansicht nach schöner Artikel grad
aus dem aktuellen Ärzteblatt
Dass das teilweise verloren ging bestreite ich nicht, aber es hat meiner Meinung nach einen anderen Grund, der sich stark von der Originalbehauptung unterscheidet.
Das ist aber ein anderes Thema.
Gruss, TR
hallo ulf, wenn du in berlin wohnst können wir gerne stunden darüber philosophieren und es finden sich bestimmt noch einige die mit machen.
nein, du hast mir nicht die füße breit getreten. ich könnte dir etwas über die haed`sche zonen und den dazugehörigen organen schreiben, von der aktivierung der selbstregulation uvm. aber es wäre des guten zu viel. was ich gut fand, deine sachlichkeit. gruß konstanze
Gruß
Alexander
Hallo Anja,
danke für Deine vielen „Komplimente“
dennoch oder gerade deshalb stellt sich die Frage, warum solche Foren wie dieses hier so unendlich oft von Patienten konsultiert wird. Das ist doch genau eine Folge davon, dass der allergrößte Teil der Menschen mit den Ärzten unzufrieden ist. Und das muss doch wiederum Gründe haben. Und das liegt weder im einzelnen Menschen (Arzt oder Patienten) noch in irgendwelchen Gerüchten begründet, sondern in der Zusammenschau aller Erfahrungen von unendlich vielen Patienten. Auch wenn hier im Brett immer wieder die Heilpraktiker verteufelt werden, so muss man einfach zugeben, dass sie oft (nicht immer!) helfen können, wo herkömmliche Ärzte versagen. Somit ist nichts Schlechtes per se in den Heilpraktikern zu erkennen. Dass nicht alle HPs gut sind (genau so wie nicht alle Ärzte schlecht sind) steht ohnehin außer Frage. So haben wir mittlerweile einen sehr guten Hausarzt, den wir nicht missen möchten. Wären wir von Anfang an bei ihm gewesen, so wäre es durchaus möglich, dass meine Frau in einer anderen gesundheitlichen Verfassung sein könnte als sie es jetzt ist.
Jeder, aber wirklich jeder, aus meinem Bekanntenkreis kann (oftmals sogar viele) negative Erlebnisse mit Ärzten berichten.
Und ich sage Dir noch was Altbekanntes:
jeder Arzt hat Angst vor der Macht des Internets, da erst durch dieses Medium so richtig deutlich wird, wieviele Fehler er macht. Wieviele Patienten er schon aufgrund einer falschen Behandlung zum Chroniker oder noch schlimmer in die Berufsunfähigkeit getrieben hat.
Du hast auf die Borre und die Co-Erreger-Erkrankungen angesprochen. Ich wette, Du könntest nicht mal 6 Co-Erreger-Erkrankungen ad hoc aufzählen, geschweige denn die Symptome, die diese mit sich bringen oder wie man die Co-Infektionen unterscheiden kann (was zugegebener Maßen ziemlich bis sehr schwer ist).
Erst neulich war wieder so ein haarsträubender Unsinn im Ärzteblatt zu lesen: (sinngemäßes Zitat) „erst alles andere ausschließen, bevor man überhaupt an Borreliose (die Co-Erreger-Erkrankungen wurden wieder mal völlig unterschlagen) denken darf.“ (sinngemäßes Zitat Ende). Das ist genau die Vorgehensweise, womit man sich die Chroniker züchtet. Wer in den ersten 4 Wochen nach Infektion noch nicht richtig (hochdosierte, lang anhaltende Anitbiotika, am Besten per Infusion um einen höheren Wirkspiegel zu erzielen) behandelt wird, ist unwillkürlich Chroniker und somit kaum mehr zu heilen. Da passen so Sätze wie „Sie sind doch nicht schwer krank, Ihnen läuft doch nichts davon“ wie die Faust aufs Auge. Keinen blassen Schimmer von der ernsten Lage.
Dir ist offenbar auch entgangen, dass die chronische Borre unter Experten (die wahrlich rar sind auf dieser Welt) als die Volkskrankheit des 21. Jhs angesehen wird. Man schätzt, dass derzeit allein in Deutschland etwa 2.5 Mio chronisch Borreliose-Kranke leben, wovon aber noch nicht mal ein Bruchteil auf diese Krankheit überhaupt untersucht geschweige denn behandelt wurde/wird.
Ich sehe in Deiner Vika, dass Du offenbar noch Studentin bist. Und das genau ist ja das Schlimme. Dass Ihr jungen Leute, die zukünftige Ärztegeneration, genau die gleichen Fehler beigebracht bekommt, wie die bisherigen Ärzte: „Wir wissen alles - der Patient hat gefälligst ehrfürchtig zu uns aufzuschauen. Wehe, er erdreistet sich, die Diagnose „Bänderdehnung“ - vom Orthopäden! - anzuzweifeln (dann hat er es schon versch*en“, obwohl doch schon weitere Symptome existieren, die durchaus bei etwas Wissen und Aufmerksamkeit ziemlich klar auf die Borreliose hinweisen
Anja, ich mach Dir und allen Ärzten einen Vorschlag: Wenn Ihr nämlich wirklich so gut seid, wie dieser Berufsstand das ganz gerne hinstellt, dann müsstet Ihr bei diesem Vorschlag „Juhu“ schreien und das voll unterstützen:
Die Budgetierung für alle im Gesundheitswesen tätigen Personen wird komplett aufgehoben. Die Ärzte bekommen für jede Behandlung das Doppelte, was sie derzeit erhalten. Die Behandlungspflicht bleibt nicht nur bestehen sondern wird ausgeweitet. es darf kein Patient mehr abgewiesen werden. Allerdings unter Änderung des bisherigen Abrechnugnsmodus:
Der Arzt bekommt erst dann sein Honorar, wenn er nach frühestens 4 Wochen nach dem Abschluss der Behandlung vom Patienten eine unterschriebene Erklärung vorlegt, dass dieser Patient KEINERLEI Beschwerden mehr hat. Klar, bei Chronikern geht dann der Arzt leer aus. Aber genau das würde dann der Arzt versuchen unter allen Umständen zu vermeiden, dass der Patient zum Chroniker überhaupt wird. Schließlich will der Arzt ja auch was für seine Tätigkeit haben. Die, die bei diesem System in die Röhre schauen würden, ist die Pharmaindustrie. Denn dann wäre die Devise: schnelle Behandlung - effektive Behandlung - zielgerichtete Behandlung - schnelle Gesundung des Patienten. Heute ist es jedoch ein „rumdoktorn“, oft ohne Sinn und Verstand. Auch die Fortbildungsaktivitäten wären dann weniger Pharma-lastig, sondern inhaltsbezogener und qualitätvoller. Die Patienten und das gesamte Gesundheitswesen würden es danken.
Wie groß der Einfluss der Pharma-Industrie ist, zeigt sich daran, dass ein hochwirksames Medikament (welches von mehreren Unternehmen vormals vertrieben wurde) vom deutschen Markt genommen wurde, weil (Begründung Pharma-Industrie) sich das Medikament zu schlecht verkauft habe (das ist nichts anderes als die verklausulierte Aussage, dass das Medikament zu wirksam war und man dadurch nicht genug mit der Krankheit verdienen konnte). So was sind Skandale, die eindeutig zu Lasten der Patienten gehen und bei denen die Ärzteschaft sehr wohl mitspielt.
jeder auch nur ein wenig unklaren Erkrankung die 100 Symptome
wenigstens hast Du Durch meine Beiträge schon gelernt, dass die Borre und ihre Co-Erreger-Erkrankungen sich in vielfältigen Symptomen äußert. Ist doch schon mal was. Aber ich bin mir leider ziemlich sicher, dass Du von den ca. 130 Symptomen auswendig keine 10 Stück davon weißt. Gesschweige denn, worauf es gilt bei diesem oder jenem Symptom sein Augenmerk zu haben.
wieder mit einem Schwall an Kritik an den Ärzten, die sich
angeblich schlechter als Patienten auskennen
ist ja leider so.
Mit
inkompetenten Ärzten und zu spät diagnostizierten Erkrankungen
hatte ich auch schon zu tun und selbst darunter zu leiden,
hört, hört,
*duckundweg*
kein Grund um Abzutauchen.
Und noch einen weiteren Seitenhieb auf die Ärzte: (um Deinem Bild von mir Genüge zu tun):
Kommt endlich von Eurem hohen Ross runter und erkennt in den Selbsthilfgruppen das, was sie sein können und zumeist auch selbst wollen: Partner der Ärzte, die den Ärzten Hilfestellungen und Beratungen geben können. Erkennt endlich, dass Ihr tausende von Krankheiten zu behandeln habt und gebt endlich zu, dass Ihr schon allein aus diesem Grund gar nicht die Zeit haben könnt, alles von allen Krankheiten zu wissen. Demgegenüber sind die Selbsthilfegruppen Einrichtungen, die sich mit genau EINER Krankheit auseinandersetzen, das dafür so unendlich intensiv, dass die Selbsthilfegruppen in ihrem Wissen 99,9% aller Ärzte für diese eine Krankheit weit, aber wirklich meilenweit voraus sind. In diesen Selbsthilfegruppen kann man in aller Regel auch Informationen finden, womit diese eine Krankheit leicht zu verwechseln ist und somit ggf. auch auf weitere verfolgenswerte Spuren finden.
Wenn aber diese Gruppen - wie erst neulich hier im Brett von preisselpoehl geschehen - verteufelt werden, pfeift man derer Erfahrung völlig unnötigerweise in den Wind.
Kooperation (außer mit der Pharma-Industrie natürlich) statt Separation und Hochnäsigkeit, das wäre angesagt, aber das kapieren offenbar die allerwenigsten Ärzte. Schade eigentlich. Es wäre zum Nutzen von uns allen.
Trotzdem einen schönen Abend wünscht
Alexander
Hallo Preisselpoehl,
Laborwerte ohne Kontext werten. Wenn sie nicht zu dem
Gesamtbild passen, sollte man sich Gedanken machen. Ein
Grundsatz der Medizin ist: Wir behandeln Patienten, nicht
Laborwerte, letztere sind nur Hilfmittel.
schön wäre es ja! Da wird trotz eindeutiger Laborwerte und sogar der Empfehlung des Labors, diese oder jene Therapie einzusetzen UND eindeutiger Symptome beim Patient dann Verzögerungstaktik angewendet „Jetzt warten wir erst mal 4 Wochen, wenn’s dann nicht besser ist, kommen Sie wieder“.„Na, wenn Sie unbedingt wollen, dann haben Sie hier eine Überweisung zum Facharzt abc, dann kann der Sie ja mal untersuchen“ (abc kommt aber überhaupt nicht in Betracht, da noch nie Probleme damit aufgetreten waren) und noch was weiß ich wieviel ähnlicher Quatsch. Alles von Ärzten wohlgemerkt. Mit Doktortitel und ohne, aber das macht in meinen Augen auch nicht den großen Unterschied.
Bitte nimm einfach hin, dass Dir das medizinische Wissen, oder
vielleicht besser: die ärztliche Erfahrung fehlt, um so
mitzureden, wie Du es gerne tun würdest.
jetzt komm mal bitte von Deinem hohen Ross runter. Jeder Patient ist Experte für seinen eigenen Körper. Wie schon geschrieben wurde, gibt es bei jedem Körper andere Einflüsse, die ein Arzt alle gar nicht überschauen kann. Experte Patient vs. Theorie-Experte Arzt. Das „vs.“ darin kann nicht gut gehen. Bitte überdenke Deine Ansicht mal objektiv und grundlegend. Danke
trotzdem schönen Abend
Alexander
Hallo Alexander,
danke für Deine vielen „Komplimente“
bitte bitte, gern geschehen.
)
dennoch oder gerade deshalb stellt sich die Frage, warum
solche Foren wie dieses hier so unendlich oft von Patienten
konsultiert wird.
Weil man nicht wegen jedes Zipperleins zum Arzt rennen will. Weil man eine Zweitmeinung hören möchte. Weil man eine Erkrankung vom wissenschaftlichen Hintergrund her diskutieren möchte und nicht vor dem persönlichen. Weil man Erfahrungen mit Leidgenossen austauschen will. Und, und, und.
Das ist doch genau eine Folge davon, dass
der allergrößte Teil der Menschen mit den Ärzten unzufrieden
ist.
Nun, das würde ich so nicht unterschreiben. Du solltest für dich sprechen, nicht für die Menschheit.
Jeder, aber wirklich jeder, aus meinem Bekanntenkreis kann
(oftmals sogar viele) negative Erlebnisse mit Ärzten
berichten.
Ebenso wie sicherlich jeder über schlechte Erfahrungen mit Lehrern berichten könnte. Oder Handwerkern. Oder anderen Berufsgruppen.
Und ich sage Dir noch was Altbekanntes:
jeder Arzt hat Angst vor der Macht des Internets, da erst
durch dieses Medium so richtig deutlich wird, wieviele Fehler
er macht.
Frag die Ärzte, die hier im Forum mitschreiben, ob sie das auch so sehen.
Also, ich bin mir sicher, dass MEIN Facharzt keine Angst vor dem Internet hat. Denn seine Kenntnisse erstrecken sich weit über das, was man im Internet nachlesen kann. Fakten kann ich mir anlesen, doch die Erfahrung und die Intuition eines erfahrenen Arztes werde ich nie haben. Deshalb vertraue ich in letzter Konsequenz meinem Arzt und nicht dem Internet. Was natürlich nicht heißt, dass ich nicht schon mal mit Fragen zu ihm komme, die sich aus der Internetlektüre ergeben haben. Diese beantwortet er mir gern und meinem Wissensniveau entsprechend.
Wieviele Patienten er schon aufgrund einer falschen
Behandlung zum Chroniker oder noch schlimmer in die
Berufsunfähigkeit getrieben hat.
Nun, Ärzte sind auch nur Menschen und machen Fehler, zudem ist das medizinische Wissen begrenzt. Wenn Ärzte Götter und allwissend wären, könnte man sicher mehr Patienten helfen.
Du hast auf die Borre und die Co-Erreger-Erkrankungen
angesprochen. Ich wette, Du könntest nicht mal 6
Co-Erreger-Erkrankungen ad hoc aufzählen, geschweige denn die
Symptome, die diese mit sich bringen oder wie man die
Co-Infektionen unterscheiden kann (was zugegebener Maßen
ziemlich bis sehr schwer ist).
Nein, denn ich bin ja auch nicht Arzt.
Erst neulich war wieder so ein haarsträubender Unsinn im
Ärzteblatt zu lesen: (sinngemäßes Zitat) „erst alles andere
ausschließen, bevor man überhaupt an Borreliose (die
Co-Erreger-Erkrankungen wurden wieder mal völlig
unterschlagen) denken darf.“ (sinngemäßes Zitat Ende). Das ist
genau die Vorgehensweise, womit man sich die Chroniker
züchtet. Wer in den ersten 4 Wochen nach Infektion noch nicht
richtig (hochdosierte, lang anhaltende Anitbiotika, am Besten
per Infusion um einen höheren Wirkspiegel zu erzielen)
behandelt wird, ist unwillkürlich Chroniker und somit kaum
mehr zu heilen. Da passen so Sätze wie „Sie sind doch nicht
schwer krank, Ihnen läuft doch nichts davon“ wie die Faust
aufs Auge. Keinen blassen Schimmer von der ernsten Lage.
Dein Problem ist, dass du alles vor dem Hintergrund der Erkrankung deiner Frau siehst. Das ist nur natürlich, und das geht mir auch so, dass ich Vieles vor dem Hintergrund der eigenen Erfahrungen interpretiere und bei bestimmten Symptomen auch sofort geneigt bin, an die mir am nächsten bekannten Erkrankungen zu denken. Es gibt jedoch viel mehr Krankheiten auf dieser Welt als Borreliose, Krebs und Epilepsie. Viel, viel mehr. Und da der Arzt nun mal nicht allwissend ist und nicht vorhersehen kann, auf welche Krankheiten er diesen bestimmten Patienten zuallererst testen sollte, muss es Kriterien dafür geben. Ich bin keine Expertin in Borreliose, aber so wie du das immer beschreibst, ist die Diagnosestellung schwierig, da es einerseits sehr viele Symptome gibt und andererseits die Erreger nicht immer nachweisbar sind. Allein dadurch erscheint es mir schon logisch, dass der Arzt beim Patienten zuerst die schnell diagnostizierbaren und weiter verbreiteten Krankheiten ausschließt, bevor er dann (z.T. nach dem Ausschlussprinzip, denn das negative Testergebnis ist ja nicht verlässlich) an Borreliose denkt.
Dir ist offenbar auch entgangen, dass die chronische Borre
unter Experten (die wahrlich rar sind auf dieser Welt) als die
Volkskrankheit des 21. Jhs angesehen wird. Man schätzt, dass
derzeit allein in Deutschland etwa 2.5 Mio chronisch
Borreliose-Kranke leben, wovon aber noch nicht mal ein
Bruchteil auf diese Krankheit überhaupt untersucht geschweige
denn behandelt wurde/wird.
Davon abgesehen, dass du ab und an auch mal Quellen nennen solltest - warum sollte es mir NICHT entgehen? Wie gesagt, ich bin kein Experte auf diesem Gebiet und habe dies auch noch nie behauptet.
Ich sehe in Deiner Vika, dass Du offenbar noch Studentin bist.
Doktorandin. Ich werde den Status ändern. 
Und das genau ist ja das Schlimme. Dass Ihr jungen Leute, die
zukünftige Ärztegeneration,
Och, ich habe gar nicht Medizin studiert. Zwar etwas Verwandtes, aber Ärztin bin ich nicht und werde es auch nie sein. 
genau die gleichen Fehler
beigebracht bekommt, wie die bisherigen Ärzte: „Wir wissen
alles - der Patient hat gefälligst ehrfürchtig zu uns
aufzuschauen. Wehe, er erdreistet sich, die Diagnose
„Bänderdehnung“ - vom Orthopäden! - anzuzweifeln (dann hat er
es schon versch*en“, obwohl doch schon weitere Symptome
existieren, die durchaus bei etwas Wissen und Aufmerksamkeit
ziemlich klar auf die Borreliose hinweisen
Das ist DEINE Interpretation dessen, was Ärzten angeblich beigebracht wird. Meine Erfahrung mit guten Ärzten zeigt, dass sie ernsthaft auf Befürchtungen, Hinweise und Vorschläge des Patienten eingehen. Schlechte Ärzte gibt es auch, genauso wie schlechte Lehrer, Handwerker usw. Mit deiner Behauptung dessen, was Ärzten in der Ausbildung angeblich beigebracht wird, hat das jedoch nichts zu tun.
Anja, ich mach Dir und allen Ärzten einen Vorschlag:
Noch einmal: Ich bin kein Arzt. Es ist mir schleierhaft, wie du auf diese Behauptung kommst.
Der Arzt bekommt erst dann sein Honorar, wenn er nach
frühestens 4 Wochen nach dem Abschluss der Behandlung vom
Patienten eine unterschriebene Erklärung vorlegt, dass dieser
Patient KEINERLEI Beschwerden mehr hat.
Entschuldige bitte, aber solchen Schwachsinn habe ich schon lange nicht mehr gehört. Ich wiederhole noch einmal - ein Arzt ist kein Gott und auch nicht allwissend. Ein guter Arzt gibt auch nie das VERSPRECHEN, den Patienten zu heilen, sondern kann nur sein Bestes versuchen und nach derzeitigem medizinischen Wissensstand behandeln. Viele Krankheiten (z.B. Erkältung) verschwinden mit der Zeit von selbst, ohne jegliche Behandlung. Viele Krankheiten bleiben lebenslang (z.B. Epilepsie). Bei vielen Krankheiten kann es immer wieder einen Rückfall geben (Krebs). Daran ist NIEMAND schuld und mit dem derzeitigen medizinischen Wissen kann man das nicht ändern. Es wird jedoch ständig geforscht (das ist übrigens der Bereich, in dem ich selbst arbeite, um deinen Einwürfen vorzubeugen - in einer staatlichen Forschungseinrichtung, nicht in der Industrie), um das medizinische Wissen zu erweitern, neue Behandlungsmethoden zu finden usw.
Klar, bei Chronikern
geht dann der Arzt leer aus. Aber genau das würde dann der
Arzt versuchen unter allen Umständen zu vermeiden, dass der
Patient zum Chroniker überhaupt wird. Schließlich will der
Arzt ja auch was für seine Tätigkeit haben. Die, die bei
diesem System in die Röhre schauen würden, ist die
Pharmaindustrie.
Ich habe mich letztens bei dem Gedanken ertappt, dass ich der Pharmaindustrie dankbar bin. Ohne sie würde mein Leben heute ganz anders aussehen, ich hätte nicht die Möglichkeit, den Beruf auszuüben, den ich jetzt habe und der mein Trauberuf ist. Viel mehr Menschen würden schon in jungen Jahren sterben. Denn die Pharmaindustrie verdient nicht nur Geld, sondern investiert es auch. Und zwar in medizinische Forschung, aus der Medikamente hervorgehen, mit denen Menschenleben gerettet werden.
Wie groß der Einfluss der Pharma-Industrie ist, zeigt sich
daran, dass ein hochwirksames Medikament (welches von mehreren
Unternehmen vormals vertrieben wurde) vom deutschen Markt
genommen wurde, weil (Begründung Pharma-Industrie) sich das
Medikament zu schlecht verkauft habe
Ja, das passiert, denn auch die Mitarbeiter von Bayer und Pfizer wollen Geld verdienen und ihre Familien durchfüttern. Hier sind Lobbyverbände und die Gesundheitspolitik gefragt.
(das ist nichts anderes
als die verklausulierte Aussage, dass das Medikament zu
wirksam war und man dadurch nicht genug mit der Krankheit
verdienen konnte).
DAS ist DEINE Interpretation. Nicht mehr und nicht weniger.
jeder auch nur ein wenig unklaren Erkrankung die 100 Symptome
wenigstens hast Du Durch meine Beiträge schon gelernt, dass
die Borre und ihre Co-Erreger-Erkrankungen sich in
vielfältigen Symptomen äußert. Ist doch schon mal was. Aber
ich bin mir leider ziemlich sicher, dass Du von den ca. 130
Symptomen auswendig keine 10 Stück davon weißt. Gesschweige
denn, worauf es gilt bei diesem oder jenem Symptom sein
Augenmerk zu haben.
Wozu sollte ich das wissen? Bin ich allwissend? Es reicht, dass ich mich in meinem Fachgebiet einigermaßen auskenne, aber auch da bin ich von der Allwissenheit noch seeeeeeehhhhhhhhhr weit entfernt und lerne täglich dazu.
wieder mit einem Schwall an Kritik an den Ärzten, die sich
angeblich schlechter als Patienten auskennenist ja leider so.
Nein.
Mit
inkompetenten Ärzten und zu spät diagnostizierten Erkrankungen
hatte ich auch schon zu tun und selbst darunter zu leiden,hört, hört,
Und was schließt du daraus? Ich habe nie behauptet, es gäbe keine schlechten Ärzte.
Erkennt endlich,
dass Ihr tausende von Krankheiten zu behandeln habt und gebt
endlich zu, dass Ihr schon allein aus diesem Grund gar nicht
die Zeit haben könnt, alles von allen Krankheiten zu wissen.
Das ist richtig. Deswegen lasse ICH mich in einer spezialisierten Einrichtung behandeln von einem Arzt, der sein Leben dieser einen Erkrankung widmet. Und das empfehle ich auch allen anderen Menschen, die mit ernsthaften Erkrankungen zu kämpfen haben.
Demgegenüber sind die Selbsthilfegruppen Einrichtungen, die
sich mit genau EINER Krankheit auseinandersetzen, das dafür so
unendlich intensiv, dass die Selbsthilfegruppen in ihrem
Wissen 99,9% aller Ärzte für diese eine Krankheit weit, aber
wirklich meilenweit voraus sind.
Und das stimmt wiederum nicht. Genau diese Selbstüberschätzung von Laien (und zu solchen zähle ich mich ebenfalls, auch in meinen „Wissensgebieten“, denn wie gesagt, ich bin kein Arzt) geht mir auf den Keks. Ein Arzt hat nicht umsonst ein langes und schweres Studium hinter sich und anschließend langjährige Erfahrung in der Behandlung von Patienten.
Wenn aber diese Gruppen - wie erst neulich hier im Brett von
preisselpoehl geschehen - verteufelt werden, pfeift man derer
Erfahrung völlig unnötigerweise in den Wind.
Ich weiß nicht, auf welchen Thread du dich jetzt beziehst, deswegen kann ich zur konkreten Situation nichts sagen. Ich habe aber selbst schon mal in einem Arztgespräch etwas aufgegriffen, was ich aus einer Internet-Selbsthilfegruppe erfahren hatte. Der Arzt hat mir seinen Standpunkt und sein Wissen dazu erklärt und gesagt, wir könnten das gern ausprobieren, die Wirkung sei jedoch nicht gesichert. Wir haben es (erfolgreich) ausprobiert.
Kooperation (außer mit der Pharma-Industrie natürlich)
Gerade mit der! Oder pfeifst du auf die Erfahrung der Pharma-Industrie und damit auf die Möglichkeit, neue wirksame Medikamente zu finden?
statt
Separation und Hochnäsigkeit, das wäre angesagt, aber das
kapieren offenbar die allerwenigsten Ärzte.
Wenn ich Arzt wäre und einen so hochnäsigen und von der eigenen Überlegenheit überzeugten Patienten vor mir hätte, würde ich auch nicht mit dir zusammenarbeiten wollen und einfach meine Meinung durchsetzen…
Gruß
Anja
Pharmaindustrie & Selbsthilfeverbände
weiß nicht worauf Du Dich beziehst an der Stelle wo Du mich zitierst. ich nehme an, weil ich es wagte, die unrühmliche Rolle mancher Selbsthilfeverbände zu erwähnen, die sich zum Sprachrohr der Pharmaindustrie haben machen lassen. Klar dass das manchem Weltbild abträglich ist.
seis drum
pp